Mittwoch, 13. April 2022

Hörbuch: "Die Zeit der Glühwürmchen" von Patricia Koelle

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Patricia Koelle
Titel: Die Zeit der Glühwürmchen
Band 1 der Inselgärten-Reihe
gelesen von Eva Gosciejewicz
Download / Streaming
ungekürztes Hörbuch
Preis: 24,95 € 
ISBN: 978-3-7324-5637-6
Laufzeit: 13 Stunden
Veröffentlicht: 17.08.2021


Klappentext:
Es sind Bilder von Glühwürmchen, Schmetterlingen, Bienen und Libellen auf einem alten, wunderschön gearbeiteten Sekretär, die Journalistin Taru und die junge Studentin Remy dazu inspirieren, ihren Traum zu verwirklichen. Da diese zarten Insekten in der heutigen Zeit bedroht sind, wollen die beiden Frauen einen Garten bauen, um all den selten gewordenen Lebewesen ein Zuhause zu geben. Auf der Insel Rügen planen sie einen magischen Ort, der seinen Zauber entfaltet und Kraft spendet. Aber wird es ihnen gelingen, andere Menschen mit ihrer Idee zu berühren? Taru und Remy müssen ihr Herz öffnen, um den Inselgarten zum Leben zu erwecken.

Meine Meinung:
Dieser Schmöker ist genau richtig, um gedanklich in schöne Gärten und ans Meer zu reisen. Es geht um Selbstfindung, Natur, Artenschutz, Familie, Freundschaft, Liebe, eine DDR-Kindheit, einen alten Schrank, einen verschwundenen Garten und die richtigen Worte. Die Handlung mäandert vom Tollensesee bei Neu-Brandenburg über den Darß und Berlin nach Rügen. Bis auf wenige dramatische oder unangenehme Momente ist die Geschichte wunderbar ruhig erzählt, aber nie langweilig. Ich wollte einfach immer weiter hören. Die Figuren sind sehr sympathisch, nur die ewig langen Vorträge von Remy nerven ein wenig, auch wenn ich ihr inhaltlich natürlich in vollem Umfang zustimme.
Taru ist über 50 Jahre alt, deshalb gehört diese Geschichte zur #Ü45_Protagonistinnen Challenge.

Tipp:
Die ersten 4:22 min. gibt es als kostenlose Hörprobe.


Sonntag, 10. April 2022

Gelesen: "Begrünen was geht" von Wolfgang Heidenreich und Antje Krause

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor'in: Wolfgang Heidenreich, Antje Krause
Titel: Begrünen was geht - Kleine und große Pflanzideen für Wände, Zäune, Dächer und graue Ecken. #machsnachhaltig
Veröffentlichung: 13.01.2022
ISBN 978-3-8186-1225-2
128 Seiten

Gedrucktes Buch (Klappenbroschur): 14,00 €
E-Book (PDF):  10,99 €


Klappentext:
Jede Pflanze und Blüte mehr zählt! Denn mehr Grün verschönert unser urbanes Umfeld und macht es lebenswert. Pflanzen verbessern das Mikroklima, spenden Schatten, schlucken Feinstaub & Lärm und fördern gleichzeitig die tierische Artenvielfalt, in dem sie für Nahrung und Unterschlupf sorgen. Grund genug, um jedes kleinste Fleckchen im Garten, auf Balkon, Terrasse oder vor der Haustür auf sein Begrünungspotenzial abzuklopfen. Machbare Projekte zeigen, wie du mit den richtigen Pflanzen Geländer, Zäune, Müllboxen, aber auch ganze Wände oder Dächer dauerhaft begrünen kannst. Triste Betonflächen werden mit Pflanzentöpfen aufgewertet oder gleich aufgebrochen und bepflanzt. Warum grau, wenn’s auch grün geht?

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch bei einer Verlosung von Lovelybooks gewonnen und mit viel Interesse und zunehmender Begeisterung gelesen. Es ist genau die richtige Mischung aus Argumenten für mehr Grün überall, Anleitungen inklusive Pflanzenempfehlungen sowie Warnungen, wo es beim Begrünen Probleme geben könnte. Damit kann man möglichen Nörglern ("Nee, das macht doch die Fassade kaputt!") direkt den Wind aus den Segeln nehmen. Zusätzlich machen die Bilder Lust darauf, sofort raus zu gehen, Gefäße aller Art mit Erde zu füllen, Pflanzen oder Samen in diese Erde zu bringen und beim Wachsen zuzuschauen.
Also, lest dieses Buch, geht anschließend raus und macht die Welt ein wenig grüner! Nein, viel grüner! Wir brauchen Pflanzen. Denn eine grüne Natur ist unsere Lebensgrundlage.

Tipp:
Schaut Euch unbedingt die 24 Seiten lange Leseprobe an!

Donnerstag, 7. April 2022

Gelesen: "Die alte Johanna" von Renate Welsh

 



Titel: Die alte Johanna
Autorin: Renate Welsh
Czernin Verlag
Veröffentlichung: 21. April 2021
192 Seiten

Hardcover mit Schutzumschlag
Preis: 20,00 €
ISBN: 978-3-7076-0724-6

e-Book
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-7076-0725-3


Klappentext:
Die lang erwartete Fortsetzung von Renate Welshs "Johanna", die das Leben einer bemerkenswert starken Frau resümiert. Johanna muss einsehen, dass sie nicht mehr allein in dem Haus leben kann, in dem sie ihre acht Kinder großgezogen hat und in dem ihr Mann gestorben ist. Trotz der ewigen Geldknappheit und der Vorurteile gegen das "rote Gesindel" am unteren Ende des Dorfes ist es ihr gelungen, ihren eigenen Weg zu finden und ihre Familie zusammenzuhalten. Nun aber ist die Zeit gekommen, wo sie, die immer gegeben hat, auch nehmen lernen muss. Renate Welsh erzählt äußerst einfühlsam von einer starken Frau, die ihren Platz im Leben gefunden hat: als Mutter, Großmutter und Mitte des Dorfes, in das sie als unehelich geborenes Mädchen in den 1930er-Jahren gekommen war.

Meine Meinung:
Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und kam mit diesem Buch hier auch so gut zurecht. Dennoch ist es vermutlich besser, den ersten Teil vorher zu lesen. Vielleicht werde ich das noch nachholen.
"Die alte Johanna" ist die einfühlsame Begleitung einer alten Frau, ihr innerer Monolog, ihre Gedanken über ihr Leben, ihre Gegenwart, ihre Familie, ihre Herkunft. Sie denkt zwar auch über die Vergangenheit nach, aber immer mit ihrem Blick als alte Frau. Sie ist dabei mal schmerzhaft ehrlich, mal rührend verschroben. Mich hat sie sehr berührt.
Da Johanna weit über 80 Jahre alt ist, gehört dieses Buch zur #Ü45_Protagonistinnen Challenge.

Tipps:
Leseproben findet Ihr im Online-Shop Eures Vertrauens, z.B. bei Genialokal.
Am 12.4.2022 um 19.00 Uhr gibt es ein Online-Autorinnengespräch. Mehr dazu lest Ihr auf der Homepage des Verlags.


Montag, 4. April 2022

Hörbuch: "Komisch, alles chemisch" von Mai Thi Nguyen-Kim



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Mai Thi Nguyen-Kim
Titel: Komisch, alles chemisch
Ungekürzte Lesung
gelesen von Mai Thi Nguyen-Kim
Preis: 16,99 € [D], 17,50 € [A], CHF 23,90
1 mp3-CD
Laufzeit: ca. 6 h 7 min.
ISBN: 978-3-8371-4621-9
Erschienen am 04. März 2019

Klappentext:
Der Alltag dient Mai Thi Nguyen-Kim als roter Faden, der durch die Welt von organischer, anorganischer und physikalischer Chemie führt: Der Tag beginnt mit der Chemie des Aufwachens, wir erfahren, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Kaffee und was das Geheimnis perfekter Bratkartoffeln ist, wie Stoffwechsel- und Jo-Jo-Effekt chemisch funktionieren, warum nur Aluminiumsalze die Schweißbildung verhindern, andere Stoffe aber den Schweiß nicht stinken lassen ... Und natürlich geht es am Abend um die „Chemistry of Love“. 

Meine Meinung:
Mein Mann schaut mit den Kindern gern die TV-Sendungen und Videos von Mai Thi Nguyen-Kim. Ich persönlich stehe mit dem Fach Chemie eher auf dem Kriegsfuß. In der Schule habe ich es so schnell wie möglich abgewählt und die 2 Semester im Grundstudium haben mich sehr gequält. Aber jetzt wollte ich mich dem Thema ganz unverbindlich stellen und habe dieses Hörbuch gehört. Die Autorin erklärt entlang ihres Alltags von Schlaf- und Stresshormonen über kochen und backen bis hin zu Deo, Alkohol und Schokolade, dass eigentlich alles um uns herum Chemie ist und wie es funktioniert. Das macht sie auf eine sehr sympathische und anschauliche Art und Weise. Ich war überrascht, wie viel ich doch noch wusste und nebenbei habe ich auch ein paar neue Dinge gelernt.

Tipps:
Es gibt eine kostenlose Hörprobe.
Das Buch erschien bei Droemer.

Freitag, 1. April 2022

Gelesen: "State of Terror" Louise Penny, Hillary Rodham Clinton

 





Titel: State of Terror
Autorinnen: Louise Penny, Hillary Rodham Clinton
Verlag: Simon & Schuster/St. Martin’s Press
Veröffentlichung: 12. Oktober 2021
512 Seiten

Hardcover
Preis: 30 $
ISBN 9781982173678

eBook
Preis: 14,99 $
ISBN 9781982173692


Klappentext:
After a tumultuous period in American politics, a new administration has just been sworn in, and to everyone’s surprise the president chooses a political enemy for the vital position of secretary of state.
There is no love lost between the president of the United States and Ellen Adams, his new secretary of state. But it’s a canny move on the part of the president. With this appointment, he silences one of his harshest critics, since taking the job means Adams must step down as head of her multinational media conglomerate.
As the new president addresses Congress for the first time, with Secretary Adams in attendance, Anahita Dahir, a young foreign service officer (FSO) on the Pakistan desk at the State Department, receives a baffling text from an anonymous source. Too late, she realizes the message was a hastily coded warning.
What begins as a series of apparent terrorist attacks is revealed to be the beginning of an international chess game involving the volatile and Byzantine politics of Pakistan, Afghanistan, and Iran; the race to develop nuclear weapons in the region; the Russian mob; a burgeoning rogue terrorist organization; and an American government set back on its heels in the international arena.
As the horrifying scale of the threat becomes clear, Secretary Adams and her team realize it has been carefully planned to take advantage of four years of an American government out of touch with international affairs, out of practice with diplomacy, and out of power in the places where it counts the most.
To defeat such an intricate, carefully constructed conspiracy, it will take the skills of a unique team: a passionate young FSO; a dedicated journalist; and a smart, determined, but as yet untested new secretary of state.

Meine Meinung:
Es ist zwar eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre, aber dieser rasante, spannende Polit-Thriller ist voller aktueller Themen und es gibt eine Menge starker Frauen, die hier die Strippen ziehen oder die Welt retten.
Die Hauptfigur ist Ende 50, deshalb ist dies ein Beitrag zur #Ü45_Protagonistinnen Challenge.

Dienstag, 29. März 2022

Gelesen: "Mach mir den Garten, Liebling! (K)ein Landlust-Roman" von Ellen Berg

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Mach mir den Garten, Liebling! (K)ein Landlust-Roman
Autorin: Ellen Berg

Taschenbuch
Preis: 10,99 €
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Veröffentlichung: 16.11.2015
ISBN 978-3-7466-3146-2
320 Seiten

eBook
Preis: 8,99 €
Verlag: Aufbau Digital
Veröffentlichung: 16.11.2015
ISBN 978-3-8412-0987-0
304 Seiten


Klappentext:
Zur Hölle mit dem Job! Statt der überfälligen Beförderung bekommt Luisa einen arroganten Fiesling vor die Nase gesetzt. Sie ist frustriert. 14-Stunden-Arbeitstage und Bürointrigen – wofür das alles?
Ausgerechnet jetzt muss sie sich um den Schrebergarten ihrer Tante Ruth kümmern. Komposthaufen statt Karriere, geht gar nicht. Doch dann stellt Luisa fest, dass Gärtnern sogar glücklich machen kann. Wenn nur nicht dieser rasend charmante Mann im Nachbargarten wäre, der so gar nicht in ihr Leben passt …

Meine Meinung:
Die Geschichte ist unterhaltsam, wenn auch ein wenig unrund und das Liebesdrama hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Schön ist, dass Figuren aus anderen Romanen von Ellen Berg hier wieder auftauchen oder erwähnt werden, z.B. Öko-Eddie aus "Alles Tofu oder was?" und Lissy aus "Zur Hölle mit Seniorentellern".

Tipp:
Die ersten 2,5 Kapitel gibt es beim Verlag als kostenlose Leseprobe.


Samstag, 26. März 2022

Gelesen: "Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei" von Susanne Schmidt




Titel: Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei
Autorin: Susanne Schmidt
Erscheinungsdatum: 15.03.2021 
208 Seiten
Verlag: hanserblau

Paperback
ISBN 978-3-446-26800-5
Preis: 17,00 € (D), 17,50 € (A)

E-Book
ISBN 978-3-446-27024-4
Preis: 12,99 €


Klappentext:
Eine Liebeserklärung an die wilde Welt des öffentlichen Nahverkehrs.
Motorpanne am ersten Tag, Bombendrohungen, spontane Partys in ihrem Doppeldecker. Als Busfahrerin in Berlin hat Susanne Schmidt schon alles erlebt. Für sie ist es der schönste Beruf der Welt. Man ist frei, immer unterwegs und Königin der ganzen Stadt.
"Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei" ist eine Liebeserklärung an alle Heldinnen und Helden des Nahverkehrs. Wo Wahn und Witz dicht beieinanderliegen, sich das soziale Mikroklima an jeder Haltestelle ändert und manchmal sogar ein Fuchs zusteigt. Nach der Lektüre werden Sie Ihre nächste Busfahrerin mit anderen Augen sehen.
"Die Neugier der Großstadt ist überall zu finden. Die Suche danach beginnt mit dem Warten auf den nächsten Bus."

Meine Meinung:
Die ersten 40 Jahre meines Lebens bin ich sehr viel BVG gefahren. Schon mit 4 Jahren konnte ich alle Stationen der U6 auswendig, weil ich sie sehr oft mit meiner Mutter gefahren bin. Sie sagte auch immer: "Das kommt mein Freund, der Bus", wenn der Große Gelbe um die Ecke bog. Ich mag die Idee des öffentlichen Nahverkehrs, auch wenn ich schon oft geflucht habe, weil ich den Bus verpasst habe oder lange Strecken stehen musste, weil es so voll war. Und jetzt in der Pandemie sind mir das zu viele Kontakte.
Aber gerade deshalb hat mir das Buch sehr viel Freunde bereitet. Ich bin in Gedanken überall dabei gewesen, als Frau Schmidt ihre Ausbildung und die ersten Fahrübungen gemacht, sich über Fahrgäste geärgert oder gefreut, sich verfahren und verzweifelt an der Endstation ein Klo gesucht hat.
Dieses Buch ist einerseits eine Liebeserklärung an die Stadt Berlin und den ÖPNV allgemein, aber auch eine mutige Kritik über die frauenfeindliche, unmenschliche, unflexible Haltung der BVG-Verwaltung und einiger der männlichen Kollegen.
Ich möchte dieses Buch allen ans Herz legen, die in Berlin leben oder Berlin besuchen.
Und weil Susanne Schmidt mit Mitte 50 die Ausbildung zur Busfahrerin gemacht hat, ist dies ein Beitrag zur #Ü45_Protagonistinnen Challenge.

Tipp:
Die ersten 20 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe und auf der Homepage des Verlags gibt es zwei Videos mit der Autorin. Das eine ist eine Lesung, das andere ein Interview.


Mittwoch, 23. März 2022

Gelesen: "Ciao" von Johanna Adorján


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Ciao
Autorin: Johanna Adorján
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin: 08.07.2021
272 Seiten

gebundene Ausgabe
Preis: 20,00 €
ISBN: 978-3-462-00171-6

eBook
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-462-30350-6


Klappentext:
Johanna Adorján entwirft mit »Ciao« eine Gesellschaftssatire, die extrem komisch ist und gleichzeitig schmerzhaft heutig. Ist der Untergang des alten weißen Mannes beschlossene Sache oder sollte man mit dieser Spezies doch gnädig sein?
Hans Benedek, einst ein gefragter Feuilletonist, hat seinen Bedeutungsverlust selbst noch gar nicht realisiert. Er wähnt sich weiterhin als Mann von beträchtlichem Einfluss, glaubt, dass alle Welt die Ohren spitzt, wenn er einen Gedanken formuliert. Aber die Zeichen mehren sich, dass sich etwas verändert hat. Seine ständigen Affären mit Praktikantinnen sind nicht mehr so unbeschwert wie noch vor einigen Jahren. Seine Tochter beschimpft ihn als Mörder, da er immer noch Bacon zum Frühstück isst. Als seine Frau ihn auf die Idee bringt, ein Portrait über die gefragteste junge Feministin des Landes zu schreiben, wittert Hans seine Chance. Doch die Begegnung mit ihr wird Hans in einen Abgrund von bisher ungekannter Tiefe stürzen.
Ein Roman über Menschen, über die die Zeit hinweggegangen ist. Über Leute von gestern im heutigen Leben. Übers Älterwerden. Und ein bisschen auch über die Liebe.

Meine Meinung:
Das Thema dieses Romans ist sehr aktuell. Er liest sich auch sehr flüssig und ist unterhaltsam. Es geht meines Erachtens aber nicht nur um Alte Weiße Männer, sondern um die extreme Egozentrik in der gesamten Gesellschaft, die sich hier auch in allen Figuren zeigt. Gleichzeitig wird zwar ständig über Probleme geredet, aber niemand tut wirklich etwas, um sie zu lösen. Jeder klebt nur noch am Handy, googelt sich selbst oder vertreibt sich die Zeit mit TikTok, anstatt endlich etwas zu ändern, um die Welt besser zu machen.
Mir hat die Geschichte leider nichts Neues gezeigt, aber vielleicht gehöre ich auch nicht zur Zielgruppe.

Tipp:
Die ersten 28 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.












Sonntag, 20. März 2022

Gelesen: "A Room of One's Own" von Virginia Woolf

 



Titel: A Room of One's Own
Autorin: Virginia Woolf
Verlag: Penguin Classics
Veröffentlichung: 06/11/2014
ISBN: 9780141395920
144 Seiten
Preis: £10.00

Klappentext:
A Room of One's Own is Virginia Woolf's most powerful feminist essay, justifying the need for women to possess intellectual freedom and financial independence. 
Based on a lecture given at Girton College, Cambridge, the essay is one of the great feminist polemics, ranging in its themes from Jane Austen and Carlotte Brontë to the silent fate of Shakespeare's gifted (imaginary) sister and the effects of poverty and sexual constraint on female creativity.

Meine Meinung:
30 Jahre lang habe ich diese Lektüre nun vor mir her geschoben, aber jetzt habe ich es endlich gelesen. In diesem Klassiker der feministischen Literatur beleuchtet Virginia Woolf die Rolle von Frauen in der Literatur. Wie schreiben Männer über Frauen? Was schreiben Frauen über Frauen? Wo, wann und wie schreiben Frauen? Und zu welchem Zweck schreiben Frauen?
Dieses Buch ist fast 100 Jahre alt, da wird es Zeit, darüber nachzudenken, was sich inzwischen verändert hat. Wenn man sich z.B. die Politik in Polen und in der Türkei anschaut, ist noch viel zu tun!

Virginia Woolf war 47 Jahre alt, als sie dieses Buch geschrieben hat. Sie schreibt über Frauen und Literatur, also auch über sich selbst. Deshalb zähle ich es zur #Ü45_Protagonistinnen Challenge.

Donnerstag, 17. März 2022

Wenn nicht jetzt, wann dann???

Der Krieg in der Ukraine treibt die Preise für Öl und Gas in die Höhe. Das ist doch die Gelegenheit, endlich mal wichtige Änderungen anzustoßen! Wir können nämlich alle viel dazu beitragen, dass wir weniger Öl und Gas verbrauchen. Ich habe mal ein paar Ideen gesammelt. Vielleicht machst Du davon schon das Eine oder Andere, aber vielleicht entdeckst Du ja neue Möglichkeiten:


  1. Wohnen:
    Je kleiner die Wohnung ist, desto weniger Energie verbraucht man beim Heizen. Entrümpelt Euer Zuhause, spendet großzügig Kleidung, Haushaltsgegenstände, haltbare Lebensmittel an Hilfsorganisationen, schafft Platz, den Ihr anderen Menschen zur Verfügung stellt (Flüchtlingen, Untermietern) oder sucht Euch ein kleineres Zuhause. Dort muss man auch weniger Fläche putzen. Zieht in die Nähe Eurer Arbeit, damit Ihr nicht so viel pendeln müsst.
  2. Konsum allgemein:
    Für jedes Produkt, das wir kaufen, werden Rohstoffe abgebaut (z.B. Öl für Plastik) oder geerntet (z.B. Baumwolle für Kleidung), transportiert, verarbeitet, verpackt und wieder transportiert. Es gibt auf Youtube viele Videos zu diesem Thema, z.B. "Die Reise eines T-Shirts". Jeder Transport der Rohstoffe und Waren verbraucht Erdöl, jeder Verarbeitungsschritt verbraucht elektrischen Strom, der meist aus Öl, Gas oder Kohle erzeugt wird. Jede Verpackung muss auch aus Rohstoffen hergestellt werden. Jede Plastikfolie wird aus Erdöl gemacht. Wenn man eine Packung Kekse kauft, liegen sie meist in einer Plastikschale, die von einer Plastikfolie umhüllt ist und außenherum ist noch ein Pappschachtel. Größere Mengen dieser Keksschachteln werden vom Hersteller in größere Kartons verpackt, diese Kartons sind auf Paletten gestapelt und damit nichts herunterfallen kann, sind die Paletten mitsamt den Kartons in Plastikfolie gewickelt. So viel Verpackung nur für Kekse! Dabei kann man Kekse doch recht einfach selber backen. Und während wir zwar essen und trinken müssen um leben zu können, müssen wir nicht ständig neue Kleidung, Telefone, Taschen, Schuhe, Schmuck, Weihnachtsbäume, Osterdeko kaufen. Wir können das einfach lassen und die Sachen benutzen, die wir haben! Was kaputt ist, kann man reparieren (lassen). Was uns fehlt, können wir uns leihen oder gebraucht kaufen. So kann man seinen Konsum drastisch reduzieren und den Ölverbrauch deutlich senken.
  3. Ernährung:
    Regional, saisonal, fair, bio - you know the drill.
    Aber was vielen nicht klar ist: Den Kühlschrank muss man gar nicht so kalt einstellen, wenn kein Fleisch oder Fisch darin ist. Vegetarisch zu leben spart also Strom. Vegan zu leben spart noch mehr Strom, denn Gemüse wird nicht so schnell schlecht wie Milch.
  4. Strom:
    Wechselt zu einem Ökostromanbieter. Wir sind seit vielen Jahren bei Naturstrom und sehr zufrieden. Wind, Sonne, Wasserkraft und Biogas haben wir im eigenen Land!
    Die Politik muss jetzt endlich die Hürden beim Ausbau der Solar- und Windenergie beseitigen und eine bundesweite Infrastruktur für Elektromobilität schaffen! Petitionen dafür findet man im Netz.
  5. Gartenarbeit:
    Als ich klein war, hatten die meisten Leute einen mechanischen Rasenmäher, der weder Strom noch Benzin braucht. Die kann man auch heute noch kaufen. Die Anstrengung kann man gleich noch als Fitnesstraining verbuchen, dann spart man sich das Sportstudio.
    Laubbläser sind die Hölle! Statt Laub, Erde und Hundehaufen durch die Gegend zu pusten kann man einfach zu Rechen und Besen greifen. Das spart Benzin und macht viel weniger Lärm.
    Die eigenen Gartenabfälle selbst zu kompostieren spart viele Plastiksäcke, Geld, Schlepperei und Benzin. Dann muss man nämlich die Abfälle nicht mehr in Säcke füllen und abholen lassen oder wegbringen und man muss auch keine neue Erde mehr kaufen.
  6. Chemische Industrie:
    Die chemische Industrie verbraucht viel Gas. Bestimmt betrifft das viele sehr wichtige Dinge, aber ich denke bei Chemie vor allem an Glyphosat, Kunstdünger usw., auf die wir schon lange verzichten sollten. Bitte kauft diesen Mist nicht mehr! Und bitte kauft Biolebensmittel, dann konsumiert Ihr den Mist auch nicht indirekt.
  7. Kosmetik:
    Wenn ich durch eine Drogerie gehe, laufe ich viele Meter an Regalen entlang, deren Inhalte ich nie kaufe. Das ist vor allem jede Menge Kosmetik. Ja, die Haare vom Kopf senkrecht nach oben zu stylen sieht witzig aus, aber wenn man das jeden Tag macht, verbraucht man pro Jahr eine Menge Gel, Wachs oder Haarspray. Das muss alles produziert und transportiert werden. Nur damit die Haare vom Kopf abstehen. Merkt Ihr auch, oder?
    Wenn die Haare unbedingt zum Stehen gebracht werden müssen, benutzt Leinsamengel. Das kann man total einfach selber herstellen und es hält wie Beton. Haarspray kann man durch Zuckerwasser ersetzen, das man in eine Sprühflasche für Blumen füllt. 
    Bei Shampoo, Seife zum Händewaschen und Duschzeug ist es sinnvoll, auf feste Produkte in Pappschachteln umzusteigen. Was ich in den letzten Jahren an Plastikflaschen eingespart habe, seitdem ich nur noch feste Produkte verwende! Nicht vergessen: Plastik wird aus Erdöl gemacht! Die festen Produkte sparen auch Geld, Platz und sind bei Reisen viel praktischer, weil sie im Koffer Platz sparen, leichter sind und nicht auslaufen. 
  8. Heizung/Klimaanlage:
    Sinnvoll lüften und passend anziehen spart sehr viel Energie.
    Im Winter lüften wir einmal am Tag, indem wir alle Fenster in der Wohnung sperrangelweit öffnen und für ein paar Minuten richtig Durchzug machen. Beim Lüften ist die Heizung natürlich ausgeschaltet. Fenster zu, Heizung wieder an, aber nur so weit, dass es mit Wollpullover und Stricksocken angenehm ist. Man muss nicht im Winter im T-Shirt herumlaufen können. Genauso kann man im Sommer auf die Klimaanlage verzichten. Wenn man von abends bis morgens lüftet, kühlt die Wohnung über Nacht ab. Tagsüber die Fenster geschlossen halten und auf der Sonnenseite beschatten, z.B. mit Rollläden oder Markisen. Auch im Sommer muss man nicht in Jeans in der Wohnung herumlaufen können. Wenn es im Auto im Sommer zu warm ist, macht halt einfach die Fenster auf. Die Klimaanlage verbraucht zwar elektrischen Strom, der von der Batterie kommt, aber diese wird ja durch die Lichtmaschine wieder aufgeladen. Und die Lichtmaschine wird vom Verbrennungsmotor angetrieben. Die Klimaanlage verbraucht also indirekt Benzin.
  9. Straßenverkehr:
    Am meisten Benzin spart man, indem man so wenig wie möglich herum fährt. Einfach mal zuhause bleiben, von zuhause aus arbeiten und Homeschooling muss endlich für alle, die das wollen, möglich sein. 
    Wenn man schon unterwegs sein muss, kann man zu Fuß gehen (krasse Idee!), das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen, Fahrgemeinschaften bilden und Erledigungen bündeln, also z.B. direkt nacheinander zum Supermarkt, zur Post, zum Glascontainer und zur Tankstelle fahren, anstatt jeden Tag eine andere Sache zu erledigen. Sparsame Autos sparsam fahren ist das neue Sexy!

    Wenn wir ganz viel Öl und Gas sparen, verdient Putin weniger Geld und kann weniger lange Krieg treiben. Nebenbei schonen wir die Umwelt und das Klima. Außerdem sparen wir Geld und Zeit.
    Win - win - win - win - win!

    Hast Du noch Ideen? Schreib sie in die Kommentare! Ich freue mich drauf.


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