Titel: Lula Dean's Little Library of Banned Books
Autorin: Kirsten Miller
Verlag: Harper Collins
Veröffentlichung: 18. Juni 2024
304 Seiten
Preis: $14.99
ISBN: 9780063348714
Klappentext:
Beverly Underwood and her arch enemy, Lula Dean, live in the tiny town of Troy, Georgia, where they were born and raised. Now Beverly is on the school board, and Lula has become a local celebrity by embarking on a mission of censorship to rid the public libraries of all inappropriate books—none of which she’s actually read. To replace the “pornographic” books she’s challenged at the local public library, Lula starts her own lending library in front of her home: a cute wooden hutch with glass doors and neat rows of the worthy literature that she’s sure the town’s readers need.
What Lula doesn’t know is that a local troublemaker has stolen her wholesome books, removed their dust jackets, and restocked Lula’s library with banned books: literary classics, gay romances, Black history, witchy spell books, Judy Blume novels, and more. In this unforgettable work of women's fiction, neighbors who borrow books from Lula Dean’s library find their lives changed in unexpected ways. Finally, one of Lula Dean’s enemies discovers the library and decides to turn the tables on her, just as Lula and Beverly are running against each other to replace the town’s disgraced mayor.
That’s when all the townspeople who’ve been borrowing from Lula’s library begin to reveal themselves. That's when the showdown that’s been brewing between Beverly and Lula will roil the whole town...and change it forever.
Meine Meinung:
Den Anfang fand ich etwas verwirrend. Aber da muss man einfach drüber hinweg lesen. Die folgenden Kapitel lesen sich erst wie unzusammenhängende Kurzgeschichten. Wir lernen verschiedene Personen kennen, die natürlich in einer Kleinstadt durchaus verbunden sind. Jeder leiht sich aus dem einen oder anderen Grund ein Buch bei Lula Dean aus und bemerkt erst nicht, was sich unten den "harmlosen" Schutzumschlägen verbirgt. Das Gelesene verändert sie nachhaltig. Plötzlich wird nicht mehr nachgeplappert, was schon immer so gesagt wurde. Die Menschen beginnen sich eine eigene Meinung zu bilden, sie reden miteinander und stellen Fragen. Die Kleinstadt wacht auf.
Das alles wäre als Fiktion schon großartig. Aber leider gibt es in den USA tatsächlich immer mehr "banned books". Ich frage mich sogar, wann dort die Bibel verboten wird, weil sie ja jetzt schon einigen Republikanern "zu woke" ist. Deshalb ist dieser Roman zum Einen eine gute Darstellung der gesellschaftlichen Zustände dort. Zum Anderen ist er ein raffinierter Weg, den Menschen dort (und auch hier!) die Inhalte der "gefährlichen" Bücher trotzdem nahe zu bringen und ihnen zu zeigen, dass sie für normale, anständige Menschen gar nicht gefährlich sind. Nur für die Machthaber.
Ich muss dabei auch immer daran denken, dass z.B. in der DDR das Buch "1984" verboten war. Fragt Euch mal, warum. Und falls Ihr es noch nicht kennt, lest das mal!
Im Anhang empfiehlt die Autorin noch eine Reihe von Büchern, diese Liste ist sehr wertvoll.
Tipps:
Bisher gibt es leider keine deutsche Übersetzung.
Beim Verlag gibt es eine kostenlose Leseprobe.
Bei Libby gibt es das Hörbuch und eine kostenlose Hörprobe.
