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Freitag, 28. Dezember 2018

Rückblick statt Vorsätze


Seit meiner Kindheit gibt es immer wieder schlimme Nachrichten über Umweltzerstörung. Früher waren es der saure Regen, der radioaktive Niederschlag nach Tschernobyl, das Ozonloch. Heute sind es Mikroplastik im Essen und Trinkwasser, Spuren von Glyphosat in unseren Körpern und die Klimaerwärmung.
Man gewöhnt sich daran, dass immer wieder eine neue Bedrohung auftaucht. Und obwohl es doch irgendwie immer weiter gegangen ist bisher, dürfen wir die Probleme nicht ignorieren. Denn irgendwann geht es vielleicht doch nicht mehr weiter. Wenn der Mensch die Natur so sehr zerstört hat, dass er selbst nicht mehr von und in ihr leben kann.

Letzte Woche habe ich irgendwo gelesen:
"Das beste Geschenk, das wir unseren Kindern machen können, ist ein Planet, auf und von dem sie leben können."

Was den meisten Leuten gar nicht klar ist: Es geht dabei nicht nur um die Eisbären, um Bienen oder um die Rotbauchunke. Es geht darum, dass der Mensch sich in den nächsten Jahren selbst ausrotten wird. Der Planet wird uns überleben. Und ich bin sicher, dass auch genügend Gräser, Kakerlaken, Pilze und andere Lebewesen durchkommen werden. Nein, um "die Natur" mache ich mir gar keine so großen Sorgen. Aber ich möchte ganz gern, dass meine Kinder überleben und auch sehr gern meine Enkelkinder.

Ich bin ja eher linksalternativ aufgewachsen und schon immer etwas gegen den Strom geschwommen. Ich habe viele Moden einfach nicht mitgemacht, weil ich keinen Sinn darin gesehen habe. Ich habe schon immer gern Dinge repariert oder selbst hergestellt oder ersetzt. Das war in meiner Familie ganz normal. Um die Klappe zum Dachboden zu öffnen und die Leiter herunterzulassen, gab es ursprünglich eine Stange mit einem Haken dran. Eines Tages brach der Haken ab. Oder war die Stange verschwunden? Egal, jedenfalls hätte man ja eine neue kaufen können. Aber wir hatten eine Schaumkelle mit einem Haken dran, die fortan im Flur lag, damit wir weiterhin auf den Dachboden gelangen konnten. Wir sagen noch heute "Bodenöffner", wenn wir eine Schaumkelle meinen.

Als ich allein gelebt habe, habe ich immer Leitungswasser getrunken, weil ich einfach zu faul war, Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause zu tragen. Manche nennen es "Rohrperle", wir nennen es "Mondwasser". Warum, das ist eine andere Geschichte.

Ich hielt mich also eigentlich schon für relativ umweltfreundlich mit meinem Upcycling, DIY und Bio-Einkauf (und fair, regional, saisonal). Aber da geht noch mehr. In den letzten Monaten haben wir ein paar Schritte gemacht, die für andere vielleicht total normal oder völlig absurd sind. 

Jeder geht seinen Weg und macht die Schritte, die ihm gerade leicht fallen oder wichtig sind. 

Ich zähle mal auf, was wir so in der letzten Zeit verändert haben:

Wir kaufen kein Plastikflaschenwasser mehr, sondern trinken konsequent Leitungswasser. Wir haben Edelstahlflaschen für unterwegs und für nachts. In der Küche steht eine Glaskanne, die wir zweimal am Tag neu füllen. Saft kaufe ich nur noch in Mehrwegpfandflaschen aus Glas. Wenn wir mal Cola kaufen, dann wenigstens in der Mehrwegplastikflasche. Meine Kaffeeflasche für unterwegs mag ich sehr.

Unser alter Wasserkocher war zum größten Teil aus Plastik. Neulich habe ich gelesen, wie viele Mikroplastikpartikel sich jedes Mal davon lösen, wenn man so Wasser kocht. Und die trinken wir dann im Tee mit? Nein danke! Es gibt Wasserkocher ganz ohne Plastik. Wir haben uns für einen Kompromiss entschieden, dessen Griff aus Plastik ist, aber der Wasserbehälter ist komplett aus Edelstahl.

Im Gäste-WC, wo die Kinder und ich hauptsächlich die Hände waschen, gibt es schon lange keine Flüssigseife mehr. Bei der festen Seife achte ich jetzt immer darauf, welche ohne Palmfett zu kaufen. Außerdem kaufe ich kein Duschgel, Shampoo etc. in Plastikflaschen mehr. Ich habe eine Weile No-Poo versucht (Haare waschen nur mit Wasser), aber das funktioniert bei mir leider nicht. Dann habe ich Roggenmehl ein paar Wochen lang getestet, das ist mir leider auch zu umständlich in der Handhabung. Ich habe jetzt eine Seife gefunden, die ohne Plastikverpackung, Palmfett und Avocado auskommt. Damit wasche ich mich von oben bis unten. Die Haare bekommen anschließend eine "saure Rinse", also eine Spülung aus stark verdünntem Essig. Und eine erfreuliche Nebenwirkung ist, dass mir viel weniger Haare beim Waschen und Kämmen ausgehen als früher.

Putzmittel kaufe ich auch kaum noch. Für vieles genügt Essig, Natron/Soda, Zitronensäure, Salz, Alkohol und Spülmittel (da gibt es eins im Supermarkt, dessen Plastikflasche aus recyceltem Plastik gemacht wird). Aus den Schalen von Zitrusfrüchten mache ich einen prima Allzweck- und Kalkreiniger. Viele tolle Anleitungen für solche Putzmittel gibt es auf http://smarticular.net . 

Überhaupt sammle ich Schraubgläser, denn in denen kann man viele Dinge aufbewahren, z.B. schäle ich gern Knoblauch auf Vorrat und friere ihn ein - im Schraubglas!

Meine Kinder essen gern Schokomüsli. Neulich ist ihnen aufgefallen, dass das ja in eine Plastiktüte verpackt ist. Also haben sie mich beauftragt, eins ohne Plastik zu kaufen. Da ich keins gefunden habe, mischen wir es jetzt einfach selber. 4-Kornmüsli gibt es nämlich in Papiertüten. Schokolade gibt es in Papier. Ich hacke also die Schokolade, fülle sie ins Schraubglas und die Kinder geben einen Teelöffel voll davon auf ihr Müsli. "Mama, das schmeckt jetzt viel besser als früher!"

Obst und Gemüse kaufe ich schon lange ohne diese dünnen Plastiktütchen. Das meiste lege ich einfach lose in meinen Einkaufswagen und auf das Kassenband. Für kleine oder empfindliche Dinge wie z.B. Weintrauben nehme ich eine Papiertüte. Einkaufstaschen habe ich noch nie gekauft. Irgendwie waren immer schon welche da und wir benutzen sie halt. Manche habe ich etwas aufgehübscht.

Brot, Kuchen und Kekse backen wir ja schon lange selber, mein Mann backt sogar Brötchen, denn er verträgt keinen Weizen und "normale" Schrippen aus Dinkelmehl gibt es in unserer Gegend leider nicht.

Ich bin seit über 11 Jahren nicht mehr geflogen. Und als ich mich entschieden habe, mir ein Auto zu kaufen, weil ich die vielen Termine der Kinder anders nicht koordinieren kann, war mir besonders wichtig, dass es einen geringen Kraftstoffverbrauch hat. Und ich fahre auch nicht wegen jeder Kleinigkeit los, sondern verbinde immer mehrere Erledigungen, um Sprit zu sparen.

Unsere Putzlappen, Servietten und Baumwollpads sind aus Stoff, die Spüllappen sind gehäkelt. Taschentücher sind teilweise Tuch an Tuch in der Pappbox und teilweise aus Stoff, darüber habe ich noch gar nicht gebloggt. Ich nähe sie aus alter Bettwäsche, die ist schön weich und hautfreundlich. Meine Monatshygiene (bäh, was für ein blödes Wort!) besteht aus Stoffbinden (Ärmel von schwarzen Baumwoll-T-Shirts) und einem Moon Cup. Wir kaufen nur noch Recyclingklopapier. 

Als nächstes will ich Deo selber machen. Das wollte ich schon lange und mein aktueller Deoroller ist bald leer. Eine leere Cremedose aus Metall habe ich schon aus meinem Fundus gekramt.

Falls Du auch auf dem Weg zu einem Leben mit weniger Plastik und Müll bist, würde ich mich freuen, wenn Du mir schreibst, was Du bisher so umgesetzt hast und was Deine nächsten Schritte sind!

Mittwoch, 30. April 2014

Me Made Mittwoch: endlich mit rockkompatiblen Übergangsschuhen!




Der Frühling zeigt sich ja gerade von seiner schönsten Seite, da trage ich doch gern mal wieder meinen Bienenrock und das rosa Streifenshirt.


Letzte Woche hatte ich ja noch gefragt: Sandalen oder Stiefel?
Denn andere rockkompatible Schuhe besaß ich nicht mehr, nachdem meine letzten Pumps vergangenen Sommer in ihre Bestandteile zerfallen sind. Also habe ich seither nach Schuhen gesucht die ich zum Rock tragen kann, wenn es morgens noch zu kalt für Sandalen ist. Sie sollten vorn geschlossen sein, aus glattem Material, damit ich damit auch mal durch den Regen laufen kann, NICHT schwarz, KEINEN breiten Riemen (weder um das Fußgelenk noch über den Spann, denn beides macht meine Beine zu kurz), gemäßigte Absätze (so ca. 3 bis 4 cm) in normaler Form haben, also keine Wedges oder Pfennigabsätze oder so. Bequem sollten sie sein, denn ich gehe wirklich viel zu Fuß. Aber langweilig sollten sie bitte auch nicht sein. Geht mal in einen Schuhladen und sagt so genau, was Ihr haben wollt. Genau, das führt nicht zum Ziel. Ich hatte bereits acht Geschäfte abgeklappert, aber es gab nichts, was alle Kriterien erfüllte. Der bekannte Internetschuhdealer (der mit dem Kreisch) hatte zwar ein paar nette Modelle mit Fersenriemen, aber die waren leider alle sowas von unbequem...


Und gestern habe ich sie endlich gefunden!!!
Sind sie nicht schööööön?
Ich kann sie zum Rock, zu langen Hosen sowie zu 3/4- oder knielangen Hosen tragen. Sie sind vorn geschlossen, glatt, bequem, nicht langweilig, kurzum sie erfüllen alle Kriterien. Ich gehe wirklich nicht gern Schuhe kaufen, aber diesmal hat es mich glücklich gemacht. Hach!

Was die anderen Damen zur Walpurgisnacht Selbstgemachtes anziehen (und welche Schuhe dazu, vielleicht sogar selbst geschusterte wie Anja Rieger?), das sehen wir im 
MMM-Blog.


Freitag, 19. April 2013

Unverhofft...

...hatte ich heute frei. Das habe ich einem Zahnarzttermin und einem Rohrbruch im Keller zu verdanken, zwei Dinge, die man eigentlich nicht mit Glücksgefühlen in Verbindung bringt. Aber in meinem Fall hat es dazu geführt, dass meine Lieblingsschwiegereltern sich um die Kinder kümmern. Der Klempner kümmerte sich um die Rohre, inzwischen ist alles repariert. Und beim Zahnarzt war nur Prophylaxe und Kontrolle fällig, also nichts Schlimmes.

Also hatte ich endlich mal wieder Zeit, zum Stoffmarkt Neukölln zu fahren und in aller Ruhe einzukaufen. Meine Gedanken variierten im Laufe der Zeit von: "Ach ist das schön! Ich kann gucken, so lange ich will, stehen bleiben, wo ich will und in Stoffen wühlen!" über "Waaahhh, mein Portemonnaie ist leer! Wo ist hier der nächste Geldautomat?" bis hin zu "Diese Tüten sind vielleicht schwer. Mir fällt gleich der Arm ab!" und "Das nächste Mal nehme ich eine Tasche mit. Oder noch besser den Hackenporsche." 12 Meter Jersey, etwas Nähgarn und ein paar Reißverschlüsse (für bereits zuhause liegenden Webstoff für Röcke) habe ich gekauft:



(Das Foto wird größer, wenn Du es anklickst.)


  1. weiß mit zarten Streifen in blau, grün und lila
  2. altrosa
  3. weinrot
  4. rosa mit zarten Streifen in pink
  5. graublau mit zarten schwarzen Glitzerstreifen
  6. weiß mit Blumen in rot, gelb und blau
  7. grau mit Drachen (sind die nicht toll?)
  8. grau mit hellblau, dunkelblau und lila Paisley und Blümchen (bisher mochte ich kein Paisley, aber dieser ist einfach schön)
  9. schwarz mit Blumen
  10. und einen schokobraunen Strickstoff, der möglicherweise erst im Herbst nötig wird. Aber er ist so schön weich!
Von dem ersten Stoff habe ich noch anderthalb Meter zusätzlich geschenkt bekommen, da war wohl gerade der Ballen alle. Wie gut, dass unsere Waschmaschine ein Schnellprogramm hat, so hängen die Stoffe alle bereits gewaschen auf dem Balkon in der Sonne.

Der Sommer kann kommen!


Dienstag, 11. September 2012

Kinderwagen-Einkaufstasche


Neulich kam hier ein Paket an mit dieser Schaumfolie als Polsterung. 
In den Müll damit? Von wegen! Daraus kann man tolle Sachen machen!



Diese schöne Einkaufstasche hat meine Schwester vom anderen Ende der Welt als Polsterung für ein Paket benutzt. Prima Idee, oder?



Die Tasche besteht aus recyceltem Material, sie ist also schon dreifach genutzt: 
1. Vor dem Recycling 
2. als Polsterung und 
3. von uns als Tasche.



Aus einem Stoffrest habe ich einen langen Trageriemen zugeschnitten und mit der Folie gepolstert.



Mehrfach abgesteppt, damit die Folie bleibt, wo sie ist.
Dann seitlich an die Tasche genäht.




Jetzt kann ich sie an den Kinderwagen hängen und zu Fuß viel mehr transportieren, muss also viel seltener mit dem Auto zum Einkaufen fahren.




Ich habe die Länge des Riemens so bemessen, dass ich die Tasche gut über die Schulter hängen kann und dass ich beim Laufen nicht dagegen trete, wenn sie am Kinderwagen hängt.


Später habe ich entdeckt, dass unsere Kühltasche genau reinpasst. Super!


"Der Schutz der Umwelt, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO), wäre die wohl kostengünstigste Maßnahme für mehr Kindergesundheit - menschlicher, billiger und auch viel effektiver als die Behandlung bereits aufgetretener umweltbedingter Krankheiten." (Quelle: Alnatura Magazin)

Ich denke mal, den Erwachsenen wird es auch besser gehen, wenn die Umwelt besser geschützt wird. Mir tut es jedenfalls auch gut, zu Fuß zu gehen. Statistisch gesehen ist Autofahren auch gefährlicher.



Dienstag, 24. Januar 2012

Endlich gewechselt!


Es gibt so Dinge, die schiebt man vor sich her, tagelang, wochenlang und in unserem Fall jahrelang. Natürlich will ich keinen Atomstrom. Und Gas-, Kohle- oder Ölkraftwerke eigentlich auch nicht. Ich will saubere Energie aus Wasserkraft, Wind, Solarenergie oder Biogas. Hauptsache regenerativ!

Aber dann wollte ich es doch auch richtig machen und keinem Scheinökoanbieter auf den Leim gehen. Und wer soll da auf dem Strommarkt schon durchblicken? Dazu kommt noch die Sache mit der Kündigung beim alten Anbieter. Wann kann man kündigen? Welche Frist muss man einhalten? Wie macht man das?

Ich könnte jetzt schreiben, welche Stationen mein Weg zum Ökostrom hatte. Aber stattdessen schreibe ich mal, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr auch wechseln wollt:

Es gibt nur drei wirklich echte Ökostromanbieter, die z.B. auf dieser Seite vorgestellt werden. Dort gibt es auch eine Vergleichstabelle. Aus dieser ergibt sich, dass unsere Familie beim Wechsel sogar noch Geld spart! *staun*

Es gibt zwei Möglichkeiten den Anbieter zu wechseln:
1. Wer einen Vertrag mit fester Laufzeit hat, kann zum Ende der Laufzeit oder bei jeder Preiserhöhung wechseln, selbst wenn die Erhöhung nur ein paar Cent beträgt. Das Zauberwort lautet "Sonderkündigungsrecht". Am besten direkt nach Erhalt eines solchen Briefes eine Kündigung schreiben, dann ist man raus. Vorlagen für solche Kündigungen gibt es im Netz, z.B. hier.
2. Bei einem Vertrag ohne feste Laufzeit kann man jederzeit kündigen. Bei unserem neuen Ökostromanbieter muss man das nicht einmal selbst machen. Dort kann man online das Formular ausfüllen und der Anbieter kümmert sich um den Wechsel. Im Falle einer Preiserhöhung kann man natürlich auch vom Sonderkündigungsrecht gebrauch machen. Dann muss man aber wie im ersten Fall selbst kündigen.

Und wenn man nicht weiß, was man für einen Vertrag hat? 
Dann ruft man den alten Anbieter einfach an, sagt seine Kundennummer und fragt, was das für ein Vertrag ist. Oder man schaut mal auf die letzte Abrechnung.

Also, jetzt gibt es wirklich keinen Grund mehr, Atomstrom zu kaufen, wenn der sogar teurer ist als der echte Ökostrom. Und wer zum Wechsel noch Fragen hat, kann sie mir gern stellen. (Alle Angaben sind natürlich trotzdem ohne Gewähr!)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Neuzugang im Maschinenpark

 
Vor 20 Jahren (Kinder wie die Zeit vergeht!) wollte ich schon eine Ovi haben.
Am Montag gab es sie für 149 Euro bei Amazon.
Zeit, lang gehegte Wünsche zu erfüllen!


Das passende Buch habe ich auch gleich dazu bestellt.
Es hat ja bei Amazon sehr gute Bewertungen.

Jetzt muss ich nur noch die Zeit und Ruhe finden, mich damit zu beschäftigen.

Warum nur habe ich jetzt Lust, eine Ovomaltine zu trinken?
;-D

Samstag, 26. November 2011

Basar-Beute

Heute war der Adventsbasar unserer Kirchengemeinde.
Schaut mal, was ich erbeutet habe:


Alles zusammen hat nur drei Euro gekostet.
Die Wolle ist reine Schurwolle.

Der Vorteil von Kirchenbasaren gegenüber normalen Flohmärkten ist: 
Es gibt dort keine kommerziellen Ramsch-Händler!
Und der Erlös dient einem guten Zweck!
Es gibt leckere Waffeln für einen Euro, Crêpes für einen Euro, Kuchen, heiße Maronen, Grillwürstchen und und und.
Wer noch keinen Adventskranz hat, findet hier liebevoll handgemachte Stücke!

Schaut Euch mal in der Nachbarschaft um, da gibt es sicher auch dieses oder nächstes Wochenende einen Basar!

Samstag, 5. November 2011

Mama-Tipp: Apotheken

Wer kennt das nicht? Man steht in der Apotheke und das Medikament, das man kaufen oder auf Rezept haben will, ist nicht vorrätig. Viele Apotheken bieten dann an, es "bis heute Nachmittag" zu bestellen. Aber am Nachmittag noch einmal Baby und Kleinkind anziehen (Schuhe, Jacke, Schal, Mütze, Handschuhe mit dem dazu gehörigen Geplärr "Nein, nein, nein, erst die Mützäääääähhh") und losgehen, das macht keinen Spaß. Vor allem nicht bei Regen oder wenn man krank ist oder wenn ein Kind krank ist. Bisher bin ich dann immer von einer Apotheke zur nächsten gelaufen (in Berlin gibt es ja genug), bis ich Glück hatte. Gut, wenn es dringend ist (z.B. bei Schmerzmitteln), mache ich das immer noch. Aber in allen anderen Fällen lasse ich mir die Ware jetzt immer abends nach Hause bringen. Bisher waren alle Apotheker dazu bereit. Ich weiß nicht, ob das alle machen, aber Fragen kostet ja nichts. Von sich aus bieten das leider nur wenige an, deshalb wusste ich ja auch so lange nicht, dass die kostenlose Lieferung nach Hause möglich ist. Ich kann es allen Mamas nur empfehlen!

A propos Apotheke, dort gibt es die Zeitschrift "Baby & Familie" kostenlos. Und wenn man ein Kind oder einen dicken Bauch dabei hat, wird man auch nicht doof angeschaut, wenn man nur die Zeitschrift haben will, ohne etwas zu kaufen.
Es gibt auch eine Homepage:

Freitag, 21. Oktober 2011

Mama-Tipp: Kinderschuhe kaufen


Das große Kind brauchte mal wieder neue Winterschuhe und Hausschuhe für die Kita. Allerdings gibt es angenehmeres, als mit einem trotzigen Dreijährigen und einem Baby Schuhe zu kaufen. Also habe ich beschlossen, dass die Schuhe zwar passen, aber nicht dringend im Laden anprobiert werden müssen. Die meisten Geschäfte gewähren ja auch ein Umtauschrecht (immer an der Kasse fragen!!!). Also kann ich die Schuhe auch allein in Ruhe aussuchen und zuhause dem Kind anziehen. Aber um die richtige Größe zu kaufen, muss ich schon in etwa wissen, wie groß die Füße sind. Der Trick, das Kind auf ein Papier zu stellen und die Fußumrisse abzumalen, funktioniert leider bei uns nicht, weil das Kind dazu viel zu kitzelig ist. Außerdem kann ein leichtes Schräghalten des Stiftes beim Abmalen schon dazu führen, dass man sich um plus/minus einen Zentimeter vertut.

Deshalb mache ich das so: Ich lege das Maßband auf den Boden und das Kind stellt sich drauf. Ich lese dann nur noch die Zahlen an den Zehen und der Ferse ab und bilde die Differenz, das ergibt die Fußlänge. Zum Schuhekaufen nehme ich dann mein Maßband mit und messe die Schuhe aus. Sie sollten innen 10 bis 17 mm länger sein als der Kinderfuß, damit der Fuß genug Platz hat und die Schuhe auch nicht gleich wieder zu klein sind. Wenn die Schuhe herausnehmbare Sohlen haben, vermesse ich diese, das ist sogar noch einfacher. 

So kann man auch schon einmal sein blaues Wunder erleben, was die Schuhgrößen betrifft. Heute habe ich für das große Kind deswegen die Winterstiefel in Größe 26/27 gekauft und die Hausschuhe in Größe 29! 

Sonntag, 16. Oktober 2011

7 Sachen


Eine tolle Idee von Frau Liebe:
Immer wieder sonntags 7 Bilder von 7 Sachen, 
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. 
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


gestickt.


genäht.


gestrickt.


Brot gebacken.
Ich bewahre die dafür notwendigen Utensilien zusammen in der Rührschüssel auf, so muss ich nur die Schüssel aus dem Schrank nehmen und kann sofort loslegen. Na gut, Essig, Kastenform, Butter und warmes Wasser muss ich extra nehmen, aber es geht schon deutlich schneller als früher.


Baby gebadet.
Die Wanne gab es mal für 5 Euro bei Netto.


Wäsche gewaschen.


Um die Kinder gekümmert.

Ich wünsche allen so viel Sonne, wie hier gerade bei uns scheint!

Samstag, 17. September 2011

Ich war einkaufen...

... und als ich nach Hause kam, sagte ich zum Gatten: "Ich habe gerade sehr viel Geld ausgegeben!"
Seine Antwort: "Sehr gut!"

Wir sind nämlich der Meinung, dass man zwar die Kohle nicht sinnlos aus dem Fenster werfen darf, aber mit ersehnten Anschaffungen sollte man nicht warten, bis das Geld durch die ganze Finanzkrise nichts mehr wert ist. Also war ich im Nähmaschinencenter und habe mir sehr lange mein Wunschmodell bzw. seine Funktionen vorführen lassen: nähen, sticken, automatische Knopflöcher, automatisch einfädeln, automatisch vernähen und abschneiden etc.






Liebe Kirstin, bevor Du jetzt neidisch wirst: Erstens warst Du dieses Jahr an der Nordsee und ich nicht. Und zweitens wird das nächstes Jahr wieder so sein. Und drittens wirst Du mit Deinem neuen Shop bald so viel Kohle haben, dass Du Dir sogar eine Maschine mit einem großen Rahmen kaufen und jeden Monat Urlaub an der Nordsee machen kannst...
Aber wahrscheinlich ist Dir jeglicher Neid fremd. Dafür bist Du viel zu nett!!!

Zuhause dann habe ich zunächst ein wenig geübt, verschiedene Stiche zu nähen. Aber leider stimmte da etwas mit der Fadenspannung nicht. Und die Fäden wurden nicht jedes Mal auf Knopfdruck abgeschnitten. Komisch, aber im Laden ging das doch? Also habe ich die Anleitung gelesen, neu eingefädelt, Unterfadenspule neu eingesetzt, anderes Garn benutzt, aber das Problem blieb. Ich war schon kurz davor, den Laden anzurufen. Aber einmal wollte ich es noch probieren. Und da fand ich den Fehler: Beim Einfädeln des Unterfadens muss man die Spule festhalten! Das steht zwar nirgendwo explizit, aber ich hatte mich gewundert, was der Finger da im Bild macht. So, jetzt bin ich schlauer und alles funktioniert, wie es soll. Nun kann's losgehen.

Was das wohl wird?

Hrmpf, warum lässt sie jetzt Stiche aus?

Wir sind also noch dabei, uns anzufreunden, aber über weite Strecken ist sie wirklich  schon super. Was sich mit meiner alten angefühlt hat wie mit dem Trecker über'n Acker zu holpern, das hat jetzt eher was von Porsche auf der Autobahn. Allein der 7-Punkt-Transporteur macht das Nähen so geschmeidig. Kein verzweifeltes Zerren mehr und keine Schlangenlinien wie nach fünf Bier.
Zunächst dache ich noch, dass ich doch nicht ohne Pedal nähen kann, aber nach den ersten 10 Sekunden war ich überzeugt. Und mit kleinen Kindern, die gern unter dem Tisch herumkriechen ist es wirklich besser, keinen Fußanlasser zu haben.

Montag, 5. September 2011

Die Gattensocken sind fertig


Hier hat es fast den ganzen Tag geregnet. Und es war so bewölkt, dass das Licht sogar auf dem tageslichtreichsten Platz (dem Sofa) mies war, deshalb ist das Foto auch nicht so berauschend. Aber so spannend sind die Socken ja auch nicht:
Käppchenferse, Zwickel und Bandspitze, das Bündchen eins rechts - eins links, der Schaft drei rechts - eins links, der Fuß glatt rechts.

Der Besuch beim Kinderarzt heute war unspektakulär: wiegen, messen, untersuchen, impfen, trösten - fertig!

Danach war ich etwa anderthalb Stunden lang im Schuhladen und habe Stiefel gesucht. Das Baby hat währenddessen ganz lieb im Kinderwagen geschlafen. Zuerst habe ich mir die Gummistiefel angesehen, aber die meisten waren so dermaßen hässlich, dass die mir nicht an den Fuß kommen. Der Rest war unbequem oder in meiner Größe vergriffen. Dann bin ich zu den normalen Stiefeln gegangen. Ich dachte mir, dass es ja nicht unbedingt Gummistiefel sein müssen, um die Vorbildfunktion zu erfüllen. Wie wäre es mal mit einem Paar Stiefel mit Reißverschluss, die ich im Herbst auch mal zum Rock tragen kann?

Leider war das Stiefelregal völlig unsortiert und ich musste mir jedes farblich akzeptable Paar einzeln ansehen. Ich verstehe das nicht. Warum werden die - außer nach Größe - nicht nach Schaftlänge oder Absatzhöhe sortiert? Nach langem Suchen hatte ich ein Paar gefunden, das quasi perfekt war: Profil, Absatzhöhe, Schaftlänge, Schnitt und Farbe stimmten. Leider waren sie ein ganz klein wenig zu eng an der Wade. Erst dachte ich: "Naja, vielleicht weiten sie sich ja beim Tragen." Aber dann habe ich mich mal hingehockt und bin vor Schmerzen fast gestorben. Nein, das geht gar nicht. Sie waren wirklich zu eng. Aber als Mama muss ich mich schon hinknien können, ohne vor Schmerzen in Ohnmacht zu fallen.

Mir fiel dann ein, dass ich noch ein paar ganz gute Schnürstiefel im Schrank zuhause habe. Die kann ich zwar nicht zum Rock tragen, weil der Schaft zu kurz ist und die Form meine Füße sehr lang macht, aber die zu engen könnte ich schließlich gar nicht anziehen.

Okay, wieder mal Geld gespart. Ich kaufe eh nicht so gern Kleidung und Schuhe ein. Und ich freue mich immer, wenn ich feststelle, dass ich zuhause schönere Sachen habe, als in den Läden zu finden ist. So bleibt mir mehr Geld für eine neue Nähmaschine...
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