Dienstag, 4. August 2020

Gelesen: "Aufbruch in ein neues Leben" von Linda Winterberg




Coverbild freundlicherweise von Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Linda Winterberg
Titel: Aufbruch in ein neues Leben
Reihe: Die Hebammen-Saga, Band 1
400 Seiten
Aufbau Verlag
Taschenbuch
Preis: 12,99 € (D), 13,40 € (A)
ISBN:9783746635460
Erscheinungsdatum:12.07.2019

Klappentext:
Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich eher zufällig entdeckt. Aber da es im ersten Weltkrieg in Berlin spielt, war meine Neugier geweckt. Insbesondere dass es um die Arbeit von Hebammen in Neukölln geht. Meine Oma wurde 1916 in Berlin geboren. Ihre Mutter war nicht verheiratet, was überall ein Skandal war, aber in Berlin nicht ganz so schlimm geächtet wurde wie in katholischen Regionen.
Das Elend in Neukölln, das damals noch nicht zu Berlin gehörte, wird im Roman sehr eindrücklich beschrieben. Der Hunger, der Dreck, die Läuse, die Enge in den Kellerwohnungen, die Kriegsversehrten an jeder Straßenecke, die Gewalt, ich war mehrfach den Tränen nahe.
Das Buch soll laut Nachwort der Autorin auf die Wichtigkeit und die aktuelle Lage der Hebammen aufmerksam machen. Ich fand die Beschreibungen der Schwangerschaftsvorsorge, der Geburten und der Säuglingsfürsorge sehr interessant. Leider gab es hier aber ein paar Details, die mich gestört haben. So werden z.B. ungeborene und neugeborene Kinder konsequent als "Baby" bezeichnet. Meiner Meinung nach sagte man damals "Säugling", vor allem im medizinischen Bereich. Außerdem werden die Gebärenden immer in die Rückenlage gebracht, als müsse das so sein. Ich kann mir zwar vorstellen, dass das in der Hebammenschule der Frauenklinik in Neukölln so praktiziert wurde. Aber die Hauptfigur Luise hat ihre Großmutter in Ostpreußen seit ihrer Kindheit bei ihrer Arbeit begleitet und ich denke, dort wusste man damals nichts von den "modernen Methoden", die für Ärzte und Hebammen die Arbeit rückenfreundlicher gestalten sollten. Und selbst wenn, dann hat die patente, erfahrene Oma sicher eine andere Meinung dazu gehabt. Da hätte ich erwartet, dass Luise sich mindestens wundert, wenn nicht sogar widerspricht.
Dann ist zwar immer wieder die Rede von der Sterilisation von Geräten, aber nicht ein einziges Mal wäscht sich jemand die Hände, bevor der Muttermund abgetastet wird.
Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchgeschnitten, das Kind wird in ein Tuch gewickelt. Aber kein einziges Mal wird beschrieben, dass das Kind an den Füßen kopfüber hochgehoben wurde und man ihm einen Klaps auf den Po gab, um den ersten Schrei auszulösen. Erst seit sich Frédérick Leboyer 1974 für die sanfte Geburt eingesetzt hat, wird das nicht mehr praktiziert.
Dazu kommen weitere Fehler, wie z.B. dass aus Rixdorf auch mal "Ritzdorf" wird. Wenn die Figuren irgendwo hin fahren, nehmen sie immer die Ringbahn, ob nach Potsdam, zur Friedrichstraße oder zum Schlesischen Bahnhof (heute Ostbahnhof). Schade nur, dass das alles keine Ringbahnhöfe sind. Dabei wäre gerade das heute so einfach zu recherchieren!
Dann wird jemand als "Frau mittleren Alters" bezeichnet, aber auf der nächsten Seite ist sie plötzlich eine "junge Frau".
Da wird ein Kind "Margarethe, nach ihrer Großmutter" genannt, aber ein paar Seiten weiter ist es die Großmutter der Vaters, also die Urgroßmutter des Neugeborenen.
Es mag sein, dass manche Menschen sagen: "ihre Schicht auf Station beginnt", aber nicht in Berlin. Und man sagt hier auch nicht: "Wir sind hier nicht in Unter den Linden."
Dass eine Hebamme mal eben ein Foto der Familie macht, wundert mich dann auch nicht mehr. (Gebt doch mal "Fotoapparat 1918" in die Suchmaschine Eures geringsten Misstrauens ein und schaut Euch die Bilder an. So ein Gerät hat man nicht mal eben ohne Vorkenntnisse benutzt.)
Das ist so schade, denn das Buch wäre nicht nur in Bezug auf die Lage der Hebammen wichtig, sondern der Umgang mit der spanischen Grippe ist eine wunderbare Parallele zur aktuellen Corona-Pandemie.
Ein ordentliches Lektorat und Korrektorat wäre hier extrem wichtig gewesen.

Tipp:
Die ersten 16 Seiten gibt es als Leseprobe.

Freitag, 31. Juli 2020

Gehört/gelesen: "Fräulein Gold. Schatten und Licht" von Anne Stern




Autorin: Anne Stern
Titel: Fräulein Gold. Schatten und Licht
gelesen von Anna Thalbach
Laufzeit: 8 Stunden, 3 Minuten
ISBN 978-3-8398-1812-1
Erscheinungstermin: 16. Juni 2020
Preis 19,95 €


Klappentext:
Berlin, 1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.

Meine Meinung:
Hulda Gold ist Hebamme. Sie ist unverheiratet und genießt ihre Unabhängigkeit. Bei ihrer Arbeit erlebt sie das Elend vieler Familien mit, die Armut, die Enge, den Dreck, den Hunger. 
Dieses Hörbuch führt uns ins Berlin von 1922. Beim Hören bekommt man ein gutes Bild der damaligen Zeit. Der Krieg ist noch nicht lange vorbei und er hat so viele Wunden hinterlassen: Männer, die durch ihre Erlebnisse traumatisiert und/oder verstümmelt sind. Männer, die "gefallen" sind, haben Frauen und Kinder hinterlassen, die jetzt allein zurecht kommen müssen. Dazu hat noch die spanische Grippe viele Todesopfer gefordert. Eltern haben ihre Kinder verloren, Kinder haben ihre Eltern verloren. Kinder leben auf der Straße, Jungen stehlen, Mädchen gehen anschaffen.
Und mittendrin holt Hulda Gold Babys auf die Welt, unterstützt junge Mütter, geht zu Fortbildungen, geht aber auch nachts tanzen, saufen und gibt sich dem Drogenrausch hin.
Die Hebamme Hulda ist eine faszinierende Figur, gerade weil sie nicht so perfekt ist, sondern auch Fehler macht und Schwächen hat. Wie sie überraschend mitten in einen Kriminalfall und auch selbst in Gefahr gerät, ist so spannend, dass ich dieses Hörbuch in zwei Tagen durchgehört habe.

Tipp:
Hört Euch die Hörprobe an! Anna Thalbach liest wirklich großartig!

Dienstag, 28. Juli 2020

Gehört: "Anne of Green Gables" von Lucy Maud Montgomery




Titel: Anne of Green Gables
Autorin: Lucy Maud Montgomery
vorgelesen von: Susan O'Malley
Herausgeber: Blackstone Publishing
ungekürzte Ausgabe
ISBN: 9781483088556
Dauer: 10:41:49
Veröffentlichung der Romanvorlage: 1908

Klappentext:
Anne Shirley, the orphan child who brings happiness and love into the lives of her foster family, is one of the most beloved heroines in all literature. This wildly imaginative, red-headed chatterbox tries to fit into the narrow confines of Victorian expectations, but her exuberant spirit keeps leaping delightfully beyond the bounds.
When Marilla Cuthbert and her brother Matthew find that they are getting too old to work the farm by themselves, they decide to adopt an orphan boy to help out. To their dismay, they are sent a girl by mistake—an impetuous girl with a hopeless lack of manners. Pragmatic Marilla is determined to return her, but warm-hearted Matthew urges that she be given a chance to prove herself. The challenge laid down for this eleven-year-old girl—and the mishaps that befall her before she wins the heart of her foster mother—make for a delightfully charming story.

Meine Meinung:
Dieser Klassiker hat mich sehr berührt. Wir begleiten Anne bei ihrer Entwicklung vom armen, chaotischen, verträumten Waisenkind hin zur bescheidenen, besonnenen, jungen Frau, die Verantwortung übernimmt und das voller Liebe, Freude und Dankbarkeit. Mindestens genauso schön mitzuerleben ist die Entwicklung der Geschwister Marilla und Matthew, bei denen sie eigentlich nur aufgrund eines Missverständnisses landet.
Das Hörbuch ist gut gemacht, nur manchmal springt die Stimme der Vorleserin, vermutlich mussten da nachträglich Korrekturen eingefügt werden. Aber mich hat das nicht gestört.

Freitag, 24. Juli 2020

Die beiden großen Tabus


Warst Du schon einmal dabei, als ein Mensch geboren wurde oder gestorben ist?
Ich meine, natürlich abgesehen von der eigenen Geburt und vielleicht der Geburt Deiner Kinder.

Es sind doch zwei Ereignisse, die mit jedem Leben zu tun haben. Und dennoch erleben die meisten von uns es nie mit, wenn ein Leben beginnt* oder endet. Und falls doch, sind wir unvorbereitet und hilflos.
Was ist zu tun? Was braucht dieser Mensch jetzt?
Mütter sind bei der Geburt ihres ersten Kindes verunsichert, haben keine konkrete Vorstellung, wie das ganze abläuft. Die Geburt meiner Kinder waren die ersten und einzigen, die ich erlebt haben. Kind1 war auch das erste Kind, das ich je gewickelt habe. Wickelräume und Stillräume sind mit so viel Diskretion versteckt, dass man von diesen Vorgängen nichts mitbekommt. Als wäre es etwas Ekliges oder Peinliches, das doch wirklich niemand sehen will.

Geburten haben wir weit weg geschoben in Kreißsäle mit Ärzt'innen mit Gummihandschuhen und Hebammen in sterilen Kitteln. Medizinische Geräte piepen und es gibt Schichtwechsel.
Wenn überhaupt kommt vielleicht der Kindsvater mit, muss aber ggf. draußen warten.
Gebärende Mütter befolgen brav, was ihnen das Krankenhauspersonal sagt, sie legen sich auf den Rücken, damit die Geburtshelfer'innen möglichst bequem ihre Arbeit machen können.

Welches andere Säugetier legt sich bitte für eine Geburt auf den Rücken?
Wie bekommen Kühe, Pferde, Giraffen, Hunde, Katzen, Mäuse ihre Kälber, Fohlen, Welpen?
Im Stehen oder auf der Seite liegend! Und in den meisten Fällen kommen sie dabei allein klar.
Ja, ich weiß, dafür dass wir Menschen aufrecht gehen, sind bei uns die Geburten schwieriger.
Aber da hilft es doch nichts, wenn man sich auch noch total unnatürlich auf den Rücken legt!
Das ist doch nicht artgerecht!
Aber das wird nun einmal seit über 100 Jahren so gemacht und die Leute im Kreißsaal werden schon wissen, wie das richtig geht. Wir selber machen uns da ja keine Gedanken darüber, bis wir uns dann selbst irgendwann in der (Rücken-)Lage befinden.

Zum Sterben geht man auch eher ins Krankenhaus, ins Hospiz oder ins Altersheim.
Lassen wir mal die Fälle weg, bei denen jemand einen Unfall hat und dann im Krankenhaus stirbt.
Alle anderen liegen dort in fremden Betten und warten allein auf den Tod.
Ab und zu kommt vielleicht jemand zu Besuch, aber dort herrscht ja immer so eine beklemmende Atmosphäre, dass man auch schnell wieder gehen will. Wie traurig! Für alle!

Ich habe den Eindruck, dass es für uns besser wäre, wenn wir den Anfang und das Ende des Lebens  anderer Menschen wieder zu einem Teil unseres eigenen Lebens machen könnten. Aber in den meisten Familien ist dafür kein Platz. Und weil wir uns davon so entfremdet haben, haben wir auch Angst davor. Niemand will gern Angehörige pflegen, weil das so anstrengend ist und gesellschaftlich auch nicht anerkannt wird. Aber gleichzeitig wollen wir selber doch auch nicht allein in einem fremden Zimmer auf den Tod warten.

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*Natürlich lebt ein Baby schon im Mutterleib. Aber da wächst es am Anfang unerkannt und dann ist es ein langer Prozess, kein aufregendes Ereignis, das an einem bestimmten Tag stattfindet.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Gelesen bzw. gehört: "Little Women & Good Wives" von Louisa May Alcott




Titel: Little Women, Special Edition
Autorin: Louisa May Alcott
Vorwort von: Ashley Fontainne und Lillian Hansen
Gelesen von Andrea Emmes
ungekürztes Hörbuch
veröffentlicht: 2018
(Veröffentlichung der Romanvorlage: 1868/1869)
Laufzeit: 18 h 47 min. 
ISBN: 9781982585174
Verlag: Spoken Realms
Sprache: English


Klappentext:
Little Women is a novel by American author Louisa May Alcott (1832-1888), which was originally published in two volumes in 1868 and 1869. Alcott wrote the books rapidly over several months at the request of her publisher. The novel follows the lives of four sisters-Meg, Jo, Beth, and Amy March-detailing their passage from childhood to womanhood and is loosely based on the author and her three sisters.
This Special Edition celebrating the 150th year since publication includes excerpts from "Louisa May Alcott, her Life, Letters, and Journals" and "Little Women" Part 1 and 2. Foreword provided by Ashley Fontainne and Lillian Hansen.

Meine Meinung:
Es gibt insgesamt vier (Hör-)Bücher über die Schwestern Beth, Amy, Jo und Meg. Diese Ausgabe umfasst die ersten beiden Teile "Little Women" und "Good Wives". Die Perspektive wechselt zwischen den Schwestern und im zweiten Teil kommen gelegentlich auch die Männer zu Wort. Es geht um alles, was das Leben zu bieten hat: Geburt, Krankheit, Tod, Angst, Trauer, Neid, Eifersucht, Glück, Freude, Liebe, Freundschaft, Armut, Reichtum. Es ist spannend mitzuerleben, wie die Schwestern darüber denken und wie sie sich entwickeln.

Tipp:
Ich hab das Hörbuch in der Onleihe ausgeliehen.

Samstag, 18. Juli 2020

Gelesen: "Der kleine Weihnachtsbuchladen am Meer" von Julie Peters



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Julie Peters
Titel: Der kleine Weihnachtsbuchladen am Meer
288 Seiten
Aufbau Verlag
Taschenbuch
ISBN 978-3-7466-3609-2
Preis: 10,00 € (D), 10,30 € (A)


Klappentext:
Frieke zählt die Tage bis Heiligabend, sie kann gar nicht mehr aufhören, das alte Kapitänshaus oder die Buchhandlung zu schmücken. Nur warum liegt jeden Adventstag ein Briefchen vor ihrer Haustür? Was hat dieser besondere Adventskalender zu bedeuten? Und warum ist Bengt so abweisend, seit sie im Überschwang der Schwangerschaftshormone darüber gesprochen hat, dass sie ja heiraten könnten? 

Meine Meinung:
Auch der dritte Teil der Reihe "Friekes Buchladen" ist märchenhafte Wohlfühllektüre. Allerdings muss ich eine Triggerwarnung zum Thema Fehlgeburt aussprechen. Es wird erwähnt, wenngleich nicht en Detail beschrieben.


Gelesen: "Things I Learned From Knitting ...whether I wanted to or not" von Stephanie Pearl-McPhee




Titel: Things I Learned From Knitting ...whether I wanted to or not
Autorin: Stephanie Pearl-McPhee
Preis: 10,95 $
160 Seiten
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
ISBN: 9781603420624

Klappentext:
With a knitter’s perspective, Stephanie Pearl-McPhee describes the astonishing wisdom and hard-to-swallow truths that are embedded in everyday clichés. You’ll laugh with Pearl-McPhee as she realizes that “babies grow” after spending nights knitting a now-too-small sweater. “Beginning is easy, continuing is hard” takes on a new meaning to the knitter who has five projects going, but wants to start another. The next time you drop a stitch, take a cue from this insightful collection and remember, “if at first you don’t succeed, try, try again.” 

Meine Meinung:
Stephanie Pearl-McPhee schreibt mit viel Augenzwinkern von den Parallelen zwischen ihrem wolligen Hobby und anderen Bereichen des Lebens, z.B. Kindererziehung und Ehe. Manches ist trivial, anderes sehr klug. Wer strickt, kann sich in vielem wiedererkennen.


Mittwoch, 1. Juli 2020

Gelesen: "Mein zauberhafter Sommer im Inselbuchladen" von Julie Peters




Titel: Mein zauberhafter Sommer im Inselbuchladen
(Friekes Buchladen, Band 2)
Autorin: Julie Peters
Aufbau-Verlag
Veröffentlichung: 12.04.2019
352 Seiten

eBook
ISBN: 9783841217172
Preis: 7,99 €

Taschenbuch
978-3-7466-3563-7 
Preis: 9,99 € (D), 10,30 € (A) 

Klappentext:
Frieke ist glückliche Besitzerin des kleinen Buchladens am Inselweg, und noch glücklicher ist sie mit Bengt – bis sie plötzlich merkt, dass an Eddas Warnung, Einmal-Junggeselle-immer-Junggeselle, doch etwas dran sein könnte. Gut, dass es ihre beste Freundin Emma gibt. Als Mutter von Zwillingen hat sie für jedes Problem eine Lösung. Erst aber muss sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommen, nachdem Ehemann Torben sie mit den beiden Söhnen von heute auf morgen sitzen gelassen hat. Und so gerät Frieke emotional zusehends in Seenot. Außerdem ist ihr morgens immer so übel ...

Meine Meinung:
Das Wohlfühlmärchen geht weiter. Alles fügt sich, jeder Topf findet seinen Deckel, Expartner sind großzügig und sanftmütig, verschollene Väter sind liebevoll und überhaupt verstehen sich alle super. Genau das richtige für die Sommerferien.


Dienstag, 30. Juni 2020

Hörbuch: "Emma" von Jane Austen




Titel: Emma
Autorin: Jane Austen
gelesen von Sherry Crowther
Herausgeber: Author's Republic
ungekürzte Ausgabe
Hörbuch
Sprache: englisch
ISBN: 9781518941306
Dauer: 17:55:42
Veröffentlichung der Romanvorlage: 23.12.1815

Klappentext:
Beautiful, clever, rich—and single—Emma Woodhouse is perfectly content with her life and sees no need for either love or marriage. Nothing, however, delights her more than interfering in the romantic lives of others. But when she ignores the warnings of her good friend Mr. Knightley and attempts to arrange a suitable match for her protegee Harriet Smith, her carefully laid plans soon unravel and have consequences that she never expected. With its imperfect but charming heroine and its witty and subtle exploration of relationships, Emma is often seen as Jane Austen's most flawless work.

Meine Meinung:
Nachdem ich den Film mit Gwyneth Paltrow und die BBC-Serie schon mehrmals gesehen habe, wollte ich endlich mal den Roman lesen. Als ich in der Onleihe entdeckt habe, dass es den auch als ungekürztes Hörbuch gibt, hab ich es sofort ausgeliehen und im Laufe der letzten Tage bei der Gartenarbeit gehört.
Ich weiß nicht, ob ich die knapp 18 Stunden durchgehalten und bei den vielen Verwirrspielchen durchgeblickt hätte, wenn ich die Geschichte nicht schon so gut gekannt hätte. Aber so hat mir das Hörbuch gut gefallen und ich finde die Verfilmungen nach wie vor sehr gut gelungen.

Sonntag, 28. Juni 2020

Gelesen: "Selber machen statt kaufen: Garten & Balkon" von Smarticular






Titel: Selber machen statt kaufen – Garten und Balkon. 111 Projekte und Ideen für den naturnahen Biogarten
Preis: 14,95 €
Erscheinungsdatum: 08.05.2019
Herausgeber: smarticular Verlag
ISBN: 978-3-946658-30-6
Format: Taschenbuch, broschiert
Seiten: 192 Seiten
120 Farb-Abbildungen
Format: Softcover
Material: Recyclingpapier

Klappentext:
Buch zur Seite https://www.smarticular.net/ - Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben
Bienenfreundliche Blumenwiesen statt Rasen, Gemüse statt Zierpflanzen, Heilkraut statt Unkraut, essbare Bodendecker statt Flächen aus Stein – es gibt zahlreiche unkonventionelle Möglichkeiten, natürlicher, gesünder und zugleich einfacher zu gärtnern.
Das sind die Gründe, warum es sich lohnt, sein Essen selbst anzubauen:
Lebensmittel aus dem naturnahen Biogarten sind gesünder, weil sie komplett ohne giftige Pflanzenschutzmittel und künstlichen Dünger auskommen.
Biogärten sind gut für die Umwelt, weil sie Oasen für Insekten und Vögel darstellen und alten Sorten Raum geben, deren Vielfalt und Lebensraum durch tote Designergärten und Monokultur-Felder immer weiter schrumpfen.
Dinge im Garten selbst zu machen und wiederzuverwenden, spart Geld, weil die vorhandenen Ressourcen in natürlichen Kreisläufen genutzt werden, statt teure Spritzmittel, Düngemittel und andere Helfer zu kaufen.
Gärtnern macht dich unabhängiger und glücklich, weil die Aktivitäten in der Natur Balsam für Körper und Seele sind.

Meine Meinung:
Bei Smarticular kann man so viel lernen. Oft sind es Anleitungen, die schon unsere (Ur-)Großeltern kannten (meine Großeltern waren leider Stadtkinder, die nicht gegärtnert haben). Während die Internetseite schnell zum Kaninchenloch wird, in dem man von einem Klick zum nächsten ganze Nächte verbringen kann, sind in diesem Buch alle wichtigen Themen rund ums Gärtnern übersichtlich und handlich dargestellt. Von Erde und Pflanzgefäßen über Schädlingsbekämpfung und Düngung bis hin zum Einkochen, Fermentieren und Einlegen werden alle Bereiche des naturnahen Gartens, Balkons oder der Terrasse behandelt. Sogar der Anbau von Kräutern und Gemüse in der Wohnung wird berücksichtigt.
Inhaltlich ist das Buch also wirklich umfassend und auch die Gestaltung gefällt mir ebenso gut wie der Schreibstil. Ein rundum gelungenes Gartenbuch!

Tipp:
Unserer Umwelt zuliebe wurde dieses Buch auf umweltfreundlichem Recycling-Papier gedruckt, ausgezeichnet mit dem FSC®-Zertifikat für Papier aus Recyclingmaterial, dem Blauen Engel und dem EU-Ecolabel.
Es gibt eine kostenlose Leseprobe, schaut mal rein!

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