Freitag, 13. April 2012

Rotkäppchen

Das große Kind brauchte eine neue Mütze für die Übergangszeit. Also habe ich endlich mal diese Anleitung ausprobiert. Den roten Jersey hat das Kind selbst ausgesucht. Die Farbe ist eigentlich ein leuchtendes Signalrot, aber das war auf dem Foto dermaßen übersteuert, dass ich es etwas bremsen musste.

Die Anleitung ist recht einfach, nur hat sie einen Fehler: Der stirnbandförmige Beleg muss nur einmal im Stoffbruch zugeschnitten werden, nicht zweimal. Wie gut, dass mir das rechtzeitig vorher aufgefallen ist. Die Rundungen der Nähte oben am Kopf erforderten etwas Geduld, damit sich keine "Beulen" bilden, vor allem weil meine Nähmaschine den Jersey immer wieder fressen wollte. Nächstes Mal mache ich die Nahtzugaben größer und schneide sie später zurück, das könnte helfen. 

Die Mütze sitzt gut und gefällt dem Kind sehr. Beim nächsten Exemplar nähe ich in den Schirm vielleicht eine zusätzliche Schicht Stoff oder Vlies ein, damit er besser steht. Ein Tragefoto ist zurzeit leider nicht möglich, weil das Kind sich partout nicht fotografieren lassen will.


Mittwoch, 11. April 2012

Me Made Mittwoch: Vom Kleid zum Rock


Das Kleid habe ich mal für 2 Euro auf dem Flohmarkt gekauft.
Ich wusste sofort, dass ich es so nie tragen würde, aber als Rock bestimmt!


Ich habe es wie einen Rock angezogen und so lange an allen Seiten gezupft, bis der Saum gerade war. Dann habe ich die Taillenlinie mit Stecknadeln markiert (und mich dabei auch nur zweimal gepiekst), anschließend von Hand geheftet, abgeschnitten und umgenäht. Der Stoff ist so schön elastisch, dass ich nicht einmal ein Gummiband eingezogen habe.


An die Rückseite habe ich aus einem Stück Jerseyrest einen Aufhänger genäht, auch um die Rückseite zu markieren, damit der Saum immer gerade ist. Schließlich muss der Stoff hinten und an den Seiten eine längere Strecke zurücklegen als vorne. *grins*



Fertig ist der Blümchenrock.


Jetzt fehlt nur noch der Sommer.
Ich werde wohl doch lieber dickere Strumpfhosen und Stiefel dazu anziehen.

Was die anderen heute selbstgemachtes tragen, sehen wir bei Cat.

Montag, 9. April 2012

Kirsch-Käsekuchen

Monatelang wollte das große Kind immer nur Ananasfrischkäse auf dem Brot haben. Klar, Erdnussbutter, Nutella und Marmelade hätte es auch genommen, aber die Kita hat die Regel, dass "etwas Gesundes" auf dem Frühstücksbrot sein soll. Leider hat in unserer Umgebung nur ein einziger Supermarkt diesen Frischkäse im Sortiment und auch dort ist er immer schnell vergriffen. Also habe ich immer, wenn er mal vorrätig war, gleich mehrere Packungen gekauft, um ein Drama zu vermeiden.


Nun hat das Kind aber plötzlich entschieden, dass es diesen Frischkäse nicht mehr mag. Und das, nachdem ich gerade wieder fünf Packungen gekauft hatte. Gut, das Zeug hält sich ja eine Weile, also habe ich erst einmal abgewartet. Vielleicht ist das ja nur eine Phase und Phasen gehen ja oft vorüber. Aber nein, diese Phase nicht. Nun war fast das MHD erreicht, deshalb habe ich (natürlich nach sorgfältiger Sicht- und Geruchsprobe) aus dem Frischkäse einen Käsekuchen nach diesem Rezept gebacken. Das sieht zwar normalen Frischkäse ohne Ananas vor, aber einen Versuch war es wert. Dem Gatten zuliebe kam noch ein Glas Kirschen dazu. Dafür habe ich den Guss weggelassen, das wäre mir zu heftig gewesen. Der Kuchen ist so schön süß und mächtig genug.


Und das Ergebnis ist superlecker! Schmeckt auch gar nicht nach Ananas.

Sonntag, 8. April 2012

7 Sachen am Ostersonntag

Eine tolle Idee von Frau Liebe:
Immer wieder sonntags 7 Bilder von 7 Sachen, 
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. 
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Nein, versteckt hat der Gatte. Gesucht hat das große Kind. Was habe ich hier mit meinen Händen gemacht?
Dieses kleine Buch mit dem Titel "Der Osterkuckuck" kam anonym per Post. Es war an die Kinder adressiert. Wer mag das wohl geschickt haben? Ich habe es heute jedenfalls vorgelesen und finde die Geschichte sehr schön. Leider habe ich immer noch Husten, sodass ich nach jedem Buch immer eine längere Pause machen muss, damit die Stimme sich erholen kann.


Kaffee zubereitet.


Den Schnuller an einem Stück Jerseyrest und damit am Baby befestigt. Diese Latzhose ist super. Vor allem die Eule mag ich. Nur schade, dass die Hose keine Knöpfe an den Hosenbeinen hat. Das würde das Windelwechseln enorm erleichtern.


Wäsche aufgehängt und dann auf den Balkon gestellt.
Die Kitatasche des großen Kindes musste dringend mal gewaschen werden, da kamen die Feiertage gerade recht. 


Müll rausgebracht und neue Tüten in die Eimer gehängt.


Babyspielzeug aufgeräumt und einen großen Teil davon weggepackt. Das Baby läuft jetzt immer innen im Laufgitter herum und bedient sich gern aus dem Regalfach. Deshalb habe ich meine Sachen vorübergehend ausgelagert. ;-)


Gestrickt.
Ich habe nun schon dreimal den Pulloversaum gestrickt und wieder aufgetrennt. Hoffentlich taugt jetzt die vierte Variante etwas.

Ich wünsche allen frohe Ostern und morgen noch einen schönen Feiertag!

Samstag, 7. April 2012

Gebastelt: Pixi-Box

Man nehme:
  • einen Haufen herumfliegender Pixi-Bücher
  • ein Stück benutztes Geschenkpapier
  • eine leere Tatü-Box
  • Klebestift oder Bastelkleber in der Tube
  • Schere

Die obere Seite des Kartons habe ich abgeschnitten.
Dann habe ich das Geschenkpapier um die Box gewickelt und festgeklebt.
Pixis rein, fertig!



Schon ist das Kinderzimmer ein wenig ordentlicher.
Und das Kind freut sich.

Freitag, 6. April 2012

Vorgelesen: "Barbapapa" von Annette Tison und Talus Taylor


Dieses Buch stammt noch aus meiner Kindheit. Ich liebe es seitdem sehr. Der Gatte kannte, bis er mich traf, nur die Fernsehserie und die Lieder, die ich wiederum nicht kannte. So konnten wir uns perfekt ergänzen. Das Schöne an Barbapapa ist, dass es neben den netten Geschichten auch ein gutes, pädagogisches Konzept gibt: Die Barbapapas können ihre Form beliebig ändern. Wenn ein Kind also einen beliebigen Umriss mit Gesicht zeichnet, ist es automatisch ein Barbapapa. So haben auch kleine Kinder schnell Erfolgserlebnisse beim Malen.


Außerdem sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, was die Barbapapas alles machen können. Hier rettet Barbapapa gerade die Bewohner eines brennenden Hauses, indem er die Form einer Treppe annimmt. Was für ein Held!

Meist geht es in den Geschichten um den Tier- und Umweltschutz, um die Familie und gemeinsame Aktivitäten.

Ursprünglich ist Barbapapa eine französisch-amerikanische Idee. Aber die neuen Bücher und Merchandisings stammen aus Japan. Mir persönlich gefallen die neuen Sachen nicht so gut, weil der Stil etwas verändert wurde, sowohl im Aussehen der Figuren als auch in den Geschichten. Ich weiß aber nicht, ob das rein subjektiv ist. Ich sage mal so: Wer den modernen Barbapapa nicht mag, sollte sich mal den alten anschauen. Die alten Bücher gibt es manchmal gebraucht auf Trödelmärkten oder im Internet.

Donnerstag, 5. April 2012

Schnelle Osterhasen

Als ich diese Osterhasen sah, wollte ich auch sofort welche machen. Aber erst hatte ich Probleme mit dem Entpacken der Zip-Datei, dann stellte sich heraus, dass sie vermutlich nur für den großen Stickrahmen geeignet sind, meine Sticki erkennt die Dateien jedenfalls nicht. *grmpf*

Na gut, dann denke ich mir selber etwas aus!

Aus alten Kissenbezügen und der kostenlosen Augen-Stickdatei von Luzia Pimpinella bei Huups sind gestern Abend innerhalb von einer Stunde diese Hasen entstanden:


Der Gatte findet die Augen spooky.
Mal sehen, was die Kinder am Sonntag sagen.



Gefüllt sind sie wieder mit Schnipseln von Stoffresten, Fäden und Wolle.
Hier wird alles gnadenlos weiterverwertet.
Wozu soll ich Bastelwatte kaufen, die aus Erdöl gemacht ist???

Mittwoch, 4. April 2012

Me Made Mittwoch: Nano-Hülle


Eigentlich wollte ich heute etwas anderes zeigen, aber das Licht hat dafür leider nicht ausgereicht.
Also kommt heute mal meine Nano-Hülle dran. Aus einem kleinen Leopardenimitatrest flink mit der Hand genäht damals für den Nano der ersten Generation, weil das Ding extrem kratzempfindlich war. Mittlerweile wohnt ein Nachfolger darin, weil der erste wegen Akkuüberhitzungsgefahr nach einigem Hin und Her kostenlos ausgetauscht wurde. Ein Gummizug hält ihn sicher in der Hülle und erleichtert die Entnahme enorm.

Das ist übrigens ein echtes Tragefoto, denn beim Putzen, Kochen und Aufräumen höre ich gern die Nachrichten oder einen Podcast. Allerdings trage ich das Teil dazu in der Hosentasche und nicht in der Hand. Aber in der Hosentasche ist es zu dunkel für ein Foto. ;-)

Was die anderen heute selbstgemachtes tragen, sehen wir bei Cat.

Montag, 2. April 2012

Ostervase

In letzter Zeit tauchten in Bastelblogs immer wieder Blumenvasen aus beklebten Tetrapacks auf. Ein wahre Fundgrube für solche und viele andere Ideen ist übrigens Ninas Upcycling-Pinterest-Board. Ich finde die Idee, einen Tetrapack als Blumenvase zu benutzen, super, schließlich sind sie wasserfest und in unserem Haushalt täglich verfügbar. Aber alle bisherigen Ideen waren nicht sehr lange haltbar, weil sie mit Stoff oder Papier beklebt waren. Ich schätze mal, nach dem Verwelken der Blumen wird die ganze schöne Bastelarbeit auch im Müll landen. Und das ist doch schade!

Kurz vor Ostern wollte ich aber auch schnell noch eine Last-Minute-Vase herstellen. Und ich hatte eine Idee!

Man nehme: 
  • ein Stück Stoff (in meinem Fall ein Stück von einem alten Kissenbezug, ich wusste doch, dass er noch verwendet werden kann!), 
  • ein Stück Bündchen (hier von einem T-Shirt)
  • und einen Tetrapack.



Zuerst das obere Ende abschneiden und den Tetrapack abwaschen.


Bündchenstoff an das obere Ende des Stoffes nähen.
Den Stoff rechts auf rechts zusammennähen, sodass ein Schlauch entsteht.
Den Schlauch auf links drehen, über den Tetrapack ziehen und an der Unterseite die Ecken von Hand abnähen oder stecken und mit der Nähmaschine abnähen. Wer mag, kann auch einen Extraboden aus Stoff ausschneiden und einnähen.
Fertig!


Diesen Überzieher kann man dem Tetrapack immer wieder an- und ausziehen, dazwischen kann man ihn sogar in der Waschmaschine waschen. Geht der Tetrapack kaputt, wird er gegen einen neuen ausgetauscht. Der Überzieher kann also immer wieder verwendet werden. Hurra!

Ich  habe bei dieser Gelegenheit gleich mal wieder ein paar kostenlose Stickdateien getestet:


Das Schaf gibt es hier.


Den Hasen mit Ei gibt es hier.


Die Ente gibt es hier.
Leider konnte ich die Datei nicht weiter verkleinern, sodass jetzt der Schriftzug um die Ecke geht. Aber einem geschenkten Gaul...


Die kostenlosen Hasen gibt es hier. Die finde ich persönlich am schönsten.


Jetzt muss ich nur noch die Eier aufhängen, die ich vor etwa 15 Jahren bemalt habe. Die nervigste Aufgabe. Mag das nicht jemand für mich machen? Ich würde lieber noch ein paar Überzieher nähen...

Ich bin übrigens kein Batman-Fan. Aber ich habe damals Bela B. sehr verehrt.

Und könnt Ihr Euch noch an diese fiesen Schaumstoff-Eierkartons erinnern? Und vor noch längerer Zeit wurden Hamburger in solches Material verpackt. Bäh! Aber für die Aufbewahrung von Ostereiern ist das Zeug gut geeignet. Sonst hätten meine Eier die letzten vier Umzüge wohl kaum unbeschadet überlebt.


Die Fliegenklatsche im Hintergrund zeigt: Hier summt und brummt es schon wieder, obwohl wir in jedem Zimmer ein Fenster mit Fliegengitter vernetzt haben und nur diese Fenster zum Lüften öffnen. Aber die Balkontür scheint den Brummern schon zu genügen.

Sonntag, 1. April 2012

7 Sachen - ohne Aprilscherz

Eine tolle Idee von Frau Liebe:
Immer wieder sonntags 7 Bilder von 7 Sachen, 
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. 
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Brot geschnitten. Diesmal hatte ich ein helles Dinkel-Weizen-Brot gebacken, weil der Gatte noch immer latent magenkrank ist.


Auf dem Babybasar eingekauft.


Schuhe aufgeräumt. Das Baby spielt zu gern damit.


Tomatensalat mit Parmesan geschnippelt. Lecker!


Weitere Stickdateien getestet.
Den Stoff für die Applikation habe ich unabsichtlich gewählt. Ich habe eine kleine Box mit Stoffresten, die sich wegen ihrer Größe gut für sowas verwenden lassen. Und dieses Stück lag obenauf. Aber es passte so gut, dass ich die Fliegenpilze am unteren Rand fast nicht hätte sticken müssen, weil sie so schon gut aussahen. 


Nebenbei eine alte Tischdecke zerschnitten, um daraus ein Probestück zu nähen. Wieder in gelb, weil ich diese Farbe ja eigentlich nie trage. Aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn sich das Probestück als tragbar erweist. Besser, als es wegzuwerfen.


Diese Socken habe ich mir vor vier Jahren gestrickt. Mittlerweile habe ich sie so oft gestopft, dass sie beim Laufen unbequem sind. Also habe ich sie aufgeribbelt. Merinowolle ist zu wertvoll, um sie einfach in den Müll zu werfen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht und morgen einen schönen Wochenanfang!
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