Freitag, 22. Mai 2020

Gelesen: "Ihr mich auch" von Pia Herzog




Titel: "Ihr mich auch"
Autorin: Pia Herzog 
Südpol-Verlag
ab 12 Jahren
208 Seiten

Hardcover
14,90 €
ISBN 978-3-943086-93-5

eBook
13,99 €
EAN 9783965940024

Klappentext:
Lu ist ziemlich angenervt – von ihrer Mutter, von den Jungs in ihrer Klasse, von der Schule. Nicht mal beim Boxtraining wird sie ihre Wut los. Der Einzige, mit dem sie klarkommt, ist Rhys, aber der zählt ja nicht wirklich. Als Lu und die eigensinnige Viola aufeinandertreffen, fliegen die Fetzen. Und ausgerechnet mit der soll Lu nach Mallorca fliegen?!

Meine Meinung:
Lu ist eine erfrischende Abwechslung zu all den anderen Mädchen, von denen ich sonst so lese. Sie ist impulsiv, wütend, genervt, ehrlich, mutig, zielstrebig, hartnäckig, tough. Die Geschichte hat ein paar interessante Wendungen und es ist eine Weile nicht vorhersehbar, worauf sie hinausläuft. Das Ende ist mir leider doch zu typisch, da hatte ich etwas anderes erwartet.
Was die Altersempfehlung angeht, würde ich es nicht an einer Zahl festmachen, sondern dieses Buch allen empfehlen, die selbst pubertäre Stimmungsschwankungen haben oder diese Phase schon hinter sich haben oder die mit solchen Pubertieren zusammen leben.

Tipp:
Beim Verlag ist leider eine Leseprobe verlinkt, die zu einem anderen Buch führt. Aber es gibt z.B. bei Ecolibri nicht nur eine, sondern sogar zwei Leseproben. Probiert aus, welche bei Euch funktioniert.


Mittwoch, 20. Mai 2020

Die Grünen Piraten – Das Freundebuch





Titel: Die Grünen Piraten – Das Freundebuch
Autorin: Andrea Poßberg
Illustriert von Corinna Böckmann
Südpol-Verlag
Altersempfehlung: ab 8 Jahren

128 Seiten, 170 x 205 mm

Hardcover mit Spotlack
durchgängig farbig
ISBN 978-3-943086-52-2
Preis: 9,90 €

Klappentext:
Das Freundebuch für alle Tier- und Naturfans
Auf den 128 farbenfrohen Seiten dieses Albums ist viel Platz zum Eintragen, Ankreuzen und Einkleben! Hier können sich die besten Freundinnen und Freunde verewigen. Die Grünen Piraten Jannik, Lennart, Pauline, Ben und Flora haben ihren Steckbrief natürlich auch schon ausgefüllt. Mit Jahreskalender zum Eintragen der Geburtstage.

Meine Meinung:
Wer Kinder hat, kommt irgendwann um das Thema "Freundebuch" nicht drum herum. Da gibt es ja viele verschiedene, meist geht es um Merchandise zu Disney- oder Pixar-Filmen. Aber diese Motive kommen in so einer hohen Frequenz auf den Markt, dass sie auch genauso schnell wieder "out" sind. Dann ist es den Kindern peinlich, das Freundebuch ihren Freund'innen zu geben und es muss immer wieder ein neues her. Das kostet im Laufe der Zeit viel Geld und ist auch schade, weil ja so immer viele Seiten leer bleiben. Aber wir haben ein Freundebuch gefunden, dessen Thema seit Jahren aktuell ist. Denn meine Kinder wissen über Umweltschutz und Klimawandel, über Mikroplastik und Pestizide gut bescheid. Sie wissen, dass eine intakte Natur die Grundlage für ihr Leben ist. Und sie haben vor, über 100 Jahre alt zu werden, so wie ihr Urgroßonkel Erwin. Deshalb muss der Planet vor weiterer Zerstörung geschützt werden und deshalb mögen sie dieses Freundebuch.

Tipp:
Schaut Euch auf der Homepage die Detailseiten an!

Dienstag, 19. Mai 2020

Gelesen: "Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen" von Lucie Kolb





Titel: Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen
Autorin: Lucie Kolb
Südpol-Verlag
Altersempfehlung: ab 9 Jahren
152 Seiten
Erschienen am 29.08.2019
Hardcover
ISBN 978-3-96594-012-3
13,90 €

eBook
11,99 €
ISBN 978-3-96594-028-4

Klappentext:
Annie fühlt sich fremd in der neuen Stadt – unbekannte Straßen, eine neue Schule, neue Mitschüler. Das ändert sich erst, als sie Kurt kennenlernt – Kurt mit dem Suppenfahrrad, der bei kaltem, regnerischem Wetter seine dampfende Suppe verkauft. Doch dann wird Kurts Suppenfahrrad geklaut. Das will Annie auf keinen Fall so hinnehmen. Und vielleicht ist dieser komische Nikita aus ihrer Klasse, der so viel über das Wetter weiß, genau der Richtige, um ihr bei der Suche nach dem Rad zu helfen?

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist herzerwärmend, realistisch und klug. Die Figuren haben mir sehr gefallen, die Handlung ist spannend und man wird zum Nachdenken angeregt: über Freundschaft, Verschwendung, Hilfsbereitschaft, Eifersucht und vieles mehr.
Ich würde mich freuen, wenn es bald mehr Geschichten über Annie, Nikita, Kurt und die anderen geben würde.

Tipp:
Die vom Verlag verlinkte Leseprobe gehört leider zu einem anderen Buch, aber es gibt auf der Homepage auch ein paar Beispielseiten zum Anschauen:

Montag, 18. Mai 2020

Gehört: "Ich habe auch gelebt! - Briefe einer Freundschaft" von Astrid Lindgren und Louise Hartung



Coverbild freundlicherweise von HörbucHHamburg zur Verfügung gestellt


Autorinnen: Astrid Lindgren, Louise Hartung
Titel: Ich habe auch gelebt! Briefe einer Freundschaft
Aus dem Englischen, Schwedischen und Dänischen von Angelika Kutsch, Ursel Allenstein, Brigitte Jakobeit
Gelesen von Eva Mattes, Oda Thormeyer, Achim Buch
6 CDs
471 Minuten Laufzeit
ISBN 978-3-86909-225-6
Erschienen am 17.11.2017
Preis: 14 € (D), 15,70 € (A)
Download ohne Anmeldung: 11,95 €

Klappentext:
Das berührende Porträt einer engen Freundschaft und ein persönlicher Einblick in das Leben von Astrid Lindgren.
Mit ihrer deutschen Freundin Louise Hartung tauschte Astrid Lindgren sich über viele Fragen aus, die sie bewegten. Im Herbst 1953 lernten die beiden sich in Berlin kennen und begleiteten einander von da an durchs Leben. Ihre Briefe sind das Porträt der engen Freundschaft zweier kluger, eigenwilliger und mutiger Frauen und spiegeln ein sehr persönliches Bild vom Leben in Deutschland und Schweden in einer Zeit des Wiederaufbaus und gesellschaftlichen Umbruchs wider.

Meine Meinung:
Dieser Briefwechsel hat mich sehr berührt, verzaubert und beeindruckt. Louise Hartung und Astrid Lindgren waren zwei kluge, warmherzige Frauen, die in ihren Briefen 11 Jahre lang über Bücher, Filme, Familie, Politik, Freundschaft, Liebe, Sex, Feminismus und einfach das Leben schrieben. Mal zicken sie sich fast an, mal schreiben sie voller Zärtlichkeit. Ohne es zu ahnen haben diese beiden Freundinnen über eine sehr spannende Zeit geschrieben, denn Louise Hartung lebte damals in (West-)Berlin und von Nachkriegszeit, Wirtschaftswunder, Mauerbau bis zum Kennedy-Besuch ist da ja viel passiert.
Sehr schön finde ich, dass Eva Mattes die Briefe von Astrid Lindgren liest, denn sie hat ja damals Pippi Langstrumpf synchronisiert und auch das Titellied gesungen.

Tipp:
Hört Euch die kostenlose Hörprobe an!


Sonntag, 10. Mai 2020

Gelesen: "Meine Schwester, die Serienmörderin" von Oyinkan Braithwaite



Coverbild freundlicherweise von Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Oyinkan Braithwaite
Titel: Meine Schwester, die Serienmörderin
Übersetzerin Yasemin Dinçer
Verlag: Blumenbar
240 Seiten

Gebunden mit ausklappbarem Vorsatz
ISBN 978-3-351-05074-0
Preis: 20,00 € [D], 20,60 € [A]

eBook
ISBN 9783841218988
Preis: 14,99


Klappentext:
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ayoola ist das Lieblingskind, unglaublich schön -- und sie hat die Angewohnheit, ihre Männer umzubringen. 
Korede ist eher praktisch veranlagt und dafür zuständig hinter ihrer Schwester aufzuräumen: die Krankenschwester kennt die besten Tricks, um Blut zu entfernen, und ihr Kofferraum ist groß genug für eine Leiche. Dann verknallt sich natürlich auch Tade, der hübsche Arzt aus dem Krankenhaus, in Ayoola, der doch eigentlich für Korede bestimmt ist. Jetzt muss die sich fragen, wie gefährlich ihr Schwester wirklich ist -- und wen sie hier eigentlich vor wem beschützt.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat einen großen Sog und durch die kurzen Kapitel ist es schnell gelesen. Leider bleiben am Ende ein paar Fragen offen.

Tipp:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Donnerstag, 7. Mai 2020

Gelesen: "Verschwendungsfreie Zone - Wie meine Familie es schafft, sich vom Zuviel zu befreien" von Sandra Krautwaschl



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Verschwendungsfreie Zone - Wie meine Familie es schafft, sich vom Zuviel zu befreien
Autorin: Sandra Krautwaschl
ISBN: 9783453605312
Taschenbuch
240 Seiten
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 13.01.2020
Preis: 9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 14,50

Klappentext:
Weniger Kram, mehr Leben - eine inspirierende Erfolgsgeschichte.
Nachdem der Selbstversuch ihrer Familie, ganz ohne Plastik auszukommen, Sandra Krautwaschls Leben grundlegend verändert hatte, erkannte sie: Einfach Plastik durch andere Materialien zu ersetzen kann nicht die Lösung sein. Sie fand zu einem praktischen Minimalismus, einem Lebensstil mit möglichst wenig Verschwendung, der auch für Familien umsetzbar ist und den sie als zutiefst bereichernd und befreiend empfindet. Jetzt gibt die Grünen-Politikerin Tipps und Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen. Von einer, die ihre Überzeugungen lebt, ohne großes Aufhebens darum zu machen: eine Inspiration für Engagement – zuhause und in der Öffentlichkeit.

Meine Meinung:
"Dieses Buch ist kein Ratgeber und es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit", schreibt die Autorin. Das stimmt so zwar, dennoch ist es das beste Buch, das ich in letzter Zeit zum Thema Nachhaltigkeit gelesen habe. Es ist ein Erfahrungsbericht, der endlich mal über das Übliche hinaus geht: trage Second Hand Kleidung, mix dein eigenes Putzmittel und bau deine eigenen Tomaten an. Klar, das ist alles wichtig. Aber da fängt das Thema doch erst an und es ist noch so viel größer!
In diesem Buch geht es nicht nur um Plastik, um Klimawandel und unsere Gesundheit. Es geht vor allem um die Verschwendung, zu der man heutzutage oft förmlich gezwungen wird. Und dieses Thema liegt mir schon so lange am Herzen, dass ich dieses Buch eigentlich hätte schreiben müssen. Nun hat es jemand anders getan und ich bin so dankbar!

Tipp:
Die ersten 24 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Gelesen: "Unser Hof in der Bretagne - Neuanfang zwischen Beeten, Bienen und Bretonen" von Regine Rompa





Autorin: Regine Rompa
Titel: Unser Hof in der Bretagne - Neuanfang zwischen Beeten, Bienen und Bretonen
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 16.04.2019
272 Seiten

Taschenbuch
ISBN: 978-3-499-63426-0
Preis: 16,00 €

eBook
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-644-40570-7

Klappentext:
Regine und ihr Freund Anton haben ihre Jobs gekündigt, ihre Wohnung verkauft und sind in die Bretagne gezogen. Das Ziel: sich selbst zu versorgen, den Sinn des Lebens zu finden, im Einklang mit der Natur und Tieren zu leben. Hier erzählen sie von ihrem ersten Jahr in Frankreich, ihren kauzigen bretonischen Nachbarn, von ihren Hühnern und Hunden und dem Duft des Atlantiks, der manchmal hinübergeweht kommt. Humorvoll, anrührend und informativ bringen sie dem Leser ihr neues Leben näher - ein Leben ohne öffentlichen Nahverkehr, Bringdienste oder Kinos, dafür mit einem alten Steinbrunnen, Rehen im Vorgarten und 13.000 m2 Land. Einfach ist das nicht immer: Regine und Anton sprechen anfangs kaum Französisch. Und sie haben keine Erfahrung damit, ihr Essen selbst anzubauen ...

Meine Meinung:
Dieser Erfahrungsbericht eines Paares, das von Berlin in die Bretagne zieht, um näher an und mit der Natur zu leben, hat mich sehr begeistert. Besonders das Kapitel mit den Hühnern ist bezaubernd!
Tipps:
Es gibt eine Leseprobe, ein kurzes Video und ein ausführliches Interview mit der Autorin.

Freitag, 1. Mai 2020

Gehört: "Die Schwestern vom Ku'damm - Tage der Hoffnung" von Brigitte Riebe




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Brigitte Riebe
Reihe: Die Schwestern vom Ku’damm (3)
Titel: Tage der Hoffnung
Gekürzte Lesung mit Anna Fischer
Preis: 20,00 € [D], 22,60 € [A], CHF 28,90
Hörbuch MP3-CD
2 CDs
Laufzeit: ca. 10h
ISBN: 978-3-8371-4391-1
Verlag:Random House Audio, Deutschland
Erscheinungsdatum: 27. April 202

Klappentext:
Berlin 1958: Farben und Formen, Augenblicke eingefangen mit Bleistift und Papier. Seit sie denken kann, will Florentine Thalheim sich ganz dem Zeichnen und der Malerei hingeben. Doch die jüngste von drei Töchtern war schon immer eine Rebellin. Zweimal ist sie durch das Abitur gefallen, mehr als eine Ausbildung zur Dekorateurin hat sie nicht vorzuweisen. Während ihre Schwestern Rike und Silvie hoffen, dass sie ihr Talent eines Tages für das Kaufhaus am Ku'damm einsetzen wird, träumt Florentine weiterhin den wagemutigen Traum, an der Berliner Kunstakademie angenommen zu werden …

Meine Meinung:
Nachdem zwischen dem ersten Teil und dem zweiten bei mir 8 Monate lagen, waren es diesmal nur 3 Monate Pause, bis ich den dritten gehört habe. Diesmal fand ich es aber schwierig, mich an die vielen Personen zu erinnern. Und es kommen noch viel mehr dazu. Es gibt jede Menge Stief- und Halbgeschwister, uneheliche und außereheliche Kinder, die ich mir wirklich nicht alle merken konnte.
Im dritten Teil steht Flori im Fokus. Sie ist die jüngste der Thalheim-Schwestern. Vorher hatte ich sie eher als Nebenfigur empfunden und auch jetzt fiel es mir schwer, mich für sie zu interessieren. Rieke und Silvie hatten in der Nachkriegszeit einfach andere, erwachsenere Probleme. Flori wirkt auf mich vor allem am Anfang verwöhnt und zickig. Es ist nett mitzuerleben, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt und am Ende auch erwachsen wird. Aber spannender fand ich die Nebenhandlungen, z.B. die Republikflucht und die Auswirkungen des Paragrafen 175 StGB.
Unglücklich fand ich leider die Auswahl der Sprecherin. Ich schätze Anna Fischer als Schauspielerin sehr und an einigen Stellen profitiert dieses Hörbuch wirklich von ihrem Talent, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Zumindest bei weiblichen Rollen ist das so. Wenn sie männliche Figuren spricht, klingt es immer irgendwo zwischen blasiert und betrunken.
Leider scheint sie manchmal große Probleme beim Lesen zu haben. Sie macht vor und nach "schwierigen" Wörtern immer eine kleine Pause, was mich jedes Mal irritiert hat. Gelegentlich macht sie auch mitten im Satz Pausen, die da nicht hingehören, z.B. "Karl! So mutlos zu sehen bricht mir das Herz!"
Noch schlimmer finde ich ihre unsaubere Aussprache: "Schraße" statt "Straße", "Luff" statt "Luft", "Dränen" statt "Tränen", "blanen" statt "planen" sind nur ein paar Beispiele.
Vielleicht bin ich da sehr empfindlich und vielleicht hätte Anna Fischer auch nur etwas mehr Zeit gebraucht, um den Text zu üben. Ich habe leider vorher keine Hörprobe gefunden und auch nicht gesehen, dass es eine ungekürzte Ausgabe mit einer anderen Sprecherin gibt (bei der ich aber auch keine Hörprobe finden kann).

Tipp:
Bitte kauft Eure Bücher im Buchladen, damit es den auch nächstes Jahr noch gibt. Jede Buchhandlung kann auch fast alle Titel bestellen, die er gerade nicht vorrätig hat. Manche haben sogar einen Online-Shop. Man kann auch anrufen. Oder Ihr bestellt bei Ecolibri, die pflanzen von ihrem Gewinn Bäume.


Donnerstag, 23. April 2020

Gelesen: "Männer sind auch nur Menschen" von Nicole Staudinger



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: "Männer sind auch nur Menschen. Warum es hilft, sie hin und wieder daran zu erinnern"
Autorin: Nicole Staudinger
Verlag: Knaur
Taschenbuch
Erscheinungstermin: 02.03.2020
224 Seiten
ISBN: 978-3-426-78971-1

Klappentext:
Der humorvolle Erfahrungsbericht, der beweist: Selbst ist die Frau, denn Irren ist männlich! 
Die beliebte Bestseller-Autorin Nicole Staudinger zeigt, wie es jeder Frau gelingt, die eigene Schlagfertigkeit zu entfesseln, sich von Selbstzweifeln frei zu machen und sich im Umgang mit Männern majestätisch und selbstbewusst zu behaupten: "Loyalität unter uns Ladys ist der beste Weg, Männern charmant die Stirn zu bieten!"
Als Frauen wird unsere Schlagfertigkeit regelmäßig auf die Probe gestellt. Besonders dann, wenn die Männer in unserem Leben mal wieder das letzte Wort haben müssen und uns die Welt erklären wollen. Und wir? Lassen sie damit zu oft durchkommen. Dabei sind es nicht selten Ladys, die den Laden zusammenhalten und sich bei genauerem Hinsehen als wahre Superheldinnen des Alltags entpuppen. Höchste Zeit also, dass wir uns unserer stärksten Seiten bewusst werden und den Erklärbären dieser Welt das Tanzen beibringen!
Ob im Beruf, der Familie, dem Privatleben oder im Alltag: Bestseller-Autorin Nicole Staudinger zeigt, wie Frau sich schlagfertig behauptet, ohne die Nerven oder die gute Laune zu verlieren.

Meine Meinung:
Kein klassischer Ratgeber, aber das Buch liefert sehr viele wichtige Denkanstöße, in nette Abschweifungen verpackt. Ich hab ja schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und mag ihre Art.

Tipps:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.
Und es gibt ein Interview mit der Autorin.


Montag, 13. April 2020

Gelesen: "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen" von Petra Hülsmann



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
Autorin: Petra Hülsmann
Preis: 11,00 €
575 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch
ISBN: 978-3-404-17690-8
Ersterscheinung: 25.05.2018

eBook
ISBN: 978-3-7325-5663-2
Preis: 9,99 €


Klappentext:
Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn's einfach wär, würd's schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los.

Meine Meinung:
Die Lehrerin Annika mag es gern bequem. Sie hat sich in ihrem Leben gemütlich eingerichtet und erwartet, dass alles so bleibt oder von selbst besser wird. Trotzdem war sie mir sofort sympathisch und ich habe den gesamten Roman lang mit ihr gefühlt. Und das ist eine wahre Achterbahnfahrt gewesen!
Es geht um Freundschaft, Liebe, Karriere, Vergangenheitsbewältigung, Mobbing, vernachlässigte Kinder. Die Autorin geht zwar dahin, wo es weh tut und es gibt auch keine einfachen Lösungen für alle. Trotzdem schafft sie es, die Schicksalsschläge so zu gestalten, dass man es aushalten kann. Auch weil man bis dahin alle Figuren ins Herz geschlossen hat und unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

Tipp:
Die ersten 39 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Dienstag, 7. April 2020

Gelesen: "Weltretten für Anfänger" von Susanne Fröhlich




Titel: Weltretten für Anfänger
Autorinnen: Susanne Fröhlich und Constanze Kleis
Erscheinungstermin: 27.12.2019
208 Seiten

Hardcover
Preis: 17,99 €
ISBN-13: 978-3-8338-7064-4

eBook
Preis: 14,99 €
ISBN-13: 978-3-8338-7433-8

Klappentext:
Was können wir für die Zukunft unseres Planeten tun? Fragen sich Susanne Fröhlich und Constanze Kleis und stellen auf der Suche nach der Antwort ihr Leben und das ihrer Lieben auf den Kopf. 
Auf ihrer Reise zu einem nachhaltigeren Ich erleben Susanne Fröhlich und Constanze Kleis ihr grünes Wunder. Sie klammern sich beim Sundowner an den letzten Strohhalm und erleben, wie die Mülltrennung zu einem Selbsterfahrungstrip wird. Sie erfahren, dass man einem Mann nur das Steak verbieten muss, wenn man eine Scheidung braucht und erkennen, dass man sich als Weltretterin sogar in einem Biobaumwolle-Superheldinnen-Kostüm leider nicht für den Heiligenschein qualifiziert, sondern im Gegenteil mit ziemlich rauem Gegenwind rechnen sollte. Aber es gibt auch ein Happy End: Die Erfahrung, wie viel Großes man im Kleinen bewirken kann.

Meine Meinung:
Susanne Fröhlich berichtet, wie sie Schritt für Schritt versucht, ihr Leben zu ändern, um das Klima zu retten, die Umwelt zu schützen, gegen Ausbeutung von Menschen zu kämpfen. Sie holt die Leser'innen ab und nimmt sie an die Hand, auf ihre ganz persönliche Art, knallhart ehrlich, selbstironisch und einfach menschlich.
Ich bin auf dieser Reise in den meisten Bereichen schon weiter als die Autorin, deshalb hatte ich beim Lesen zwar Spaß, weil ich den Schreibstil von Susanne Fröhlich sehr mag, aber ich konnte leider kaum etwas Neues lernen.
Im Gegenteil, ich würde gern anmerken, dass man Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten (Duschgel, Peeling etc.) lieber nicht aufbrauchen, sondern besser direkt in den Restmüll werfen sollte, weil das Mistzeug verbrannt werden muss und eben nicht ins Abwasser gelangen darf!

Tipp:
Die ersten 20 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Montag, 30. März 2020

Was kommt nach der Pandemie?


Unser aller Leben ist ja nun deutlich anders als noch vor ein paar Wochen. Wer kann, arbeitet im Home Office. Die Schulkinder machen ihre Aufgaben zuhause. Im Supermarkt freut man sich wie Bolle, wenn es Klopapier, Mehl oder Flüssigseife gibt. Wir waschen uns sehr oft und sehr gründlich die Hände. Wenn es im Hals kratzt, beobachten wir das sehr streng und schränken den Kontakt zu anderen Menschen noch mehr ein. Wir sind als Familie viel mehr zusammen als sonst und das ist ganz schön. Wir müssen auch nicht dauernd irgendwohin fahren: zum Sport, zum Elternabend, zu Partys, zu Wettkämpfen. Ja, manche Dinge vermissen wir. Aber einiges genießen wir auch, zum Beispiel dass wir einfach jeden Tag ausschlafen und die Schulaufgaben einfach ein paar Stunden später, dafür im eigenen Tempo erledigen.

Deshalb würde ich mir wünschen, dass ein paar Dinge nach der Pandemie so bleiben bzw. dann anders sind, als es vor der Pandemie war:
  • dass Menschen mehr im Home Office arbeiten, denn das spart CO2, Verkehrsstaus, Reifenabrieb, man braucht weniger Business Kleidung, man kauft weniger Fast Food in Plastikverpackung
  • dass mehr Menschen Fahrrad fahren
  • dass Menschen zuhause bleiben, wenn sie sich krank fühlen
  • dass alle sich weiterhin oft die Hände waschen
  • dass alle nur noch in die Armbeuge niesen und husten
  • dass man sich nicht mehr die Hand gibt, denn ich will nicht immer diese Hände anfassen, die vorher sonstwo waren und die meine Hand zerquetschen, die ich auch erst umständlich frei machen muss, weil ich gerade ein Strickzeug oder Buch halte
  • dass alle im Supermarkt Abstand halten
  • dass alle auf den Gehwegen die anderen Menschen anschauen und Abstand halten, nicht wie früher ins Handy glotzen und die Mitmenschen anrempeln
  • dass mehr Menschen ihr Brot selber backen und nicht mehr dieses Zeug mit fiesen Zusatzstoffen in Plastiktüten kaufen
  • dass Menschen, die jetzt zum ersten Mal Recycling-Klopapier benutzen, dabei bleiben, weil das nämlich gar nicht schlimm ist und viele Bäume spart
  • dass Menschen, die in der Medizin und im Supermarkt arbeiten, endlich die Bezahlung, Wertschätzung und Arbeitsbedingungen erhalten, die sie verdienen.
Ja, es wäre auch schön, wenn wir einfach immer bis ans Ende des Lebens ausschlafen könnten, aber ich sehe ein, dass das wirklich utopisch ist.

Und nachdem ich nun schon ca. 40 Mundschutze genäht habe, weil die überall ausverkauft sind, aber in der Medizin dringend gebraucht werden, hoffe ich doch sehr, dass da auch mal überlegt wird, ob man statt der Einwegdinger vielleicht doch in Zukunft auf eine waschbare Variante umsteigt. Dasselbe gilt für Kittel und all das Zeug, das jeden Tag in der Medizin riesengroße Müllberge verursacht.

Sonntag, 29. März 2020

Gelesen: "Herrengedeck - Geschichten, die wir nüchtern niemals erzählen würden" von Ariana Baborie und Laura Larsson



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Herrengedeck - Geschichten, die wir nüchtern niemals erzählen würden
Autorinnen: Ariana Baborie und Laura Larsson
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin: 22.08.2019
208 Seiten

Taschenbuch
ISBN: 978-3-462-05166-7
Preis: 10 €

eBook
ISBN: 978-3-462-32013-8
Preis: 9,99 €


Klappentext:
Achtung! Dieses Buch ist unter Alkoholeinfluss entstanden. Das ist ausnahmsweise mal gut so, denn sonst hätten Laura Larsson und Ariana Baborie sich niemals darauf eingelassen, diese Peinlichkeiten und Eigenarten aufzuschreiben. Aber wer öffentlich Katzen hasst, niemals ohne Badeanzug aus dem Haus geht, Gisela oder Apfelstrudel trinkt und Angst vor Duschkabinen in Hotels hat, der darf sich auch ruhig mal ein Herrengedeck genehmigen. Dieses Buch fängt da an, wo andere sich unangenehm berührt zurückziehen. Prost!

Meine Meinung:
Als ich mir dieses Buch gekauft habe, gab es den Herrengedeck-Podcast noch bei iTunes und Youtube kostenlos. Ungeduldig habe ich jede Woche auf die neue Folge gewartet und mich dann beim Hören prächtig amüsiert. Dann wechselte der Podcast exklusiv zu Spotify. Tja, das war's dann wohl. Tut mir leid, ich will nicht zu Spotify. Ich hab auch kein WhatsApp. Ich versuche mein Leben möglichst einfach zu gestalten, da kann und will ich nicht ständig den neuesten Technikkram mitmachen. Ich habe genug Podcasts zum Hören, dann höre ich halt kein Herrengedeck mehr. Aber das Buch habe ich jetzt trotzdem endlich mal gelesen. Und es ist genauso wie der Podcast: sehr albern, sehr lustig, sehr schräg.
Ob man an dem Buch auch Spaß hat, wenn man den Podcast nicht kennt, weiß ich nicht. Aber man kann ja auch erst einmal die Leseprobe (s.u.) lesen und sich dann entscheiden.

Tipp:
Die ersten 21 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Donnerstag, 26. März 2020

Gelesen: "Die Buchhandlung der Träume" von Cristina Di Canio



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Cristina Di Canio
Titel: Die Buchhandlung der Träume
Verlag: Goldmann
Taschenbuch
Preis: 10,00 € [D], 10,30 € [A], CHF 14,50
Übersetzerin: Ingrid Ickler
Originaltitel: La libreria delle storie sospese
Originalverlag: Rizzoli
256 Seiten
ISBN: 978-3-442-48899-5
Erschienen am 18. Juni 2019


Klappentext:
Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken. Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung schließt. Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt …

Meine Meinung:
Ich mag ja Geschichten über Buchhandlungen, Bücher und Leser'innen. Diese hier handelt von einem kleinen Buchladen in Mailand, seiner Besitzerin Nina, ihren Freund'innen und Kund'innen. Wir erleben die Geschichte aber aus der Perspektive von Adele, einer alten Kundin und Freundin von Nina, die dort in ihrem Sessel sitzt, liest, den Gesprächen lauscht und immer wieder in Gedanken zu ihrer eigenen Geschichte abdriftet.
Ich finde diese Geschichte ganz bezaubernd!

Tipp:
Die ersten 25 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Montag, 23. März 2020

Gehört: "Und ewig schläft das Pubertier" von Jan Weiler



Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt


Autor: Jan Weiler
Titel: Und ewig schläft das Pubertier
Gelesen von Jan Weiler
Verlag: der Hörverlag
Lesung, Live-Mitschnitt
ISBN: 978-3-8445-2656-1
Erscheinungstermin: 01. Dezember 2017
Laufzeit: 128 Minuten
Preis: € 14,99 [D], € 16,90 [A]* | CHF 21,90

Klappentext:
Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle – wie auch die Wahl der richtigen Schuhmode. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: eigentlich nie.

Meine Meinung:
Unterhaltsam, tröstlich und philosophisch. Auch im dritten Teil seiner Pubertierreihe nimmt uns Jan Weiler mit in diese seltsame Welt, in der gechillt, der Anruf der Liebsten aus Liebe weggedrückt und über jeden Mist stundenlang diskutiert wird inclusive der Stimmungsschwankungen, Rebellionen und Hilflosigkeit auf beiden Seiten. Ein wunderbares Hörbuch für alle, die zukünftige, aktuelle oder ehemalige Pubertiere haben. Und auch für diejenigen, die (heimlich) froh sind, sich das Ganze Theater erspart zu haben.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Hörprobe.

Sonntag, 22. März 2020

Gelesen: "Rückkehr nach Birkenau - Wie ich überlebt habe" von Ginette Kolinka




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Rückkehr nach Birkenau - Wie ich überlebt habe
Autorin: Ginette Kolinka
Übersetzerin: Nicola Denis
124 Seiten
Aufbau Verlag
veröffentlicht am 21.01.2020

gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
978-3-351-03463-4
Preis: 18,00 € (D), 18,50 € (A) 

eBook
Preis: 13,99 €
ISBN/EAN: 9783841219923


Klappentext:
Im März 1944 wird Ginette Kolinka zusammen mit ihrem Vater, ihrem Bruder und ihrem Neffen von Avignon nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ginette ist die Einzige, die Monate später nach Paris zurückkehrt. Sie schildert eindringlich, wie sie die Schläge, den Hunger, die Kälte, die Nacktheit, den Hass, das Grauen im Lager überlebt hat. Und sie erzählt, wie notwendig das Festhalten an der Weiblichkeit für sie war. Ein Kleid, das Simone Veil ihr im Lager schenkte, gab ihr Würde und Kraft zum Überleben. Ginette Kolinka hat lange geschwiegen und ihre Geschichte zum ersten Mal erzählt, als Steven Spielberg Zeitzeugen für "Schindlers Liste" suchte. Heute führt sie regelmäßig Schulklassen durch Auschwitz. Sie ist 94 Jahre alt und lebt in Paris.

Meine Meinung:
Bitte lest dieses Buch!
Lasst Euch nicht von dem unpassenden Coverbild und dem schlechten Klappentext beirren.
Dieses Kleid kommt in der Geschichte zwar vor, aber es spielt gar keine so große Rolle.
Ich weiß ja nicht, wer sich den Quatsch mit "Festhalten an der Weiblichkeit" ausgedacht hat.
Lest dieses Buch und empfehlt es allen Leuten weiter.
Aber lest es nicht vor dem Schlafengehen.
Ich konnte es nur nachmittags lesen, wenn die Sonne schien. Sonst hätte ich es nicht ausgehalten.
Aber ich bin froh, dass ich es gelesen habe.
Denn es ist ein wichtiges Buch!


Freitag, 20. März 2020

Gelesen: "Im Reich der Pubertiere" von Jan Weiler




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Im Reich der Pubertiere
Autor: Jan Weiler
Illustrationen: Till Hafenbrak
Verlag: Rowohlt
176 Seiten
Erscheinungstermin: 20.01.2016

Hardcover:
ISBN: 978-3-463-40661-9
Preis: 12,00 €

eBook:
ISBN: 978-3-644-31431-3
Preis: 9,99 €


Klappentext:
Inzwischen hat es der Pubertier-Forscher nicht mehr nur mit einem weiblichen, sondern auch mit einem männlichen Exemplar der Gattung zu tun. Zu einigen Erkenntnissen ist er bereits gekommen: Pubertiere bewohnen am liebsten schlecht belüftete Räume, in denen sich Müllberge türmen. Die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Vertretern dieser Art erscheinen signifikant: Während das weibliche Pubertier durch maßlosen Konsum, unverständliches Monologisieren und multiples Dauermeckern auffällt, verbringt das Pubertier-Männchen seine Lebenszeit im Wesentlichen mit drei lautlosen Tätigkeiten: Schweigen, Müffeln – und Zocken.
Das klingt alles schlimm, schlimm, schlimm. Doch ohne Pubertiere wäre das Leben arm und öde. Und das Haus zu still und zu leer.

Meine Meinung:
Jan Weiler schreibt auch im zweiten Band seiner Pubertier-Reihe so lustig wie scharfsinnig über Jugendliche im Allgemeinen und seine eigenen Kinder im Besonderen.


Mittwoch, 18. März 2020

Genäht: Mund-Nase-Schutz (Prototyp)




Neben Haushalt und Schularbeiten mit den Kindern habe ich heute meinen ersten Mund-Nase-Schutz genäht. Die Anleitung gibt es im Netz gratis von der Stadt Essen. 

Als Stoff habe ich alte Bettwäsche genommen und für die Bindebänder alte T-Shirt-Säume. Mein Basteldraht ist leider zu dünn. Den werde ich beim zweiten Modell doppelt legen.

Ich wünsche allen, die in diesen Wochen arbeiten müssen, im Krankenhaus, im Supermarkt usw. ganz viel Kraft. Wir sind so dankbar, dass Ihr da seid. Wenn diese Pandemie vorbei ist, müssen sich endlich die Bezahlung, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Anerkennung für diese lebenswichtigen Berufsgruppen verbessern!

Und auch allen Alleinerziehenden im Home Office wünsche ich gute Nerven und liebe Kinder!

Dienstag, 17. März 2020

Gelesen: "Die Frauen vom Alexanderplatz" von Elke Schneefuß




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Die Frauen vom Alexanderplatz
Autorin: Elke Schneefuß
Verlag: HEYNE
Taschenbuch, Klappenbroschur
448 Seiten
ISBN: 978-3-453-42356-5
Erschienen am 13. Januar 2020
Preis: € 10,99 [D], € 11,30 [A], CHF 16,90


Klappentext:
Berlin 1918: Das Land ist erschüttert von den Folgen des Ersten Weltkrieges. In Berlin tobt die Novemberrevolution. In diesen Tagen begegnen sich der Matrose Benno und die Schneiderstochter Vera und verlieben sich sofort ineinander. Was Benno nicht ahnt: Seine Jugendliebe Fritzi ist auf der Suche nach ihm und will ihn zurückholen. Auch die Fabrikantentochter Hanna reist in diesen Tagen in die verschneite Hauptstadt und schmiedet Pläne für eine selbstbestimmte Zukunft. Die drei Frauen sind davon überzeugt, dass endlich besser Zeiten vor ihnen liegen und sie sind bereit, alles dafür zu tun, ihre Träume zu verwirklichen.

Meine Meinung:
Historische Romane sind ja in den letzten Jahren ein sehr beliebtes Genre und auch ich hab schon vom Medicus bis zur Schokoladenvilla so einiges gelesen. Aber dieses Buch hier ist doch noch einmal anders. Fritzi, Vera und Hanna stehen vor den Trümmern des ersten Weltkriegs und ihrer Familien, inmitten der Unruhen in Berlin, wo Kommunisten und Freikorps sich erbitterte, aber sinnlose Straßenkämpfe liefern. Sie haben eigentlich nichts, aber sie nutzen ihre Chance. Und damit ist zum Glück nicht gemeint, dass sie sich prostituieren oder sonstwie verkaufen, sondern im Gegenteil! Sie haben nichts zu verlieren und erkennen deshalb, was sie wirklich wollen und gehen ihren Weg.
Die Aufmachung des Buches ist sehr hübsch, ich mag ja immer so erhabene Schrift und alte Stadtpläne in der vorderen und hinteren Broschur. Allerdings passt der Titel nicht, denn der Alexanderplatz spielt in der Geschichte gar keine Rolle. Und wenngleich es mehrere Verbindungen zwischen den drei Frauen gibt, so begegnen sich nur zwei von ihnen kurz. Und die Stadtpläne sind zwar hübsch, aber nutzlos, denn man findet auf ihnen weder die Palisadenstraße, in der Vera wohnt, noch die Schaperstraße, die Nürnberger Straße oder gar Dahlem, wo Hannas Elternhaus steht. Zum Glück kenne ich mich als Einheimische ja aus. Und auch Fritzis Wirkungsumfeld Rieseby, Süderbrarup und Eckernförde hab ich im letzten Herbst besucht. Aber wenn man schon Kartenmaterial verwendet, dann doch bitte passend zur Handlung.

Tipp:
Die ersten 39 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Montag, 16. März 2020

Gehört: "Die Unausstehlichen & ich - Freunde halten das Universum zusammen" von Vanessa Walder




Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Vanessa Walder
Titel: Die Unausstehlichen & ich - Freunde halten das Universum zusammen
Serie: Die Unausstehlichen & ich (Band 2)
Gekürzte Lesung mit Maximiliane Häcke
Ab 9 Jahren
Preis: € 12,99 [D], € 14,60 [A] CHF 18,90
3 CDs
Laufzeit: ca. 3h 27min
ISBN: 978-3-8445-3591-4
Erscheinungstermin: 16. März 2020

Klappentext:
Gerade hat Enni sich mit ihrem neuen Leben im abgelegenen Internat in den Bergen versöhnt, da läuft alles schief: Der Rasenmäher verschwindet spurlos, das Zimmer der blinden Lilith wird verwüstet, jemand klaut sämtliche Weinflaschen und vom Grund des Sees kommt ein seltsames Leuchten. Dazu deuten alle Beweise auf Enni als Täterin. Jemand scheint sie zu sabotieren. Dabei darf sie gerade jetzt nicht von der Schule fliegen! Ihr Bruder Noah ist nämlich von zu Hause abgehauen und sucht sie überall. Zum Glück stehen ihre unausstehlichen neuen Freunde ihr bei. Gemeinsam schmieden sie einen genialen Plan ...

Meine Meinung:
Ennis Geschichte geht weiter! Ich hab mich sehr über ein "Wiederhören" mit allen Figuren aus dem ersten Teil gefreut. Besonders beeindruckt hat mich, wie jedes der Kinder seine ganz speziellen Fähigkeiten nutzt, um Enni zu helfen. Enni wiederum lernt, sich helfen zu lassen und ihren Freunden zu vertrauen.
Ob die Geschichte schon für Kinder ab 9 Jahren geeignet ist, kommt allerdings darauf an, ob diese schon mit Begriffen wie Prostitution und Selbstbefriedigung konfrontiert werden sollen.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den dritten Teil.


Montag, 9. März 2020

Gelesen: "Traumspringer" von Alex Rühle



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Alex Rühle
Titel: Traumspringer
Verlag: dtv Junior
256 Seiten
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren

Hardcover:
ISBN 978-3-423-76246-5 
Preis: 14,95 € [D], 15,40 € [A]

eBook
ISBN 978-3-423-43541-3
Preis: 12,99 € [D], 12,99 € [A]

Klappentext:
Leon ist ein Traumspringer: Eines Nachts bemerkt er, dass er in die Träume seiner Freunde schlüpfen kann. Vor allem aber entdeckt er dabei eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch plötzlich werden die Traumregale geplündert. Nur Leon kann Morpheus, dem Hüter der Nacht, jetzt noch helfen. Aber auch die Traumjäger sind längst hinter Leon her ...

Meine Meinung:
Was für eine phantastische, spannende Geschichte!
Es geht um Freundschaft, Familie, Smartphonesucht, Mobbing und Hilfsbereitschaft, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Der Ich-Erzähler Leon ist ein ganz normaler 12-jähriger Schüler. Man kann sich sehr leicht mit ihm identifizieren. Was er erlebt, ist atmosphärisch sehr dicht beschrieben: Wie er sich fühlt, wenn er an Nina denkt oder wenn er einen Nachmittag mit Max verbracht hat, wie er in die Traumwelt gleitet oder wieder aufwacht.
Es werden am Ende zwar nicht alle offenen Fragen geklärt und die Lösung des Rätsels fand ich sehr offensichtlich, aber ich bin ja nun auch etwas älter als die Zielgruppe und insgesamt hat mir die Geschichte wirklich sehr gefallen.

Tipp:
Die ersten 18 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Freitag, 6. März 2020

Gelesen: "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt - Eine Kindheit in Berlin (West)" von Ulrike Sterblich





Autorin: Ulrike Sterblich
Titel: Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt - Eine Kindheit in Berlin (West)
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 01.10.2012
368 Seiten

Taschenbuch: 11,00 €
ISBN: 978-3-499-62840-5

eBook: 9,99 €
ISBN: 978-3-644-47581-6

Klappentext:
Als Partys noch Feten hießen...
Zwischen der Karl-Marx-Straße in Neukölln, Ku´damm-Kinos und KaDeWe, zwischen dem Schrebergarten in Britz, Forum Steglitz und Europa-Center – eine Zeitreise zu einem verschwundenen Archipel und den Menschen, die ihn bewohnten: West-Berlin. Schillernd komische Geschichten aus der halben Stadt, die es nicht mehr gibt.

Meine Meinung:
In diesem Buch gibt es so viele Parallelen zu meiner Kindheit, dass ich es mit großem Vergnügen, manchmal auch mit viel Rührung gelesen habe. Ulrike ging wie meine Mutter auf die katholische Marienschule, die nach dem zweiten Weltkrieg von vertriebenen Nonnen vom Orden der armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau zunächst als Grundschule gegründet worden war. (Es gibt da ein Foto. Das Mädchen mit der Gießkanne könnte meine Mutter sein.)
Sie erzählt von einer Kindheit, in der vieles unklar war, von seltsamen Ritualen im Gottesdienst bis zu merkwürdigen Bauwerken und Orten in der Stadt. Man hat brachliegende Grundstücke, stillgelegte S-Bahnstrecken und Geisterbahnhöfe einfach hingenommen.
Bei uns hat der Lehrer auch gesagt: "Hausaufgaben heißen Hausaufgaben und nicht Busaufgaben!", aber ich wollte die 25 Minuten Busfahrt nach der Schule sinnvoll nutzen. Die Werbebanner an den Busfenstern waren zwar unterhaltsam ("Gar furchtbar schimpft der Opapa, die Oma hat kein Paechbrot da." oder "Der Orje fragt den Kulle: Haste nich ne Paechbrotstulle?"), aber nach wenigen Minuten alle durchgelesen. Wir haben uns auch eigene Varianten ausgedacht: "Wenn die Stulle klebt und pappt, dann hast Du wohl Paech gehabt!" 😁
Überhaupt hatten viele Busfahrer und Lehrer noch echte Berliner Schnauze und wir haben die Sprüche gern übernommen. Und auch wenn ich sehr begrüße, dass meine Kinder jetzt eine kostenlose BVG-Karte aus Plastik haben, die viel haltbarer ist und ich nicht jeden Monat stundenlang nach neuen Marken anstehen muss, waren unsere Monatskarten in den blauen Hüllen mit Aufklebern aus der Bravo doch sehr cool. Und klar hat man sich auf U-Bahnhöfen beim DJ verabredet! Den "Ansager" habe ich auch erlebt. Am Westhafen hat er gesagt: "Hier gibt es keine Umsteigemöglichkeiten. Es lohnt nicht, hier auszusteigen." Damals war der S-Bahnring noch außer Betrieb. Aber ich bin trotzdem ausgestiegen, um meine Mutter von der Arbeit abzuholen. Und die verrückte Oma an der Gedächtniskirche hab ich auch erlebt.
Wenn man ins Kino gehen wollte, hat man sich entweder mithilfe der Stadtmagazine Tip oder Zitty informiert oder auf einem der Kinoplakate nachgesehen, die in jedem U-Bahnhof und an vielen Litfass-Säulen hingen. Oder man rief die Kinoansage an.
Bei Deko Behrend habe ich auch immer gern gestöbert, vor allem, als ich schräg gegenüber gewohnt habe.
Ins Marché-Restaurant sind wir auch gern gegangen. Den teuren Orangensaft konnte man sich schönreden, wenn man einen kleinen Salatteller dazugenommen hat, mit einem riesigen Berg Salat drauf, nach bestimmten Regeln geschichtet, damit er die Form behält.
Kinderscheckheft, Garage, Feten in der alten TU-Mensa, Nachmittage im Café Hardenberg, Open-Air-Kino in der Waldbühne und das Far Out. Ja, das hab ich auch alles erlebt, obwohl ich in Reinickendorf aufgewachsen bin und noch ganz viele andere Dinge ergänzen könnte: das Schwimmbad in der Cité Foch, das Freibad Lübars, Rudern auf dem Tegeler See, die Trampoline an der Malche, das Sloopy, das Society, das Linientreu, das Flashdance. 
Wie Ulrike habe auch ich mir Gedanken über Dialekte gemacht und dass man einige echt nicht braucht, weil die nur umständlicher sind, als wenn man Hochdeutsch spricht oder berlinert. Und ich fand auch immer, dass Berlin einfach nach Hauptstadt aussah. Auch ich wurde in Wessiland gefragt, ob ich aus Ost- oder Westberlin komme. Viele Wessis dachten damals, Berlin liege an der innerdeutschen Grenze. Da hab ich mich immer gefragt, ob die keinen Atlas besitzen und nie Tagesschau gucken, denn da sah man es doch an der Deutschlandkarte ganz deutlich.
Ein paar meiner Mitschüler'innen waren damals auch für ein Jahr in den USA und ich war sehr neidisch. Aber nach Ulrikes Bericht bin ich damit versöhnt. Zum Einem habe ich jetzt das Gefühl, es ein wenig miterlebt zu haben und zum Anderen wäre ich dort sicher nicht so gut zurecht gekommen und bin froh, dass ich es nicht musste. Manche Träume taugen halt mehr als Phantasie und nicht für die Wirklichkeit.
Neben den vielen schönen Erinnerungen lernte ich bei der Lektüre aber auch interessante Dinge, z.B. warum es in Berlin so viele Einbaukirchen gibt oder woher der Insulaner seinen Namen hat oder dass unsere U-Bahnwagen noch heute in Nordkorea rumfahren.

Tipp:
Es gibt die ersten 23 Seiten des Buches als kostenlose Leseprobe.


Mittwoch, 4. März 2020

Gelesen: "Familie hyggelig - Ordnung und Gemütlichkeit im Familienalltag" von Nicole Weiß



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Familie hyggelig - Ordnung und Gemütlichkeit im Familienalltag
Autorin: Nicole Weiß
232 Seiten
Softcover oder eBook
ISBN 9783869106458
Preis: € 19,99


Klappentext:
Hygge für die ganze Familie!
Jetzt wird’s gemütlich! Hygge ist ein Lebensgefühl, das ursprünglich aus Dänemark stammt. Es bedeutet so viel wie lauschig, traut, heimelig oder eben einfach gemütlich. Hygge ist aber auch eine wunderbare Möglichkeit, das Familienleben zu entschleunigen und harmonisch zu gestalten. Ein hyggeliges Familienleben ist ein gutes, glückliches Leben, in dem Nachhaltigkeit und Achtsamkeit eine wichtige Rolle spielen. Wie sich das Hygge-Gefühl im Familienalltag umsetzen lässt, zeigt Bloggerin Nicole Weiß in ihrem neuen Ratgeber.
Hygge-Jahr in 52 Wochen!
Für jede Woche des Jahres liefert das Buch wertvolle Anregungen für ein hyggeliges Familienleben: Neue Routinen für einen entspannten Familienalltag, großartige Ideen zum Selbermachen oder für gemeinsame Aktivitäten. Und: superpraktische Tipps für mehr Ordnung in den eigenen vier Wänden. Das perfekte Buch für alle, die ein gemütliches Zuhause und ein entspanntes Familienleben unter einen Hut bekommen möchten!
Aus dem Inhalt:
• Ordnung – Schubladen-Organizer aus Filz
• Gute Gewohnheiten – regelmäßig Freunde einladen
• DIY – Bücherwand fürs Kinderzimmer
• Gute Gewohnheiten – Auf dem Weg zu Zero Waste
• Ordnung – Ideen für weniger Plastik im Badezimmer
• DIY – Hochbeet anlegen
• Ordnung – Müsli-Station einrichten
• Gute Gewohnheiten – Tägliche Aufräumroutine
• DIY – Wolkenfußmatte
• DIY – Plätzchen backen im Team
• Gute Gewohnheiten – Gute Nacht für Eltern und Kinder

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen. Das Thema spricht mich zwar an und auch die Idee, eine Art Jahresplan daraus zu machen, finde ich gut. Aber immer wieder tauchen Projekte mit Plastik auf (z.B. Folienetiketten für Gläser, Basteln mit der Heißklebepistole), während dazwischen immer wieder erwähnt wird, dass wir Plastik vermeiden sollen. Mich irritiert das.

Tipp:
Die ersten 37 Seiten des Buches gibt es als kostenlose Leseprobe.

Montag, 2. März 2020

Jeans-Upcycling


Näht und strickt sie denn gar nicht mehr?
Doch! Aber die Ergebnisse zeige ich irgendwie eher auf Instagram als hier, weil es einfach schneller geht. Aber wenn ich viel Text schreiben will, schreibe ich das im Blog. Und bei Buchbesprechungen ist das ja meist der Fall.
Ich recycle ja gern und viel, vor allem auch alte Jeans. Letzten Sommer habe ich daraus z.B. Säcke für den Kartoffelanbau genäht, schaut mal hier und hier.
Eigentlich braucht man ja keine speziellen Schnittmuster fürs Upcycling, denn man nimmt im Prinzip einfach das alte Textil, legt ein normales Schnittmuster auf und verarbeitet den Stoff, als wäre er neu.
Der Trick beim kreativen Upcycling ist aber, vorhandene Besonderheiten wie Säume, Nähte, Taschen etc. zu nutzen. Und da kommt dieses Buch ins Spiel...




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Céline Dupuy
Titel: Jeans-Upcycling - 28 kreative Nähprojekte für ausgediente Hosen
Klappenbroschur, 144 Seiten
Preis: 14,99 € [D], 15,50 € [A], CHF 21,90
ISBN: 978-3-517-09537-0
Erschienen am 17. April 2017
Südwest Verlag
Originaltitel: 100% Jean
Originalverlag: Marabout

Klappentext:
Aus alt mach neu!
Alte Jeans – jeder hat sie im Schrank. Ob Loch im Knie, zu eng, zu weit oder aus der Mode gekommen, wegwerfen muss man das gute Stück deshalb noch lange nicht. Denn DIY-Upcycling ist in und aus alten Jeans lässt sich wunderbar Neues kreieren: Vom Stuhlbezug bis zur Umhängetasche finden sich in diesem Ratgeber 28 coole Nähprojekte für Männer, Frauen und fürs Zuhause Schritt für Schritt erklärt. So wird aus der alten Jeans ganz schnell ein neues Lieblingsstück.

Meine Meinung:
Céline Dupuy hat in ihrem Buch eine Menge kreativer Ideen gesammelt, was man aus alten Jeans alles machen kann. Sie geht dabei vor allem auch auf die verschiedenen Arten und deren Verwendung ein: dicker, steifer Stoff oder dünner Stoff, elastischer oder unelastischer Stoff, verschiedene Größen, Farben und Formen. Und sie zeigt, wie man vorhandene Besonderheiten wie Säume, Nähte, Taschen etc. nutzt.
Es gibt zwar Schnittmuster und genaue Anleitungen, aber man kann sich auch einfach von den Bildern inspirieren lassen und spontan loslegen.

Mein Tipp:
Die Ideen kann man auch auf Cordhosen, Bundeswehrhosen und sogar Anzughosen (z.B. mit Nadelstreifen!!!) übertragen.

Sonntag, 1. März 2020

Gelesen: "Titelseiten, die Geschichte schrieben - Unvergessene Zeitschriftencover 1949 bis heute" von Philipp Hontschik



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Philipp Hontschik
Titel: Titelseiten, die Geschichte schrieben - Unvergessene Zeitschriftencover 1949 bis heute
Hardcover
192 Seiten
ISBN: 978-3-7913-8526-6
Erschienen am 02. September 2019
Preis: 32,00 € [D], 32,90 € [A], CHF 43,90

Klappentext:
Wo lässt sich Zeitgeschichte besser (und vergnüglicher) ablesen als auf den Titelbildern großer Magazine? Ob Stern, Spiegel, Quick, Emma, Bravo oder Bunte – hier werden Themen, die unsere Gesellschaft bewegten, auf den Punkt gebracht. Der Band versammelt für jedes Jahr seit der Gründung der Bundesrepublik 1949 ein exemplarisches Cover, ein Zitat und einen Text und erzählt damit fesselnd und kurzweilig nicht nur Zeit-, sondern auch Mediengeschichte. »Weißt Du noch ...?« – so manches Cover wird wohl Erinnerungen wecken oder Diskussionen auslösen, wie jedes gut sortierte Familienalbum eben.

Meine Meinung:
Es gibt so Schlagzeilen, die man einfach kennt, selbst wenn man die entsprechende Zeitschrift oder Zeitung nie gekauft hat. "Wir sind Papst" ist z.B. so eine. Ich lese zwar schon seit vielen Jahren keine Zeitschriften mehr, aber solche Momentaufnahmen der Geschichte sind immer spannend und ich habe mit großem Interesse dieses Buch gelesen. Parallel hab ich immer überlegt, was im jeweiligen Jahr so in meinem Leben bzw. bei meinen Eltern so los war.



Samstag, 29. Februar 2020

Gelesen: "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Sayaka Murata
Titel: Die Ladenhüterin
Übersetzerin Ursula Gräfe
145 Seiten
Aufbau Verlag
auf deutsch 2018 erschienen
Originaltitel: Konbini ningen
erschien 2016 bei Bungeishunju Ltd., Tokyo

Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-351-03703-1
18,00 € [D], 18,50 € [A]

Taschenbuch
ISBN 978-3-7466-3606-1
10,00 € [D], 10,30 € [A]

eBook
Veröffentl.: 09.03.2018
ISBN 9783841214805
3,99 €

Klappentext:
Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.

Meine Meinung:
Die Geschichte von Keiko hat mich sehr berührt. Der Konbini ist mit seinen Regeln und seinen ewig gleichen Abläufen wie für sie gemacht. Und Keiko ist für den Konbini gemacht. Alles ist perfekt, wenn da nicht die Mitmenschen wären, die eine andere Vorstellung von einem erfüllten Leben haben und sich einmischen. Ein wunderbares Buch!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe.

Freitag, 28. Februar 2020

Gelesen: "Zero Waste - Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben" von Hannah Sartin und Carlo Krauss



Coverbild freundlicherweise von Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Zero Waste - Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben
Autorin: Hannah Sartin
176 Seiten
mvg Verlag
Erschienen am 23. Januar 2017
ISBN-13: 978-3868827217
Preis: 16,99 €

Klappentext:
Die Geburt des ersten Kindes verändert das Leben fast aller Eltern. Bei Hannah und Carlo jedoch ein wenig mehr als bei den meisten anderen. Als ihre erste Tochter geboren wurde, fragten sie sich, wie die Welt aussehen wird, wenn ihr Kind selbst einmal eine Familie gründet. Werden ihre Enkelkinder noch auf grünen Wiesen spielen oder auf Bergen von Plastik? Die beiden verfolgten schon seit längerer Zeit aufmerksam den Trend, überhaupt keinen Privatmüll mehr zu produzieren – Zero Waste. Nach der Geburt ihrer Tochter entschlossen sie sich, dies auch selbst konsequent zu leben. 
Hinter Zero Waste steckt mehr als nur Recycling. Es beinhaltet das Wiederverwenden, Reparieren und Selbermachen, vor allem jedoch die Philosophie, bewusster zu konsumieren. In ihrem Buch beschreiben Hannah und Carlo nicht nur, wie sie ihren persönlichen Zero Waste-Lifestyle gefunden haben, sondern sie informieren auch über Hintergründe der Müllentstehung und Recyclinglügen. Zugleich geben sie viele wertvolle Tipps, wie wir alle unseren Müll reduzieren können, und verraten Rezepte zum Selbermachen von Produkten, die man nicht verpackungsfrei kaufen kann. So ist „Zero Waste“ der perfekte Ratgeber für alle, die gesund, nachhaltig und bewusst leben wollen.

Meine Meinung:
Ich hab ja nun schon einige Bücher und Artikel über das Thema gelesen, bin bei Facebook in entsprechenden Gruppen und schaue die Videos von Fräulein Öko, aber trotzdem lese ich immer wieder gerne noch ein weiteres Buch darüber. Es motiviert mich, am Ball zu bleiben. Ich freue mich, wenn ich bestimmte Punkte abhaken kann: "Jepp, das mache ich schon", aber besonders freue ich mich, wenn ich auch ein paar neue Tipps finde. Dieses Buch hier ähnelt zwar den anderen, aber die Probleme mit dem Müll, insbesondere mit dem Plastik werden ausführlicher erklärt. Und wie lange machen wir Menschen eigentlich schon Müll? Seit wann gibt es eine Müllabfuhr? Darüber hatte ich noch nie nachgedacht und deshalb fand ich die Antworten in diesem Buch besonders spannend. Neben den üblichen Bereichen (Küche, Bad etc.) und Rezepten gibt es hier auch Kapitel über die Bereiche Party, Geschenke und Garten. 

Tipp:
Es gibt eine Leseprobe.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Gelesen: "Projekt plastikfrei - Dein Zero-Waste-Neustart: Zimmer für Zimmer in 6 Wochen" von Svenja Preuster






Autorin: Svenja Preuster
Titel: Projekt plastikfrei - Dein Zero-Waste-Neustart: Zimmer für Zimmer in 6 Wochen
ISBN-13: 9783772449505
Erscheinungstag: 16.01.2020
112 Seiten
Preis: 17 € (Hardcover), 13,99 € (eBook)


Klappentext:
Dieses Buch von Svenja Preuster ist dein praktischer Guide auf dem Weg zum Weltretter. Du wirst sehen: ein nachhaltiger Lebensstil muss gar nicht so kompliziert sein! In nur 6 Wochen kannst du dein Leben ganz easy auf einen Zero-Waste-Lifestyle umstellen.
So einfach war es noch nie! Jede Woche kümmerst du dich um einen eigenen Lebensbereich: So lernst du etwa, wie du in der Küche Plastik vermeidest oder erfährst die besten Rezepte für selbstgemachte Reinigungsmittel. Die Autorin setzt sich auf ihren Social-Media-Kanälen ein für eine grünere Welt. Auf Youtube zeigt sie unter dem Namen "Fräulein Öko", wie einfach ein nachhaltigeres Leben sein kann.

Meine Meinung:
Svenja Preuster hat als "Fräulein Öko" auf Youtube schon viele Videos darüber gemacht, wie man Plastik reduzieren, weniger Müll produzieren und einfach nachhaltiger leben kann. Ich schau ihre Videos schon lange und habe mich gefreut, dass es jetzt ein Buch von ihr gibt. "Projekt plastikfrei" ist übersichtlich aufgebaut. Zimmer für Zimmer, aber auch unterwegs und auf Reisen beleuchtet sie unser Leben und gibt Tipps und Denkanstöße, was wir mit einfachen Mitteln ändern können, um besser leben zu können und dabei die Umwelt zu schützen. Die hübsche Aufmachung sorgt für gute Laune und vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen ist für alle was dabei.

Tipps:
Es gibt ein kurzes Video zum Buch und beim Verlag könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen.
Kauft das Buch bitte in Eurem Buchladen oder direkt beim Verlag oder bei Ecolibri oder gebraucht oder leiht es Euch.

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