Samstag, 8. August 2020

Gelesen: "Unter Nachbarn" von Unda Hörner


Titel: Unter Nachbarn
Autorin: Unda Hörner
Verlag: Suhrkamp
Erscheinungsjahr: 2000
199 Seiten
ISBN 9783518396711
Preis: 8,50 €

Klappentext:
In Berlin wird viel umgezogen. In Berlin begegnet man immer anderen Nachbarn, Menschen in einem Haus, mit denen man ein geheimes Alltagswissen teilt. Man kennt sich nicht und kennt sich doch genau - Nachbarn sind ideale Projektionsflächen für geheime Sehnsüchte und wirkliche Ängste: die alleinerziehende Mutter, ein unheimlicher Beobachter, ein Lebenskünstler, ein schwerer Alkoholiker, ein todtrauriger Professor, ein Waffenkenner.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich nicht so recht entscheiden konnte, worum es ihr geht. Ja, das mit den Nachbarn zieht sich meist als roter Faden durch die Kapitel und das hat mir als Thema auch sehr gut gefallen. Manche Nachbarn sind bedrohlich, andere werden zu Liebhabern oder Freund'innen, manche hört man nur, einige sieht man nur als Schatten an der gegenüber liegenden Brandschutzmauer. Allerdings gibt es auch Kapitel, die gar nichts mit Nachbarn zu tun haben, sondern z.B. mit dem Großvater der Ich-Erzählerin. Diese heißt übrigens auch Unda. Das Buch ist aber angeblich ein Roman. Ich vermute mal, dass es ein sehr autobiografischer Roman ist. Sie schreibt über das Leben in Berlin in den 80er und 90er Jahren und manches habe ich auch so erlebt. Anderes ist mir aber total fremd.
Auch im Stil wechselt sie immer wieder zwischen distanziert und berührend, derb und intellektuell, philosophisch und oberflächlich.
Insgesamt war es ganz interessant zu lesen, aber ich würde auch nichts vermissen, wenn ich es nicht gelesen hätte.

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