Posts mit dem Label mitgemacht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label mitgemacht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 28. Mai 2020

Stay Home Reading TAG


Die liebe Lena alias Expectobooktronum taggt alle, die Lust haben.
Also mache ich spontan mit:

1. Wie läuft dein Leseverhalten ab, wenn du Zuhause bist?

Einerseits habe ich zuhause mehr Zeit am Stück als unterwegs. Andererseits ist hier die Auswahl an Lesestoff größer. Grundsätzlich lese ich, so oft ich kann, also auch z.B. beim Kochen.
2. Wo liest du, wenn du Zuhause bist?

Überall. Manchmal laufe ich sogar lesend von A nach B.

3. Zeig uns das beste Buch, das du während deiner Isolation gelesen hast!

Ich war ja nicht isoliert, weil Mann und Kinder zuhause sind.
Und ein Lieblingsbuch kann ich genauso wenig wählen wie ein Lieblingskind.
Wenn Ihr Euch anschaut, was ich in den letzten 12 Wochen so gelesen habe, waren da viele Lieblinge dabei.

4. Was ist dein liebstes Buch zum Wohlfühlen?

Manchmal brauche ich die Geborgenheit von Kinderbüchern, dann dürfen es gern die Werke von Astrid Lindgren, Erich Kästner oder Enid Blyton sein. Oder ich will mich wegträumen, dann lese ich gern kitschige Liebesgeschichten, die am Meer spielen. Zum Aufmuntern hilft immer Kerstin Gier oder Sophie Kinsella.

5. Zeig uns ein Buch, das du eigentlich gerne sofort kaufen oder ausleihen würdest.

Ich verstehe die Frage nicht. Man kann doch Bücher kaufen und ausleihen.

6. Nenne einen Autor, nach dem du jetzt schreien würdest.

Ich will nicht schreien, aber ich wüsste gern, was Astrid Lindgren oder Eva Heller über die heutige Zeit und insbesondere über die Corona-Pandemie schreiben würden.

7. Welches Buch willst du am liebsten direkt lesen?

So viele Bücher, so wenig Zeit.

8. Lies/Zeig ein Buch mit einem Haus auf dem Cover.

Irgendwie kann ich gerade keine Bilder einfügen, aber folgt einfach diesem Link.

9. Lies/Zeig ein Buch, deren Geschichte die ganze Zeit nur in einem Raum spielt.

Da fällt mir das hier ein.

10. Zeig ein Buch, das an einem Ort spielt, an dem du gerne wärst.

Hauptsache am Meer, zum Beispiel in der Bretagne.

11. Zeig ein Buch, das dich immer zum Lächeln bringt.

Aus nostalgischen Gründen das hier.


Ich tagge alle, die auch Lust haben mitzumachen!



Mittwoch, 4. Dezember 2019

Mitgemacht: Weihnachtslieder-TAG



Vorneweg eine zu dieser Jahreszeit typische Szene auf unserem Fensterbrett:
Hier stoßen zwei Dekorationen aufeinander. Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem (werden täglich ein paar Zentimeter von K2 verschoben) müssen die Weihnachtsbücher überwinden.


Es gibt ja so viele schöne Adventskalender bei Youtube, z.B. von DIY-, Garten- oder Buchkanälen.
Im Booktube-Adventskalender habe ich heute den Weihnachtslieder-TAG gefunden und einfach mal mitgenommen. In den Antworten hab ich jeweils meine Rezension verlinkt, damit Ihr direkt klicken könnt, um mehr über die Bücher zu erfahren, wenn Ihr mögt.



1. "O Tannebaum"
Er piekst und nadelt. Über welches Buch hast Du Dich dieses Jahr geärgert?

Über einige, aber die habe ich dann abgebrochen und einfach schnell etwas anderes gelesen. Nur über "Kein Wunder" von Frank Goosen hab ich noch geschrieben, allerdings eher aus Versehen.


2. "Stille Nacht"
Ein ruhiges Buch, das Dir dieses Jahr gut gefallen hat? 

"Der Sommer meiner Mutter" von Ulrich Woelk


3. "O du fröhliche"
Welches Buch hat Dich dieses Jahr so richtig zum Lachen gebracht? 

"Früher war mehr Weihnachten" von Horst Evers


4. "Alle Jahre wieder"
Gibt es ein Buch, daß Du häufiger oder vielleicht sogar regelmäßig liest? 



5. "Morgen kommt der Weihnachtsmann"
Auf welche Veröffentlichung/Ankündigung hast du dich dieses Jahr besonders gefreut? 

"Scharnow" von Bela B Felsenheimer


6. "Schneeflöckchen Weißröckchen"
Das romantischste Buch des Jahres? 

"The Bookshop on the corner" von Jenny Colgan (wurde auch als "The Little Shop of Happy Ever After" verlegt)


7. "Morgen Kinder wird's was geben"
Welches Buch hat Dich dieses Jahr so richtig überrascht? 

"Den Absprung wagen" von Fabian Hambüchen


8. "Süßer die Glocken nie klingen"
Hast Du dieses Jahr ein Buch gelesen, in dem Musik eine Rolle spielte?
Welches? Und wenn nein, warum nicht? 

Sogar zwei!
"Keep on dreaming" von Kira Minttu
(Hi hi, da passt sogar der Nachname!)


10. "Lasst uns froh und munter sein"
Hast Du dieses Jahr an Leserunden teilgenommen, mit anderen zusammen gelesen? 

Nein, lesen ist mein Hobby und ich lese spontan, worauf ich Lust habe.


11. "Ihr Kinderlein kommet"
Das Kinder-/Jugendbuch des Jahres? 

"The Truth Pixie" von Matt Haig


12. "Leise rieselt der Schnee"
Kälte, Eis und Schnee. Welches Buch hat Dich dieses Jahr ordentlich frieren lassen? 

"Muttertag" von Nele Neuhaus aus verschiedenen Gründen. Lest lieber NICHT den Klappentext, denn der verrät schon viel zu viel.


13. "Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen"
Welches Buch sollte dieses Jahr unter JEDEM Weihnachtsbaum liegen? 

"Bestimmt wird alles gut" von Kirsten Boie. Aus Gründen.


14. "Fröhliche Weihnacht überall"
Es darf/soll platformübergreifend getaggt werden! Wer soll's sein?!

Wer Lust hat, darf mitmachen!
Ich freu mich über Eure Listen oder Links in den Kommentaren!





Montag, 26. März 2018

Zum Mitmachen: Der längste Brief der Welt - Ein Weltrekord für Hebammen





Der Notstand in der Geburtshilfe ist allgemein bekannt.
Nun gibt es eine Aktion, um die Politik zum Umdenken und Handeln zu bewegen.
Mitmachen ist ganz einfach: Schreibt einen Brief!
Alle Informationen zur Aktion findet Ihr hier:
http://westfam.info/ein-weltrekord-fuer-hebammen/


Als Inspiration zeige ich mal, was ich geschrieben habe:

Als Mutter von zwei Kindern habe ich direkt erlebt, wie wichtig es ist, eine gute Hebamme zu haben, die mich während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im ersten Lebensjahr des Babys begleitet.
Es reicht nicht aus, in der Schwangerschaft nur zum Frauenarzt/zur Frauenärztin zu gehen. Dort werden zwar auch lebenswichtige Vorsorgeuntersuchungen gemacht, die unverzichtbar sind. Aber man wird dort - vor allem beim ersten Kind - nicht auf die Geburt vorbereitet.
Meine Hebamme war telefonisch rund um die Uhr erreichbar und ich konnte ihr jederzeit Fragen stellen und von meinen Sorgen erzählen. Das kann keine gynäkologische Praxis leisten.
Während der Geburt sind freiberufliche Hebammen viel geduldiger. Sie machen der Gebärenden Mut, geben ihr Geborgenheit und strahlen Ruhe aus, sodass die Geburt möglichst sanft verläuft. Das reduziert auch das Risiko von Geburtsverletzungen, die ja nicht nur für die Mutter schmerzhaft sind und unter Umständen ein Leben lang Probleme machen, sondern auch Kosten verursachen, angefangen beim Zunähen nach der Geburt über die Nachsorge bis hin zu später notwendigen Operationen.
Im Wochenbett kümmert sich die Hebamme bei Hausbesuchen um Mutter und Kind. Die Alternative wäre, dass die Mutter in den Tagen nach der Geburt, eigentlich der Zeit, die der Erholung von den Strapazen, dem Kennenlernen des Babys und dem Erlernen des Stillens dient, mit dem Kind mehrfach zu Frauenarzt/ärztin und Kinderarzt/ärztin fahren muss, möglicherweise noch mit Geschwisterkindern im Schlepptau. Dabei muss sie vereinbarte Termine einhalten, egal ob das Baby gerade Hunger oder die Windel voll hat. Das verursacht unnötigen Stress. Vermeidbaren Stress!
Die Hebamme macht Hausbesuche und falls die Mama das Baby gerade z.B. stillt, kann die Hebamme gleich schauen, ob alles gut funktioniert und ggf. eine besser geeignete Technik zeigen. Das macht weder der Frauenarzt noch der Kinderarzt, sondern vielleicht eine Stillberaterin, also noch eine weitere Praxis, die man ohne Hebamme aufsuchen müsste. Das verursacht wieder Stress für die Mutter und höhere Kosten als nötig!
Natürlich könnte man auf freiberufliche Hebammen verzichten. Aber dadurch würden Mütter und Kinder schlechter versorgt, sie hätten mehr Stress, der nachweislich krank macht.
Insgesamt würde es auch viel höhere Kosten verursachen, nicht nur für die Krankenkassen, sondern auch für die Volkswirtschaft.
Wenn freiberufliche Hebammen den Beruf aufgeben müssen, war ihre Ausbildung vergeblich, aber für uns alle ja nicht kostenlos. Und wenn sie dann arbeitslos sind oder eine neue Ausbildung oder ein Studium beginnen, kostet das auch wieder Geld.
Wir brauchen diese Hebammen und deshalb brauchen wir Gesetze, auf deren Grundlage Hebammen von ihrer Arbeit leben können, auch freiberuflich!



Es sind am Ende vier Seiten geworden.
Und meine Kinder haben auch noch Briefe geschrieben.

Macht alle mit!!!

Montag, 29. Januar 2018

Nur 1 Wort TAG


Die FRAGEN: 1.) Wo ist Dein Handy? Handtasche 2.) Dein Partner? Männerschnupfn 3.) Deine Haare? lang 4.) Deine Mama? betrauert 5.) Dein Papa? alt 6.) Dein Lieblingsgegenstand? iPod 7.) Dein Traum von letzter Nacht? nix 8.) Dein Lieblingsgetränk? Almdudler 9.) Dein Traumauto? Perpetuummobile 10.) Der Raum in dem Du dich befindest? Wohnzimmer 11.) Dein Ex? welcher? 12.) Deine Angst ? welche? 13.) Was möchtest Du in 10 Jahren sein? gesund 14.) Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? Buch 15.) Was bist Du nicht? allein 16.) Das letzte was Du getan hast? gegessen 17.) Was trägst Du? Kuschelsachen 18.) Dein Lieblingsbuch? viele 19.) Das letzte was Du gegessen hast? Orange 20.) Dein Leben? läuft 21.) Deine Stimmung? mittel 22.) Deine Freunde? nett 23.) Woran denkst Du gerade? Strand 24.) Was machst Du gerade? tippen 25.) Dein Sommer? ersehnt 26.) Was läuft in Deinem TV? nix 27.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht? vorhin 28.) Das letzte Mal geweint? neulich 29.) Schule? nervt 30.) Was hörst Du gerade? Regen 31.) Liebste Wochenendbeschäftigung? schlafen 32.) Traumjob? Bettentester 33.) Dein Computer? läuft 34.) Außerhalb Deines Fensters? Regen 35.) Bier? gern 36.) Mexikanisches Essen? gern 37.) Winter? nö 38.) Religion? manchmal 39.) Urlaub? bald 40.) Auf Deinem Bett? Kuschelente 41.) Liebe? viel

Taggt Euch selbst, wenn Ihr Lust habt. Viel Spaß dabei!

Dienstag, 31. Mai 2016

Stoffspielerei im Mai: Schrift auf Stoff


Mal wieder bin ich spät dran mit meinem Beitrag zur Stoffspielerei. Hoffentlich darf ich trotzdem noch mitmachen...


Dieser Stoffbeutel hatte eine Werbung aufgedruckt, die ich nicht spazieren tragen wollte. Also habe ich zuerst einen passenden Jerseyrest darüber gesteppt. Die Stricklieselschlange habe ich vor Jahren mal aus herumfliegenden Garnresten produziert, einfach so, ohne Ziel. Seither lag sie hier herum.


Jetzt habe ich sie von Hand unsichtbar auf die Tasche genäht. So trage ich sie gern spazieren.

Viele weitere gute Ideen, wie man Schrift auf Stoff bringt, werden bei Karen -Feuerwerk by KaZe gesammelt. Vielen Dank für den Anstoß!

------------------
Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.  



Außerdem macht die Tasche mit bei:
einfach.nachhaltig.besser.leben

Dienstag, 5. April 2016

Tagebuchbloggen am 5ten


Heute fragt Frau Brüllen wieder: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

06:15 Ich wache auf, obwohl der Wecker noch keinen Piep gesagt hat. Aber da ich gestern abend vergessen habe, die Kinder zu fragen, was ich in ihre Brotboxen tun soll, muss ich das heute früh erledigen und umsetzen, da ist es vielleicht ganz gut, etwas Vorsprung zu haben.
Ins Bad, Kaffee, Anziehen.

06:35 Nachsehen, wie weit die Kinder sind. Das große Kind heult, weil die Zahnfee anscheinend den Ausfall von Milchzahn Nummer vier am gestrigen Tag vergessen hat, aber wir finden die ersehnte Münze halb unter dem Bett. Tja, die ist der Zahnfee bestimmt runtergefallen und sie wollte nachts nicht lange suchen, um das Kind nicht zu wecken.

06:40 Das Kitakind möchte Brot mit Butter und Salami, dazu Apfelspalten in die Box.

06:45 Das Schulkind möchte Brot mit Frischkäse und Zimt, dazu ebenfalls Apfelspalten.

06:50 Kinder mit Milch und Müsli bzw. Cerealien versorgen.

06:55 Während die Kinder futtern, räume ich ein wenig die Küche auf, sammle die Wäsche ein und sortiere sie.

07:10 Alle putzen die Zähne.

07:15 Alle kämmen sich die Haare.

07:20 Allgemeines Anziehen von Jacken, Schuhen, Schirmmützen. An den Turnbeutel denken! Das Schulkind hat ja heute Sport.

07:25 Das Schulkind eine Ecke vor der Schule absetzen. Es ist ja noch Zeit bis zum Klingeln, das Kind kann ruhig ein paar Schritte zu Fuß gehen und außerdem ist direkt vor der Schule immer so ein Verkehrschaos. Ich erinnere es beim Abschied daran, dass es heute mit M. nach Hause geht.

07:30 Noch mal kurz nach Hause, weil ich erst unterwegs gesehen habe, dass das Kitakind einen total bekleckerten Pullover anhat. Somit fällt der gemeinsame Besuch im Supermarkt aus.

07:35 Dem Kind erklären, dass es heute sehr warm wird, sogenanntes T-Shirt-Wetter. Hurra, es darf das neue Star-Wars-Shirt anziehen. Aber für draußen bitte noch eine Fleecejacke drüberziehen.

07:55 Ankunft bei der Kita. Ich erinnere das Kind daran, dass es heute mit M. nach Hause geht. M. und M. sind Geschwister und mit meinen Kindern befreundet, sehr praktisch.

08:00 Einer anderen Mutter eine Sitzschale zurückgeben, die sie mir gestern geliehen hat, weil mein einer Kindersitz im Auto meines Mannes vergessen worden war. Noch kurz plaudern.

08:10 Ankunft beim Supermarkt. Einkaufen.

08:30 Warum dauert ein normaler Einkauf bei mir nur immer so lange? Ich habe eine Liste, ich weiß, was wo steht, aber trotzdem laufe ich immer wie ein kopfloses Huhn völlig planlos hin und her.

08:35 Einkauf in den Kofferraum wuchten und ab nach Hause.

08:45 Lebensmittel ins Haus schleppen und auf Kühlschrank und Schränke verteilen.

08:55 Die Kindersitze aus dem Auto holen und in der Wohnung abstellen. Heute brauche ich eine große Ladefläche.

09:05 Hunger! Ich mache mir ein Brot und rufe den Stiefpapa an, um zu sagen, dass ich bald losfahre, aber noch meine Schwester anrufen muss.

09:10 Schwester anrufen. Sie kann grad nicht, ruft mich gleich zurück.
Ich lese meine Mails und verlinke meinen heutigen Blogpost mit der Schultüte bei diversen Linkparties.

09:20 Der Rückruf. Wir besprechen diverses, ich erzähle, was ich heute vorhabe, sie will mitmachen.

10:00 Ich stelle das Telefon in die Ladeschale, weil der Akku leer ist, mache mir einen Kaffee für unterwegs und fahre los gen Norden.

11:00 Ankunft beim Stiefpapa. Er will Ballast abwerfen, darunter viel Zeug von unserer Mutter. Wir plaudern kurz, ich streichle diejenigen Katzen, die das zulassen.

11:10 Ankunft meiner Schwester. Wir begrüßen uns, tauschen diverse Dinge aus und fangen an, den Inhalt der Kisten zu sichten und in mein Auto zu laden. Dazwischen hopst ihr kleiner Hund herum und wird auch ab und zu gestreichelt oder mit einem Ball bespaßt.

13:00 Das Auto ist voll bis zum Rand, aber noch verkehrssicher. Ich fahre los und das Geschirr klappert bei jedem Abbiegemanöver und Kopfsteinpflaster. Wie wohl das Auto der Schwester klingt, das mit Altmetall vollgestopft ist und jetzt zum Schrotthändler fährt?

13:45 Nach Umfahrung einiger Staus (heute haben hier alle wohl einen Sonnenstich, so wie die fahren), komme ich beim Gebrauchtwarenhaus an. Die Leute dort sind sehr nett, sie freuen sich über die Spende und helfen mir beim Ausladen.

14:15 Ich verabschiede mich von den netten Leuten und erledige den zweiten Supermarktbesuch. Es wäre doch schön, einen Laden zu haben, wo ich alles bekomme. Aber ich muss leider immer drei bis vier verschiedene Läden besuchen, um die Lieblingserdnussbutter, die Lieblingsmaiswaffeln, das Lieblingsklopapier und den Lieblingsjoghurt zu kaufen. Verwöhne ich meine Familie zu sehr?

14:45 Nach dem gleichen planlosen Herumgeirre wie am Vormittag lade ich die Lebensmittel in das nun wieder leere Auto.

15:20 Ankunft zuhause, Einkauf Nummer zwei ausladen, ins Haus tragen und verräumen.

15:40 Ich räume die Spülmaschine ein, schalte sie an. Mit der Waschmaschine mache ich dasselbe.

15:50 Lüften und alle Betten aufschütteln.

16:00 Hunger! Wie gut, dass da noch Nudeln von gestern im Kühlschrank stehen. Ich fülle einen Teller und stelle ihn in die Mikrowelle.

16:20 Der Mann kommt nach Hause. Er schraubt den einen Jalousienkasten auf, während ich die Leiter festhalte. Die Jalousie klappert nämlich seit Wochen beim Hoch- und Runtermachen. Wir fürchten eine teure Reparatur, aber es ist zum Glück nur eine Kleinigkeit. Er schraubt, ich reiche Werkzeug an. Dann saugt er noch den Kasten sauber, während ich den Staubsauger hoch- und gleichzeitig die Leiter festhalte.

16:45 Noch schnell die Wäsche von gestern falten und in die Schränke räumen.

17:00 Weil das Wetter so schön ist und ich heute noch nicht genug Bewegung hatte ;-) gehe ich die Kinder zu Fuß vom Chor abholen.

17:10 Bis die Kinder, die heute nach der Probe noch für eine Seniorengruppe gesungen haben, fertig sind, ihren Belohnungskuchen zu essen, plaudere ich mit M., dem Vater von M. und M.

17:30 Die Kinder sind fertig mit Singen und Kuchen essen. Und auch sonst. Es war ein langer Tag. Wir gehen zu Fuß nach Hause, verabschieden uns auf halbem Weg von den drei Ms. Die Kinder laufen um fast jede Laterne dreimal im Kreis und halten sich dabei immer mit einer Hand daran fest. Wie nennt man das? Poledance?
Ich trage die Kitatasche, den Schulranzen und die Jacken. Meine Beine sind müde.

17:40 Ankunft zuhause. Allgemeines Schuheausziehen und Händewaschen.

17:50 Nach dem Kuchen haben die Kinder natürlich keinen richtigen Hunger, essen nur eine Kleinigkeit und machen sich bettfertig.

18:00 Ich putze den Kindern die Zähne nach und kontrolliere, ob die Ohren sauber sind.

18:10 Der Mann spielt mit den Kindern noch eine Runde, während ich die Wäsche aus der Maschine nehme, den Großteil in den Trockner fülle und ihn anschalte. Der Rest hänge ich auf die Leine.

18:25 Ich hole die Brotboxen aus Kitatasche und Schulranzen, kontrolliere das Hausaufgabenheft und den Postordner. Zum Glück gab es heute keine Hausaufgaben.

18:30 Die Kinder schlüpfen in die Betten, ich gebe dem einen noch zwei LTBs, dem anderen die Musikbüchse, auf der ich "Urmel aus dem Eis" abspiele, decke sie zu und sage ihnen gute Nacht.

18:40 Noch schnell den Tisch abräumen und sauber wischen.
Danach sitze ich auf dem Sofa und beschließe, erst wieder aufzustehen, wenn der Versicherungsmann klingelt. Warum habe ich den Termin eigentlich ausgerechnet auf heute abend gelegt? Ich bin so müde und unkonzentriert und will nur noch ins Bett fallen.

19:00 Ankunft des Versicherungsmannes. Wir reden mit ihm über diverse Versicherungen. Ich ertappe mich wiederholt dabei, dass ich einfach gar nichts denke und auch nicht zuhöre, nur mechanisch nicke. Hoffentlich hat der Mann aufgepasst.

20:40 Der Versicherungsmann geht und wir sacken erschöpft aufs Bett. Noch kurz reden, dann geht der Mann ins Bad. Ich schreibe hier noch kurz und gehe dann auch schlafen. Äh, naja kurz war wohl eher eine Illusion. Na wenigstens habe ich nebenbei eine halbe Dose Cashewkerne geknabbert, die sollen ja gut für die Nerven sein.

Jetzt ist es 23:15 und ich gehe auch ins Bett. Gute Nacht!

Edit: Irgendwann habe ich auch den Briefkasten geleert, Müll rausgebracht und ein Paket angenommen, aber ich weiß nicht mehr, wann. Und da waren bestimmt noch ein paar andere Sachen.


Dienstag, 5. Januar 2016

Tagebuchbloggen am fünften oder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?


06:35
Der Wecker klingelt. Ich stehe leise auf. Der Mann schläft noch. Das ist seltsam und schon seit Jahren nicht passiert. Aber da er keinen dringenden Termin erwähnt hat, lasse ich ihn schlafen und schleiche ins Bad.

06:45
Ich schau ins Zimmer des Schulkindes. Es zieht sich an. Ich sage: "Prima. Sei bitte leise, Papa schläft noch."

06:50
Kaffee. Dann der Kampf mit der Brotbackmaschine. Die Form will das Brot nicht loslassen. Das Schulkind setzt sich an den Tisch, futtert Müsli und schaut neugierig meinen Bemühungen zu und lauscht meinen leisen Flüchen: "Blödes Mistding, verdammtes..."

06:55
Das Kitakind torkelt Richtung Klo und zieht dabei sein Schlafanzugoberteil aus. Ich sage: "Lass das bitte an. Erst aufs Klo, dann im Zimmer umziehen."

07:00
Ich habe den Kampf gewonnen, schneide ein paar Scheiben Brot ab, schmiere Leberwurst und Erdnussbutter drauf (getrennt!), schneide eine Paprikaschote in Streifen und befülle die Frühstücksboxen der Kinder.

07:18
Allgemeines Anziehen von Stiefeln, Jacken, Mützen, Schals und Handschuhen. Draußen sind -9°C.

07:31
Es liegt nur ein wenig Schnee und zum Glück habe ich gestern abend die Windschutzscheibe zugedeckt. Alle einsteigen. Abfahrt Richtung Schule. Die erste Stunde beginnt schon um 07:40 und das Kind hat Sport, muss aber vorher die Schulmappe beim Klassenzimmer abstellen.

07:40
Zwischenstopp beim Supermarkt. Wir geben das Leergut ab und kaufen ein.

07:58
Ankunft bei der Kita. Wir wünschen einem Kitakumpel nachträglich alles Gute zum Geburtstag, sowie ihm, seiner Mama, dem Hausmeister und der Erzieherin ein gesundes neues Jahr. Wir denken sogar daran, die Frühstückstasche und den Beutel mit der Wechselwäsche mit rein zu nehmen.

08:00
Leider haben wir die Hausschuhe zuhause vergessen. Nach einigem Hin und Her willigt das Kitakind ein, abgelegte Hausschuhe eines größeren Kindes ersatzweise anzuziehen.

08:05
Wir bestaunen das frisch renovierte Spielzimmer. Allerdings nervt es mich, dass wir wegen der Renovierungen jedes Jahr zwei Betreuungstage weniger haben.

08:10
Abschied vom Kitakind, noch kurz mit anderen Eltern plaudern, dann weiter zum nächsten Supermarkt.

08:40
Zweiter Einkauf erledigt.

08:50
Ich wanke mit dem vollbeladenen Wäschekorb (ein alter, bei den die Griffe abgebrochen sind, den wir eigentlich nur zum Sammeln des Leerguts nehmen, aber heute hatte ich die Einkaufstasche vergessen, deshalb habe ich alles im Korb getragen) im Arm Richtung Haus, da kommen meine Lieblingsnachbarn gerade heraus und halten mir die Tür auf. Glück muss man haben!
Der Mann scheint inzwischen aufgestanden und zur Arbeit gefahren zu sein. Stiefel, Jacke, Schal und Mütze ausziehen. Lebensmittel wegräumen, lüften, Betten machen, Wäsche einsammeln, eine Ladung Wäsche in die Maschine stopfen und starten.

09:30
Frühstücken und Versicherungsunterlagen raussuchen. Ich erwarte einen mir bisher unbekannten Versicherungsvertreter, weil mein alter zu krank ist, um seine Kunden weiter selber zu betreuen. Bin etwas nervös, weil ich allein zuause bin und ein fremder Mann zu mir kommt. Habe schon meinem Mann alle wichtigen Daten gegeben und dem Nachbarn gesagt, dass er die Polizei rufen darf, wenn er komische Geräusche hört oder so...

10:17
Anruf vom Versicherungsmenschen, dass er sich verspätet.

10:20
Ankunft Versicherungsmann. Älterer Herr, sieht seriös aus. Ich mache ihm einen Kaffee und er erzählt mir was über meinen Vertrag.

11:50
Versicherungsmann geht wieder. Kaffeetassen und Unterlagen wegräumen. An die Hausschuhe denken!!!

12:10
Schulkind einsammeln.

12:30
Ankunft Kita.

13:00
Kitakind ist endlich fertig mit Essen und zieht Jacke usw. an. Die alten Hausschuhe passen nicht mehr.

13:20
Im Spielzeugladen ein Geschenk (eine Schleich-Kuh und Dino-Sticker) für einen Kindergeburtstag am Wochenende kaufen. Meine Kinder wollen auch etwas haben. Ich verlege die Diskussion nach draußen und erkläre dort, dass sie ganz viel zu Weihnachten bekommen haben und erstmal damit spielen sollen. Außerdem haben sie beide im Frühling Geburtstag, da dürfen sie sich vorher auch ein Geburtstagskörbchen im Laden zusammenstellen.

13:45
Im Schuhladen neue Hausschuhe für die Kita kaufen.

14:10
Ankunft zuhause. Mittagessen.

14:25
Die Kinder machen Mittagsruhe. Ich hänge endlich die Wäsche auf und schalte den Luftentfeuchter im Bad an. Seitdem wir den haben, verbrauchen wir deutlich weniger Heizungswärme. Ja, das Gerät verbraucht Strom, aber der ist bei uns aus regenerativer Energie, während die Heizung mit Öl läuft. Und insgesamt sparen wir auch noch Geld. Außerdem entfällt das ständige Lüften, weil ich das Wasser aus der Wäsche einfach aus dem Behälter vom Gerät in den Abfluss gießen kann. Jetzt überlege ich gerade, ob man das nicht auch fürs Bügeleisen nehmen könnte, ist doch quasi destilliert...? Kann mir das jemand sagen?

15:25
Mittagsruhe ist beendet. Die Kinder suchen sich Naschkram aus und basteln anschließend mit dem Looming-Zubehör. Ich räume die Küche auf.

16:00
Ich schicke die Kinder aufs Klo, dann ziehen wir wieder unsere Wintersachen an und gehen zu Fuß zum Kinderchor. Dabei lasse ich sie immer wieder vorlaufen und rufe sie dann zurück, um ihnen schöne Lichterdeko in den Vorgärten zu zeigen. So hoffe ich, dass sie überschüssige Energie abbauen und beim Chor brav sind.

16:30
Während die Kinder singen, plaudere ich mit anderen Müttern und stricke dabei.

17:30
Alle wieder die Wintersachen anziehen und ab nach Hause. Es ist dunkel und schneit. Die Kinder rennen begeistert, sperren die Futterluken auf und freuen sich: "Mama, es hat mir in den Mund geschneit! Das ist lecker!" Mir ist kalt.

17:50
Ankunft zuhause. Der Mann ist schon da und versorgt die Kinder mit Abendessen. Ich gehe ganz heiß duschen und habe nach viel zu vielen Litern endlich wieder Gefühl in meinen Füßen, Fingern und im Gesicht.

18:10
Leider müssen die Kuschelklamotten noch warten, weil wir noch zu den Nachbarn rübergehen müssen, um etwas zu besprechen.

18:15
Ich putze dem großen Kind die Zähne nach. Das kleine Kind kuschelt schon mit Papa.

18:30
Die Kinder handeln eine längere Lesezeit heraus, weil wir doch morgen etwas länger schlafen können. Wir genehmigen 15 Minuten länger.

18:50
Babyphone und Wohnungsschlüssel einstecken und nebenan klingeln. Die Nachbarn sind aber noch nicht mit Abendessen fertig. Wir gehen also zurück in unsere Wohnung. Ich schmiere mir noch ein Käsebrot, während der Mann mit seinem Telefon beschäftigt ist.

19:00
Die Nachbarn klopfen. Wir gehen rüber, trinken einen Tee zusammen und reden.

19:45
Die Männer gehen zu uns rüber und bereden noch irgendwas technisches, während wir Frauen kurz über Haushaltskram und -geräte reden. Was für ein Klischee.

20:00
Mir fällt ein, dass ich mein Auto noch zudecken muss. Als ich das erledigt habe, ist mir wieder kalt.

20:15
Der Mann und ich fallen auf das Sofa und gucken noch eine Runde Big Bang Theory.

21:00
Der Mann geht duschen und dann ins Bett. Ich schreibe hier, stricke noch eine Runde und schaue die aktuelle Sendung vom Literaturclub. Danach falle ich auch ins Bett. Gute Nacht!

Wer noch alles vom heutigen Tag erzählt, könnte Ihr bei Frau Brüllen sehen.




Und morgen räume ich den Weihnachtsbaum weg. Das dauert etwa 2 Minuten.


Montag, 5. Januar 2015

Tagebuchbloggen Januar 2015

Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

06:35
Das Telefon klingelt. Das ist mein Weckruf. Wir haben eine Telefonanlage mit mehreren Endgeräten, die man auch als Babyphone oder Wecker benutzen kann. So muss ich neben dem Bett nur ein Gerät zu liegen haben. Raus aus dem Bett, der Mann ist der Geräuschkulisse nach schon im Bad. Das große Kind wecken. Es zeigt sich wenig beeindruckt. Ich torkele ins Bad und danach in die Küche und mache mir einen Kaffee. Davon wird das kleine Kind wach, das sein Zimmer näher am Wohn-Ess-Koch-Bereich hat und darauf besteht, immer mit offener Zimmertür zu schlafen.

06:45
Das kleine Kind jammert. Ich soll beim Ausziehen des Schlafanzuges und beim Anziehen der Tageskleidung helfen. Seufz. Vor Weihnachten hat es das alles jeden Morgen superschnell allein gemacht. Ich helfe also. Danach erfrage ich die Frühstückswünsche des (Qu)Engelchens und befülle Schüssel und Becher.

06:50
Mal schauen, ob das große Kind aufgestanden ist. Ja, es sitzt mit verstrubbelten Haaren vor dem Kleiderschrank und zieht gerade eine lange Unterhose an. Brav!

06:55
Ich ziehe mich an und höre dabei die Schlagzeilen im Radio.

07:00
Nachrichten im Radio.
Da mir im Winter und besonders bei feuchtem Wetter draußen immer die Brille beschlägt, setze ich Kontaktlinsen ein. Meine Augen sind noch rot und geschwollen, aua. Haare bürsten. Deo.

07:05
Das große Kind ist fertig angezogen und beginnt sein Frühstück. Ich kontrolliere die Tasche mit den Wechselsachen für die Kita. Über die Ferien nehme ich die immer mit nach Hause zum Waschen und überprüfe, ob Größe und Saison noch passen.

07:10
Das kleine Kind will heute seine Kuschelkuh mit in die Kita nehmen. Montags ist dort Spielzeugtag, da dürfen eigene Spielsachen mitgebracht werden. Leider ist die Kuh zu groß für die Kitatasche und draußen regnet es. Ich suche im Flurregal eine passende Tasche.

07:15
Das große Kind kommentiert nach dem Zähneputzen jeden Handgriff des kleinen Kindes und alle sind genervt.
Ich kontrolliere den Turnbeutel, stopfe die Brotbox (am Vorabend mit Erdnussbutterbrot und Möhren befüllt) und die Trinkflasche in den Schulranzen. Die Kinder ziehen die Winterstiefel an.

07:20
Das kleine Kind ist gewachsen und die rote Jacke wird langsam knapp. Die beige Jacke würde zwar passen, aber das Kind schreit mich an, dass es die nicht will. Das große Kind schaut sich die Jacke an und sagt: "Vielleicht würde sie ja mir passen?" Ich helfe ihm in die Jacke, da ändert die Wut des kleinen Kindes die Richtung. Jetzt will es die Jacke unbedingt und boxt wild drauf. Leider steckt noch das große Kind darin. Es bleibt aber erstaunlich ruhig. Die Jacke scheint gut gepolstert zu sein. Also Jacke wieder aus, dem anderen Kind an, Schal und Mütze dazu.
Das große Kind schultert den Ranzen und gerät dabei verdächtig ins Schwanken. Dazu greift es noch den Turnbeutel. Mir sieht das zu viel aus und ich übernehme den Turnbeutel. Diesmal muss ich aber wirklich an der Schule daran denken, ihn zurück zu geben.
Das kleine Kind nimmt die Tasche mit der Kuh.
Ich ziehe mir Jacke, Schal und Mütze an, hänge mir die Handtasche um und greife die Tasche mit den Wechselsachen und die Tüte mit dem Verpackungsmüll.

07:22
Wir verlassen das Haus und gehen Richtung Schule.

07:23
Ich kehre noch einmal um und werfe den Müll in die gelbe Tonne.

07:30
Der Weg zur Schule ist deutlich dunkler als vor den Ferien, weil viele Leute schon ihre Weihnachtsbeleuchtung deinstalliert haben. Schade.
Wir müssen fünf Straßen überqueren und ab der dritten haben wir wieder in unsere Routine gefunden: stehen bleiben, nach allen Seiten schauen, ob ein Auto kommt, bei freier Straße zügig rübergehen. Die Kinder vereinbaren, dass sie abwechselnd mit gucken dran sind.

07:40
Ankunft an der Schule. Ich wünsche dem Schulkind viel Spaß in der Schule. Wir sagen uns tschüss, die Kinder umarmen sich und sagen tschüss. So süß!

07:45
Ich laufe mit dem Kitakind zur Bushaltestelle. Auf dem Weg treffen wir Ayse, die anscheinend ihre Kinder auch schon zur Schule gebracht und sogar schon eingekauft hat, jedenfalls trägt sie eine volle Einkaufstüte. Wir wünschen uns ein gesundes neues Jahr und plaudern kurz.

07:50
Es kommen zwei Busse, Ayse steigt in den ersten, wir in den zweiten. Während ich meine Monatskarte aus der Tasche krame, hat sich das kleine Kind bereits einen Sitzplatz "mit Schranke" (klappbarer Armlehne) gesichert. Ich finde einen freien Sitzplatz auf der anderen Seite des Ganges. Glücksgefühle durchströmen mich, als ich zu meinem Kind hinüber schaue, das den anderen Fahrgästen erklärt, was in der Tasche ist, welche Nummer die Buslinie hat und dass schon jemand auf den Knopf gedrückt haben muss, weil die rote Lampe leuchtet. Die Leute schmunzeln.

07:55
Aussteigen, Kreuzung überqueren, auf den nächsten Bus warten.

07:56
Die Kuhtassche fällt in den Dreck. Das Kind hebt sie auf. Jetzt ist der Handschuh auch dreckig. "Mama, das ist nicht so schlimm. Die Handschuhe kannst Du ja waschen." Na dann ist ja gut.

07:57
Der Bus kommt. Diesmal sitzen wir nebeneinander.

08:00
Aussteigen. Kreuzung überqueren. Zur Kita laufen.

08:05
Das Kind zieht Jacke, Schal, Mütze und Schuhe aus, Hausschuhe an und geht Hände waschen. Ich hänge die Tasche mit den Wechselsachen an die Garderobe und plaudere mit Conny und Anja über die Erkältungswelle und wir tauschen Tipps zur Vorbeugung und Behandlung aus.

08:10
Die Kinder machen zusammen ein riesiges Puzzle. Ich verabschiede mich von meinem Kind, den anderen Kindern und den Erzieherinnen und verlasse die Kita.

08:11
Ich gehe noch einmal zurück und informiere die Erzieherinnen, dass das Kind die Schnallen der Latzhose nicht allein öffnen kann.

08:15
Ich steige in den Bus und fahre nach Hause.

08:30
Als ich zuhause meine Handtasche abstelle, merke ich, dass ich immer noch den Turnbeutel in der Hand habe. Grmbl. Wenigstens hat das Schulkind heute keinen Sportunterricht. Ich habe das als Kind immer als große Demütigung empfunden, in Unterwäsche turnen zu müssen, wenn ich mein Sportzeug vergessen hatte. Ist das heutzutage noch üblich? Ich hoffe nicht!

08:35
Hände waschen, alle Rollläden hoch, Heizungen aus, Fenster auf. Betten aufschütteln, Wäsche einsammeln.

08:45
Wäsche sortieren, eine Ladung in die Maschine stopfen und anschalten. Das Bad muss dringend gesaugt werden. Alle Fenster wieder zu, Heizungen wieder an.

08:55
Kaffee. Tagebuchbloggen.

09:36
Speichern, verlinken.

09:40
Mein Magen knurrt. Also ist er auch endlich wach. Ich frühstücke.

09:55
Staubsaugen, alles außer Essplatz und Wohnzimmer. Das mache ich morgen.

10:40
Mein Blick fällt auf die zu klein gewordene rote Winterjacke. Mist, die hätte ich auch mit in die Waschmaschine stopfen können. Ich entferne den Reflektorhasen von der Jacke, um ihn nachmittags an der beigen Jacke zu befestigen, leere die Taschen und stopfe sie in die Wäschetruhe.

10:45
Spülmaschine einräumen. Ich knibble das Etikett von einer leeren Erdnussbutterbüchse, bevor sie auch hinein darf.

10:55
Die Waschmaschine piept. Wäsche aufhängen.

11:25
E-Mails checken. Nachricht von der Schwester beantworten. Sie sucht bei Youtube die Werbung mit den "Koalabären mit Schokocreme im Bauch" von ca. 1991. Hat die jemand gesehen?
Der Mann fragt per Chat, was in dem Brief vom Finanzamt steht. Solche Briefe muss ich immer an Werktagen vormittags öffnen, damit sie uns (ihm) nicht das Wochenende oder den Abend versauen. Alles okay, ist nur der Bescheid von 2013.

11:30
Mittagessen zubereiten. Küche aufräumen.

12:20
Zeit, die Kinder einzusammeln. Ich nehme den Turnbeutel mit und hoffe, ihn diesmal in der Schule loszuwerden.

12:30
In die Apotheke, Nachschub an Halstabletten besorgen und die neuen Ausgaben von "Baby & Familie" sowie "Medi & Zini" abgreifen. (Ich weiß, das heißt jetzt "MediZini", aber das klingt und schreibt sich so doof.)

12:50
Ankunft in der Kita. Das Kind zieht sich recht zügig und fast ganz allein an und wir gehen zum Bus. Dort müssen wir leider 12 Minuten warten. Wieder ein Sitz mit Schranke, hurra! Umsteigen ohne Wartezeit, prima!

Sitz mit Schranke

13:20
Ankunft Schule. Turnbeutel an die Garderobe hängen. Yeah!

Turnbeutel am Garderobenhaken


13:23
Eine Mitmutter kommt, schaut mich kurz an, ohne irgendwie zu grüßen und stellt sich vor die Klassentür. Jedes Mal fällt sie mir auf. Sie ist immer sehr gestylt, so eine Mischung aus Barbie und Annie Lennox. Aber Benehmen hat sie keins. Sie hält keinem die Tür auf, wenn sie durchgegangen ist, grüßt nie etc. Leute gibt's...

13:30
Schulschluss, es klingelt. Die Kinder strömen aus den Klassenzimmern. Mein Schulkind ist auch dabei. Normalerweise warten wir ja draußen, aber wegen des Turnbeutels waren wir eh schon da, und so kann ich der Religionslehrerin noch kurz ein gesundes neues Jahr wünschen. Sie freut sich und wünscht zurück. Die ist nett.

Hand in Hand nach Hause

14:00
Ankunft Zuhause. Die Kinder sind fast den ganzen Weg gerannt, teilweise kreischend und schimpfend, weil jeder vorne sein wollte. Aber an jeder Kreuzung haben sie brav auf mich gewartet, damit wir gemeinsam über die Straße gehen. Briefkasten leeren, die neue Geo-Mini ist da, das große Kind freut sich. Jacken etc. ausziehen, Hände waschen. Das kleine Kind sucht einen Tee aus, den ich sogleich koche.
Die heutige Tee-Auswahl

14:15
Während die Kinder Mittag essen (das kleine Kind hat zwar in der Kita gegessen, futtert aber jeden Tag noch einmal zuhause mit), gehe ich den Schulranzen durch und sehe nach, was das große Kind heute in der Schule gemacht hat, ob eine Nachricht im Postordner ist und ob es Hausaufgaben gibt.

14:35
Mittagsruhe. Das große Kind macht hoffentlich Hausaufgaben, das kleine Kind beschäftigt sich ebenfalls leise und ich esse jetzt auch. Klar wäre es schöner, wenn wir gemeinsam essen, aber praktisch sieht das dann immer so aus, dass ich alle zehn Sekunden aufspringe, weil noch irgendetwas fehlt, ein Kind noch etwas anderes trinken will, das andere jetzt schon Tee haben will...

14:51
Das Telefon blinkt. Ich höre den AB ab und rufe zurück.

16:00
Jetzt blinkt das Telefon, weil der Akku leer ist. Es ist auch Zeit für die Teestunde. Der Tee ist inzwischen natürlich deutlich abgekühlt, aber so trinken wir ihn gern. Die Kinder dürfen sich etwas aus ihren Körbchen aussuchen, in denen sie ihre Süßkramvorräte aufbewahren. Ich kontrolliere die erledigten Hausaufgaben. Dann bauen die Kinder gemeinsam die Lego-Feuerwehr auf, die das kleine Kind zu Weihnachten bekommen hat. Ich repariere derweil drei Jogginghosen, die an den Knien Löcher haben.

17:00
Abendessen.

17:30
Der Mann kommt nach Hause und freut sich auf die gemeinsame Lektüre der heute eingetroffenen Zeitschrift mit dem großen Kind. Aber vorher müssen die Kinder sich bettfertig machen. Diesmal ist das kleine Kind ganz groß und macht alles allein, nur die Zähne putze ich natürlich nach. Dann darf es zu Papa, der ein Schlumpfbuch vorliest. Ich schmiere inzwischen die Brote für morgen, produziere Möhrenräder und Apfelspalten, fülle damit die Brotboxen, räume die Küche auf, belade den Geschirrspüler und stelle Kaffee, Tasse, Löffel etc. für morgen früh bereit.

18:10
Das große Kind ist endlich auch bettfertig, Papa putzt die Zähne nach und die beiden schauen sich zusammen die Zeitschrift an. Das kleine Kind darf auf meinem Rechner noch ein kurzes Filmchen gucken.

18:30
Das kleine Kind muss ins Bett. Es leiht mir seine Mietzikatze für heute Nacht. Ich lege mich neben dem Bettchen auf den Teppich, meinen Kopf auf die Katze und das liebe Kind singt mir noch zwei Schlaflieder. Normalerweise singe ich ja abends, aber nicht mit Halsschmerzen. Danach schau ich noch beim großen Kind rein, das schon im Bett sitzt und die Zeitschrift angestrengt studiert. Diese vielen Wörter sind so spannend, wenn doch nur das Lesen nicht so lange dauern würde! Wir reden noch kurz und sagen gute Nacht.

18:45
Ich beginne endlich mit der Haushaltsabrechnung von November und Dezember. Irgendwie war der vorletzte Monat im Zuge meiner OP liegen geblieben.

18:55
Ich habe keine Lust mehr und gehe zum Mann und wir schauen noch eine Folge Star Trek Next Generation und eine Folge Big Bang Theory. Danach reden wir eine Runde, endlich mal ohne Unterbrechungen.


20:45
Der Mann geht ins Bett. Ich schreibe hier und füge Fotos ein. Jetzt werde ich noch einen Strick-Videopodcast ansehen und dabei stricken. Dann geh ich auch schlafen.

Ach ja, den Reflektorhasen an der Jacke befestigen!





Freitag, 27. Juni 2014

Badenixen Sew Along: Fortschritt




Wenn ich in der letzten Zeit mal am Nähtisch gesessen habe, dann meist um lästige Pflichtaufgaben zu erledigen: das große Kind wollte eine Tasche in die Kuschelhose haben, das kleine Kind hatte die Knie einer Kuschelhose durchgeschubbert, der Mann braucht einen neuen Kissen-Unter-Bezug, ...


Immerhin habe ich die Schnitte für meine Badekombi fertig und sogar schon alle Teile zugeschnitten.


Ich habe auch schon ein wenig genäht. Benutzt eigentlich jemand für dieses flutschige Zeug die Overlock? Ich nehme lieber diesen Stich (siehe Foto) meiner Nähmaschine, kombiniert mit dem Obertransportfuß. Ach, ich würde so gern noch zusätzlich den Nähfußdruck verringern, aber das scheint bei meiner Brother nicht möglich zu sein.

Alle Badenixen treffen sich bei Lotti, die mächtig tiefstapelt, so von wegen nix geschafft wegen Kopfweh, aber Teile am laufenden Band zugeschnitten und genäht. ;-)



Sonntag, 15. Juni 2014

Badenixen Sew Along - Jetzt geht's los!



Zu Bademode habe ich ja ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Ich halte mich gern am Strand auf und ich schwimme auch wirklich gern, sowohl im Meer als auch im Frei- oder Hallenbad. Allerdings habe ich sehr blasse, sonnenempfindliche Haut, bin aber auch ein Eincreme-Muffel. Chemische Lichtschutzfilter kommen nicht an meine Haut, seitdem ich mich damals als frischgebackene Mama ausgiebig informiert habe. Bei diesen Filtern findet auf der Haut eine chemische Reaktion statt! Das kann nicht gesund sein und das ist es auch nicht. Es kann Sonnenallergie auslösen (ja, die kommt nicht von der Sonne, sondern von der Sonnencreme!) und sogar Hautkrebs verursachen. Ob es hingegen vor chronischen Hautschäden schützt, ist noch immer nicht bewiesen, siehe  z.B. Abschnitt "Studien" im Wikipedia-Artikel über Sonnencreme. Nein Danke! Dass diese Filter auch gern "organisch" genannt werden, finde ich total absurd, weil das so nach "Bio" klingt. Dabei handelt es sich um organische Chemie und wer in der Schule aufgepasst hat, weiß vielleicht noch, dass das einfach Substanzen auf Kohlen-Wasserstoff-Basis sind, im Gegensatz zur anorganischen Chemie.
Aber ich schweife ab. Jedenfalls nervt mich die Eincremerei, da die mineralischen Lichtschutzfilter zwar gesünder sind, aber leider auch sehr pastig. Außerdem kann ich mir nicht selbst zuverlässig den Rücken eincremen. Da ist es doch nur logisch, dass ich meine Haut mit möglichst viel Stoff schütze. Deshalb ist mein Plan, mir einen Strand- und Badeanzug in Form von einem Shirt und einer Radlerhose zu nähen. Das kommt auch meinem Bedürfnis entgegen, gewisse Partien, die durch das Kinderkriegen in Mitleidenschaft gezogen wurden, nicht der Öffentlichkeit zu zeigen. Und überhaupt, warum soll ich Teile meines Körpers bräunen, die außer sehr wenigen Leuten normalerweise eh niemand sieht?



Als Stoff habe ich da einen stretchigen Poly-Jersey in altrosa und bordeaux (also je Farbe einen Meter), den ich mir letzten Sommer am Maybachufer gekauft habe.


Für das Oberteil nehme ich meinen T-Shirt-Schnitt, dem ich sportive Seitenstreifen verpasse. Für die Hose nehme ich gerade den Schnitt von einer gut sitzenden Radlerhose ab (für so etwas benutze ich gern alte Kalenderblätter, hier mit Tiermotiven). Ich verlängere die Hose am Bauch etwas, damit sie nicht immer gleich unter selbigem hängt. Sie bekommt ebenfalls Seitenstreifen. (Irgendwie muss ich gerade an meinen Turnanzug denken, den ich hatte, als ich sechs Jahre alt war, denn der war orange mit grünen Seitenstreifen. *lach*) Zuerst werde ich Oberteil und Hose in bordeaux zuschneiden und die Seitenstreifen altrosa machen. Wenn am Ende noch Zeit ist, werde ich die umgekehrte Kombination auch noch nähen, dann vielleicht an den kritischen Stellen gefüttert, weil das altrosa doch recht hell und somit möglicherweise durchsichtig ist.

Alle Badenixen treffen sich bei Lotti, die mir mit ihrer genialen Idee, einen Badenixen Sew Along zu veranstalten, den nötigen Motivationsschub gegeben hat. Vielen Dank dafür!




Donnerstag, 5. Juni 2014

Unterkleid


Als ich neulich den Stoff für mein schwarzes Kleid kaufte, hatte ich eigentlich überprüft, ob er blickdicht ist. Aber als das Kleid fertig war und ich vor dem Spiegel stand, konnte ich deutlich die Konturen meiner Beine durch den Stoff sehen. Also zog ich mit sicherem Griff einen Meter rote dünne Webware (keine Ahnung, was das genau für ein Material ist) aus meiner Kiste mit den dünnen Stoffen. Ich habe nämlich neulich endlich mal meine Stoffe nach Dicke sortiert und das ist wirklich praktisch!


Als Schnittmuster nahm ich das Unterkleid von Modell 124 aus Burda 4/2014, die ich mir vor Kurzem aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Leider gibt es weder auf der Webseite noch im Heft eine Abbildung des Unterkleides, vermutlich, weil es eigentlich direkt ans Kleid genäht wird, also eher ein Futter als ein Unterkleid ist.
Als Träger habe ich Rouleau-Straps gemacht, wie heißt so etwas eigentlich auf deutsch? Aha, Schlauchlitze. Klingt ja mal wieder bezaubernd...


Da im Schnitt eigentlich ein dehnbares Material verlangt wird, mein rotes Etwas aber nicht dehnbar war und ich mit nur einem Meter eh schon zu wenig hatte, also auch nicht diagonal zuschneiden konnte, habe ich den Rockteil weniger ausgestellt gemacht, dafür eine Nummer größer und mit reichlich Nahtzugabe zugeschnitten, um das Werk über meine Kurven ziehen zu können. Damit die Mehrweite dann am Körper nicht schlabbert, habe ich es hinten gesmokt. Leider kann meine Knipse kein Rot ablichten, aber ich habe mal so lange an den Rädchen von iPhoto gedreht, bis es ein wenig sichtbar wurde:


So, und damit springe ich jetzt noch ganz frech mitten im Finale auf den Unterdrunter-Sew-Along von Catherine auf, den ich in den letzten Wochen mit großem Interesse verfolgt habe. Vielen Dank!


Sonntag, 20. April 2014

FJKA 2014: Finale



So sieht er also angezogen aus, der Pink-Grapefruit-Green-Apple-Pulli. Er ist federleicht und genau richtig warm für dieses Aprilwetter.


Er ist etwas zu weit und sehr durchsichtig.
Aber das macht nichts.


Das Jäckchen für den Kindle ist auch fertig.
Damit die Klappe nicht so labberig ist, habe ich sie verstärkt.


Dazu habe ich ein Stück Pappe auf ein Stück Baumwolle (von einem alten Bettlaken) geklebt. Das geht ganz einfach mit Stylefix.


Dann das ganze im Leiterstich an die Klappe genäht.


Es kommt mir so vor, als hätte ich die Hülle falsch herum gehäkelt. Oben ist sie zu breit und unten zu schmal. *grübel*


Verschlossen wird sie mit einer Luftmaschenkette.


Hier sieht man, wie elastisch das ist.

Die anderen fertig gestellten Frühlingsjäckchen findet Ihr auf dem MMM-Blog.




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...