Mittwoch, 19. Januar 2022

Hörbuch: "Miss Merkel - Mord in der Uckermark" von David Safier



Coverbild freundlicherweise vom Argon-Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: David Safier
Titel: Miss Merkel - Mord in der Uckermark
Reihe: Merkel Krimi, Band 1
gelesen von Nana Spier
Format: Download / Streaming
ungekürzt
Preis: 20,95 € (UVP)
ISBN: 978-3-7324-5535-5
Laufzeit: 8 Stunden 54 Minuten
Veröffentlichung: 23.03.2021

Klappentext:
Vergesst Miss Marple, hier kommt Miss Merkel! 
Angela ist seit sechs Wochen in Rente und mit Mann und Mops in die Uckermark gezogen, genauer gesagt nach Kleinfreudenstadt, gelegen am schönen Dumpfsee. Nach dem turbulenten Leben in Berlin fällt es ihr jedoch schwer, sich auf das beschauliche Landleben einzulassen. Nur zu backen und zu wandern, wird dann doch schnell langweilig.
Als jedoch der Freiherr Philip von Baugenwitz vergiftet und nur mit einer Ritterrüstung bekleidet in einem von innen verriegelten Schlossverlies gefunden wird, erwacht neues Leben in Angela. Endlich wieder ein Problem, das gelöst werden will! Unterstützt von ihrem liebenden Ehemann Achim und dem sanften Bodyguard Mike macht sie sich auf die gefährliche Suche nach dem Mörder.

Meine Meinung:
Neulich habe ich mal ein paar Sendungen "Fröhlich lesen" in der Mediathek angeschaut, darunter auch die, in der David Safier über "Miss Merkel" redet (hier geht's zur Sendung). Seine sympathische Art, mit der er über Angela Merkel spricht, hat mir sehr gut gefallen. Letztes Jahr hatte ich ja die Miss Marple Krimis verschlungen und dieses Jahr will ich mehr Geschichten mit Protagonistinnen über 45 lesen, da kam mir "Miss Merkel" sehr gelegen. 
Nana Spier liest das Hörbuch großartig, sie trifft genau den Ton, den man aus den Interviews und Reden  von Angela Merkel kennt. Aber auch die anderen Figuren wie Ehemann Achim, Bodyguard Mike usw. haben jeweils eine eigene Stimme, die zur Person passt.
Die Geschichte ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus Krimi und liebevoller Karikatur. Besonders die Idee, dass Achim seiner Frau einen Mops schenkt, den sie Putin nennt, führt zu vielen sehr lustigen Situationen. Angela Merkel könnte auch durchaus so sein, wie sie hier dargestellt wird: sehr analytisch, manchmal tolpatschig, oft pragmatisch und vor allem hartnäckig und eigensinnig. Es gibt auch Momente, in denen sie selbstkritisch ist, das stimmt beim Lesen etwas versöhnlicher mit der Zeit, als sie an der Macht war, aber von Klimarettung über E-Mobilität bis Internetausbau einige Themen nicht angepackt hat. Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan ihrer Politik. Aber trotzdem hatte ich viel Spaß mit diesem Krimi. Und ich freue mich, dass es bald einen zweiten Band geben soll.

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.

Sonntag, 16. Januar 2022

Hörbuch: "Das kleine Eiscafé" von Fenna Janssen

 




Autorin: Fenna Janssen
Titel: Das kleine Eiscafé
Hörbuch-Download
Gelesen von: Rebecca Madita Hundt
Verlag: Aufbau Audio
Erschienen: 29. Jul. 2021
Spieldauer:6 Std. 15 Min.
Preis: 9,99 €


Klappentext:
Der Geschmack von Himbeereis und Liebe.
Als Sophie von ihrem Freund verlassen wird, steht ihr Leben kopf. Angelo hat sich mit ihrem ganzen Ersparten davongemacht, nur seine alte Eismaschine ist noch da. Um Trost zu finden, fährt Sophie zu Tante Freda nach Langeoog. Aber statt sich im Strandkorb ihrem Liebeskummer hinzugeben, soll sie Fredas kleinen Kiosk hüten. Die Geschäfte laufen nur schleppend, nebenan wurde gerade ein Eiswagen aufgestellt. Aus Langeweile fängt Sophie an, ihre eigenen Eiskreationen herzustellen, was bei den Insulanern für großen Anklang sorgt. Besonders bei Matteo, dem Besitzer des Eiswagens ... 

Meine Meinung:
"Das kleine Eiscafé" ist eigentlich eine Kurzgeschichtenreihe, was man zwischendrin deutlich merkt, wenn die Situation und die Figuren erneut ausführlich beschrieben werden, obwohl man sie doch schon längst kennt. Insgesamt ist alles ein wenig unrund. Die Protagonistin benimmt sich ziemlich pubertär und die Handlung plätschert relativ belanglos vor sich hin. Der Titel nimmt schon das Ende vorweg, der Klappentext ist totaler Käse und die große Lösung für alle Probleme liegt schon von Anfang an auf der Hand. Aber die Atmosphäre mit Sandstrand, Kuchen und Eiscreme ist sehr schön. Und mitten im dunklen Winter träume ich mich gern weg auf eine Insel mitten im Sommer.

Tipp:
Es gibt drei kostenlose Hörproben.

Donnerstag, 13. Januar 2022

Hörbuch: "Inselsommerstürme" von Gabriella Engelmann

 



Titel: Inselsommerstürme
Autorin: Gabriella Engelmann
ungekürztes Hörbuch
gelesen von: Uta Simone
Verlag: Audiobuch
Laufzeit: 135 min.
veröffentlicht: September 2021


Klappentext:
Wiedersehen mit den Frauen vom "Büchernest": Buchhändlerin Bea beschließt, dass sie selbst und ihre Crew Urlaub vom Alltag benötigen. Die Freundinnen müssen dringend zur Ruhe zu kommen, zumal dieser August auf Sylt ungewöhnlich heiß ist und die Nerven aller blank liegen: Lissy plagt eine komplizierte Schwangerschaft, Nele kämpft mit Eifersucht, Bea mit einer Schreibblockade und Vero mit einem beruflichen Konkurrenten. Die vier genießen es, ihre Heimat von einer neuen Seite kennenzulernen, rechnen aber nicht mit den Sommerstürmen, die sich über der Insel zusammenbrauen und das Quartett vor die größte Bewährungsprobe von allen stellen ...

Meine Meinung:
Bücher, Gastronomie und ein heißer Sommer an der Nordsee, das klingt für mich nach einer schönen Mischung. Ich bin allerdings unentschlossen, wie ich diese Geschichte insgesamt finde. Sie ist zu aufregend für seichte Ablenkung, aber auch zu trivial für ein wirklich gutes Buch. 
Positiv ist auf jeden Fall, dass zwei der vier Hauptfiguren über 70 Jahre alt und weiblich sind. 
Deshalb ist dies mein zweiter Beitrag zur #protagonistinnen_Ü45 Challenge.

Tipp:
Die ersten drei Minuten gibt es als kostenlose Hörprobe.


Montag, 10. Januar 2022

Gelesen: "Pellkartoffeln und Popcorn" von Evelyn Sanders

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Pellkartoffeln und Popcorn
Autorin: Evelyn Sanders
Verlag: Knaur
Erscheinungstermin: 2002
416 Seiten
ISBN: 978-3-426-62111-0

Klappentext:
Kann man ein heiteres Buch über eine ganz und gar nicht heitere Zeit schreiben? Man kann!
Evelyn Sanders erzählt von Kriegs- und Nachkriegszeit in Berlin aus der Sicht eines Kindes, für das Geburtstag bei Kartoffelkuchen und Kinderlandverschickung nach Ostpreußen der ganz normale Alltag waren. Und danach? Mathe-Aufgaben bei Kerzenlicht, Christbaumklau im Grunewald, Chewing-Gum und „Backfisch-Party“ bei Musik von Glenn Miller...
Selten ist Zeitgeschichte so menschlich geschildert worden wie in diesem Buch, dem tatsächliche Geschehnisse zugrunde liegen.

Meine Meinung:
Ich hab früher sehr gern die Romane von Evelyn Sanders gelesen, deshalb habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch entdeckt habe. Es liest sich auch sehr vergnüglich und erinnert mich an vieles, das meine Eltern mir aus jener Zeit berichtet haben. Es mag sein, dass Evelyn Sanders' Familie wirklich so viel Glück hatte und den Krieg und die Nazizeit nicht als so schlimm empfunden hat. Aber ich finde es trotzdem verantwortungslos, so heiter über diese Zeit zu schreiben und mit keiner Silbe die ganzen Menschenrechtsverbrechen und Massenmorde zu erwähnen. Sie verwendet auch das N-Wort, als wäre das heute noch normal. Das könnte natürlich daran liegen, dass sie an diesem Buch mehrere Jahrzehnte gearbeitet hat bzw. es so lange im Schreibtisch liegen hatte, denn an einer Stelle heißt es, dass sie ihre Freundin aus Erfurt wegen des Mauerbaus seit 20 Jahren nicht gesehen hat. Das irritiert schon etwas bei einem Buch, das laut Impressum von 2002 ist. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass das Buch eigentlich von 1981 ist. Das hätte man aber vielleicht in einem Vorwort oder so mal erwähnen oder besser noch den Text überarbeiten sollen.
Den Titel finde ich unpassend und ich habe den Eindruck, dass sie an die erfolgreiche Reihe von Horst Bosetzky anknüpfen will. Popcorn wird zwar einmal kurz erwähnt, spielt aber keine große Rolle. Und  Pellkartoffeln sind halt so alltäglich, dass sie genauso wie Steckrüben, Nudeln oder Brot vorkommen.
Und was ist das bitte für ein seltsamer Kinderwagen auf dem Coverbild? Hat sich die Illustratorin einen Kinderwagen, insbesondere aus den 30er oder 40er Jahren mal genauer angesehen? Das Vehikel da sieht untenrum eher aus wie ein Einkaufswagen...


Freitag, 7. Januar 2022

Hörbuch: "Was bleibt" von Christa Wolf

 




Autorin: Christa Wolf
Titel: Was bleibt
Ungekürzte Lesung 
gelesen von Eva Garg
Laufzeit: 2 h 41 min
1 mp3-CD
ISBN 978-3-86231-732-5
Preis: 10,00 €
Veröffentlichung der mp3-CD: 18.03.16
aufgenommen: 1990
geschrieben: 1979


Klappentext:
Wie sieht das Leben eines Menschen aus, dessen Wohnung abgehört wird und der draußen auf Schritt und Tritt verfolgt wird? Mit dieser offenen Überwachung musste Christa Wolf ab 1976 leben, da sie zusammen mit elf weiteren Schriftstellern eine Unterschriftenaktion initiierte, um gegen die Ausbürgerung ihres Schriftstellerkollegen Wolf Biermann vorzugehen. Der zu dieser Zeit entstandene Klassiker »Was bleibt« war Auslöser des deutsch-deutschen Literaturstreits, in dem es um die gesellschaftliche Rolle von DDR-Schriftstellern und ihrer Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme durch ihre literarischen Werke ging.

Meine Meinung:
Christa Wolf kannte ich bisher nur dem Namen nach. Dieses Hörbuch ist also mein Einstieg in ihr Werk. Es ist großartig gelesen von Eva Garg. Sie transportiert die Stimmung der Autorin mit einer Mischung aus Ironie, Zerbrechlichkeit und Hoffnung, dass ich beim Hören Gänsehaut hatte. Wer verstehen will, warum die DDR sich selbst zerstört hat, sollte dieses Hörbuch hören oder das Buch lesen.Als Christa Wolf das Buch geschrieben hat, war sie 49 Jahre alt, deshalb ist dies mein erster Beitrag zur #protagonistinnen_Ü45 Challenge.

Tipp:
Die ersten 3 Minuten gibt es als kostenlose Hörprobe.


Dienstag, 4. Januar 2022

Gelesen: "Bühnenluft und Blümchenkaffee" von Evelyn Hardey




Titel: Bühnenluft und Blümchenkaffee
Autorin: Evelyn Hardey
Verlag: Ensslin
160 Seiten
erschienen: 1985
ISBN 3770905857
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag


Klappentext:
Findigkeit und Humor sind nötig, um das Leben im Berlin der Nachkriegszeit zu meistern. Wer auf dem Schwarzmarkt ein paar Kaffeebohnen ergattert, fühlt sich wie ein König, auch wenn durch den dünnen Aufguss die Blümchen vom Tassenboden schimmern. Die Stadt liegt in Trümmern, aber sie lebt weiter; Improvisation ist Trumpf: Das "Theater am Nollendorfplatz" findet im Schöneberger Rathaus eine neue Spielstätte. Eingebunden in die Gemeinschaft des Ballett-Ensembles erlebt Sylvia als junge Elevin hartes Training und umjubelte Premieren, geniale Notlösungen und unvorhersehbare Pannen, Zusammenhalt, Mitgefühl und Eifersüchteleien: die schillernde Welt vor und hinter den Kulissen in einer außergewöhnlichen Zeit.

Meine Meinung:
Dieses Buch liest sich wie die Fortsetzung von "Kuckuck Kuckuck sag mir doch...", nur dass es nicht in Tagebuchform, sondern als Roman verfasst ist. Es hat dennoch deutlich autobiografische Züge, es liest sich wie ein Augenzeugenbericht über die ersten Nachkriegsjahre. Es geht um die allgemeine Warenknappheit, Lebensmittel- und Kleiderkarten, Schwarzmarktgeschäfte, Hamsterfahrten, Upcycling (auch wenn es damals noch nicht so hieß), um die Besatzer, die Währungsreform und vor allem um eine Generation von jungen Leuten, die zwar nicht im Krieg gekämpft haben, weil sie zum Glück noch zu jung waren, ihn aber erlebt haben und sich ihrer Jugend beraubt fühlen. Sie sind voller Lebenslust und Hoffnung, gleichzeitig aber unsicher, wie das Leben jetzt weitergeht.
In den letzten Jahren gab es ja viele historische Romane, die in jener Zeit spielen, die aber von deutlich jüngeren Autorinnen geschrieben wurden. Sie haben natürlich sehr gut recherchiert und wurden sicherlich durch die Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern geprägt. Aber sie haben sie eben nicht selbst erlebt. Dafür haben sie einen objektiveren Blick auf jene Zeit und sie beleuchten Aspekte, die im Rückblick wichtig sind, aber damals für viele Menschen nichts mit ihrem Alltag zu tun hatten. Autorinnen wie Evelyn Hardey haben einen sehr subjektiven Blick, aber ihre Geschichten sind dafür absolut authentisch.
Ich finde beide Perspektiven wichtig. Bei Evelyn Hardey mag ich außerdem, wie emanzipiert ihre Hauptfiguren sind. Die Tänzerin Sylvia will Primaballerina werden und sie plant ihre Karriere. Nebenbei hat sie einen festen Freund. Die Liebe ist ihr auch wichtig, aber sie ist trotzdem noch lange nicht bereit, ihren Beruf, für dessen Ausübung sie eh nur ein relativ kleines Zeitfenster im Leben hat, für eine Ehe aufzugeben, so wie es manche ihrer Freundinnen und Kolleginnen tun.
Leider ist die Autorin relativ unbekannt und ihre Bücher sind auch nur noch gebraucht zu finden, aber ich finde, dass es sich wirklich lohnt, sie zu lesen.

Tipp:
Hier findet Ihr meine anderen Rezensionen der Bücher von Evelyn Hardey.


Sonntag, 2. Januar 2022

Gelesen: "Kuckuck, Kuckuck, sag mir doch... Tagebuch aus den Jahren 1942-1945" von Evelyn Hardey




Autorin: Evelyn Hardey
Titel: Kuckuck, Kuckuck, sag mir doch... Tagebuch aus den Jahren 1942-1945 
Wolfgang Mann-Verlag
erschienen: 1990
ISBN 392674023X
160 Seiten


Klappentext:
Detailreich, unbekümmert und beklemmend zugleich, beschreibt die zwölfjährige Evelyn, was sie in den Jahren 1942-1945 erlebt.

Meine Meinung:
Mal altklug, mal ängstlich, dann wieder nachdenklich dokumentiert ein Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren ihr Leben im Krieg. Sie sitzt im Luftschutzkeller, im Bunker, räumt Trümmer, organisiert Lebensmittel, liegt aber auch am Badesee, hat Ballettunterricht und ist verliebt. Im Laufe der Zeit geht es mehr und mehr ums nackte Überleben. Irgendwann findet kein Schulunterricht mehr statt, die Familie lebt nur noch im Keller, die Lebensmittel werden knapp und Wasser gibt es nur noch an der Wasserpumpe. Evelyn läuft bei Entwarnung sofort mit dem Eimer los, aber ob man die dreckige Brühe überhaupt trinken sollte?
Ich habe ja schon viele Bücher über die Kriegsjahre gelesen, aber dieses hier finde ich besonders eindringlich und erschütternd. Es ist meiner Meinung nach kein Kinderbuch, sondern viel mehr für Erwachsene geeignet, die das beschriebene besser einordnen können.
Es ist das zweite Buch von Evelyn Hardey, das ich gelesen habe, aber auf keinen Fall das letzte!
Schade, dass diese Autorin kaum bekannt ist.


Freitag, 31. Dezember 2021

Mein Lesejahr 2021 - Ziele erreicht? Lieblingsbücher? Neue Ziele?

 

Das Jahr geht zu Ende, wir schauen zurück, was in den vergangenen 12 Monaten passiert ist und was wir gemacht haben. Und wir schauen nach vorn, machen Pläne und freuen uns auf das, was kommen wird. Das kleine Kind wird im Sommer die Grundschule verlassen, das ist hier ein wirklicher Meilenstein, denn unsere Grundschule ist wirklich an vielen Stellen unterirdisch. Und zwar nicht im Sinne von U-Bahntunnels oder Rohrpost...

Was Bücher betrifft, bin ich sehr begeistert vom vergangenen Lesejahr. Ich habe nicht nur viel (120 Bücher), sondern vor allem viel Großartiges gelesen. Mein Leseziel habe ich erreicht, denn ich habe deutlich diverser gelesen als vorher. Ich habe 15 queere Bücher gelesen, also Bücher mit LGBTQAI+-Figuren oder Autor'innen und 16 Bücher mit BIPOC-Figuren oder Autor'innen. 6 dieser Bücher erfüllten sogar beide Kriterien gleichzeitig. Auf jeden Fall haben mir alle sehr gut gefallen und ich möchte auch in Zukunft weiterhin auf mehr Diversität beim Lesen achten.


(Den Überblick behalte ich übrigens mit Hilfe von Goodreads.)

Allgemein habe ich wieder ein breites Spektrum von Genres gelesen: 

7 Klassiker (von Oscar Wilde, Theodor Fontane, William Shakespeare, Ray Bradbury, George Orwell), 6 Kinderbücher, 9 Jugendbücher, 5 Comics, 20 Sachbücher, 6 Inselromane an Nord- und Ostsee, 13 Winter-/Weihnachtsbücher, 16 historische Romane sowie zeitgenössische Titel von Lieblingsautorinnen wie z.B. Sophie Kinsella und Susanne Fröhlich.

Ich hatte dieses Jahr so viele Lieblingsbücher, dass die Frage nach dem Allerliebsten wie die Frage nach dem Lieblingskind wäre, aber ein paar Titel kann ich gern aufzählen:

Macbeth, Middlesex, die Fräulein Gold Reihe, die Ruhrpott-Saga, die Hafenschwester Reihe, das Weltrettungsbuch von Frank Schätzing. Diese Titel möchte ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen!

Im Laufe des Jahres habe ich auch die gesamte Miss Marple Reihe von Agatha Christie gelesen, das hat mir viel Spaß gemacht. Und diese ist der Aufhänger für mein Leseziel für 2022. Um das zu erklären muss ich aber etwas ausholen. Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben, dass es früher keine Young Adult und New Adult Bücher gab. Da las man Jugendbücher wie Hanni & Nanni oder Denise Romane, in denen die Protagonist'innen minderjährige Jugendliche waren, die noch bei ihren Eltern lebten. Dann gab es eine Lücke und weiter ging es mit Romanen für Erwachsene, die bereits einen Beruf hatten und allein oder in einer Partnerschaft lebten. Diese Lücke wurde durch YA und NA geschlossen. Als neulich eine kluge Frau auf Twitter nach Romanempfehlungen mit weiblichen Hauptfiguren über 50 fragte, habe ich mich gern beteiligt und neben Miss Marple noch Bücher wie "Die Wand" von Marlen Haushofer empfohlen. Aber mir wurde deutlich, dass alte Frauen meistens nur als Nebenfiguren vorkommen, dabei können sie doch auch sehr spannend sein. Ich habe die Empfehlungen der anderen Leute gesichtet und eine Wunschliste erstellt. Allerdings fasse ich das mit dem Alter etwas weiter. Wenn die Protagonistin über 45 Jahre alt ist, ist das auch okay, sofern sie nicht noch mitten in der Familienphase mit Grundschulkindern steckt. Ich will mich in meiner Lektüre repräsentiert fühlen und nach vorn schauen. Ja, die Jugend und das junge Erwachsensein war eine spannende Zeit und ich werde auch in Zukunft Bücher mit solchen Figuren lesen, schon allein wegen Sophie Kinsella und Kerstin Gier. Aber ich will mehr über Frauen lesen, die dort stehen, wo ich mich im Leben befinde. Alte Frauen (TM) sind allgemein in der Gesellschaft recht unsichtbar, das muss sich dringend ändern! Wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Frauen in Deutschland älter ist als ich, dann ist es schon seltsam, dass sie in den Medien, in der Öffentlichkeit und in Geschichten so oft nur Randfiguren darstellen.

Also, meine Challenge für 2022 ist, mehr Bücher mit Protagonistinnen zu lesen, die mindestens 45 Jahre alt sind. Ihr könnt gern mitmachen! Und auch wenn meine Leseliste schon sehr lang ist, freue ich mich über Eure Tipps, welche Bücher Ihr mir da empfehlen könnt. Schreibt mir in den Kommentaren oder auf Instagram an @henriette_linkshaenderin !

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Hörbuch: "The Bookshop on the Corner" von Jenny Colgan

 



Titel: The Bookshop on the Corner
Autorin: Jenny Colgan
gelesen von Lucy Price-Lewis
Verlag: HarperAudio
veröffentlicht: 20. September 2016
Preis: $26,99
ISBN 9780062643216
Laufzeit: 09:13:39

Klappentext:
Nina Redmond is a literary matchmaker. Pairing a reader with that perfect book is her passion . . . and also her job. Or at least it was. Until yesterday, she was a librarian in the hectic city. But now the job she loved is no more.

Determined to make a new life for herself, Nina moves to a sleepy village many miles away. There she buys a van and transforms it into a mobile bookshop that she drives from neighborhood to neighborhood, changing one life after another with the power of storytelling.

From helping her grumpy landlord deliver a lamb to sharing picnics with a charming train conductor who serenades her with poetry, Nina discovers there’s plenty of adventure, magic, and soul in a place that’s beginning to feel like home . . . a place where she just might be able to write her own happy ending.

Meine Meinung:
Diesen Roman habe ich vor ein paar Jahren schon gelesen (hier findet Ihr meine Rezension), aber als ich jetzt die Hörbuchfassung in der Onleihe sah, hatte ich Lust, sie noch einmal zu hören. Die Geschichte gefällt mir noch immer genauso gut. Lucy Price-Lewis liest sehr gut, sie verleiht den Figuren verschiedene Stimmen und auch das schottische Englisch klingt zwar ungewohnt, aber das meiste konnte ich gut verstehen. Eine schöne, romantische Geschichte, sehr schön als Hörbuch umgesetzt!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.

Dienstag, 28. Dezember 2021

Hörbuch: "Das Inselweihnachtswunder" von Janne Mommsen

 





Titel: Das Inselweihnachtswunder
Autor: Janne Mommsen
Reihe: Die Inselbuchhandlung
Gelesen von Sabine Kaack
ungekürztes Hörbuch

Download / Streaming 
Preis: 15,95 €
ISBN: 978-3-7324-1915-9
Laufzeit:
4 Stunden 58 Minuten
Veröffentlicht:
29.09.2021 

MP3-CD
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3-8398-1915-9
Laufzeit: 4 Stunden 58 Minuten
Veröffentlicht: 29.09.2021


Klappentext:
Weihnachten auf der Insel Föhr.
Pastorin Carola leitet im Friesendom die Chorprobe für Heiligabend. Alle sind voller Vorfreude aufs Fest, nur sie nicht. Denn nach der Christmette wird sie wieder allein zu Hause sitzen. Noch ist aber Vorweihnachtszeit, und es gibt eine Menge zu tun: Als »rasender Engel« fährt sie mit ihrem Motorboot auf die Hallig Langeneß, um dort eine Andacht zu halten. Der sympathische Organist Torin Hansen bittet sie anschließend um einen Gefallen: Seiner Urgroßmutter geht es gesundheitlich so schlecht, dass sie Weihnachten wahrscheinlich nicht erleben wird. Ob Carola mit der Familie den Heiligabend vorziehen könne? Bald überschlagen sich die Ereignisse, und die Möglichkeit eines Single-Heiligabends in der kleinen Inselbuchhandlung zeichnet sich ab...

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist zwar die vierte der Reihe um die Inselbuchhandlung, aber man kann sie auch sehr gut anhören, ohne die anderen drei Teile zu kennen. Für mich ist sie bisher die beste Geschichte dieser Reihe. Die Hauptfigur Carola tauchte in den anderen Geschichten zwar schon auf, aber man wusste bisher sehr wenig über sie und ich fand das immer schade. Dieser vierte Teil ist nun ganz dieser sympathischen, klugen, abenteuerlustigen Pfarrerin gewidmet. Ich glaube, ich habe noch nie vorher ein Buch über eine Pfarrerin gelesen. Ich kenne zwar eine Pfarrerin im echten Leben und weiß, dass die nicht nur im Talar herumläuft und betet, sondern auch ein ganz normaler Mensch ist, aber es ist schön, auch mal eine Pfarrerin als Romanheldin in ihrem Alltag und abseits davon zu begleiten.
Die Geschichte spielt zwar im Advent und endet an Heiligabend, aber durch die vielen Beschreibungen der winterlichen Atmosphäre mit Schnee und Kälte kann man die Geschichte auch sehr gut in den Raunächten und bestimmt auch noch danach hören, vielleicht sogar im Sommer, um sich von der Hitze draußen abzulenken.

Tipp:
Die ersten sieben Minuten gibt es als kostenlose Hörprobe.


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