Sonntag, 13. Dezember 2020

Gelesen: "Junger Mann" von Wolf Haas


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Wolf Haas
Titel: Junger Mann
ISBN: 978-3-455-00388-8
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
240 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.09.2018
Preis: 22,00 € (D), 22,70 € (A), 29,90 CHF


Klappentext:

Der Dreizehnjährige, der auf die Waage stieg und sich um den Verstand verliebte.
"Mit vier Jahren brach ich mir zum ersten Mal das Bein. Mein großer Bruder hatte zusammen mit seinen noch größeren Freunden und deren noch größeren Brüdern eine Sprungschanze gebaut. Eine Schanze baute man, indem man eine Schaufel organisierte und Schnee auf einen Haufen schaufelte. Dann trampelte man darauf herum. Dann fuhr der Beste los und sprang am weitesten. Nach ihm der Zweitbeste am zweitweitesten. Zuletzt mein Bruder. Dann ich." Auf diese Weise lernt der junge Mann früh den Vorteil von Unfällen schätzen: Trostschokolade. Und er lernt den Nachteil von Trostschokolade kennen: Übergewicht. Mit 13 beginnt er in den Sommerferien eine radikale Abmagerungskur. Weil ihn unvorbereitet dieses zauberhafte Lächeln getroffen hat. Das Gute am Verlieben: Die Elsa. Das Problem am Verlieben: Ihr Ehemann. Der Lastwagenfahrer Tscho. Mit jedem Kilo, das der junge Mann abnimmt, sieht er seine Chancen bei ihr steigen. Als sie mit ihm auch noch eine Spazierfahrt in ihrem neuen Renault 5 unternimmt, heizt das seinen Kalorienverbrauch weiter an. Und der Ferienjob auf der Tankstelle hat den großen Vorteil, dass er immer genau weiß, wann Elsas Mann gerade nach Griechenland oder in ein noch ferneres Land aufgebrochen ist. Eines Tages taucht der gefürchtete Lastwagenfahrer aber doch überraschend zwischen Diesel-Zapfsäule und Tankstellenshop auf und macht dem jungen Mann ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Meine Meinung:
Ich sag ja immer: "Don't judge a book by its cover!" aber hier muss ich echt sagen, dass mir das Coverbild echt supergut gefällt. Diese 70er Jahre Personenwaage mit dem orangen Teppichbezug ist doch wohl der Hammer! Aber dieses Bild hat zwar viel mit der Oberfläche des jungen Mannes zu tun, aber eigentlich geht um so viel mehr und so viel anderes.
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil es eine Zeit lang in fast jeder Büchersendung im Radio und Fernsehen auftauchte. Was dort erzählt wurde, hat mich neugierig gemacht. Es hat dann noch eine Weile gedauert, weil mein Vorrat an ungelesenen Büchern recht groß ist und andere Bücher dringender waren. Aber jetzt habe ich es endlich gelesen und ich bin total begeistert!
Beim Lesen dachte ich sehr lange, die Geschichte würde die im Klappentext angedeutete Richtung beibehalten, aber nein! Sie steuert auf ein Ende zu, mit dem man überhaupt nicht rechnet und das aber genau so und nicht anders sein muss. Mehr will ich gar nicht verraten. Für mich ist "Junger Mann" die Überraschung des Jahres. Es hat mich sehr berührt.

Tipp:
Wenn Ihr Bücher kauft, ob nun als Weihnachtsgeschenk oder zum Selberlesen, dann macht das doch bitte im Buchladen in Eurer Nähe, damit es den auch nächstes Jahr noch gibt! Viele unabhängige Buchläden haben auch einen Onlineshop.
Oder Ihr bestellt bei genialokal.de, denn damit unterstützt Ihr einen Buchladen in Eurer Nähe.
Oder Ihr kauft bei ecolibri.de, denn dieser Onlineshop zahlt Steuern und ordentliche Löhne und vom Gewinn werden Bäume gepflanzt.


Samstag, 12. Dezember 2020

Hörbuch: "Das kleine Hör-Buch der inneren Stärke Die besten Übungen für Resilienz und Zuversicht" von Cheryl Rickman




Autorin: Cheryl Rickman
Titel: Das kleine Hör-Buch der inneren Stärke. Die besten Übungen für Resilienz und Zuversicht
Gekürzte Lesung mit Daniela Hoffmann
Preis: 10,00 € [D], 10,30 € [A], CHF 14,50
Aus dem Englischen von Karin Weingart
Originaltitel: The Little Book of Resilience (Octopus Publishing)
Originalverlag: Heyne TB Esoterik
Hörbuch CD (gekürzt)
1 CD, Laufzeit: ca. 1h 13min
ISBN: 978-3-8371-5063-6
Erschienen am 10. August 2020


Klappentext:
Was die Seele stark macht.
Jeder kennt sie: die kleinen und großen Stürme des Lebens. Doch wie können wir damit umgehen, wenn wir uns dem hektischen Alltag nicht gewachsen fühlen? Cheryl Rickman verspricht: Egal, vor welchen Herausforderungen wir stehen – wir können sie meistern. Alles, was wir brauchen, ist in uns angelegt. Mithilfe einfacher Übungen lernen wir, unsere seelischen Abwehrkräfte zu stärken: Indem wir Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten gewinnen, Veränderungen offen begegnen und lernen, sie als natürlichen Teil unseres Lebens anzunehmen.
Ein liebevoller Wegweiser für mehr Zuversicht und innere Stärke.

Meine Meinung:
Dieses Hörbuch ersetzt natürlich keine Therapie!
Man wird auch nicht sofort glücklich, wenn man es einmal nebenbei angehört hat.
Aber es ist eine gute Einführung ins Thema. Und auch wenn man schon ein wenig über Resilienz weiß, kann es helfen, dieses Hörbuch anzuhören, um sein Wissen aufzufrischen und ein paar Übungen zu machen. Mit 73 Minuten kann man es auch gut immer mal wieder anhören, z.B. abends vor dem Schlafengehen.

Tipp:
Bei so einem Hörbuch ist es wichtig, dass man die Stimme der Sprecherin als angenehm empfindet, deshalb hört Euch unbedingt vorher die Hörprobe an.

Montag, 7. Dezember 2020

Gelesen: "Prinzessinnenjungs - Wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien" von Nils Pickert

 





Autor: Nils Pickert
Titel: Prinzessinnenjungs - Wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien
254 Seiten
Erschienen: 11.03.2020
BELTZ Verlag

Paperback/Klappenbroschur
18,95 €
ISBN:978-3-407-86587-8

eBook
17,99 €
ISBN:978-3-407-86627-1

Klappentext:
Wir haben feste Erwartungen an die Geschlechterrollen, die Jungen zu erfüllen haben. Noch immer sollen sie stark sein, ab einem gewissen Alter lieber nicht mehr weinen und keine Röcke tragen. 
Der Feminist, Journalist und Vater Nils Pickert hat ein leidenschaftliches, gedanklich präzises und berührendes Plädoyer für die Freiheit von Geschlechterrollen in der Erziehung unserer Söhne geschrieben. Er beschreibt, wo diese Männlichkeits-Normierung beim Spielzeugkauf, auf dem Schulhof oder im Gefühlsleben stattfindet und wie sehr sie Jungen in ihrer Entfaltung schadet. Der Autor zeigt, wie sehr viele Jungen Fürsorglichkeit und Puppen lieben – und brauchen. Es gibt eine unendliche Vielfalt an Wegen, vom Jungen zum Mann zu werden. Wie Eltern ihre Söhne dabei unterstützen können, schildert Nils Pickert mit vielen Hinweisen und Beispielen.

Meine Meinung:
Das Bild auf dem Cover kennt vermutlich jede'r, denn es ging vor ein paar Jahren um die Welt.
Ja, das ist dieser Vater, der aus Solidarität mit seinem Sohn Röcke getragen hat und dafür zwar eine Menge Applaus bekam, der aber auch viel Hass aushalten musste.
Ich liebe dieses Foto. Den Buchtitel finde ich eher ungünstig, weil er so wirkt, als würde sich das Buch nur an eine bestimmte Sorte Jungen mit gewissen Neigungen wenden. Dabei geht es hier um alle Jungen, egal ob sie gern mit Puppen oder schon immer nur mit Autos spielen. Egal ob sie die Welt in Jungen- und Mädchensachen einteilen oder nicht.
"Rettet Eure Söhne und damit die Welt" würde besser passen.
Oder "Schluss mit dem Identitätskrampf! Männlichkeit kann so viele Gesichter haben!"
Zum Glück wissen die meisten Menschen, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover oder Titel beurteilen sollte. Es geht um den Inhalt. Und der ist hier lebenswichtig für die gesamte Menschheit!
Würden Männer die starren Regeln zum Thema Männlichkeit aufgeben, hätten sie viel mehr Freiheiten und könnten entspannter leben. Frauen würden automatisch davon profitieren. Allen würde es besser gehen. Nicht nur den Menschen, sondern dem gesamten Planeten, denn dann gäbe es mehr Umweltschutz, keine Kriege, keine Gewalt, keine Ausbeutung. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Der Autor hat das so nicht gesagt. Aber es ist die logische Konsequenz.
Das Buch ist teilweise etwas sperrig, an anderen Stellen schmerzhaft deutlich geschrieben, vor allem in den Beispielen. Aber ich hätte am liebsten fast jeden Satz angestrichen, kam aus dem Nicken kaum heraus. Nils Pickert fasst in Worte, was ich seit Jahrzehnten denke und fühle, aber oft nicht ausdrücken kann. Ein wenig habe ich ja ab und zu schon mal hier im Blog geschrieben, ich verlinke unten in den Tipps mal ein paar Blogposts.
Ich wünsche mir, dass dieses Buch von ganz vielen Leuten gelesen wird: von Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanten, Nachbarn, Bekannten, Lehrer'innen, Trainer'innen, einfach allen Menschen, die mit Jungen zu tun haben.

Tipps:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe. Bitte gebt dem Buch eine Chance, auch wenn Ihr den Titel komisch findet und auch wenn Ihr gar keine eigenen Kinder habt oder wenn Ihr zwar Söhne habt, die aber kein Interesse an "Mädchenkram" haben. Bitte lest es und macht die Welt ein kleines Stückchen besser!


Montag, 30. November 2020

Gelesen: "Die Schokoladenvilla - Zeit des Schicksals" von Maria Nikolai






Autorin: Maria Nikolai
Titel: Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
Reihe: Die Schokoladen-Saga
Preis: 11,00 € [D], 11,40 € [A], CHF 16,90
Taschenbuch, Klappenbroschur
640 Seiten
ISBN: 978-3-328-10407-0
Erschienen am 12. Oktober 2020


Klappentext:
Eine unheilvolle Zeit. Ein Familienerbe in Gefahr. Eine Liebe, die grenzenlos ist.
Stuttgart, Sommer 1936: Die junge Chocolatière Viktoria muss ihre Lehrzeit in Frankreich abbrechen, weil die heimische Schokoladenmanufaktur dringend ihre Unterstützung braucht. Die Zeiten sind unsicher, man will die Familie Rothmann aus der Leitung ihres Unternehmens drängen. Noch während sich Viktoria und ihre Mutter Judith mit allen Mitteln wehren, taucht der Schokoladenunternehmer Andrew Miller in Stuttgart auf. Der gutaussehende Amerikaner bringt nicht nur Viktorias Gefühlsleben durcheinander, er bietet den Rothmanns auch einen Ausweg an. Doch ist er wirklich der, für den er sich ausgibt? Als die Ereignisse sich überstürzen, drängt zudem ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht …

Meine Meinung:
Auch im dritten und letzten Teil der Schokoladenvilla steht eine junge Frau im Mittelpunkt. Victoria Rothmann ist inzwischen erwachsen geworden und hat in Frankreich eine Ausbildung gemacht. Wir erleben ihren beruflichen, privaten und familiären Werdegang im Jahr 1936. Alle wichtigen Personen der ersten beiden Bücher tauchen auch hier wieder auf und es ist so schön zu sehen, was aus ihnen geworden ist.
Das Jahr 1936 ist natürlich auch politisch spannend, denn die Olympiade findet in Berlin statt und Deutschland gibt sich ein letztes Mal vor dem zweiten Weltkrieg international und völkerfreundlich, wenngleich man in Nebensätzen schon bemerkt, dass vieles davon nur Fassade ist und diese mächtig bröckelt.
Maria Nikolai gelingt es, die Geschichte einer Familie zu erzählen, die neue Wege geht und voller Hoffnung in die Zukunft blickt, ohne zu verschweigen, wie Deutschland zur Diktatur wird, mit Vollgas auf den Krieg zusteuert und dass die Verfolgung von Juden, Kommunisten und weiteren Menschengruppen aufs Unerträgliche anwächst.
Besonders gefallen hat mir an der Trilogie, dass die Frauen alle recht emanzipiert sind, ohne es ständig betonen und verbissen um Anerkennung kämpfen zu müssen. Sie erlernen Berufe, die ihnen Spaß machen und in denen sie einfach so gut sind, dass sie dafür respektiert werden. Mir ist klar, dass das so nicht ganz realistisch ist, aber solche Bücher liest man ja auch, um zu träumen, wie die Welt sein könnte. Und bestimmt gab und gibt es solche Geschichten auch in Wirklichkeit.

Tipp:
Die ersten 39 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.
Da dies der letzte Band einer Trilogie ist, sollte man vorher aber unbedingt "Die Schokoladenvilla", "Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre" und "Die Schokoladenvilla - Zeit des Schicksals. Die Vorgeschichte" lesen.


Mittwoch, 25. November 2020

Gehört/gelesen: "Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt" von Stephanie Schuster

 




Autorin: Stephanie Schuster
Titel: Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt
Reihe: Die Wunderfrauen-Trilogie, Band 1
Sprecherin: Elisabeth Günther
ISBN: 9783732454778
Dauer: 12:52:45
ungekürztes Hörbuch
ISBN 978-3-8398-1847-3
erschienen am 29. Juli 2020
Preis 19,95 €

Klappentext:
Vier Frauen und ein gemeinsamer Wunsch: Endlich wieder glücklich sein.
Inmitten der 1950er Jahre, den Zeiten des Aufbruchs, eröffnet Luise Dahlmann ein kleines Lebensmittelgeschäft in Starnberg, in der Nähe von München. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt: Obst und Gemüse, Frischwaren, Nylonstrümpfe, buttrigen Kuchen, Schokolade … und jede Menge Klatsch und Tratsch. Drei Frauen kreuzen dabei immer wieder Luises Weg und werden schließlich ihre Freundinnen: Annabel von Thaler, die neidische Arztgattin von nebenan, die junge Helga Knaup aus München und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben Träume und gemeinsam wagen sie den Neubeginn.

Meine Meinung:
Also vorneweg muss ich leider mal wieder sagen, dass der Klappentext Käse ist. Die vier Frauen wagen nicht gemeinsam einen Neubeginn. Ihre Wege kreuzen sich, wie sich Wege von Menschen eben so kreuzen. Helga arbeitet in der Klinik von Annabels Mann. Annabel ist die Nachbarin von Luise. Und Luises Bruder nimmt Marie auf seinem Hof auf. 
Helga und Marie haben keine große Wahl, sie sind eher auf der Flucht, als dass sie sich bewusst für etwas Neues entscheiden. Annabel macht gar nichts Neues. Nur Luise beginnt bewusst etwas Neues, indem sie einen Laden eröffnet.
Im Laufe der Geschichte wechselt die Perspektive regelmäßig, wobei sich die Handlung meist ein gutes Stück überlappt. Dadurch wird sehr deutlich, wie sehr sich Selbstbild und Fremdbild manchmal unterscheiden und wie schnell man andere Menschen vorschnell verurteilt. Die vier Frauen sind mir alle sehr sympathisch, auch wenn bzw. vielleicht gerade weil sie nicht immer perfekt sind, sondern auch hin und wieder egoistisch, naiv oder ungerecht. Es werden sehr viele Erzählstränge begonnen, denn nicht nur Helga, Marie, Annabel und Luise erleben Höhen und Tiefen, auch die Männer, mit denen sie zu tun haben, kommen zu Wort und erzählen vor allem von früher, bevorzugt von dem großen Unrecht, das ihnen im Krieg angetan wurde oder davon, was sie Gutes getan haben bzw. dass sie ja gezwungen waren zu tun, was sie getan haben und jetzt auch endlich mal gut sein müsse. Ja, so war das in den 50er Jahren vermutlich wirklich. Da wurde beschönigt, unter den Teppich gekehrt und anderen die Schuld zugewiesen. Aber hier fragen ein paar Frauen endlich mal nach und machen sich Gedanken.
Diese Männer sind mir leider fast alle unsympathisch, auch wenn sie ab und zu mal wirklich nett sein können. Aber was sie die meiste Zeit so an sexistischen, rassistischen, antisemitischen und ableistischen Sprüchen vom Stapel lassen, geht oft an die Schmerzgrenze. Aber so waren halt die 50er Jahre.
Am Ende bleiben leider einige Fragen offen, aber da dies der erste Teil einer Trilogie ist, hoffe ich, in den weiteren Teilen dann Antworten zu erhalten.
Am besten haben mir zwei Dinge gefallen: Luises halsbrecherische Motorradfahrt und die Massenklopperei am Ende der Fußball-WM. Die Beschreibungen verlangen förmlich nach einer Verfilmung!

Tipp:
Es gibt eine sehr lange, kostenlose Hörprobe.


Sonntag, 22. November 2020

Gelesen: "Die kleine Inselbuchhandlung" von Janne Mommsen




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Janne Mommsen
Titel: Die kleine Inselbuchhandlung
Reihe: Die Inselbuchhandlung, Band 1
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungstermin: 26.03.2019
288 Seiten

Taschenbuch
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-499-29155-5

Paperback
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-499-29154-8

eBook
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-644-40223-2

Klappentext:
Eine Insel liest.
In seinem atmosphärischen Sommer-Roman schickt Literatur-Spiegel-Bestsellerautor Janne Mommsen Greta Wohlert auf eine kleine Nordseeinsel, wo ihre Tante ein Haus am Strand hat. Die Stewardess hat sich ein paar Tage Auszeit vom stressigen Job genommen. Doch auf der Insel angekommen, muss Greta erst einmal Tante Hille beim Entrümpeln ihres ehemaligen Ladens helfen. In den staubigen Regalen entdeckt Greta unzählige Bücher. Fasziniert von dem Fund, veranstaltet sie einen Flohmarkt. Der Verkauf der Bücher macht Greta so viel Spaß, dass sie eine Idee hat: Wie wäre es, einfach hier zu bleiben und eine Inselbuchhandlung zu eröffnen? Ermutigt wird sie dabei von Claas, dem attraktiven Pensionsbesitzer der Insel. 
Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Jemand möchte Greta von der Insel vertreiben, eine geheimnisvolle Liebeswidmung in einem alten Buch gibt ihr viele Rätsel auf. Und zu allem Überfluss steht eines Tages Gretas Daueraffäre aus Frankfurt vor der Tür. Er möchte eine zweite Chance. 


Meine Meinung:
Die Charaktere sind sehr flach, die Story vorhersehbar. Probleme, über die die Protagonistin seitenlang grübelt, lösen sich immer wie von Zauberhand.
Schade, denn das Personal hat so viel Potential. Es gibt so einige interessante Liebespaare abseits des Gewohnten: Da liebt ein jüngerer Mann eine ältere Frau, ein kleiner Mann eine sehr große Frau und es gibt sogar ein älteres homosexuelles Paar. Diese Ansätze finde ich wunderbar.
Aber eine Sache ist an diesem Buch wirklich wunderbar: das bezaubernde Inselfeeling. Die namenlose Insel ist so schön, dass ich am liebsten sofort hinfahren und für immer dort bleiben will.



Dienstag, 17. November 2020

Hörbuch: "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

 




Autor: Erich Maria Remarque
Titel: Im Westen nichts Neues
Ungekürzte Lesung mit August Diehl
(5 CDs, Laufzeit: 6h 7)
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90
ISBN: 978-3-8445-1225-0
Erschienen am 21. Oktober 2013


Klappentext:
Die URKATASTROPHE des 20. JAHRHUNDERTS.
Getrieben von den Hetzreden ihres Lehrers Kantorek melden sich Paul Bäumer und seine Klassenkameraden freiwillig für den Kriegsdienst. In den Schützengräben der Westfront erleben sie hautnah und brutal die Sinnlosigkeit und das Grauen des Krieges.
Die Lesung von August Diehl öffnet uns Augen und Ohren, wenn sie ungekürzt und in bestechender Einfachheit alles einer Stimme überlässt – einzigartig ergreifend und immer wieder hochgelobt.

Meine Meinung:
Lange habe ich mich nicht an dieses Werk herangetraut, aber jetzt war es endlich so weit. Ich hatte von Remarque schon vor vielen Jahren "Die Nacht von Lissabon" gelesen und wusste, wie großartig er schreiben konnte. Trotzdem bin ich erschüttert, wie eindringlich "Im Westen nichts Neues" geschrieben ist. Es ist gleichzeitig grausam und poetisch, historisch und zeitlos, aber vor allem ist es ein wirklich wichtiges Buch! August Diehl liest es genau richtig und der Hörverlag hat das Hörbuch perfekt produziert.


Donnerstag, 12. November 2020

Hörbuch: "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling

 



Autor: Marc-Uwe Kling
Titel: Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat, Der Ostermann, Prinzessin Popelkopf
Inszenierte Lesung mit Musik mit Marc-Uwe Kling
Preis: 10,00 € [D], 11,30 € [A]
Altersempfehlung: Ab 5 Jahren
1 CD, 40 Minuten Laufzeit
ISBN 978-3-7456-0013-1
Erschienen am 28.06.2018


Klappentext:
Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat: 
Tiffany versteht sofort: Oma hat das Internet kaputt gemacht. Und zwar das ganze. Auf der ganzen Welt! Ihr Bruder Max kann es kaum glauben, er hat schließlich Ahnung und weiß, dass man das Internet nicht per Doppelklick kaputt machen kann. Aber tatsächlich – nichts geht mehr. Max' und Tiffanys große Schwester Luisa kann keine Musik mehr hören, Opa kann keine Serien mehr schauen, Max kann keine Nachrichten mehr schreiben und Mama und Papa können nicht mehr arbeiten. Zuerst ist das ganz schön komisch so ohne Internet. Aber als der Pizzabote vorbeikommt (der kann nämlich die richtige Straße nicht finden, weil sein Navi nicht mehr funktioniert), wird es doch noch ganz gemütlich. Die ganze Familie sitzt zusammen, isst Pizza, erzählt Geschichten, macht Musik, spielt tolle Spiele und denkt darüber nach, wie Oma wohl das Internet kaputt gemacht hat. Eigentlich könnte das jetzt immer so weitergehen, finden Tiffany und ihre Geschwister … 
Der Ostermann: 
Wenn es nach dem Weihnachtsmann und seiner Frau geht, soll der Sohn später in die Stiefelstapfen des Vaters treten. Aber der Junge hat andere Pläne! Winter, Schnee, Orangen, Bärte, Rot und Weiß – all das kann der Kleine nicht leiden. Blühende Blumen, Bienen, kurze Hosen und bunt bemalte Eier sind dafür ganz nach seinem Geschmack. Und deswegen möchte er Ostermann werden. Seine Eltern sind natürlich überhaupt nicht begeistert, Weihnachtsmann sein ist schließlich Familientradition! Zum Glück ist der Kleine nicht auf den Kopf gefallen. Er weiß genau, dass sein Vater, der Weihnachtsmann, einem Kind keinen Wunsch abschlagen darf, so verlangt es das alte Gesetz … 
Prinzessin Popelkopf: 
»Es war einmal eine hübsche Prinzessin mit viel Rosa drumrum. Und wie die meisten Prinzessinnen war sie sehr dumm.« Und nicht nur dumm ist Prinzessin Popelkopf, sondern auch gemein. Als sie aber eine kleine Hexe beleidigt, wird sie von dieser verflucht, so zu sein, wie sie heißt. Fortan hat die Prinzessin tatsächlich einen riesigen Popelkopf auf ihrem Hals und überlegt, wie sie ihn schnell wieder loswerden kann. Ein neuer Name muss her. Aber soll sie deshalb wirklich Fürst Furzgesicht heiraten? Oh nein! Lieber ehelicht sie den gutaussehenden Grafen Grützhirn. Ob das eine weise Entscheidung war?

Meine Meinung:
Dieses Hörbuch ist absolut bezaubernd!
Es ist klug und superlustig.
Es ist von den Großeltern bis zum Kleinkind für die ganze Familie geeignet.
Am besten zu Weihnachten der Familie schenken und dann gemeinsam hören!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.


Dienstag, 10. November 2020

Gelesen: "Land of Stories - The Wishing Spell" von Chris Colfer



Titel: The Wishing Spell
Reihe: The Land of Stories, Teil 1
Autor: Chris Colfer
Illustrationen: Brandon Dorman
Taschenbuch
438 Seiten
Veröffentlicht: 2.7.2013
Verlag: Little, Brown Books for Young Readers
ISBN: 9780316201568


Klappentext:
Alex and Conner Bailey's world is about to change, in this fast-paced adventure that uniquely combines our modern day world with the enchanting realm of classic fairy tales.
The Land of Stories tells the tale of twins Alex and Conner. Through the mysterious powers of a cherished book of stories, they leave their world behind and find themselves in a foreign land full of wonder and magic where they come face-to-face with the fairy tale characters they grew up reading about.
But after a series of encounters with witches, wolves, goblins, and trolls alike, getting back home is going to be harder than they thought.

Meine Meinung:
"Land of Stories - The Wishing Spell" von Chris Colfer ist spannend, actionreich und märchenhaft. Mich erinnert die Geschichte an "Die Märchenbraut" und ich hatte viel Spaß beim Lesen.
Dies ist zwar der erste Teil einer Reihe, die bisher 6 Bände umfasst plus einige Extrabücher, aber man kann das Buch auch einzeln lesen.


Sonntag, 8. November 2020

Gelesen: "Mäc Mief und das Gruselgewusel im Spukschloss" von Carola Becker






Titel: Mäc Mief und das Gruselgewusel im Spukschloss
Autorin: Carola Becker
Illustriert von Ina Krabbe
Preis: 8,99 €
Altersempfehlung: ab 7 Jahren

92 Seiten, 148 x 210 mm

Hardcover mit Spotlack
s/w-Illustrationen auf jeder Seite

ISBN 978-3-943086-55-3

Klappentext:
Gruselspuk für Mäc Mief-Fans: Da kräuselt sich die Schafwolle!
Mäc Mief hat doch glatt den schlimmsten Tag des Jahres vergessen: den Tag der Schafschur! Sogar sein Lieblingsmensch Finn kann ihm da nicht helfen. Ihm bleibt nur eins – er muss sich verstecken! Mäc Miefs Flucht wird zu einem haarsträubenden Abenteuer: Als plötzlich ein Gewitter aufkommt und er in einem alten Schloss Unterschlupf sucht, spukt es dort gewaltig ...

Meine Meinung:
Mäc Mief ist ein echt knuffiges Schaf! Man schließt es sofort ins Herz und fühlt mit ihm mit. Dieses Mal geht es darum, dass die Schafschur ansteht und Miefi sich davor drücken will. Das ist ein guter Anlass, um mit Kindern über ungeliebte Dinge zu sprechen wie z.B. Nägelschneiden, Friseurbesuche oder Zahnarzttermine. Aber man kann das Buch natürlich auch einfach so als spannende, leicht gruselige Geschichte lesen.
Es gibt inzwischen schon 5 Bände von dieser Reihe, die man aber nicht unbedingt in der "richtigen" Reihenfolge lesen muss. 

Tipp:
Die ersten 35 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...