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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Meine Top 10 Bücher 2025

Liebe Lesende, 

es ist Zeit für einen Jahresrückblick. 2025 habe ich 134 Bücher gelesen, davon habe ich 41 Titel mit 5 von 5 Sternen bewertet. 17 Bücher habe ich abgebrochen und 7 haben von mir die schlechteste Bewertung von nur einem Stern bekommen.


Von meinen 5-Sterne-Büchern habe ich für Euch meine persönliche Top Ten ermittelt. Ohne Ranking, sie sind alle am besten:

Beklaute Frauen

Für alle, nicht die wenigern

Wohnopoly

Nincshof

Die Pädagogin der glücklichen Kinder

Das Haus des Leuchtturmwärters

Entromantisiert Euch!

Das Känguru-Manifest

Fräulein Gold - Der Preis der Freiheit

Druck machen

Ich habe jeweils meine Rezension verlinkt. Falls ein Link nicht funktioniert, schreibt mir bitte, dann repariere ich das.

Mein Lesejahr war sehr abwechslungsreich. Und wie war Dein (Lese-)Jahr?

Ich wünsche allen einen entspannten Jahreswechsel und alles Gute für 2026, vor allem natürlich Gesundheit und eine friedliche, gewaltfreie Welt!

Mittwoch, 1. Januar 2025

Rückblick auf mein Lesejahr 2024 - Meine Top 10


2024 habe ich 141 Bücher gelesen, davon allerdings 28 abgebrochen.

(An dieser Stelle würde ich gern ein Bild meiner Goodreads-Statistik zeigen, das funktioniert hier aber leider nicht mehr. Kommt doch mit rüber zu meinem neuen Blog, dort gibt es denselben Beitrag MIT Bild.)

Die folgenden 10 Bücher sind meine absoluten Highlights des vergangenen Lesejahres. Die Liste ist aber nicht sortiert. Sie sind quasi alle Platz 1.
Ich kann hier leider keine Coverbilder zeigen, falls Ihr die gern sehen möchtet, hüpft doch bitte rüber auf mein neues Blog. Dort zeige ich dasselbe wie hier, nur MIT Bildern.

Meine Top 10, die ich 2024 gelesen bzw. gehört habe:

Ich habe gerade mal nachgesehen, ob ich mir Anfang 2024 ein Leseziel gesetzt habe. Offenbar nicht. Aber ich bin mit meinem Lesejahr sehr zufrieden. Ich habe so viele kluge, spannende und berührende Bücher gelesen. Vielleicht brauche ich gar keine Ziele. Falls Ihr noch Inspiration sucht für 2025, dann lest doch mal, was ich vor einem Jahr zu dem Thema geschrieben habe.

Ich wünsche Euch alles Gute für 2025, 
Gesundheit, Kreativität und immer eine spannende Lektüre!


Samstag, 31. Dezember 2022

Rückblick auf mein Lesejahr 2022, Ausblick auf 2023

 










Laut Goodreads habe ich dieses Jahr 130 Bücher gelesen.
Davon hatten 47 eine Protagonistin, die über 45 Jahre alt ist.

Ich kann Euch sehr empfehlen, auch mal bewusst zu solchen Büchern zu greifen, denn Frauen verschwinden doch nicht einfach, wenn sie ein gewisses Alter überschritten haben. Wir sind da, wir sind aktiv und wir sind wichtig! Es ist so schön, über großartige Frauen zu lesen, die diesen ganzen Krampf mit Studium, Berufswahl, Partnersuche, Hochzeit und Kindern hinter sich haben und sich um andere Dinge kümmern, sich vor allem auch endlich um sich selbst kümmern, das Leben genießen und durch ihre Lebenserfahrung viel gelassener und klüger sind als diese ganzen jungen Damen, die noch überlegen, welche Unterwäsche sie nun zum Date anziehen sollen.

Insgesamt habe ich eine sehr schöne Mischung aus spannenden, romantischen und klugen Büchern gelesen. Ich bin mit meinem Lesejahr sehr zufrieden.

Für das kommende Jahr habe ich im Augenblick noch keine Challenge geplant, denn manchmal entwickelt sich so eine Idee erst im Laufe der Zeit. Und wenn nicht, werde ich einfach lesen, was mir Spaß macht, aber immer wieder gern Bücher über "alte Frauen" und auch gern so divers wie 2021. Bücher von Autor'innen und mit Protagonist'innen, die nicht weiß und/oder nicht cis-hetero sind, haben meinen Horizont sehr erweitert, da will ich unbedingt noch mehr lesen.

Ein wichtiges Anliegen:
Bitte verzichtet auf Feuerwerk und vor allem auf Böller!
Das Geknalle ist für Menschen, die durch den Krieg traumatisiert sind, für Menschen, die hochsensibel sind (z.B. meinen Mann, meine Kinder und mich), für Haustiere und vor allem für Wildtiere die Hölle.
Dazu kommt noch die Umweltbelastung durch den Müll, die Schadstoffe und den Feinstaub. Dass im neuen Jahr immer so viele Menschen Husten haben, liegt auch daran, dass sie diese schreckliche Luft an und nach Silvester einatmen müssen.
Man kann das neue Jahr auch anders begrüßen:
Tanzt, singt, trommelt, lacht, knutscht und vögelt bis zum Umfallen!
Lasst es krachen, aber bitte ohne Böller!

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2023!





Freitag, 31. Dezember 2021

Mein Lesejahr 2021 - Ziele erreicht? Lieblingsbücher? Neue Ziele?

 

Das Jahr geht zu Ende, wir schauen zurück, was in den vergangenen 12 Monaten passiert ist und was wir gemacht haben. Und wir schauen nach vorn, machen Pläne und freuen uns auf das, was kommen wird. Das kleine Kind wird im Sommer die Grundschule verlassen, das ist hier ein wirklicher Meilenstein, denn unsere Grundschule ist wirklich an vielen Stellen unterirdisch. Und zwar nicht im Sinne von U-Bahntunnels oder Rohrpost...

Was Bücher betrifft, bin ich sehr begeistert vom vergangenen Lesejahr. Ich habe nicht nur viel (120 Bücher), sondern vor allem viel Großartiges gelesen. Mein Leseziel habe ich erreicht, denn ich habe deutlich diverser gelesen als vorher. Ich habe 15 queere Bücher gelesen, also Bücher mit LGBTQAI+-Figuren oder Autor'innen und 16 Bücher mit BIPOC-Figuren oder Autor'innen. 6 dieser Bücher erfüllten sogar beide Kriterien gleichzeitig. Auf jeden Fall haben mir alle sehr gut gefallen und ich möchte auch in Zukunft weiterhin auf mehr Diversität beim Lesen achten.


(Den Überblick behalte ich übrigens mit Hilfe von Goodreads.)

Allgemein habe ich wieder ein breites Spektrum von Genres gelesen: 

7 Klassiker (von Oscar Wilde, Theodor Fontane, William Shakespeare, Ray Bradbury, George Orwell), 6 Kinderbücher, 9 Jugendbücher, 5 Comics, 20 Sachbücher, 6 Inselromane an Nord- und Ostsee, 13 Winter-/Weihnachtsbücher, 16 historische Romane sowie zeitgenössische Titel von Lieblingsautorinnen wie z.B. Sophie Kinsella und Susanne Fröhlich.

Ich hatte dieses Jahr so viele Lieblingsbücher, dass die Frage nach dem Allerliebsten wie die Frage nach dem Lieblingskind wäre, aber ein paar Titel kann ich gern aufzählen:

Macbeth, Middlesex, die Fräulein Gold Reihe, die Ruhrpott-Saga, die Hafenschwester Reihe, das Weltrettungsbuch von Frank Schätzing. Diese Titel möchte ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen!

Im Laufe des Jahres habe ich auch die gesamte Miss Marple Reihe von Agatha Christie gelesen, das hat mir viel Spaß gemacht. Und diese ist der Aufhänger für mein Leseziel für 2022. Um das zu erklären muss ich aber etwas ausholen. Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben, dass es früher keine Young Adult und New Adult Bücher gab. Da las man Jugendbücher wie Hanni & Nanni oder Denise Romane, in denen die Protagonist'innen minderjährige Jugendliche waren, die noch bei ihren Eltern lebten. Dann gab es eine Lücke und weiter ging es mit Romanen für Erwachsene, die bereits einen Beruf hatten und allein oder in einer Partnerschaft lebten. Diese Lücke wurde durch YA und NA geschlossen. Als neulich eine kluge Frau auf Twitter nach Romanempfehlungen mit weiblichen Hauptfiguren über 50 fragte, habe ich mich gern beteiligt und neben Miss Marple noch Bücher wie "Die Wand" von Marlen Haushofer empfohlen. Aber mir wurde deutlich, dass alte Frauen meistens nur als Nebenfiguren vorkommen, dabei können sie doch auch sehr spannend sein. Ich habe die Empfehlungen der anderen Leute gesichtet und eine Wunschliste erstellt. Allerdings fasse ich das mit dem Alter etwas weiter. Wenn die Protagonistin über 45 Jahre alt ist, ist das auch okay, sofern sie nicht noch mitten in der Familienphase mit Grundschulkindern steckt. Ich will mich in meiner Lektüre repräsentiert fühlen und nach vorn schauen. Ja, die Jugend und das junge Erwachsensein war eine spannende Zeit und ich werde auch in Zukunft Bücher mit solchen Figuren lesen, schon allein wegen Sophie Kinsella und Kerstin Gier. Aber ich will mehr über Frauen lesen, die dort stehen, wo ich mich im Leben befinde. Alte Frauen (TM) sind allgemein in der Gesellschaft recht unsichtbar, das muss sich dringend ändern! Wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Frauen in Deutschland älter ist als ich, dann ist es schon seltsam, dass sie in den Medien, in der Öffentlichkeit und in Geschichten so oft nur Randfiguren darstellen.

Also, meine Challenge für 2022 ist, mehr Bücher mit Protagonistinnen zu lesen, die mindestens 45 Jahre alt sind. Ihr könnt gern mitmachen! Und auch wenn meine Leseliste schon sehr lang ist, freue ich mich über Eure Tipps, welche Bücher Ihr mir da empfehlen könnt. Schreibt mir in den Kommentaren oder auf Instagram an @henriette_linkshaenderin !

Samstag, 23. Januar 2021

Mein Lesejahr 2020





Mein Lesejahr 2020 war großartig. Ich habe 100 Bücher gelesen, die mir mit überwältigender Mehrheit (77%) wirklich sehr gefallen haben (⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und ⭐️⭐️⭐️⭐️). Es wurden insgesamt nur 27 Bücher von Männern geschrieben, also nur ein gutes Viertel. Wobei 8 davon (also etwa ein Drittel der Männer) Bücher geschrieben haben, die mir nur mäßig (⭐️⭐️⭐️) bis gar nicht (⭐️) gefallen haben. Tendenziell haben mir also Bücher von Frauen besser gefallen als Bücher von Männern. Das ist aber nur Statistik. Es gibt durchaus Männer, die gute Bücher schreiben (z.B. Nils Pickert) und Frauen, die mich enttäuscht haben (z.B. Marah Woolf). 

Ich lese ja am liebsten Originale, allerdings kann ich das nur bei englischsprachigen Autor'innen. Mit meinem Französisch komme ich sehr schnell an meine Grenzen. Und mein Italienisch ist nur gut genug für den Urlaub, um ein Hotelzimmer zu buchen oder Essen zu bestellen. Und dann auch nur mit Händen und Füßen. Also bin ich manchmal auf Übersetzungen angewiesen. Und diese können sehr unterschiedlich sein, wie ich dieses Jahr am Beispiel von Fabio Geda feststellen musste. Seine Bücher "Staubgeboren" und "Ein Sonntag mit Elena" wurden von zwei verschiedenen Leuten übersetzt, was zur Folge hatte, dass das eine unter meinen absoluten Highlights ist und ich das andere wirklich schlecht fand.

Besonders freue ich mich, dass meine Lektüre vielfältiger war als früher: Ich habe mindestens 13 nicht-weiße Autor’innen und mindestens 6 queere* Geschichten bzw. Bücher von queeren Autor’innen gelesen. 

Ich würde mich deshalb über Eure Empfehlungen zu weiteren nicht-weißen oder queeren Autor’innen bzw. Geschichten freuen!

*(LGBTQAI+)

Sonntag, 27. Dezember 2020

Rückblick: Die besten Bücher, die ich 2020 gelesen habe


2020 war für mich ein absolutes Lesejahr. 
Ich habe dieses Jahr 100 Bücher gelesen.
Dazu zähle ich auch Hörbücher.
Dafür zähle ich nicht, wenn ich ein Buch zum wiederholten Male lese, wie z.B. "Der kleine Vampir" Band 1 bis 8, die ich mit den Kindern zusammen gelesen habe, und Harry Potter Band 4 bis 7, die ich teilweise mit dem großen Kind gelesen habe.

Meine absoluten Highlights von 2020 in wilder Reihenfolge (ich wollte überall jeweils meine Rezension verlinken, damit Ihr bei Interesse dort mit einem Klick die Details erfahren könnt, aber irgendwie ist Blogger kaputt. Naja, markieren und ins Suchfeld kopieren könnt Ihr ja auch):

"Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men" von Caroline Criado Pérez 

"Die Hafenschwester" (Band 1 und 2) von Melanie Metzenthin

"Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen (Aber wissen sollten)" von Alice Hasters

"Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen" von Fabio Geda

"Junger Mann" von Wolf Haas

"Nachwendekinder: Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen" von Johannes Nichelmann

"Me" von Elton John

"Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" von Ulrike Sterblich

"Red, White & Royal Blue" von Casey McQuiston 

"Longbourn" von Jo Baker

"Dreck am Stecken" von Alexandra Fröhlich

"Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

"Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling

Und wie war Euer Lesejahr?

Donnerstag, 9. Januar 2020

Die Welt retten?


Die Sache mit den guten Vorsätzen
Zum Jahreswechsel haben viele Leute gute Vorsätze, was sie im neuen Jahr anders oder besser oder nicht mehr machen wollen. Ich habe das bisher eher selten gemacht, weil ich beobachtet habe, dass sich mein Leben selten an meine Pläne hält. Stattdessen schau ich gern auf das vergangene Jahr zurück. Ich habe 2019 wenig gebloggt und wenn, dann hauptsächlich über die Bücher, die ich gelesen habe. Allerdings repräsentiert das nicht ansatzweise mein Leben.

Was mich früh geprägt hat: Kapitalismus und Patriarchat
Ich bin ja schon fast mein ganzes Leben eher alternativ-öko-friedensbewegt unterwegs. Als Kind von Kriegskindern fand ich Frieden schon immer erstrebenswert. Aus Geldmangel wurde in meiner Kindheit viel selbst gemacht, wiederverwendet, verzichtet, repariert und einfach wenig in den Müll geworfen. Später dann hat die Ablehnung meiner Mitschüler'innen bei mir zu einer Trotzreaktion geführt. Ich konnte mir keine Levi's Jeans oder DocMarten Schuhe leisten und als ich deshalb ausgegrenzt wurde, wollte ich auch gar nicht dazugehören, indem ich mir möglichst ähnliche Sachen kaufe. Ich hab z.B. gar keine Jeans mehr getragen, sondern Stoffhosen, Röcke, Kleider und Leggins.
Ich war auch schon Feministin, bevor ich in die Pubertät kam. Ich bin in einem reinen Frauenhaushalt aufgewachsen. Meine Mutter war geschieden. Ihre Mutter war geschieden. Und deren Mutter war ihr Leben lang ledig. Frauen waren also prägend, Männer kamen eher als Störfaktoren vor.
Zwar hab ich mich später auch geschminkt und gestylt, aber eher, um meinen eigenen Stil zu entwickeln und mich von anderen abzuheben, als nur um Männern zu gefallen. Wenn mich einer anbaggern wollte und nur über mein Äußeres laberte, hab ich ihm mächtig die Meinung gegeigt. Bald wurde es mir dann einfach zu zeitaufwendig und zu teuer, mich so viel um mein Aussehen zu kümmern. Kleidung soll in erster Linie praktisch sein und mich wärmen. Meine Haare sollen pflegeleicht sein. Kurze Haare musste ich alle 6 Wochen nachschneiden lassen. Also trage ich lange Haare und schneide sie selbst. Schminke kommt nur noch sehr wenig zum Einsatz. Um Frauenzeitschriften und ähnliche Einflüsse mache ich schon lange einen großen Bogen.
Ich hab noch nie eine Kreuzfahrt gemacht.
Meine letzte Flugreise war 2007.
Die letze private Flugreise ist sogar noch länger her, das war im Jahr 2000.
Beim letzten Umzug im Jahr 2010 sind wir auf Naturstrom* umgestiegen.
So hielt ich mich eigentlich für ziemlich umweltfreundlich.

Muss man Wasser aus Plastikflaschen trinken?
Im Herbst 2018 wurde mir plötzlich bewusst, wie viel Plastikmüll bei uns anfällt. Wir tranken damals noch Wasser aus Einwegplastikflaschen. Jede Woche fütterte ich im Supermarkt den Leergutautomaten. Jede Woche schleppte ich neue, volle Flaschen nach Hause. Wir tranken aus Plastik und dachten uns nichts dabei. Aber die Stimmen anderer Umweltschützer'innen wurden immer lauter und endlich begriff auch ich, dass ich etwas ändern muss. Ich nahm einen großen Glaskrug aus dem Küchenschrank, füllte ihn am Wasserhahn und stellte ihn auf den Tisch. Wenn ich Durst hatte, füllte ich mein Trinkglas mit diesem Wasser und trank. Revolutionär!!!

Muss Kosmetik in Plastik verpackt sein?
Dann nahm ich die vielen Plastikflaschen im Badezimmer wahr: Flüssigseife, Shampoo, Spülung, Haarkur, Duschgel und Bodylotion. Dabei war ich mit dem Zustand meiner Haare und meiner Haut gar nicht zufrieden. Ich kaufte mir zwei Stücken Seife*: eins zum Duschen und eins fürs Händewaschen. Sie ist vegan, ohne Palmfett und ohne Plastikverpackung. Dazu hat sie auch noch einen Charity-Effekt. Meine Haut ist schöner geworden und ich brauche weder Handcreme noch Bodylotion.
Das mit den Haaren hat länger gedauert. Erst hab ich die No-Poo-Methode probiert. Die Idee finde ich super, aber leider funktioniert sie bei mir nicht. Dann hab ich meine Haare mit Roggenmehl gewaschen. Das fanden meine Haare zwar gut, aber mir war es zu umständlich. Als nächstes hab ich normale Seife und Haarseife probiert, anschließend eine saure Rinse mit Essig gemacht. Das war schon besser, aber ich war noch nicht zufrieden. Glücklicherweise hab ich dann festes Shampoo* entdeckt. Seitdem sind meine Haare wunderbar! Ich muss sie seltener als vorher waschen, die Spitzen brechen nicht mehr ab und ich brauche weder Spülung noch Kur.
Nebenbei hab ich aus Neugier Deo* selbst hergestellt. Das ist so kinderleicht, wirksam und billig, dass ich es kaum glauben konnte!

Müssen Lebensmittel in Plastik verpackt sein?
Als nächstes waren die Lebensmittel dran. Ich kaufe schon lange größtenteils bio ein, dabei möglichst fair, regional und saisonal. Aber auf die Plastikverpackung hatte ich weniger geachtet. Inzwischen hab ich viele Artikel ersetzt. Dinge wie Zucker*, Getreideflocken*, Müsli* und Schokolade kaufe ich jetzt in Papier oder Pappkarton statt in Plastik. Unser Bioladen* hat zum Glück auch viel Obst, Gemüse und Kartoffeln lose. Ich fülle sie in leichte Beutel, die ich mir aus einer alten Gardine genäht habe. Und immer, wenn ich zum Stricktreffen von Helfen WOLLEn fahre, komme ich bei einer Filiale der Biocompany* vorbei, die ein großes Angebot an unverpackter Ware hat. Dort kaufe ich Trockenfrüchte, Getreide, Nüsse, Gummibären, Schokolinsen, die ich in mitgebrachte Schraubgläser fülle.
Im vergangenen Jahr habe ich auch viel selbst im Garten angebaut: Kartoffeln, Tomaten, Möhren, Zucchini, Kräuter. Das spart neben der Verpackung auch die Transportwege.

Muss ich jeden Tag Auto fahren?
Da ich nicht berufstätig bin, muss ich nicht jeden Tag unterwegs sein. Deshalb kann ich meine Fahrten bündeln und somit Benzin sparen. Meine Kinder haben dank des Berliner Senats eine kostenlose Monatskarte, sodass ich sie nicht mehr überall hinbringen muss. Meinen Kindern macht es Spaß und sie fühlen sich schon sehr erwachsen, weil sie allein mit Bus & Bahn fahren können. Ich spare Zeit und Benzin, das freut auch die Umwelt.

Warum arbeite ich nicht?
Also zuerst einmal arbeite ich ja. Neben der Haus- und Gartenarbeit betreue ich meine Kinder nach der Schule, rede mit ihnen über die Probleme unserer Welt, zeige ihnen, wie man Dinge selber machen kann.
Ich muss nicht berufstätig sein. Mein Mann verdient genug, um die Familie zu ernähren und ich sorge natürlich für meine Rente privat vor. Wenn man Konsum verweigert, spart man auch Geld. Ich vermisse meinen alten Job auch nicht.
Vor allem aber bin ich so umweltfreundlicher als wenn ich jeden Tag zur Arbeit fahren würde, besondere Kleidung tragen und meine Kinder fremdbetreuen lassen müsste.

Schade ich damit der Wirtschaft?
Ja, sicher. Aber die Wirtschaft schadet unserem Planeten, also unserer Lebensgrundlage. Frei nach dem Motto "Mach kaputt, was dich kaputt macht" kämpfe ich gegen die Ausbeutung der Natur. Viele Menschen sind geblendet von der Vorstellung, dass sie das kapitalistische Patriarchat bewahren müssen, damit sie selber reich werden können. Dabei funktioniert dieses System nur durch Ausbeutung und Unterdrückung. Es definiert Reichtum nur als relativen Wert. Wenn jemand mehr Geld hat als die Menschen um ihn herum, fühlt er sich reich. Dabei muss er aber immer Angst vor Kriminalität haben und jammert über Steuern und sonstige Abgaben, mit denen Arbeitslosigkeit, Umweltschäden usw. ausgeglichen werden. Wenn man aber dafür sorgt, dass es allen besser geht, dass der Planet auch in Zukunft eine gesunde Lebensgrundlage für uns Menschen sein kann, dass alle zufrieden sind und es keinen Neid, keine Armut, keine Ausbeutung gibt, keine Kriege und keine Kriminalität, erst dann sind wir doch wirklich wohlhabend!

*Nennt es Werbung, aber ich wurde dafür nicht beauftragt oder bezahlt. Ich empfehle einfach nur die Dinge, die ich selbst benutze und gut finde.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mein Rückblick 2015: stricken, häkeln und weben



Hui, da kam doch ganz schön viel zusammen.
Einige Sachen hatte ich schon ganz vergessen, besonders wenn ich sie verschenkt habe.

So, genug nach hinten geschaut, jetzt blicken wir nach vorn:
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch 
und ein gesundes, entspanntes, glückliches neues Jahr!


Sonntag, 27. Dezember 2015

Mein Rückblick 2015: genähte Kleidung für mich



Ich bin überrascht, dass ich so viel genäht habe, es kam mir viel weniger vor. Ich bin zufrieden, da ich sowohl Jersey als auch Webstoff vernäht und mich an neue Dinge (Unterwäsche, Wasserfall ausschnitt, transparanten Stoff) gewagt habe.


Freitag, 18. Dezember 2015

Mein Rückblick auf 2015: Bücher (Fiction)


Eine Bitte Vorneweg: Ich finde es wunderbar, einen Buchladen in Laufnähe zu haben. Deshalb kaufe ich meine Bücher immer dort. Falls ich mal einen Titel kaufen will, der dort nicht vorrätig ist, wird er für mich bestellt. Wenn ich das vorher schon ahne, rufe ich an und frage nach, um dann ggf. direkt am Telefon zu bestellen. Wenn wir das alle machen, wird es auch in Zukunft Buchläden geben. Also macht bitte alle mit!



Bei jedem Titel habe ich meine eigene Rezension verlinkt:

Rückblick auf meinen Vorsatz für 2015


Viele Jahre habe ich keine guten Vorsätze gefasst, aber als ich letztes Jahr Ende November operiert werden musste, habe ich mir doch ein paar Gedanken gemacht. Wie das halt so ist, wenn man diese ganzen Formulare ausfüllt, in denen steht, dass jede Vollnarkose ein Risiko beinhaltet, dass man nicht wieder aufwacht oder sonst irgendwelche Schäden zurück behält. Ich hatte 2014 viel genäht, etwas Yoga gemacht, einiges gestrickt, aber nur sehr wenig gelesen. Dabei lese ich eigentlich leidenschaftlich gern. Also hatte ich mir vorgenommen, 2015 mehr zu lesen. Und das habe ich definitiv geschafft: 32 Bücher habe ich gelesen (die Hörbücher sind hierbei noch nicht mitgezählt). Im Vorjahr waren es nur 10.

Weil ich schon ein wenig stolz bin und weil ich es bei anderen Bloggerinnen so mag, werde ich in den nächsten Tagen hier meinen literarischen Rückblick von 2015 zeigen. Damit Ihr nicht von der Masse an Büchern und Hörbüchern erschlagen werden (irgendwann scrollt man nur noch die Liste runter, um sie endlich wegklicken zu können, ich kenne das),  sind sie auf mehrere Posts aufgeteilt:


Bei jedem Titel habe ich meine eigene Buchkritik verlinkt.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern!



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