Samstag, 23. Januar 2021

Mein Lesejahr 2020





Mein Lesejahr 2020 war großartig. Ich habe 100 Bücher gelesen, die mir mit überwältigender Mehrheit (77%) wirklich sehr gefallen haben (⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und ⭐️⭐️⭐️⭐️). Es wurden insgesamt nur 27 Bücher von Männern geschrieben, also nur ein gutes Viertel. Wobei 8 davon (also etwa ein Drittel der Männer) Bücher geschrieben haben, die mir nur mäßig (⭐️⭐️⭐️) bis gar nicht (⭐️) gefallen haben. Tendenziell haben mir also Bücher von Frauen besser gefallen als Bücher von Männern. Das ist aber nur Statistik. Es gibt durchaus Männer, die gute Bücher schreiben (z.B. Nils Pickert) und Frauen, die mich enttäuscht haben (z.B. Marah Woolf). 

Ich lese ja am liebsten Originale, allerdings kann ich das nur bei englischsprachigen Autor'innen. Mit meinem Französisch komme ich sehr schnell an meine Grenzen. Und mein Italienisch ist nur gut genug für den Urlaub, um ein Hotelzimmer zu buchen oder Essen zu bestellen. Und dann auch nur mit Händen und Füßen. Also bin ich manchmal auf Übersetzungen angewiesen. Und diese können sehr unterschiedlich sein, wie ich dieses Jahr am Beispiel von Fabio Geda feststellen musste. Seine Bücher "Staubgeboren" und "Ein Sonntag mit Elena" wurden von zwei verschiedenen Leuten übersetzt, was zur Folge hatte, dass das eine unter meinen absoluten Highlights ist und ich das andere wirklich schlecht fand.

Besonders freue ich mich, dass meine Lektüre vielfältiger war als früher: Ich habe mindestens 13 nicht-weiße Autor’innen und mindestens 6 queere* Geschichten bzw. Bücher von queeren Autor’innen gelesen. 

Ich würde mich deshalb über Eure Empfehlungen zu weiteren nicht-weißen oder queeren Autor’innen bzw. Geschichten freuen!

*(LGBTQAI+)

Donnerstag, 21. Januar 2021

Gelesen: "Das gestohlene Herz der Anderwelt" von Sandra Regnier

 





Titel: Das gestohlene Herz der Anderwelt 
Reihe: Pan-Spin-off, Band 2
Autorin: Sandra Regnier
Erscheinungstermin: 5. Oktober 2019
352 Seiten
ISBN 978-3-551-31708-7
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 8,99 €(D), 9,30 €(A), 13,50 CHF

Klappentext:
Mit der Existenz von Elfen kann Allison sich gerade so abfinden. Dass sie nun das Sterben eines ganzen magischen Reichs verhindern soll, ist da schon schwerer zu verkraften. Doch sie ist der Schlüssel und damit die Einzige, die es vermag, die Regenpforte zu schließen, sobald das Herz der Anderwelt wieder an seinem Platz ist. Dabei muss Allison erst einmal herausfinden, wie es um ihr eigenes Herz bestellt ist. Denn das wird nicht nur von dem gut aussehenden Wächter Finn erschüttert, sondern auch von einem dunklen Prinzen, mit dem sie mehr verbindet, als sie je geahnt hätte...

Meine Meinung:
Ich mag die Welt, die Sandra Regnier mit ihrer Pan-Trilogie erschaffen hat. Deshalb habe ich mich sehr über dieses zweibändige Spin-Off gefreut. Auch Edinburgh als Handlungsort im Herbst mit viel Regen und Kälte sind klasse gewählt. Die Figuren Allison, Finn, George, Chloe, Emma, Camilla und sogar Valérie gefallen mir auch gut. Die Story ist leider ziemlich unrund. Allison stolpert die ganze Zeit planlos durch die Gegend, am Ende bleiben einige Fragen offen. Mich nervt auch, wenn man ein ganzes Buch lang miterlebt, wie jemand versucht, die Wahrheit herauszufinden, damit dann am Ende jemand anderes langatmig erzählt, was das große Geheimnis ist. Dazu gibt es leider wieder einige Schreibfehler und die Bezüge stimmen oft nicht. Oft wusste ich auch gar nicht, wieso die Hauptfigur nun die eine oder andere Schlussfolgerung zog.
Aber alles in allem war es eine spannende, unterhaltsame, stellenweise auch lustige und romantische Lektüre. 

Tipp:
Die ersten 40 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe beim Verlag.
Meine Rezension zum ersten Teil der Pan-Spin-Off-Reihe gibt es hier.

Sonntag, 17. Januar 2021

Hörbuch: "Ich küss dich tot - (K)ein Familienroman" von Ellen Berg



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Ellen Berg
Titel: Ich küss dich tot. (K)ein Familien-Roman
Laufzeit: 846 Minuten
gekürztes Hörbuch
gelesen von Tessa Mittelstaedt
Verlag: Aufbau Audio

Download
ISBN 978-3-96105-016-1
Preis: 10,99 €

2 CDs
ISBN 978-3-945733-39-4 
Preis: 12,99 € (D), 13,40 € (A)


Klappentext:
Hotelmanagerin Annabelle hat gerade einen Superjob in Singapur ergattert, als sie das Alpenhotel ihrer Eltern retten soll. Fest entschlossen, den maroden Familienbetrieb zu verkaufen, reist sie in die verschneite Heimat – und findet eine Leiche im Straßengraben. Ist es einer der Investoren, die das verträumte Bergdorf touristisch aufmöbeln wollen? Welche Rolle spielt Andi, der charmante Sohn der Nachbarn, mit denen ihre Eltern eine alte Fehde verbindet? Als eine weitere Leiche auftaucht, beginnt für Annabelle ein Wettlauf um Liebe und familiäres Glück.

Meine Meinung:
Man könnte zusammenfassend sagen: Verehrer und Leichen pflastern ihren Weg.
Diese Liebes-Familien-Krimi-Weihnachts-Alpen-Winter-Geschichte ist turbulent, spannend, teilweise sehr makaber, aber es trifft zum Glück nie die Falschen.
Sie wird vorgelesen von Tessa Mittelstaedt, die mit ihrer großartigen Stimme alte und junge, bayerische und amerikanische, nette und ätzende Männer und Frauen zum Leben erweckt.
Die Auflösungen der Rätsel sind für mich zwar vorhersehbar gewesen, eine Sache am Ende fand ich etwas unrealistisch und irgendwie gehen im Laufe der Story ein Hubschrauber und ein Snowmobil verloren, was vermutlich daran liegt, dass die Geschichte für die Hörbuchfassung gekürzt wurde, aber trotzdem hat mir das Hörbuch großen Spaß gemacht.

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.

Wenn Ihr (Hör-)Bücher kauft, dann macht das doch bitte im Buchladen in Eurer Nähe, damit es den auch nächstes Jahr noch gibt! Viele unabhängige Buchläden haben auch einen Onlineshop.
Oder Ihr bestellt bei genialokal.de, denn damit unterstützt Ihr einen Buchladen in Eurer Nähe.
Oder Ihr kauft bei ecolibri.de, denn dieser Onlineshop zahlt Steuern und ordentliche Löhne und vom Gewinn werden Bäume gepflanzt.


Mittwoch, 13. Januar 2021

Gelesen: "Die Welt der Drei Fragezeichen: Hintergründe, Fakten und Kuriositäten aus 50 Jahren" von C. R. Rodenwald


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Die Welt der Drei Fragezeichen: Hintergründe, Fakten und Kuriositäten aus 50 Jahren
Autor: C. R. Rodenwald
256 Seiten
Verlag: Riva/Münchner Verlagsgruppe
erschienen am: 16. Oktober 2017
ISBN 978-3742301239

gebundene Ausgabe
Preis: 14,99 €

eBook
Preis: 11,99 €


Klappentext:
Wusstet ihr, dass Skinny Norris und Morton etwas gemeinsam haben? Dass Bobs Vater ganze vier und seine Mutter gar keinen Vornamen hat? Wer den Ausdruck »spezialgelagerter Sonderfall« erfand? Und ob Hugenay eigentlich noch einmal aus dem Gefängnis kommt?
Die drei ??? haben sich in einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren von einer ursprünglich US-amerikanischen Jugendbuchserie zu einem generationenübergreifenden Massenphänomen in Deutschland entwickelt. Dieses Buch fasst nun endlich (fast) alles zusammen, was über die drei Detektive aus Rocky Beach und ihre abenteuerlichen Erlebnisse bekannt ist: Wissenswertes zu allen wichtigen Figuren der Serie, die Hintergründe der Entstehung, Fakten und kuriose Gegebenheiten wie etwa die hypothetische Frage »Wie groß müsste die ›Kleinstadt‹ Rocky Beach eigentlich wirklich sein?«.
Ein spannendes Buch für alle Fans von Justus, Peter und Bob.

Meine Meinung:
Die drei ??? sind ein echtes Phänomen! Diese Serie hält sich nun schon über ein halbes Jahrhundert und die Fans bleiben ihr meist bis ins Erwachsenenalter treu. Ursprünglich kam sie aus den USA, war dort aber längst nicht so erfolgreich und wurde irgendwann eingestellt, sodass nun schon seit vielen Jahren deutsche Autor'innen die Geschichten schreiben. In den USA gab es auch gar keine Hörspielfassung. Diese Kulturform ist dort ja eher ausgestorben, während es in Deutschland eine ganze Generation von Kassettenkindern gab und auch heute viele Kinder Hörspiele auf CDs anhören. Die Sprecher der drei Fragezeichen sind zwar längst erwachsen, hauchen aber Justus, Peter und Bob noch immer mit ihren unverwechselbaren Stimmen Leben ein. Ich finde das faszinierend!
Meine erste Begegnung mit den drei ??? war in der Grundschule. Am letzten Tag vor den Ferien haben wir keinen Unterricht gemacht, stattdessen durften ausgewählte Kinder ihr Musikinstrument mitbringen und etwas vorspielen, aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen oder ihre liebste Hörspielkassette vorstellen. Jemand brachte also "Die drei ??? und der Ameisenmensch" mit und die ganze Klasse lauschte gebannt. Wahrscheinlich endete die Stunde mit einem Cliffhanger, weil sie ja nur 45 Minuten lang war, genauso wie das Hörspiel und da wir ja nicht genau bei Stundenbeginn angefangen hatten, wurden wir nicht ganz fertig. Jedenfalls schrieb ich die Folge auf meinen Wunschzettel und bekam sie zum nächsten Geburtstag. Seitdem habe ich diese Reihe mal mehr, mal weniger gehört. Den Rechtsstreit zwischen Europa und dem Kosmos Verlag habe ich noch mitbekommen und fand die Übergangslösung "Die DR3i" sehr elegant und witzig, vor allem wenn Justus die legendäre Visitenkarte zücken wollte, aber der potentielle Kunde nur müde abwinkte und sagt: "Ach, lass mal stecken."
Danach blieb ich nicht mehr so am Ball mit den neuen Folgen, aber die alten höre ich nach wie vor gern, inzwischen auch mit meinen Kindern zusammen. Von den Büchern habe ich auch einige gelesen, sie stehen hier im Regal und meine Kinder haben sie auch schon verschlungen. Nachdem ich das Buch "Die Welt der drei Fragezeichen" jetzt ausgelesen habe, stelle ich es dazu, mal sehen, ob sie es auch lesen werden.
Nur eins verstehe ich nicht: Warum ist da auf dem Buchcover die Pfaueninsel abgebildet???

Tipp:
Die ersten 16 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

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Samstag, 9. Januar 2021

Hörbuch: "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin






Titel: Der Schneesturm

Autor: Vladimir Sorokin
Fassung: Ungekürzte Lesung
Gelesen von: Stefan Kaminski
Erschienen: 18. Nov. 2015
Spieldauer: 5 Std. 44 Min.
Verlag: Argon
Preis: 15,95 €

Klappentext:
Garin, ein Landarzt, will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, und Garins Pferde sind erschöpft. Also heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von fünfzig winzigen Pferdchen angetrieben wird. Und damit beginnen die Merkwürdigkeiten erst: Auf seiner Reise durch das Schneetreiben begegnet das ungleiche Paar Zwergen und Riesen, es gibt ein Radio mit »lebendigen« Bildern, eine Paste, die Filz »wachsen« lässt, eine pyramidale Wunderdroge und vieles mehr – eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologie-Gesellschaft.
Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Ein überraschend zartes Buch des bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellers Russlands – meisterhaft interpretiert von Stefan Kaminski.

Meine Meinung:
Das Genre - phantastische, historische Fantasy-Steampunk-Science-Fiction - ist nicht mein Ding. Die Hauptfigur ist mir leider total unsympathisch und das Ende mag ich auch nicht. Aber die Geschichte ist sehr gut geschrieben, das Hörbuch ist sehr gut vorgelesen und vor allem ist das Thema hochaktuell: Ein Arzt muss dringend Impfstoff zu Menschen bringen, die von einer schlimmer Epidemie bedroht sind. Deshalb hat es sich auf jeden Fall gelohnt, die Geschichte zu hören. Sie passt auch nicht nur jetzt gut zum Winter. Ich könnte mir vorstellen, dass es recht vergnüglich ist, sie im Hochsommer zu hören und die eine oder andere Gänsehaut zu genießen, denn die Kälte ist wirklich eindringlich beschrieben.

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.



Dienstag, 5. Januar 2021

Gelesen: "Mein Sommer mit Anja" von Steffen Schroeder





Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Mein Sommer mit Anja
Autor: Steffen Schroeder
Verlag: Rowohlt Berlin
Erscheinungstermin: 28.01.2020
208 Seiten

gebundene Ausgabe
20,00 €
ISBN: 978-3-7371-0071-7

Taschenbuch
12,00 €
ISBN: 978-3-499-00045-4

eBook
14,99 €
ISBN: 978-3-644-00318-7

Klappentext:
Ein heißer Sommer in den Achtzigern. Konrad verbringt die großen Ferien zusammen mit seinem geistig leicht zurückgebliebenen Freund Holger im Freibad. Hier begegnen sie Anja, die ganz anders ist als andere Mädchen. Sie ist zuhause abgehauen, schläft in einem Versteck im Park. Konrad bringt ihr Essen, hilft ihr, gemeinsam unternehmen sie Ausflüge. Als Konrad begreift, wie eigensinnig und gefährlich Anja wirklich lebt, ist er längst in sie verliebt. Aber warum ist Anja von ihrer Familie weg? Stückweise gibt sie ihre Geschichte preis. Doch von ihr selbst darf niemand erfahren, Konrad muss immer mehr lügen, kümmert sich kaum mehr um Holger. Und er muss sich fragen, wohin er selbst eigentlich gehört.

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde im Februar 2020 bei "Fröhlich lesen" vorgestellt und das Setting hat mich sehr angesprochen. Es hat dann eine ganze Weile gedauert, bis es in der Onleihe aufgetaucht ist und verfügbar war. So kam es, dass ich über Konrads Erlebnisse im heißen Sommer im Freibad las, während hier in Wirklichkeit Winter war. Aber das war genau richtig. Manchmal tauche ich beim Lesen gern sehr weit ab und träume mich ganz weit weg.
Die Erlebnisse von Konrad, Holger und Anja sind sehr schön beschrieben. Es ist allerdings kein seichtes Buch, definitiv keine Wohlfühllektüre. Es tut manchmal richtig weh beim Lesen, aber dafür sind die Momente, in denen alles perfekt ist und die Zeit stillzustehen scheint, umso kostbarer. Beim Lesen gab es immer wieder Momente, in denen ich wirklich alles um mich herum vergessen konnte und die Reflektion der Sonne auf den Wellen sehen, den heißen Asphalt unter den Füßen fühlen und die Schwimmbadpommes oder das alte Dolomiti schmecken konnte.
Die Geschichte lässt sich leider zeitlich nicht so richtig einordnen. Einerseits singt Konrad die neuesten Hits von Spliff. Diese Band hat sich 1985 aufgelöst. Andererseits wird der Bravo-Starschnitt von A-ha (1986), das Parfum "Loulou", das erst 1987 auf den Markt kam und "Wetten dass...?" mit Thomas Gottschalk erwähnt, der die Sendung erst ab 1987 moderierte. Die erwähnte Stadtwette mit den Pfarrern ist aus dem Jahr 1989. Damals hat man auch keine "alte Musik" gehört, Songs waren nach ein paar Jahren eher peinlich. Ich bin da vielleicht pingelig, aber wenn man solche Dinge schon erwähnt, dann sollten sie zusammen passen. Sonst kann man das auch weglassen.
Die zweite Zeitebene, in der Konrad als Erwachsener auf jenen Sommer zurückblickt, fand ich überflüssig. Das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Ich weiß nicht so richtig, wie sehr mir das Buch gefällt.


Freitag, 1. Januar 2021

Hörbuch: "Rückkehr in die Tuchvilla" von Anne Jacobs

 




Autorin: Anne Jacobs
Titel: Rückkehr in die Tuchvilla
Reihe: Die Tuchvilla-Saga (4)
leicht gekürzte Lesung mit Anna Thalbach
Preis: 15,00 € [D], 15,50 € [A], CHF 21,90
Verlag: Randomhouse Audio
Hörbuch MP3-CD
2 CDs, Laufzeit: 12h 42min
ISBN: 978-3-8371-5236-4
Erschienen am 16. November 2020


Klappentext:
Augsburg 1930. Marie und Paul sind eigentlich glücklich. Ihre Liebe ist stärker denn je und inzwischen haben sie einen gemeinsamen Sohn, den vierjährigen Kurt. Doch aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise kämpft Paul hart um das Überleben der Tuchvilla. Als er an einer Herzmuskelentzündung erkrankt, muss Marie ihr geliebtes Atelier aufgeben, um das Familienunternehmen vor dem Ruin zu retten. Dabei macht sie eine Entdeckung, die das Leben aller Familienmitglieder für immer verändern könnte. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Tuchvilla zu bewahren und ihr zu neuem Glanz zu verhelfen?

Meine Meinung:
Hach, es war wieder so schön zu hören, wie es mit der Tuchvilla weitergeht. Wie auch schon in den vorangegangenen drei Bänden wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, was die Menschen in den herrschaftlichen Räumen, aber auch in der Küche, im Garten und in der Fabrik so erleben. Dazu kommen noch Kitty und ihre Familie aus der Frauentorstraße, Tilly aus München und Großtante Elvira auf dem Gut in Pommern. Dieser Clan ist ziemlich groß, aber man weiß immer, wo und bei wem man gerade in der Geschichte ist. Anna Thalbach liest wieder wunderbar mit sehr unterschiedlichen Stimmen die vielen verschiednen Figuren.

Tipp:
Es gibt eine Hörprobe.


Sonntag, 27. Dezember 2020

Rückblick: Die besten Bücher, die ich 2020 gelesen habe


2020 war für mich ein absolutes Lesejahr. 
Ich habe dieses Jahr 100 Bücher gelesen.
Dazu zähle ich auch Hörbücher.
Dafür zähle ich nicht, wenn ich ein Buch zum wiederholten Male lese, wie z.B. "Der kleine Vampir" Band 1 bis 8, die ich mit den Kindern zusammen gelesen habe, und Harry Potter Band 4 bis 7, die ich teilweise mit dem großen Kind gelesen habe.

Meine absoluten Highlights von 2020 in wilder Reihenfolge (ich wollte überall jeweils meine Rezension verlinken, damit Ihr bei Interesse dort mit einem Klick die Details erfahren könnt, aber irgendwie ist Blogger kaputt. Naja, markieren und ins Suchfeld kopieren könnt Ihr ja auch):

"Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men" von Caroline Criado Pérez 

"Die Hafenschwester" (Band 1 und 2) von Melanie Metzenthin

"Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen (Aber wissen sollten)" von Alice Hasters

"Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen" von Fabio Geda

"Junger Mann" von Wolf Haas

"Nachwendekinder: Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen" von Johannes Nichelmann

"Me" von Elton John

"Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" von Ulrike Sterblich

"Red, White & Royal Blue" von Casey McQuiston 

"Longbourn" von Jo Baker

"Dreck am Stecken" von Alexandra Fröhlich

"Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

"Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling

Und wie war Euer Lesejahr?

Dienstag, 22. Dezember 2020

Gelesen: "Lichternacht" von Patrick Roth


Mit diesem Buch habe ich nun 100 Bücher mit insgesamt 30461 Seiten in diesem Jahr gelesen. Ich zähle dazu auch Hörbücher, dafür aber nichts, was ich zum wiederholten mal gelesen bzw. gehört habe. Denn ich habe dieses Jahr auch mit den Kindern "Der kleine Vampir" Band 1 bis 8 und mit dem großen Kind Teile von Harry Potter Band 4 bis 7 gelesen. Auf jeden Fall bin ich überrascht, wie viele Bücher es nun geworden sind. Ich hatte mir zu Beginn des Jahres nur zum Ziel gesetzt, mindestens genauso viel zu lesen wie 2019. Dieses Ziel hatte ich aber schon im Sommer erreicht. Ich habe alles, was danach kam, als Bonus betrachtet, wurde nun zum Jahresende hin aber doch ehrgeizig, die 100 zu erreichen. Ich lese gerade sechs dickere Bücher parallel, die ich alle sehr schön finde und genießen will, deshalb habe ich als Buch Nummer 100 dieses sehr schmale Büchlein gewählt. Und es passt halt auch einfach sehr schön zum Jahresende:



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Lichternacht
Autor: Patrick Roth
Verlag: Suhrkamp/Insel Bücherei
Preis: 10,00 € (D), 10,30 € (A), 14,90 sFr
Erschienen: 15.09.2014
Gebundene Ausgabe
52 Seiten
ISBN: 978-3-458-17624-4


Klappentext:
Santa Monica am Abend des 24. Dezember 2002: In einem Apartment unweit vom Strand wollen sich Joe Travers und Rose Reed das Jawort geben. Eine kleine Gesellschaft von Freunden ist geladen, der Trauung beizuwohnen. Noch warten alle auf die Braut, die sich im ersten Stock in Schale wirft, da wartet der Bräutigam mit einer Geschichte auf: Am Weihnachtsabend vor 25 Jahren war er auf dem Weg zu einer Frau, den Ring in der Tasche… Als Rose wenig später im Brautkleid die Treppe hinabschreitet, ist nichts mehr wie zuvor.

Meine Meinung:
Diese sehr kurze Geschichte wirkt auf den ersten Blick ganz alltäglich, wird dann aber sehr mystisch.
Genau das richtige für den Winter!

Tipp:
Die ersten 16 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Sonntag, 13. Dezember 2020

Gelesen: "Junger Mann" von Wolf Haas


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Wolf Haas
Titel: Junger Mann
ISBN: 978-3-455-00388-8
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
240 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.09.2018
Preis: 22,00 € (D), 22,70 € (A), 29,90 CHF


Klappentext:

Der Dreizehnjährige, der auf die Waage stieg und sich um den Verstand verliebte.
"Mit vier Jahren brach ich mir zum ersten Mal das Bein. Mein großer Bruder hatte zusammen mit seinen noch größeren Freunden und deren noch größeren Brüdern eine Sprungschanze gebaut. Eine Schanze baute man, indem man eine Schaufel organisierte und Schnee auf einen Haufen schaufelte. Dann trampelte man darauf herum. Dann fuhr der Beste los und sprang am weitesten. Nach ihm der Zweitbeste am zweitweitesten. Zuletzt mein Bruder. Dann ich." Auf diese Weise lernt der junge Mann früh den Vorteil von Unfällen schätzen: Trostschokolade. Und er lernt den Nachteil von Trostschokolade kennen: Übergewicht. Mit 13 beginnt er in den Sommerferien eine radikale Abmagerungskur. Weil ihn unvorbereitet dieses zauberhafte Lächeln getroffen hat. Das Gute am Verlieben: Die Elsa. Das Problem am Verlieben: Ihr Ehemann. Der Lastwagenfahrer Tscho. Mit jedem Kilo, das der junge Mann abnimmt, sieht er seine Chancen bei ihr steigen. Als sie mit ihm auch noch eine Spazierfahrt in ihrem neuen Renault 5 unternimmt, heizt das seinen Kalorienverbrauch weiter an. Und der Ferienjob auf der Tankstelle hat den großen Vorteil, dass er immer genau weiß, wann Elsas Mann gerade nach Griechenland oder in ein noch ferneres Land aufgebrochen ist. Eines Tages taucht der gefürchtete Lastwagenfahrer aber doch überraschend zwischen Diesel-Zapfsäule und Tankstellenshop auf und macht dem jungen Mann ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Meine Meinung:
Ich sag ja immer: "Don't judge a book by its cover!" aber hier muss ich echt sagen, dass mir das Coverbild echt supergut gefällt. Diese 70er Jahre Personenwaage mit dem orangen Teppichbezug ist doch wohl der Hammer! Aber dieses Bild hat zwar viel mit der Oberfläche des jungen Mannes zu tun, aber eigentlich geht um so viel mehr und so viel anderes.
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil es eine Zeit lang in fast jeder Büchersendung im Radio und Fernsehen auftauchte. Was dort erzählt wurde, hat mich neugierig gemacht. Es hat dann noch eine Weile gedauert, weil mein Vorrat an ungelesenen Büchern recht groß ist und andere Bücher dringender waren. Aber jetzt habe ich es endlich gelesen und ich bin total begeistert!
Beim Lesen dachte ich sehr lange, die Geschichte würde die im Klappentext angedeutete Richtung beibehalten, aber nein! Sie steuert auf ein Ende zu, mit dem man überhaupt nicht rechnet und das aber genau so und nicht anders sein muss. Mehr will ich gar nicht verraten. Für mich ist "Junger Mann" die Überraschung des Jahres. Es hat mich sehr berührt.

Tipp:
Wenn Ihr Bücher kauft, ob nun als Weihnachtsgeschenk oder zum Selberlesen, dann macht das doch bitte im Buchladen in Eurer Nähe, damit es den auch nächstes Jahr noch gibt! Viele unabhängige Buchläden haben auch einen Onlineshop.
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