Montag, 12. Januar 2026

Gelesen: "Mein wunderbarer Küstenchor" von Janne Mommsen



Titel: Mein wunderbarer Küstenchor
Autor: Janne Mommsen
Verlag: Rowohlt
eBook
Preis: 9,99 €
Veröffentlichung: 24.07.2018 
ISBN: 978-3-644-40396-3


Klappentext:
Die Saison ist vorbei, das Hotel, das Britta leitet, wird für den Winter geschlossen. Ihr seelischer Anker ist der Chor, der seit zwanzig Jahren jeden Mittwochabend probt. Hier singt man, hilft einander, feiert und verliebt sich auch manchmal ineinander.
Eines Tages verkündet der langjährige Chorleiter, dass er wegziehen muss. Ein Schock für alle, denn mit ihm drohen auch die beiden verbliebenen Männerstimmen abzuwandern. 
Britta krempelt die Ärmel hoch. Sie veranstaltet ein Casting für einen neuen Chorleiter: Es bewerben sich unter anderem ein vermeintlicher Broadway-Star sowie eine grell geschminkte ehemalige Balletttänzerin mit knallharten Lehrmethoden. Doch ein Gutes hat die Aktion: Britta lernt einen jungen Klavierprofessor kennen. Der ist begeistert von ihrem Engagement und überredet sie, den Chor selbst zu leiten. Wird es den beiden gelingen, die Chorgemeinschaft zu retten?

Meine Meinung:
Seichter Ostsee-Roman, spielt vom Herbst bis in den Winter.

Tipp:
Die ersten zwei Kapitel gibt es als kostenlose Leseprobe.





Freitag, 9. Januar 2026

Gelesen: "Tagebuch einer Berliner Busfahrerin" von Antje Boesler





Titel: Tagebuch einer Berliner Busfahrerin
Autorin: Antje Boesler
ISBN: 9783758377655
Verlag: Books on Demand
Veröffentlichung: 11.10.2023
eBook
Preis: 6,99 €
180 Seiten


Klappentext:
"Solche Geschichten kannst du dir nicht ausdenken". Seit über drei Jahrzehnten fährt Antje Boesler mit einem Omnibus durch Berlin und besitzt gleich drei Berliner Lizenzen, die Benutzer des ÖPNV ganz legal um die Ecke zu bringen. 180 Seiten gute Gründe aus dem Arbeitsalltag, warum der Bus schon wieder zu spät kommt, trotzdem kein Speisewagen ist und die Busfahrerin Feierabend hat, wenn der Fahrgast seinen Döner an die Frontscheibe wirft. Mit einem unerschütterlichen Humor und einer bewundernswert positiven Lebenseinstellung meistert Antje Boesler die Herausforderungen des Berliner Nahverkehrs.

Meine Meinung:
Die ersten 40 Jahre meines Lebens bin ich in Berlin hauptsächlich mit der BVG unterwegs gewesen. Ich könnte darüber, was ich da so alles erlebt habe, vermutlich auch ein Buch schreiben. Ich habe von unverschämt motzenden über grummelige und gelangweilte bis hin zu sehr freundlichen und extrem humorvollen Busfahrern und Busfahrerinnen sämtliche Schattierungen dieser besonderen Berufsgruppe erlebt. Wenn man die Geschichten von Antje Boesler liest, versteht man, warum dies ein ganz besonderer Menschenschlag ist oder besser: sein muss. Ich würde es in dem Beruf sicher keinen halben Tag aushalten. Ich habe beim Lesen viel gelacht, war aber auch oft sprachlos und erschüttert. Vor allem dass es an den Endhaltestellen oft keine Möglichkeit gibt, auf Toilette zu gehen, daran sollte die BVG dringend arbeiten. Über den Personalmangel muss man sich jedenfalls nicht wundern, solange dieses Problem nicht behoben wurde.

Tipps:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe. Schaut unbedingt rein, auch wegen der netten Illustrationen!
Es gibt auch eine Hörbuchfassung, gelesen von Stefanie Heer. Natürlich gibt es dazu auch eine kostenlose Hörprobe.
Wollt Ihr mehr in dieser Richtung lesen, dann greift zu den Büchern von Susanne Schmidt: "Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei" und "Please leave the bus hier. Ein Bus, 26 Haltestellen, eine Berlinerin erzählt".






Dienstag, 6. Januar 2026

Gelesen: "Filthy Rich Vampire" von Geneva Lee



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Titel: Filthy Rich Vampire
Autorin: Geneva Lee
Reihe: Filthy Rich Vampires, Band 1
Verlag: Estate Books
ASIN: B09WJ9PSH1
Veröffentlichung: 24. Mai 2022
429 Seiten
eBook
Preis: 2,99 €


Klappentext:
Julian Rousseaux has a problem. He’s single, and for the world’s wealthiest vampires, the social season is about to begin. Julian would rather stake himself than participate in the marriage market. But as the eldest eligible Rousseaux, he’s expected to find a wife before the season ends―whether he likes it or not.
When cellist Thea literally stumbles into his life at a gala, he knows she's the last person he could ever fall in love with. She's too innocent, too kind, and way too human. But now that she knows about his world, she's also a walking target. She needs protection. He needs a fake girlfriend to discourage overzealous vampire matchmaking.
So, Julian makes Thea an irresistible offer: pretend to be his lover and he’ll change her life. For one year, they’ll attend the season’s social events together in exchange for his protection and a way out of her mother’s crippling medical debt.
She can’t say no. But the vampire world is impossibly decadent and darker than Thea ever imagined, and Julian’s filthy rich vampire family wants her out of the way. But with each moment they share, new dangers emerge: a desire as forbidden as their stolen touches, an awakening of a long-dead heart, and secrets that could tear them both apart.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend: Ein Vampir, der seit 1984 fast 40 Jahre geschlafen hat, wacht auf und muss sich in der heutigen Welt zurechtfinden. Als er die Zusammenfassung der politischen Ereignisse liest und denkt: "How did that moron get elected? Or that moron???", musste ich laut lachen. Er kennt kein Internet, keine Smartphones, kein Social Media und seine Umgangsformen sind auch etwas angestaubt. Das fand ich alles wirklich unterhaltsam. Aber leider ging es sehr schnell nur noch um die On-Off-Beziehung mit Thea. Sie lieben sich und können nicht ohne einander leben. Ach nein, sie hassen sich und wollen sich nie wieder sehen. Dass Thea so emotional übersteuert ist, wundert mich bei der Story nicht. Aber bei einem 900 Jahre alten Vampir überrascht es mich schon, dass er ständig explodiert und Leuten wortwörtlich den Kopf abreißt. Er erklärt Thea auch nichts und sie traut sich nicht zu fragen. Nicht einmal, was mit seiner Schwester passiert ist. Außerdem finde ich die Regeln dieser Welt unlogisch. Angeblich können Vampire nur mit Hexen Nachkommen zeugen. Aber Julians Eltern sind beide Vampire. Und man ist lebenslang an denjenigen gebunden, an den man die Unschuld verliert und umgekehrt. Aber die Vampire leben nicht monogam, sondern leben sehr offene Beziehungen oder gehen erst gar keine ein. Die erotischen Passagen fand ich seltsam distanziert. Er wirkte, als ob die Autorin da gern sehr leidenschaftliche Aktionen beschrieben hätte, aber nicht wusste, wie. Dass die Vampire extrem reich sind, finde ich symbolisch sehr gut, aber es wird leider kein Stück kritisiert. Thea fühlt sich einfach nur klein und hat Angst, nicht mithalten zu können. Aber dass Leute, die solche Vermögen anhäufen, für die große Armut in der Welt, für den Aufstieg von Populisten und Autokraten sowie für den Klimawandel verantwortlich sind, wird nicht reflektiert.
Der Roman ist der Auftakt zu einer Serie und er endet mit einem Cliffhänger. Ich werde die Reihe trotzdem nicht weiterlesen.

Tipp:
Die ersten 34 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.



Samstag, 3. Januar 2026

Hörbuch: " Die Insel der Tausend Leuchttürme" von Walter Moers




Titel: Die Insel der Tausend Leuchttürme
Autor: Walter Moers
Reihe: Zamonien
gelesen von Andreas Fröhlich
ungekürzte Lesung
Umfang: 3 mp3-CDs
Hördauer: 21h 54min
Veröffentlichung: 06.09.2023
ISBN: 978-3-8445-2971-5
Verlag:der Hörverlag


Klappentext:
»Vier bis acht Wochen in diesem Klima, dann haben Sie anschließend praktisch zwei neue Lungenflügel, vielleicht sogar drei.« Als ein Arzt Hildegunst von Mythenmetz zur Kur nach Eydernorn schickt, ahnt er nicht, in welch gefährliches Abenteuer sein Patient aufbricht. Bekannt für ihre prächtigen Leuchttürme, verspricht die gesündeste Insel des Nordmeers dem angeschlagenen Künstler zunächst Erholung pur – wären da nicht ihre seltsamen Bewohner und unheimlichen Naturphänomene. Mythenmetz begegnet Belphegatoren und Strandlöpern, Frostfratten und dem sagenumwobenen Bösen, dem Quaquappa. Eydernorn, so scheint es, ist eine Gefahr für die ganze Welt. Und der Kurgast ist wider Willen auserkoren, sie zu retten …

Meine Meinung:
Nachdem ich fast alle Zamonien-Romane abgebrochen hatte, wollte ich frustriert aufgeben. Diese Welt war wohl nichts für mich und "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ein One-Hit-Wonder. Aber dann kam "Die Insel der tausend Leuchttürme" und natürlich musste ich das lesen oder hören. Insel! Leuchttürme! Aber 42 Euro??? In der Stadtbücherei hatte ich dann zufällig Glück und lieh mir das Hörbuch aus.
Briefromane finde ich grundsätzlich schwierig. Durch die vorliegenden Briefe weiß man, dass der Protagonist das Abenteuer überlebt, das nimmt ihm komplett die Spannung. Die vielen Floskeln in Anrede usw. ziehen die Geschichte unnötig in die Länge. Hinzu kommen hier ewige Aufzählungsreihen und ausführliche Beschreibungen von einfach allem. Eine gekürzte Fassung gibt es leider nicht. 
Die Handlung ist eh relativ dünn. Erst eiert der Protagonist eine Weile über die Insel und entdeckt ungeahnte Talente, von denen man als Leser'in ahnt, dass sie am Ende bei der Lösung des Problems behilflich sein werden. Dann taucht endlich das Problem auf und wird Stück für Stück beseitigt. Es gibt einen Showdown und noch einen, dann noch einen und dann noch einen. Nacheinander werden die besonderen Talente abgehakt. Es hat mich so gelangweilt. Kreativ wäre gewesen, diesen selbstgefälligen, unsympathischen Protagonisten heldenhaft oder auch tolpatschig sterben zu lassen.
Die Figuren sind fast alle männlich: Hoteliers, Küstengnome, der Arzt sowie seine Brüder und Vorfahren, Kraakenfieker, Kellner, Leuchtturmwärter,... Die weiblichen sind eine empathielose Krankenschwester, eine Schreckse und eine Eidetin. Wenn man noch das grammatikalische Geschlecht berücksichtigt, sind die böse Wolke und die Spinnen weiblich. Klar, das ultimative Böse, das sich beliebig vermehrt, ist natürlich weiblich. Ansonsten gibt es noch die Hummdudel, die ständig ihr Geschlecht wechseln und sich auch unkontrolliert vermehren. Klar, sobald weibliche Wesen auftreten, geht es um Fortpflanzung. Wie kann jemand, der sich so großartige Welten ausdenkt, so eindimensional sein?

Tipps:
Printausgabe, eBook und Hörbuch gibt es bei Libby bzw. in öffentlichen Bibliotheken.
Hör- und Leseprobe gibt es beim Verlag oder z.B. bei Ecolibri.






Donnerstag, 1. Januar 2026

Hallo 2026!

Liebe Leser'innen,

ein neues Jahr liegt vor uns und wir können es (mit-) gestalten. In der Hälfte der deutschen Bundesländer werden Wahlen stattfinden. Bitte wählt demokratisch! Populisten können immer nur meckern und Sündenböcke beschimpfen, aber konstruktive Pläne haben sie nie.

Auch rund ums eigene Leben lässt sich vieles gestalten. Man kann eigenes Gemüse anbauen, selbst wer keinen Garten hat, auch auf einem Fensterbrett kann man z.B. Küchenkräuter im Topf wachsen lassen! Man kann Sport treiben, um beweglich zu bleiben, die Abwehrkräfte zu stärken und um die Ausgeglichenheit zu verbessern. Man kann kluge, spannende oder schöne Bücher lesen. Man kann ehrenamtlich arbeiten und damit Menschen oder Tieren helfen und dadurch dem eigenen Leben (mehr) Sinn geben.

A propos Sinn, schaut mal, was die besten Ingenieure der Welt geschafft haben: Klick!

Was sind Eure Pläne für 2026?

Ich habe etwas (für mich) sehr Mutiges vor: Ich werde das erste Mal im Leben ganz allein verreisen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das wird. Vor allem freue ich mich darauf.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Meine Top 10 Bücher 2025

Liebe Lesende, 

es ist Zeit für einen Jahresrückblick. 2025 habe ich 134 Bücher gelesen, davon habe ich 41 Titel mit 5 von 5 Sternen bewertet. 17 Bücher habe ich abgebrochen und 7 haben von mir die schlechteste Bewertung von nur einem Stern bekommen.


Von meinen 5-Sterne-Büchern habe ich für Euch meine persönliche Top Ten ermittelt. Ohne Ranking, sie sind alle am besten:

Beklaute Frauen

Für alle, nicht die wenigern

Wohnopoly

Nincshof

Die Pädagogin der glücklichen Kinder

Das Haus des Leuchtturmwärters

Entromantisiert Euch!

Das Känguru-Manifest

Fräulein Gold - Der Preis der Freiheit

Druck machen

Ich habe jeweils meine Rezension verlinkt. Falls ein Link nicht funktioniert, schreibt mir bitte, dann repariere ich das.

Mein Lesejahr war sehr abwechslungsreich. Und wie war Dein (Lese-)Jahr?

Ich wünsche allen einen entspannten Jahreswechsel und alles Gute für 2026, vor allem natürlich Gesundheit und eine friedliche, gewaltfreie Welt!

Montag, 29. Dezember 2025

Gelesen: "The Murder Game" von Tom Hindle


Titel: The Murder Game
Autor: Tom Hindle
Verlag: Penguin
Veröffentlichung: 06.07.2023
ISBN: 9781804942345
384 Seiten
Preis: £9.99


Klappentext:
One house. Nine guests. Endless motives for murder...
Guests assemble at Hamlet Hall for a New Year's Eve party to remember.
They are to take part in a murder mystery game with a 1920s twist, and everyone has their own part to play.
But the evening has barely begun when one guest is found dead - killed by an injury to the head.
Someone is playing by their own rules.
And in a close-knit community, old rivalries run deep...

Meine Meinung:
Ein klassischer Whodunnit in der Tradition von Miss Marple. Ich hatte leider sofort einen Verdacht, der sich im Laufe der Geschichte immer weiter erhärtete, bis sich herausstellte, dass ich Recht hatte. Aber die Lektüre macht trotzdem Spaß, weil irgendwie fast jeder mit jedem eine Vorgeschichte hat und die Mischung der Rivalitäten explosiv ist. Die Geschichte spielt in der Silvesternacht, also falls Ihr übermorgen ein Buch bingen wollt, wäre dies eine Empfehlung.

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe.

Freitag, 26. Dezember 2025

Gelesen: "Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen" von Michiko Aoyama



Titel: Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen
Autorin: Michiko Aoyama
Verlag: Rowohlt
Übersetzerin: Sabine Mangold
192 SeitenErscheinungstermin: 14.10.2025 
Preis: 14,00 € 
ISBN: 978-3-499-01535-9


Klappentext:
Das Café Marble liegt beschaulich an einem kleinen Fluss im Schatten der Kirschbäume in einem Vorort von Tokio. Mit seinen drei Tischen aus unbehandeltem Holz ist es eine Oase der Ruhe. Hier arbeitet der junge Wataru, der stets einen klugen Rat für seine Gäste hat. Heimlich schwärmt er für die junge Frau, die jeden Donnerstag bei ihm eine Tasse heißen Kakao trinkt. Jede Woche sitzt sie an ihrem Stammplatz und schreibt Briefe. Manchmal hat sie dabei ein Lächeln im Gesicht, manchmal eine Träne. Wataru würde gerne mehr von ihr erfahren. Er empfängt aber auch noch weitere Gäste. Sie alle kommen, um in dem Café einen Moment innezuhalten. Und die meisten Besucher brauchen mehr als nur eine heiße Schokolade, um ihrem Leben eine neue Wendung zu verleihen.

Meine Meinung:
Der Klappentext ist leider irreführend. Die Geschichte spielt nicht nur rund um das Café. Es ist vielmehr eine Reihe von Kurzgeschichten, die miteinander verknüpft sind. Da sitzt eine Frau im Café, die dann ihr Kind aus der Kita abholt. Als nächstes geht es um die Erzieherin der Kita. Dann um deren Freundin usw. Eine Kurzgeschichte stößt die nächste an wie eine Reihe von Domino-Steinen.
Das ist alles ganz nett, aber ich hatte mich auf einen Roman gefreut, in dem es hauptsächlich um das Café, die Gäste und den jungen Watuaru geht.

Tipp:
Die ersten 20 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.



Dienstag, 23. Dezember 2025

Gelesen: "Frau Shibatas geniale Idee" von Emi Yagi



Titel: Frau Shibatas geniale Idee
Autorin: Emi Yagi
Atlantik Verlag
eBook
Preis: 10,99 €
Veröffentlichung: 05.10.2021
ISBN: 978-3-455-01260-6
208 Seiten


Klappentext:
Frau Shibata ist vierunddreißig und arbeitet als Angestellte in einer Firma in Tokyo, in der Männer das Sagen haben. Ständig wird sie herumgeschubst, schlecht behandelt und soll Kaffee kochen. Doch dann hat sie eine geniale Idee: Sie behauptet, schwanger zu sein - und plötzlich wird sie rücksichtsvoll behandelt. Doch wie weit lässt sich dieses Spiel treiben? Frau Shibata geht aufs Ganze, stopft sich die Kleidung aus und ‚erlebt' die gesamte Schwangerschaft. Bis schließlich unausweichlich der Moment der Wahrheit naht - und die sieht anders aus, als gedacht ...

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt ganz amüsant, entwickelt sich dann zur Gesellschaftskritik und endet sehr surreal, was mich sehr ratlos zurücklässt. Ob es feministisch ist, ist schwer zu sagen, denn einerseits kritisiert die Autorin den allgegenwärtigen Sexismus und die Ausbeutung von Frauen am Arbeitsplatz. Andererseits sagt die Protagonistin in ihrer Rede am Ende nicht die Wahrheit, sondern sie belügt die Studentinnen genau so wie schon immer gelogen wurde: Ein Baby sei keine zusätzliche Belastung für die Mutter.
Am besten gefällt mir der Einblick in die japanische Kultur. Ich brauche unbedingt eine beheizte Badewanne, die meldet, wenn sie voll ist und das Wasser selbst abdreht.

Tipps:
Die ersten 6 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe. Das Hörbuch ist bei SAGA EGMONT erschienen und es gibt eine kostenlose Hörprobe.



Samstag, 20. Dezember 2025

Gelesen: "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" von Andreas Steinhöfel



Titel: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch
Reihe: Rico und Oskar, Band 4
Autor: Andreas Steinhöfel
Illustrationen: Peter Schössow
Preis: 9,00 €
Verlag: Carlsen
Taschenbuch
Veröffentlichung: 23. September 2021
272 Seiten
ISBN 978-3-551-32016-2
Lesealter: ab 10 Jahren


Klappentext: (verrät zu viel, deshalb in kleiner Schrift, lieber nicht lesen!)
Geschenke sind zwar gekauft und die Bäume geschmückt, aber wer mit wem feiert, wird noch einmal kräftig durchgemischt. Und warum verschwindet in Oskars Gegenwart ständig so viel Essen – füttert er da etwa noch jemanden mit durch? Als nun auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr vor die Tür kann, ist das Chaos perfekt. Genau der richtige Zeitpunkt für die Ankunft eines neuen Schwesterchens…

Meine Meinung:
Die ersten drei Bände dieser Reihe habe ich damals mit meinen Kindern gelesen und wir haben auch die Filme gesehen und sehr geliebt. Nur deshalb habe ich bei diesem vierten Band bis zum Ende durchgehalten, obwohl Rico mich die ersten drei Viertel der Geschichte unendlich nervt. Hatte er in den früheren Büchern ein wunderbar sonniges Gemüt, nörgelt er hier nur rum, vor allem an seiner Mutter und dem Bühl. Dazu kommen ständige Seitenhiebe auf die Emanzipation sowie der Begriff "hysterisch", der nur kurz erläutert, aber nicht eingeordnet wird. Leute, bitte streicht das Wort aus Eurem Vokabular! Es ist einfach nur misogyn. Das letzte Viertel der Geschichte ist dann immerhin schön. Allerdings nicht etwa wegen Rico und Oskar, sondern weil die Frauen und Mädchen das Ruder übernehmen und die Probleme lösen. Naja, typisch Weihnachten...

Tipp:
Beim Verlag gibt es eine kostenlose Leseprobe.




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