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Montag, 18. November 2024

Geschenke, über die sich Menschen wirklich freuen!

(Wenn Ihr meine Nähwerke aus dieser Aktion sehen wollt, hüpft einfach rüber zu http://dielinkshaenderin.wordpress.com, dort blogge ich mit Fotos. Hier geht das irgendwie nicht mehr.)

Bald ist ja Weihnachten und viele Leute machen sich einen riesigen Stress, was sie ihren Liebsten schenken sollen, die ja eigentlich nichts brauchen. Dann wird entweder ganz symbolisch billiger Krempel geschenkt, denn "es geht ja nur um die Geste". Oder es wird etwas richtig Teures geschenkt, das man dann über Jahre in Raten abzahlt. Meine Mutter hat mal eine Weile im Callcenter eines Versandhauses gearbeitet und erzählt, dass da Leute im Advent oft teures Spielzeug für ihre Kinder bestellt und eine Ratenzahlung über 48 Monate genutzt haben. Bis diese Geschenke abbezahlt sind, ist noch dreimal Weihnachten! Bekommen die Kinder also drei Jahre lang nichts? Oder häufen diese Eltern immer mehr Kredite an, bis gar nichts mehr geht?

Um Kinder soll es hier aber eigentlich gar nicht gehen. Natürlich haben Kinder immer Wünsche und nicht das Geld, sich alles zu kaufen. Klar werden sie zu Weihnachten beschenkt. Aber man kann es übertreiben oder im Rahmen bleiben. Es gibt z.B. so viele tolle Sachen in Second Hand Läden, Kleinanzeigen, Rebuy, Medimops und nebenan.de, das ist nicht nur preiswert, sondern auch nachhaltig. Noch besser ist übrigens, wenn man vor Weihnachten selber Platz schafft, indem man Spielzeug, Bücher, Kleidung etc., aus denen die eigenen Kinder "rausgewachsen" sind, auf diesen Plattformen anbietet.

Aber warum schenken sich Erwachsene gegenseitig Dinge, die sie sich auch selber kaufen könnten? Und meistens nicht einmal wirklich brauchen? Und im Januar kommen dann wieder die ganzen Entrümpelungs-Challenges, weil sich zu viel Krempel angehäuft hat. Sprecht das Thema doch einfach mal bei Eurer Familie und im Freundeskreis an. Und wenn Ihr nicht völlig mit leeren Händen unterm Tannenbaum sitzen wollt, habe ich einen Vorschlag:

Schaut mal gemeinsam in die Bedarfslisten der Obdachlosenhilfe, Bahnhofsmission, Unionhilfswerk etc. in Eurer Stadt und spendet was von der Liste. Denn diese Geschenke werden mit großer Dankbarkeit empfangen! Statt krampfhaft etwas für jemanden zu kaufen, der eigentlich nichts braucht, schenkt doch lieber etwas einem Menschen, der sich darüber wirklich freut: Kleidung, Lebensmittel, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, Zahnbürsten, Zahnpasta, Handcreme,...

Sucht die Spenden liebevoll aus, oft dürfen sie auch gebraucht sein. Wer z.B. seit Jahren nicht mehr zeltet, kann seine Campingausrüstung (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Campingkocher etc.) spenden. Wer wenig Zeit und wenig Geld hat, spendet einfach einen 10er-Pack Unterhosen. Wer Wolle hat und stricken kann, strickt Socken, Schals, Mützen und Handschuhe. Wer Wolle hat, aber kein Talent oder keine Zeit zum Stricken, spendet die Wolle z.B. an Helfen WOLLEn, die Düsseldorfer Wollengel, die Wooligans oder welche Initiative/Verein auch immer in Eurer Nähe ist. 

Neulich habe ich mal meine Stoffvorräte aufgeräumt und aussortiert. Aus allem, was sich dafür eignet, habe ich dann Boxershorts für Obdachlose genäht, quasi als genderneutrale Unterwäsche. Denn eine saubere Unterhose ist einfach ein Stück Menschenwürde. Die Anleitung gibt es kostenlos bei Snaply und DIY Eule zeigt auf Youtube in einem Video, wie man die Boxershorts näht. Aber Ihr könnt natürlich auch andere Anleitungen verwenden.

Ich stricke und spende seit inzwischen etwa 10 Jahren für Obdachlose, weil helfen eben hilft. Diese Menschen sind immer so extrem dankbar, wenn ich meine Spenden zu den verschiedenen Einrichtungen bringe. Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, Menschen zu helfen. Viel besser als jede Geschenkeschlacht unterm Tannenbaum.

Sonntag, 14. Mai 2023

Gelesen: "Nählust statt Shoppingfrust" von Meike Rensch-Bergner

 



Titel: Nählust statt Shoppingfrust
Autorin: Meike Rensch-Bergner
Verlag: Trinity Kreativ
Preis: 14,99 €
160 Seiten
ISBN 978-3955501792
Veröffentlichung: 2. November 2015


Klappentext:
Die Nähinspiration für die Do-it-yourself-Generation und alle, die sich endlich in maßgeschneiderter Mode selbstsicher, zufrieden und stark fühlen wollen. Mode von der Stange passt häufig nicht wirklich gut, Verarbeitung und Schnitte sorgen oft für Frust. Meike Rensch-Bergner hilft ihren Leserinnen, den Traum gut sitzender, selbstgemachter Kleidung zu verwirklichen.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir damals direkt gekauft und auch angefangen zu lesen. Aber dabei hat mich die Lust zum Nähen so heftig gepackt, dass ich es nicht fertig gelesen hatte, weil ich in jeder freien Minute an der Nähmaschine saß. Jetzt habe ich das endlich mal nachgeholt. Wie man sieht, motiviert Meike - auch bekannt als Frau Crafteln - die Leserin, sich selbst gut sitzende Kleidung zu nähen, anstatt sich in Boutiquen über ständig wechselnde Mode und Konfektionsgrößen zu ärgern, die uns leider nicht allen passen. Ich habe z.B. Größe 34 bis 46, wie soll mir da etwas von der Stange passen? Und wenn mir eine bestimmte Rocklänge am besten gefällt, warum gibt es die nur alle paar Jahre zu kaufen? Wenn man sich selbst Kleidung näht, hat man zwei unschlagbare Vorteile: Erstens kann man maßgeschneiderte Teile haben, die perfekt passen. Und zweitens ist man von der Mode unabhängig, kann sich also genau die Modelle immer wieder nähen, die man mag und zwar aus den Lieblingsstoffen in Lieblingsfarben.


Donnerstag, 18. November 2021

Nähbuch: "How to slay Omas Kleiderschrank" von Katharina Glas




Autorin: Katharina Glas
Titel: "How to slay Omas Kleiderschrank. Upcyclingprojekte aus Secondhand-Mode ganz einfach genäht"
Preis: 18,00 €
ISBN: 9783772448584
Erscheinungstag: 19.01.2021
112 Seiten


Klappentext:
Upcyclingprojekte aus Secondhand-Mode ganz einfach und ohne Schnittmuster genäht.
Katharina Glas zeigt auf ihrem beliebten YouTube-Kanal "How to slay Omas Kleiderschrank", wie cool Upcycling sein kann: Aus altmodischer Kleidung näht sie Klamotten, die den heißesten Designerteilen in nichts nachstehen. Wie das auch dir ganz einfach gelingt, erfährst du in diesem Buch!
Zaubere auch du aus Omas ausrangierter Kleidung oder Secondhand-Mode einzigartige Kleider, Blusen, Hosen und vieles mehr für wenig Geld. Dafür musst du gar keine Meisterin an der Nähmaschine sein: Kathi zeigt dir, wie es ganz easy und ohne Schnittmuster gelingt. Es ist einfacher, als du denkst!
Detailliert erklärt das Buch, was es zu beachten gilt, damit das Projekt gelingt. So erfährst du zum Beispiel alles über verschiedene Ärmel-, Rüschen- und Versäuberungsarten, aber auch, wo es die coolsten Secondhand-Teile zu kaufen gibt und wie du Inspirationsideen findest, wird erklärt. Schritt für Schritt kannst du - absolut einsteigergerecht - mithilfe der Anleitungen im Buchneue Lieblingsstücke nähen.

Meine Meinung:
Ich schau schon lange die Videos von Kathi. Ihre Art, aus Altkleidern neue Teile zu zaubern, entspricht ungefähr meiner Herangehensweise, auch wenn unser Kleidungsstil sehr unterschiedlich ist. Aber oft habe ich mich schon gefragt, wie ich mir die vielen Tipps und Tricks merken soll, selbst wenn ich mir alle Videos speichere. Wie schön, dass sie jetzt ein Buch geschrieben hat, in dem sie systematisch erklärt, welche Möglichkeiten der Konstruktion, Formgebung und Schließmechanismen es gibt. Dieser Technikteil ist wirklich umfangreich!
Ob das Buch wirklich für Einsteiger geeignet ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich schon seit über 30 Jahren nähe. Aber was hat man schon zu verlieren? Ein altes Herrenhemd findet man im Kleiderschrank vom Freund, Vater, Bruder, Opa oder für einen schmalen Taler im Secondhandladen. Und dann einfach mal loslegen!

Tipp:
Schaut mal ein paar Näh-Videos von Kathi, um herauszufinden, ob Euch ihre Art gefällt, wie sie ans Nähen und Upcycling herangeht.
Und auf der Internetseite des Verlags könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen.

Mittwoch, 18. März 2020

Genäht: Mund-Nase-Schutz (Prototyp)




Neben Haushalt und Schularbeiten mit den Kindern habe ich heute meinen ersten Mund-Nase-Schutz genäht. Die Anleitung gibt es im Netz gratis von der Stadt Essen. 

Als Stoff habe ich alte Bettwäsche genommen und für die Bindebänder alte T-Shirt-Säume. Mein Basteldraht ist leider zu dünn. Den werde ich beim zweiten Modell doppelt legen.

Ich wünsche allen, die in diesen Wochen arbeiten müssen, im Krankenhaus, im Supermarkt usw. ganz viel Kraft. Wir sind so dankbar, dass Ihr da seid. Wenn diese Pandemie vorbei ist, müssen sich endlich die Bezahlung, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Anerkennung für diese lebenswichtigen Berufsgruppen verbessern!

Und auch allen Alleinerziehenden im Home Office wünsche ich gute Nerven und liebe Kinder!

Montag, 10. Dezember 2018

Ein altes Handtuch --> 4 Waschhandschuhe + 2 Spüllappen


Wir hatten ein blaues Handtuch (leider ohne Foto), das war stellenweise schon so fadenscheinig und zerrissen, dass man sich damit wirklich nicht mehr die Hände abtrocknen konnte. Also habe ich es kurzerhand zerschnitten und aus den Randbereichen mit der Overlockmaschine vier Waschhandschuhe für die Kinder genäht, dabei konnte ich die Kanten beibehalten und musste nichts säumen. Die Reste hab ich dreilagig auf einander gelegt, die Kanten passend geschnitten und mit der Oberlockmaschine abgekettelt. Jetzt hab ich sogar zwei "neue" Spüllappen. Das ganze hat vielleicht eine Viertelstunde gedauert.


Donnerstag, 11. Oktober 2018

Genäht: Baumwollpads für Kompressen und zum Abschminken




Aus Resten von Jersey und Sweatstoff, die teilweise von alten T-Shirts und Pullovern stammen, habe ich über 100 Baumwollpads genäht. Die aus Jersey sind dreilagig, die aus Sweat zweilagig. Man kann sie verwenden zum Abschminken, für Gesichtswasser, als warme Kompressen z.B. mit Tee getränkt oder als kalte Kompressen aus dem Eisfach.

Ich brauche aber natürlich nicht so viele, denn man kann sie ja waschen.
Schreibt mir, wenn Ihr welche haben wollt, wir finden bestimmt eine Idee zum Tauschen!

Freitag, 18. Mai 2018

Turnbeutel Upgrade


Das kleine Kind trägt die Judosachen immer in einem Werbeturnbeutel zum Training. Jetzt ist eine der Laschen abgerissen, durch die die Kordel geführt wird. Außerdem hat schon mal ein anderes Kind die Beutel verwechselt, weil hier viele Kinder die gleichen Werbebeutel haben. Darüber hinaus ist der Beutel recht knapp bemessen für Judoanzug und Wasserflasche.

Wie gut, dass ich nähen kann!


Ich habe die untere Kante aufgeschnitten, ein Stück Stoff über die Werbung appliziert und gleich noch zwei kleine Löcher mit Resten eines Sternenstoffs verdeckt.


Dann habe ich die Lasche wieder in die Seitennaht gefasst und zuletzt einen Boden eingesetzt. Details zur Operation Turnbeutelboden habe ich schon einmal hier im Blog gezeigt. Der Stoff mit den Verkehrsschildern stammt vom Wäschebeutel, den ich vor zwei Jahren dem Kind für Reisen genäht habe. Darüber hatte ich gar nicht gebloggt, aber er sieht im Grunde genommen genauso aus, wie der Wäschesack für das große Kind, nur halt mit dem Schilderstoff.


Den Boden habe ich aus einem Stück Regenschirmstoff genäht.

So, jetzt drückt mir bitte die Daumen, dass das kleine Kind die Sterne und den Boden auch mag, die waren nämlich im Gegensatz zum Schilderstoff nicht abgesprochen. Aber da ist halt wieder die Muse mit mir durchgegangen... 😉😄


Mittwoch, 30. August 2017

Upcycling bzw. Hundebett-Rettung mit Hilfe von Jeans




Meine Schwester brachte mir neulich dieses Hundebett bzw. den Bezug mit. Ihre Hunde lieben das Teil sehr, aber das sieht man ihm leider auch an:
Es ist total zerkratzt und an zwei Stellen sogar gerissen.


Da musste ein großer, robuster Flicken her. Also habe ich Reste einer teilweise bereits verwerteten Jeans sowie ein Reststück anderen festen Webstoff aus meiner Kiste gewühlt und probehalber aufgelegt. Passt!


Die Stoffstücke habe ich mit Doppelnähten (wie bei Jeanshosen) zusammengefügt. Abschließend habe ich den "Flicken" auf den Bezug gesteppt. Dank der großen Reißverschlussöffnung und dem Freiarm meiner Nähmaschine hat das gut funktioniert.


Mal eine Nahaufnahme der Naht.
Nicht schön, aber funktional.
Und die Hunde freuen sich.
Als Füllung benutzt meine Schwester übrigens ein altes Deckbett.




Dienstag, 28. Februar 2017

Faschingskostüm-Update



Die Berliner sind ja als Faschingsmuffel bekannt. Aber am Faschingsdienstag wird hier immerhin in den Schulen und Kitas gefeiert, dass die Schwarte kracht. Das Kitakind wollte gern wieder als Drache gehen. Aber das Kostüm ist leider aus gewebtem Samt und völlig unelastisch, sodass die Schultern nicht mehr reinpassten. Also habe ich vorn einen Reißverschluss eingenäht. Mit viel Hilfe beim An- und Ausziehen ging es also doch noch einmal.


Nächstes Jahr passt das Kostüm hier wohl leider niemandem mehr.
Es ist ungefähr Größe 104 bis 122. Vielleicht mag es jemand haben?
Schreibt mir!



Mittwoch, 8. Februar 2017

Me Made Mittwoch: Probekleid "Wilde Pfoten"



Dieses Probekleid  aus dehnbarem Fleece vom Ufer lag mir auf dem Nähtisch im Weg und deshalb hab ich es nach 1,5 Jahren einfach mal fertig genäht. Ja, das Muster ist auffällig und es trägt auf. Es ist ja auch nur ein Probekleid (Schnitt: mein eigener). Aber als es fertig war, habe ich beschlossen, dass es ausreicht, um zur Kita und zum Sport zu fahren.


In der Kita lasse ich ja die Jacke drüber. Und beim Sport, naja, wenn viele Frauen in verschiedensten Bekleidungsstadien umeinander wuseln, man zusammen Sport treibt, duscht, in der Sauna sitzt, ist auch so ein Kleid nicht mehr peinlich. Die Alternative wäre, es nie zu tragen.
Den Hals wärmt meine Strickbanane und an den Fußgelenken trage ich meine Bärenstulpen.


Vom Fleece war noch ein ausreichend großes Stück für ein Sofakissen übrig, also hab ich schnell einen Bezug genäht. Hat etwa 10 Minuten gedauert. Es muss ja nicht jedes Projekt anderthalb Jahre rumgammeln. Und das Design passt ganz gut zu unseren Animal-Print-Kissen. Der Mann fragte: "Kannst du nicht mal was ohne Flecken nähen?" Er würde ja alles einfarbig dunkelblau einrichten...


Der Reißverschluss ist eigentlich ein teilbarer, denn er stammt aus einer Jacke meiner Schwester, die so abgetragen war, dass ich sie nur noch ausschlachten konnte.

Das Kleid macht mit beim Me Made Mittwoch, einer wunderbaren Institution, die mich immer wieder inspiriert. Mal sehen, was es heute dort zu sehen gibt.



Dienstag, 17. Januar 2017

Upcycling-Creadienstag: Fahrgastzellentrockner


Früher habe ich mir gelegentlich das Auto meiner Lieblingsschwiegermutter geliehen. Einmal entdeckte ich im Fußraum eine oben zugebundene Socke, die mit Steinchen gefüllt zu sein schien. Ich fragte, was das sei, und erfuhr, dass die Socke mit Katzenstreu gefüllt ist und dass das die Luftfeuchtigkeit im Winter reduziert, damit die Scheiben nicht so stark beschlagen.
Als meine Windschutzscheibe neulich wiederholt von innen (!) zugefroren war, fiel mir die Sache mit der Socke ein. Also kaufte ich eine Packung Katzenstreu und wühlte in unseren Altkleidern. 


Dort fand ich zwei Shorts, die zwar ungetragen waren, aber deren Gummibund schon knirschte. Die kann man also nicht mehr spenden und darf sie also guten Gewissens zerschneiden.


Gesagt, getan. Ich schnitt Rechtecke zu, faltete sie zur Hälfte, nähte zwei Kanten zu, versäuberte sie sogar und füllte in die Öffnung das Katzenstreu. Am Ende schloss ich auch diese letzte Seite.


Nun liegt im Fußraum vor jedem Sitz (bzw. UNTER der Fahrersitz) in meinem Auto so ein Säckchen und nimmt Feuchtigkeit auf. Besonders an den Kinderschuhen sind im Winter immer solche Schnee(matsch)klumpen, die sie noch nicht so gut abklopfen können, weil sie sich beim Einsteigen nicht so gut seitlich in die Kindersitze setzen können. 
Nach zwei Tagen kann ich zwar noch kein Urteil abgeben, aber mein Eindruck ist, dass es hilft. Vielleicht nähe ich noch einen zweiten Satz, um die Dinger auswechseln und auf der Heizung trocknen zu können.



Dienstag, 13. Dezember 2016

Ich habe mal wieder einen Werbebeutel verschönert.




Diesmal mit Crazy Patchwork, das ich zum Schluss brutal mit Zickzack auf den Beutel getackert habe. Die Kombination ist eigenwillig, aber allemal besser als die olle Werbung, die nun verdeckt wird.

Die ersten drei verschönerten Werbebeutel findet Ihr hier, hier und hier.



Mittwoch, 21. September 2016

Me Made Mittwoch: Viskose-Shirt



Morgens ist es noch kühl, aber mittags spätsommerlich warm.
Deshalb trage ich heute mein Viskose-Shirt, das ich mir kurz vor den Sommerferien genäht habe. Der Schnitt ist mein eigener, der taubenblaue (?) Viskose-Jersey mit zarten schwarzen Ringeln ist vom Ufermarkt. Dazu trage ich mein gestern gezeigtes Tuch, das den Hals morgens wärmt, aber nicht zu warm ist.


Diese Kombination hatte ich auch in Dänemark dabei. Und weil dort das Licht viel besser ist, zeige ich einfach mal noch zwei Fotos. Auf dem ersten Bild ganz oben habe ich beide Zipfel vorn. Hier auf dem zweiten Bild trage ich einen vorn und einen hinten.


Und hier seht Ihr, wie sich das Tuch um die Schultern schmiegt. Woran das genau liegt, habe ich schon gestern geschrieben.

Mehr selbst gemachte Kleidung wird auf dem MMM-Blog gezeigt, z.B. trägt Vorturnerin Dodo heute einen wunderschönen, blau geblümten Rock.


Dienstag, 21. Juni 2016

Täschchen über Täschchen


Neulich ist hier mal wieder ein kleiner Stapel Täschchen entstanden.
Der Auslöser war, dass ich meine Stickdateien geordnet habe. Dabei fiel mir auf, dass ich dieses hübsche Haus noch gar nicht getestet habe.


Das Sticken dauert recht lange, weil das Haus aus vielen kleinen Stoffstückchen besteht: Erst wird die Basis appliziert, dann Keller, Dach und Schornstein, als letztes die Fenster. Hier kann man endlich mal all die vielen kleinen Schnipsel verarbeiten, denn jedes Fenster wird einzeln gestickt. Mir war das aber zu fummelig, deshalb habe ich lieber einen einzelnen gemusterten Stoffrest für alle Fenster zusammen benutzt, das ergibt einen netten Effekt.


Das Abschneiden entlang der Fenster ist auch so schon eine langwierige Fitzelarbeit.


Ganz zum Schluss werden Dachziegel und Fensterkreuze aufgestickt.


Natürlich habe ich nur Stoffreste und Upcyclingmaterial verwendet. Das Futter bei diesem Täschchen hier gehört zu dem Satintop, aus dem ich einst die Schienen für das Bahnübergangskostüm genäht habe. Die Außenseite ist ein Rest von einer Hose, aus der ich damals die Käferhose genäht habe.
Gefüllt ist es mit den Frisierwerkzeugen meiner Schwester, der ich es geschenkt habe. Sie ist zwar keine gelernte Friseurin, schneidet aber meinen Kindern die Haare.


Dann hatte ich noch Kuhfellimitatreste, die stammen auch von einem Faschingskostüm.


Wenn man den "Strich" beachtet, klemmt es auch nicht im Reißverschluss ein.


Die Kuhtäschchen sind teilweise mit dem Satintop...


...und teilweise mit der Bespannung eines kaputten Regenschirms gefüttert, den mir mal meine Schwester überlassen hat.


Dann war da noch ein gelber Tischdeckenrest, der bei der Beutelnäherei übrig blieb. Den hab ich mit der süßen Schnecke bestickt, die ich auch schon zur Jeansrettung benutzt habe. Der Sternchenjeans stammt von einem Kinderhosen-Ufo der Schwiegercousine.
Dieses Täschchen habe ich zu Ostern einer lieben Freundin geschenkt.
Uff, so lange ist das schon her!


Auch mit Regenschirm gefüttert.

Die Täschchen machen mit bei:



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Dienstag, 7. Juni 2016

Upcycling: T-Shirts zu Servietten


Wenn T-Shirts nicht mehr schön genug sind, um die Wohnung verlassen zu dürfen, trage ich sie noch lange zum Schlafen. Aber wenn sie selbst dafür zu unansehnlich sind, müssen sie meinen Schrank verlassen. Und weil die Kinder inzwischen zu groß für Lätzchen sind (ist ja auch peinlich, wenn Besuch da ist), aber immer noch viel krümeln und kleckern, mussten große Servietten her, die man notfalls auch mal in den Ausschnitt stopfen kann.


(Ich weiß übrigens nicht, von welcher Grausamkeit der internationalen Tierschutz-Funds hier die Rede ist. Aber die Kinder lieben diese Robben seit Jahren.)


Ich habe einfach aus Vorder- und Rückenteil je ein 40 x 40 cm großes Quadrat ausgeschnitten... 


...und mit Zickzack gesäumt. Vier T-Shirts hab ich so zu acht Servietten verarbeitet. Und das ging wirklich schnell.

Die Kinder lieben die Servietten. Sie legen sie stilvoll auf den Schoß und wischen nach der Mahlzeit den Mund damit ab. Ich mag, dass sie ihre Kleidung weniger bekleckern und ich keine Papierservietten kaufen muss.

Nur mein Mann ist immer etwas irritiert, wenn er meine Schlafshirts auf dem Esstisch sieht. Aber das wird sich im Laufe der Zeit bestimmt geben.

Heute mache ich mit bei:


Dienstag, 31. Mai 2016

Stoffspielerei im Mai: Schrift auf Stoff


Mal wieder bin ich spät dran mit meinem Beitrag zur Stoffspielerei. Hoffentlich darf ich trotzdem noch mitmachen...


Dieser Stoffbeutel hatte eine Werbung aufgedruckt, die ich nicht spazieren tragen wollte. Also habe ich zuerst einen passenden Jerseyrest darüber gesteppt. Die Stricklieselschlange habe ich vor Jahren mal aus herumfliegenden Garnresten produziert, einfach so, ohne Ziel. Seither lag sie hier herum.


Jetzt habe ich sie von Hand unsichtbar auf die Tasche genäht. So trage ich sie gern spazieren.

Viele weitere gute Ideen, wie man Schrift auf Stoff bringt, werden bei Karen -Feuerwerk by KaZe gesammelt. Vielen Dank für den Anstoß!

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Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.  



Außerdem macht die Tasche mit bei:
einfach.nachhaltig.besser.leben

Dienstag, 10. Mai 2016

Star-Wars Kindergeburtstag mit Upcycling-Memory-Twister, Gewinnbüchsen...


In letzter Zeit ist es hier im Blog relativ ruhig. Das liegt daran, dass bei uns gerade so viel los ist. Ich hatte einen kleinen Autounfall (nur Blech, niemand verletzt, also nur teuer und nervig). Das große Kind war zum ersten Mal auf Klassenfahrt. Vom Geburtstag des kleinen Kindes hatte ich ja schon berichtet. Dort sind auch noch ganz viele andere meiner Ideen für Kindergeburtstage verlinkt. Kurz danach hatte das große Kind Geburtstag und der sollte im Zeichen von Star Wars stehen. Die Einladungen haben wir aus weißen Pappverpackungen geschnitten und mit freien Star Wars Bildern aus dem Netz beklebt. Leider habe ich sie nicht fotografiert.

Neulich war an der Schule eine Art Sportfest, nur viel schöner. Da gab es u.a. das allseits bekannte und bei "jungen Leuten" beliebte Twister, das meine Kinder immer wieder spielen wollten. Nach dem Fest wusste ich, dass wir auch unbedingt eins zuhause haben müssen. Aber beim bösen Internetkaufhaus bestellen? Kommt ja gar nicht infrage! Wir hätten in den schönen Spielzeugladen umme Ecke gehen können, aber dort haben wir in den letzten Wochen ehrlich gesagt genug Geld hingetragen. Und überhaupt muss man doch nicht immer was kaufen, wenn man es auch selber machen kann. Viel schöner sogar, ohne Plastikfolie, dafür aus Stoff mit ganz vielen Erinnerungen. Haltbarer dürfte es dann auch sein.


Also habe ich meine Stoffreste durchwühlt nach allem in rot, gelb, blau und grün. 
Webware, Jersey, Frottee, Samt, völlig egal.


Eine runde Vorlage in geeigneter Größe war mein guter alter Stickrahmen.
Als Trägerstoff wurde eine alte Tischdecke mit weißer Rückseite bestimmt.
In regelmäßigen Abständen habe ich Kreise darauf gemalt. Dabei habe ich nur am Anfang gemessen und etwas gerechnet, später dann aber die Kreise nur ungefähr platziert und mich dabei am relativ regelmäßigen Blumenmuster orientiert.


Die Stoffreste habe ich à la Crazy Patchwork aneinander gestückelt und dann mithilfe des Stickrahmens den Kreis aufgezeichnet und diesen zuletzt ausgeschnitten.


Den Kreis auf die Tischdecke gepinnt...


...und im Zickzack festgenäht. Man kann das auch mit dem Applikationsstich oder so machen.


Und warum heißt das nun Memory-Twister?
Ganz einfach: Darin sind nicht nur Reste von meinen Nähprojekten verarbeitet, wie z.B. hier die große grüne Fläche, die vom Drachenkostüm stammt oder der Blümchenstoff, aus dem ich die allerersten Kita-Tütchen genäht hatte (prä-blog),...


...sondern auch Reste von (ausgeschlachteten) Altkleidern, z.B. das große orange hier ist ein Stück vom Tantenrock, der zur Turnhose wurde. Auf dem gelben Stoff daneben hat das große Kind die ersten Näh-Schritte gemacht, also verschiedene Stiche getestet.


Ein großes Stück Saunatuch, aus dem ich Waschlappen und kleine Handtücher gemacht habe.


Das hellblaue mit den Sternen waren mal Fleece-Hausschuhe.


Das dunkle mit Muster ist ein Rest von einer Stiftetasche, die ich dem großen Kind mal genäht habe.
Das helle ist ein Stück Schlafanzug, den ich zu mehreren Sachen verarbeitet habe.


Rechts unten ein Rest von der ersten, gestreiften Kitatasche.
Links unten roter Jeans, aus dem ich einen Sonnenhut für das große Kind genäht habe. Den habe ich nie gebloggt, aber er ist bei meinen Reisetricks gleich zweimal zu sehen.


Und so sieht das ganze dann aus.


Neben dem Spielfeld braucht man aber noch einen Zufallsgenerator, der vorgibt, welches Körperteil man auf welche Farbe platzieren soll. Natürlich hätte ich eine Drehscheibe basteln können. Es gibt auch Apps für Smartphones, aber ich hab nur ein ganz altmodisches Klapphandy. Stattdessen habe ich einfach einen Farbwürfel aus einem der vielen Brettspiele und einen normalen Würfel genommen. Die werden in einer alten Kekspackung gelagert und gewürfelt (damit sie nicht wegrollen). Für die Zahlen habe ich eine Liste (1=linke Hand, 2=rechte Hand usw.) geschrieben und auf den Deckel geklebt. Wenn eine andere Farbe als rot, gelb, blau und grün gewürfelt wird, dürfen die Spieler sich eine Farbe aussuchen.


Die Kinder waren beim Spielen hochkonzentriert.

Weitere Ideen für Twister:
  • Wer keine Stoffreste hat, aber ganz viel Nähgarn, Stickgarn, Sticktwist oder Wolle, kann einfach die Flächen aus Garn in rot, blau, gelb und grün aufsticken. Das geht auch ohne Nähmaschine, einfach den Stoff in einen Stickrahmen einspannen und den Kreis mit Handstichen (Kreuzstich, Vorstich, Plattstich etc.) füllen.
  • Man kann die Farbflächen auch mit Stoffmalfarbe aufmalen.
  • Mit Wolle/Strickgarn kann man auch Kreise auf das Laken bringen, indem man die Farbflächen spiralförmig aus dem Garn auf das Laken legt und mit Stecknadeln festpinnt, anschließend von Hand oder mit der Maschine im Zickzack festnäht.
  • Statt Kreisen kann man auch Quadrate, Sechsecke, Herzen oder sonstige Formen gestalten.
  • Statt rot, blau, gelb und grün kann man auch andere Farbkombinationen nehmen. Oder (für Leute mit rot-grün-Schwäche) uni, kariert, gestreift und mit Punkten.
  • Man kann die Flächen auch ganz aufwändig als Quilt gestalten, z.B. Sechsecke aus je sechs gleichseitigen Dreiecken.
  • Die Kanten der Farbflächen kann man mit der Overlock versäubern oder (mit Hilfe einer Schablone) umbügeln oder man doppelt die Kreise rechts auf rechts und schneidet die zukünftige Innenseite (am besten ein blöder Stoff, der endlich weg muss) in der Mitte ein, wendet das ganze und näht es dann mit der schönen Seite nach außen auf.
  • Die Farbflächen kann man auch füttern mit Volumenvlies oder einem dicken Fleece, der weg muss.
  • Quilter könnten auch eine schöne Variante mit Verkehrszeichen machen: rote Stop-Schilder, blaue Radweg-Schilder, gelb(weiß)e Vorfahrtstraße, grüner Rechtsabbiegerpfeil. Oder man malt diese Variante mit Stoffmalfarbe.

Ich hab aber auch noch ein paar andere Sachen gebastelt:


Weil das Kind wieder elektrische Geburtstagskerzen haben wollte, habe ich wieder unseren Adventszug umfunktioniert. Dazu habe ich passende Rechtecke aus einer Pappverpackung geschnitten, Buchstaben und das Alter raufgeschrieben und auf die Waggons geklebt. Diesmal hebe ich sie auf, damit sie nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommen können. Letztes Jahr waren sie nur aus Papier, das ist beim ablösen leider zerrissen.


Für die Gewinne gab es diesmal Star-Wars-Büchsen. Die bewährten Kaffeebüchsen habe ich dafür mit - ausnahmsweise neu gekauftem - Geschenkpapier beklebt. Dafür habe ich die Geschenke für das Kind in unseren bewährten, Mehrweg-Geschenkkartons verpackt.
Die Tischdecke ist ausnahmsweise aus Plastik und gekauft.
Die Becher haben wir seit Jahren und benutzen sie immer für Partys.
Die Strohhalme hat mir neulich die Nachbarin geschenkt, deren Kinder aus dem Alter leider schon raus sind.


Damit es keinen Streit gibt und jedes Kind seine Dose sofort erkennt, habe ich die Namen von Hand in schwarzem Outline-Font auf gelben Karton geschrieben. Das hat zehnmal so lange gedauert wie die Dosen zu bekleben. *ächz*
(Es gibt da einen kostenlosen Font-Generator im Netz, fragt bei Bedarf mal Tante Google, aber unser Drucker mag keinen Karton und gelbes Papier hatte ich nicht da.)


Aus den gelben Kartonresten habe ich noch Sterne ausgestanzt und zusammen mit den Namen auf die Deckel geklebt. 


Die Girlande habe ich mal über Pinterest gefunden. Da waren ursprünglich ein paar sehr niedliche Fahrzeuge bei, die habe ich jetzt entfernt, damit es nicht so babyhaft ist.


Neben Twister ("Jedi-Training") haben wir Büchsenwerfen ("Zerstöre den Todesstern!") und Topfschlagen ("Finde den Yoda" mit "hell und dunkel" statt "heiß und kalt") gespielt.


Meine Kinder haben noch keinen der Star Wars Filme gesehen, aber es genügt ihnen, die Karten zu sammeln und ein T-Shirt zu besitzen. Man kann die Kinder nicht immer von allem fernhalten. Aber solange sie sich noch bei manchen Folgen von "Shaun das Schaf" fürchten, sind sie für Star Wars noch zu sensibel.

Abschließend waren wir noch auf dem Spielplatz, wo wir uns mit einer zweiten Kindergeburtstagsgesellschaft verabredet hatten, damit die beiden befreundeten Gastgeber auch ein wenig gemeinsam Geburtstag feiern können. Denn da sie an demselben Tag geboren sind, können sie sich ja nicht gegenseitig einladen, wenn sie beide genau am Geburtstag feiern.

In den nächsten Tagen werde ich hier ein Buch vorstellen, das mich teilweise beim Planen inspiriert hat (inzwischen erledigt und vorwärts verlinkt). Aber das würde jetzt wirklich den Rahmen sprengen.

So, jetzt noch schnell verlinken bei:



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