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Montag, 18. November 2024

Geschenke, über die sich Menschen wirklich freuen!

(Wenn Ihr meine Nähwerke aus dieser Aktion sehen wollt, hüpft einfach rüber zu http://dielinkshaenderin.wordpress.com, dort blogge ich mit Fotos. Hier geht das irgendwie nicht mehr.)

Bald ist ja Weihnachten und viele Leute machen sich einen riesigen Stress, was sie ihren Liebsten schenken sollen, die ja eigentlich nichts brauchen. Dann wird entweder ganz symbolisch billiger Krempel geschenkt, denn "es geht ja nur um die Geste". Oder es wird etwas richtig Teures geschenkt, das man dann über Jahre in Raten abzahlt. Meine Mutter hat mal eine Weile im Callcenter eines Versandhauses gearbeitet und erzählt, dass da Leute im Advent oft teures Spielzeug für ihre Kinder bestellt und eine Ratenzahlung über 48 Monate genutzt haben. Bis diese Geschenke abbezahlt sind, ist noch dreimal Weihnachten! Bekommen die Kinder also drei Jahre lang nichts? Oder häufen diese Eltern immer mehr Kredite an, bis gar nichts mehr geht?

Um Kinder soll es hier aber eigentlich gar nicht gehen. Natürlich haben Kinder immer Wünsche und nicht das Geld, sich alles zu kaufen. Klar werden sie zu Weihnachten beschenkt. Aber man kann es übertreiben oder im Rahmen bleiben. Es gibt z.B. so viele tolle Sachen in Second Hand Läden, Kleinanzeigen, Rebuy, Medimops und nebenan.de, das ist nicht nur preiswert, sondern auch nachhaltig. Noch besser ist übrigens, wenn man vor Weihnachten selber Platz schafft, indem man Spielzeug, Bücher, Kleidung etc., aus denen die eigenen Kinder "rausgewachsen" sind, auf diesen Plattformen anbietet.

Aber warum schenken sich Erwachsene gegenseitig Dinge, die sie sich auch selber kaufen könnten? Und meistens nicht einmal wirklich brauchen? Und im Januar kommen dann wieder die ganzen Entrümpelungs-Challenges, weil sich zu viel Krempel angehäuft hat. Sprecht das Thema doch einfach mal bei Eurer Familie und im Freundeskreis an. Und wenn Ihr nicht völlig mit leeren Händen unterm Tannenbaum sitzen wollt, habe ich einen Vorschlag:

Schaut mal gemeinsam in die Bedarfslisten der Obdachlosenhilfe, Bahnhofsmission, Unionhilfswerk etc. in Eurer Stadt und spendet was von der Liste. Denn diese Geschenke werden mit großer Dankbarkeit empfangen! Statt krampfhaft etwas für jemanden zu kaufen, der eigentlich nichts braucht, schenkt doch lieber etwas einem Menschen, der sich darüber wirklich freut: Kleidung, Lebensmittel, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, Zahnbürsten, Zahnpasta, Handcreme,...

Sucht die Spenden liebevoll aus, oft dürfen sie auch gebraucht sein. Wer z.B. seit Jahren nicht mehr zeltet, kann seine Campingausrüstung (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Campingkocher etc.) spenden. Wer wenig Zeit und wenig Geld hat, spendet einfach einen 10er-Pack Unterhosen. Wer Wolle hat und stricken kann, strickt Socken, Schals, Mützen und Handschuhe. Wer Wolle hat, aber kein Talent oder keine Zeit zum Stricken, spendet die Wolle z.B. an Helfen WOLLEn, die Düsseldorfer Wollengel, die Wooligans oder welche Initiative/Verein auch immer in Eurer Nähe ist. 

Neulich habe ich mal meine Stoffvorräte aufgeräumt und aussortiert. Aus allem, was sich dafür eignet, habe ich dann Boxershorts für Obdachlose genäht, quasi als genderneutrale Unterwäsche. Denn eine saubere Unterhose ist einfach ein Stück Menschenwürde. Die Anleitung gibt es kostenlos bei Snaply und DIY Eule zeigt auf Youtube in einem Video, wie man die Boxershorts näht. Aber Ihr könnt natürlich auch andere Anleitungen verwenden.

Ich stricke und spende seit inzwischen etwa 10 Jahren für Obdachlose, weil helfen eben hilft. Diese Menschen sind immer so extrem dankbar, wenn ich meine Spenden zu den verschiedenen Einrichtungen bringe. Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, Menschen zu helfen. Viel besser als jede Geschenkeschlacht unterm Tannenbaum.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Silvester 2017



Die Weihnachtszeit kam und ging so schnell.
Unser Weihnachtsbaum darf allerdings noch bis 6. Januar hängen bleiben.


Aber die Lichterkette wird heute noch abgebaut.


Denn die Kinder und ich machen heute eine Pyjamaparty. Mal sehen, ob sie bis Mitternacht durchhalten. Letztes Jahr sollte ich sie unbedingt zum Feuerwerk wecken, aber dann haben sie sich doch nur umgedreht und wollten weiterschlafen.


Die heiligen drei Könige haben inzwischen das Buchgebirge überquert.
Warum der Hubschrauber mit Solarantrieb auf dem Dach des Stalls mit der heiligen Familie gelandet ist, weiß ich auch nicht so genau.

Habt einen guten Rutsch ins neue Jahr!



Samstag, 6. Mai 2017

Kindergeburtstag, mal wieder ohne Plastiktütchen


Das Kitakind hatte Geburtstag.
Und auch in diesem Jahr haben wir zum Verteilen von Süßigkeiten in der Kita keine kleinen Plastiktütchen gekauft, sondern leere Erdnussbutterbüchsen verschönert. Diesmal haben wir ganz viele Aufkleber verarbeitet, die sich hier im Laufe der Jahre angesammelt haben.


König der Löwen, Olchis, Pumuckl, Biene Maja, Benjamin Blümchen, da ist für jeden was dabei.


Dann haben wir leere Kaffeedosen mit einseitig bedrucktem Papier (Fehldrucke, nicht mehr benötigte Briefe) beklebt.



Diese Büchsen wurden dann auf der Feier von den kleinen Gästen nach Herzenslust bemalt und beklebt. In diesen Büchsen wurden am Ende stolz die Gewinne abtransportiert.
Ich habe eine Kiste, in der ich immer alle Sticker aufbewahre, die sich hier so ansammeln. Und eine zweite Kiste mit Buntstiften, Filzstiften, Stempeln etc., die teilweise noch aus meiner Kindheit stammen.



Wir benutzen für Partys keine Wegwerfbecher, sondern lieber seit Jahren diese festen Plastikbecher, die wir mit Namensschildern bekleben. Die Trinkhalme mit den Fähnchen waren noch vom letzten Jahr übrig.



Beim Kuchenbacken finde ich immer faszinierend, dass es sofort nach Kuchen duftet, sobald ich Zucker und Butter verrühre, bzw. verrühren lasse. Die Anschaffung einer Küchenmaschine war damals eine der besten Entscheidungen ever! So viel Teig wie ich im Laufe der Jahre für Geburtstagskuchen, Weihnachtsplätzchen, Brot, Brötchen und Pizza rühren oder kneten musste...


Der Kerzenzug hat nur Platz für 5 Kerzen und die Zahlen gehen nur bis zur 6. Mal schauen, ob wir nächstes Jahr einen zweiten kaufen, um mehr Waggons zu haben und die Zahlen überkleben oder einen anderen Zug kaufen oder eine ganz andere Lösung finden.

Noch mehr Upcycling-Projekte für Kindergeburtstage 
oder mit Kaffee- und Erdnussbutterbüchsen findet Ihr dort:












Donnerstag, 1. Dezember 2016

Advent


Wie Ihr wisst, kaufe ich nicht so gern Zeug ein.
Vor allem, wenn vorhandene Dinge schon zu unseren Traditionen gehören.


Diesen Adventskalender hatten meine Schwestern und ich früher, als wir Kinder waren. Wir mussten ihn uns zu dritt teilen! Das ging auch.
Heute hängt er im Zimmer des großen Kindes.
Streng bewacht von allen Kuscheltieren, die momentan nicht im Bett liegen.


Diesen Tannenbaum-Kalender hat meine Mutter irgendwann später gekauft, als wir schon alle zuhause ausgezogen waren. Er hängt jetzt im Zimmer des kleinen Kindes. Zusätzlich hat jedes Kind noch einen Bilderkalender (unten rechts im Foto) mit 25 (!) Türchen, den die Tante vom anderen Ende der Welt vor Jahren mal geschickt hat. Nach Weihnachten werden die Türchen wieder geschlossen. Man kann sie nämlich mehrfach verwenden, wenn man vorsichtig ist.
Jedes Kind hat noch einen Adventskalender mit kleinen Büchern, die auch jedes Jahr wieder verwendet werden. Die hat meine Mutter mal meinen Kindern geschenkt.

Also einerseits herrscht hier irgendwie auch der Überfluss, 
aber andererseits habe ich keinen dieser Kalender gekauft.
Und die füllbaren sind nur mit kleinen Süßigkeiten bestückt.


Und statt eines Kranzes, der rumnadelt, abbrennen kann und der am Jahresende auf dem Müll landet, haben wir seit vielen Jahren diesen Adventszug mit elektrischen Teelichtern, den wir auch für Geburtstage verwenden. Meine Kinder lieben ihn!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit!



Samstag, 14. Mai 2016

"Spiele-Trickkiste" von Svenja Walter




Cover freundlicherweise vom GU-Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Svenja Walter
Titel: Spiele-Trickkiste. 88 luftballonbunte, brauseprickelnde Alltagsabenteuer und ruck-zuck-schnelle Müttergeheimwaffen-Beschäftigungsideen für Kinder
Verlag:GU
Preis: 14,99 €
ISBN 9783833833892
144 Seiten
Hardcover
Erscheinungstermin: Dezember 2013

Klappentext:
Die Spiele-Trickkiste bietet 88 kreative Spiele für Kinder - ohne viel Vorbereitung und für drinnen und draußen. Der kreativste und innovativste Ratgeber für einen fantasievollen und harmonischen Alltag mit Kindern.
Schnelle, einfache und kreative Spiele und Beschäftigungsideen im Alltag mit Kindern, die ohne viel Vorbereitung und Materialen funktionieren, sind in jeder Familie heiß begehrt. Ein positiver Nebeneffekt: Kreatives Spielen fordert und fördert Kinder von ganz allein! Egal ob drinnen, draußen, beim Essen, im Kinderzimmer oder unterwegs: Diese Ideensammlung begeistert Kinder, weil sie Neues und Aufregendes bietet. Alltagsabenteuer, die die Fantasie anregen, Werte und Wissen vermitteln und den Gemeinschaftssinn stärken. Das Buch zeigt Wege auf, wie wir den Blick unserer Kinder auf Aktivitäten lenken können, die Eltern wichtig sind. Außerdem werden die Kinder aktiv in die Freizeitgestaltung und -planung mit einbezogen. Und das Allerbeste: Jede einzelne Idee ist praktikabel, leicht realisierbar und dazu auch noch günstig. Anstatt Dinge kaufen zu müssen, wird einfach das verwendet, was man schon im Haus hat oder in der Natur findet.

Meine Meinung:
Das Buch lag in der Stadtbücherei auf dem Wagen mit den abgegebenen Büchern und zog meinen Blick magisch an. Schnelle Müttergeheimwaffen-Beschäftigungsideen für Kinder? Her damit! Kurz drin geblättert, sofort ausgeliehen und zuhause von vorn nach hinten gelesen.
Das Buch ist sehr logisch aufgebaut (Inhaltsübersicht in der Leseprobe, siehe Tipp 1): Zuerst gibt es Ideen, was man zuhause machen kann, z.B. bei Regenwetter. Dann kommen die Ideen für draußen (Garten, Wald, Strand). Das Thema "Essen" ist ja mit Kindern auch immer wichtig. Und nachdem hier die Kindergeburtstage vor der Tür standen, war für mich das Kapitel über das Feiern natürlich hochaktuell (inzwischen haben wir erfolgreich gefeiert, hier das Kita-Kind, hier das Schulkind). Der letzte Teil behandelt Planung und Organisation im Alltag, da geht es um Routinen, Kalender, Kinderzitate, Fotos usw.
Das Buch hat mich bei der Planung der Kindergeburtstage sehr inspiriert. Zwar haben wir weder Piraten- noch Prinzessinnengeburtstag gefeiert, aber beim Lesen und Anschauen der Bilder hatte ich viele eigene Ideen, die wir mit wenig Aufwand, aber mit umso mehr Erfolg und Spaß umgesetzt haben.
Und auch die anderen Kapitel haben mir sehr gut gefallen. Manches kannte ich schon, das bleibt natürlich nicht aus, wenn man schon seit acht Jahren in dieser "Branche" ist und sich außerdem aus der eigenen Kindheit an Spiele, Rezepte und Tricks erinnert. Aber viele Ideen sind für mich neu oder ich hatte sie vergessen.

Tipp 1:
Schaut mal die Leseprobe vom Verlag an: das Layout, die Fotos, die Schrift, ich finde das alles sehr stimmig und passend.

Tipp 2:
Die wunderschönen Vorlagen für viele Spiele und anderes aus dem Buch gibt es auf Svenjas Blog kostenlos. Schaut sie Euch unbedingt mal an!

Tipp 3:
Svenjas Blog ist sowieso lesenswert. Ich bin dort erst durch das Buch gelandet, aber sofort stundenlang hängengeblieben.

Tipp 4:
Das Buch ist auch eine prima Geschenkidee für alle Eltern von Kindern bis etwa 12 Jahren.

Tipp 5:
Das Buch gibt es auch als eBook für 11,99 €.

Dienstag, 10. Mai 2016

Star-Wars Kindergeburtstag mit Upcycling-Memory-Twister, Gewinnbüchsen...


In letzter Zeit ist es hier im Blog relativ ruhig. Das liegt daran, dass bei uns gerade so viel los ist. Ich hatte einen kleinen Autounfall (nur Blech, niemand verletzt, also nur teuer und nervig). Das große Kind war zum ersten Mal auf Klassenfahrt. Vom Geburtstag des kleinen Kindes hatte ich ja schon berichtet. Dort sind auch noch ganz viele andere meiner Ideen für Kindergeburtstage verlinkt. Kurz danach hatte das große Kind Geburtstag und der sollte im Zeichen von Star Wars stehen. Die Einladungen haben wir aus weißen Pappverpackungen geschnitten und mit freien Star Wars Bildern aus dem Netz beklebt. Leider habe ich sie nicht fotografiert.

Neulich war an der Schule eine Art Sportfest, nur viel schöner. Da gab es u.a. das allseits bekannte und bei "jungen Leuten" beliebte Twister, das meine Kinder immer wieder spielen wollten. Nach dem Fest wusste ich, dass wir auch unbedingt eins zuhause haben müssen. Aber beim bösen Internetkaufhaus bestellen? Kommt ja gar nicht infrage! Wir hätten in den schönen Spielzeugladen umme Ecke gehen können, aber dort haben wir in den letzten Wochen ehrlich gesagt genug Geld hingetragen. Und überhaupt muss man doch nicht immer was kaufen, wenn man es auch selber machen kann. Viel schöner sogar, ohne Plastikfolie, dafür aus Stoff mit ganz vielen Erinnerungen. Haltbarer dürfte es dann auch sein.


Also habe ich meine Stoffreste durchwühlt nach allem in rot, gelb, blau und grün. 
Webware, Jersey, Frottee, Samt, völlig egal.


Eine runde Vorlage in geeigneter Größe war mein guter alter Stickrahmen.
Als Trägerstoff wurde eine alte Tischdecke mit weißer Rückseite bestimmt.
In regelmäßigen Abständen habe ich Kreise darauf gemalt. Dabei habe ich nur am Anfang gemessen und etwas gerechnet, später dann aber die Kreise nur ungefähr platziert und mich dabei am relativ regelmäßigen Blumenmuster orientiert.


Die Stoffreste habe ich à la Crazy Patchwork aneinander gestückelt und dann mithilfe des Stickrahmens den Kreis aufgezeichnet und diesen zuletzt ausgeschnitten.


Den Kreis auf die Tischdecke gepinnt...


...und im Zickzack festgenäht. Man kann das auch mit dem Applikationsstich oder so machen.


Und warum heißt das nun Memory-Twister?
Ganz einfach: Darin sind nicht nur Reste von meinen Nähprojekten verarbeitet, wie z.B. hier die große grüne Fläche, die vom Drachenkostüm stammt oder der Blümchenstoff, aus dem ich die allerersten Kita-Tütchen genäht hatte (prä-blog),...


...sondern auch Reste von (ausgeschlachteten) Altkleidern, z.B. das große orange hier ist ein Stück vom Tantenrock, der zur Turnhose wurde. Auf dem gelben Stoff daneben hat das große Kind die ersten Näh-Schritte gemacht, also verschiedene Stiche getestet.


Ein großes Stück Saunatuch, aus dem ich Waschlappen und kleine Handtücher gemacht habe.


Das hellblaue mit den Sternen waren mal Fleece-Hausschuhe.


Das dunkle mit Muster ist ein Rest von einer Stiftetasche, die ich dem großen Kind mal genäht habe.
Das helle ist ein Stück Schlafanzug, den ich zu mehreren Sachen verarbeitet habe.


Rechts unten ein Rest von der ersten, gestreiften Kitatasche.
Links unten roter Jeans, aus dem ich einen Sonnenhut für das große Kind genäht habe. Den habe ich nie gebloggt, aber er ist bei meinen Reisetricks gleich zweimal zu sehen.


Und so sieht das ganze dann aus.


Neben dem Spielfeld braucht man aber noch einen Zufallsgenerator, der vorgibt, welches Körperteil man auf welche Farbe platzieren soll. Natürlich hätte ich eine Drehscheibe basteln können. Es gibt auch Apps für Smartphones, aber ich hab nur ein ganz altmodisches Klapphandy. Stattdessen habe ich einfach einen Farbwürfel aus einem der vielen Brettspiele und einen normalen Würfel genommen. Die werden in einer alten Kekspackung gelagert und gewürfelt (damit sie nicht wegrollen). Für die Zahlen habe ich eine Liste (1=linke Hand, 2=rechte Hand usw.) geschrieben und auf den Deckel geklebt. Wenn eine andere Farbe als rot, gelb, blau und grün gewürfelt wird, dürfen die Spieler sich eine Farbe aussuchen.


Die Kinder waren beim Spielen hochkonzentriert.

Weitere Ideen für Twister:
  • Wer keine Stoffreste hat, aber ganz viel Nähgarn, Stickgarn, Sticktwist oder Wolle, kann einfach die Flächen aus Garn in rot, blau, gelb und grün aufsticken. Das geht auch ohne Nähmaschine, einfach den Stoff in einen Stickrahmen einspannen und den Kreis mit Handstichen (Kreuzstich, Vorstich, Plattstich etc.) füllen.
  • Man kann die Farbflächen auch mit Stoffmalfarbe aufmalen.
  • Mit Wolle/Strickgarn kann man auch Kreise auf das Laken bringen, indem man die Farbflächen spiralförmig aus dem Garn auf das Laken legt und mit Stecknadeln festpinnt, anschließend von Hand oder mit der Maschine im Zickzack festnäht.
  • Statt Kreisen kann man auch Quadrate, Sechsecke, Herzen oder sonstige Formen gestalten.
  • Statt rot, blau, gelb und grün kann man auch andere Farbkombinationen nehmen. Oder (für Leute mit rot-grün-Schwäche) uni, kariert, gestreift und mit Punkten.
  • Man kann die Flächen auch ganz aufwändig als Quilt gestalten, z.B. Sechsecke aus je sechs gleichseitigen Dreiecken.
  • Die Kanten der Farbflächen kann man mit der Overlock versäubern oder (mit Hilfe einer Schablone) umbügeln oder man doppelt die Kreise rechts auf rechts und schneidet die zukünftige Innenseite (am besten ein blöder Stoff, der endlich weg muss) in der Mitte ein, wendet das ganze und näht es dann mit der schönen Seite nach außen auf.
  • Die Farbflächen kann man auch füttern mit Volumenvlies oder einem dicken Fleece, der weg muss.
  • Quilter könnten auch eine schöne Variante mit Verkehrszeichen machen: rote Stop-Schilder, blaue Radweg-Schilder, gelb(weiß)e Vorfahrtstraße, grüner Rechtsabbiegerpfeil. Oder man malt diese Variante mit Stoffmalfarbe.

Ich hab aber auch noch ein paar andere Sachen gebastelt:


Weil das Kind wieder elektrische Geburtstagskerzen haben wollte, habe ich wieder unseren Adventszug umfunktioniert. Dazu habe ich passende Rechtecke aus einer Pappverpackung geschnitten, Buchstaben und das Alter raufgeschrieben und auf die Waggons geklebt. Diesmal hebe ich sie auf, damit sie nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommen können. Letztes Jahr waren sie nur aus Papier, das ist beim ablösen leider zerrissen.


Für die Gewinne gab es diesmal Star-Wars-Büchsen. Die bewährten Kaffeebüchsen habe ich dafür mit - ausnahmsweise neu gekauftem - Geschenkpapier beklebt. Dafür habe ich die Geschenke für das Kind in unseren bewährten, Mehrweg-Geschenkkartons verpackt.
Die Tischdecke ist ausnahmsweise aus Plastik und gekauft.
Die Becher haben wir seit Jahren und benutzen sie immer für Partys.
Die Strohhalme hat mir neulich die Nachbarin geschenkt, deren Kinder aus dem Alter leider schon raus sind.


Damit es keinen Streit gibt und jedes Kind seine Dose sofort erkennt, habe ich die Namen von Hand in schwarzem Outline-Font auf gelben Karton geschrieben. Das hat zehnmal so lange gedauert wie die Dosen zu bekleben. *ächz*
(Es gibt da einen kostenlosen Font-Generator im Netz, fragt bei Bedarf mal Tante Google, aber unser Drucker mag keinen Karton und gelbes Papier hatte ich nicht da.)


Aus den gelben Kartonresten habe ich noch Sterne ausgestanzt und zusammen mit den Namen auf die Deckel geklebt. 


Die Girlande habe ich mal über Pinterest gefunden. Da waren ursprünglich ein paar sehr niedliche Fahrzeuge bei, die habe ich jetzt entfernt, damit es nicht so babyhaft ist.


Neben Twister ("Jedi-Training") haben wir Büchsenwerfen ("Zerstöre den Todesstern!") und Topfschlagen ("Finde den Yoda" mit "hell und dunkel" statt "heiß und kalt") gespielt.


Meine Kinder haben noch keinen der Star Wars Filme gesehen, aber es genügt ihnen, die Karten zu sammeln und ein T-Shirt zu besitzen. Man kann die Kinder nicht immer von allem fernhalten. Aber solange sie sich noch bei manchen Folgen von "Shaun das Schaf" fürchten, sind sie für Star Wars noch zu sensibel.

Abschließend waren wir noch auf dem Spielplatz, wo wir uns mit einer zweiten Kindergeburtstagsgesellschaft verabredet hatten, damit die beiden befreundeten Gastgeber auch ein wenig gemeinsam Geburtstag feiern können. Denn da sie an demselben Tag geboren sind, können sie sich ja nicht gegenseitig einladen, wenn sie beide genau am Geburtstag feiern.

In den nächsten Tagen werde ich hier ein Buch vorstellen, das mich teilweise beim Planen inspiriert hat (inzwischen erledigt und vorwärts verlinkt). Aber das würde jetzt wirklich den Rahmen sprengen.

So, jetzt noch schnell verlinken bei:



Donnerstag, 12. November 2015

Religion


Das große Kind mag in der Schule das Fach Religion am liebsten. Das kleine Kind nimmt in der evangelischen Kita gern an der Kinderandacht teil. Mein Mann und ich sind gar nicht religiös, aber wir sprechen nicht viel darüber. Wenn die Kinder ganz begeistert über Jesus und Gott reden, hören wir zu und freuen uns, was sie sich für Gedanken machen. Fragen beantworten wir nach bestem Wissen und Gewissen, ohne sie anzulügen, aber auch ohne sie brutal zu desillusionieren.

In den letzten Tagen sind wir abends mit den Laternen unterwegs gewesen und haben neben "Laterne, Laterne", "Ich geh mit meiner Laterne" und "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" auch "Lasst uns miteinander singen, spielen, loben den Herrn!" gesungen.
Gestern abend im Bett hat das kleine Kind letzteres weiter in Dauerschleife gesungen und ist dabei immer lauter geworden, bis ich drüber gebrüllt habe: "Man kann den Herrn auch leise loben!" Ich will nicht wissen, was die Nachbarn jetzt denken...

Wahrscheinlich werden meine Kinder total religiös, gerade weil wir keinerlei Druck bei dem Thema ausüben. Ich werd schon mal Geld für die Konfirmationsfeiern sparen...


Dienstag, 12. Mai 2015

Noch ein Kindergeburtstag, wieder DIY, Upcycling & Zweckentfremdung


Etwa zwei Wochen lang ist das große Kind nur zwei Jahre älter als das kleine. Das finden beide sehr spannend. Jetzt hatte also auch das große Kind Geburtstag und ist wieder drei Jahre älter und damit sieben. Die Zeit rennt echt immer schneller. Es dauert nicht mehr lang und wir feiern zweistellig...


Den Kuchen hat das Kind selbst entworfen. Backen durfte ich. ;-)
Aber ich musste dabei genau erklären, welche Aufgabe jede einzelne Zutat hat.
Es ist ein ganz einfacher Schokokuchen mit Schokoguss.


Eigentlich haben wir einen Geburtstagszug aus Holz mit echten Kerzen, aber das Kind ist zurzeit etwas ängstlich, wenn es um echtes Feuer geht, deshalb hat es sich den Adventszug mit elektrischen Lichtern stattdessen gewünscht. Ich habe den Namen und die Sieben auf farblich passendes Papier geschrieben und mit Klebestift aufgeklebt. Der Zug hat zwar nur vier Wagen, aber man kann ja auf jeden Wagen mehrere Buchstaben schreiben.


Das Thema war diesmal "Eisenbahn" und ich habe Becher und Strohhalme passend geschmückt. Die Streifenpuzzles waren noch von neulich übrig. Für Grundschüler zwar eigentlich zu babyhaft, aber was soll's?


Von den Einladungen habe ich leider mal wieder keine Fotos, aber die Give-Away-Tütchen habe ich noch schnell geknipst. Es sind mal wieder Käsetüten. 


Schöne Geschenkekartons mache ich aus Schuhkartons und gebrauchtem Geschenkpapier. Die kann man immer wieder verwenden und das Ein- und Auspacken geht schön schnell.


Der Renner war natürlich auch hier das Büchsenwerfen. Nachdem die Gäste erst die Büchsen und dann sich gegenseitig mit den Stoffbällen beworfen haben, wurde eine Art Eierlaufen mit Büchsen, also quasi Büchsenlaufen gespielt. Wer ist schneller mit einer Büchse auf der Handfläche am ausgestreckten Arm? Wer kann die Büchse auf dem Kopf balancieren? Und auf dem Rücken?


Und jetzt zeig ich noch eins der schönsten Geschenke: 
eine Rose, ein Lavendel und Gartengeräte in Kindergröße. 




Dienstag, 28. April 2015

Kinder-Geburtstag: DIY & Upcycling


Kinder, wie die Zeit vergeht!
Das kleine Kind ist nun schon vier Jahre alt.


Und weil es alles liebt, was Räder hat: Autos, Eisenbahnen, Busse, U-Bahnen usw., haben wir für die Kitakinder diesmal die bewährten Erdnussbutterbüchsen (siehe hier und hier) mit Verkehrszeichen beklebt.


Die Reste der Etiketten sind hinter einem Spielstraßenschild versteckt.
In den Büchsen drin sind selbst gebackene Mürbeteigkekse. Sie kommen immer gut an. So sparen wir eine Menge Müll gegenüber Gummitiertütchen u.ä.


Die nächste Idee hatte mein Mann. Er trinkt diesen Pulverkaffee seit ein paar Monaten immer auf der Arbeit und hat fleißig die leeren Büchsen gesammelt. Eines Tages kam er damit nach Hause und sagte: "Damit könnte man doch auf dem Kindergeburtstag Büchsenwerfen spielen." Ja, inzwischen ist er auch ein Upcycler! *freu*
Um die Büchsen etwas aufzuhübschen, habe ich sie mit Plastikfolien aus alten Einkaufstüten beklebt. Da wir aber fast gar keine Tüten mehr haben, habe ich die Nachbarin gefragt, die mir sofort eine große Kiste voll geschenkt hat, weil sie auch nur noch Stofftaschen verwendet, aber die alten Tüten nicht einfach in den Müll werfen wollte. So hat sie sich gefreut, Ballast abzuwerfen und mir gleichzeitig zu helfen. Wie schön!
(Wer drinnen feiert, kann die Büchsen auch z.B. mit gebrauchtem Geschenkpapier oder Zeitung bekleben. Aber für den Garten wollte ich etwas Wasserfestes haben.)


So sahen die Büchsen dann aus.


Die Bälle habe ich aus Stoffresten genäht. Diese hier sind vom Bahnübergangskostüm.
Das Schnittmuster gibt es hier kostenlos. (Okay, noch sehen sie eher wie Propeller oder Insekten aus. Aber das ändert sich gleich.)


Gefüllt habe ich sie mit Stoffschnipseln aller Art.


Das bunt geringelte sind Fußteile einer Kinderstrumpfhose, die zu kurz war und die ich mal abgeschnitten und umgenäht hatte.


18 Bälle habe ich genäht.


Die Kinder haben prima mit den Büchsen und Bällen gespielt. Sie haben auch immer schön gemeinsam aufgebaut und die Bälle aufgesammelt.


Es hat so viel Spaß gemacht, dass sie gar nichts anderes spielen wollten. Die Büchsen haben auch immer schön laut gescheppert. Ich hatte zwar noch ein paar Spiele und auch sonstige Beschäftigungen vorbereitet, aber die kamen nicht zum Einsatz.


Zum Beispiel gibt es im Netz ganz tolle Streifenpuzzles zu verschiedenen Themen.
Bei uns drehte sich natürlich alles um Fahrzeuge. Ich habe die Vorlagen auf zerschnittene Kartons geklebt und dann zugeschnitten.


Es gibt im Netz viele tolle Ausmalbilder, Labyrinthe, Schwungübungen gratis.


Die Stickbilder habe ich auch auf Pappe geklebt und die Löcher mit der Lochzange vorgestanzt. Die Schnürsenkel zum "Sticken" sind neu. In den Umschlägen sind Shadow-Matching-Karten. Es sind immer sechs Fahrzeuge und mit sechs passenden Schatten. Kleinere Kinder "puzzeln" damit die richtigen Schatten zu den Fahrzeugen. Größere Kinder können damit Memory spielen.


In diesen Papiertüten wird uns der Käse geliefert. Er ist aber immer noch zusätzlich in Wachspapier eingewickelt, sodass die Tüten sauber sind und auch nicht riechen. Ich habe Fahrzeugbilder aufgeklebt, die unbenutzten Spiele hineingetan, die Tüten oben zugewickelt und mit kleinen Wäscheklammern verschlossen. So konnten wir den kleinen Gästen ein Dankeschön mit nach Hause geben. Die Eltern freuen sich sicher, wenn die Kinder sich mit den Spielen beschäftigen.


Diesmal gab es übrigens auch Verkleidungen für die Trinkbecher.


Und auch die Strohhalme hatten Auto-Fähnchen.
Jedes Kind hat stolz seinen Namen drauf geschrieben.
So wurde nichts verwechselt.

Ich hatte noch so viel gebastelt (die Einladungskarten, eine große Wimpelkette usw.), aber längst nicht alles fotografiert. Meine Inspiration habe ich mir übrigens via Pinterest geholt. Aber da muss man wirklich diszipliniert sein, damit man dort nicht mehrere Nächte verbringt.

Und falls sich jetzt jemand fragt, woher ich so viel Zeit habe: Ich habe sehr früh mit den Vorbereitungen angefangen und immer mal zwischendurch fünf Minuten gebastelt, die wichtigen Sachen zuerst, die Bonussachen zum Schluss. Ich habe zum Glück einen großen Nähtisch, auf dem ich solche Werkeleien auch mal ein paar Tage liegen lassen kann.

Heute mache ich mit bei:

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