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Sonntag, 16. August 2026

Gelesen: "How to Fall in Love with the Future - A Time Traveller’s Guide to Changing the World" von Rob Hopkins



Titel: How to Fall in Love with the Future - A Time Traveller’s Guide to Changing the World
Autor: Rob Hopkins
Verlag: Chelsea Green Publishing
Hardcover
Preis: $29.95
192 Seiten
ISBN: 9781915294517
Veröffentlichung: 16. September 2025


Klappentext:
There are an infinite number of possible futures that lie ahead of us—like threads stretching out into the distance. Rob Hopkins, cofounder of the international Transition Network movement, invites us to travel to future worlds we would actually want to live in.
In 2020, when the COVID-19 pandemic disrupted every aspect of daily life, climate activist and Transition Network cofounder Rob Hopkins responded the way a lot of people did: by starting a podcast. But it wasn’t any ordinary podcast. In each episode, Hopkins and his guests would “time travel” together to the year 2030—walking down imagined future streets, talking with imagined future neighbors, visiting imagined future local businesses. While Hopkins’s guests came from all walks of life—economists, politicians, bakers, comedians, novelists and more—they all shared a willingness to suspend their worries about the future long enough to mentally inhabit and then describe a world they were thrilled to be a part of. 
What Hopkins discovered was no less profound: this simple exercise of visiting a positive future forced him to rethink the work he’d been doing as a climate activist for decades. 
How to Fall in Love with the Future is the result of that radical disruption—and Hopkins’s deep dive into the people and movements throughout history who have used visions of the future to inspire positive change on a large and dramatic scale. From the life and writings of musician Sun Ra and the history of Black utopian movements to the latest neuroscience on what goes on in our minds—and hearts—when we “time travel,” Hopkins brings essential new thinking to anyone overwhelmed with dread and anxiety for the future. He asks us to consider: what would the world look like if we all got to work imagining—and then building—a world we were deeply in love with?

Meine Meinung:
Rob Hopkins wendet einen spannenden Trick an um durch die Zeit bzw. in die Zukunft zu reisen: Er schaut an Orte, an denen die Zukunft jetzt schon da ist. Es gibt Städte und Inseln ohne Autoverkehr. Es gibt Regionen, die nur noch erneuerbare Energien nutzen. Es gibt Länder mit Tempolimit. Während konservative Leute ständig sagen: "Das würde nie funktionieren", gibt es für fast alles Beispiele, dass die Idee bereits erfolgreich umgesetzt wurde.
In diesem Buch geht es eigentlich weniger um die einzelnen Technologien oder Gesetze, sondern mehr um die Haltung. Wer pessimistisch ist und alles schlecht redet, wird nie etwas verbessern. Lasst uns optimistisch sein und unsere Zukunft lebenswert gestalten!

Tipp:
Die ersten 41 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe. Wenn Du einen Büchereiausweis hast, kannst Du das Hörbuch kostenlos bei Libby hören, dort gibt es auch eine kostenlose Hörprobe.

Sonntag, 31. August 2025

Gelesen: "Nachhaltig, aber günstig! 111 Ideen für ein grünes Leben mit wenig Geld. Schnell, unkompliziert und kreativ" von Alexandra Achenbach





Titel: Nachhaltig, aber günstig! 111 Ideen für ein grünes Leben mit wenig Geld. Schnell, unkompliziert und kreativ
Autorin: Alexandra Achenbach
Verlag: Oekom
eBook
Preis: 10,99 €
ISBN: 978-3-96238-418-0
128 Seiten
Veröffentlichung: 14.03.2023


Klappentext:
Alles wird teurer: Lebensmittelpreise steigen, Energiekosten gehen durch die Decke. Sparen ist also angesagt. Kann man es sich da überhaupt noch leisten, nachhaltig zu leben?
Auf jeden Fall! Denn Nachhaltigkeit muss nicht immer teuer sein, im Gegenteil: Wer bewusst konsumiert, viel selber macht, tauscht, repariert und Stromfresser entlarvt, kann jede Menge Geld sparen - und dabei die Umwelt schonen! Mit 111 praktischen Tipps zeigt die Bloggerin Alexandra Achenbach, wie's geht.

Ein Buch, das sich nicht nur für teure Zeiten lohnt.

• Essen & Trinken: clever kochen und Reste verwerten
• Haus & Heim: selber machen und einfach haushalten
• Energie & Strom: Heizkosten senken und Strom sparen
• Konsum & Kleidung: bewusster Einkauf, Upcycling und Reparieren
• Kosmetik & Körperpflege: plastikfrei und natürlich

Meine Meinung:
Ich bemühe mich schon seit Jahrzehnten, nachhaltiger zu leben. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb lese ich immer wieder gern solche Bücher, um neue Tipps zu finden oder Hebel, die ich bisher nicht benutzt habe. Dieses Buch hier hat sich allein schon wegen der Statistiken gelohnt.
Wusstet Ihr, dass...

...jeder Deutsche durchschnittlich auf 48 Quadratmetern wohnt? Wenn Ihr Euch jetzt wundert, weil Ihr zu viert auf 80 Quadratmetern wohnt, dann seht Ihr, dass der Wohnraum extrem ungerecht verteilt ist. ☹️

...die Deutschen 10,3 kg Elektrogeräte pro Jahr pro Person in den Müll werfen? 😳

...die Europäer jedes Jahr pro Person 26 kg Textilien kaufen? Das sind 3 große Wäschekörbe voll!!! Wir haben auf diesem Planeten so viele Textilien, dass wir damit die nächsten 6 (!) Generationen einkleiden könnten, ohne das auch nur ein neues Teil produziert werden muss. 👕👚🩳🎽👗🧥

...weltweit nur 1 % der weggeworfenen Kleidung recycelt wird? Der Rest wird verbrannt oder landet auf (illegalen) Müllkippen. 😫

...in deutschen Briefkästen jedes Jahr Werbeprospekte landen, für die 1,1 Millionen Bäume gefällt werden? Für Werbung, die meist ungelesen im Müll landet und wegen der vielen Farbstoffe nicht einmal recycelt werden kann? 😭

Wenn jeder einfach Maßnahmen ergreifen würde, die ihm nicht weh tun (z.B. reparieren statt neu kaufen, Kleidung länger tragen, second hand kaufen,...), wäre das für den Planeten und für alle Menschen besser!
Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

Tipp:
Die ersten 17 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Dienstag, 30. Juli 2024

Filmtipp: "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen"

 

Die Katastrophen häufen sich: Krieg, Klimaerhitzung, Finanzkrisen, Bildungskrisen,...

Da will man oft einfach nur den Kopf in den Sand stecken. Allerdings knirscht man dann schnell mit den Zähnen.

Der Film "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen" zeigt, wo die Ursachen liegen und wie jeder einzelne sofort einen anderen Weg gehen kann. Wenn Ihr in Berlin lebt und einen Büchereiausweis habt, könnt Ihr den Film kostenlos bei Filmfriend sehen:

https://voebb.filmfriend.de/de/movies/tomorrow-die-welt-ist-voller-loesungen 

Vielleicht gibt es noch mehr Portale, auf denen der Film verfügbar ist, schreibt mir dazu gern einen Kommentar.

Montag, 1. Januar 2024

Neues Jahr, neues Glück, neue gute Vorsätze?

Ich finde, man kann an jedem Tag im Jahr etwas ändern. Meistens klappt es dann sogar besser, wenn man etwas sofort ändert, als wenn man auf den Neujahrstag wartet, an dem man verkatert bis mittags im Bett liegt. Andererseits ist jeder Tag ein guter Tag um etwas zu ändern, also warum nicht heute?

Ich war neulich krank und hab mich mal durch die Mediatheken geklickt und bin in ein Kaninchenloch aus Plastik gefallen. Vor allem die Doku "Plastik - die Recycling-Lüge" finde ich erschütternd. Es gibt sie auch bei Youtube (klick), falls Ihr mit der Mediathek nicht klarkommt oder sie inzwischen depubliziert wurde. Schaut Euch das bitte mal an. Und dann macht bitte was! Fangt einfach irgendwo an! Kauft keine Getränke mehr oder wenn schon, dann bitte in Mehrwegflaschen, am besten aus Glas! Kauft Euer Obst und Gemüse lose. Kauft feste Kosmetikprodukte statt flüssige in Plastikflaschen. Oder wenn schon Zeug in Plastik, dann nur, wenn das Plastik aus Recyclat besteht. Es reicht nicht, wenn dadrauf steht, dass die Verpackung recyclingfähig ist. Es müsste sowieso recyclebar heißen, denn die Pullen recyceln sich nicht selber oder gegenseitig, das wäre ja schön.

Recycling funktioniert nicht, wenn der Müll in Wahrheit einfach nur verbrannt oder ins Ausland verschifft wird, wo er in der Landschaft und von dort im Meer landet. Ihr kennt alle die Bilder. Es ist auch keine Lösung, wenn man aus den Verpackungen neue Blumentöpfe oder Eisenbahnschwellen herstellt. Die Menschen werfen jeden Tag so viele Tonnen Plastik weg, so viele Blumentöpfe und Bahnschwellen braucht kein Mensch. Wir müssen weg von der Illusion, dass sich schon irgendwer darum kümmert oder dass arme Länder in Asien dankbar sind für unseren Müll. Nein es fällt uns alles auf die Füße. Wir haben Mikroplastik im Wasser, im Boden, in der Luft und im Essen. Wir essen jede Woche so viel Plastik wie eine Kreditkarte groß ist. Das macht uns alle krank!

Das kommt dabei raus, wenn man dem Markt das Regeln überlässt. Da geht es nur um Profitmaximierung, aber auf keinen Fall darum dass es der Menschheit oder den Planeten gut geht. Es geht nur noch um sogenannten Wohlstand. Und Wirtschaftswachstum. Aber wo soll die Wirtschaft eigentlich noch hin wachsen? Wir haben auf diesem Planeten einen endlichen Raum. Da kann es kein unendliches Wachstum geben. Und mit dem Wachstum wächst auch der Müll, der Energieverbrauch und die Ausbeutung.

Ist Verschwendung Wohlstand? Hängt unser Wohlstand wirklich davon ab, dass wir uns mit parfümiertem Duschgel mit kleinen Plastikkugeln drin und flüssigem Plastikschleim für sanfte Cremigkeit den Ar... Arm waschen? Ist es Wohlstand, wenn immer mehr Menschen Allergien und Krebs haben, weil wir immer mehr Plastik im Körper anreichern? Ist es Wohlstand, wenn Strände voller Müll sind? Ist es Wohlstand, wenn das Klima immer wärmer wird? Ist es Wohlstand, wenn es Krieg gibt?

Kapitalismus und Krieg sind, wenn man es mal runterbricht, Konkurrenz. Konkurrenz ist aber kein effizientes Konzept für die Menschheit. Stellt Euch mal vor, zehn Leute bauen um die Wette Häuser. Da klauen sie sich gegenseitig das Material, sparen an Qualität und am Ende stehen da zehn mäßig gute, kleine Häuser und alle Teilnehmer sind erschöpft. Und jetzt stellt Euch mal vor, diese zehn Leute bauen gemeinsam ein richtig gutes Haus. Oder zehn kleine, gute Häuser, aber halt gemeinsam. Das nennt man Kooperation. Das ist es, was wir brauchen: Kooperation. Und Solidarität. Denn es ist längst nicht an alle gedacht, wenn jeder nur an sich denkt. Wir müssen zusammenhalten und einander helfen. Nur so haben wir eine Zukunft.

Es ist Zeit, sich den Problemen unserer Zeit und unserer Welt zu stellen. Hört auf, Euch mit Netflix oder Daddeleien abzulenken. Macht was! Engagiert Euch ehrenamtlich! Geht in die Politik, das kann auf der kleinsten Ebene sein. Redet miteinander! Tut Euch zusammen, kauft für die Nachbarn mit ein, wenn Ihr eh zum Unverpacktladen geht. Unterstützt die Deutsche Umwelthilfe DUH durch eine Mitgliedschaft oder wenigstens eine Spende und lest den Newsletter. Helft im Wildtierschutz in Eurer Gemeinde. Dreht die Heizung runter. Duscht kürzer, seltener und kälter. Esst weniger tierische Produkte.

Wenn Ihr nicht wisst, wo Ihr anfangen sollt, empfehle ich Euch, einfach bei jeder Entscheidung, die Ihr den Tag über so trefft, zwei Kriterien zu berücksichtigen:

1. Ächtet Gewalt. Kauft z.B. nichts, das mit Gewalt erzeugt wurde. Und seid dabei ehrlich. Das Schnitzel ist nicht freiwillig vom Schwein gefallen. Das Kind in Bangladesh näht nicht aus Spaß im Akkord billige T-Shirts, statt zur Schule zu gehen.

2. Ächtet Verschwendung. Benutzt Dinge, solange sie benutzbar sind. Wenn Ihr etwas anschaffen wollt, kauft es gebraucht oder leiht es aus oder verzichtet. Und statt die Freundin oder den Nachbarn für eine Neuanschaffung zu bewundern ("Neue Hose? Neues Auto? Wie toll!"), kritisiert die Verschwendung. Lobt lieber, wenn jemand etwas seit Jahren hegt und pflegt: "Das ist wirklich eine gute Qualität! Wie schön, dass du den Pullover so gern trägst."

Es ist 2024. Die Welt steht in Flammen. Aber wir können was tun. Jetzt. Heute. Oder wenigstens diese Woche, falls Ihr heute noch dringend auf dem Sofa liegen müsst. Aber dann schaut wenigstens die Doku, die ich verlinkt habe.

Und wenn Ihr noch weiter schauen wollt:

Der Kunststoff-Wahn

Klima-Ballerina

Amerikas Plastik-Lüge - Profit statt Recycling

Wie geht das? Auf Plastik verzichten

Unverpackt - nachhaltig leben ohne Plastik




Ihr werdet Euch selbst dankbar sein!

Freitag, 14. April 2023

Gelesen: "Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt" von Katja Diehl

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Katja Diehl
Titel: Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt
Illustrationen: Doris Reich
Verlag: S. FISCHER
Erscheinungstermin: 09.02.2022
272 Seiten

Paperback 
ISBN: 978-3-10-397142-2
Preis: 18,00 €

eBook
ISBN: 978-3-10-491574-6
16,99 €


Klappentext:
Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut. Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.
»Jede:r sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können.«
»Autokorrektur« will Kick Off einer Gesellschaft sein, die gemeinsam eine attraktive Mobiltätszukunft baut – und zwar schon heute. In Katja Diehls Vorstellung der Zukunft können die Menschen Auto fahren, so sie es denn wollen. Sie müssen es aber nicht mehr – denn es gibt attraktive Alternativen.
Momentan ist nicht alles in unserem Land fair und klimagerecht, inklusiv und bezahlbar aufgestellt. Die Bedürfnisse vieler Menschen werden nicht angemessen berücksichtigt. Das können wir ändern, davon ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl überzeugt und läutet die Verkehrswende ein.
Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft, die den Menschen ins Zentrum stellt und unsere Welt lebenswert macht.

Meine Meinung:
Alle wollen gern den Klimawandel stoppen, aber ach, das Auto ist doch unverzichtbar. Wenn man nur nicht dauernd im Stau stehen würde. Wenn Radfahren weniger gefährlich wäre, aber da rasen ja immer so viele Autos. Die Straßen sind zugeparkt und weil die Autos in allen Richtungen immer größer werden, kommt man kaum noch durch. Wenn man sich das Bein gebrochen hat, kann man nicht fahren und wie das ist, wenn man alt wird und vielleicht nicht mehr so gut gucken kann oder die Reaktionen langsamer werden, ach daran will man am liebsten gar nicht denken. Also eigentlich ist das Auto eher ein notwendiges Übel. Schöner wäre es schon, wenn die Kinder wieder wie früher auf der Straße spielen und mit dem Rad zur Schule fahren könnten. Wenn Oma und Opa zu Fuß zum Arzt, zum Supermarkt und ins Kino gehen könnten. Wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Angst haben müsste, von Fremden belästigt zu werden, nur weil man trans, behindert, eine Frau oder einfach zufällig am falschen Ort ist. Überhaupt wäre es doch schön, wenn man überall so leben könnte wie im Urlaub: mit der Natur direkt vor der Tür, einer fußläufig erreichbaren Altstadt und einfach ganz vielen Parks, Straßencafés und Begegnungen mit echten Menschen.
Katja Diehl hat mit sehr vielen Menschen gesprochen. Sie hat gefragt, warum sie mit dem Auto fahren und wie sie gern leben würden. Sie hat sich umgeschaut, wie andere Länder ihre Mobilität gestalten. Dieses Buch bringt das ganze Thema auf den Punkt und ich möchte es allen wärmstens ans Herz legen! ❤️

Tipp:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Dienstag, 13. Dezember 2022

24 Tipps: Heizkosten sparen und gleichzeitig Schimmel vermeiden


Viele Menschen haben inzwischen gelernt, dass man die Wohnung im Winter nicht auf 25°C heizen muss, sondern auch einen dicken Pullover und Wollsocken anziehen kann, um nicht zu frieren. Aber was ist mit Schimmel? Der bildet sich leider überall, wo es kalt und feucht ist und wo es keine oder zu wenig Luftzirkulation gibt. Also doch lieber auf T-Shirt-Temperaturen heizen? Nein!

Hier kommen 24 Tricks, die wir in unserer Wohnung anwenden und mit denen wir Heizkosten sparen und gleichzeitig Schimmel vermeiden:

  1. Schimmel bildet sich wie gesagt dort, wo es kalt und feucht ist und wo die Luft sich nicht bewegt. Das gilt vor allem für die Außenwände der Wohnung. Dort sollten keine Möbel stehen. Wenn schon, dann mit genug Abstand zur Wand.
  2. Heizkörper dürfen nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Auch Verkleidungen, so hübsch sie auch sein mögen (bzw. so hässlich der Heizkörper auch ohne sie sein mag), sind schlecht für die Bilanz.
  3. Dicke, warme Vorhänge helfen gegen Wärmeverluste an Fenstern. Und wenn man sie täglich öffnet und schließt, ist da genug Luftzirkulation. Da kann man sogar Vorhänge vor der gesamten Außenwand haben. Im Gegensatz zu Möbeln sind sie ja schön beweglich. Sie dürfen aber nicht die Heizung verdecken, sonst heizt sie schön den Bereich zwischen Außenwand und Vorhang, während Ihr im Zimmer friert. Unsere Vorhänge sind so lang, dass sie die Fensterbretter verdecken, sodass wir sie im geschlossenen Zustand auf die Fensterbretter auflegen können, damit die warme Heizungsluft nicht hinter dem Vorhang Richtung Fenster zieht, sondern vor den Vorhängen ins Zimmer geht.
  4. Wer einmal täglich die gesamte Wohnung für wenige Minuten lüftet, dabei die Heizung abstellt, alle Zimmertüren arretiert (z.B. mit Türstoppern, Kissen oder Stühlen) und wirklich in jedem Raum mindestens ein Fenster sperrangelweit öffnet, lüftet am effektivsten. Der Luftaustausch (CO2 und Mief raus, frischer Sauerstoff rein) geht so wirklich am schnellsten, sodass die Wände nicht auskühlen und man hinterher weniger Energie braucht, um die Räume wieder aufzuheizen.



    Quelle: Verbraucherzentrale NRW

  5. Je kälter es im Winter draußen ist, desto schneller ist die Wohnung gelüftet. Kauft Euch ein oder mehrere Hygrometer und schaut beim Lüften drauf. Ist die relative Luftfeuchtigkeit unter 50%, könnt Ihr die Fenster wieder schließen.
  6. Nach dem Duschen sollte man die Badezimmertür geschlossen lassen und nur das Badfenster weit öffnen, sonst zieht die Feuchtigkeit in die Wohnung. 
  7. Wohnen mehrere Leute zusammen, sollten sie nicht über den Tag verteilt duschen, sondern alle hintereinander, damit man hinterher nur einmal das Bad lüften und wieder aufheizen muss.
  8. Kurz und kalt duschen macht weniger "Sauna"-Effekt als lange Dampforgien. 
  9. Das Wasser von den Wänden der Dusche mit einem Abzieher abziehen, es fließt einfach in den Abfluss und muss nicht verdunsten, was die Luftfeuchtigkeit wieder erhöhen würde. 
  10. Wer die Duschwände mit einem Lappen wischt, sollte ihn kräftig auswringen, statt ihn klatschnass auf die Heizung zu hängen, auch hier wegen der Verdunstung.
  11. Wer einen Balkon oder Garten hat, kann solche Putzlappen auch im Winter prima bis zur nächsten Wäsche draußen zum Trocknen aufhängen. 
  12. Nasse Handtücher, die eh heute gewaschen werden sollen, müssen nicht erst zum Trocknen aufgehängt werden. Sie können direkt in die Waschmaschine.
  13. Nach Ende des Waschprogramms direkt die Wäsche aus der Maschine nehmen. Die Trommel der Waschmaschine nach dem Waschen immer weit offen stehen lassen, damit die Maschine innen trocknen kann. Wenn die Wäsche müffelt, liegt das nämlich an Schimmel in der Waschmaschine. Dann braucht Ihr nicht noch zig weitere Produkte, die parfümiert sind, sondern macht einen Reinigungswaschgang und lasst die Maschine in Zukunft immer gut trocknen!
  14. Waschmittelfach (wenn möglich) herausnehmen, ausgießen und trocknen lassen. Den Schacht, in dem dieses Fach steckt, mit einem Lappen abtrocknen. Nach jedem Waschtag!
  15. Bei trockenem Wetter die Wäsche draußen trocknen, wenn Ihr einen Balkon oder Garten habt.
  16. Elektrische Wäschetrockner sind Stromfresser, es sei denn, sie haben eine moderne Wärmepumpentechnologie. Dann sollte man aber die warme Abluft nutzen. Wascht einfach immer eine Ladung für den Trockner und eine Ladung zum Aufhängen und lasst die Abluft gegen die hängende Wäsche strömen.
  17. Wenn Ihr keinen elektrischen Wäschetrockner und auch keinen Balkon, Garten oder Wäscheboden/-keller habt und deshalb die Wäsche in der Wohnung aufhängen müsst, kann ich einen Luftentfeuchter empfehlen. Der verbraucht zwar (Öko-)Strom, aber Gas oder Heizöl ist teurer und klimaschädlicher.
  18. Die Waschmaschine darf nicht überladen werden, sonst gehen die Lager der Trommelaufhängung kaputt. Vor allem beim Schleudern werden sie stark belastet. Allerdings sollte man das Wasser aus der Wäsche lieber heraus schleudern, als es mit dem elektrischen Trockner oder durch Heizungsluft verdunsten zu lassen. So spart Ihr Strom und habt weniger Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Ich schleudere alles außer Stricksachen immer auf der zweithöchsten Stufe, das ist ein guter Kompromiss.
  19. Beim Kochen, Braten oder Backen wird die Küche eh warm, also Küchentür schließen, Heizung ausschalten und Fenster öffnen, damit die Feuchtigkeit bzw. der Essensgeruch direkt abziehen kann und sich nicht erst in der Wohnung verteilt.
  20. Beim Kochen möglichst immer einen Deckel benutzen. Wenn das nicht geht, z.B. beim Kochen von Nudeln, dreht man die Gasflamme/Herdplatte so weit herunter, dass das Wasser gerade noch kocht. Wir wollen ja nur die Nudeln garen, nicht das ganze Wasser verdampfen. Das spart auch Strom/Gas und somit bares Geld.
  21. Und wenn man doch eine schimmelige Stelle entdeckt?
    Ist die Stelle größer als ein normales Handtuch (50x100cm), muss man das dem Vermieter melden, weil der Schimmel dann auch im Mauerwerk sitzen kann. 
  22. Ist die Stelle kleiner, kann man sie mit Chlor haltigem Spray aus der Drogerie behandeln. Dabei bitte Handschuhe und Mundschutz tragen und empfindliche Fußböden usw. z.B. mit Folie abdecken. Achtung, solche Mittel bleichen! Wenn Ihr also eine bunte Tapete damit reinigt, sieht man das hinterher.
  23. Essig soll auch ganz gut gegen Schimmel helfen, empfindliche Oberflächen also vielleicht zuerst damit behandeln.
  24. Dabei oder danach muss man aber überlegen, warum dort Schimmel entstanden ist. Stand ein Möbelstück davor oder ist der Raum länger nicht gelüftet worden, kann man das ja ändern. Es gibt auch manchmal Stellen, die einfach immer wieder schimmeln, weil da z.B. ein Regenrohr im Bad ist, durch das im Winter kaltes Schmelzwasser vom Dach fließt. Solche Stellen muss man im Auge behalten und bei Bedarf mit Schimmelspray behandeln. Vielleicht kann man aber baulich etwas ändern, dazu müsst Ihr Euch an Eure Vermieter oder Hausverwaltung wenden.
Disclaimer: Ich bin kein Experte, nur eine Ingenieurin und Hausfrau. Ich hafte nicht, wenn diese Tipps Euch nicht helfen oder wenn irgendwelche Schäden entstehen.

Montag, 3. Oktober 2022

Tipps zum Energiesparen - direkt und indirekt

Alles wird teurer.
Gas ist knapp.
Der Winter steht vor der Tür.
Was kann man tun?
Man kann eine Menge tun:


Mobilität

Geht zu Fuß, wenn die Strecke bis zu 3 km weit ist. Bewegung ist gesund! Lasst das Auto stehen. Ersetzt ein großes Auto durch ein kleineres. Macht den Motor aus, wenn Ihr irgendwo wartet, ob nun an der roten Ampel, an der Bahnschranke oder auf Eure Verabredung. Schaltet immer möglichst früh in den nächst höheren Gang. Ist die Ampel vor Euch rot, nehmt den Fuß vom Gas und den Gang raus, damit das Auto einfach nur rollt. Bündelt Fahrten, also erledigt mehrere Sachen auf einmal wie z.B. Supermarkt, Post, Zahnarzt. Wenn Ihr mit dem Auto einkaufen fahrt, dann macht einen großen Wocheneinkauf, anstatt mehrmals kleinere Mengen zu kaufen.

Essen

Krabben werden im gekühlten LKW von der Nordsee nach Afrika transportiert, dort gepult und wieder zurück gefahren, weil es sich finanziell lohnt. Diesen Irrsinn kann man nur boykottieren. Esst Krabben, wenn Ihr an der Nordsee seid und sie dort selber pulen könnt.

Vegane Lebensmittel verderben nicht so schnell wie tierische, deshalb müssen sie nicht so stark gekühlt werden. Das gilt sowohl für den Transport und den Supermarkt als auch für Euren Kühlschrank. Verzichtet auf Fisch, Fleisch und Milchprodukte, dann könnt Ihr den Kühlschrank ein paar Grad wärmer einstellen und spart somit eine Menge Strom. Vegane Lebensmittel sind im Gegensatz zu tierischen in letzter Zeit nicht teurer, sondern teilweise sogar billiger geworden. Da spart Ihr also doppelt! Falls Ihr doch mal ein Schnitzel essen wollt, könnt Ihr ja den Kühlschrank vom Einkauf bis zum Verzehr wieder kälter einstellen. Oder einfach direkt nach dem Einkaufen braten. Und falls Ihr vor Jahren mal Sojamilch probiert und nicht gemocht habt: Es hat sich sehr viel getan und es gibt jetzt so viele neue vegane Produkte, die wirklich lecker sind! Ich mag z.B. auch kein Soja und kein Tofu, aber es gibt inzwischen noch ganz andere Produkte. Vor ein paar Jahren fand ich Hafermilch eklig, aber jetzt habe ich mal wieder ein paar Varianten ausprobiert und eine gefunden, die mir wirklich sehr gut schmeckt (es ist die Hafermilch von Share). Margarine mochte ich früher gar nicht, aber jetzt gibt es sehr viele Alternativen zu Butter. Wir mögen hier den Vioblock am liebsten, damit kann man sogar backen und braten. Gebt veganen Lebensmitteln einfach mal wieder eine Chance!

Heizen

Heizung nur auf 18 °C einstellen und lieber warme Kleidung tragen.

Stoßlüften statt Kippfenster!

Türen und Fenster gut abdichten.

Zusätzliche Vorhänge aus dickem Stoff, die nicht nur vor dem Fenster, sondern vor der gesamten Außenwand hängen, sorgen für zusätzliche Isolierung. Wenn man die Vorhänge täglich öffnet und schließt und auch täglich stoßlüftet, schimmelt auch nichts.

Wir nutzen nachts unsere Rollläden für bessere Isolierung.  

Wohnraum

In ungenutzten Räumen schimmelt auch nichts, weil die für Schimmel benötigte Feuchtigkeit ja aus unserer Atemluft kommt. Deshalb im Winter lieber mit der Familie enger zusammen rücken und weniger Zimmer mehrfach nutzen, vielleicht kann man sogar in eine kleinere Wohnung umziehen. Wenn es Räume gibt, die Ihr selten benutzt, sucht Euch eine kleinere Wohnung oder vermietet diese leerstehenden Zimmer. So kommt sogar noch Geld in die Kasse. 

Wenn Ihr vom Aufstehen morgens bis zum Schlafengehen abends nicht im Schlafzimmer seid, muss das in dieser Zeit auch nicht geheizt werden. Dreht morgens beim Aufstehen das Thermostat runter auf das Schneeflockensymbol und abends vor dem Zähneputzen wieder auf 18°C. 

Ihr habt zu viel Zeug für eine kleinere Wohnung? Dann sortiert radikal aus und verkauft Euren Ballast. Das bringt Geld. Derzeit ist die Nachfrage hoch, weil ja alle den Gürtel enger schnallen müssen. Gebrauchte Sachen weiterzugeben spart indirekt Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert werden müssen, ob Legosteine, Kuscheltiere, Brettspiele, Kleidung, Bücher, Möbel oder Geschirr. Wer weniger Zeug hat, muss auch weniger aufräumen. Das spart Zeit. Und dann genügt auch eine kleinere Wohnung, die weniger Miete kostet und für die man weniger Heizkosten hat.

Warmwasser

Wenn Ihr einen Durchlauferhitzer mit Temperatureinstellung habt, stellt immer direkt ein, welche Temperatur Ihr haben wollt. Das ist viel schlauer, als das Wasser erst auf 60°C hochzuheizen und dann am Waschbecken oder in der Dusche wieder mit kaltem Wasser zu mischen, zumal es ja immer eine Weile dauert, bis man die richtige Temperatur erreicht hat. Stellt einfach 36°C ein, das ist genug zum Duschen und Händewaschen und dann bekommt Ihr direkt diese Temperatur, wenn Ihr an der Armatur nur "heißes" Wasser zapft. Für Kinder ist das so auch besser, die können sich so nicht verbrühen. Zum Putzen kann man die Vorlauftemperatur für kurze Zeit auf 45 °C erhöhen, den Putzeimer füllen und dann wieder auf 36°C zurück stellen.

Licht

Tauscht Eure alten Stromfresserlampen, wenn sie kaputt gehen, gegen LEDs aus. Das spart eine Menge Strom.

Nutzt das Tageslicht! Setzt Euch zum Lesen ans Fenster, dann braucht Ihr kein elektrisches Licht.

Kleidung

Kleidung aus Polyester, Polyacryl, Polyamid oder sonstigem Polyzeugs müffelt schnell und muss gewaschen werden. Dabei landet jede Menge Mikroplastik im Abwasser. Für die Herstellung von allem, was mit Poly anfängt, wird Erdöl verwendet. Tragt lieber Kleidung aus Naturfasern, dann können wir noch etwas länger mit Öl heizen, bis alle eine Wärmepumpe haben. Kleidung aus Wolle, Baumwolle und Co. kann man nach dem Tragen lüften und ausbürsten, dann kann man sie mehrere Tage anziehen, das spart eine Menge Wäsche, also Energie, Wasser, Waschmittel, also Geld und natürlich auch Eure Zeit.

Damit wir nicht frieren, ziehen wir uns halt warm genug an mit Socken oder Kniestrümpfen aus Wolle, Wollpullovern und Langarmshirts drunter. Wolle wärmt einfach viel besser als Polyester, Polyamid, Polyacryl oder sonstige Kunstfasern. Ich stricke mir gerade sogar eine Bettdecke aus Wolle, die ich selber mit der Hand gesponnen habe. Als ich das Spinnen gelernt habe, waren meine ersten Garne noch sehr ungleichmäßig, teilweise kratzig oder hart wie Paketschnur. Die verarbeite ich jetzt alle zu einer schönen Decke. Ob ich die dann mit in den Bezug stecke oder darüber oder darunter benutze, weiß ich noch nicht.

Konsum

Allgemein gilt: Kauft Dinge aus Plastik nur, wenn es unbedingt sein muss! Plastik wird aus Erdöl gemacht und das ist eh schon knapp. Wenn Ihr künstliche Fingernägel, Handyhüllen, Haarspangen oder Plastiktüten kauft, steht weniger Erdöl für die Stromerzeugung zur Verfügung, das treibt die Preise noch mehr in die Höhe. Das gilt natürlich auch für die Plastikverpackungen von Lebensmitteln und anderen Dingen. Vom Apfel bis zum Radiergummi gibt es auch lose Ware zu kaufen!

Kauft gebrauchte Dinge! Das spart nicht nur Geld, sondern auch indirekt viel Energie, weil diese Dinge nicht neu produziert und transportiert werden müssen. Bücher, Kleidung, Werkzeug, Küchengeräte, Geschirr, Gläser, Besteck, Töpfe, Möbel usw. bekommt man teilweise sogar neu und unbenutzt über Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, nebenan.de, Kleiderkreisel (heißt jetzt vinted.de), Rebuy, Medimops und vielen weiteren Platformen.

Elektrogeräte

Bei Geräten wie Wasch- und Spülmaschine immer das Ökoprogramm benutzen. Das dauert zwar viel länger, spart dafür aber viel Strom. Das lohnt sich allerdings nur, wenn man die volle Ladung wäscht. Aber das macht ja auch weniger Arbeit, als wenn man ständig halbvolle Ladungen wäscht.

Bewegung wärmt auch, also lieber das Brot mit der Hand schneiden als mit der Maschine, spart auch Strom. Dasselbe gilt für das Kneten von Teig. Glatte Böden fegen/kehren (je nach Dialekt) statt staubsaugen. Haare mit dem Handtuch trockenrubbeln, längere Haare ins Handtuch wickeln, statt fönen. Glätteisen, Lockenstab etc. nur für besondere Gelegenheiten benutzen. Papierbücher lesen statt eBooks. Brettspiele oder Karten spielen statt am Handy oder Rechner daddeln oder Fernsehen/Zeug streamen.

Haltung

Schicksal als Chance! Betrachtet diese Zeit als interessante Herausforderung!

Nebenbei freuen sich die Umwelt und das Klima, wenn wir Energie sparen und den CO2-Ausstoß senken.


Donnerstag, 28. April 2022

Gelesen: "Boden & Pflanzen natürlich stärken Bio-Dünger und Pflanzenschutz selbst gemacht" von Markus Gastl und Melanie Schoppe

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Boden & Pflanzen natürlich stärken. Bio-Dünger und Pflanzenschutz selbst gemacht.
Reihe: #machsnachhaltig
Autor'innen: Markus Gastl, Melanie Schoppe.
128 Seiten
ISBN 978-3-8186-1503-1. € 14,00
Veröffentlichung: 13.01.2022

Klappenbroschur
Preis: 14,00 €

E-Book (PDF)
Preis: 10,99 €


Klappentext:
Müde, kraftlose Pflanzen? Krankes oder völlig zerfressenes Gemüse? Mineraldünger oder chemische Schädlingsbekämpfung zur Rettung? Das ist nicht zeitgemäß! Dieses Buch richtet einen ganzheitlichen Blick auf das Bodenleben, Insekten und viele weitere Bewohner deines Gartens, die alle miteinander vernetzt sind, sowie die Bedürfnisse deiner Pflanzen. Mach dich damit auf den Weg zum Gärtnern ohne Gift und belebe deinen Boden, unterstütze ihn durch Kompost, Mulch und kluge Anbaustrategien und fördere die natürliche Abwehr deiner Pflanzen durch Jauchen, Brühen und Pflanzenauszüge. Mit einfachen DIY-Projekten förderst du zusätzlich die natürlichen Gegenspieler von Schädlingen und bringst deinen Garten ins Gleichgewicht.

Meine Meinung:
Neulich habe ich ja schon das Buch "Begrünen was geht" vorgestellt, das ich bei einer Verlosung bei Lovelybooks gewonnen hatte. Das war aber nur die Hälfte meines Gewinns. Ich war selbst ganz überrascht, als ich neben dem Buch, weswegen ich an der Verlosung teilgenommen hatte, noch ein zweites aus dem Päckchen zog, nämlich dieses hier. Inzwischen habe ich es gelesen und einiges gelernt, das ich noch nicht wusste. Was für eine nette Überraschung! Das Buch ist sehr schön gestaltet, hat gute Fotos und die Texte sind sehr verständlich geschrieben. Es ist für alle empfehlenswert, die in ihrem Garten ein Stück gesunde Natur haben wollen, egal ob sie dort Gemüse anbauen oder nicht. Lest dieses Buch und dann macht den Garten ein Stückchen grüner und gesünder!

Tipp:
Die ersten 24 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Samstag, 16. April 2022

Gelesen: "Der Agrar-Rebell" von Sepp Holzer

 



Autor: Sepp Holzer
Titel: Der Agrar-Rebell
240 Seiten
Hardcover
Preis: € 24,90
ISBN 978-3-7020-0970-0
Leopold Stocker Verlag

Klappentext:
Der „Agrar-Rebell“ hat mit seinem Buch die Bestsellerlisten in Deutschland und Österreich gestürmt: 120.000 verkaufte Exemplare zeugen von dem großen Interesse, das die Thesen des streitbaren Bio-Bauern auslösen.
Agrarrebell Sepp Holzer zieht auf einem Bergbauernhof in 1.500 m Seehöhe Kiwis, Kirschen und Kürbisse, mitten im Winter erntet er Radieschen, und sein Getreide wächst im Wald: Der „Krameterhof“ ist längst zum Symbol für eine neue Art der Landwirtschaft geworden.
Hunderte Busse bringen alljährlich interessierte Besucher zur Besichtigung, und die Medien berichten ausführlich.

Meine Meinung: 
Mein Leben lang habe ich mir gewünscht, einen eigenen Garten zu haben, um dort Gemüse, Kartoffeln, Beeren usw. anbauen zu können. Ich finde es total spannend, wie aus kleinen Samenkörnchen riesige Pflanzen wachsen. Seit 2010 haben wir eine Wohnung mit Garten. Im ersten Jahr habe ich klein angefangen und nur auf dem Balkon Tomaten, Radieschen und Salat angebaut. Der Garten war sehr verwildert und ich musste die alten Beete erstmal freilegen. Außerdem wuchsen da diverse Pflanzen, die ich wegen der Kinder beseitigen wollte. Nebenbei wollten die Kinder aber natürlich im Garten spielen, sodass wir erst einen Sandkasten und später ein Trampolin aufbauten. Im Sommer kam immer noch das Planschbecken dazu.
Nur im allerersten Jahr hatte ich einen Sack Blumenerde gekauft. Alle Garten- und Küchenabfälle warfen wir in den Thermokomposter, den die Vorgänger zurück gelassen hatten. Den alten Inhalt hatten wir entsorgt und den Komposter an einen anderen Ort gestellt, sodass wir quasi bei Null anfangen konnten. Die Würmer haben ihn gefunden und fleißig ihren Job gemacht. Im zweiten Jahr hatte ich schon eigene Komposterde zum Düngen der Gartenerde und wir mussten auch keine kostenpflichtigen Säcke mehr mit Gartenabfällen füllen. Wir hatten einen Kreislauf geschaffen. Hinter der Hecke ist ein Totholzhaufen für grobes Material, das ich in die Hochbeete fülle. Dünne Äste werden gehäckselt und als Mulch auf die Beete gelegt. So müssen wir nicht ständig Säcke mit Zeug in den Garten hinein und andere heraus schleppen. Das spart Geld und eine Menge Energie. 
Vor drei Jahren etwa habe ich die Gartenkanäle auf Youtube entdeckt und dort tauchte immer wieder der Begriff "Permakultur" auf. Es geht dabei um Kreislaufwirtschaft, Mischkultur, Nachhaltigkeit usw. Also genau mein Ding! Auf der Suche nach Lektüre bin ich immer wieder auf Sepp Holzer gestoßen, deshalb habe ich jetzt dieses Buch gelesen. Ich bin von diesem klugen Mann sehr beeindruckt. Er hat schon als kleiner Junge eigene Schlüsse aus den Beobachtungen von Tieren und Pflanzen gezogen und z.B.  Erdbeerpflanzen vorgezogen und verkauft, um sein Taschengeld aufzubessern. Er schaut immer, wie die Bedingungen um ihn herum sind und nutzt sie. Er arbeitet nicht gegen die Natur, sondern mit ihr. Er bereist Länder in Mittel- und Südamerika, um den Menschen dort zu helfen, ihr eigenes Essen anzubauen und sauberes Wasser zu haben. Er schimpft auf Pestizide, Massentierhaltung und Monokulturen. Sein Ziel ist eine Erde, auf der Pflanzen, Tiere und Menschen würdevoll miteinander umgehen und leben können. Dem ist doch wirklich nichts mehr hinzuzufügen.


Sonntag, 10. April 2022

Gelesen: "Begrünen was geht" von Wolfgang Heidenreich und Antje Krause

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor'in: Wolfgang Heidenreich, Antje Krause
Titel: Begrünen was geht - Kleine und große Pflanzideen für Wände, Zäune, Dächer und graue Ecken. #machsnachhaltig
Veröffentlichung: 13.01.2022
ISBN 978-3-8186-1225-2
128 Seiten

Gedrucktes Buch (Klappenbroschur): 14,00 €
E-Book (PDF):  10,99 €


Klappentext:
Jede Pflanze und Blüte mehr zählt! Denn mehr Grün verschönert unser urbanes Umfeld und macht es lebenswert. Pflanzen verbessern das Mikroklima, spenden Schatten, schlucken Feinstaub & Lärm und fördern gleichzeitig die tierische Artenvielfalt, in dem sie für Nahrung und Unterschlupf sorgen. Grund genug, um jedes kleinste Fleckchen im Garten, auf Balkon, Terrasse oder vor der Haustür auf sein Begrünungspotenzial abzuklopfen. Machbare Projekte zeigen, wie du mit den richtigen Pflanzen Geländer, Zäune, Müllboxen, aber auch ganze Wände oder Dächer dauerhaft begrünen kannst. Triste Betonflächen werden mit Pflanzentöpfen aufgewertet oder gleich aufgebrochen und bepflanzt. Warum grau, wenn’s auch grün geht?

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch bei einer Verlosung von Lovelybooks gewonnen und mit viel Interesse und zunehmender Begeisterung gelesen. Es ist genau die richtige Mischung aus Argumenten für mehr Grün überall, Anleitungen inklusive Pflanzenempfehlungen sowie Warnungen, wo es beim Begrünen Probleme geben könnte. Damit kann man möglichen Nörglern ("Nee, das macht doch die Fassade kaputt!") direkt den Wind aus den Segeln nehmen. Zusätzlich machen die Bilder Lust darauf, sofort raus zu gehen, Gefäße aller Art mit Erde zu füllen, Pflanzen oder Samen in diese Erde zu bringen und beim Wachsen zuzuschauen.
Also, lest dieses Buch, geht anschließend raus und macht die Welt ein wenig grüner! Nein, viel grüner! Wir brauchen Pflanzen. Denn eine grüne Natur ist unsere Lebensgrundlage.

Tipp:
Schaut Euch unbedingt die 24 Seiten lange Leseprobe an!

Donnerstag, 17. März 2022

Wenn nicht jetzt, wann dann???

Der Krieg in der Ukraine treibt die Preise für Öl und Gas in die Höhe. Das ist doch die Gelegenheit, endlich mal wichtige Änderungen anzustoßen! Wir können nämlich alle viel dazu beitragen, dass wir weniger Öl und Gas verbrauchen. Ich habe mal ein paar Ideen gesammelt. Vielleicht machst Du davon schon das Eine oder Andere, aber vielleicht entdeckst Du ja neue Möglichkeiten:


  1. Wohnen:
    Je kleiner die Wohnung ist, desto weniger Energie verbraucht man beim Heizen. Entrümpelt Euer Zuhause, spendet großzügig Kleidung, Haushaltsgegenstände, haltbare Lebensmittel an Hilfsorganisationen, schafft Platz, den Ihr anderen Menschen zur Verfügung stellt (Flüchtlingen, Untermietern) oder sucht Euch ein kleineres Zuhause. Dort muss man auch weniger Fläche putzen. Zieht in die Nähe Eurer Arbeit, damit Ihr nicht so viel pendeln müsst.
  2. Konsum allgemein:
    Für jedes Produkt, das wir kaufen, werden Rohstoffe abgebaut (z.B. Öl für Plastik) oder geerntet (z.B. Baumwolle für Kleidung), transportiert, verarbeitet, verpackt und wieder transportiert. Es gibt auf Youtube viele Videos zu diesem Thema, z.B. "Die Reise eines T-Shirts". Jeder Transport der Rohstoffe und Waren verbraucht Erdöl, jeder Verarbeitungsschritt verbraucht elektrischen Strom, der meist aus Öl, Gas oder Kohle erzeugt wird. Jede Verpackung muss auch aus Rohstoffen hergestellt werden. Jede Plastikfolie wird aus Erdöl gemacht. Wenn man eine Packung Kekse kauft, liegen sie meist in einer Plastikschale, die von einer Plastikfolie umhüllt ist und außenherum ist noch ein Pappschachtel. Größere Mengen dieser Keksschachteln werden vom Hersteller in größere Kartons verpackt, diese Kartons sind auf Paletten gestapelt und damit nichts herunterfallen kann, sind die Paletten mitsamt den Kartons in Plastikfolie gewickelt. So viel Verpackung nur für Kekse! Dabei kann man Kekse doch recht einfach selber backen. Und während wir zwar essen und trinken müssen um leben zu können, müssen wir nicht ständig neue Kleidung, Telefone, Taschen, Schuhe, Schmuck, Weihnachtsbäume, Osterdeko kaufen. Wir können das einfach lassen und die Sachen benutzen, die wir haben! Was kaputt ist, kann man reparieren (lassen). Was uns fehlt, können wir uns leihen oder gebraucht kaufen. So kann man seinen Konsum drastisch reduzieren und den Ölverbrauch deutlich senken.
  3. Ernährung:
    Regional, saisonal, fair, bio - you know the drill.
    Aber was vielen nicht klar ist: Den Kühlschrank muss man gar nicht so kalt einstellen, wenn kein Fleisch oder Fisch darin ist. Vegetarisch zu leben spart also Strom. Vegan zu leben spart noch mehr Strom, denn Gemüse wird nicht so schnell schlecht wie Milch.
  4. Strom:
    Wechselt zu einem Ökostromanbieter. Wir sind seit vielen Jahren bei Naturstrom und sehr zufrieden. Wind, Sonne, Wasserkraft und Biogas haben wir im eigenen Land!
    Die Politik muss jetzt endlich die Hürden beim Ausbau der Solar- und Windenergie beseitigen und eine bundesweite Infrastruktur für Elektromobilität schaffen! Petitionen dafür findet man im Netz.
  5. Gartenarbeit:
    Als ich klein war, hatten die meisten Leute einen mechanischen Rasenmäher, der weder Strom noch Benzin braucht. Die kann man auch heute noch kaufen. Die Anstrengung kann man gleich noch als Fitnesstraining verbuchen, dann spart man sich das Sportstudio.
    Laubbläser sind die Hölle! Statt Laub, Erde und Hundehaufen durch die Gegend zu pusten kann man einfach zu Rechen und Besen greifen. Das spart Benzin und macht viel weniger Lärm.
    Die eigenen Gartenabfälle selbst zu kompostieren spart viele Plastiksäcke, Geld, Schlepperei und Benzin. Dann muss man nämlich die Abfälle nicht mehr in Säcke füllen und abholen lassen oder wegbringen und man muss auch keine neue Erde mehr kaufen.
  6. Chemische Industrie:
    Die chemische Industrie verbraucht viel Gas. Bestimmt betrifft das viele sehr wichtige Dinge, aber ich denke bei Chemie vor allem an Glyphosat, Kunstdünger usw., auf die wir schon lange verzichten sollten. Bitte kauft diesen Mist nicht mehr! Und bitte kauft Biolebensmittel, dann konsumiert Ihr den Mist auch nicht indirekt.
  7. Kosmetik:
    Wenn ich durch eine Drogerie gehe, laufe ich viele Meter an Regalen entlang, deren Inhalte ich nie kaufe. Das ist vor allem jede Menge Kosmetik. Ja, die Haare vom Kopf senkrecht nach oben zu stylen sieht witzig aus, aber wenn man das jeden Tag macht, verbraucht man pro Jahr eine Menge Gel, Wachs oder Haarspray. Das muss alles produziert und transportiert werden. Nur damit die Haare vom Kopf abstehen. Merkt Ihr auch, oder?
    Wenn die Haare unbedingt zum Stehen gebracht werden müssen, benutzt Leinsamengel. Das kann man total einfach selber herstellen und es hält wie Beton. Haarspray kann man durch Zuckerwasser ersetzen, das man in eine Sprühflasche für Blumen füllt. 
    Bei Shampoo, Seife zum Händewaschen und Duschzeug ist es sinnvoll, auf feste Produkte in Pappschachteln umzusteigen. Was ich in den letzten Jahren an Plastikflaschen eingespart habe, seitdem ich nur noch feste Produkte verwende! Nicht vergessen: Plastik wird aus Erdöl gemacht! Die festen Produkte sparen auch Geld, Platz und sind bei Reisen viel praktischer, weil sie im Koffer Platz sparen, leichter sind und nicht auslaufen. 
  8. Heizung/Klimaanlage:
    Sinnvoll lüften und passend anziehen spart sehr viel Energie.
    Im Winter lüften wir einmal am Tag, indem wir alle Fenster in der Wohnung sperrangelweit öffnen und für ein paar Minuten richtig Durchzug machen. Beim Lüften ist die Heizung natürlich ausgeschaltet. Fenster zu, Heizung wieder an, aber nur so weit, dass es mit Wollpullover und Stricksocken angenehm ist. Man muss nicht im Winter im T-Shirt herumlaufen können. Genauso kann man im Sommer auf die Klimaanlage verzichten. Wenn man von abends bis morgens lüftet, kühlt die Wohnung über Nacht ab. Tagsüber die Fenster geschlossen halten und auf der Sonnenseite beschatten, z.B. mit Rollläden oder Markisen. Auch im Sommer muss man nicht in Jeans in der Wohnung herumlaufen können. Wenn es im Auto im Sommer zu warm ist, macht halt einfach die Fenster auf. Die Klimaanlage verbraucht zwar elektrischen Strom, der von der Batterie kommt, aber diese wird ja durch die Lichtmaschine wieder aufgeladen. Und die Lichtmaschine wird vom Verbrennungsmotor angetrieben. Die Klimaanlage verbraucht also indirekt Benzin.
  9. Straßenverkehr:
    Am meisten Benzin spart man, indem man so wenig wie möglich herum fährt. Einfach mal zuhause bleiben, von zuhause aus arbeiten und Homeschooling muss endlich für alle, die das wollen, möglich sein. 
    Wenn man schon unterwegs sein muss, kann man zu Fuß gehen (krasse Idee!), das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen, Fahrgemeinschaften bilden und Erledigungen bündeln, also z.B. direkt nacheinander zum Supermarkt, zur Post, zum Glascontainer und zur Tankstelle fahren, anstatt jeden Tag eine andere Sache zu erledigen. Sparsame Autos sparsam fahren ist das neue Sexy!

    Wenn wir ganz viel Öl und Gas sparen, verdient Putin weniger Geld und kann weniger lange Krieg treiben. Nebenbei schonen wir die Umwelt und das Klima. Außerdem sparen wir Geld und Zeit.
    Win - win - win - win - win!

    Hast Du noch Ideen? Schreib sie in die Kommentare! Ich freue mich drauf.


Donnerstag, 15. Oktober 2020

Gelesen: "Über Leben" von Dirk Steffens und Fritz Habekuss

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autoren: Dirk Steffens, Fritz Habekuß
Titel: Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag
240 Seiten
ISBN: 978-3-328-60131-9
Erschienen am 18. Mai 2020
Preis: 20,00 € [D], 20,60 € [A], CHF 28,90


Klappentext:
»Wir befinden uns mitten im sechsten Massenartensterben und erleben den größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Der Mensch hat ihn ausgelöst und nur er kann ihn stoppen.« Der bekannte Naturfilmer und Terra-X-Moderator Dirk Steffens engagiert sich seit Jahren für den Artenschutz. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten Fritz Habekuß zeigt er, wie in der Natur alles mit allem zusammenhängt und warum der Erhalt der Artenvielfalt überlebensnotwendig für die Menschheit ist. Die beiden schlagen Maßnahmen vor, um das Artensterben zu stoppen: drastisch, aber nicht unmöglich – und mit der Chance, unser Verhältnis zur Natur zu revolutionieren.

Meine Meinung:
Artenschutz und Klimaschutz sichern unsere Freiheit und unser Überleben!
In diesem Buch geht es um Zusammenhänge zwischen Natur, Wirtschaft, Gesetzen und vielen mehr. Es wird ein weiter Bogen geschlagen zwischen der Tatsache, dass die Natur uns einfach gut tut über den Schaden, den Regenwürmer in Kanada anrichten, den Syrienkrieg, die Frage, warum Flüsse keine Rechte haben und keine Industriebetriebe verklagen können, wenn diese ihr Wasser verschmutzen, bis hin zur Corona-Pandemie und was wir aus ihr lernen können.
Ich habe sehr viel gelernt und ich finde, dass ALLE dieses Buch lesen sollten, egal wie viel oder wenig sie schon über die Ökokrise wissen, egal ob sie sich bereits für Umweltschutz engagieren oder ob sie noch ganz am Anfang stehen.


Donnerstag, 1. Oktober 2020

Gelesen: "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie" von Smarticular





Copyright © smarticular.net


Titel: Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie
smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [D], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-00-9
192 Seiten


Klappentext:
Mit Natron, Soda, Essig, Zitronensäure und Kernseife lassen sich fast alle Drogerieprodukte ersetzen und viele Herausforderungen des Alltags lösen. Über 300 Anwendungen und 33 Rezepte zeigen, wie einfach es geht. Lass dich inspirieren von den Rezepten für nachhaltige, gesunde Alternativen zu zahlreichen Drogerieprodukten und mach auch dein Leben ein bisschen grüner! Selbst gemachte Pflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukte sind gesünder! Du bestimmst, was in deine Produkte hineinkommt und kannst sie an deine Bedürfnisse anpassen – ohne Allergien auslösende oder hormonell wirksame Zutaten. Alternativen mit Hausmitteln sind besser für die Umwelt! Die vorgestellten Hausmittel sind entweder natürlichen Ursprungs oder einfach biologisch abbaubar. Dazu vermeidest du viel Verpackungsmüll. Do-It-Yourself spart viel Geld! Deo für die ganze Familie für weniger als 50 Cent? Waschmittel für einen Bruchteil dessen, was du im Supermarkt bezahlen würdest? Dieses Buch zeigt, wie es geht. Selbermachen macht Spaß! Entdecke Alternativen für ein einfaches, nachhaltiges Leben, lerne unabhängiger zu leben und zu konsumieren und experimentiere mit den Rezepten in diesem Buch.

Meine Meinung:
Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Supermärkte und Drogerien immer größer werden? Die Regalreihen werden immer länger, weil es immer mehr verschiedene Produkte gibt. Bei Lebensmitteln ist das ja teilweise sogar schön, denn früher gab es keine glutenfreien, veganen, faire oder regionale Waren zu kaufen, man konnte nicht so einfach Zutaten für mexikanisches oder asiatisches Essen finden. Aber schon bei Süßwaren finde ich absurd, wie viele Sorten Schokolade, Gummitiere, Kekse und Chips es gibt. Vor allem schmeckt das meiste einfach gar nicht. Der Gipfel sind allerdings die Abteilungen mit Kosmetik, Wasch- und Putzmitteln! Ich mache da fast immer einen großen Bogen drum, weil ich diese Geruchslawine nicht vertrage.
Auf Smarticular.net findet man zu fast allen Fragen, wie man Dinge ohne Plastik, ohne unnötige Chemie, ohne Duftstoffe einfach selber machen kann, egal ob es ums Putzen, ums Kochen oder um die Körperpflege geht.
Dieses Buch ist ein Standardwerk, das in jeden Haushalt gehört. Zwar kann man die meisten Rezepte auch auf der Homepage finden, aber man hat ja nicht immer Zugang zum Netz und einen geladenen Akku. Neben den Anleitungen gibt es vor allem auch immer die Erklärung, wie das jeweilige Mittel wirkt. Und im Buch wird man nicht durch Social Media abgelenkt. 😉


Montag, 28. September 2020

Gelesen: "Selber machen statt kaufen: Küche" von Smarticular




Titel: Selber machen statt kaufen: Küche
Herausgeber: Smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [DE], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-03-0
192 Seiten

Klappentext:
137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen.
Typische Supermarktprodukte enthalten immer weniger von dem, was wir für eine ausgewogene, vollwertige Ernährung eigentlich brauchen, dafür immer mehr Zucker, Salz, Fett und synthetische Zusatzstoffe. Zudem verursachen sie Unmengen von Müll. Dabei ist es sehr einfach, nachhaltige Alternativen jenseits des modernen Massenkonsums selbst herzustellen! Sie bestehen aus natürlichen Zutaten, sind gesünder als Industrieprodukte und außerdem deutlich preiswerter. Schokoaufstrich, Gemüse-Würzpaste, Soßenbinder, Hustensaft, Pflanzendrinks und vieles mehr – all diese Dinge musst du nicht kaufen, sondern kannst sie viel besser selber machen. Lass dich inspirieren, und mach auch deinen Haushalt ein bisschen grüner! Darum lohnt es sich, zahlreiche Fertigprodukte nicht mehr zu kaufen, sondern am besten selber zu machen: 
Gut für die Gesundheit: Statt ungesunder und künstlicher Inhaltsstoffe enthalten die selbst gemachten Alternativen natürliche Zutaten. Manche wachsen sogar direkt vor deiner Haustür und sind vollgepackt mit Vitalstoffen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung. 
Gut für die Umwelt: Selbermachen spart jede Menge Verpackungsmüll und Plastik. Außerdem kannst du bevorzugt regionale, saisonale Zutaten verwenden, mit kurzen Transportwegen und weniger Ressourcenverbrauch. 
Gut für die Haushaltskasse: Selbst gemachte Alternativen sind fast immer deutlich preiswerter als fertige Lebensmittel, selbst dann, wenn du nur rein biologische Zutaten verwendest. 
Gut für dich: Selbermachen bereitet Freude, regt die Kreativität an, stärkt das Selbstvertrauen und macht dich außerdem ein bisschen unabhängiger.

Meine Meinung:
Ich liebe Smarticular.net. Dort finde ich immer ein passendes Rezept, egal ob es ums Kochen oder Putzen geht.
Deshalb kannte ich natürlich viele Rezepte aus diesem Buch schon, aber die habe ich einfach überblättert. Manches war mir neu, das werde ich bald ausprobieren.
Das Buch ist knapp und sachlich geschrieben, es kommt immer schnell auf den Punkt, ohne Geschwafel und vor allem ohne Selbstlob, das ist sehr sympathisch!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe, schaut doch mal rein!




Mittwoch, 20. Mai 2020

Die Grünen Piraten – Das Freundebuch





Titel: Die Grünen Piraten – Das Freundebuch
Autorin: Andrea Poßberg
Illustriert von Corinna Böckmann
Südpol-Verlag
Altersempfehlung: ab 8 Jahren

128 Seiten, 170 x 205 mm

Hardcover mit Spotlack
durchgängig farbig
ISBN 978-3-943086-52-2
Preis: 9,90 €

Klappentext:
Das Freundebuch für alle Tier- und Naturfans
Auf den 128 farbenfrohen Seiten dieses Albums ist viel Platz zum Eintragen, Ankreuzen und Einkleben! Hier können sich die besten Freundinnen und Freunde verewigen. Die Grünen Piraten Jannik, Lennart, Pauline, Ben und Flora haben ihren Steckbrief natürlich auch schon ausgefüllt. Mit Jahreskalender zum Eintragen der Geburtstage.

Meine Meinung:
Wer Kinder hat, kommt irgendwann um das Thema "Freundebuch" nicht drum herum. Da gibt es ja viele verschiedene, meist geht es um Merchandise zu Disney- oder Pixar-Filmen. Aber diese Motive kommen in so einer hohen Frequenz auf den Markt, dass sie auch genauso schnell wieder "out" sind. Dann ist es den Kindern peinlich, das Freundebuch ihren Freund'innen zu geben und es muss immer wieder ein neues her. Das kostet im Laufe der Zeit viel Geld und ist auch schade, weil ja so immer viele Seiten leer bleiben. Aber wir haben ein Freundebuch gefunden, dessen Thema seit Jahren aktuell ist. Denn meine Kinder wissen über Umweltschutz und Klimawandel, über Mikroplastik und Pestizide gut bescheid. Sie wissen, dass eine intakte Natur die Grundlage für ihr Leben ist. Und sie haben vor, über 100 Jahre alt zu werden, so wie ihr Urgroßonkel Erwin. Deshalb muss der Planet vor weiterer Zerstörung geschützt werden und deshalb mögen sie dieses Freundebuch.

Tipp:
Schaut Euch auf der Homepage die Detailseiten an!

Dienstag, 7. April 2020

Gelesen: "Weltretten für Anfänger" von Susanne Fröhlich




Titel: Weltretten für Anfänger
Autorinnen: Susanne Fröhlich und Constanze Kleis
Erscheinungstermin: 27.12.2019
208 Seiten

Hardcover
Preis: 17,99 €
ISBN-13: 978-3-8338-7064-4

eBook
Preis: 14,99 €
ISBN-13: 978-3-8338-7433-8

Klappentext:
Was können wir für die Zukunft unseres Planeten tun? Fragen sich Susanne Fröhlich und Constanze Kleis und stellen auf der Suche nach der Antwort ihr Leben und das ihrer Lieben auf den Kopf. 
Auf ihrer Reise zu einem nachhaltigeren Ich erleben Susanne Fröhlich und Constanze Kleis ihr grünes Wunder. Sie klammern sich beim Sundowner an den letzten Strohhalm und erleben, wie die Mülltrennung zu einem Selbsterfahrungstrip wird. Sie erfahren, dass man einem Mann nur das Steak verbieten muss, wenn man eine Scheidung braucht und erkennen, dass man sich als Weltretterin sogar in einem Biobaumwolle-Superheldinnen-Kostüm leider nicht für den Heiligenschein qualifiziert, sondern im Gegenteil mit ziemlich rauem Gegenwind rechnen sollte. Aber es gibt auch ein Happy End: Die Erfahrung, wie viel Großes man im Kleinen bewirken kann.

Meine Meinung:
Susanne Fröhlich berichtet, wie sie Schritt für Schritt versucht, ihr Leben zu ändern, um das Klima zu retten, die Umwelt zu schützen, gegen Ausbeutung von Menschen zu kämpfen. Sie holt die Leser'innen ab und nimmt sie an die Hand, auf ihre ganz persönliche Art, knallhart ehrlich, selbstironisch und einfach menschlich.
Ich bin auf dieser Reise in den meisten Bereichen schon weiter als die Autorin, deshalb hatte ich beim Lesen zwar Spaß, weil ich den Schreibstil von Susanne Fröhlich sehr mag, aber ich konnte leider kaum etwas Neues lernen.
Im Gegenteil, ich würde gern anmerken, dass man Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten (Duschgel, Peeling etc.) lieber nicht aufbrauchen, sondern besser direkt in den Restmüll werfen sollte, weil das Mistzeug verbrannt werden muss und eben nicht ins Abwasser gelangen darf!

Tipp:
Die ersten 20 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Samstag, 18. Januar 2020

Noch eine Ergänzung zur Welt-Rettung


Neulich schrieb ich ja einen langen Text über meine Maßnahmen für ein nachhaltigeres, umweltfreundlicheres Leben.
Viele Dinge sind so normal für mich, dass ich sie gar nicht großartig erwähne. Aber für andere sind sie nicht normal (wie mich neulich eine Bekannte fragt: "Festes Shampoo? Wie soll das denn gehen?") und so nach und nach fallen mir immer mehr Sachen ein, die ich mache, die aber für andere ungewöhnlich oder sogar unbekannt sind.

Eine davon ist die Kompensation von CO2. Ich fliege zwar schon seit über 12 Jahren nicht mehr und eine Kreuzfahrt hab ich noch nie gemacht, aber ich fahre Auto. Das verursacht CO2. Und auch wenn ich relativ wenig fahre und das sehr sparsam, Kleinvieh macht auch Mist. Deshalb habe ich anhand meines Benzinverbrauchs berechnet, wie viel Geld ich zahlen muss, um das auszugleichen. Es gibt da verschiedene Organisationen, die z.B. von dem Geld Bäume pflanzen. Ich nenne mal zwei, mit denen ich mich näher befasst habe: Atmosfair und PrimaKlima. Schaut es Euch mal an, die Sache ist echt einfach, man kann z.B. mit Paypal bezahlen. Ich mache das einmal im Jahr, man könnte das aber auch nach jedem Tankstellenbesuch machen.

Das große Kind hat in der Schule auch gerade das Thema "Nachhaltigkeit und Klimaschutz". Es ist sehr interessant, welche Fragen dort gestellt werden, wie die Kinder antworten und diskutieren. Mir fiel dabei wieder die Liste mit den 8 großen R ein:

Refuse
Reduce
Reuse
Repair
Restyle
Recycle
Rot
Regrow

Bestimmt kennt Ihr diese Liste schon. Aber wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, schreibt mir einen Kommentar. Dann erzähle ich, wie ich diese Liste umsetze.
In diesem Beitrag im Februar findet Ihr die Liste.

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