Sonntag, 18. März 2018

Trödelmarkt: Näh- und Bastelbücher


Ich brauche dringend Platz, deshalb trenne ich mich von diesen Büchern, die ich zwar sehr schön finde, aber anscheinend nie benutze. Denn sie sind alle noch neuwertig und die Schnittmuster unbenutzt. Sie sind also auch zum Verschenken geeignet. Wir sind übrigens ein tierfreier Nichtraucherhaushalt.

Wenn Du ein oder mehrere Bücher haben möchtest, schau doch mal auf meinen Wunschzettel. Vielleicht hast Du ja Sachen davon bei Dir zuhause und brauchst sie nicht mehr?
Dann können wir tauschen!



"In Stitches" von Amy Butler:
Das Buch ist auf englisch. Die Anleitungen sind sehr ausführlich und dadurch auch für Anfänger geeignet. Die Ringbuchbindung ist sehr praktisch.



"The Great British Sewing Bee - Sew Your Own Wardrobe":
Das Buch zur erfolgreichen BBC-Sendung enthält neben fünf Schnittmustern auch jede Menge Technikerklärungen und Tipps. Es ist auf englisch.


Das Patternpack gehört zum oben gezeigten Buch.



"Sew & Stow" von Betty Oppenheimer:
Ein prima Buch auf englisch mit vielen praktischen Nähprojekten. Die Anleitungen sind sehr ausführlich beschrieben und auch für Anfänger geeignet. Es gibt einen großen Technikteil mit Materialkunde und Upcyclingtipps.



"Tildas Haus" von Tone Finnanger:
Viel Deko, aber auch praktische Projekte wie Taschen, Pantoffeln und Schlafmasken. Das Design ist eher verspielt.



"Lieblingsstücke - Nostalgische Stichereien & Applikationen" von Cath Kidston:
Rennwagen, Cowboys, Segelboote, Sterne, Kreise, Blumen, das Alphabet und vieles mehr.
Ein Füllhorn an Ideen, wie alte Sachen aufgepeppt oder neue Projekte verziert werden können.



"TragTaschen" von Deena Beverley:
Sehr unterschiedliche Taschen, zum Teil mit Upcyclingideen.
Wegen der knappen Anleitungen eher für Fortgeschrittene geeignet.



"Trendy Vintage" von Hélène Le Berre:
Sehr verspielte Ideen zum Verzieren und Upcycling von Kleidung. Hier kann man sich austoben mit Knöpfen, Bändern, Pailetten und Borten, oft ohne Nähmaschine. Vom Anfänger bis zum Profi, es ist für jeden was dabei.



"Es war einmal ein Hosenbein" von Laura Sinikka Wilhelm:
Upcycling im skandinavisch klaren Design. Schöne Projekte für Kinder, Erwachsene, Heimtextilien und Deko. Die Anleitungen sind auch für Anfänger geeignet.



"Die 101 schönsten Bastelideen für Kinder":
Geschenke, Spielzeug und Deko rund ums Jahr mit einfachen Basteltechniken für Kinder ab 3 Jahren.



"Alles ist zum Basteln da" von Pia Pedevilla:
Eine bunte Mischung aus traditionellen Basteltechniken und modernen Trends, natürlich sind auch jede Menge Upcycling-Projekte dabei. In diesem Buch ist vorn ein Name eingetragen. Wer das Buch verschenken möchte, kann an dieser Stelle ein neues Namensschild einkleben.

Wenn Du eins oder mehrere Bücher haben möchtest, schreib mir einfach ein Mail. 
Die Adresse steht im Impressum.

Mittwoch, 14. März 2018

Die Kinder haben gehört und gelesen: "Aklak, der kleine Eskimo. Ein Wal für alle Fälle" von Anu Stohner



(Coverbilder von CD und Buchausgabe freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt)







Bibliographische Angaben zum Hörbuch:
Autorin: Anu Stohner
Titel: Aklak, der kleine Eskimo - Ein Wal für alle Fälle
gekürzte, inszenierte Lesung mit Musik
gelesen von Sigrid Burkholder.
mit Illustrationen von  Henrike Wilson
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Verlag:  cbj audio
1 CD, Laufzeit ca. 80 Minuten
Preis: 9,99 € [D], 11,20 € [A], CHF 13,90
ISBN: 978-3-8371-4091-0
erschienen am: 13.11.2017



Bibliographische Angaben zur gebundenen Ausgabe:
Autorin: Anu Stohner
Titel: Aklak, der kleine Eskimo - Ein Wal für alle Fälle
mit Illustrationen von Henrike Wilson
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
gebundenes Buch
144 Seiten
Preis: 12,99 € [D], 13,40 € [A], CHF 18,90
erschienen am: 30.10.2017
ISBN: 978-3-570-17460-9
Verlag: cbj Kinderbücher


Klappentext beider Ausgaben:
Der kleine Eskimo – zum Dahinschmelzen schön!
Weit, weit im Norden, wo Schnee und Eis auch im Sommer nicht schmelzen, da wohnt der kleine Eskimo. Zusammen mit seiner besten Freundin Iklik freut er sich schon riesig auf die große Schul-Schnitzeljagd. Doch was ist das? Die Hinweise und Rätsel, die zu lösen sind, ergeben gar keinen Sinn! Hat das etwa Aklaks Lehrerin vermasselt oder steckt da jemand anderes dahinter? Eine Geschichte von Aklak, dem kleinen Eskimo, und dem lustigsten Schulausflug der Welt.

Unsere Meinung:
Auch der dritte Teil ist wieder spannend, lustig und einfach bezaubernd. Buch und CD wandern hier regelmäßig von einem Kinderzimmer ins andere. Gern wird auch die CD gehört und gleichzeitig im Buch mitgelesen oder die Bilder angeschaut. Das Hörbuch ist atmosphärisch wunderbar arrangiert und super vorgelesen. Im Buch ist die Geschichte aber ausführlicher erzählt und die Bilder sind so zauberhaft. Es lohnt sich also, beides zu kaufen!

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Hörprobe und eine Leseprobe.
In meinem Blog findet Ihr auch die Rezensionen zum 1. Buch,  zum 1. Hörbuch und zum 2. Hörbuch. (Warum haben wir eigentlich nicht das 2. Buch? Das muss dringend noch gekauft werden!)


Gelesen: "Der Boss" von Moritz Netenjakob



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Moritz Netenjakob
Titel: Der Boss
Verlag: KiWi
ISBN: 978-3-462-04544-4
Erschienen am: 10.09.2013
320 Seiten
Broschur
Preis: 9,99 € [D], 10,30 € [Ö]


Klappentext:
Daniel wurde von seinen 68er-Eltern zu extremer Toleranz gegenüber fremden Kulturen erzogen. Aber was tun, wenn einen die türkische Großfamilie seiner Traumfrau in den Wahnsinn treibt? Als Daniel und Aylin heiraten wollen, fangen die Probleme erst richtig an: Der fundamentalistische Onkel Abdullah wird kurzerhand in Daniels Wohnung einquartiert. Sein Ford Ka wird dreimal am Tag mit Tüll beladen, damit die 1000-Gäste-Hochzeit in einer Leverkusener Industriehalle romantisch wird. Seine Mutter lädt Aylins Eltern an Heiligabend ein – und spricht dann herrlich ungezwungen über Sex. Doch damit nicht genug, denn Tante Emine sagt weitere Desaster voraus – die stehen schließlich im Kaffeesatz. 
Saukomische Situationen, Figuren zum Liebhaben und geniale Pointen am laufenden Band: Moritz Netenjakob erzählt so witzig und warmherzig vom deutsch-türkischen Kulturclash, dass man am Ende selbst eine türkische Familie haben möchte.

Meine Meinung:
Schon der erste Teil "Macho Man" hat mir sehr gut gefallen. In "Der Boss" geht die Geschichte nun weiter. Wir erleben, wie verschiedene Kulturen in einem wilden Feuerwerk aufeinander prallen. Da ist zum Einen die hysterische, laute, durchgeknallte, aber herzliche, liebenswerte türkische Familie von Aylin. Auf der anderen Seite stehen die intellektuellen Alt-68er Eltern von Daniel mit der dementen Oma im Schlepptau, die geistig in den frühen 40er Jahren stecken geblieben ist. Flankiert wird das Ganze von der zynischen Werbebranche, in der für Geld fast alles gemacht wird.
Ein wunderbares Plädoyer für die Liebe und für mehr Toleranz!

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Samstag, 10. März 2018

Gelesen: "Alles kein Zufall" von Elke Heidenreich



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Alles kein Zufall - kurze Geschichten
Autorin: Elke Heidenreich
Erscheinungsdatum: 22.02.2016
240 Seiten
Hanser Verlag
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-446-24601-0

Klappentext:
Elke Heidenreichs Liebe gilt den bunten, eigensinnigen Vögeln, die weder alles fressen wollen noch sterben. So wie sie selbst einer ist – und viele andere der Menschen, von denen sie erzählt. Denn wenn man nur genau genug hinschaut, ist so ein Leben mit seinen Höhen und Tiefen, seinen Glücks- und Unglücksfällen alles andere als ein Zufall. Elke Heidenreich erzählt von uns allen, mit einem unbestechlichen Blick, doch immer mit Zuneigung und Wärme.

Meine Meinung:
Dieses schöne Buch hat mir meine Schwester vor einiger Zeit geschenkt und jetzt habe ich es endlich mal gelesen. Die kurzen Geschichten mäandern durch Fiktion und autobiografisches der Autorin. Es ist meiner Meinung nach ihr persönlichstes und berührendstes Buch.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Freitag, 9. März 2018

Gehört: "Alles außer irdisch" von Horst Evers, ungekürzte Autorenlesung



Coverbild freundlicherweise vom argon Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Alles außer irdisch
Autor: Horst Evers
ungekürzte Autorenlesung
Verlag: argon hörbuch
Laufzeit: 9 Stunden, 35 Minuten (8 CDs)
ISBN 978-3-8398-1444-4
Erscheinungstermin: 21. Januar 2016

Klappentext:
Der Flughafen BER wird eröffnet. Ein großer Tag für Berlin und Brandenburg. Genau 7,34 Sekunden lang läuft er wunderbar. Dann stürzt ein Raumschiff auf alle drei Startbahnen. Dies ist der Auftakt zu einer Geschichte, die alles, was wir über außerirdisches Leben zu wissen meinten, über den Haufen wirft. Es treten auf: hochentwickelte Zivilisationen, denen lange Weltraumflüge längst viel zu mühsam sind; hyperintelligentes, sprechendes Plastik; Chamäleonsoldaten, die automatisch die Form annehmen, die ihnen gerade den größten Vorteil verschafft – und Goiko Schulz, 36 Jahre alt und eigentlich nur für seine Mutter etwas Besonderes. Gemeinsam mit einer schlecht gelaunten Fahrradkurierin und einem alten russischen Zeitreiseforscher wird er zur letzten Hoffnung der Menschheit.

Meine Meinung:
Meine Meinung zum Inhalt der Geschichte habe ich bereits in der Rezension des Romans geschrieben. Hier soll es nur um die Hörbuchfassung gehen. Da sei zuallererst erwähnt, dass eine ungekürzte Autorenlesung meiner Ansicht nach die optimale Variante ist, ein Buch zu vertonen. Zumindest solange der Autor ein guter Leser ist. Horst Evers verleiht all den vielen Figuren dieser Science Fiction Story jeweils eine eigene Stimme. Zu Beginn betont er vielleicht etwas zu ambitioniert einzelne Wörter, aber nach einer Weile hat er seinen Rhythmus gefunden und dann ist es ein reines Vergnügen, ihm zu zu hören. Allerdings ist die Geschichte schon teilweise sehr komplex und die Dialoge schwer nachvollziehbar, weshalb ich für die Erste Runde die Buchfassung und dann für die zweite Runde das Hörbuch empfehlen würde.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Hörprobe.

Donnerstag, 8. März 2018

Gelesen: "Und ewig schläft das Pubertier" von Jan Weiler



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: Jan Weiler
Titel: Und ewig schläft das Pubertier
Verlag: Piper
erschienen am 03.07.2017
176 Seiten
Hardcover
ISBN 978-3-492-05772-1

Klappentext:
Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: das Pubertier.
Es besticht durch seine Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Außerdem wächst es wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen.
Ansonsten ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig.
Die Liebe spielt eine immer größer werdende Rolle sowie die Wahl der richtigen Schuhe.
Kurzum: Es wird erwachsen. Ihm dabei zuzusehen ist aufregend, lustig – und eines der letzten großen Abenteuer.


Meine Meinung:
Unterhaltsam, tröstlich und philosophisch. Auch im dritten Teil seiner Pubertierreihe nimmt uns Jan Weiler mit in diese seltsame Welt, in der gechillt, der Anruf der Liebsten aus Liebe weggedrückt und über jeden Mist stundenlang diskutiert wird inclusive der Stimmungsschwankungen, Rebellionen und Hilflosigkeit auf beiden Seiten. Ein wunderbares Buch für alle, die zukünftige, aktuelle oder ehemalige Pubertiere haben. Und auch für diejenigen, die (heimlich) froh sind, sich das Ganze Theater erspart zu haben.


Tipp:

Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Samstag, 24. Februar 2018

Gelesen: "Das Erbe der Tuchvilla" von Anne Jacobs



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Anne Jacobs
Titel: Das Erbe der Tuchvilla
Taschenbuch
670 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0326-1
Preis: 10,99 € [D], 11,30 € [A], CHF 15,90
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 19.12.2016

Klappentext:
Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.
Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Meine Meinung:
Ein grippaler Infekt rollt durch Deutschland. Nein, nicht 1923, sondern 2018. Erst war das kleine Kind krank, dann der Mann, anschließend das große Kind und jetzt ich. So lag ich die vergangenen Tage abwechselnd auf dem Sofa und im Bett und las diesen Roman. Die Geschichte ist deutlich besser als im zweiten Teil, auch die Perspektiven sind viel besser herausgearbeitet. Alles wirkt viel lebendiger. Manche Handlungsstränge haben mich mehr interessiert als andere, aber das ist schon in Ordnung.
Was mich wirklich ärgert, das sind die vielen Fehler, nicht nur in Zeichensetzung und Rechtschreibung, es werden Buchstaben und manchmal ganze Wörter ausgelassen. Dann ist jemand beim Tod 49 Jahre alt, dann aber doch schon 52. Aus Fräulein Schmalzler wird ab und zu Frau Schmalzler, was damals einen gewaltigen Unterschied gemacht hat. Jella wird zu Ella. Frau von Dobern heißt kurz mal Frau von Dobner und der Ort Gervin heißt schon im nächsten Absatz Gevin.
Es werden sogar ganze Personen verwechselt. Da wird Frau Bräuer als Frau von Hagemann angesprochen und Marie ist angeblich noch immer in Sebastian verliebt. Da wird gerechnet: "Es sind drei Paare und zwei einzelne Herren eingeladen, also sieben Personen."
Alicia meint, mit 32 sei eine Frau zu alt, um Mutter zu werden. Dabei ist sie 67 und ihre Tochter 32, also hat sie sie mit 35 zur Welt gebracht und den großen Bruder, das erste Kind, auch mit über 30. Auch hat sie damals (um 1884) im Alter von 27 ihre Aussteuerservietten bestickt. Ganz schön spät, normalerweise war so ein adliges Fräulein da schon längst verheiratet.
Fazit: Inhaltlich hat mir der Roman ganz gut gefallen, fast so gut wie der erste Teil. Die Figuren entwickeln sich weiter, man spürt beim Lesen deutlich den neuen Geist der jungen Weimarer Republik. Aber die vielen Fehler haben das Lesevergnügen gewaltig geschmälert.

Tipp:
Auf der Verlagshomepage gibt es eine Leseprobe.


Freitag, 16. Februar 2018

Gelesen: "Die Töchter der Tuchvilla" von Anne Jacobs




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Die Töchter der Tuchvilla
Autorin: Anne Jacobs
Taschenbuch
736 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0032-1
Preis: 10,99 € [D],  11,30 € [A], CHF 15,90
Verlag: Blanvalet
erschienen am: 16.11.2015


Klappentext:
Eine mächtige Familie. Dramatische Verwicklungen. Ein Haus, das mehr als ein Geheimnis birgt.
Augsburg, 1916. Die Tuchvilla, der Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer, ist in ein Lazarett verwandelt worden. Die Töchter des Hauses pflegen gemeinsam mit dem Personal die Verwundeten, während Marie, Paul Melzers junge Frau, die Leitung der Tuchfabrik übernommen hat. Da erreichen sie traurige Nachrichten: Ihr Schwager ist an der Front gefallen, ihr Ehemann in Kriegsgefangenschaft geraten. Während Marie darum kämpft, das Erbe der Familie zu erhalten und die Hoffnung an ein Wiedersehen mit Paul nicht aufzugeben, kommt der elegante Ernst von Klippstein in die Tuchvilla. Und wirft ein Auge auf Marie …

Meine Meinung:
Es war schön zu lesen, wie es weitergeht mit den Bewohnern der Tuchvilla, sowohl den Herrschaften als auch den Bediensteten. Die multiperspektivische Erzählweise lässt uns wieder in die Köpfe der unterschiedlichsten Personen schauen, das macht die Sache interessant, aber leider ist das der Autorin dieses Mal nicht so gut gelungen wie im ersten Band der Reihe. Manchmal war mir mehrere Absätze lang nicht klar, wessen Perspektive jetzt gerade geschildert wird. Marie, die im ersten Band quasi die Hauptrolle gespielt hat, kommt sehr lange gar nicht zu Wort und auch dann bleibt ihr Erleben seltsam flach. Und während es im ersten Band ja darum ging, dass sie sich als Küchenmädchen bewähren muss, um nicht in der Gosse zu landen und dann so nach und nach das Geheimnis ihrer Herkunft lüftet, plätschert hier die Handlung ohne wirkliches Ziel nur so dahin. Besonders dramatisch fand ich sie ehrlich gesagt auch nicht. Der Klappentext verrät schon das meiste. Und die Bedrohung durch den eleganten Adligen wird auch nur sehr zaghaft angedeutet. Da hätte man sehr viel mehr draus machen können.
Die Geschichte macht an einigen Stellen große Zeitsprünge, die mich schwer enttäuscht haben, denn genau das, was dadurch ausgelassen wurde, hätte mich sehr interessiert.
Hinzu kommen ein paar Fehler, die mich etwas irritiert haben. So tritt z.B. jemand mit dem linken Fuß in die Pfütze und hat danach den rechten Fuß nass (oder war es umgekehrt?). Dann ist von gehäkelten Strickhandschuhen die Rede. Und Frau von Hagemann prahlt mit den Leistungen ihrer Brüder und Cousins beim Militär, das Land habe den von Hagemanns ja so viel zu verdanken. Seltsam, sie wird ja wohl erst seit ihrer Hochzeit so heißen. Ihre Cousins und Brüder werden wohl anders heißen als ihr Mann. Naja, über den Niedergang des Lektorberufes habe ich ja schon oft geklagt.
Alles in allem war es ganz nett zu lesen, aber der erste Band hat mir deutlich besser gefallen. Trotzdem habe ich schon den dritten Band angefangen.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Montag, 29. Januar 2018

Nur 1 Wort TAG


Die FRAGEN: 1.) Wo ist Dein Handy? Handtasche 2.) Dein Partner? Männerschnupfn 3.) Deine Haare? lang 4.) Deine Mama? betrauert 5.) Dein Papa? alt 6.) Dein Lieblingsgegenstand? iPod 7.) Dein Traum von letzter Nacht? nix 8.) Dein Lieblingsgetränk? Almdudler 9.) Dein Traumauto? Perpetuummobile 10.) Der Raum in dem Du dich befindest? Wohnzimmer 11.) Dein Ex? welcher? 12.) Deine Angst ? welche? 13.) Was möchtest Du in 10 Jahren sein? gesund 14.) Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? Buch 15.) Was bist Du nicht? allein 16.) Das letzte was Du getan hast? gegessen 17.) Was trägst Du? Kuschelsachen 18.) Dein Lieblingsbuch? viele 19.) Das letzte was Du gegessen hast? Orange 20.) Dein Leben? läuft 21.) Deine Stimmung? mittel 22.) Deine Freunde? nett 23.) Woran denkst Du gerade? Strand 24.) Was machst Du gerade? tippen 25.) Dein Sommer? ersehnt 26.) Was läuft in Deinem TV? nix 27.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht? vorhin 28.) Das letzte Mal geweint? neulich 29.) Schule? nervt 30.) Was hörst Du gerade? Regen 31.) Liebste Wochenendbeschäftigung? schlafen 32.) Traumjob? Bettentester 33.) Dein Computer? läuft 34.) Außerhalb Deines Fensters? Regen 35.) Bier? gern 36.) Mexikanisches Essen? gern 37.) Winter? nö 38.) Religion? manchmal 39.) Urlaub? bald 40.) Auf Deinem Bett? Kuschelente 41.) Liebe? viel

Taggt Euch selbst, wenn Ihr Lust habt. Viel Spaß dabei!

Montag, 15. Januar 2018

Stricken für Obdachlose. Denn es ist KALT!


Im Sommer hatte ich im Rahmen meiner Blog-Reihe "Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken!" auch über die positiven Effekte des Helfens geschrieben. Charity, Ehrenamt, Wohltätigkeit, der gute Zweck: Egal wie man es nennt, es tut so gut, anderen zu helfen.

Ich mache seit letztem Sommer bei "Helfen WOLLEn" mit. Das ist eine Gruppe, die für Berliner Obdachlose strickt und häkelt. Inzwischen habe ich so viele Sachen produziert und abgeliefert, das wollte ich Euch einfach mal zeigen:


Zum ersten Treffen habe ich alle Sachen mitgenommen, die ich mal für mich selbst gestrickt hatte, aber nie oder nur sehr selten getragen habe. Treue BlogleserInnen erkennen vielleicht das eine oder andere Stück.



Was ich für mein zweites Treffen gestrickt hatte, habe ich leider nicht fotografiert, aber hier kann man rechts einen zartlila Schal in eins rechts eins links sehen. Aus den anderen Farben habe ich einen ebensolchen Schal gestrickt, wobei ich jede Farbe einfach verstrickt habe, bis sie aufgebraucht war, um dann die nächste Farbe anzusetzen.



Im August habe ich drei lange Schals und zwei Paar Socken in Größe 44/45 gespendet. Der mittlere Schal ist quer in kraus rechts gestrickt. Die beiden anderen sind im Halbpatent gestrickt.



Im September war ein "Arbeitseinsatz". Da haben wir große Säcke voller Mützen, Schals, Socken, Handschuhe und Stulpen gepackt und beschriftet, damit sie an die vielen verschiedenen Einrichtungen im Herbst verteilt werden können. An dem Tag habe ich sieben Paar Socken mitgebracht und gleich direkt in einen dieser Säcke gepackt. Es war beeindruckend, diese große Menge an handgemachten Sachen zu sehen. Wer selber handarbeitet, weiß ja, wie viel Arbeit, wie viele Maschen in solche Stücke fließen. So viel Arbeit, so viel Liebe, so viel Wärme!
(Die eigentliche Arbeit war an diesem Tag schnell erledigt und wir saßen noch lange beisammen und ließen die Nadeln klappern.)



Im Oktober hatte ich "nur" zwei Paar Socken geschafft. Allerdings hatte das rechts im Bild Größe 46/47!



Im November ist zu sehen, dass ich eine Handstulpen-Phase hatte. 10 Paar Stulpen plus ein Paar Socken habe ich gespendet.



Im Dezember gab es eine sehr schöne Weihnachtsfeier. Jede hat etwas leckeres mitgebracht: Kekse, Kuchen, Saft, Kaffee, Tee etc. und wir saßen bei hübscher Weihnachtsdeko gemütlich zusammen. Die weibliche Form verwende ich übrigens, weil bei den Treffen, die ich besucht habe, immer nur Frauen waren. Obwohl jedes Mal ein Mann auftaucht, der uns kurz schüchtern grüßt, eine Tasche voll gestrickter Sachen abliefert und dann schnell mit einer Tasche neuer Wolle wieder verschwindet. Er beliefert damit seine Mutter, die zwar nicht mehr mobil genug ist, um zu den Treffen zu kommen, aber auf diese Weise fleißig mitstrickt.
Ich hatte drei Paar Socken in Größe 44/45 gestrickt. Dazu hatten meine Kinder ihre Sockenschubladen aufgeräumt und mir alle Paare mitgegeben, die ihnen zu klein geworden waren. Das meiste davon hatte meine Mutter damals in ihren letzten Lebenswochen gestrickt. Die Kindersocken gingen an eine Einrichtung für Frauen mit Kindern, dazu eine Tüte voll Zahnpasta, Cremes, Duschgel, Shampoo usw. Die Sachen hatte ich vorher aus unserem Bad aussortiert.



Im Januar habe ich diese zwei Paar Socken in Größe 44/45 und drei Paar Handstulpen gespendet.

Das sind insgesamt 17 Paar Socken, 5 lange Schals und 13 Paar Handstulpen, die ich in etwa einem halben Jahr für "Helfen WOLLEn" gestrickt habe. Die Sachen werden an verschiedene Berliner Einrichtungen verteilt, die die Sachen an hilfsbedürftige Menschen abgeben.

Wobei ich meist nur meine Arbeit bzw. Zeit spende. Die Wolle stammt größtenteils aus den Spenden anderer Leute, die uns ihre Wolle schicken oder bringen. Oft spenden auch Wollgeschäfte einzelne Sockenwollknäuel, wenn  die Banderole fehlt oder es eine neue Kollektion gibt. Meine eigenen "Ladenhüter" und Reste habe ich aber auch schon gespendet oder selbst zu Spendenteilen verstrickt. Das finde ich sinnvoller, als die x-te Decke zu stricken.

Natürlich stricke ich auch noch für mich. Aber mein privater Bedarf ist gar nicht so groß, doch ich stricke einfach gern und nutze so z.B. Wartezeiten beim Arzt, in der Autowerkstatt, auf der Post, im Supermarkt an der Kasse oder während die Kinder beim Basketballtraining sind. So fällt eigentlich jede Woche ein Paar Socken oder Stulpen ab, ohne dass es mich wirklich etwas kostet. Im Gegenteil, ich stricke so auch mal mit Garnen, die mir selbst zu teuer sind oder mit Farben, die ich selber nicht trage. Ich kann auch Muster ausprobieren, ohne sie später anziehen zu müssen. Es macht einfach Spaß!


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