Freitag, 30. Januar 2026
Zum Ärgern - Werke, die die Welt nicht braucht
Montag, 1. Januar 2024
Neues Jahr, neues Glück, neue gute Vorsätze?
Ich finde, man kann an jedem Tag im Jahr etwas ändern. Meistens klappt es dann sogar besser, wenn man etwas sofort ändert, als wenn man auf den Neujahrstag wartet, an dem man verkatert bis mittags im Bett liegt. Andererseits ist jeder Tag ein guter Tag um etwas zu ändern, also warum nicht heute?
Ich war neulich krank und hab mich mal durch die Mediatheken geklickt und bin in ein Kaninchenloch aus Plastik gefallen. Vor allem die Doku "Plastik - die Recycling-Lüge" finde ich erschütternd. Es gibt sie auch bei Youtube (klick), falls Ihr mit der Mediathek nicht klarkommt oder sie inzwischen depubliziert wurde. Schaut Euch das bitte mal an. Und dann macht bitte was! Fangt einfach irgendwo an! Kauft keine Getränke mehr oder wenn schon, dann bitte in Mehrwegflaschen, am besten aus Glas! Kauft Euer Obst und Gemüse lose. Kauft feste Kosmetikprodukte statt flüssige in Plastikflaschen. Oder wenn schon Zeug in Plastik, dann nur, wenn das Plastik aus Recyclat besteht. Es reicht nicht, wenn dadrauf steht, dass die Verpackung recyclingfähig ist. Es müsste sowieso recyclebar heißen, denn die Pullen recyceln sich nicht selber oder gegenseitig, das wäre ja schön.
Recycling funktioniert nicht, wenn der Müll in Wahrheit einfach nur verbrannt oder ins Ausland verschifft wird, wo er in der Landschaft und von dort im Meer landet. Ihr kennt alle die Bilder. Es ist auch keine Lösung, wenn man aus den Verpackungen neue Blumentöpfe oder Eisenbahnschwellen herstellt. Die Menschen werfen jeden Tag so viele Tonnen Plastik weg, so viele Blumentöpfe und Bahnschwellen braucht kein Mensch. Wir müssen weg von der Illusion, dass sich schon irgendwer darum kümmert oder dass arme Länder in Asien dankbar sind für unseren Müll. Nein es fällt uns alles auf die Füße. Wir haben Mikroplastik im Wasser, im Boden, in der Luft und im Essen. Wir essen jede Woche so viel Plastik wie eine Kreditkarte groß ist. Das macht uns alle krank!
Das kommt dabei raus, wenn man dem Markt das Regeln überlässt. Da geht es nur um Profitmaximierung, aber auf keinen Fall darum dass es der Menschheit oder den Planeten gut geht. Es geht nur noch um sogenannten Wohlstand. Und Wirtschaftswachstum. Aber wo soll die Wirtschaft eigentlich noch hin wachsen? Wir haben auf diesem Planeten einen endlichen Raum. Da kann es kein unendliches Wachstum geben. Und mit dem Wachstum wächst auch der Müll, der Energieverbrauch und die Ausbeutung.
Ist Verschwendung Wohlstand? Hängt unser Wohlstand wirklich davon ab, dass wir uns mit parfümiertem Duschgel mit kleinen Plastikkugeln drin und flüssigem Plastikschleim für sanfte Cremigkeit den Ar... Arm waschen? Ist es Wohlstand, wenn immer mehr Menschen Allergien und Krebs haben, weil wir immer mehr Plastik im Körper anreichern? Ist es Wohlstand, wenn Strände voller Müll sind? Ist es Wohlstand, wenn das Klima immer wärmer wird? Ist es Wohlstand, wenn es Krieg gibt?
Kapitalismus und Krieg sind, wenn man es mal runterbricht, Konkurrenz. Konkurrenz ist aber kein effizientes Konzept für die Menschheit. Stellt Euch mal vor, zehn Leute bauen um die Wette Häuser. Da klauen sie sich gegenseitig das Material, sparen an Qualität und am Ende stehen da zehn mäßig gute, kleine Häuser und alle Teilnehmer sind erschöpft. Und jetzt stellt Euch mal vor, diese zehn Leute bauen gemeinsam ein richtig gutes Haus. Oder zehn kleine, gute Häuser, aber halt gemeinsam. Das nennt man Kooperation. Das ist es, was wir brauchen: Kooperation. Und Solidarität. Denn es ist längst nicht an alle gedacht, wenn jeder nur an sich denkt. Wir müssen zusammenhalten und einander helfen. Nur so haben wir eine Zukunft.
Es ist Zeit, sich den Problemen unserer Zeit und unserer Welt zu stellen. Hört auf, Euch mit Netflix oder Daddeleien abzulenken. Macht was! Engagiert Euch ehrenamtlich! Geht in die Politik, das kann auf der kleinsten Ebene sein. Redet miteinander! Tut Euch zusammen, kauft für die Nachbarn mit ein, wenn Ihr eh zum Unverpacktladen geht. Unterstützt die Deutsche Umwelthilfe DUH durch eine Mitgliedschaft oder wenigstens eine Spende und lest den Newsletter. Helft im Wildtierschutz in Eurer Gemeinde. Dreht die Heizung runter. Duscht kürzer, seltener und kälter. Esst weniger tierische Produkte.
Wenn Ihr nicht wisst, wo Ihr anfangen sollt, empfehle ich Euch, einfach bei jeder Entscheidung, die Ihr den Tag über so trefft, zwei Kriterien zu berücksichtigen:
1. Ächtet Gewalt. Kauft z.B. nichts, das mit Gewalt erzeugt wurde. Und seid dabei ehrlich. Das Schnitzel ist nicht freiwillig vom Schwein gefallen. Das Kind in Bangladesh näht nicht aus Spaß im Akkord billige T-Shirts, statt zur Schule zu gehen.
2. Ächtet Verschwendung. Benutzt Dinge, solange sie benutzbar sind. Wenn Ihr etwas anschaffen wollt, kauft es gebraucht oder leiht es aus oder verzichtet. Und statt die Freundin oder den Nachbarn für eine Neuanschaffung zu bewundern ("Neue Hose? Neues Auto? Wie toll!"), kritisiert die Verschwendung. Lobt lieber, wenn jemand etwas seit Jahren hegt und pflegt: "Das ist wirklich eine gute Qualität! Wie schön, dass du den Pullover so gern trägst."
Es ist 2024. Die Welt steht in Flammen. Aber wir können was tun. Jetzt. Heute. Oder wenigstens diese Woche, falls Ihr heute noch dringend auf dem Sofa liegen müsst. Aber dann schaut wenigstens die Doku, die ich verlinkt habe.
Und wenn Ihr noch weiter schauen wollt:
Klima-Ballerina
Amerikas Plastik-Lüge - Profit statt Recycling
Wie geht das? Auf Plastik verzichten
Unverpackt - nachhaltig leben ohne Plastik
Montag, 26. Dezember 2016
Über das Reden über Bücher
Die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich.
Über 60 Prozent aller funktionalen Analphabeten sind Männer, knapp 40 Prozent sind Frauen.
Dienstag, 23. Februar 2016
Nuhr unterste Schublade
Früher mochte ich ihn. Er war witzig, sexy und intelligent. Eine gute Mischung.
Aber seit einiger Zeit lässt er üble Dinge vom Stapel:
Als nach der Brüderle-Geschichte der #Aufschrei umging, fragte er: "Warum geht denn eine Frau abends in eine Bar, wenn sie nicht angebaggert werden will?"
Nach den Übergriffen in der Sylvesternacht in Köln stellte er fest, dass Frauen doch die Wahl hätten, ob sie zu solchen Festen gehen wollen oder nicht. Und wer hingeht, darf sich nicht beschweren, angefasst zu werden.
Und zum Thema Karneval empfahl er neulich: "Frauen, die nicht angefasst werden wollen, ziehen sich am besten ein Bettlaken über den Kopf mit einem Datumsstempel vom Vorjahr drauf und gehen so als abgelaufener Joghurt. Den packt bestimmt keiner an."
Wenn seine Tochter, Mutter oder Frau mal Opfer eines Übergriffs wird, ob er dann auch sagt: "Selber schuld, was gehst du da hin? Zieh halt keinen Rock an! Hab dich nicht so!" ?
Ich finde, Herr Nuhr sollte raus aus der ARD und sich bei IKEA bewerben. Als unterste Schublade.
(Ich habe ihm vor einigen Wochen einen freundlichen Brief geschrieben mit der Bitte, seine Haltung zu überdenken, aber leider keine Antwort erhalten. Vielleicht wollt Ihr ihm ja auch schreiben? Der ist auch auf Twitter zu finden, aber ich kann meine Empörung nicht auf 140 Zeichen reduzieren. Und Facebook ist nicht mein Ding. Dort ist er auch.)
Sonntag, 21. Februar 2016
Biologisch und technisch unter aller Sau
Titel: Muh!
gelesen von Nana Spier
Laufzeit: 6 Stunden, 48 Minuten
6 CDs in Multibox
autorisierte Lesefassung
ISBN 978-3-8398-9175-9
Erscheinungstermin: 22. August 2013
Preis: 12,95 €
Klappentext:
Dienstag, 19. Januar 2016
Mäh! 2 und "Das große Stricken"
Montag, 23. November 2015
Typisch Frauenzeitschrift!
Gerade las ich online einen heuchlerischen Artikel in einer typischen Frauenzeitschrift (ich verlinke den jetzt hier absichtlich NICHT, sonst freuen die sich noch über die Klickzahlen). Es ging um Mode und dass Kleidung zum Wegwerfartikel geworden ist. Die Schuld wurde den Billigtextilfirmen zugewiesen. Die Pflicht der Leserin sei es, ihre Altkleider gezielt zu spenden. Leider hat die Zeitschrift keine Verantwortung übernommen oder gar eine Änderung ihrer Inhalte verkündet. Auch wurde die Leserin nicht aufgefordert, ihr Kaufverhalten zu ändern.
Es gibt einen schönen englischen Begriff dafür: Slacktivism. Das bedeutet, online etwas zu kritisieren, ohne in der Realität etwas zu ändern.
Sorry, mich regt das auf!
Ich kopiere hier mal meinen Kommentar hin:
"Zeitschriften wie die XXX sind doch mit Schuld daran, dass Frauen ständig neu kaufen und Zeug wegwerfen, das eigentlich noch tragbar ist. Ohne Eure Modestrecken inkl. der vielen Werbung, IN- und OUT-Listen und dem ewigen Schwerpunkt auf Äußerlichkeiten würde bei vielen Frauen gar nicht das Bedürfnis geweckt, immer wieder NEU NEU NEU haben zu müssen.
Gute Qualität kaufen, zeitlose Schnitte wählen, mehr Wert auf den eigenen Stil legen und "Mode" abschaffen, dann kann man die Sachen auch jahrelang tragen. Manchen Frauen stehen am besten enge Hosen, anderen weite Hosen und wieder anderen Kleider oder Röcke. Auch die Farben sind Typsache. Soll doch jede_r tragen, worin er/sie gut aussieht!
Aber nein, das geht ja nicht! Dann würden sich die Frauen ja gut fühlen und man könnte ihnen keine unnötigen Zeitschriften, Fitnesskurse, Diäten, Zellulitecremes und den ganzen Quatsch verkaufen."
Stellt Euch nur einmal vor, diese vielen Frauen, die jeden Tag Unmengen an Zeit, Geld und Nerven in ihr Aussehen investieren, würden das auf ein gesundes Maß reduzieren und die frei gewordenen Ressourcen in etwas anderes investieren, z.B. in die Weltherrschaft, den Weltfrieden, den Umweltschutz, den Tierschutz, den Kinderschutz,...
Und damit das hier nicht auch nur Slacktivism ist, backe ich nachher Kekse, die am Sonntag in der Kirche verkauft werden und deren Erlös an "Brot für die Welt" gespendet wird. In der Zeit könnte ich ja auch meine Fußnägel lackieren, aber das ist mir nicht wichtig.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Uralte Granny-UFOs
Freitag, 1. November 2013
Wann wird der Handel endlich mutiger?
Montag, 25. März 2013
Mein Blog bleibt frei von Spam!
Samstag, 23. März 2013
Der Britzer Garten kann uns mal...
Montag, 18. März 2013
7 Sachen am 17. März 2013
Freitag, 8. März 2013
Der Porsche und der internationale Frauentag
Freitag, 15. Februar 2013
Aufgeregt: Fracking Gas und überhaupt
Sonntag, 6. Januar 2013
7 Sachen zum ersten Mal 2013
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe.
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.



































