Sonntag, 31. Dezember 2023

Gelesen: "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende

 



Titel: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Autor: Michael Ende
Illustratorinnen: Irmela Schautz und Regina Kehn
Verlag: Thienemann-Esslinger
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
240 Seiten
Veröffentlichung: 1989

gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-522-18520-2
Preis: 15 €

eBook
ISBN: 978-3-522-61045-2
Preis: 11,99 €


Klappentext:
Es ist Silvesterabend: Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein Problem. Sie haben ihr Jahressoll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Nur ein besonders gemeiner Plan kann ihnen jetzt noch helfen, sonst werden sie in die Hölle verbannt. Können sie mit Hilfe des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches ihren Rückstand bis Mitternacht noch aufholen? Doch die beiden haben nicht mit dem räudigen Raben Jakob und dem Straßenkater Maurizio gerechnet. Die beiden sind Spione des hohen Rates der Tiere und werden alles tun, um den magischen Plan zu verhindern.

Meine Meinung:
Die Geschichten von Michael Ende begleiten mich seit meiner Kindheit. Als erstes trat Jim Knopf in mein Leben, wobei ich mich nicht erinnern kann, ob das in Buchform oder mit der Augsburger Puppenkiste war. Mit etwa 11 Jahren hat mir eine Schulfreundin "Momo" empfohlen und dieses Buch hat mich extrem geprägt. Dieselbe Freundin empfahl mir ein paar Jahre später dann den Wunschpunsch, aber zu der Zeit habe ich wenig gelesen und mehr Zeit in der Disco verbracht. Als nun mein erstes Kind anfing Bücher zu lesen, habe ich natürlich alle meine Lieblingsbücher aus dem Regal geholt. Und nachdem Jim Knopf und Momo auch hier ein Hit waren, habe ich noch den Wunschpunsch dazu gekauft. Das Kind hat ihn sofort gelesen und war sehr begeistert. Über mehrere Jahre sagte es immer wieder zu mir: "Hast du schon den Wunschpunsch gelesen? Den musst du unbedingt lesen!" Aber wie das so ist: so viele Bücher, so wenig Zeit...
Aber jetzt war es endlich so weit und natürlich hatten sowohl mein Kind als auch meine Schulfreundin Recht: Dieses Buch ist großartig! Es ist ein spannendes Abenteuer voller Witz und Magie. Es geht um nichts Geringeres als um die Vernichtung oder Rettung der Welt. Die Aktualität der Geschichte ist verblüffend. Sie spielt am Silvesterabend, sowohl das eBook als auch das Hörbuch sind sofort lieferbar, also könnt Ihr es heute noch lesen oder hören! Ihr werdet es nicht bereuen!

Tipp:
Die ersten 21 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Freitag, 29. Dezember 2023

Gelesen: "Die Familien der anderen - Mein Leben in Büchern" von Christine Westermann



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Die Familien der anderen - Mein Leben in Büchern
Autorin: Christine Westermann
Veröffentlichung: 3. November 2023
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
Erscheinungstermin: 03.11.2022
224 Seiten

gebundene Ausgabe
Preis: 23,00 €
ISBN: 978-3-462-00301-7

eBook
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-462-30448-0


Klappentext:
Christine Westermann, preisgekrönte Journalistin und Bestsellerautorin, genießt mit ihren Buchempfehlungen großes Vertrauen bei einem breiten Publikum. Bücher sind aus ihrem heutigen Leben nicht wegzudenken, sie sind für sie Fenster in ein fremdes Leben. Dabei war ihr Weg zu den Büchern kein selbstverständlicher, eher ein Hindernislauf. Elegant, ehrlich und mit wunderbarer Selbstironie erzählt Christine Westermann, wie sie zu den Büchern (und Thomas Mann) fand – und begibt sich dabei auf eine fesselnde Zeitreise in ihre eigene, von Brüchen gezeichnete Familiengeschichte.
Eine Bibliothek mit Leiter wünscht sich Christine Westermann. Damit sie auch mal an die Bücher in der obersten Reihe kommt. An den Zauberberg von Thomas Mann aus dem Regal der Eltern zum Beispiel, an den sie sich lange nicht gewagt hat. Mit welchen Büchern ist sie aufgewachsen, welche sind noch heute eng mit ihrem Leben verknüpft? Warum hat Lesen lange Zeit nur eine kleine Rolle in ihrem Leben gespielt? Warum ist sie aus allen Wolken gefallen, als sie gefragt wurde, ob sie Lust habe, Buchempfehlungen fürs Radio zu machen? Wie schreibt man eine Empfehlung und warum soll es bei ihr nie ein Verriss sein?
Christine Westermann schreibt über die Lust zu lesen. Und damit eng verbunden über die Neugier auf das Leben der anderen. Mit ihrem neuen Buch erlaubt sie einen Einblick ins eigene Leben. Und in die vielen Bücher, die darin vorkommen. 

Meine Meinung:
Nachdem ich dieses Jahr einfach nur gelesen habe, wozu ich Lust hatte, passt sowohl das Buch von Elke Heidenreich, dass ich vor ein paar Tagen rezensiert habe, als auch dieses hier von Christine Westermann gut, um mein Lesejahr abzuschließen. Ich kannte Christine Westermann zunächst von "Zimmer frei!". Dort war sie mir sofort sympathisch und mich hat oft geärgert, wie ihr Götz Alsmann über den Mund gefahren ist oder sich über sie lustig gemacht hat. Irgendwann habe ich dann bemerkt, dass sie im Fernsehen und auch im Radio gelegentlich über Bücher spricht. Ihre Tipps höre ich mir immer gern an und viele der von ihr empfohlenen Bücher habe ich gelesen und sehr gemocht, zuletzt "22 Bahnen" von Caroline Wahl. 
In ihrem Buch "Die Familien der anderen" erzählt sie davon, was sie normalerweise liest und wie und warum. Anhand von Thomas Manns "Der Zauberberg" redet sie auch über sogenannte Klassiker und da geht es mir wie ihr: Manche sind einfach überschätzt. Nur dass die höfliche Frau Westermann das so nie sagen würde. Sie redet eigentlich möglichst immer nur über Bücher, die sie mag. Sie will sich nicht anmaßen, ein Buch schlecht zu bewerten, nur weil es ihr nicht gefällt. Schließlich könnte es ja sein, dass es einer anderen Person sehr gut gefällt und sie es vielleicht sogar dringend braucht. Da will sie nicht im Wege stehen. Aber es ist schon amüsant zu lesen, wie sie sich an diesem angeblichen Klassiker abarbeitet. Mir genügt inzwischen der Wikipedia-Artikel, wenn mir ein Klassiker nicht gefällt, damit ich wenigstens weiß, worum es geht. Das Leben ist zu kurz, um sich mit blöden Büchern zu quälen. Die Zeit reicht doch eh schon nicht, um alle guten, schönen oder wichtigen Bücher zu lesen!
"Die Familien der anderen" hat mir sehr gefallen, ich mag einfach, wie Christine Westermann über Bücher oder auch über andere Dinge redet. Ihr Buch zu lesen ist wie mit einer Freundin den ganzen Tag zu verbringen und die ganze Zeit über Gott und die Welt zu reden.

Tipp:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Dienstag, 26. Dezember 2023

Gelesen: "Hier geht's lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben" von Elke Heidenreich

 




Autorin: Elke Heidenreich
Titel: Hier geht's lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben
192 Seiten
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Preis: 26,00 € (D), 26,80 € (A)
ISBN: 978-3-96161-120-1
Erschienen am 24. September 2021
Verlag: Eisele


Klappentext:
Es waren Bücher von Frauen, die Elke Heidenreich geprägt haben, von frühester Jugend an. Später machte sie das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf. Und wurde, wie sie heute ist, durch Bücher: Denn Lektüre und Persönlichkeitsentfaltung bedingen einander, das Lesen durchdringt das Leben. Bücher von Frauen gaben ihr das Rüstzeug für alles, was sie heute macht, für die lebenslange Freude an Auseinandersetzungen, schwierigen Lektüren, am immer Weitermachen. Lesen macht glücklich und ist der rote Faden im Leben der Elke Heidenreich. Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben.

Meine Meinung:
Elke Heidenreich begleitet mein Lesen schon fast mein ganzes Leben. Als ich klein war, flogen bei uns zuhause die Else-Stratman-Bücher herum. Ihre "Also..."-Kolumne in der Brigitte habe ich schon gelesen, als mich der Rest dieser Zeitschrift noch nicht und später nicht mehr interessierte. Mittlerweile hieß sie "Also dann..." und war eine Art Briefwechsel mit Till Raether. Vor etwa 20 Jahren durfte ich beide mal auf einer Lesung erleben, da mutierte ich plötzlich zum hibbeligen Fangirl mit galoppierendem Herzklopfen. Mal mag ich ihre Bücher und mal weniger, aber gelesen habe ich sie fast alle. Ihre Büchersendung im ZDF "Lesen!" mit Ausrufezeichen (!) fand ich großartig. Dabei ging es mir weniger um die Bücher, die sie dort empfahl. Denn da habe ich schnell gemerkt, dass die mir oft gar nicht gefallen. Nein, ich war fasziniert davon, wie sie über Bücher und über das Lesen sprach. Diese Begeisterung, diese Leidenschaft! Gern wurde sie auch mal heftig ausfallend (oder war das erst später im Literaturclub, als sie mit Büchern warf?) und manchmal haut sie echt daneben. Nicht nur, wenn's um Bücher geht. Aber auch in ihren Büchern gibt es immer wieder mal Momente, in denen sie mich erschreckt und ich zögere, weil ich verunsichert bin, ob diese Frau vielleicht doch nicht mehr geht, z.B. wenn sie sich im Radio über das Gendern lustig macht oder Whitesplaining betreibt. In "Hier geht's lang!" (wieder mit Ausrufezeichen!) gab es auch so eine Stelle (die mit dem Diamantring), an der ich fast abgebrochen hätte. Ja, es war nicht ihre Aussage und sie war wahrscheinlich genauso schockiert wie ich. Aber sie hat es da kommentarlos zitiert, vermutlich weil es selbstverständlich ist, wie sie dazu steht. Aber ich finde, das muss kommentiert und eingeordnet werden. Ich habe dann doch weitergelesen. Das Buch ist quasi eine Autobiographie ihres Leselebens. Banale Dinge wie Hochzeiten und Scheidungen werden im Nebensatz erwähnt, aber über Autorinnen, die sie geprägt haben, schreibt sie mit viel Liebe zum Detail. Und das ist es ja, was uns oder zumindest mich interessiert. Vieles habe ich schon längst gelesen (z.B. Vom Winde verweht, A Room of One's Own, Die Wand), aber vieles eben auch nicht und meine Leseliste ist jetzt wieder gut gefüllt.

Tipp:
Die ersten 19 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Samstag, 23. Dezember 2023

Gelesen: "Alter schützt vor Morden nicht - Kriminelle Geschichten" von Helene Tursten

 



Autorin: Helene Tursten
Titel: Alter schützt vor Morden nicht - Kriminelle Geschichten
Aus dem Schwedischen übersetzt von Holger Wolandt, Lotta Rüegger
Originaltitel: Äldre dam med onda avsikter
Erschienen am 11. Oktober 2021
144 Seiten

Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-77146-2
Preis: 11,00 € [D], 11,40 € [A], CHF 15,90

eBook
Preis: 9,99 € [D], 9,99 € [A], CHF 15,00
ISBN: 978-3-641-28490-9


Klappentext:
Maud, 88 Jahre, keine Familie, keine Sorgen ... keine Skrupel, wenn es um einen kleinen Mord geht. Seit ihr Vater starb als sie 18 war, lebt Maud in der schönen geräumigen Altbauwohnung im Zentrum Göteborgs - mietfrei, dank eines eilig aufgesetzten und nicht ganz wasserdichten Vertrags. Damals erkannte Maud, dass aus Tragödien manchmal Gutes erwächst. Sie führt eine einsame Existenz, aber sie liebt ihr Leben. Hält es doch einige Abenteuer bereit. Oder sollte man besser Missgeschicke sagen? Weder Immobilienspekulanten noch verflossene Lieben oder unliebsame Nachbarn sind vor ihr sicher. Bis die Polizei kommt. Aber was kann die einer fast 90-Jährigen schon anhaben?

Meine Meinung:
Jede Geschichte in diesem Buch ist für sich abgeschlossen und man kann sie gut einzeln lesen. Wenn man das Buch hintereinander weg liest, nervt es ein wenig, wenn das Setting immer wieder aufs Neue erklärt wird. Die Fälle sind raffiniert gemacht, aber ehrlich gesagt finde ich sie moralisch eher unterirdisch. Nur "Ältere Dame sucht Weihnachtsfrieden" hat mir gefallen. Und die passt ja gerade ganz gut, so kurz vor Weihnachten.

Tipp:
Die ersten 14 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Mittwoch, 20. Dezember 2023

Gelesen: "22 Bahnen" von Caroline Wahl

 


Das wunderschöne Coverbild wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Autorin: Caroline Wahl
Titel: 22 Bahnen
Verlag: DUMONT
208 Seiten
Veröffentlichung: 18.04.2023

Gebundene Ausgabe mit Lesebändchen
ISBN: 978-3-8321-6803-2
Preis: 22,00 €

Taschenbuch
ISBN: 978-3-8321-6724-0
Preis: 13,00 €

eBook
ISBN: 978-3-8321-8278-6
Preis: 17,99 €

Audiobook
ISBN: 978-3-8321-6045-6
Preis: 19,99 €


Klappentext:
Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der – genau wie sie – immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.

Meine Meinung:
Den Tipp zu diesem Roman habe ich aus dem WDR-Podcast "Lesen", dort hat es die großartige Christine Westermann vorgestellt.
Es ist kein Spoiler, wenn ich diese Triggerwarnung mache: Die Mutter in dieser Geschichte ist Alkoholikerin. Das steht ja auch im Klappentext. Was dort nicht steht, ist sind die Themen Suizid und Kindesmisshandlung. Wer da traumatisiert ist, sollte ggf. die Finger von diesem Buch lassen oder es nur mit therapeutischer Begleitung lesen. Wer selber keine Vorgeschichte in diesen Bereichen hat, muss aber keine Angst haben, die meiste Zeit ist dies ein schönes Buch, das Mut macht. Es geht vor allem um die Liebe zwischen zwei Schwestern mit sehr großem Altersunterschied. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Hauptfigur eine Mathematikstudentin ist, die gern schwimmt. Sie ist sehr nerdig, das mag ich auch. Und die kleinen Rituale mit ihrer Schwester sind wirklich bezaubernd. Ich wünsche mir mehr solche Bücher! Und ich freue mich, dass dieses Buch schon so viele Preise bekommen hat. Möge es noch viel mehr Preise und Leser'innen bekommen!

Tipp:
Die ersten 23 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Sonntag, 17. Dezember 2023

Gelesen: "Gender Swapped Fairy Tales", bearbeitet von Karrie Fransman und Jonathan Plackett


Ich wünsche Euch einen märchenhaften 3. Advent!




Na, wer erkennt das Märchen auf dem Cover?



Titel: Gender Swapped Fairy Tales
bearbeitet von Karrie Fransman und Jonathan Plackett
eBook
ISBN 9780571360208
Veröffentlichung: 03.11.2020
176 Seiten


Klappentext:
Discover a collection of fairy tales unlike the ones you’ve read before . . . 
Once upon a time, in the middle of winter, a King sat at a window and sewed. As he sewed and gazed out onto the landscape, he pricked his finger with the needle, and three drops of blood fell onto the snow outside.
People have been telling fairy tales to their children for hundreds of years. And for almost as long, people have been rewriting those fairy tales – to help their children imagine a world where they are the heroes. Karrie and Jon were reading their child these stories when they hit upon a dilemma, something previous versions of these stories were missing, and so they decided to make one vital change.
They haven’t rewritten the stories in this book. They haven’t reimagined endings, or reinvented characters. What they have done is switch all the genders.
It might not sound like that much of a change, but you’ll be dazzled by the world this swap creates – and amazed by the new characters you’re about to discover.

Meine Meinung:
Viele von uns haben als Kinder schon Märchen vorgelesen bekommen, auf Platte oder Kassette gehört oder im Fernsehen gesehen. Ich auch und ich war immer von der Magie dieser Geschichten fasziniert. Aber mir hat nie gefallen, wie passiv die weiblichen Figuren meist sind. Als meine Kinder klein waren, habe ich ihnen nur ein paar ausgewählte Märchen erzählt und dabei auch mit ihnen darüber geredet, was an der Geschichte anders ist als in unserer Welt. Die Idee, die Rollen der weiblichen und männlichen Figuren einfach konsequent zu vertauschen ist genial! Ich hatte beim Lesen sehr viel Spaß. Plötzlich gibt es Riesinnen und mutige Prinzessinnen, aber auch einfühlsame Könige und böse Stiefväter. Das Buch ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, ich würde allerdings eher individuell schauen, wie ängstlich der jeweilige kleine Mensch ist. Manche gruseln sich vielleicht noch zu sehr, wenn die Wölfin den Großvater frisst.

Tipp:
Das Buch auch auf deutsch mit dem Titel "Der Prinz auf der Erbse: und andere umgekrempelte Märchen" bei Kein & Aber erschienen. Davon gibt es auch eine kostenlose Leseprobe.

Freitag, 15. Dezember 2023

Gastbeitrag: K2 hat "Leos wilde Abenteuer – Mond-Fieber" von Andreas Völlinger gelesen

 



Titel: Leos wilde Abenteuer – Mond-Fieber
Autor: Andreas Völlinger
Reihe: Leos wilde Abenteuer
Illustrationen: David Füleki
Südpol-Verlag
Altersempfehlung: ab 7 Jahre
96 Seiten
Hardcover mit Spotlack
sw-Illustrationen auf jeder Seite
ISBN 978-3-96594-033-8
Preis: 9,90 €
Veröffentlicht: September 2020


Über das Buch:
Tante Agnetha hat sich zum Geburtstag ihres Lieblingsneffen Leo etwas ganz Besonderes überlegt: Mit dem Raumschiff Amelia und Haushaltsroboter Albert fliegen sie zum Mond. Sogar ein rasantes Mond-Mobil ist mit an Bord. Doch nicht nur Essen und Trinken erweisen sich im All als echte Herausforderung – Was macht man auf dem Mond, wenn man eine Panne hat? Leo muss sich schnell etwas einfallen lassen, bevor der Sauerstoff knapp wird ... 

Über die Reihe „Leos wilde Abenteuer“ – spannende Erstlese-Bücher für Jungs und Mädchen:
Leo und seine Erfinder-Tante Agneta erleben zusammen spannende Abenteuer. Mit der Zeitmaschine reisen sie zu den Dinosauriern oder kämpfen sich, auf Käfergröße geschrumpft, durch den Gartendschungel – spannend und witzig erzählt mit coolen Illustrationen auf jeder Seite.
Aus der Reihe Südpol Lesewelt-Entdecker, Bücher für geübte Erstleser ab 7 Jahre, Zweitleser und zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahre: kurze Kapitel + große Schrift + viele Illustrationen und mit allen Bänden Lesepunkte bei Antolin sammeln.

Die Meinung von K2:
Das Buch ist prima für Kinder ab der ersten Klasse, die sich für Raumfahrt interessieren. Manche Details in der Geschichte sind natürlich Quatsch, aber das kann man in dem Alter gut einordnen, denn geschrumpfte Dinosaurier gibt es ja auch nicht in Wirklichkeit. Schön wäre am Ende des Buches eine Empfehlung, welche Bücher man lesen könnte, um mehr über die echte Raumfahrt und Astrophysik zu erfahren, z.B. "Apollo 13" von Jim Lovell oder "Die lange Reise" von Samantha Cristoforetti. [Anmerkung der Mutter: K2 konnte schon lange vor der Schule lesen und ist schon 12 Jahre alt, für andere Kinder sind diese Bücher vielleicht noch zu schwierig.]
Das Buch ist für Mädchen und Jungen geeignet, denn Tante Agnetha ist für Mädchen ein super Vorbild, weil sie Erfinderin ist und Lust auf Abenteuer hat. Jungen können sich mit Leo identifizieren.

Tipp:
Schaut Euch unbedingt die Leseprobe (33 Seiten) und das Buch beim Südpol-Verlag an!
Kauft bitte im kleinen Buchladen um die Ecke oder direkt beim Verlag oder bei Ecolibri oder bei genialokal. Danke!

Mittwoch, 13. Dezember 2023

Gelesen: "Kinder sind ein Geschenk, aber ein Wellness-Gutschein hätt's auch getan" von Sabine Bode

 




Titel: Kinder sind ein Geschenk, aber ein Wellness-Gutschein hätt's auch getan
Autorin: Sabine Bode
Verlag: Ullstein
Taschenhuch
Preis: 11,99 €
176 Seiten
ISBN 9783548067513
Erscheinungstag: 27.10.2022


Klappentext:
Egal, ob man sich im Geburtsvorbereitungskurs mit dem Wegsingen von Senkwehen blamiert, sich beim Eltern-Kind-Turnen zu infernalischen Liedern über Gorillas mit Sonnenbrille verrenkt, ein Bachelor-Studium über die ergonomische Funktion von Tornistern absolviert oder einen Premium-Partyplaner bucht, weil man keine Kraft mehr hat, einen Marmorkuchen zu backen und drei Ballons aufzupusten: Es gibt eine Unmenge an Phasen der elterlichen Vollverzweiflung, die Sabine Bode in ihrem Anti-Ratgeber scharfzüngig und selbstironisch seziert. Genüsslich gemein und ohne Komma auf den Punkt liefert die Bestseller-Autorin, Komikerin und Zweifachmutter aus dem Ruhrgebiet eine herrlich erfrischende Lektüre für alle, die manchmal am liebsten ihre Wohnung so kindersicher machen würden, das keins von ihnen mehr hereinkommt.

Meine Meinung:
Ja, manchmal ist man nur noch genervt von den eigenen (oder fremden) Kindern und den vielen Herausforderungen, die in ihrer Anschaffung inklusive sind. Und wenn man gerade frustriert ist, weil Kindergeburtstage so anstrengend und Mutter-Kind-Kuren alles andere als erholsam sind, kann es tröstend oder sogar unterhaltsam sein, diesen Dauer-Rant zu lesen. Mir persönlich ist es zu viel Geläster und oft habe ich zwar verstanden, was die Autorin da witzig findet, jedoch habe ich einfach eine etwas andere Art von Humor. Bestimmt hat sie ihre eigenen Kinder auch wirklich gern, aber in diesem Buch verbirgt sie es erstaunlich gut.

Tipp:
Die ersten 18 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Sonntag, 10. Dezember 2023

Gelesen: "Santa Claus Junior" von Ralf König

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Santa Claus Junior
Autor: Ralf König
Verlag rororo
gebundene Ausgabe
Preis: 12,00 €
Erscheinungstermin: 20.10.2017
112 Seiten
ISBN: 978-3-499-29082-4


Klappentext:
Und wenn man den ganzen Rummel einfach ausfallen ließe?
Weihnachten steht vor der Tür, und Ute hat vor allem eins: Keine Lust. Doch diesmal steht für sie fest: Sie wird sich dem jährlichen Stress, Kitsch und Kommerz verweigern! Sie bleibt einfach gemütlich allein zu Hause und macht nichts.
Doch dann bumst es lautstark gegen die Balkontür, und Weihnachten kommt ungefragt zu Ute in die Wohnung. In Form des Christkinds, eines ziemlich ansehnlichen Nikolaus und eines Schneemanns, der nicht schmilzt. Es wird unfestlich turbulent mit den ungebetenen Besuchern, aber am Ende gibt es für Ute doch eine schöne Bescherung…

Meine Meinung:
Eine Weihnachtsgeschichte für Weihnachtsmuffel, das kann nur Ralf König einfallen. Hier trifft der Weihnachtsmann auf das Christkind, ein Rentier auf eine Truppe Wichtel und Engel und eine weihnachtsresistente Single-Frau auf die geballte Ladung Weihnachtszauber. Das ist sehr vergnüglich zu lesen und macht am Ende sogar ein wenig nachdenklich, was im Leben und an Weihnachten eigentlich wirklich wichtig ist.
Ich wünsche Euch einen entspannten zweiten Advent!

Tipp:
Die ersten 12 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Freitag, 8. Dezember 2023

Gelesen: "Seehundsommer" von Marieke Hansen



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt



Autorin: Marieke Hansen
Titel: Seehundsommer
Verlag: Lübbe
Preis: 10,99 €
Taschenbuch
286 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18783-6
Ersterscheinung: 29.04.2022


Klappentext:
Nach einem arbeitsreichen Jahr als Konditorin auf einem Kreuzfahrtschiff hat Fenja eine Auszeit dringend nötig. Wie schön, dass Oma Lotti ihr anbietet, den Sommer bei ihr in Ostfriesland zu verbringen! Hier könnte sie endlich zur Ruhe kommen. Wäre da nicht Sven, Omas Mitarbeiter in der Seehundstation, mit dem Fenja von der ersten Minute an aneinandergerät. Sie hält ihn für einen eingebildeten Schnösel, er sieht in ihr die tollpatschige Großstädterin. Als Oma Lotti plötzlich krank wird und die Seehundstation in Schwierigkeiten gerät, ist jedoch schnell klar: Fenja und Sven müssen sich wohl oder übel zusammenraufen...

Meine Meinung: 
Dieses Buch wird als Feelgood-Roman beworben und auch das Cover lässt an eine leichte Sommergeschichte am Strand denken. Nun, es gibt schöne Momente am Strand und auf dem Leuchtturm,  auch die Nordseeküste spielt eine Rolle. Aber die meiste Zeit geht es um Probleme. Die Oma wird krank, die Station ist pleite, ein Verehrer ist aufdringlich bis gewalttätig, die Hauptfigur Fenja ist von ihrer letzten Beziehung so traumatisiert, dass sie das erstmal aufarbeiten müsste, bevor sie sich auf jemand Neues einlässt. Außerdem hat sie von ihrem bisherigen Job ein Burn-Out inklusive Tinitus.
Das Setting hat mir gut gefallen. Bei anderen Romanen, die am Meer spielen, geht es meist um Hotels, Cafés oder Buchläden, da ist eine Tierschutzstation wirklich mal etwas anderes. Und es muss auch nicht jedes Buch locker leicht zu lesen sein. Aber wenn die Stimmung eher düster ist, sollte es nicht so als Wohlfühllektüre beworben werden...

Tipp:
Die ersten 30 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Gelesen: "Morgen, Findus, wird's was geben" von Sven Nordqvist

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Morgen, Findus, wird's was geben
Autor: Sven Nordqvist
ISBN: 978-3-7891-4307-6
Erscheinungstermin: 01.08.1995
Umfang: 128 Seiten
Verlag: Oetinger


Klappentext:
Man soll nie zu viel versprechen. Sonst geht es einem am Ende wie dem alten Pettersson. Seit der seinem Kater nämlich vom Weihnachtsmann erzählt hat, hat Findus nur noch einen Wunsch: dass der Weihnachtsmann auch zu ihm kommt. Klar, dass Pettersson ihn nicht enttäuschen möchte. Im Tischlerschuppen geht es denn auch hoch her in den nächsten Tagen. Da wird gezeichnet und gesägt, gehämmert und gebohrt. Dass trotzdem alles ganz anders kommt, als Pettersson geplant hat, kann nur daran liegen, dass manchmal Dinge geschehen, die man einfach nicht erklären kann...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist etwas anders als die anderen "Pettersson und Findus"-Geschichten. Es ist sehr viel länger und hat weniger Bilder, die auch größtenteils nicht so lustig und wimmelig sind. Findus ist sehr nervig und anstrengend, worauf Pettersson teilweise sehr aggressiv reagiert. Es erinnert mich eher an Meister Eder und seinen Pumuckl. Ich weiß auch nicht so richtig, an welche Zielgruppe sich das Buch richtet. Denn kleine Kinder können es noch nicht allein lesen, größere Kinder interessieren sich für andere Dinge. Zum Vorlesen in einem Rutsch ist es zu lang und um jeden Tag ein Stück daraus vorzulesen, wird der Spannungsbogen zu lang.
Meine Empfehlung ist, lieber "Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" zu lesen, vorzulesen oder zu verschenken. Das ist wirklich schön!

Ich wünsche Euch einen frohen Nikolaustag!

Sonntag, 3. Dezember 2023

Gelesen: "Weihnachten mit Astrid Lindgren"

 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Weihnachten mit Astrid Lindgren
Herausgeberin: Anne-Kristin zur Brügge
Illustrationen: Katrin Engelking, Björn Berg, Lars Klinting, Rolf Rettich, Jutta Timm, Harald Wiberg, Ilon Wikland, Margret Rettich
ISBN: 978-3-7891-4184-3
Erscheinungstermin: 01.09.2013
256 Seiten
Verlag: Oetinger
gebundene Ausgabe
Preis: 25,00 €


Klappentext:
Pfefferkuchen, Duft nach Zimt und tanzen um den Tannenbaum! Das große Weihnachts-Hausbuch mit den schönsten Geschichten von Astrid Lindgren.
Pippi Langstrumpf hat so ein großes Herz, dass sie zu Weihnachten alle anderen Kinder beschenkt. Madita muss mit Schnupfen das Bett hüten, während ihre kleine Schwester Lisabet sich im verschneiten Wald verirrt. Die Kinder von Bullerbü toben durch den Schnee und tanzen um den Baum, Michel aus Lönneberga feiert und der Wichtel Tomte Tummetott bewacht das Haus, wenn alle schlafen. Astrid Lindgrens Weihnachtsgeschichten verschönern Kindern seit Jahrzehnten die Wartezeit aufs Fest und sind hier in einem hochwertigen Sammelband zusammengestellt. Mit vielen farbigen Bildern und Goldfolie auf dem Cover. 

Inhalt:
Pelle zieht aus
Lotta kann fast alles
Polly hilft der Großmutter
Wie gut, dass es Weihnachtsferien gibt, sagte Madita
Tomte Tummetott
Ein Kalb fällt vom Himmel
Guck mal, Madita, es schneit!
Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten
Weihnachten im Stall
Weihnachten auf Birkenlund
Tomte und der Fuchs
Weihnachten in Bullerbü
Nur nicht knausern, sagte Michel aus Lönneberga
Pippi plündert den Weihnachtsbaum

Meine Meinung:
Dieses Buch enthält wirklich sehr schöne Geschichten von Astrid Lindgren. Manche kannte ich schon, andere noch nicht. Sie sind zum Vorlesen und auch zum Selberlesen geeignet. Viele Geschichten eignen sich auch dazu, um über Themen wie Nachbarschaftshilfe, Nächstenliebe, Verantwortung und Erziehung zu reden. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Mir persönlich haben "Weihnachten auf Birkenlund" und "Weihnachten in Bullerbü" am besten gefallen, gerade weil sie komplett ohne Spannung und Drama auskommen. Das Buch ist insgesamt wunderschön gestaltet und deshalb ein prima Geschenk. Wer nicht gern liest, kann auch die Hörbuchfassung wählen, allerdings muss man dann auf die schönen Bilder verzichten.
Ich wünsche Euch einen entspannten ersten Advent!

Tipp:
Schaut Euch unbedingt die Leseprobe (auf der Produktseite links oben "Blick ins Buch" klicken!) mit den bezaubernden Illustrationen von an!


Freitag, 1. Dezember 2023

Gelesen: "Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit" von Julie Heiland

 


Titel: Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit
Autorin: Julie Heiland
Reihe: Die Müggelsee-Saga, Band 2
Verlag: Ullstein
592 Seiten
Erscheinungstag 28.07.2022

Taschenbuch
Preis: 11,99 € (D), 12,40 € (AT)
ISBN 9783548065601

eBook
Preis: 10,99 (D) €, 10,99 € (AT)
ISBN 9783843728591


Klappentext:
Ost-Berlin, August 1961. Wie früher verbringen Martha und Betty gemeinsam einen Nachmittag im Strandbad Müggelsee, doch alles ist anders: Die Dritte im Bunde, Clara, ist nach West-Berlin geflohen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Betty ist mit dem linientreuen Regisseur Kurt verheiratet. An seiner Seite erhofft sie sich, im Filmgeschäft Fuß zu fassen, doch er betrügt sie. Martha spielt unterdessen mit dem Gedanken, sich den Oppositionellen anzuschließen. Und ausgerechnet Betty wird von der Stasi gezwungen, Martha auszuspionieren, um ihre Schauspielkarriere zu retten. Die Leben der Frauen entwickeln sich in völlig unterschiedliche Richtungen, und ihre Freundschaft droht endgültig zu zerbrechen. Werden die drei trotz aller politischen Widrigkeiten eines Tages wieder vereint sein?

Meine Meinung:
Wie schon der erste Teil ist auch der zweite wieder spannend und interessant, wenn auch viele Wendungen sehr vorhersehbar sind. Es geht auch munter weiter mit Redewendungen, die man damals so noch nicht benutzt hat ("Jetzt muss ich aber." "Ich schwöre." "Alles gut." "Wir testen das aus.") und mit historisch nicht korrekten Dingen. Da wohnt eine Frau allein in einer großen Villa in Ost-Berlin? Bei dem Wohnraummangel hätte sie umziehen oder Zimmer vermieten müssen. Da freut sich jemand in West-Berlin 1974 wie Bolle, nach Ost-Berlin zu einem Kongress fahren zu dürfen, dabei hätte man das ab 1972 auch so machen können und zum Familienbesuch sogar schon Weihnachten 1963. Gibt es beim Ullsteinverlag keine Menschen, die so etwas recherchieren?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Martha ihre Bücher nach Farbe sortiert. Auch wenn sie sich vom schönen Tom blenden lässt, ist sie eigentlich nicht so oberflächlich, sondern würde ihre Bücher nach Themen oder Autoren sortieren. Da sind die "rosa lackierten Zehen" fast schon vernachlässigbar...
Es gibt aber auch ein paar sehr schöne Textstellen, die ich gern mit Euch teile:
"Aber das Schicksal hatte ihr nicht nur Steine, sondern eine ganze Mauer in den Weg gestellt."
"Ihr Leben war in etwa so abwechslungsreich wie das Obstangebot in einem HO."
"Warum war es offenbar üblich, dass Frauen verlernten, auf ihre innere Stimme zu hören? Stattdessen wurden sie dazu abgerichtet, es immerzu anderen recht zu machen."
"Wenn Frauen sich zusammenschließen, dann sind sie eine Urgewalt."
Am Ende hätte ich gern gewusst, was aus Kurt, Bettys Vater und Thilo wurde.
Und warum wird diese zweibändige Geschichte als "Saga" bezeichnet? Laut Wikipedia ist eine Saga die "literarische Gattung altnordischer Erzählungen". Das liegt hier definitiv nicht vor. Es ist eine Dilogie, die man auch gut auf einen Roman eindampfen könnte...

Tipp:
Die ersten 40 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe. Aber vor diesem Buch muss man auf jeden Fall den ersten Teil lesen.


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