Freitag, 14. April 2023
Gelesen: "Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt" von Katja Diehl
Dienstag, 13. Dezember 2022
24 Tipps: Heizkosten sparen und gleichzeitig Schimmel vermeiden
- Schimmel bildet sich wie gesagt dort, wo es kalt und feucht ist und wo die Luft sich nicht bewegt. Das gilt vor allem für die Außenwände der Wohnung. Dort sollten keine Möbel stehen. Wenn schon, dann mit genug Abstand zur Wand.
- Heizkörper dürfen nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Auch Verkleidungen, so hübsch sie auch sein mögen (bzw. so hässlich der Heizkörper auch ohne sie sein mag), sind schlecht für die Bilanz.
- Dicke, warme Vorhänge helfen gegen Wärmeverluste an Fenstern. Und wenn man sie täglich öffnet und schließt, ist da genug Luftzirkulation. Da kann man sogar Vorhänge vor der gesamten Außenwand haben. Im Gegensatz zu Möbeln sind sie ja schön beweglich. Sie dürfen aber nicht die Heizung verdecken, sonst heizt sie schön den Bereich zwischen Außenwand und Vorhang, während Ihr im Zimmer friert. Unsere Vorhänge sind so lang, dass sie die Fensterbretter verdecken, sodass wir sie im geschlossenen Zustand auf die Fensterbretter auflegen können, damit die warme Heizungsluft nicht hinter dem Vorhang Richtung Fenster zieht, sondern vor den Vorhängen ins Zimmer geht.
- Wer einmal täglich die gesamte Wohnung für wenige Minuten lüftet, dabei die Heizung abstellt, alle Zimmertüren arretiert (z.B. mit Türstoppern, Kissen oder Stühlen) und wirklich in jedem Raum mindestens ein Fenster sperrangelweit öffnet, lüftet am effektivsten. Der Luftaustausch (CO2 und Mief raus, frischer Sauerstoff rein) geht so wirklich am schnellsten, sodass die Wände nicht auskühlen und man hinterher weniger Energie braucht, um die Räume wieder aufzuheizen.Quelle: Verbraucherzentrale NRW
- Je kälter es im Winter draußen ist, desto schneller ist die Wohnung gelüftet. Kauft Euch ein oder mehrere Hygrometer und schaut beim Lüften drauf. Ist die relative Luftfeuchtigkeit unter 50%, könnt Ihr die Fenster wieder schließen.
- Nach dem Duschen sollte man die Badezimmertür geschlossen lassen und nur das Badfenster weit öffnen, sonst zieht die Feuchtigkeit in die Wohnung.
- Wohnen mehrere Leute zusammen, sollten sie nicht über den Tag verteilt duschen, sondern alle hintereinander, damit man hinterher nur einmal das Bad lüften und wieder aufheizen muss.
- Kurz und kalt duschen macht weniger "Sauna"-Effekt als lange Dampforgien.
- Das Wasser von den Wänden der Dusche mit einem Abzieher abziehen, es fließt einfach in den Abfluss und muss nicht verdunsten, was die Luftfeuchtigkeit wieder erhöhen würde.
- Wer die Duschwände mit einem Lappen wischt, sollte ihn kräftig auswringen, statt ihn klatschnass auf die Heizung zu hängen, auch hier wegen der Verdunstung.
- Wer einen Balkon oder Garten hat, kann solche Putzlappen auch im Winter prima bis zur nächsten Wäsche draußen zum Trocknen aufhängen.
- Nasse Handtücher, die eh heute gewaschen werden sollen, müssen nicht erst zum Trocknen aufgehängt werden. Sie können direkt in die Waschmaschine.
- Nach Ende des Waschprogramms direkt die Wäsche aus der Maschine nehmen. Die Trommel der Waschmaschine nach dem Waschen immer weit offen stehen lassen, damit die Maschine innen trocknen kann. Wenn die Wäsche müffelt, liegt das nämlich an Schimmel in der Waschmaschine. Dann braucht Ihr nicht noch zig weitere Produkte, die parfümiert sind, sondern macht einen Reinigungswaschgang und lasst die Maschine in Zukunft immer gut trocknen!
- Waschmittelfach (wenn möglich) herausnehmen, ausgießen und trocknen lassen. Den Schacht, in dem dieses Fach steckt, mit einem Lappen abtrocknen. Nach jedem Waschtag!
- Bei trockenem Wetter die Wäsche draußen trocknen, wenn Ihr einen Balkon oder Garten habt.
- Elektrische Wäschetrockner sind Stromfresser, es sei denn, sie haben eine moderne Wärmepumpentechnologie. Dann sollte man aber die warme Abluft nutzen. Wascht einfach immer eine Ladung für den Trockner und eine Ladung zum Aufhängen und lasst die Abluft gegen die hängende Wäsche strömen.
- Wenn Ihr keinen elektrischen Wäschetrockner und auch keinen Balkon, Garten oder Wäscheboden/-keller habt und deshalb die Wäsche in der Wohnung aufhängen müsst, kann ich einen Luftentfeuchter empfehlen. Der verbraucht zwar (Öko-)Strom, aber Gas oder Heizöl ist teurer und klimaschädlicher.
- Die Waschmaschine darf nicht überladen werden, sonst gehen die Lager der Trommelaufhängung kaputt. Vor allem beim Schleudern werden sie stark belastet. Allerdings sollte man das Wasser aus der Wäsche lieber heraus schleudern, als es mit dem elektrischen Trockner oder durch Heizungsluft verdunsten zu lassen. So spart Ihr Strom und habt weniger Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Ich schleudere alles außer Stricksachen immer auf der zweithöchsten Stufe, das ist ein guter Kompromiss.
- Beim Kochen, Braten oder Backen wird die Küche eh warm, also Küchentür schließen, Heizung ausschalten und Fenster öffnen, damit die Feuchtigkeit bzw. der Essensgeruch direkt abziehen kann und sich nicht erst in der Wohnung verteilt.
- Beim Kochen möglichst immer einen Deckel benutzen. Wenn das nicht geht, z.B. beim Kochen von Nudeln, dreht man die Gasflamme/Herdplatte so weit herunter, dass das Wasser gerade noch kocht. Wir wollen ja nur die Nudeln garen, nicht das ganze Wasser verdampfen. Das spart auch Strom/Gas und somit bares Geld.
- Und wenn man doch eine schimmelige Stelle entdeckt?
Ist die Stelle größer als ein normales Handtuch (50x100cm), muss man das dem Vermieter melden, weil der Schimmel dann auch im Mauerwerk sitzen kann. - Ist die Stelle kleiner, kann man sie mit Chlor haltigem Spray aus der Drogerie behandeln. Dabei bitte Handschuhe und Mundschutz tragen und empfindliche Fußböden usw. z.B. mit Folie abdecken. Achtung, solche Mittel bleichen! Wenn Ihr also eine bunte Tapete damit reinigt, sieht man das hinterher.
- Essig soll auch ganz gut gegen Schimmel helfen, empfindliche Oberflächen also vielleicht zuerst damit behandeln.
- Dabei oder danach muss man aber überlegen, warum dort Schimmel entstanden ist. Stand ein Möbelstück davor oder ist der Raum länger nicht gelüftet worden, kann man das ja ändern. Es gibt auch manchmal Stellen, die einfach immer wieder schimmeln, weil da z.B. ein Regenrohr im Bad ist, durch das im Winter kaltes Schmelzwasser vom Dach fließt. Solche Stellen muss man im Auge behalten und bei Bedarf mit Schimmelspray behandeln. Vielleicht kann man aber baulich etwas ändern, dazu müsst Ihr Euch an Eure Vermieter oder Hausverwaltung wenden.
Montag, 3. Oktober 2022
Tipps zum Energiesparen - direkt und indirekt
Alles wird teurer.Gas ist knapp.Der Winter steht vor der Tür.Was kann man tun?Man kann eine Menge tun:
Mobilität
Geht zu Fuß, wenn die Strecke bis zu 3 km weit ist. Bewegung ist gesund! Lasst das Auto stehen. Ersetzt ein großes Auto durch ein kleineres. Macht den Motor aus, wenn Ihr irgendwo wartet, ob nun an der roten Ampel, an der Bahnschranke oder auf Eure Verabredung. Schaltet immer möglichst früh in den nächst höheren Gang. Ist die Ampel vor Euch rot, nehmt den Fuß vom Gas und den Gang raus, damit das Auto einfach nur rollt. Bündelt Fahrten, also erledigt mehrere Sachen auf einmal wie z.B. Supermarkt, Post, Zahnarzt. Wenn Ihr mit dem Auto einkaufen fahrt, dann macht einen großen Wocheneinkauf, anstatt mehrmals kleinere Mengen zu kaufen.
Essen
Krabben werden im gekühlten LKW von der Nordsee nach Afrika transportiert, dort gepult und wieder zurück gefahren, weil es sich finanziell lohnt. Diesen Irrsinn kann man nur boykottieren. Esst Krabben, wenn Ihr an der Nordsee seid und sie dort selber pulen könnt.
Vegane Lebensmittel verderben nicht so schnell wie tierische, deshalb müssen sie nicht so stark gekühlt werden. Das gilt sowohl für den Transport und den Supermarkt als auch für Euren Kühlschrank. Verzichtet auf Fisch, Fleisch und Milchprodukte, dann könnt Ihr den Kühlschrank ein paar Grad wärmer einstellen und spart somit eine Menge Strom. Vegane Lebensmittel sind im Gegensatz zu tierischen in letzter Zeit nicht teurer, sondern teilweise sogar billiger geworden. Da spart Ihr also doppelt! Falls Ihr doch mal ein Schnitzel essen wollt, könnt Ihr ja den Kühlschrank vom Einkauf bis zum Verzehr wieder kälter einstellen. Oder einfach direkt nach dem Einkaufen braten. Und falls Ihr vor Jahren mal Sojamilch probiert und nicht gemocht habt: Es hat sich sehr viel getan und es gibt jetzt so viele neue vegane Produkte, die wirklich lecker sind! Ich mag z.B. auch kein Soja und kein Tofu, aber es gibt inzwischen noch ganz andere Produkte. Vor ein paar Jahren fand ich Hafermilch eklig, aber jetzt habe ich mal wieder ein paar Varianten ausprobiert und eine gefunden, die mir wirklich sehr gut schmeckt (es ist die Hafermilch von Share). Margarine mochte ich früher gar nicht, aber jetzt gibt es sehr viele Alternativen zu Butter. Wir mögen hier den Vioblock am liebsten, damit kann man sogar backen und braten. Gebt veganen Lebensmitteln einfach mal wieder eine Chance!
Heizen
Heizung nur auf 18 °C einstellen und lieber warme Kleidung tragen.
Stoßlüften statt Kippfenster!
Türen und Fenster gut abdichten.
Zusätzliche Vorhänge aus dickem Stoff, die nicht nur vor dem Fenster, sondern vor der gesamten Außenwand hängen, sorgen für zusätzliche Isolierung. Wenn man die Vorhänge täglich öffnet und schließt und auch täglich stoßlüftet, schimmelt auch nichts.
Wir nutzen nachts unsere Rollläden für bessere Isolierung.
Wohnraum
In ungenutzten Räumen schimmelt auch nichts, weil die für Schimmel benötigte Feuchtigkeit ja aus unserer Atemluft kommt. Deshalb im Winter lieber mit der Familie enger zusammen rücken und weniger Zimmer mehrfach nutzen, vielleicht kann man sogar in eine kleinere Wohnung umziehen. Wenn es Räume gibt, die Ihr selten benutzt, sucht Euch eine kleinere Wohnung oder vermietet diese leerstehenden Zimmer. So kommt sogar noch Geld in die Kasse.
Wenn Ihr vom Aufstehen morgens bis zum Schlafengehen abends nicht im Schlafzimmer seid, muss das in dieser Zeit auch nicht geheizt werden. Dreht morgens beim Aufstehen das Thermostat runter auf das Schneeflockensymbol und abends vor dem Zähneputzen wieder auf 18°C.
Ihr habt zu viel Zeug für eine kleinere Wohnung? Dann sortiert radikal aus und verkauft Euren Ballast. Das bringt Geld. Derzeit ist die Nachfrage hoch, weil ja alle den Gürtel enger schnallen müssen. Gebrauchte Sachen weiterzugeben spart indirekt Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert werden müssen, ob Legosteine, Kuscheltiere, Brettspiele, Kleidung, Bücher, Möbel oder Geschirr. Wer weniger Zeug hat, muss auch weniger aufräumen. Das spart Zeit. Und dann genügt auch eine kleinere Wohnung, die weniger Miete kostet und für die man weniger Heizkosten hat.
Warmwasser
Wenn Ihr einen Durchlauferhitzer mit Temperatureinstellung habt, stellt immer direkt ein, welche Temperatur Ihr haben wollt. Das ist viel schlauer, als das Wasser erst auf 60°C hochzuheizen und dann am Waschbecken oder in der Dusche wieder mit kaltem Wasser zu mischen, zumal es ja immer eine Weile dauert, bis man die richtige Temperatur erreicht hat. Stellt einfach 36°C ein, das ist genug zum Duschen und Händewaschen und dann bekommt Ihr direkt diese Temperatur, wenn Ihr an der Armatur nur "heißes" Wasser zapft. Für Kinder ist das so auch besser, die können sich so nicht verbrühen. Zum Putzen kann man die Vorlauftemperatur für kurze Zeit auf 45 °C erhöhen, den Putzeimer füllen und dann wieder auf 36°C zurück stellen.
Licht
Tauscht Eure alten Stromfresserlampen, wenn sie kaputt gehen, gegen LEDs aus. Das spart eine Menge Strom.
Nutzt das Tageslicht! Setzt Euch zum Lesen ans Fenster, dann braucht Ihr kein elektrisches Licht.
Kleidung
Kleidung aus Polyester, Polyacryl, Polyamid oder sonstigem Polyzeugs müffelt schnell und muss gewaschen werden. Dabei landet jede Menge Mikroplastik im Abwasser. Für die Herstellung von allem, was mit Poly anfängt, wird Erdöl verwendet. Tragt lieber Kleidung aus Naturfasern, dann können wir noch etwas länger mit Öl heizen, bis alle eine Wärmepumpe haben. Kleidung aus Wolle, Baumwolle und Co. kann man nach dem Tragen lüften und ausbürsten, dann kann man sie mehrere Tage anziehen, das spart eine Menge Wäsche, also Energie, Wasser, Waschmittel, also Geld und natürlich auch Eure Zeit.
Damit wir nicht frieren, ziehen wir uns halt warm genug an mit Socken oder Kniestrümpfen aus Wolle, Wollpullovern und Langarmshirts drunter. Wolle wärmt einfach viel besser als Polyester, Polyamid, Polyacryl oder sonstige Kunstfasern. Ich stricke mir gerade sogar eine Bettdecke aus Wolle, die ich selber mit der Hand gesponnen habe. Als ich das Spinnen gelernt habe, waren meine ersten Garne noch sehr ungleichmäßig, teilweise kratzig oder hart wie Paketschnur. Die verarbeite ich jetzt alle zu einer schönen Decke. Ob ich die dann mit in den Bezug stecke oder darüber oder darunter benutze, weiß ich noch nicht.
Konsum
Allgemein gilt: Kauft Dinge aus Plastik nur, wenn es unbedingt sein muss! Plastik wird aus Erdöl gemacht und das ist eh schon knapp. Wenn Ihr künstliche Fingernägel, Handyhüllen, Haarspangen oder Plastiktüten kauft, steht weniger Erdöl für die Stromerzeugung zur Verfügung, das treibt die Preise noch mehr in die Höhe. Das gilt natürlich auch für die Plastikverpackungen von Lebensmitteln und anderen Dingen. Vom Apfel bis zum Radiergummi gibt es auch lose Ware zu kaufen!
Kauft gebrauchte Dinge! Das spart nicht nur Geld, sondern auch indirekt viel Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert und transportiert werden müssen. Bücher, Kleidung, Werkzeug, Küchengeräte, Geschirr, Gläser, Besteck, Töpfe, Möbel usw. bekommt man teilweise sogar neu und unbenutzt über Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, nebenan.de, Kleiderkreisel (heißt jetzt vinted.de), Rebuy, Medimops und vielen weiteren Platformen.
Elektrogeräte
Bei Geräten wie Wasch- und Spülmaschine immer das Ökoprogramm benutzen. Das dauert zwar viel länger, spart dafür aber viel Strom. Das lohnt sich allerdings nur, wenn man die volle Ladung wäscht. Aber das macht ja auch weniger Arbeit, als wenn man ständig halbvolle Ladungen wäscht.
Bewegung wärmt auch, also lieber das Brot mit der Hand schneiden als mit der Maschine, spart auch Strom. Dasselbe gilt für das Kneten von Teig. Glatte Böden fegen/kehren (je nach Dialekt) statt staubsaugen. Haare mit dem Handtuch trockenrubbeln, längere Haare ins Handtuch wickeln, statt fönen. Glätteisen, Lockenstab etc. nur für besondere Gelegenheiten benutzen. Papierbücher lesen statt eBooks. Brettspiele oder Karten spielen statt am Handy oder Rechner daddeln oder Fernsehen/Zeug streamen.
Haltung
Schicksal als Chance! Betrachtet diese Zeit als interessante Herausforderung!
Nebenbei freuen sich die Umwelt und das Klima, wenn wir Energie sparen und den CO2-Ausstoß senken.
