Sonntag, 16. August 2026
Gelesen: "How to Fall in Love with the Future - A Time Traveller’s Guide to Changing the World" von Rob Hopkins
Sonntag, 31. August 2025
Gelesen: "Nachhaltig, aber günstig! 111 Ideen für ein grünes Leben mit wenig Geld. Schnell, unkompliziert und kreativ" von Alexandra Achenbach
Dienstag, 30. Juli 2024
Filmtipp: "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen"
Die Katastrophen häufen sich: Krieg, Klimaerhitzung, Finanzkrisen, Bildungskrisen,...
Da will man oft einfach nur den Kopf in den Sand stecken. Allerdings knirscht man dann schnell mit den Zähnen.
Der Film "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen" zeigt, wo die Ursachen liegen und wie jeder einzelne sofort einen anderen Weg gehen kann. Wenn Ihr in Berlin lebt und einen Büchereiausweis habt, könnt Ihr den Film kostenlos bei Filmfriend sehen:
https://voebb.filmfriend.de/de/movies/tomorrow-die-welt-ist-voller-loesungen
Vielleicht gibt es noch mehr Portale, auf denen der Film verfügbar ist, schreibt mir dazu gern einen Kommentar.
Montag, 1. Januar 2024
Neues Jahr, neues Glück, neue gute Vorsätze?
Ich finde, man kann an jedem Tag im Jahr etwas ändern. Meistens klappt es dann sogar besser, wenn man etwas sofort ändert, als wenn man auf den Neujahrstag wartet, an dem man verkatert bis mittags im Bett liegt. Andererseits ist jeder Tag ein guter Tag um etwas zu ändern, also warum nicht heute?
Ich war neulich krank und hab mich mal durch die Mediatheken geklickt und bin in ein Kaninchenloch aus Plastik gefallen. Vor allem die Doku "Plastik - die Recycling-Lüge" finde ich erschütternd. Es gibt sie auch bei Youtube (klick), falls Ihr mit der Mediathek nicht klarkommt oder sie inzwischen depubliziert wurde. Schaut Euch das bitte mal an. Und dann macht bitte was! Fangt einfach irgendwo an! Kauft keine Getränke mehr oder wenn schon, dann bitte in Mehrwegflaschen, am besten aus Glas! Kauft Euer Obst und Gemüse lose. Kauft feste Kosmetikprodukte statt flüssige in Plastikflaschen. Oder wenn schon Zeug in Plastik, dann nur, wenn das Plastik aus Recyclat besteht. Es reicht nicht, wenn dadrauf steht, dass die Verpackung recyclingfähig ist. Es müsste sowieso recyclebar heißen, denn die Pullen recyceln sich nicht selber oder gegenseitig, das wäre ja schön.
Recycling funktioniert nicht, wenn der Müll in Wahrheit einfach nur verbrannt oder ins Ausland verschifft wird, wo er in der Landschaft und von dort im Meer landet. Ihr kennt alle die Bilder. Es ist auch keine Lösung, wenn man aus den Verpackungen neue Blumentöpfe oder Eisenbahnschwellen herstellt. Die Menschen werfen jeden Tag so viele Tonnen Plastik weg, so viele Blumentöpfe und Bahnschwellen braucht kein Mensch. Wir müssen weg von der Illusion, dass sich schon irgendwer darum kümmert oder dass arme Länder in Asien dankbar sind für unseren Müll. Nein es fällt uns alles auf die Füße. Wir haben Mikroplastik im Wasser, im Boden, in der Luft und im Essen. Wir essen jede Woche so viel Plastik wie eine Kreditkarte groß ist. Das macht uns alle krank!
Das kommt dabei raus, wenn man dem Markt das Regeln überlässt. Da geht es nur um Profitmaximierung, aber auf keinen Fall darum dass es der Menschheit oder den Planeten gut geht. Es geht nur noch um sogenannten Wohlstand. Und Wirtschaftswachstum. Aber wo soll die Wirtschaft eigentlich noch hin wachsen? Wir haben auf diesem Planeten einen endlichen Raum. Da kann es kein unendliches Wachstum geben. Und mit dem Wachstum wächst auch der Müll, der Energieverbrauch und die Ausbeutung.
Ist Verschwendung Wohlstand? Hängt unser Wohlstand wirklich davon ab, dass wir uns mit parfümiertem Duschgel mit kleinen Plastikkugeln drin und flüssigem Plastikschleim für sanfte Cremigkeit den Ar... Arm waschen? Ist es Wohlstand, wenn immer mehr Menschen Allergien und Krebs haben, weil wir immer mehr Plastik im Körper anreichern? Ist es Wohlstand, wenn Strände voller Müll sind? Ist es Wohlstand, wenn das Klima immer wärmer wird? Ist es Wohlstand, wenn es Krieg gibt?
Kapitalismus und Krieg sind, wenn man es mal runterbricht, Konkurrenz. Konkurrenz ist aber kein effizientes Konzept für die Menschheit. Stellt Euch mal vor, zehn Leute bauen um die Wette Häuser. Da klauen sie sich gegenseitig das Material, sparen an Qualität und am Ende stehen da zehn mäßig gute, kleine Häuser und alle Teilnehmer sind erschöpft. Und jetzt stellt Euch mal vor, diese zehn Leute bauen gemeinsam ein richtig gutes Haus. Oder zehn kleine, gute Häuser, aber halt gemeinsam. Das nennt man Kooperation. Das ist es, was wir brauchen: Kooperation. Und Solidarität. Denn es ist längst nicht an alle gedacht, wenn jeder nur an sich denkt. Wir müssen zusammenhalten und einander helfen. Nur so haben wir eine Zukunft.
Es ist Zeit, sich den Problemen unserer Zeit und unserer Welt zu stellen. Hört auf, Euch mit Netflix oder Daddeleien abzulenken. Macht was! Engagiert Euch ehrenamtlich! Geht in die Politik, das kann auf der kleinsten Ebene sein. Redet miteinander! Tut Euch zusammen, kauft für die Nachbarn mit ein, wenn Ihr eh zum Unverpacktladen geht. Unterstützt die Deutsche Umwelthilfe DUH durch eine Mitgliedschaft oder wenigstens eine Spende und lest den Newsletter. Helft im Wildtierschutz in Eurer Gemeinde. Dreht die Heizung runter. Duscht kürzer, seltener und kälter. Esst weniger tierische Produkte.
Wenn Ihr nicht wisst, wo Ihr anfangen sollt, empfehle ich Euch, einfach bei jeder Entscheidung, die Ihr den Tag über so trefft, zwei Kriterien zu berücksichtigen:
1. Ächtet Gewalt. Kauft z.B. nichts, das mit Gewalt erzeugt wurde. Und seid dabei ehrlich. Das Schnitzel ist nicht freiwillig vom Schwein gefallen. Das Kind in Bangladesh näht nicht aus Spaß im Akkord billige T-Shirts, statt zur Schule zu gehen.
2. Ächtet Verschwendung. Benutzt Dinge, solange sie benutzbar sind. Wenn Ihr etwas anschaffen wollt, kauft es gebraucht oder leiht es aus oder verzichtet. Und statt die Freundin oder den Nachbarn für eine Neuanschaffung zu bewundern ("Neue Hose? Neues Auto? Wie toll!"), kritisiert die Verschwendung. Lobt lieber, wenn jemand etwas seit Jahren hegt und pflegt: "Das ist wirklich eine gute Qualität! Wie schön, dass du den Pullover so gern trägst."
Es ist 2024. Die Welt steht in Flammen. Aber wir können was tun. Jetzt. Heute. Oder wenigstens diese Woche, falls Ihr heute noch dringend auf dem Sofa liegen müsst. Aber dann schaut wenigstens die Doku, die ich verlinkt habe.
Und wenn Ihr noch weiter schauen wollt:
Klima-Ballerina
Amerikas Plastik-Lüge - Profit statt Recycling
Wie geht das? Auf Plastik verzichten
Unverpackt - nachhaltig leben ohne Plastik
Freitag, 14. April 2023
Gelesen: "Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt" von Katja Diehl
Dienstag, 13. Dezember 2022
24 Tipps: Heizkosten sparen und gleichzeitig Schimmel vermeiden
- Schimmel bildet sich wie gesagt dort, wo es kalt und feucht ist und wo die Luft sich nicht bewegt. Das gilt vor allem für die Außenwände der Wohnung. Dort sollten keine Möbel stehen. Wenn schon, dann mit genug Abstand zur Wand.
- Heizkörper dürfen nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Auch Verkleidungen, so hübsch sie auch sein mögen (bzw. so hässlich der Heizkörper auch ohne sie sein mag), sind schlecht für die Bilanz.
- Dicke, warme Vorhänge helfen gegen Wärmeverluste an Fenstern. Und wenn man sie täglich öffnet und schließt, ist da genug Luftzirkulation. Da kann man sogar Vorhänge vor der gesamten Außenwand haben. Im Gegensatz zu Möbeln sind sie ja schön beweglich. Sie dürfen aber nicht die Heizung verdecken, sonst heizt sie schön den Bereich zwischen Außenwand und Vorhang, während Ihr im Zimmer friert. Unsere Vorhänge sind so lang, dass sie die Fensterbretter verdecken, sodass wir sie im geschlossenen Zustand auf die Fensterbretter auflegen können, damit die warme Heizungsluft nicht hinter dem Vorhang Richtung Fenster zieht, sondern vor den Vorhängen ins Zimmer geht.
- Wer einmal täglich die gesamte Wohnung für wenige Minuten lüftet, dabei die Heizung abstellt, alle Zimmertüren arretiert (z.B. mit Türstoppern, Kissen oder Stühlen) und wirklich in jedem Raum mindestens ein Fenster sperrangelweit öffnet, lüftet am effektivsten. Der Luftaustausch (CO2 und Mief raus, frischer Sauerstoff rein) geht so wirklich am schnellsten, sodass die Wände nicht auskühlen und man hinterher weniger Energie braucht, um die Räume wieder aufzuheizen.Quelle: Verbraucherzentrale NRW
- Je kälter es im Winter draußen ist, desto schneller ist die Wohnung gelüftet. Kauft Euch ein oder mehrere Hygrometer und schaut beim Lüften drauf. Ist die relative Luftfeuchtigkeit unter 50%, könnt Ihr die Fenster wieder schließen.
- Nach dem Duschen sollte man die Badezimmertür geschlossen lassen und nur das Badfenster weit öffnen, sonst zieht die Feuchtigkeit in die Wohnung.
- Wohnen mehrere Leute zusammen, sollten sie nicht über den Tag verteilt duschen, sondern alle hintereinander, damit man hinterher nur einmal das Bad lüften und wieder aufheizen muss.
- Kurz und kalt duschen macht weniger "Sauna"-Effekt als lange Dampforgien.
- Das Wasser von den Wänden der Dusche mit einem Abzieher abziehen, es fließt einfach in den Abfluss und muss nicht verdunsten, was die Luftfeuchtigkeit wieder erhöhen würde.
- Wer die Duschwände mit einem Lappen wischt, sollte ihn kräftig auswringen, statt ihn klatschnass auf die Heizung zu hängen, auch hier wegen der Verdunstung.
- Wer einen Balkon oder Garten hat, kann solche Putzlappen auch im Winter prima bis zur nächsten Wäsche draußen zum Trocknen aufhängen.
- Nasse Handtücher, die eh heute gewaschen werden sollen, müssen nicht erst zum Trocknen aufgehängt werden. Sie können direkt in die Waschmaschine.
- Nach Ende des Waschprogramms direkt die Wäsche aus der Maschine nehmen. Die Trommel der Waschmaschine nach dem Waschen immer weit offen stehen lassen, damit die Maschine innen trocknen kann. Wenn die Wäsche müffelt, liegt das nämlich an Schimmel in der Waschmaschine. Dann braucht Ihr nicht noch zig weitere Produkte, die parfümiert sind, sondern macht einen Reinigungswaschgang und lasst die Maschine in Zukunft immer gut trocknen!
- Waschmittelfach (wenn möglich) herausnehmen, ausgießen und trocknen lassen. Den Schacht, in dem dieses Fach steckt, mit einem Lappen abtrocknen. Nach jedem Waschtag!
- Bei trockenem Wetter die Wäsche draußen trocknen, wenn Ihr einen Balkon oder Garten habt.
- Elektrische Wäschetrockner sind Stromfresser, es sei denn, sie haben eine moderne Wärmepumpentechnologie. Dann sollte man aber die warme Abluft nutzen. Wascht einfach immer eine Ladung für den Trockner und eine Ladung zum Aufhängen und lasst die Abluft gegen die hängende Wäsche strömen.
- Wenn Ihr keinen elektrischen Wäschetrockner und auch keinen Balkon, Garten oder Wäscheboden/-keller habt und deshalb die Wäsche in der Wohnung aufhängen müsst, kann ich einen Luftentfeuchter empfehlen. Der verbraucht zwar (Öko-)Strom, aber Gas oder Heizöl ist teurer und klimaschädlicher.
- Die Waschmaschine darf nicht überladen werden, sonst gehen die Lager der Trommelaufhängung kaputt. Vor allem beim Schleudern werden sie stark belastet. Allerdings sollte man das Wasser aus der Wäsche lieber heraus schleudern, als es mit dem elektrischen Trockner oder durch Heizungsluft verdunsten zu lassen. So spart Ihr Strom und habt weniger Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Ich schleudere alles außer Stricksachen immer auf der zweithöchsten Stufe, das ist ein guter Kompromiss.
- Beim Kochen, Braten oder Backen wird die Küche eh warm, also Küchentür schließen, Heizung ausschalten und Fenster öffnen, damit die Feuchtigkeit bzw. der Essensgeruch direkt abziehen kann und sich nicht erst in der Wohnung verteilt.
- Beim Kochen möglichst immer einen Deckel benutzen. Wenn das nicht geht, z.B. beim Kochen von Nudeln, dreht man die Gasflamme/Herdplatte so weit herunter, dass das Wasser gerade noch kocht. Wir wollen ja nur die Nudeln garen, nicht das ganze Wasser verdampfen. Das spart auch Strom/Gas und somit bares Geld.
- Und wenn man doch eine schimmelige Stelle entdeckt?
Ist die Stelle größer als ein normales Handtuch (50x100cm), muss man das dem Vermieter melden, weil der Schimmel dann auch im Mauerwerk sitzen kann. - Ist die Stelle kleiner, kann man sie mit Chlor haltigem Spray aus der Drogerie behandeln. Dabei bitte Handschuhe und Mundschutz tragen und empfindliche Fußböden usw. z.B. mit Folie abdecken. Achtung, solche Mittel bleichen! Wenn Ihr also eine bunte Tapete damit reinigt, sieht man das hinterher.
- Essig soll auch ganz gut gegen Schimmel helfen, empfindliche Oberflächen also vielleicht zuerst damit behandeln.
- Dabei oder danach muss man aber überlegen, warum dort Schimmel entstanden ist. Stand ein Möbelstück davor oder ist der Raum länger nicht gelüftet worden, kann man das ja ändern. Es gibt auch manchmal Stellen, die einfach immer wieder schimmeln, weil da z.B. ein Regenrohr im Bad ist, durch das im Winter kaltes Schmelzwasser vom Dach fließt. Solche Stellen muss man im Auge behalten und bei Bedarf mit Schimmelspray behandeln. Vielleicht kann man aber baulich etwas ändern, dazu müsst Ihr Euch an Eure Vermieter oder Hausverwaltung wenden.
Montag, 3. Oktober 2022
Tipps zum Energiesparen - direkt und indirekt
Alles wird teurer.Gas ist knapp.Der Winter steht vor der Tür.Was kann man tun?Man kann eine Menge tun:
Mobilität
Geht zu Fuß, wenn die Strecke bis zu 3 km weit ist. Bewegung ist gesund! Lasst das Auto stehen. Ersetzt ein großes Auto durch ein kleineres. Macht den Motor aus, wenn Ihr irgendwo wartet, ob nun an der roten Ampel, an der Bahnschranke oder auf Eure Verabredung. Schaltet immer möglichst früh in den nächst höheren Gang. Ist die Ampel vor Euch rot, nehmt den Fuß vom Gas und den Gang raus, damit das Auto einfach nur rollt. Bündelt Fahrten, also erledigt mehrere Sachen auf einmal wie z.B. Supermarkt, Post, Zahnarzt. Wenn Ihr mit dem Auto einkaufen fahrt, dann macht einen großen Wocheneinkauf, anstatt mehrmals kleinere Mengen zu kaufen.
Essen
Krabben werden im gekühlten LKW von der Nordsee nach Afrika transportiert, dort gepult und wieder zurück gefahren, weil es sich finanziell lohnt. Diesen Irrsinn kann man nur boykottieren. Esst Krabben, wenn Ihr an der Nordsee seid und sie dort selber pulen könnt.
Vegane Lebensmittel verderben nicht so schnell wie tierische, deshalb müssen sie nicht so stark gekühlt werden. Das gilt sowohl für den Transport und den Supermarkt als auch für Euren Kühlschrank. Verzichtet auf Fisch, Fleisch und Milchprodukte, dann könnt Ihr den Kühlschrank ein paar Grad wärmer einstellen und spart somit eine Menge Strom. Vegane Lebensmittel sind im Gegensatz zu tierischen in letzter Zeit nicht teurer, sondern teilweise sogar billiger geworden. Da spart Ihr also doppelt! Falls Ihr doch mal ein Schnitzel essen wollt, könnt Ihr ja den Kühlschrank vom Einkauf bis zum Verzehr wieder kälter einstellen. Oder einfach direkt nach dem Einkaufen braten. Und falls Ihr vor Jahren mal Sojamilch probiert und nicht gemocht habt: Es hat sich sehr viel getan und es gibt jetzt so viele neue vegane Produkte, die wirklich lecker sind! Ich mag z.B. auch kein Soja und kein Tofu, aber es gibt inzwischen noch ganz andere Produkte. Vor ein paar Jahren fand ich Hafermilch eklig, aber jetzt habe ich mal wieder ein paar Varianten ausprobiert und eine gefunden, die mir wirklich sehr gut schmeckt (es ist die Hafermilch von Share). Margarine mochte ich früher gar nicht, aber jetzt gibt es sehr viele Alternativen zu Butter. Wir mögen hier den Vioblock am liebsten, damit kann man sogar backen und braten. Gebt veganen Lebensmitteln einfach mal wieder eine Chance!
Heizen
Heizung nur auf 18 °C einstellen und lieber warme Kleidung tragen.
Stoßlüften statt Kippfenster!
Türen und Fenster gut abdichten.
Zusätzliche Vorhänge aus dickem Stoff, die nicht nur vor dem Fenster, sondern vor der gesamten Außenwand hängen, sorgen für zusätzliche Isolierung. Wenn man die Vorhänge täglich öffnet und schließt und auch täglich stoßlüftet, schimmelt auch nichts.
Wir nutzen nachts unsere Rollläden für bessere Isolierung.
Wohnraum
In ungenutzten Räumen schimmelt auch nichts, weil die für Schimmel benötigte Feuchtigkeit ja aus unserer Atemluft kommt. Deshalb im Winter lieber mit der Familie enger zusammen rücken und weniger Zimmer mehrfach nutzen, vielleicht kann man sogar in eine kleinere Wohnung umziehen. Wenn es Räume gibt, die Ihr selten benutzt, sucht Euch eine kleinere Wohnung oder vermietet diese leerstehenden Zimmer. So kommt sogar noch Geld in die Kasse.
Wenn Ihr vom Aufstehen morgens bis zum Schlafengehen abends nicht im Schlafzimmer seid, muss das in dieser Zeit auch nicht geheizt werden. Dreht morgens beim Aufstehen das Thermostat runter auf das Schneeflockensymbol und abends vor dem Zähneputzen wieder auf 18°C.
Ihr habt zu viel Zeug für eine kleinere Wohnung? Dann sortiert radikal aus und verkauft Euren Ballast. Das bringt Geld. Derzeit ist die Nachfrage hoch, weil ja alle den Gürtel enger schnallen müssen. Gebrauchte Sachen weiterzugeben spart indirekt Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert werden müssen, ob Legosteine, Kuscheltiere, Brettspiele, Kleidung, Bücher, Möbel oder Geschirr. Wer weniger Zeug hat, muss auch weniger aufräumen. Das spart Zeit. Und dann genügt auch eine kleinere Wohnung, die weniger Miete kostet und für die man weniger Heizkosten hat.
Warmwasser
Wenn Ihr einen Durchlauferhitzer mit Temperatureinstellung habt, stellt immer direkt ein, welche Temperatur Ihr haben wollt. Das ist viel schlauer, als das Wasser erst auf 60°C hochzuheizen und dann am Waschbecken oder in der Dusche wieder mit kaltem Wasser zu mischen, zumal es ja immer eine Weile dauert, bis man die richtige Temperatur erreicht hat. Stellt einfach 36°C ein, das ist genug zum Duschen und Händewaschen und dann bekommt Ihr direkt diese Temperatur, wenn Ihr an der Armatur nur "heißes" Wasser zapft. Für Kinder ist das so auch besser, die können sich so nicht verbrühen. Zum Putzen kann man die Vorlauftemperatur für kurze Zeit auf 45 °C erhöhen, den Putzeimer füllen und dann wieder auf 36°C zurück stellen.
Licht
Tauscht Eure alten Stromfresserlampen, wenn sie kaputt gehen, gegen LEDs aus. Das spart eine Menge Strom.
Nutzt das Tageslicht! Setzt Euch zum Lesen ans Fenster, dann braucht Ihr kein elektrisches Licht.
Kleidung
Kleidung aus Polyester, Polyacryl, Polyamid oder sonstigem Polyzeugs müffelt schnell und muss gewaschen werden. Dabei landet jede Menge Mikroplastik im Abwasser. Für die Herstellung von allem, was mit Poly anfängt, wird Erdöl verwendet. Tragt lieber Kleidung aus Naturfasern, dann können wir noch etwas länger mit Öl heizen, bis alle eine Wärmepumpe haben. Kleidung aus Wolle, Baumwolle und Co. kann man nach dem Tragen lüften und ausbürsten, dann kann man sie mehrere Tage anziehen, das spart eine Menge Wäsche, also Energie, Wasser, Waschmittel, also Geld und natürlich auch Eure Zeit.
Damit wir nicht frieren, ziehen wir uns halt warm genug an mit Socken oder Kniestrümpfen aus Wolle, Wollpullovern und Langarmshirts drunter. Wolle wärmt einfach viel besser als Polyester, Polyamid, Polyacryl oder sonstige Kunstfasern. Ich stricke mir gerade sogar eine Bettdecke aus Wolle, die ich selber mit der Hand gesponnen habe. Als ich das Spinnen gelernt habe, waren meine ersten Garne noch sehr ungleichmäßig, teilweise kratzig oder hart wie Paketschnur. Die verarbeite ich jetzt alle zu einer schönen Decke. Ob ich die dann mit in den Bezug stecke oder darüber oder darunter benutze, weiß ich noch nicht.
Konsum
Allgemein gilt: Kauft Dinge aus Plastik nur, wenn es unbedingt sein muss! Plastik wird aus Erdöl gemacht und das ist eh schon knapp. Wenn Ihr künstliche Fingernägel, Handyhüllen, Haarspangen oder Plastiktüten kauft, steht weniger Erdöl für die Stromerzeugung zur Verfügung, das treibt die Preise noch mehr in die Höhe. Das gilt natürlich auch für die Plastikverpackungen von Lebensmitteln und anderen Dingen. Vom Apfel bis zum Radiergummi gibt es auch lose Ware zu kaufen!
Kauft gebrauchte Dinge! Das spart nicht nur Geld, sondern auch indirekt viel Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert und transportiert werden müssen. Bücher, Kleidung, Werkzeug, Küchengeräte, Geschirr, Gläser, Besteck, Töpfe, Möbel usw. bekommt man teilweise sogar neu und unbenutzt über Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, nebenan.de, Kleiderkreisel (heißt jetzt vinted.de), Rebuy, Medimops und vielen weiteren Platformen.
Elektrogeräte
Bei Geräten wie Wasch- und Spülmaschine immer das Ökoprogramm benutzen. Das dauert zwar viel länger, spart dafür aber viel Strom. Das lohnt sich allerdings nur, wenn man die volle Ladung wäscht. Aber das macht ja auch weniger Arbeit, als wenn man ständig halbvolle Ladungen wäscht.
Bewegung wärmt auch, also lieber das Brot mit der Hand schneiden als mit der Maschine, spart auch Strom. Dasselbe gilt für das Kneten von Teig. Glatte Böden fegen/kehren (je nach Dialekt) statt staubsaugen. Haare mit dem Handtuch trockenrubbeln, längere Haare ins Handtuch wickeln, statt fönen. Glätteisen, Lockenstab etc. nur für besondere Gelegenheiten benutzen. Papierbücher lesen statt eBooks. Brettspiele oder Karten spielen statt am Handy oder Rechner daddeln oder Fernsehen/Zeug streamen.
Haltung
Schicksal als Chance! Betrachtet diese Zeit als interessante Herausforderung!
Nebenbei freuen sich die Umwelt und das Klima, wenn wir Energie sparen und den CO2-Ausstoß senken.
Donnerstag, 28. April 2022
Gelesen: "Boden & Pflanzen natürlich stärken Bio-Dünger und Pflanzenschutz selbst gemacht" von Markus Gastl und Melanie Schoppe
Titel: Boden & Pflanzen natürlich stärken. Bio-Dünger und Pflanzenschutz selbst gemacht.
Autor'innen: Markus Gastl, Melanie Schoppe.
E-Book (PDF)
Preis: 10,99 €
Klappentext:
Samstag, 16. April 2022
Gelesen: "Der Agrar-Rebell" von Sepp Holzer
Autor: Sepp Holzer
Titel: Der Agrar-Rebell
240 Seiten
Preis: € 24,90
Sonntag, 10. April 2022
Gelesen: "Begrünen was geht" von Wolfgang Heidenreich und Antje Krause
Autor'in: Wolfgang Heidenreich, Antje Krause
Titel: Begrünen was geht - Kleine und große Pflanzideen für Wände, Zäune, Dächer und graue Ecken. #machsnachhaltig
Veröffentlichung: 13.01.2022
E-Book (PDF): 10,99 €
Klappentext:
Donnerstag, 17. März 2022
Wenn nicht jetzt, wann dann???
Der Krieg in der Ukraine treibt die Preise für Öl und Gas in die Höhe. Das ist doch die Gelegenheit, endlich mal wichtige Änderungen anzustoßen! Wir können nämlich alle viel dazu beitragen, dass wir weniger Öl und Gas verbrauchen. Ich habe mal ein paar Ideen gesammelt. Vielleicht machst Du davon schon das Eine oder Andere, aber vielleicht entdeckst Du ja neue Möglichkeiten:
- Wohnen:Je kleiner die Wohnung ist, desto weniger Energie verbraucht man beim Heizen. Entrümpelt Euer Zuhause, spendet großzügig Kleidung, Haushaltsgegenstände, haltbare Lebensmittel an Hilfsorganisationen, schafft Platz, den Ihr anderen Menschen zur Verfügung stellt (Flüchtlingen, Untermietern) oder sucht Euch ein kleineres Zuhause. Dort muss man auch weniger Fläche putzen. Zieht in die Nähe Eurer Arbeit, damit Ihr nicht so viel pendeln müsst.
- Konsum allgemein:Für jedes Produkt, das wir kaufen, werden Rohstoffe abgebaut (z.B. Öl für Plastik) oder geerntet (z.B. Baumwolle für Kleidung), transportiert, verarbeitet, verpackt und wieder transportiert. Es gibt auf Youtube viele Videos zu diesem Thema, z.B. "Die Reise eines T-Shirts". Jeder Transport der Rohstoffe und Waren verbraucht Erdöl, jeder Verarbeitungsschritt verbraucht elektrischen Strom, der meist aus Öl, Gas oder Kohle erzeugt wird. Jede Verpackung muss auch aus Rohstoffen hergestellt werden. Jede Plastikfolie wird aus Erdöl gemacht. Wenn man eine Packung Kekse kauft, liegen sie meist in einer Plastikschale, die von einer Plastikfolie umhüllt ist und außenherum ist noch ein Pappschachtel. Größere Mengen dieser Keksschachteln werden vom Hersteller in größere Kartons verpackt, diese Kartons sind auf Paletten gestapelt und damit nichts herunterfallen kann, sind die Paletten mitsamt den Kartons in Plastikfolie gewickelt. So viel Verpackung nur für Kekse! Dabei kann man Kekse doch recht einfach selber backen. Und während wir zwar essen und trinken müssen um leben zu können, müssen wir nicht ständig neue Kleidung, Telefone, Taschen, Schuhe, Schmuck, Weihnachtsbäume, Osterdeko kaufen. Wir können das einfach lassen und die Sachen benutzen, die wir haben! Was kaputt ist, kann man reparieren (lassen). Was uns fehlt, können wir uns leihen oder gebraucht kaufen. So kann man seinen Konsum drastisch reduzieren und den Ölverbrauch deutlich senken.
- Ernährung:Regional, saisonal, fair, bio - you know the drill.Aber was vielen nicht klar ist: Den Kühlschrank muss man gar nicht so kalt einstellen, wenn kein Fleisch oder Fisch darin ist. Vegetarisch zu leben spart also Strom. Vegan zu leben spart noch mehr Strom, denn Gemüse wird nicht so schnell schlecht wie Milch.
- Strom:Wechselt zu einem Ökostromanbieter. Wir sind seit vielen Jahren bei Naturstrom und sehr zufrieden. Wind, Sonne, Wasserkraft und Biogas haben wir im eigenen Land!Die Politik muss jetzt endlich die Hürden beim Ausbau der Solar- und Windenergie beseitigen und eine bundesweite Infrastruktur für Elektromobilität schaffen! Petitionen dafür findet man im Netz.
- Gartenarbeit:Als ich klein war, hatten die meisten Leute einen mechanischen Rasenmäher, der weder Strom noch Benzin braucht. Die kann man auch heute noch kaufen. Die Anstrengung kann man gleich noch als Fitnesstraining verbuchen, dann spart man sich das Sportstudio.Laubbläser sind die Hölle! Statt Laub, Erde und Hundehaufen durch die Gegend zu pusten kann man einfach zu Rechen und Besen greifen. Das spart Benzin und macht viel weniger Lärm.
Die eigenen Gartenabfälle selbst zu kompostieren spart viele Plastiksäcke, Geld, Schlepperei und Benzin. Dann muss man nämlich die Abfälle nicht mehr in Säcke füllen und abholen lassen oder wegbringen und man muss auch keine neue Erde mehr kaufen. - Chemische Industrie:Die chemische Industrie verbraucht viel Gas. Bestimmt betrifft das viele sehr wichtige Dinge, aber ich denke bei Chemie vor allem an Glyphosat, Kunstdünger usw., auf die wir schon lange verzichten sollten. Bitte kauft diesen Mist nicht mehr! Und bitte kauft Biolebensmittel, dann konsumiert Ihr den Mist auch nicht indirekt.
- Kosmetik:Wenn ich durch eine Drogerie gehe, laufe ich viele Meter an Regalen entlang, deren Inhalte ich nie kaufe. Das ist vor allem jede Menge Kosmetik. Ja, die Haare vom Kopf senkrecht nach oben zu stylen sieht witzig aus, aber wenn man das jeden Tag macht, verbraucht man pro Jahr eine Menge Gel, Wachs oder Haarspray. Das muss alles produziert und transportiert werden. Nur damit die Haare vom Kopf abstehen. Merkt Ihr auch, oder?
Wenn die Haare unbedingt zum Stehen gebracht werden müssen, benutzt Leinsamengel. Das kann man total einfach selber herstellen und es hält wie Beton. Haarspray kann man durch Zuckerwasser ersetzen, das man in eine Sprühflasche für Blumen füllt.Bei Shampoo, Seife zum Händewaschen und Duschzeug ist es sinnvoll, auf feste Produkte in Pappschachteln umzusteigen. Was ich in den letzten Jahren an Plastikflaschen eingespart habe, seitdem ich nur noch feste Produkte verwende! Nicht vergessen: Plastik wird aus Erdöl gemacht! Die festen Produkte sparen auch Geld, Platz und sind bei Reisen viel praktischer, weil sie im Koffer Platz sparen, leichter sind und nicht auslaufen. - Heizung/Klimaanlage:Sinnvoll lüften und passend anziehen spart sehr viel Energie.Im Winter lüften wir einmal am Tag, indem wir alle Fenster in der Wohnung sperrangelweit öffnen und für ein paar Minuten richtig Durchzug machen. Beim Lüften ist die Heizung natürlich ausgeschaltet. Fenster zu, Heizung wieder an, aber nur so weit, dass es mit Wollpullover und Stricksocken angenehm ist. Man muss nicht im Winter im T-Shirt herumlaufen können. Genauso kann man im Sommer auf die Klimaanlage verzichten. Wenn man von abends bis morgens lüftet, kühlt die Wohnung über Nacht ab. Tagsüber die Fenster geschlossen halten und auf der Sonnenseite beschatten, z.B. mit Rollläden oder Markisen. Auch im Sommer muss man nicht in Jeans in der Wohnung herumlaufen können. Wenn es im Auto im Sommer zu warm ist, macht halt einfach die Fenster auf. Die Klimaanlage verbraucht zwar elektrischen Strom, der von der Batterie kommt, aber diese wird ja durch die Lichtmaschine wieder aufgeladen. Und die Lichtmaschine wird vom Verbrennungsmotor angetrieben. Die Klimaanlage verbraucht also indirekt Benzin.
- Straßenverkehr:Am meisten Benzin spart man, indem man so wenig wie möglich herum fährt. Einfach mal zuhause bleiben, von zuhause aus arbeiten und Homeschooling muss endlich für alle, die das wollen, möglich sein.Wenn man schon unterwegs sein muss, kann man zu Fuß gehen (krasse Idee!), das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen, Fahrgemeinschaften bilden und Erledigungen bündeln, also z.B. direkt nacheinander zum Supermarkt, zur Post, zum Glascontainer und zur Tankstelle fahren, anstatt jeden Tag eine andere Sache zu erledigen. Sparsame Autos sparsam fahren ist das neue Sexy!Wenn wir ganz viel Öl und Gas sparen, verdient Putin weniger Geld und kann weniger lange Krieg treiben. Nebenbei schonen wir die Umwelt und das Klima. Außerdem sparen wir Geld und Zeit.Win - win - win - win - win!Hast Du noch Ideen? Schreib sie in die Kommentare! Ich freue mich drauf.
Donnerstag, 15. Oktober 2020
Gelesen: "Über Leben" von Dirk Steffens und Fritz Habekuss
Autoren: Dirk Steffens, Fritz Habekuß
Titel: Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-328-60131-9
Erschienen am 18. Mai 2020
Preis: 20,00 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90
Klappentext:
Donnerstag, 1. Oktober 2020
Gelesen: "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie" von Smarticular
Titel: Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie
smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [D], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-00-9
192 Seiten
Klappentext:
Montag, 28. September 2020
Gelesen: "Selber machen statt kaufen: Küche" von Smarticular
Titel: Selber machen statt kaufen: Küche
Herausgeber: Smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [DE], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-03-0
192 Seiten
Klappentext:
Mittwoch, 20. Mai 2020
Die Grünen Piraten – Das Freundebuch
Dienstag, 7. April 2020
Gelesen: "Weltretten für Anfänger" von Susanne Fröhlich
Titel: Weltretten für Anfänger
Autorinnen: Susanne Fröhlich und Constanze Kleis
ISBN-13: 978-3-8338-7433-8
Samstag, 18. Januar 2020
Noch eine Ergänzung zur Welt-Rettung
Regrow
In diesem Beitrag im Februar findet Ihr die Liste.





