Dienstag, 24. September 2019

Abgebrochen: "Kein Wunder" von Frank Goosen


Ups, eigentlich war das hier nur ein Entwurf, aber nachdem ich den Post versehentlich veröffentlicht habe, schreibe ich ihn mal fertig.

Ich habe das Buch abgebrochen, weil es mich so genervt hat.

Da lebt Förster in einer "Zweizimmerwohnung", aber es gibt nur ein Zimmer.

Rosa sitzt im Frühling 1989 vor dem Tränenpalast auf einem rot-weißen Geländer? Wohl kaum: https://www.welt.de/kultur/history/gallery13601377/Grenzuebergangsstelle-Berlin-Friedrichstrasse.html

Sie gehen im Frühling 1989 in Berlin-Mitte in ein Lokal und suchen sich selbst einen Tisch? Wohl kaum! Damals wurde man platziert.

Die drei Jungs Förster, Fränge und Brocki fühlen sich beim Lesen nicht an, als wären sie Anfang zwanzig, sondern eher um die fünfzig. Ich frag mich auch, was sie verbindet, von der gemeinsamen Kindheit mal abgesehen. Sie nerven einander ununterbrochen.

Es gibt auch ein paar wirklich schöne Stellen in diesem Roman, aber die sind es in meinen Augen nicht wert, das Buch zu Ende zu lesen.

Mittwoch, 11. September 2019

Gelesen: "Mitarbeiter des Monats" von Fil Tägert



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt



Autor: Fil Tägert
Titel: Mitarbeiter des Monats
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 18.08.2017
304 Seiten
ISBN: 978-3-499-27295-0
Preis: 9,99 € (gebundene Ausgabe oder e-Book)

Klappentext:
Westberlin, graue Insel im grauen DDR-Meer, die achtziger Jahre wollen einfach nicht zu Ende gehen. Nick hat einen schrottigen Job bei einer namhaften Hamburger-Braterei. Daneben spielt er in der Band «Adolf and the Peopels», deren Musik nicht viel besser klingt als ihr Name. Endzeitstimmung ist immer noch ziemlich en vogue, trotzdem muss doch irgendwie ein Sinn im Leben zu finden sein. Kunst? Liebe? Kampfsport? Auf einer Party lernt Nick die traurige Frau mit den zwei Katzen kennen. Jacky ist schön, sehr schön. Und rätselhaft, sehr, sehr rätselhaft. Nick schnallt‘s überhaupt nicht mehr. Dabei hatte er doch vorher schon null Durchblick …

Meine Meinung:
Dieses Buch hab ich meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt und mir gleich ausgeliehen. Ich kannte vorher Fil nur vom Hörensagen, aber die Geschichte spielt 1985 in Berlin, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Fil ging auf dieselbe Schule wie meine älteste Schwester, die auch mit solchen schrägen Gestalten wie denen aus dem Buch befreundet war. Und im Linientreu war ich auch unterwegs, jedoch ein paar Jahre später, aber noch vor seinem Umbau und Imagewechsel (WTF?).
Fil beschreibt das Lebensgefühl der jungen Erwachsenen im West-Berlin der 80er Jahre sehr authentisch und detailgetreu. Es geht dabei teilweise sehr derb zur Sache: Gewalt, Ekel, Sex, Alkohol, Drogen; er lässt fast nichts aus.
Die inneren und äußeren Monologe des Protagonisten kommen mir sehr bekannt vor, aber leider verstehe ich das alles jetzt genauso wenig wie früher. Er stellt aber vieles auch selbst infrage. Die gespielte Gleichgültigkeit, mit der man verbirgt, dass man jemanden mag, sodass die Zuneigung meist auch nicht erwidert wird. Ob nun aus ebenfalls gespielter oder echter Gleichgültigkeit wird man nie erfahren, wenn man sich nicht mal ein Herz fasst und den Mund aufmacht. Daran soll sich ja auch gar nicht viel geändert haben, wie ich aus Rezensionen über das Buch "Gespräche mit Freunden" von Sally Rooney gehört habe. Nur dass man heute per Tinder gleichgültig ist. Früher lehnte man im "Treu" gelangweilt an der Wand, trank sein Bier aus der Flasche und sah gelangweilt an den anderen Leuten vorbei.
Die Szenen in der Burgerbraterei waren mir ebenfalls sehr vertraut, schließlich hab ich da im Studium auch gearbeitet. Allerdings bei der Konkurrenz und ein paar Jahre später. Aber die Beschreibung ist wirklich gut.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich an die 80er Jahre in West-Berlin erinnern oder etwas über das Lebensgefühl von damals erfahren wollen und nicht den Anspruch haben, es zu verstehen.

Tipp:
Die ersten beiden Kapitel gibt es als kostenlose Leseprobe.

Donnerstag, 5. September 2019

WMDEDGT - Tagebuchbloggen am 5. September 2019


Es ist der 5te und Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: 

"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

05:42
Ich wache auf und mir fällt ein, dass K1 nachmittags sagte, dass es einen neuen Karoblock für die Schule braucht. Ich versuche, noch eine kleine Runde zu schlafen, dabei aber nicht den Block zu vergessen. Naja, morgens sind meine Ideen meist nicht so super, denn das klappt natürlich nicht.

06:04
Ich stehe auf, hole einen Karoblock aus dem Vorrat und lege ihn für K1 auf den Esstisch. Ich habe immer einen großen Vorrat an Schreibwaren, allerdings nicht durch Hamsterkäufe, sondern weil ich von Nachbarn, Freunden und Familie die Restbestände bekommen habe, als deren Kinder mit der Schule fertig waren. Was auch meine Kinder nicht mehr brauchen (z.B. Hefte mit Lineatur 1), bringe ich immer zum Tauschtreff.

06:10
Mein Wecker klingelt. Ich hätte ihn ausschalten können, als ich vorzeitig aufgestanden bin, aber dann vergesse ich vielleicht, ihn für morgen wieder einzuschalten. Ich bringe ihn zum Schweigen und will dann ins Bad. Da sitzt aber schon K1 auf dem Klo, also weiche ich ins Gäste-WC aus, wo ich auch alles habe, was ich brauche.

06:15
Während ich mir Kaffee mache, diskutieren mein Mann, der schon frühstückt, und ich, ob wir diese Woche beim Bio-Lieferdienst Lebensmittel bestellen. Dann können wir aber am Samstag wegen der Lieferung nicht (alle) zum Familientreffen gehen.

06:20
Ich ziehe die Jalousien hoch und bin erstaunt, dass der Garten nass ist (was ja für die Natur prima ist). Es war kein Regen angesagt und ich wollte heute eigentlich endlich mal vom Nachbargarten aus unsere Hecke etwas in Form schneiden. Sie wollten mir dafür extra ihr Gartentor aufschließen, bevor sie zur Arbeit gehen. Naja, vielleicht trocknet das in den nächsten zwei Stunden so weit wieder, dass ich mich bei der Arbeit nicht komplett einsaue.

06:25
K1 ist inzwischen fertig angezogen, ich empfehle noch eine Sweatjacke, weil es für kurze Ärmel zu kühl ist. K2 kommt im Schlafanzug angeschlurft. Beide nehmen sich Frühstück und setzen sich an den Tisch. Sie mampfen ohne viel Diskussion (die sie normalerweise selten vermeiden) vor sich hin. Ich trinke meinen Kaffee.

06:30
Mein Mann verabschiedet sich, sucht noch eine Weile seinen Autoschlüssel und fährt dann zur Arbeit. Ich schneide das gestern Abend gebackene Brot in Scheiben und die Kinder packen ihre Brotboxen.

06:40
K2 zieht sich an. K1 geht sich die Zähne putzen, Ohren waschen, Haare kämmen. Ich räume das Geschirr in die Spülmaschine.

06:55
K1 packt die Schultasche um und füllt die Trinkflasche. K2 putzt die Zähne, wäscht die Ohren, kämmt die Haare. Ich räume die Küche auf.

07:05
K1 geht zum Bus.

07:10
K2 geht zur Schule.
Ich öffne alle Fenster, mache die Betten, sammle die Wäsche ein und sortiere sie in unsere Wäschebank. Ich könnte eine Ladung waschen. Aber wenn es noch mehr regnet, kann ich sie nicht draußen trocknen lassen. Ich verschiebe die Entscheidung auf später.

07:30
Ich schließe die Fenster wieder, setze mich hin und schreibe auf, was hier bisher heute so los war. Dann lese ich noch kurz meine Mails.

08:30
Die Sonne scheint und ich beschließe, mich doch um die Hecke zu kümmern. Also ziehe ich mir meine Gartenklamotten an und esse noch zur Stärkung/Motivation ein Brötchen mit veganem weiße-Schokolade-Kokos-Aufstrich (so lecker!!!). Dann hole ich zwei große Eimer, die Leiter, die große Astschere, die kleine Schere und die Handschuhe aus dem Gartenhaus und trage alles in den Nachbargarten. Während ich mich dann durch zwei Meter hohe Brennnesseln, stachelige Ranken und die Hecke kämpfe, lausche ich der "Lage der Nation", "100 Frauen" und "No Niin!". Anfangs schneide ich alles noch klein, um es in den Eimern später in unseren Garten zu tragen. Aber die Eimer sind schnell voll. Also lasse ich das meiste einfach auf unserer Gartenseite am Fuße der Hecke liegen und nenne es "Mulch". Das ist bestimmt gut für kleine Tiere, gibt dem Boden Nährstoffe und verhindert, dass wieder so viele Brennnesseln wachsen.
Ich hab übrigens gestern abend einen einen super Trick gelernt: Wenn man den Brennnesseln zu nahe gekommen ist und die Haut piekt, muss man einfach nur einen Streifen Klebeband auf die Stelle kleben und wieder abziehen. Die Brennhaare bleiben dann am Klebeband kleben und das Pieken in der Haut ist weg wie durch Magie!

12:30
Ich entscheide, dass es jetzt reicht, schiebe so viele Sachen wie möglich durch die Hecke in unseren Garten, trage den Rest außen herum. Ich bürste meine Haare, sodass jede Menge Zeug zu Boden rieselt und gehe anschließend duschen.

13:00
Mit frisch gewaschenen Haaren mache ich mir einen Kaffee und schreibe hier weiter.

13:40
Ankunft K2. Wir reden über die Schule und essen eine Kleinigkeit zusammen.

14:20
K2 geht zum Judo. Ich räume die Küche auf.

15:00
Ankunft K1. K1 hatte Streit mit C. und M. ist irgendwie sauer. Seufz. Irgendwas ist wohl auch mit dem Schulessen schief gegangen. Ich durchsuche meine Mails, frage bei anderen Eltern nach und es stellt sich heraus, dass der Anmeldebogen nie bei mir angekommen ist. Nun gut, die Anmeldung kann ich online nachholen, sodass ab nächster Woche alles wieder läuft.

16:10
Ankunft K2. Meine Bitte, den Rucksack sofort zu versorgen, wird mal wieder ignoriert. Seit Jahren erkläre ich meinen Kindern, dass sie sich bei jeder Ankunft um ihre Taschen kümmern sollen, damit es keine verschimmelten Brotboxen nach den Ferien und ähnliches gibt. Später fällt die Tasche runter und die Trinkflasche poltert. Dasselbe gilt übrigens für Kleidung. Wenn Jacken irgendwie ausgezogen werden, verliert man nächstes Mal beim Losgehen wertvolle Zeit, wenn die Ärmel noch innen sind. Aber ich stoße hier seit Jahren auf taube Ohren.

16:30
Mein Mann kommt nach Hause und ist genervt, weil er 30 Minuten im Stau gestanden hat. Ich bin frustriert wegen siehe oben. Aber wir reden über alles, ohne unseren Frust aneinander auszulassen.

16:40
Die Kinder streiten sich und ringen wegen der Benutzung des Trampolins im Garten. Der Mann klärt die Sache. Ich trinke meinen Nachmittagskaffee und schaue nach, wann heute eigentlich der Elternabend beginnt: um 18 Uhr. Na dann suche ich mal meine Sachen dafür zusammen.

17:30
Auf zum Elternabend. Da fällt mir ein, dass ich die Eltern von M. eigentlich mitnehmen könnte, weil sie auf dem Weg wohnen. Aber ich vergesse immer, das anzubieten. Als ich bei der Schule ankomme, sind schon zwei andere Elternteile da und wir unterhalten uns. Die Tür wird nach einer Weile von innen für uns geöffnet und wir suchen den neuen Klassenraum. Dieser ist so klein, dass die Tische sehr eng stehen und kein Platz für einen Schrank ist. Die Kinder müssen jetzt immer alle Bücher und Hefte mit nach Hause nehmen, was die Taschen sehr schwer macht. Ich sitze mit der Mutter von M. zusammen und wir plaudern, bis es offiziell losgeht. Und natürlich vergesse ich wieder, das mit dem Abholen anzubieten.

18:00
Elternabend. Wer es kennt, braucht keine Beschreibung. Wer es nicht kennt: Seid froh!

20:00
Ende des Elternabends. Ich fahre nach Hause, sage den Kindern gute Nacht, esse noch etwas, schreibe hier und gehe dann auch bald schlafen.

Mittwoch, 4. September 2019

Gelesen: "Yarn Harlot - The Secret Life of A Knitter" von Stephanie Pearl-McPhee






Autorin: Stephanie Pearl-McPhee
Titel: Yarn Harlot - The Secret Life of a Knitter
Paperback $12.99
E-Book $9.99
ISBN: 9780740750373
Publication Date: 9/1/2005
Pages: 240
Andrews McMeel Publishing

Klappentext:
Stephanie Pearl-McPhee's deepest wish is that everyone understand that knitting is at least as fun as baseball and way cooler than the evil looped path of crochet. Every project, from a misshapen hat to the most magnificent sweater, holds a story. Yarn Harlot tells all those stories with humour, insight, and sympathy for the obsessed.
Over 50 million people in America knit. The average knitter spends between $500 and $1,700 a year on yarn, patterns, needles, and books. No longer just a fad or a hobby, knitting has advanced to a lifestyle.
Yarn Harlot: The Secret Life of a Knitter moves beyond instructions and patterns into the purest elements of knitting: obsession, frustration, reflection, and fun. Stephanie Pearl-McPhee's humorous and poignant essays find humor in knitting an enormous afghan that requires a whopping 30 balls of wool, having a husband with size 13 feet who loves to wear hand-knit socks, and earns her "yarn harlot" title with her love of any new yarn--she'll quickly drop an old project for the fresh saucy look of a new interesting yarn.
Since the upsurge in knitting began in the early '90s, the number of women under 45 who knit has doubled. Knitting is no longer a hobby for just grandmothers--women and men of all ages are embracing this art. Describing its allure is best left to Stephanie who explains: "It is a well-known fact that knitting is a sparkling form of entertainment, as spiritual as yoga, as relaxing as a massage, and as funny as Erma Bombeck trapped in a PTA meeting."

Meine Meinung:
Mal lustig, mal nachdenklich schildert die Autorin ihre Gedanken bzw. Gefühle in Bezug auf Handarbeiten. Mir hat's gefallen.

Tipp:
Stephanie Pearl-McPhee bloggt unter http://yarnharlot.ca .

Sonntag, 18. August 2019

Gelesen: "The Bookshop on the corner" von Jenny Colgan




Titel: The bookshop on the corner
Autorin: Jenny Colgan
Verlag: William Morrow Paperbacks
ISBN: 9780062467263
384 Seiten
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: 14,00 € als Taschenbuch oder 8,99 € als eBook oder kostenlos ausleihen bei Overdrive

Klappentext:
Nina is a literary matchmaker. Pairing a reader with that perfect book is her passion... and also her job. Or at least it was. Until yesterday, she was a librarian in the hectic city. But now the job she loved is no more. 
Determined to make a new life for herself, Nina moves to a sleepy village many miles away. There she buys a van and transforms it into a bookmobile — a mobile bookshop that she drives from neighborhood to neighborhood, changing one life after another with the power of storytelling. 
From helping her grumpy landlord deliver a lamb, to sharing picnics with a charming train conductor who serenades her with poetry, Nina discovers there's plenty of adventure, magic, and soul in a place that's beginning to feel like home... a place where she just might be able to write her own happy ending.

Meine Meinung:
Über dieses Buch bin ich ganz zufällig gestolpert, als ich bei Overdrive unterwegs war. Das Cover hat mich sofort angesprochen. Klappentexte lese ich ja nicht, weil die meist zu viel verraten. 
Die Hauptfigur Nina war mir sofort sympathisch und die locker im Text eingestreuten Bezüge zu Romanklassikern bereiteten mir viel Vergnügen. Die Personen werden mit wenigen Sätzen umrissen, dabei liegt der Schwerpunkt aber nicht auf Äußerlichkeiten, sondern viel mehr auf ihrem Charakter und Verhalten. Genauso wird auch die schottische Landschaft weniger optisch beschrieben, sondern mehr das Gefühl, dort zu sein. Die Atmosphäre hat mir sehr gefallen, am liebsten würde ich dort sofort Urlaub machen, wenn nicht sogar leben. Ansonsten spielen natürlich Bücher eine große Rolle und die Eisenbahn. 
Nina ist anfangs sehr unsicher und naiv, aber sie hat auch ihren Stolz, ist bereit neue Dinge zu erlernen und sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte sehr. Erst ist sie von der direkten, ehrlichen, um nicht zu sagen grobschlächtigen Art der Schotten etwas irritiert bis beleidigt, aber dann passt sie sich an und genießt es, ihre Meinung auch frei heraus zu sagen. Früher hat sie sich viel in Romane geflüchtet, aber in Schottland lebt sie endlich ihr Leben. Sie begreift das Wunder des Lebens. Sie tanzt wild und ungezähmt, ohne zu überlegen, wie sie dabei wohl aussieht und was andere über sie denken.
Der Gegenpol ist das hektische Leben in der Großstadt Birmingham. Dort hat sie vorher gelebt und dort leben noch ihre Freunde, die in ihren Jobs kaum noch mit ihren eigentlichen Berufen zu tun haben, sondern in langweiligen Meetings sitzen, Papierkram erledigen oder mit ihren Computern kämpfen.
Nina zieht sich mit ihrer Geschäftsidee nicht nur am eigenen Schopf aus dem Loch, in das sie durch ihre Entlassung und die Schließung der Bücherei gefallen ist. Sie bringt ein ganzes Dorf dazu (wieder) Bücher zu lesen. Die Menschen hatten einfach irgendwann damit aufgehört, weil sie dauernd mit Social Media beschäftigt waren und weil sie auch keine anderen lesenden Menschen mehr in der Öffentlichkeit gesehen bzw. erkannt hatten, denn manche waren nur auf digitale Varianten umgestiegen.
Die Liebesgeschichte war mit zu vorhersehbar und am Ende auch unnötig dramatisch. Da war Nina plötzlich wieder unsicher und stellenweise echt pubertär.
Dafür gab es vorher ein paar sehr dramatische Szenen, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte.
Insgesamt hat mir die Lektüre sehr gefallen und ich habe mir schon ein paar weitere Titel von Jenny Colgan angeschaut. Leider gibt es nur dieses eine Buch bei Overdrive, in der Onleihe findet man sie gar nicht auf englisch.

Tipp:
Jenny Colgan schreibt auch unter dem Pseudonym Jane Beaton.

Montag, 5. August 2019

WMDEDGT - Tagebuchbloggen am 5. August 2019


Es ist der 5te und Frau Brüllen fragt wie jeden Monat:
"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Prolog:
Es ist der letzte Ferientag. Wir packen die Schultaschen und besprechen den morgigen Tag. Ich frage K1, ob wir zusammen K2 zur Schule bringen sollen oder ob K1 morgens allein zuhause bleiben will, um dann später von hier aus zum Gymnasium loszugehen. "Ich steh früh mit euch auf und gehe mit zur Grundschule. Ich stelle meinen Wecker sogar auf 6:50 Uhr, damit ich einen Vorsprung habe!" Dann sage ich noch, dass K1 das Handy aufladen soll.

02:00
Ich wache auf und mir fällt ein, dass ich unbedingt noch Apfelsaft für die Einschulungsfeier der fünften Klassen am Gymnasium am Dienstag kaufen muss. Ich gehe in die Küche und schreibe "Apfelsaft" auf den Einkaufszettel.

05:30
Mein Mann steht auf. Ich höre ihn im Bad und in der Küche rödeln. Irgendwann klappt die Wohnungstür hinter ihm ins Schloss.

07:00
Mein Wecker klingelt. So früh aufzustehen ist für mich echt eine Qual. Und ab morgen muss ich immer sogar noch eine Stunde früher raus. Ich gehe ins Bad und höre, wie K2 aufsteht.

07:10
K1 regt sich noch nicht. Ich gehe nachschauen. K1 pennt. Der Wecker ist aus. Na, das fängt ja gut an. Ich wecke K1 und gehe in die Küche. Kaffee, ich brauche Kaffee! K2 sitzt im Schlafanzug am Esstisch und futtert Müsli.

07:25
Ich schaue nach K1. Das Bett ist leer. Na immerhin. Ich schau im Bad. Da sitzt K1 auf dem Klo. ich bitte um etwas Beeilung.

07:30
K1 kommt im Schlafanzug in die Küche, nimmt sich Müsli und beginnt zu mampfen. Ich schneide Brot in Scheiben.

07:35
K2 zieht sich an, packt die Brotbox, füllt die Trinkflasche. Ich gehe mich auch anziehen. K1 beschließt, noch eine Stulle zu essen.

07:45
K2 geht sich die Zähne putzen, Haare kämmen und Ohren waschen. Ich bitte K1 sich anzuziehen. Ich frage, ob das Handy geladen ist. "Das kann ich dir gleich sagen", ist die Antwort. Was heißt das jetzt? Hat K1 das Handy geladen oder nicht?

07:55
K1 ist jetzt angezogen. Ich frage nach dem Handy. Ach ja, das sei geladen. Und in der Schultasche. Jetzt muss K1 noch die Flasche füllen und die Brotbox packen. Die Frage, welches Obst oder Gemüse heute genehm ist, muss mehrere Minuten überlegt werden. Ein Apfel soll es sein. 

08:00
K2 zieht sich schon die Schuhe an. K1 grübelt noch, welches Messer und welches Brett die beste Wahl zum Apfelschneiden wären. Um dann beim Schneiden theatralisch festzustellen: "Ich kann das nicht! Das ist mir zu schwierig!"
Ich bleibe ruhig und frage, ob K1 jetzt mitkommen will zur Grundschule oder nicht. K1 will nicht mitkommen. Bin ich froh, dass K1 inzwischen groß genug ist, um auch mal allein zuhause zu bleiben. K2 und ich gehen zur Grundschule. Ich gehe heute ausnahmsweise mit, weil K2 neben dem vollen Schulranzen noch eine große Einkaufstasche voll Ablagekörben, Küchenrolle, Taschentücher, Malerkittel etc. tragen muss.

08:15
Ankunft Grundschule. K2 zickt und zappelt herum. Wir stellen fest, dass wir nicht nur selber sehr aufgeregt sind, sondern auch die Aufregung der Kinder und Eltern um uns herum deutlich spüren. Ich bespreche mit K2, dass das für uns Empathen normal ist, wir aber unterscheiden müssen zwischen unseren eigenen Gefühlen und denen der anderen. Sofort ist K2 wieder mein Sonnenschein. Dann plaudern wir noch mit einigen anderen Kindern und deren Eltern, bis wir ins Schulgebäude gehen können.

08:25
Wir finden das Klassenzimmer und begrüßen die neue Klassenlehrerin. K2 hat sich einen schönen Sitzplatz ausgesucht, in der Mitte der zweiten Reihe. K2 ist eher extrovertiert. Ich als introvertierter Mensch hätte mich nie freiwillig so hingesetzt, sondern immer eher an den Rand, gern auch ganz hinten, wo ich nicht so von den Mitschüler*innen gesehen werde, aber alle anderen gut sehen kann.

08:30
Ich gehe Apfelsaft und noch ein paar andere Lebensmittel einkaufen.
An der Kasse reiße ich die Kassiererin mit einem fröhlichen "Einen wunderschönen guten Morgen!" aus ihrer stumpfen Routine. Sie reagiert freudig überrascht und wünscht mir noch einen zauberhaften Tag.

08:40
Als ich die Wohnungstür öffne, begrüßt mich K1 fröhlich kauend. "Plötzlich war es ganz einfach, den Apfel zu schneiden und es ging ganz schnell. Deshalb esse ich ihn jetzt sofort auf." Tja, manchmal platzt so ein Knoten von ganz allein. K1 packt die Schultasche fertig, checkt die Außentemperatur und beschließt, dass bei 20°C keine Jacke nötig ist. Dann noch einmal aufs Klo, Haare kämmen, Ohren waschen und Zähne putzen.

08:55
K1 verlässt gut gelaunt das Haus. Ich reiße alle Fenster auf, mache die Betten, sammle die Wäsche ein und sortiere sie in die Wäschebank. Dann räume ich die Küche auf und die Spülmaschine ein, bringe den Müll raus.

10:00
Kaffeepause. Ich setze mich an den Rechner und sehe, dass es ein wichtiges Systemupdate gibt. Also schließe ich die Backupplatte an, um meine Daten zu sichern. Nebenbei lese ich meine E-Mails. Dann starte ich das Update und gehe in den Garten, um das Grünzeug zwischen den Steinplatten rauszukratzen.

12:30
Ankunft K2. Schule war mal wieder schön. Ich bin ja immer sehr erstaunt, wie gut meinen Kindern die Schule gefällt. Natürlich freue ich mich, aber meine eigene Schulzeit habe ich halt eher als lästig in Erinnerung. Ich lasse mir von Lehrer*innen und Mitschüler*innen erzählen. Einen Stundenplan gibt es noch nicht.
Eigentlich sollen die Kinder in der Schule zu mittag essen, weil das seit heute für alle Berliner Kinder der ersten sechs Klassen kostenlos ist. Das hatte K2 vergessen. Mal abwarten, wie das bei K1 ist.

13:00
K2 sitzt mit dem Atlas am Tisch und schreibt einen Eisenbahnfahrplan für die Strecke Paris-Prag. Ich falte Wäsche und räume sie weg.

14:00
Ankunft K1. Gymnasium war auch schön. Leider wusste K1 nicht, wo es das Mittagessen gibt. Als es die Essensausgabe gefunden hatte, gab es nichts mehr zu essen. Ich frage meinen Mann am Chat, ob er zu mittag gegessen hat. Ja, hat er. Also müssen wir ihn nicht berücksichtigen. Ich lasse die Kinder wählen und sie entscheiden sich für kalte Küche. K1 hat schon einen Stundenplan, den ich mir gleich abschreibe und an die Wohnungstür hänge.

15:00
Die Kinder gehen zur Apotheke, um sich die "Medi Zini" für August zu holen. Dann bauen sie eine Seilbahn aus Fischertechnik, während ich hier schreibe.

16:00
Seit heute dürfen Berliner Schulkinder quasi kostenlos mit dem ÖPNV fahren. K2 will jetzt eine Stadtrundfahrt machen. K1 will mitkommen. Ich handle sie runter auf "mit unserem Bus bis zur Endstation und zurück". Die Kinder stecken ihre Fahrkarten ein (ja, auch wenn es kostenlos ist, muss man sich ein Ticket besorgen), K1 schaltet das Handy ein und steckt es in die Tasche. Als die Kinder losgehen, kommt mein Mann nach Hause. Wir sinken auf das Sofa und genießen die Stille.

16:45
Die Kinder sind wieder da. Sie gehen direkt in den Garten, um noch eine Runde auf dem Trampolin zu hüpfen. Ich lese die letzten zwei Ausgaben der Zeitung meiner Alma Mater. Mein Mann vergnügt sich an seinem Rechner mit dem o.g. Backup und Update.

17:00
Die Kinder kommen wieder rein, räumen ihr Zeug vom Esstisch und essen zu abend.

17:30
Die Kinder machen sich bettfertig. Ich darf Ohren kontrollieren ("Ohren-Trolle nachschauen") und Zähne nachputzen ("nachpupsen"). Anschließend machen die Kinder mit Papa "Abendprogramm": je 30 Minuten am iPad spielen oder Filmchen gucken. Ich setze mich an die Nähmaschine und repariere ein Wäschenetz.

18:30
Die Kinder spielen jetzt noch zusammen, während wir Eltern je eine Folge Gortimer Gibbon und American Housewife gucken.

19:45
Mein Mann guckt noch einen Berg-Film, während ich den Garten gieße.

20:00
Die Kinder sollen jetzt in die Betten gehen. Dort dürfen sie noch eine halbe Stunde lesen. K1 legt sich direkt ins Bett. K2 sucht den Tolino, den wir aus der Bücherei ausgeliehen haben. Angeblich war das Teil zuletzt in der Stofftasche am Bett. Dort ist es aber nicht.

20:20
Nachdem das Schimpfen von K2 sich in verzweifeltes Weinen gewandelt hat, das plötzlich abbrach, ging ich mal nachschauen. Da saß K2 im Bett mit dem Tolino in der Hand. Auf meine Frage, wo der denn nun war, sagte K2 wütend: "Auf dem Fensterbrett!"
Na immerhin ist das Gerät wieder da.

20:25
K1 hat den Zauberquader (2x2x4) gelöst und muss mir unbedingt zeigen, wie das geht. Ich schaue aufmerksam zu, bin aber von der Dreidimensionalität komplett überfordert.

20:30
Ich sage K1 "Gute Nacht!" und gehe dann zu K2. K2 hat Heimweh nach den Bergen und Seilbahnen. Ich tröste und beruhige das Kind, so gut ich kann, lenke es mit der Kuschelkatze und Küsschen ab.

20:45
K2 weint, weil die Berge und Seilbahnen so weit weg sind. Wir kuscheln noch eine Weile und reden über starke Gefühle wie Liebe und Sehnsucht, bis es wieder gut ist. Ich kann das so gut verstehen, allerdings ist es bei mir die Liebe zum Meer. Ich könnte immer mitweinen, weil mir die Nordsee so fehlt.

21:00
Noch den Rest hier schreiben und dann ab ins Bett. Gute Nacht!


Samstag, 3. August 2019

Gelesen: "Den Absprung wagen" von Fabian Hambüchen




Autor: Fabian Hambüchen
Titel: Den Absprung wagen - Stürzen, aufstehen, siegen lernen
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90
Hardcover mit Schutzumschlag
256 Seiten
ISBN: 978-3-424-20173-4
erschienen am 23. Oktober 2017


Klappentext:
Im Sport ist alles möglich - im Leben auch.
2016 war das Jahr des Fabian Hambüchen, auch wenn es alles andere als gut begonnen hatte: Eine Schulterverletzung wirft ihn Anfang des Jahres so weit zurück, dass er nicht mehr trainieren kann – und doch ist er wenige Monate später Olympiasieger. Fabian Hambüchen hat sich vollendet.
Mutig und ehrlich erzählt er über sein Leben und seine Karriere, schildert seine Erfolge und Rückschläge und lässt uns teilhaben an der Kunst, aus Niederlagen gestärkt hervorzugehen. Sein Geheimnis: die mentale Kraft – und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment ganz bei sich zu sein. Eine faszinierende Lebensgeschichte, die dazu motiviert, sich nicht mit weniger zufriedenzugeben. Denn du kannst alles erreichen, im Sport wie im Leben.

Meine Meinung:
Fabian Hambüchen hat mich seit der Olympiade 2004 immer wieder mächtig beeindruckt. Da ich früher selbst geturnt habe, konnte ich mir gut vorstellen, wie er sich gefühlt haben muss, wenn er z.B.  mitten im Turnier vom Reck gekracht ist. Deshalb habe ich dieses Buch mit großem Interesse zu lesen begonnen. Den Anfang fand ich etwas anstrengend, weil er sich da ausgerechnet von einer recht unsympathischen Seite zeigt. Aber gerade für diesen Mut, so ehrlich zu sein, habe ich großen Respekt vor ihm. Je länger ich gelesen habe, desto mehr hat mich sein Lebenslauf berührt. Als er gegen Ende von seiner letzten Olympiade 2016 erzählt, hatte ich Tränen in den Augen und musste das Buch für eine Weile weglegen, weil ich so mitgefiebert und mitgefühlt habe, obwohl ich doch schon längst wusste, wie die Sache endet.

Tipp:
Die ersten 25 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Samstag, 20. Juli 2019

Gehört: "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Hape Kerkeling
Titel: Der Junge muss an die frische Luft - Meine Kindheit und ich
ungekürzte Autorenlesung mit Hape Kerkeling
Preis für die Audio-CD: 15,00 € [D], 16,90 € [A]
Preis für den Download: 12,95 €
8 CDs
465 Minuten Laufzeit
ISBN 978-3-86952-402-3
erschienen am 04.12.2018
Verlag: Osterwold/HörbucHHamburg

Klappentext:
Mit Ich bin dann mal weg hat er Millionen Menschen inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen.
»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht ›berühmt werden‹? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste ...«

Meine Meinung:
Hape Kerkeling erzählt von seiner Kindheit einerseits sehr sensibel und berührend, aber andererseits auch voller Lebenslust und Komik. Ich hatte viel Freude beim Hören und kann das Hörbuch nur jedem empfehlen. Nur Menschen, die nicht stabil genug sind, wenn es um die Themen Depression, Selbstmord und Tod geht, sollten hier vorsichtig sein!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Gelesen: "Fröhlich Fasten" von Susanne Fröhlich



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Susanne Fröhlich
Titel: Fröhlich fasten
Verlag: Gräfe und Unzer
ISBN: 9783833867248
224 Seiten
Pappband
Preis: 17,99 €
Veröffentlicht: 2019

Klappentext:
Alle Welt ist im Fastenfieber. Schließlich soll der beinharte Verzicht auf Nahrung wahre Wunder bewirken. Für die Gesundheit, für den Geist, für die Seele und ganz nebenbei auch für die Figur. Das ist aber auch das Mindeste, was man bei fast null Kalorien und null Genuss erwarten kann, dachte sich Susanne Fröhlich. Aber auch, dass das Fasten die letzte Rettung für ihre Rheumadiagnose sein könnte. Also startete sie mit großen Hoffnungen und einem Einlauf den Fastenselbstversuch. Ihr Ziel: Zu erfahren, was wirklich dran ist am Nichts. Ihre Erfahrung: Zum Glück besitzt auch Humor einigen Nährwert. Aber das bleibt längst nicht die einzig gute Nachricht aus ihrem fröhlichen Fastentagebuch. Mit persönlichen Fastenbeiträgen von Constanze Kleis, Bärbel Schäfer und Gert Scobel sowie Interviews mit den Fastenexperten Prof. Dr. Andreas Michalsen und Dr. Françoise Wilhelmi de Toledo

Meine Meinung:
Nein, ich habe noch nie gefastet und ich habe es auch in der nächsten Zeit nicht vor. Aber ich finde das Thema rein theoretisch interessant. Außerdem mag ich die Art, wie Susanne Fröhlich schreibt. Also habe ich natürlich zugegriffen, als das Buch neulich im Bücherbus bei den Neuerscheinungen stand. Und ich wurde nicht enttäuscht. Susanne Fröhlich hat es wieder einmal geschafft, mir ein Thema auf unterhaltsame Weise und mit persönlicher Note näher zu bringen.
Nur dass dieses Buch vom Verlag als "Anleitungsbuch" beworben wird, finde ich total daneben. Nein, es ist kein Anleitungsbuch. Und das will es auch nicht sein. Susanne Fröhlich erzählt ausführlich, wie und warum sie das erste Mal gefastet hat. Sie beschreibt ihre ganz persönlichen Erfahrungen, auch mit einer Fastenklinik. Dazu hat sie viele Interviews mit Experten geführt und einige Freunde angestiftet, das Fasten auch mal auszuprobieren und davon zu berichten.
Wer sich also mal so ganz unverbindlich für das Thema interessiert, kann mit diesem Buch nichts falsch machen.

Tipp:
Es gibt online eine Leseprobe, die den Anfang, ein Stück aus der Mitte und das Ende des Buches enthält.

Sonntag, 7. Juli 2019

Gelesen: "Nicks Sammelsurium" von Jan Weiler




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Jan Weiler
Titel: Nicks Sammelsurium
Verlag: rororo
Hardcover
Preis: 8 €
Erscheinungstermin: 21.10.2016
64 Seiten
ISBN: 978-3-499-29075-6

Klappentext:
Wie lebt ein Neunjähriger seine Vorliebe für moderne Wehrtechnik aus? Wie geht er im Internet einkaufen, was versteht er unter «zeitgemäßen Kindergeburtstagen»? Und was macht sein Vater, wenn der Sohn abends nicht zur verabredeten Zeit nach Hause kommt?
All das erfährt man bei der Lektüre dieses Buches. Brillante Geschichten von den Abenteuern und Wortgefechten des präpubertären Nick – und ein charmanter Trost für geplagte Eltern und alle anderen sogenannten Autoritätspersonen.

Meine Meinung:
Dies ist sozusagen die Vorgeschichte zu den Pubertier-Büchern. Ich hab mich und meine Kinder in vielem wiedererkannt und viel gelacht. Das kleine Büchlein ist super für die Handtasche, so kann man unterwegs bei Wartezeiten z.B. an der Supermarktkasse oder beim Arzt immer mal ein Kapitel lesen.


Tipp:
Das Vorwort und das erste Kapitel gibt es online als kostenlose Leseprobe.



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