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Dienstag, 30. Juli 2024

Filmtipp: "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen"

 

Die Katastrophen häufen sich: Krieg, Klimaerhitzung, Finanzkrisen, Bildungskrisen,...

Da will man oft einfach nur den Kopf in den Sand stecken. Allerdings knirscht man dann schnell mit den Zähnen.

Der Film "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen" zeigt, wo die Ursachen liegen und wie jeder einzelne sofort einen anderen Weg gehen kann. Wenn Ihr in Berlin lebt und einen Büchereiausweis habt, könnt Ihr den Film kostenlos bei Filmfriend sehen:

https://voebb.filmfriend.de/de/movies/tomorrow-die-welt-ist-voller-loesungen 

Vielleicht gibt es noch mehr Portale, auf denen der Film verfügbar ist, schreibt mir dazu gern einen Kommentar.

Montag, 1. Januar 2024

Neues Jahr, neues Glück, neue gute Vorsätze?

Ich finde, man kann an jedem Tag im Jahr etwas ändern. Meistens klappt es dann sogar besser, wenn man etwas sofort ändert, als wenn man auf den Neujahrstag wartet, an dem man verkatert bis mittags im Bett liegt. Andererseits ist jeder Tag ein guter Tag um etwas zu ändern, also warum nicht heute?

Ich war neulich krank und hab mich mal durch die Mediatheken geklickt und bin in ein Kaninchenloch aus Plastik gefallen. Vor allem die Doku "Plastik - die Recycling-Lüge" finde ich erschütternd. Es gibt sie auch bei Youtube (klick), falls Ihr mit der Mediathek nicht klarkommt oder sie inzwischen depubliziert wurde. Schaut Euch das bitte mal an. Und dann macht bitte was! Fangt einfach irgendwo an! Kauft keine Getränke mehr oder wenn schon, dann bitte in Mehrwegflaschen, am besten aus Glas! Kauft Euer Obst und Gemüse lose. Kauft feste Kosmetikprodukte statt flüssige in Plastikflaschen. Oder wenn schon Zeug in Plastik, dann nur, wenn das Plastik aus Recyclat besteht. Es reicht nicht, wenn dadrauf steht, dass die Verpackung recyclingfähig ist. Es müsste sowieso recyclebar heißen, denn die Pullen recyceln sich nicht selber oder gegenseitig, das wäre ja schön.

Recycling funktioniert nicht, wenn der Müll in Wahrheit einfach nur verbrannt oder ins Ausland verschifft wird, wo er in der Landschaft und von dort im Meer landet. Ihr kennt alle die Bilder. Es ist auch keine Lösung, wenn man aus den Verpackungen neue Blumentöpfe oder Eisenbahnschwellen herstellt. Die Menschen werfen jeden Tag so viele Tonnen Plastik weg, so viele Blumentöpfe und Bahnschwellen braucht kein Mensch. Wir müssen weg von der Illusion, dass sich schon irgendwer darum kümmert oder dass arme Länder in Asien dankbar sind für unseren Müll. Nein es fällt uns alles auf die Füße. Wir haben Mikroplastik im Wasser, im Boden, in der Luft und im Essen. Wir essen jede Woche so viel Plastik wie eine Kreditkarte groß ist. Das macht uns alle krank!

Das kommt dabei raus, wenn man dem Markt das Regeln überlässt. Da geht es nur um Profitmaximierung, aber auf keinen Fall darum dass es der Menschheit oder den Planeten gut geht. Es geht nur noch um sogenannten Wohlstand. Und Wirtschaftswachstum. Aber wo soll die Wirtschaft eigentlich noch hin wachsen? Wir haben auf diesem Planeten einen endlichen Raum. Da kann es kein unendliches Wachstum geben. Und mit dem Wachstum wächst auch der Müll, der Energieverbrauch und die Ausbeutung.

Ist Verschwendung Wohlstand? Hängt unser Wohlstand wirklich davon ab, dass wir uns mit parfümiertem Duschgel mit kleinen Plastikkugeln drin und flüssigem Plastikschleim für sanfte Cremigkeit den Ar... Arm waschen? Ist es Wohlstand, wenn immer mehr Menschen Allergien und Krebs haben, weil wir immer mehr Plastik im Körper anreichern? Ist es Wohlstand, wenn Strände voller Müll sind? Ist es Wohlstand, wenn das Klima immer wärmer wird? Ist es Wohlstand, wenn es Krieg gibt?

Kapitalismus und Krieg sind, wenn man es mal runterbricht, Konkurrenz. Konkurrenz ist aber kein effizientes Konzept für die Menschheit. Stellt Euch mal vor, zehn Leute bauen um die Wette Häuser. Da klauen sie sich gegenseitig das Material, sparen an Qualität und am Ende stehen da zehn mäßig gute, kleine Häuser und alle Teilnehmer sind erschöpft. Und jetzt stellt Euch mal vor, diese zehn Leute bauen gemeinsam ein richtig gutes Haus. Oder zehn kleine, gute Häuser, aber halt gemeinsam. Das nennt man Kooperation. Das ist es, was wir brauchen: Kooperation. Und Solidarität. Denn es ist längst nicht an alle gedacht, wenn jeder nur an sich denkt. Wir müssen zusammenhalten und einander helfen. Nur so haben wir eine Zukunft.

Es ist Zeit, sich den Problemen unserer Zeit und unserer Welt zu stellen. Hört auf, Euch mit Netflix oder Daddeleien abzulenken. Macht was! Engagiert Euch ehrenamtlich! Geht in die Politik, das kann auf der kleinsten Ebene sein. Redet miteinander! Tut Euch zusammen, kauft für die Nachbarn mit ein, wenn Ihr eh zum Unverpacktladen geht. Unterstützt die Deutsche Umwelthilfe DUH durch eine Mitgliedschaft oder wenigstens eine Spende und lest den Newsletter. Helft im Wildtierschutz in Eurer Gemeinde. Dreht die Heizung runter. Duscht kürzer, seltener und kälter. Esst weniger tierische Produkte.

Wenn Ihr nicht wisst, wo Ihr anfangen sollt, empfehle ich Euch, einfach bei jeder Entscheidung, die Ihr den Tag über so trefft, zwei Kriterien zu berücksichtigen:

1. Ächtet Gewalt. Kauft z.B. nichts, das mit Gewalt erzeugt wurde. Und seid dabei ehrlich. Das Schnitzel ist nicht freiwillig vom Schwein gefallen. Das Kind in Bangladesh näht nicht aus Spaß im Akkord billige T-Shirts, statt zur Schule zu gehen.

2. Ächtet Verschwendung. Benutzt Dinge, solange sie benutzbar sind. Wenn Ihr etwas anschaffen wollt, kauft es gebraucht oder leiht es aus oder verzichtet. Und statt die Freundin oder den Nachbarn für eine Neuanschaffung zu bewundern ("Neue Hose? Neues Auto? Wie toll!"), kritisiert die Verschwendung. Lobt lieber, wenn jemand etwas seit Jahren hegt und pflegt: "Das ist wirklich eine gute Qualität! Wie schön, dass du den Pullover so gern trägst."

Es ist 2024. Die Welt steht in Flammen. Aber wir können was tun. Jetzt. Heute. Oder wenigstens diese Woche, falls Ihr heute noch dringend auf dem Sofa liegen müsst. Aber dann schaut wenigstens die Doku, die ich verlinkt habe.

Und wenn Ihr noch weiter schauen wollt:

Der Kunststoff-Wahn

Klima-Ballerina

Amerikas Plastik-Lüge - Profit statt Recycling

Wie geht das? Auf Plastik verzichten

Unverpackt - nachhaltig leben ohne Plastik




Ihr werdet Euch selbst dankbar sein!

Freitag, 14. April 2023

Gelesen: "Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt" von Katja Diehl

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Katja Diehl
Titel: Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt
Illustrationen: Doris Reich
Verlag: S. FISCHER
Erscheinungstermin: 09.02.2022
272 Seiten

Paperback 
ISBN: 978-3-10-397142-2
Preis: 18,00 €

eBook
ISBN: 978-3-10-491574-6
16,99 €


Klappentext:
Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut. Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.
»Jede:r sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können.«
»Autokorrektur« will Kick Off einer Gesellschaft sein, die gemeinsam eine attraktive Mobiltätszukunft baut – und zwar schon heute. In Katja Diehls Vorstellung der Zukunft können die Menschen Auto fahren, so sie es denn wollen. Sie müssen es aber nicht mehr – denn es gibt attraktive Alternativen.
Momentan ist nicht alles in unserem Land fair und klimagerecht, inklusiv und bezahlbar aufgestellt. Die Bedürfnisse vieler Menschen werden nicht angemessen berücksichtigt. Das können wir ändern, davon ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl überzeugt und läutet die Verkehrswende ein.
Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft, die den Menschen ins Zentrum stellt und unsere Welt lebenswert macht.

Meine Meinung:
Alle wollen gern den Klimawandel stoppen, aber ach, das Auto ist doch unverzichtbar. Wenn man nur nicht dauernd im Stau stehen würde. Wenn Radfahren weniger gefährlich wäre, aber da rasen ja immer so viele Autos. Die Straßen sind zugeparkt und weil die Autos in allen Richtungen immer größer werden, kommt man kaum noch durch. Wenn man sich das Bein gebrochen hat, kann man nicht fahren und wie das ist, wenn man alt wird und vielleicht nicht mehr so gut gucken kann oder die Reaktionen langsamer werden, ach daran will man am liebsten gar nicht denken. Also eigentlich ist das Auto eher ein notwendiges Übel. Schöner wäre es schon, wenn die Kinder wieder wie früher auf der Straße spielen und mit dem Rad zur Schule fahren könnten. Wenn Oma und Opa zu Fuß zum Arzt, zum Supermarkt und ins Kino gehen könnten. Wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Angst haben müsste, von Fremden belästigt zu werden, nur weil man trans, behindert, eine Frau oder einfach zufällig am falschen Ort ist. Überhaupt wäre es doch schön, wenn man überall so leben könnte wie im Urlaub: mit der Natur direkt vor der Tür, einer fußläufig erreichbaren Altstadt und einfach ganz vielen Parks, Straßencafés und Begegnungen mit echten Menschen.
Katja Diehl hat mit sehr vielen Menschen gesprochen. Sie hat gefragt, warum sie mit dem Auto fahren und wie sie gern leben würden. Sie hat sich umgeschaut, wie andere Länder ihre Mobilität gestalten. Dieses Buch bringt das ganze Thema auf den Punkt und ich möchte es allen wärmstens ans Herz legen! ❤️

Tipp:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Donnerstag, 1. Oktober 2020

Gelesen: "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie" von Smarticular





Copyright © smarticular.net


Titel: Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie
smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [D], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-00-9
192 Seiten


Klappentext:
Mit Natron, Soda, Essig, Zitronensäure und Kernseife lassen sich fast alle Drogerieprodukte ersetzen und viele Herausforderungen des Alltags lösen. Über 300 Anwendungen und 33 Rezepte zeigen, wie einfach es geht. Lass dich inspirieren von den Rezepten für nachhaltige, gesunde Alternativen zu zahlreichen Drogerieprodukten und mach auch dein Leben ein bisschen grüner! Selbst gemachte Pflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukte sind gesünder! Du bestimmst, was in deine Produkte hineinkommt und kannst sie an deine Bedürfnisse anpassen – ohne Allergien auslösende oder hormonell wirksame Zutaten. Alternativen mit Hausmitteln sind besser für die Umwelt! Die vorgestellten Hausmittel sind entweder natürlichen Ursprungs oder einfach biologisch abbaubar. Dazu vermeidest du viel Verpackungsmüll. Do-It-Yourself spart viel Geld! Deo für die ganze Familie für weniger als 50 Cent? Waschmittel für einen Bruchteil dessen, was du im Supermarkt bezahlen würdest? Dieses Buch zeigt, wie es geht. Selbermachen macht Spaß! Entdecke Alternativen für ein einfaches, nachhaltiges Leben, lerne unabhängiger zu leben und zu konsumieren und experimentiere mit den Rezepten in diesem Buch.

Meine Meinung:
Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Supermärkte und Drogerien immer größer werden? Die Regalreihen werden immer länger, weil es immer mehr verschiedene Produkte gibt. Bei Lebensmitteln ist das ja teilweise sogar schön, denn früher gab es keine glutenfreien, veganen, faire oder regionale Waren zu kaufen, man konnte nicht so einfach Zutaten für mexikanisches oder asiatisches Essen finden. Aber schon bei Süßwaren finde ich absurd, wie viele Sorten Schokolade, Gummitiere, Kekse und Chips es gibt. Vor allem schmeckt das meiste einfach gar nicht. Der Gipfel sind allerdings die Abteilungen mit Kosmetik, Wasch- und Putzmitteln! Ich mache da fast immer einen großen Bogen drum, weil ich diese Geruchslawine nicht vertrage.
Auf Smarticular.net findet man zu fast allen Fragen, wie man Dinge ohne Plastik, ohne unnötige Chemie, ohne Duftstoffe einfach selber machen kann, egal ob es ums Putzen, ums Kochen oder um die Körperpflege geht.
Dieses Buch ist ein Standardwerk, das in jeden Haushalt gehört. Zwar kann man die meisten Rezepte auch auf der Homepage finden, aber man hat ja nicht immer Zugang zum Netz und einen geladenen Akku. Neben den Anleitungen gibt es vor allem auch immer die Erklärung, wie das jeweilige Mittel wirkt. Und im Buch wird man nicht durch Social Media abgelenkt. 😉


Montag, 28. September 2020

Gelesen: "Selber machen statt kaufen: Küche" von Smarticular




Titel: Selber machen statt kaufen: Küche
Herausgeber: Smarticular Verlag
Preis: 14,95 € [DE], 15,40 € [AT]
ISBN: 978-3-946658-03-0
192 Seiten

Klappentext:
137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen.
Typische Supermarktprodukte enthalten immer weniger von dem, was wir für eine ausgewogene, vollwertige Ernährung eigentlich brauchen, dafür immer mehr Zucker, Salz, Fett und synthetische Zusatzstoffe. Zudem verursachen sie Unmengen von Müll. Dabei ist es sehr einfach, nachhaltige Alternativen jenseits des modernen Massenkonsums selbst herzustellen! Sie bestehen aus natürlichen Zutaten, sind gesünder als Industrieprodukte und außerdem deutlich preiswerter. Schokoaufstrich, Gemüse-Würzpaste, Soßenbinder, Hustensaft, Pflanzendrinks und vieles mehr – all diese Dinge musst du nicht kaufen, sondern kannst sie viel besser selber machen. Lass dich inspirieren, und mach auch deinen Haushalt ein bisschen grüner! Darum lohnt es sich, zahlreiche Fertigprodukte nicht mehr zu kaufen, sondern am besten selber zu machen: 
Gut für die Gesundheit: Statt ungesunder und künstlicher Inhaltsstoffe enthalten die selbst gemachten Alternativen natürliche Zutaten. Manche wachsen sogar direkt vor deiner Haustür und sind vollgepackt mit Vitalstoffen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung. 
Gut für die Umwelt: Selbermachen spart jede Menge Verpackungsmüll und Plastik. Außerdem kannst du bevorzugt regionale, saisonale Zutaten verwenden, mit kurzen Transportwegen und weniger Ressourcenverbrauch. 
Gut für die Haushaltskasse: Selbst gemachte Alternativen sind fast immer deutlich preiswerter als fertige Lebensmittel, selbst dann, wenn du nur rein biologische Zutaten verwendest. 
Gut für dich: Selbermachen bereitet Freude, regt die Kreativität an, stärkt das Selbstvertrauen und macht dich außerdem ein bisschen unabhängiger.

Meine Meinung:
Ich liebe Smarticular.net. Dort finde ich immer ein passendes Rezept, egal ob es ums Kochen oder Putzen geht.
Deshalb kannte ich natürlich viele Rezepte aus diesem Buch schon, aber die habe ich einfach überblättert. Manches war mir neu, das werde ich bald ausprobieren.
Das Buch ist knapp und sachlich geschrieben, es kommt immer schnell auf den Punkt, ohne Geschwafel und vor allem ohne Selbstlob, das ist sehr sympathisch!

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe, schaut doch mal rein!




Montag, 30. März 2020

Was kommt nach der Pandemie?


Unser aller Leben ist ja nun deutlich anders als noch vor ein paar Wochen. Wer kann, arbeitet im Home Office. Die Schulkinder machen ihre Aufgaben zuhause. Im Supermarkt freut man sich wie Bolle, wenn es Klopapier, Mehl oder Flüssigseife gibt. Wir waschen uns sehr oft und sehr gründlich die Hände. Wenn es im Hals kratzt, beobachten wir das sehr streng und schränken den Kontakt zu anderen Menschen noch mehr ein. Wir sind als Familie viel mehr zusammen als sonst und das ist ganz schön. Wir müssen auch nicht dauernd irgendwohin fahren: zum Sport, zum Elternabend, zu Partys, zu Wettkämpfen. Ja, manche Dinge vermissen wir. Aber einiges genießen wir auch, zum Beispiel dass wir einfach jeden Tag ausschlafen und die Schulaufgaben einfach ein paar Stunden später, dafür im eigenen Tempo erledigen.

Deshalb würde ich mir wünschen, dass ein paar Dinge nach der Pandemie so bleiben bzw. dann anders sind, als es vor der Pandemie war:
  • dass Menschen mehr im Home Office arbeiten, denn das spart CO2, Verkehrsstaus, Reifenabrieb, man braucht weniger Business Kleidung, man kauft weniger Fast Food in Plastikverpackung
  • dass mehr Menschen Fahrrad fahren
  • dass Menschen zuhause bleiben, wenn sie sich krank fühlen
  • dass alle sich weiterhin oft die Hände waschen
  • dass alle nur noch in die Armbeuge niesen und husten
  • dass man sich nicht mehr die Hand gibt, denn ich will nicht immer diese Hände anfassen, die vorher sonstwo waren und die meine Hand zerquetschen, die ich auch erst umständlich frei machen muss, weil ich gerade ein Strickzeug oder Buch halte
  • dass alle im Supermarkt Abstand halten
  • dass alle auf den Gehwegen die anderen Menschen anschauen und Abstand halten, nicht wie früher ins Handy glotzen und die Mitmenschen anrempeln
  • dass mehr Menschen ihr Brot selber backen und nicht mehr dieses Zeug mit fiesen Zusatzstoffen in Plastiktüten kaufen
  • dass Menschen, die jetzt zum ersten Mal Recycling-Klopapier benutzen, dabei bleiben, weil das nämlich gar nicht schlimm ist und viele Bäume spart
  • dass Menschen, die in der Medizin und im Supermarkt arbeiten, endlich die Bezahlung, Wertschätzung und Arbeitsbedingungen erhalten, die sie verdienen.
Ja, es wäre auch schön, wenn wir einfach immer bis ans Ende des Lebens ausschlafen könnten, aber ich sehe ein, dass das wirklich utopisch ist.

Und nachdem ich nun schon ca. 40 Mundschutze genäht habe, weil die überall ausverkauft sind, aber in der Medizin dringend gebraucht werden, hoffe ich doch sehr, dass da auch mal überlegt wird, ob man statt der Einwegdinger vielleicht doch in Zukunft auf eine waschbare Variante umsteigt. Dasselbe gilt für Kittel und all das Zeug, das jeden Tag in der Medizin riesengroße Müllberge verursacht.

Mittwoch, 18. März 2020

Genäht: Mund-Nase-Schutz (Prototyp)




Neben Haushalt und Schularbeiten mit den Kindern habe ich heute meinen ersten Mund-Nase-Schutz genäht. Die Anleitung gibt es im Netz gratis von der Stadt Essen. 

Als Stoff habe ich alte Bettwäsche genommen und für die Bindebänder alte T-Shirt-Säume. Mein Basteldraht ist leider zu dünn. Den werde ich beim zweiten Modell doppelt legen.

Ich wünsche allen, die in diesen Wochen arbeiten müssen, im Krankenhaus, im Supermarkt usw. ganz viel Kraft. Wir sind so dankbar, dass Ihr da seid. Wenn diese Pandemie vorbei ist, müssen sich endlich die Bezahlung, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Anerkennung für diese lebenswichtigen Berufsgruppen verbessern!

Und auch allen Alleinerziehenden im Home Office wünsche ich gute Nerven und liebe Kinder!

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Gelesen: "Unverschämt - Alles über den fabelhaften weiblichen Körper" von Sheila de Liz



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt



Titel: "Unverschämt - Alles über den fabelhaften weiblichen Körper"Autorin: Sheila de Liz
Verlag: Rowohlt
Erscheinungstermin: 26.03.2019
368 Seiten
Taschenbuch 16,00 €
ISBN: 978-3-499-60668-7
eBook 12,99 €
ISBN: 978-3-644-40513-4



Klappentext:
Deutschlands charmanteste Gynäkologin, Sheila de Liz, klärt auf: alles, was Frauen über ihren Körper wissen sollten. Etwa: Wie oft sollte ich meine Brust untersuchen? Woher können Schmerzen beim Sex rühren? Was bedeutet ein Myom in der Gebärmutter? Welches Verhütungsmittel ist wann zu empfehlen? Was hat es mit dem G-Punkt auf sich? Oder: Was, wenn die Lust nachlässt? 
Die meisten Frauen kennen ihren eigenen Körper leider viel zu wenig, dabei sind die Basics der Gynäkologie auch nicht ­komplizierter als eine Netflix-Serie. Erfrischend locker und leicht verständlich fasst Sheila de Liz zusammen, was man wissen sollte. So erfahren wir, dass unsere Hormone wie ­Hollywoodstars sind, die Brust ein Multitalent ist sowie alles über das It-Girl der Erotik: die Klitoris.

Meine Meinung:
Die Darstellungen der weiblichen Organe in meinen Schulbüchern fand ich damals schon sehr ungenau. Das Grundprinzip, wie alles funktioniert, hab ich zwar schon verstanden, aber es blieben doch viele Fragen offen, z.B. warum haben wir zu Beginn unseres Lebens eine Million Eizellen, wenn wir nur maximal ungefähr 500 Eisprünge haben? Und wie "wandert" das Ei dann überhaupt in die Gebärmutter? Es hat doch gar keine Füße und auch keinen Propellerantrieb!
Ich wollte aber nicht Medizin studieren, nur um Antworten auf meine Fragen zu erhalten. Dieses Buch ist nun endlich so detailliert und umfassend geschrieben, dass ich mich gut informiert fühle. Zumal es in den vergangenen Jahrzehnten noch viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse gab.
Wenn Du eine Frau bist, lies dieses Buch!
Wenn Du eine Frau kennst, schenk ihr dieses Buch!
Denn wenn wir über unseren Körper gut bescheid wissen, ist das für alle besser!


Tipp:
Die ersten 57 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe!


Freitag, 28. Dezember 2018

Rückblick statt Vorsätze


Seit meiner Kindheit gibt es immer wieder schlimme Nachrichten über Umweltzerstörung. Früher waren es der saure Regen, der radioaktive Niederschlag nach Tschernobyl, das Ozonloch. Heute sind es Mikroplastik im Essen und Trinkwasser, Spuren von Glyphosat in unseren Körpern und die Klimaerwärmung.
Man gewöhnt sich daran, dass immer wieder eine neue Bedrohung auftaucht. Und obwohl es doch irgendwie immer weiter gegangen ist bisher, dürfen wir die Probleme nicht ignorieren. Denn irgendwann geht es vielleicht doch nicht mehr weiter. Wenn der Mensch die Natur so sehr zerstört hat, dass er selbst nicht mehr von und in ihr leben kann.

Letzte Woche habe ich irgendwo gelesen:
"Das beste Geschenk, das wir unseren Kindern machen können, ist ein Planet, auf und von dem sie leben können."

Was den meisten Leuten gar nicht klar ist: Es geht dabei nicht nur um die Eisbären, um Bienen oder um die Rotbauchunke. Es geht darum, dass der Mensch sich in den nächsten Jahren selbst ausrotten wird. Der Planet wird uns überleben. Und ich bin sicher, dass auch genügend Gräser, Kakerlaken, Pilze und andere Lebewesen durchkommen werden. Nein, um "die Natur" mache ich mir gar keine so großen Sorgen. Aber ich möchte ganz gern, dass meine Kinder überleben und auch sehr gern meine Enkelkinder.

Ich bin ja eher linksalternativ aufgewachsen und schon immer etwas gegen den Strom geschwommen. Ich habe viele Moden einfach nicht mitgemacht, weil ich keinen Sinn darin gesehen habe. Ich habe schon immer gern Dinge repariert oder selbst hergestellt oder ersetzt. Das war in meiner Familie ganz normal. Um die Klappe zum Dachboden zu öffnen und die Leiter herunterzulassen, gab es ursprünglich eine Stange mit einem Haken dran. Eines Tages brach der Haken ab. Oder war die Stange verschwunden? Egal, jedenfalls hätte man ja eine neue kaufen können. Aber wir hatten eine Schaumkelle mit einem Haken dran, die fortan im Flur lag, damit wir weiterhin auf den Dachboden gelangen konnten. Wir sagen noch heute "Bodenöffner", wenn wir eine Schaumkelle meinen.

Als ich allein gelebt habe, habe ich immer Leitungswasser getrunken, weil ich einfach zu faul war, Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause zu tragen. Manche nennen es "Rohrperle", wir nennen es "Mondwasser". Warum, das ist eine andere Geschichte.

Ich hielt mich also eigentlich schon für relativ umweltfreundlich mit meinem Upcycling, DIY und Bio-Einkauf (und fair, regional, saisonal). Aber da geht noch mehr. In den letzten Monaten haben wir ein paar Schritte gemacht, die für andere vielleicht total normal oder völlig absurd sind. 

Jeder geht seinen Weg und macht die Schritte, die ihm gerade leicht fallen oder wichtig sind. 

Ich zähle mal auf, was wir so in der letzten Zeit verändert haben:

Wir kaufen kein Plastikflaschenwasser mehr, sondern trinken konsequent Leitungswasser. Wir haben Edelstahlflaschen für unterwegs und für nachts. In der Küche steht eine Glaskanne, die wir zweimal am Tag neu füllen. Saft kaufe ich nur noch in Mehrwegpfandflaschen aus Glas. Wenn wir mal Cola kaufen, dann wenigstens in der Mehrwegplastikflasche. Meine Kaffeeflasche für unterwegs mag ich sehr.

Unser alter Wasserkocher war zum größten Teil aus Plastik. Neulich habe ich gelesen, wie viele Mikroplastikpartikel sich jedes Mal davon lösen, wenn man so Wasser kocht. Und die trinken wir dann im Tee mit? Nein danke! Es gibt Wasserkocher ganz ohne Plastik. Wir haben uns für einen Kompromiss entschieden, dessen Griff aus Plastik ist, aber der Wasserbehälter ist komplett aus Edelstahl.

Im Gäste-WC, wo die Kinder und ich hauptsächlich die Hände waschen, gibt es schon lange keine Flüssigseife mehr. Bei der festen Seife achte ich jetzt immer darauf, welche ohne Palmfett zu kaufen. Außerdem kaufe ich kein Duschgel, Shampoo etc. in Plastikflaschen mehr. Ich habe eine Weile No-Poo versucht (Haare waschen nur mit Wasser), aber das funktioniert bei mir leider nicht. Dann habe ich Roggenmehl ein paar Wochen lang getestet, das ist mir leider auch zu umständlich in der Handhabung. Ich habe jetzt eine Seife gefunden, die ohne Plastikverpackung, Palmfett und Avocado auskommt. Damit wasche ich mich von oben bis unten. Die Haare bekommen anschließend eine "saure Rinse", also eine Spülung aus stark verdünntem Essig. Und eine erfreuliche Nebenwirkung ist, dass mir viel weniger Haare beim Waschen und Kämmen ausgehen als früher.

Putzmittel kaufe ich auch kaum noch. Für vieles genügt Essig, Natron/Soda, Zitronensäure, Salz, Alkohol und Spülmittel (da gibt es eins im Supermarkt, dessen Plastikflasche aus recyceltem Plastik gemacht wird). Aus den Schalen von Zitrusfrüchten mache ich einen prima Allzweck- und Kalkreiniger. Viele tolle Anleitungen für solche Putzmittel gibt es auf http://smarticular.net . 

Überhaupt sammle ich Schraubgläser, denn in denen kann man viele Dinge aufbewahren, z.B. schäle ich gern Knoblauch auf Vorrat und friere ihn ein - im Schraubglas!

Meine Kinder essen gern Schokomüsli. Neulich ist ihnen aufgefallen, dass das ja in eine Plastiktüte verpackt ist. Also haben sie mich beauftragt, eins ohne Plastik zu kaufen. Da ich keins gefunden habe, mischen wir es jetzt einfach selber. 4-Kornmüsli gibt es nämlich in Papiertüten. Schokolade gibt es in Papier. Ich hacke also die Schokolade, fülle sie ins Schraubglas und die Kinder geben einen Teelöffel voll davon auf ihr Müsli. "Mama, das schmeckt jetzt viel besser als früher!"

Obst und Gemüse kaufe ich schon lange ohne diese dünnen Plastiktütchen. Das meiste lege ich einfach lose in meinen Einkaufswagen und auf das Kassenband. Für kleine oder empfindliche Dinge wie z.B. Weintrauben nehme ich eine Papiertüte. Einkaufstaschen habe ich noch nie gekauft. Irgendwie waren immer schon welche da und wir benutzen sie halt. Manche habe ich etwas aufgehübscht.

Brot, Kuchen und Kekse backen wir ja schon lange selber, mein Mann backt sogar Brötchen, denn er verträgt keinen Weizen und "normale" Schrippen aus Dinkelmehl gibt es in unserer Gegend leider nicht.

Ich bin seit über 11 Jahren nicht mehr geflogen. Und als ich mich entschieden habe, mir ein Auto zu kaufen, weil ich die vielen Termine der Kinder anders nicht koordinieren kann, war mir besonders wichtig, dass es einen geringen Kraftstoffverbrauch hat. Und ich fahre auch nicht wegen jeder Kleinigkeit los, sondern verbinde immer mehrere Erledigungen, um Sprit zu sparen.

Unsere Putzlappen, Servietten und Baumwollpads sind aus Stoff, die Spüllappen sind gehäkelt. Taschentücher sind teilweise Tuch an Tuch in der Pappbox und teilweise aus Stoff, darüber habe ich noch gar nicht gebloggt. Ich nähe sie aus alter Bettwäsche, die ist schön weich und hautfreundlich. Meine Monatshygiene (bäh, was für ein blödes Wort!) besteht aus Stoffbinden (Ärmel von schwarzen Baumwoll-T-Shirts) und einem Moon Cup. Wir kaufen nur noch Recyclingklopapier. 

Als nächstes will ich Deo selber machen. Das wollte ich schon lange und mein aktueller Deoroller ist bald leer. Eine leere Cremedose aus Metall habe ich schon aus meinem Fundus gekramt.

Falls Du auch auf dem Weg zu einem Leben mit weniger Plastik und Müll bist, würde ich mich freuen, wenn Du mir schreibst, was Du bisher so umgesetzt hast und was Deine nächsten Schritte sind!

Sonntag, 2. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 6. Reizklima


Gegen Erkältungskrankheiten soll das Reizklima am Meer oder in den Bergen helfen. Ich persönlich liebe ja das Meer. Dort einfach nur zu sein, macht mich schon glücklich: im Wasser zu schwimmen, in den Wellen zu planschen, den Sand durch die Finger rieseln zu lassen, den Wind und die Möwen zu hören...

Am Meer macht mir auch die größte Sommerhitze nichts aus. Dort weht ja immer der Wind. Und sollte es mir doch mal zu warm sein, gehe ich einfach ins Wasser. Schuhe und Strümpfe ziehe ich am Wasser eh immer sofort aus. Sand in den Schuhen und Strümpfen mag ich gar nicht, aber mit nackten Füßen durch den Sand zu stapfen oder die Wellen um meine Knöchel zu spüren, das gefällt mir. Kaltes Wasser, heißer Sand, das sind auch wechselnde Reize, die das Immunsystem anregen. Auch an Flüssen oder Seen lasse ich gern auf einem Steg sitzend die Füße ins kalte Wasser baumeln oder ich stakse mit hochgekrempelten Hosen im Wasser herum. Und sogar zuhause kann man das Wassertreten praktizieren: Wenn das Planschbecken im Garten steht, stakse ich da ab und zu durchs Wasser. Und wer keinen Garten hat, stellt sich einen Eimer kaltes Wasser auf den Balkon oder füllt die Badewanne.

Da ich sehr helle, sonnenempfindliche Haut habe, achte ich auf ausreichenden Sonnenschutz, wenn ich in der Mittagshitze am Wasser bin. Allerdings braucht unser Körper auch UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D, das nicht nur für den Calciumhaushalt, sondern auch für die Reifung von Immunzellen benötigt wird. Deshalb bin ich im Urlaub gern morgens und abends viel im Freien.

So, das war meine kleine Blogserie über mein Immun-Booster-Programm.
Ich hoffe, ich konnte Euch motivieren, auch etwas für Eure Abwehrkräfte zu tun, damit Ihr besser durch den nächsten Winter kommt.
Welcher Trick bei mir jetzt am besten geholfen hat, weiß ich nicht.
Aber es geht mir viel besser. Und das ist doch die Hauptsache!

Samstag, 1. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 5. Kneipp & Co.


Ich friere nicht gern. Ich schwitze nicht gern. Aber ich lese immer wieder, dass Sauna und Kneippkuren gut für die Abwehrkräfte sein sollen. Also habe ich mich überwunden und einfach mal damit angefangen.

Wenn ich ins Fitness-Studio gehe, besuche ich nach dem Training den Wellnessbereich. Ich dusche mich, und gehe in die Sauna. Anfangs waren es nur wenige Minuten und ich habe auf der untersten Bank gesessen. Inzwischen halte ich es 10 bis 15 Minuten liegend auf der obersten Bank aus. Weil mein Kreislauf manchmal schlapp ist, setze ich mich für die letzten Minuten wieder auf eine untere Bank, bevor ich dann Wechselduschen mache. Der Vorteil im Studio ist, dass ich mir zwei benachbarte Duschen aussuchen kann, die eine stelle ich kalt ein, die andere warm. Da stelle ich mich abwechselnd drunter und muss nicht dauernd wie zuhause die Temperatur regeln. Ich habe genug damit zu tun, zu atmen, ohne zu schreien.

Wenn ich zuhause dusche, mache ich am Ende immer kalte Güsse nach Kneipp, d. h. ich lasse kaltes Wasser im breiten Strahl aus dem Hahn über meine Füße und Unterschenkel laufen.

Zu den Kneipp-Kuren gehört ja auch das Wassertreten. Das mache ich aber nicht im Fitness-Studio, sondern...
Das lest Ihr morgen!


Freitag, 30. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 4. Bewegung


"Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte!"
Diesen Rat gab mir meine Hausärztin. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei Sport. Ich habe eigentlich immer Sport gemacht. Als Kind rennt man ja eh dauernd rum, hüpft, krabbelt, dreht sich im Kreis, tobt stundenlang auf dem Spielplatz. Bevor ich selbst Kinder hatte, habe ich fast alle Wege in Berlin mit dem Fahrrad erledigt, auch von einem Ende der Stadt zum anderen. (Für alle Ortsfremden: Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 Kilometer.)
Ich habe Tischtennis gespielt, war im Turnverein, in einer Volkstanzgruppe, beim Ballett, in den Sommerferien fast jeden Tag im Freibad oder an einer der vielen Badestellen, die unsere Stadt zu bieten hat. Am und im Wasser bin ich einfach glücklich! Ich mag das schwerelose Gefühl, vor allem beim Tauchen. Im Winter waren wir auf der Havel oder auf einem der Seen Schlittschuhlaufen oder auf einem der vielen Hügel der Stadt Schlitten fahren. 

Während des Studiums habe ich Tae Bo, Stepaerobic und jede Menge Tanzkurse gemacht. Es ist mir ein natürliches Bedürfnis, mich zur Musik zu bewegen. Wenn das Radio läuft, kann ich kaum still sitzen. Die Berliner Unis haben ein sehr breites Angebot an Sportkursen aller Art, die übrigens auch für "Externe" zugänglich sind. Beim Tanzen habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Sich zu zweit zur Musik zu bewegen, ist noch schöner. Diese Harmonie und der Körperkontakt beim Paartanz sind einfach wunderbar. Dazu trainiert man quasi nebenbei die Koordination, das Gleichgewicht, die Ausdauer und viele verschiedene Muskeln.

In den letzten Jahren habe ich unter anderem zur Entspannung und gegen Rückenschmerzen Pilates und Yoga gemacht, allerdings fanden diese Kurse zu festen Zeiten statt und mit den Kindern kommt es leider oft vor, dass ich es nicht schaffe, zum Kurs zu gehen, weil eines krank ist oder es sind Schulferien, Studientag, Betriebsausflug, Streik. Oder die Kinder haben mich nachts wach gehalten, sodass ich einfach den Schlaf nachholen musste. So hat sich bei mir unbemerkt ein gewisser Schlendrian eingeschlichen. Dazu kam noch, dass ich mir vor knapp zwei Jahren ein Auto gekauft habe, weil ich das Hin und Her mit Kita und Schule, Einkaufen, Arztterminen, Kinderchor, Schwimmschule etc. zu Fuß bzw. mit Bus & Bahn einfach nicht mehr geschafft habe. Dadurch sind aber viele Kilometer weggefallen, die ich vorher täglich gelaufen bin. Der Rat meiner Ärztin ließ mich die Sache mal genauer betrachten und ich musste erkennen: Ich könnte mehr Sport machen. Durch Zufall kam ich kurz danach an einem Fitness-Studio vorbei, das für die Sommermonate ein besonders günstiges Kennenlernangebot hatte. Spontan habe ich mir das Studio zeigen und alles erklären lassen und mich angemeldet. Ich kann dort im Cardiobereich meine Ausdauer und an den Geräten meine Muskeln trainieren, aber auch spontan an einem der vielen Kurse teilnehmen. Für mich ist das perfekt. Ich kann dort morgens hingehen, wenn ich die Kinder weggebracht habe oder abends, wenn mein Mann zuhause ist. Notfalls könnte ich die Kinder im Studio auch am Nachmittag betreuen lassen.

Außerdem hat das Studio einen großen Wellnessbereich.
Wie dieser mein Immunsystem auf Trab bringt, darüber schreibe ich morgen.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 3. Leidenschaften & Ehrenamt


Glückliche Menschen sind gesündere Menschen, das wissen wir spätestens seit Hirschhausen. Aber was macht uns glücklich? Regelmäßig das neueste Handy? Mehr Geld verdienen als der Nachbar? Dünn sein? Nein, das alles hat nichts mit Glück zu tun!

Wir wissen es doch eigentlich alle: Wir sind glücklich, wenn wir etwas tun, was uns Spaß macht. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, die wir mögen. Und wenn wir anderen helfen und damit die Welt ein Stückchen besser machen können.

Wenn ich nähe, stricke oder häkle, bin ich schnell im Flow. In Wolle oder Stoffen zu wühlen, die unterschiedlichen Farben zu sehen, Texturen zu spüren, Material und Schnitt- bzw. Strickmuster zu kombinieren, mir selber neue Sachen auszudenken, das spricht all meine Sinne an und ich fühle mich wunderbar dabei.

Das ganze nicht nur allein im stillen Kämmerlein zu tun, sondern gemeinsam mit anderen, ist noch viel schöner. Der Austausch hier im Netz hat mir vor etwa 10 Jahren ganz neue Dimensionen eröffnet, da gibt es Tutorials und Knit Alongs oder Sew Alongs, Blogs, Audio- und Videopodcasts. Und ich kann mir genau aussuchen, wen und was ich mag.

Am schönsten sind aber echte Begegnungen mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft haben. Es lohnt sich immer, zu einem Stricktreffen zu gehen! Egal, ob wir gemeinsam schweigen, weil wir gerade im Flow sind oder ob wir uns über Materialien, Techniken oder über Politik, Bücher, Filme und Reisen unterhalten. Es ist immer wunderbar!

Anfang Juni habe ich noch eine weitere Stufe kennen gelernt. Es handelt sich um eine Gruppe, die gemeinsam für Berliner Obdachlose strickt. Es ist eine bunt gemischte Truppe, die sich monatlich trifft. Als ich das erste Mal dabei war, habe ich mit ganz unterschiedlichen Leuten bezaubernde Gespräche geführt. Und es war so schön, diesen Berg an gestrickten und gehäkelten Mützen, Schals, Socken, Handschuhen und Stulpen zu sehen, die mit Anhängern mit der Aufschrift "Wir schenken Dir ein wenig Wärme" versehen an verschiedene Berliner Einrichtungen verteilt werden, damit die geschätzten 5000 Berliner Obdachlosen auch den nächsten Winter überstehen. An diese Menschen zu denken, rückt auch die Sicht auf das eigene Leben wieder etwas zurecht. Und es tut so gut zu helfen. Und helfen muss kein Opfer sein! Ich stricke gern. Die Wolle stammt aus Privathaushalten. Es sind Reste oder Stash-Leichen. Einige Wollgeschäfte spenden auch Resteknäuel.

Wenn Ihr auch helfen wollt, dann schaut doch mal in die Gruppe rein bzw. sucht mal, ob es in Eurer Nähe vielleicht etwas ähnliches gibt oder gründet eine Gruppe! Ihr könnt auch Wolle spenden oder gestrickte Sachen per Post an die Gruppe schicken. Die können auch aus Eurem eigenen Kleiderschrank stammen. Manchmal strickt man sich ja etwas, findet es auch wunderschön, trägt es aber nie. Da ist es doch eine schöne Idee, wenn das Teil jemanden wärmt, der diese Wärme wirklich braucht!

Falls Ihr selber gar keine Handarbeiten macht, habt Ihr vielleicht eine andere Leidenschaft, die Ihr zum Helfen nutzen könnt? Ihr könnt z.B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen Musik machen, Bücher vorlesen, Spaziergänge machen oder den Menschen einfach nur zuhören und ihre Hand halten. Ihr könnt als Lesepate in Kitas oder Schulen Flüchtlingskindern (bzw. Willkommenskindern, wie sie an unserer Schule heißen) beim Lesenlernen helfen. Oder als freiwillige Großeltern Zeit mit Kindern verbringen.

Meine Schwester engagiert sich ehrenamtlich für Tiere. Sie half schon sehr vielen Hunden aus dem Tierschutz, ein neues Zuhause zu finden.  Für die Vermittlung von Pflegehunden und Adoptionen macht sie im Auftrag eines Vereins Vorkontrollen und führt Beratungsgespräche mit Interessenten. Wenn ein Tier für die Vermittlung eine längere Reise antreten muss, weil z.B. der Hund in Frankfurt an der Oder lebt und der Mensch in Aachen, dann ist sie manchmal Teil der Fahrkette. Später macht sie die Nachbetreuung. Sie war auch selbst schon Pflegestelle. Diese Arbeit wird nicht bezahlt, zumindest nicht mit Geld. Aber es liegt ihr am Herzen, dass Menschen und Tiere zusammen finden, die zusammen passen. Eine gelungene Vermittlung macht sie glücklich.

Andere Leidenschaften von mir sind das Tanzen und Schwimmen.
Darüber werde ich morgen schreiben.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 2. Essen & Trinken


Keine Sorge, ich werde jetzt keine langen Vorträge über Vitamine und Mineralstoffe halten. Ich denke auch nicht, dass es die eine einzig wahre Ernährungsform gibt, die für alle Menschen perfekt ist. Wir stammen ja auch nicht alle von denselben Vorfahren ab. Die einen kommen von der Küste, wo es immer viel Fisch gab, die anderen kommen vom Land, wo es viel Getreide and Gemüse gab. Da haben sich die Menschen durch Mutation und Selektion im Laufe der Zeit angepasst. Die einen mussten große Kälte aushalten, andere mussten hart arbeiten oder schnell rennen. Und auch heute haben wir nicht alle die gleichen Randbedingungen im Leben. Jede/r muss ausprobieren, was dem eigenen Körper gut tut.

Ich esse gern Gemüse, egal ob roh, gekocht, gegrillt, gebraten, überbacken, als Suppe oder Salat. Ich versuche dabei, möglichst viel Abwechslung zu haben, zum Einen weil es lecker ist, zum Anderen, weil mein Körper so eine große Auswahl an unterschiedlichen Nährstoffen bekommt.

Ich lege dabei aber auch Wert darauf, Bio-Lebensmittel zu kaufen, weil ich meinem Körper keine Pestizide & Kunstdünger (im Gemüse), Antibiotika & Hormone (im Fleisch) oder gar radioaktiv bestrahltes Obst zumuten möchte. Ich freue mich sehr, dass es inzwischen so viele erschwingliche Bio-Lebensmittel gibt. Vor 15 Jahren sah das ja noch ganz anders aus.

Ich bemühe mich auch, möglichst oft fair gehandelte Produkte zu kaufen. Zum Einen bin ich einfach gegen jede Art von Sklaverei. "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen", das passt ja auch zum Thema von gestern. Zum Anderen werden fair gehandelte Rohstoffe auch nicht so heftig mit Pestiziden behandelt wie die "unfairen", was nicht nur den Plantagenarbeitern, sondern auch meiner Gesundheit zugute kommt.

Ich kaufe auch möglichst regional und saisonal. Erdbeeren kaufe ich z.B. nur aus Deutschland und im Sommer. Außerhalb der Saison und von weit weg schmecken sie einfach nicht! Und dass die Früchte vor dem Transport radioaktiv bestrahlt werden, um die Reifung zu verzögern schmeckt mir noch viel weniger.

Was ich so oft wie möglich vermeide, sind Aromen. Ich esse und trinke nichts, dem "Aroma", "natürliches Aroma" oder "naturidentisches Aroma" zugesetzt wurde. Da wird nämlich dem Körper etwas vorgegaukelt, was gar nicht da ist. Wer mehr darüber wissen will, kann z.B. das Buch "Die Suppe lügt" lesen.

Ich trinke hauptsächlich Wasser ohne Kohlensäure. Mein Körper besteht schließlich zum größten Teil daraus. Saft trinke ich manchmal zum Mittagessen. Alkohol trinke ich nur sehr selten. Über Kaffee habe ich ja schon gestern geschrieben, dass ich darauf nach 15 Uhr verzichte. Und ich erlaube mir auch nur maximal drei Tassen pro Tag.

Wenn ich schon bei Drogen bin, kann ich gleich noch ergänzen, dass ich noch nie geraucht habe (zumindest nie aktiv) und es auch überhaupt nicht verstehen kann. Es stinkt, es ist ungesund und es kostet so viel Geld. Das weiß heutzutage jedes Kind. Und trotzdem fangen so viele Leute damit an.
Und auch andere Drogen habe ich nie genommen. Ich hätte viel zu große Sorge wegen irgendwelcher Nebenwirkungen und wegen der Suchtgefahr.

Dafür bin ich süchtig nach Handarbeiten. Morgen werde ich darüber schreiben, wie diese Leidenschaft meine Abwehrkräfte stärkt.

Dienstag, 27. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 1. Schlaf


Guten Morgen!
Hast Du gut geschlafen?

Wie gestern angekündigt, schreibe ich heute über den Schlaf, der schließlich einen großen Einfluss auf unser Immunsystem und damit auf unsere Gesundheit, aber auch allgemein auf unser Wohlbefinden hat.

Ich schlafe oft zu wenig, weil ich eine Nachteule bin. Abends komme ich nicht ins Bett, morgens kann ich dann kaum aufstehen. Daran lässt sich leider auch nicht so viel drehen, denn ob man Frühaufsteher oder Langschläfer ist, ist keine Frage der Disziplin, sondern genetisch bedingt und auch vom Alter abhängig. Aber es gibt ein paar Tricks, wie ich doch zu etwas mehr Schlaf und besserer Schlafqualität komme. So ziehe ich mir abends schon früh meine Schlafkleidung an, wasche mich, putze meine Zähne, damit ich das alles schon erledigt habe und dann direkt ins Bett gehen kann, wenn ich merke, dass es schon wieder so spät ist. 

Wenn es meine Zeit erlaubt, lege ich mich auch tagsüber mal hin und mache ein Schläfchen. Ich weiß, da habe ich als Hausfrau einen großen Vorteil. Aber auch am Wochenende und an Feiertagen oder im Urlaub kann man sich zur Mittagsruhe hinlegen, so macht das auch mein Mann. Unsere Kinder machen immer eine Stunde Mittagsruhe. Nur wenn sie sich daran halten, gibt es danach (quasi zur Kaffeestunde) etwas Süßes zu essen. Sie können in dieser Zeit in ihren Zimmern lesen, malen oder spielen. Hauptsache, sie sind leise. Das trägt auch sehr zum Familienfrieden bei und hilft den Kindern, sich nach Schule und Kita zu entspannen.

Wir lüften vor dem Schlafengehen, und im Sommer bleibt das Fenster meistens nachts gekippt. Im Winter steht die Heizung im Schlafzimmer nur auf 17 °C. Warme Heizungsluft trocknet nämlich Nase und Rachen aus, dann können sich Keime dort vermehren und zack! ist die nächste Erkältung da. 

Abends friere ich leicht, dafür ist mir morgens eher zu warm. Deshalb trage ich zum Einschlafen gestrickte Socken, die ich mir nachts leicht abstrampeln kann. Ich habe je eine warme und eine leichte Bettdecke, die ich je nach Jahreszeit benutze. Im Winter nehme ich zusätzlich eine Wolldecke. Die Bettwäsche ist aus Baumwolle und sie wird regelmäßig gewechselt, um Staub zu reduzieren. Ich schüttle unser Bettzeug auch wie Frau Holle am Fenster aus (außer wenn draußen gewisse Pollen rumfliegen, die mich belasten).

Licht bzw. Verdunklung beeinflussen unseren Schlaf erheblich. Wenn Leuchtreklamen, Weihnachtsblinkgedöns oder vorbeifahrende Autos in Euer Schlafzimmer leuchten, verdunkelt Eure Fenster!  Oder überlegt, ob Ihr vielleicht ein anderes Zimmer zum Schlafen nutzen könnt, das zum Hof oder zum Garten legt. Legt Telefone mit dem Display nach unten, wenn sie schon unbedingt am Bett liegen müssen. Dreht den Wecker so, dass die Leuchtziffern Euch nicht ins Gesicht leuchten. Eine Schlafmaske ist natürlich die einfachste Lösung gegen störendes Licht.

Lärm z.B. durch schnarchende Partner, polternde Mülltonnen in den Morgenstunden oder pöbelnde Passanten am Abend lässt sich mit Ohrenstöpseln fernhalten. Da gibt es verschiedene Firmen, die ganz unterschiedliche Modelle anbieten. Fragt mal in der Apotheke Eures Vertrauens nach.

A propos Partner, manche Menschen wälzen sich im Schlaf viel herum, während andere von der kleinsten Bewegung aufwachen. Da hilft ein möglichst stabiles Bett mit getrennten Matratzen und Lattenrosten oder notfalls sogar zwei Einzelbetten, die mit mindestens einem Zentimeter Abstand nebeneinander stehen. Oder sogar in zwei verschiedenen Zimmern.

Nach 15 Uhr trinke ich keinen Kaffee, schwarzen Tee, Cola oder ähnliches, weil mein Körper sechs bis acht Stunden braucht, um das Koffein abzubauen. Das kann bei Euch anders sein. Aber es ist einen Versuch wert. Auch Zucker macht mich ganz aufgedreht, deshalb verzichte ich ab 15 Uhr auch darauf.

Und weil wir schon beim Essen und Trinken sind, geht es morgen direkt damit weiter.


Montag, 26. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken!


Hier im Blog ist seit einiger Zeit wenig los.
Obwohl bzw. weil im Leben so viel los ist.
Ich hätte viel zu erzählen und zu zeigen, vor allem ganz viele DIY- und Upcycling-Projekte. Das werde ich auch alles nachholen.

Aber eine Sache ist mir so wichtig, dass ich endlich mal darüber schreiben werde. Ich habt es ja schon an der Überschrift gesehen: Es geht um die Gesundheit.
Jetzt denkt Ihr vielleicht: Warum sollte ich ausgerechnet jetzt an die Erkältungszeit denken? Ich bin froh, dass ich die letzte hinter mir habe und jetzt ist eh Sommer...

Wer hier schon länger mitliest, weiß vielleicht, dass ich in der kalten Jahreszeit oft erkältet bin. Von Oktober 2015 bis Mai 2016 war ich durchgehend am husten und schniefen, habe dadurch immer schlecht oder zu wenig geschlafen und mich permanent elend gefühlt. Natürlich bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und habe auch mehrfach Antibiotika genommen. Aber die Seuche ging nie richtig weg. Sie hat mich auch zum Lungenfacharzt geschickt, aber das hat auch nichts gebracht. Sie empfahl mir, eine Kur zu beantragen. Aber das deutsche Gesundheitssystem ist da leider echt bescheuert. Als Hausfrau kann ich keine normale Kur beantragen, weil das die Rentenversicherung zahlen müsste und das geht nur bei Arbeitnehmern. Also habe ich auf ihr Anraten hin eine Mutter-Kind-Kur beantragt, obwohl meine Kinder gesund sind. Die Kur wurde dann von der Krankenkasse abgelehnt mit der Begründung, dass diese Maßnahme nur für Alleinerziehende gedacht sei. Allein das finde ich sehr seltsam. Wie auch immer, ich bin da also überall durch's Raster gefallen. Dabei will ich doch meiner Krankenkasse Kosten ersparen. Denn die vielen Arztbesuche, insbesondere beim Spezialisten sowie die Medikamente kosten doch sehr viel Geld.

Die Ärztin gab mir natürlich auch den Rat: "Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte." Ich war etwas genervt. Schließlich mach ich doch schon ganz viel für mein Immunsystem!
Dennoch hat ihr Rat etwas in mir angeschoben. Mache ich da wirklich genug? Was könnte ich noch tun? Wenn ich ehrlich war, gab es da schon einiges, was ich bisher nicht oder zumindest nicht regelmäßig gemacht hatte. Also beschloss ich, noch mehr zu tun und dabei vor allem aus meiner Komfortzone herauszukommen. Ich habe mir eine Liste mit allen Punkten erstellt, die ich so als Immun-Booster kannte und geschaut, wo ich noch mehr bzw. mal überhaupt etwas tun könnte.

Und damit Ihr auch etwas davon habt, teile ich die Liste mit Euch und empfehle Euch, falls Ihr im Winterhalbjahr auch zu Erkältungen neigt, jetzt im Sommer bewusst etwas für Eure Gesundheit zu tun, damit es Euch im nächsten Winter besser geht. 
Denn mir hat es geholfen! Ich war im Winter 2016/17 insgesamt nur 4 Wochen lang krank. Das ist doch eine deutliche Verbesserung gegenüber 7 Monaten im Vorjahr!

Morgen geht es los mit dem ersten Punkt: Schlaf.

Freitag, 24. Juni 2016

Sommer, Sonne, Sonnenschutz für Kinder (und Erwachsene)


Solange ich mit Baby zuhause war, brauchte ich keine Sonnencreme. Im Sommer sind wir früh morgens und am späten Nachmittag unterwegs gewesen. In den Mittagsstunden mit hoher UV-Strahlung waren wir im Haus. Das Kind hat eh lange Mittagsschlaf gemacht und ich brauchte auch eine Pause, da kann man die Mittagshitze gut nutzen.

Aber wenn man dann mal als Familie Sommerurlaub macht und der Mann sich diesem Rhythmus nicht anpassen will, weil die Urlaubstage dafür zu kostbar sind, braucht man Sonnencreme. Oder spätestens wenn das Kind in die Kita kommt, weil dort natürlich in der Mittagshitze bevorzugt im Garten gespielt wird.

Ich selbst habe sehr (sonnen-) empfindliche Haut, d.h. ich bekomme sehr schnell Sonnenbrand, vertrage aber leider auch viele Kosmetika nicht. Also habe ich die eierlegende Wollmilchsau unter den Sonnencremes gesucht. Sie sollte bitte sanft zur zarten Babyhaut und zu meiner empfindlichen Haut sein, aber gleichzeitig maximal vor UV-Strahlung schützen, dabei wasserfest und nicht so teuer sein. Okay, der letzte Punkt ist nice to have, aber nicht der wichtigste. Und nach einer Weile habe ich eingesehen, dass guter Sonnenschutz halt auch was kostet.

Beim Sonnenschutz gibt es ja zwei Möglichkeiten:

1. "Organischer" Sonnenschutz
"Organisch" steht in diesem Fall leider nicht für "bio", sondern für "organische Chemie". Und das hat nichts mit "natürlich" oder so zu tun, sondern es geht um chemische Verbindungen, die auf Kohlenstoff basieren. Man könnte also auch "chemischer Sonnenschutz" schreiben, aber damit würden die Firmen weniger Geld verdienen. Diese Chemikalien dringen in die Haut ein und wandeln die UV-Strahlung in der Haut in Wärme um. Das ist ein chemischer Prozess. Der Vorteil ist: Die Creme zieht ein und ist dann von außen nicht mehr zu sehen oder zu fühlen. Der Nachteil ist: Die Chemie dringt in die Haut, also in den Körper ein und stellt dort unter Umständen Dinge an, die nicht so gesund sind. Es findet eine chemische Reaktion im Körper statt, bei dem der Wirkstoff nach und nach verbraucht wird. Es gibt Reaktionsprodukte im Körper, die auf ihn einwirken können (Sonnenallergie ist z.B. eine Nebenwirkung von Sonnencreme). Ein wichtiger Bestandteil dieser Sonnencremes ist Oxybenzon, das leider Allergien auslösen kann und vor allem Korallenriffe und damit den Lebensraum vieler Meeresbewohner zerstört. Jedes Jahr gelangen weltweit 4000 bis 6000 Tonnen Sonnencreme zu den Korallenriffen. Ein Tropfen Oxybenzon genügt, um so viel Wasser zu vergiften, wie in ein Sportschwimmbecken passt.

2. "Mineralischer Sonnenschutz"
Klingt irgendwie nach Mineralöl, hat aber damit nichts zu tun. Es geht vielmehr um Mineralien, z.B. Titandioxid oder Zinkoxid. Diese legen sich beim Eincremen auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht wie viele kleine Spiegel, sodass die UV-Strahlung gar nicht bis zur Haut kommt und daher auch keine Schäden verursachen kann. Weil die Haut das Sonnenlicht reflektiert, sieht man mit dieser Creme aber etwas blass aus.

Die beste Sonnencreme, die ich damals gefunden habe, wurde leider gerade vom Markt genommen. Es war die Weleda Edelweiß Sonnencreme, die sich gut verteilen ließ, uns gut vor Sonnenbrand bewahrt hat, uns nicht so kalkweiß aussehen ließ und einen unaufdringlichen zitronigen Duft hatte. Schnell habe ich noch die Restbestände aus einigen Berliner Apotheken aufgekauft, denn ein großer Vorteil bei dieser Art Sonnenschutz ist, dass er viele Jahre haltbar ist, wenn man die Creme gut lagert und aufpasst, dass man keine Keime in die Tube oder Flasche bringt (einfach nicht die Öffnung anfassen und diese gelegentlich mit einem sauberen Tuch abwischen). Wenn sich die Bestandteile der Creme trennen, kann man die Flasche oder Tube einfach kräftig schütteln, dann verteilen sie sich wieder.

Dieser Vorrat ist leider schon lange aufgebraucht. Wir haben inzwischen viele Produkte getestet und sind jetzt bei zwei Marken angekommen, die wir ganz okay finden. Wenn Ihr wissen wollt, was ich für mich und meine Kinder benutze, schreibt mir einen Kommentar oder eine Mail (Adresse steht im Impressum). Ich will ja keine unerwünschte Werbung machen.


Der beste Sonnenschutz:
Im Schatten bleiben, lange, lockere Kleidung tragen und einen Hut mir Krempe aufsetzen 



Donnerstag, 18. Juni 2015

Sommer, Sonne, Sonnencreme... oder -spray?


Ich habe eine sehr helle, empfindliche Haut und beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Sonnenschutz. Seit ich Kinder habe, geht es mir dabei nicht nur darum, Sonnenbrand zu vermeiden, sondern auch um die Inhaltsstoffe und ihre (Langzeit-)Wirkung auf unsere Gesundheit. Gerade habe ich zu diesem Thema einen sehr interessanten Beitrag aus der WDR Servicezeit gesehen, den ich mit Euch teilen möchte.

Ich bin sehr froh, dass ich eine Sonnencreme gefunden habe, die alle wichtigen Punkte vereint:
1. Sie hat nur einen mineralischen Filter, also keine chemischen Filter. Lasst Euch bei anderen Produkten von dem Begriff "organische Filter" nicht täuschen, das steht für "organische Chemie"!
2. Sie lässt sich sehr gut dosieren und verteilen.
3. Sie macht die Haut nicht weiß.
4. Sie pflegt die Haut sehr schön. Wir vertragen sie alle sehr gut.
5. Sie ist bio, d.h. die Inhaltsstoffe werden ohne chemische Dünger und Pestizide angebaut. 

Ich mache ja hier keine Werbung, deshalb nenne ich die Marke nicht. Wenn Ihr sie von mir empfohlen bekommen wollt, dann schreibt mir einfach einen Kommentar.


Samstag, 18. Mai 2013

Gesundheit




Ich halte nichts von guten Vorsätzen für das neue Jahr, trotzdem habe ich mir diesmal aus aktuellem Anlass etwas vorgenommen. Und zwar geht es um die Gesundheitsvorsorge. Früher habe ich mir da nie einen Plan gemacht und irgendwann z.B. beim Zähneputzen überlegt: "Wann war ich eigentlich das letzte Mal beim Zahnarzt?" Und dann war es oft schon über ein Jahr her, also konnte ich wieder von vorn mit meinem Bonusheft anfangen, dann war es auch egal und konnte noch warten usw. usf.

In den letzten Jahren hat sich meine Einstellung zu meiner eigenen Gesundheit sehr geändert. Nicht nur weil wir inzwischen mehrere Fälle von Krebs in der Familie haben, sondern auch weil ich als Mutter Verantwortung für meine Kinder habe und nur dann gut für sie sorgen kann, wenn ich selbst gesund bin. Außerdem ist es wichtig, den Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Ich gehe nur noch bei grün über die Ampel und ich gehe regelmäßig zu allen Vorsorgeuntersuchungen. Olle Streberleiche!

Im Januar habe ich also zu Kalender und Telefon gegriffen, alle Termine vereinbart und anschließend die Schwiegereltern gefragt, ob sie sich dann um die Kinder kümmern können. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate habe ich dann alle Termine wahrgenommen, teilweise noch Folgetermine vereinbart und wahrgenommen.

Außerdem habe ich mich darum gekümmert, dass die Kinder ebenfalls zum Arzt gehen.

Die erste Runde für dieses Jahr ist nun erledigt:

  • Frauenarzt (plus 2 Folgetermin)
  • Hautarzt (plus 2 Folgetermine)
  • Gesundheits-Checkup (2 Termine)
  • Schutzimpfung
  • Zahnarzt Kontrolle
  • Zahnarzt Prophylaxe
  • Kinderarzt (U7 und U9)
  • Kinder-Zahnarzt
Es war eine ganz schön lange Arie, aber jetzt weiß ich, dass ich nichts vergessen habe und dass alles in Ordnung ist. Das ist ein sehr gutes Gefühl.
Die Krankenkasse wird mich zusätzlich noch belohnen, denn für meine Stempel bekomme ich 60 Euro und für die Stempel der Kinder gibt es nochmal 30 Euro.

Im Herbst müssen wir alle noch einmal zum Zahnarzt.
Der Mann kümmert sich zum Glück um seine Gesundheit selbst.

Und Du? Hast Du Dich dieses Jahr schon um Deine Vorsorgetermine gekümmert? Es lohnt sich!

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