Titel: Der Duft von Kuchen und Meer
Autorin: Anne Barns
Reihe: Die Inselfrauen, Band 1
Verlag: Rowohlt
eBook
Preis: 4,99 €
Erscheinungstermin: 01.03.2025
368 Seiten
ISBN: 978-3-644-02226-3
Klappentext:
Ein Haus auf Amrum! Und das will Oma Undine ihr schenken? Maren kann ihr Glück kaum fassen. Seit ihr Lebensgefährte vor vier Jahren starb, hat die alleinerziehende Mutter es nicht leicht. Und jetzt tun sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten auf. Mit ihrer sechsjährigen Tochter reist die Konditorin auf die bezaubernde Nordseeinsel. Das Reetdachhaus gleich hinter den Dünen begeistert die beiden sofort. Als sie im Gartenschuppen auf einen wunderschönen verstaubten Backtisch stoßen, haben Maren und Leni schon den Duft von Vanille und Butter in der Nase. Doch dann macht Omas Bruder Ocke ihnen klar, dass sie auf Amrum nicht erwünscht sind. Maren möchte die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht bringen. Warum hat Oma Undine damals Hals über Kopf die Insel verlassen und ist nie zurückgekehrt? Bei der Suche nach Antworten lernt Maren neben ihrer neuen Verwandtschaft auch den Insulaner Mattes kennen.
Kann die Insel ein Neuanfang sein? Für ihre Tochter, für sie selbst – und für ihr Herz, das sich mit jedem Atemzug, mit jedem Blick auf Wasser und Horizont weiter öffnet?
Meine Meinung:
Ich lese gern Geschichten, die am Meer spielen, aber normalerweise mag ich es nicht, wenn die Protagonistin mal eben ein Haus erbt oder geschenkt bekommt. Ich finde es nämlich frustrierend, wie sehr heutzutage der Wohlstand der Menschen durch Erbschaften bestimmt wird. Entweder man erbt ein Haus oder man erbt so viel Geld, dass man sich davon ein Haus kaufen kann. Andere Möglichkeiten gibt es nicht mehr. Die Zeiten, in denen man durch ehrliche Arbeit genug Geld verdient, um sich ein Eigenheim zu kaufen, sind vorbei.
Bei dieser Geschichte kann ich es aber ganz gut ignorieren, denn die Schenkung hat einen Haken: Eine Tante hat lebenslanges Wohnrecht, will zwar ausziehen, verlangt aber 1200 € monatlich als Ausgleich.
Vor allem gefällt mir der Roman aber, weil man viel über Amrum und Nordfriesland lernt. Die Einheimischen sprechen Öömrang, es werden auch Gedichte und Lieder in dieser Sprache zitiert und dann übersetzt. Die Protagonistin und ihr Kind lernen Öömrang, mal mit Frust aber meist mit großer Begeisterung. Und vor allem gibt es richtig viel Nordseefeeling mit Strand, Robbenrettung, Baden im Meer, Seenotrettern, Wind & Regen. Die Geschichte spielt im Frühsommer, daher ist es genau jetzt die passende Lektüre.
Tipps:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe.
Das Hörbuch ist bei Argon erschienen. Dort gibt es eine kostenlose Hörprobe.

