Mittwoch, 19. November 2014

Me Made Mittwoch: Flausch-Raglan-Pulli



Wer hier schon länger mitliest, kenn die Geschichte vom Rügenfrau-Paket.
Inzwischen habe ich ja schon einige UFOs davon vollendet und andere geribbelt, um daraus anderes zu stricken. Man findet die Projekte, wenn man hier rechts im Suchfeld "Rügenfrau" eintippt.


Im Paket waren auch Vorder- und Rückenteil eines Pullovers (oder Pullunders?) mit Zopfmuster aus diesem Flauschgarn nebst weiteren Knäulen. Das Garn hat leider das Muster komplett verschluckt. Also habe ich die Teile geribbelt und mir einen Pullover als Raglan von oben gestrickt. Vorlage war dabei mein limettengrüner Pulli


Hier sieht man die Raglanform und die Taillierung ganz deutlich.


Die Farbe ist schwer einzufangen und bei Tageslicht (oben) ganz anders als bei Kunstlicht (unten). Sie hat etwas von Senf, Curry und Lehm. Mir als Sommertyp steht sie prima. Für Wintertypen ist sie hingegen wohl eher nichts.


Das Garn ist schön weich und flauschig, dazu hat es auch einen dezenten Schimmer.


Beim Preis steht zwar keine Währung, 
aber das Etiketten-Design schreit förmlich nach DM.

Der Pulli ist ein Leichtgewicht. Ich habe nur 212 g Garn verbraucht und jetzt noch 288 g übrig. Vielleicht mag sich ja hier jemand auch so einen Pullover oder etwas anderes daraus stricken? Tauschware findet sich bestimmt. Schreibt mir einfach eine Mail oder einen Kommentar.

Was die anderen Damen heute selbst gemachtes tragen, 
sehen wir im MMM-Blog.


Dienstag, 18. November 2014

Häkel-Puschen



Meine Hausschuhe haben mal wieder kaputte Sohlen. Leider hatte ich in den letzten Wochen nie Zeit und Lust gleichzeitig, sie zu reparieren. Stattdessen habe ich welche gehäkelt. Das ist einfacher als gedacht.


Meine Puschen sind eine Mischung aus dieser und dieser Anleitung.
Das Material ist ein Garn ohne Banderole, ich vermute, es ist eine Mischung aus Schurwolle und Kunstfasern. Die Puschen sind schön warm und erstaunlich schnell gehäkelt. Gestern hatte ich einen Arzt-Termin, zu dem ich eine Stunde mit dem Bus fahren musste. Im Wartezimmer habe ich auch noch ein paar Runden geschafft. Und auf dem Rückweg hätte ich bereits die Fäden vernähen können. Aber dafür wackelt mir der Bus dann doch zu sehr.



Freitag, 14. November 2014

Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Ozeane


Noch ein sehenswerter Beitrag von der Buchmesse:
Interview mit Mojib-Latif über Zahnpasta, Quietscheentchen und Lebensqualität.

Ich sehe bzw. höre diese Interviews übrigens immer nebenbei, wenn ich Wäsche aufhänge. Diesmal war ich etwas irritiert, weil dieser wirklich sehr kluge Mensch eine ähnliche Stimme hat wie Dieter Bohlen. *grusel*



Donnerstag, 13. November 2014

Mediathek-Tipp: Gedanken über das Wohnen


Ich war zwar noch nie auf einer Buchmesse, aber seit vielen Jahren schon schau ich mir gern die Interviews an, die viele Autoren dort geben. So erfahre ich spannende Dinge zu den verschiedensten Themen, von denen ich sonst gar nicht erfahren oder über die ich nie nachgedacht hätte. Zum Beispiel mit Architektur habe ich mich zwar bereits hier und da beschäftigt, das bleibt nicht aus, wenn man schon so oft umgezogen ist wie ich. Da denkt man schon darüber nach, warum man zur Kaiserzeit anders gebaut hat als im kalten Krieg. Aber Niklas Maak beleuchtet das Thema "Wohnen" noch ganz anders. Hier geht es zum Video. Viel Spaß beim Anschauen!



Mittwoch, 12. November 2014

Me Made Mittwoch: mit neuen Stiefeletten




Ich habe zum Herbst ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits mag ich die Farben und die raschelnden Blätter, dass es nicht mehr so heiß ist und ich die Kinder und mich selbst morgens nicht eincremen muss. Andererseits beginnt die Erkältungszeit, man muss sich morgen immer mehr Schichten anziehen und ab November häufen sich die Termine: diverse Kindergeburtstage, Familiengeburtstage, Laternenumzüge, Adventskalenderbasteln, Basare in Schule und Kita, für die ich backen, basteln und am Stand stehen darf und dann noch die Planung von Weihnachten nebst Geschenken. Ich mache diese Sachen zwar alle gern, hätte aber lieber dreimal so viel Zeit dafür.

Was ich aber im Herbst sehr mag, das ist mein braunes Kleid. Mit einem (vor fünf Jahren gekauften) Langarmshirt und Thermoleggings drunter ist es einfach nur bequem, warm und sieht trotzdem nicht schlunzig aus.


Meine neuen Stiefeletten bereiten mir sogar noch mehr Freude.

Sie sind warm, superbequem, wasserfest, schnell angezogen und innen mit Samt gefüttert. Da möchte man am liebsten barfuß reinschlüpfen. *schwelg*

Was die anderen Damen heute selbst gemachtes tragen, 
sehen wir im MMM-Blog.

Mein Foto ist heute sogar mal tagesaktuell!
Und die Schuh-Quelle verrate ich auf Anfrage.
Will ja keine Werbung machen...



Dienstag, 11. November 2014

Basteln: kostenlos und umweltfreundlich




Meine Kinder haben je eine Bastelmappe, in der sie alles sammeln dürfen, was sie zum Basteln schön finden. Das können Bonbonpapiere sein, Treuepunkte aus dem Supermarkt, Geschenkpapierreste, Verpackungsschnüre, Aufkleber aus Zeitschriften, Sammelsticker, Geschenkbandreste usw.


Damit können sie dann nach Herzenslust basteln.
Als Unterlage dienen Fehldrucke (die mein Mann gelegentlich von der Arbeit mitbringt), Umverpackungen von Lebensmitteln oder auch Malbücher. Wir haben mal von unseren Lieblingsnachbarn einen ganzen Stapel benutzter Malbücher geschenkt bekommen, die uns schon sehr viel Freude bereitet haben. Entweder die Kinder bestaunen die Malkünste der inzwischen jugendlichen Nachbarskinder oder sie malen die Bilder weiter oder sie bekleben sie.

Die Mappen selbst sind übrigens Werbemappen.
Eigentlich wollte ich sie schön bekleben, z.B. mit benutztem Geschenkpapier oder mit dünnem Stoff. Aber immer wenn ich die Mappen anfasse, wollen die Kinder sie sofort haben und basteln, sodass ich sie nicht bekleben kann. Naja auch egal, sie scheinen ja ihren Zweck zu erfüllen.

Diese Idee macht mit bei:



Montag, 10. November 2014

An der 10%-Hürde gescheitert: "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge






So langsam habe ich den Verdacht, dass Bücher, die den Deutschen Buchpreis bekommen haben oder auch nur auf der Longlist standen, nichts für mich sind:
- Gut gegen Nordwind*
- Die Mittagsfrau*

Und jetzt auch "In Zeiten des abnehmenden Lichts".

Auf diesen DDR-Roman wurde ich aufmerksam, weil er im Rahmen der Buchmesse damals (2011?) auf allen Kanälen gelobt wurde. Neulich fiel er mir in der Bücherei in die Hände, also lieh ich ihn aus. Aber schon auf den ersten Seiten hat mir das Buch nicht gefallen, sowohl die Form als auch den Inhalt empfinde ich als lieblos. Das mag daran liegen, dass die Geschichte damit beginnt, wie ein krebskranker Mann seinen demenzkranken, pflegebedürftigen Vater besucht und sich einfach nur blöd benimmt und blöde Gedanken hat. Wenn man wie ich beide Krankheitsbilder samt Pflegebedürftigkeit in der Familie erlebt hat, kann man über das, was der Autor da seine Figuren denken und sagen lässt, nur den Kopf schütteln. Hinzu kommt die äußere Form: Wieso kann man wörtliche Rede nicht so kennzeichnen, wie man es in der Schule gelernt hat? 

- Ja, sagte Kurt und stand auf.

Soll das besonders künstlerisch oder intellektuell sein? Mich nervt das nur.

Ich habe bis Seite 50 von 426 durchgehalten, jetzt kommt es zurück in die Bücherei.

Wer hat das Buch auch gelesen und mag hier seine/ihre Meinung schreiben?

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*Diese Bücher fand ich so schlimm, dass ich nicht einmal 10 % gelesen habe.


Dienstag, 4. November 2014

Kaffee für unterwegs


Da schrieb ich gestern noch von Konsumsünden und dabei begehe ich eine ganz schlimme Konsumsünde täglich!
Kaffee! Ich brauche morgens Kaffee!
(Aber wenigstens nicht aus Kapseln oder Pads.)
Und weil es über eine Stunde dauert, bis ich die Kinder per Pedes und Bus auf Kita und Schule verteilt habe, muss ich unterwegs auch welchen haben. Als mir das klar wurde, überlegte ich, wie ich das möglichst ohne Umweltsünde bewerkstellige. Unterwegs einen zu kaufen kommt natürlich gar nicht infrage, wegen Papp- oder gar Styroporbecher, logo. Einen Thermobecher wollte ich nicht kaufen. Warum muss man überhaupt immer etwas kaufen? Da war doch diese hübsche kleine Glasflasche mit Schraubdeckel. Ich glaube, da war mal Salatsoße drin. Die Größe passt gut, wie der direkte Vergleich mit einer meiner zurzeit häufig genutzten Tassen zeigt.


Und damit die Glasflasche vor Bruch geschützt ist, habe ich ihr flink eine Hülle aus Wollresten gestrickt.


Bündchen in eins rechts eins links, dann den Rest glatt rechts. Ich habe mit doppeltem Faden gestrickt: einmal rosa Baumwolle (mercerisiert), einmal jeansblaue Sockenwolle. Geht schneller, schützt noch besser vor Bruch, hält den Kaffee länger warm und sieht auch noch hübsch aus.


Zum Trinken schiebe ich die Kaffeesocke einfach ein Stück runter und schraube den Deckel ab.


So passt mein Kaffee für unterwegs sogar in meine Umhängetasche.
So platz- und farbtechnisch.

Dieses Werk macht bei folgenden Linkpartys mit:



Montag, 3. November 2014

Nicht ausgelesen: "Selbst denken - Eine Anleitung zum Widerstand" von Harald Welzer





Letzten Frühling sah ich ein Interview mit Harald Welzer, das mich sehr beeindruckt hat. Sein Buch stand seither auf meiner Wunschliste und als ich es neulich in der Bücherei stehen sah, habe ich es mir sofort ausgeliehen. Leider schreibt er ganz anders, als er spricht. Beispielsatz: "Denn mit der funktionalen Differenzierung von Gesellschaften, die arbeitsteilig organisiert sind, ist ein höchst flexibler Subjekttypus entstanden, der in der Lage ist, wechselnde und oft sogar höchst widersprüchliche Rollenanforderungen in Familie, Beruf, Verein, Freundschaftsbeziehungen usw. geschmeidig zu bewältigen." Geht es noch geschraubter? Tut mir leid, ich habe von jeher eine Aversion gegen unnötig komplizierte Texte. Ich habe immer das Gefühl, ich soll möglichst beeindruckt sein, wenn sich jemand so umständlich und mit vielen Fremdwörtern und Fachbegriffen ausdrückt. Ich verstehe zwar jedes Wort und begreife auch den Sinn, aber es ist so anstrengend zu lesen. Das macht doch keinen Spaß. Für mich ist es auch viel beeindruckender, wenn jemand mit einfachen Worten und kurzen Sätzen die Dinge auf den Punkt bringt. Aber ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Wie diese genau aussehen soll, ist mir allerdings nicht klar, denn der Autor spricht seine Leser immer wieder direkt an, z.B. "So wie Sie sich Ihren Lebensraum mit Produkten vollstellen, von denen Sie bis vor kurzem gar nicht wussten, dass Sie sie jemals haben wollen würden, so wenden Sie immer mehr Zeit dafür auf, sich in diesem Konsumuniversum für oder gegen irgendetwas zu entscheiden: Sie lesen Tests und Erfahrungsberichte, arbeiten sich durch Bedienungsanleitungen und Updates, rufen Preisvergleiche ab, schließen Verträge aller Art ab - weshalb Sie immer mehr kaufen, aber immer weniger konsumieren, was Sie gekauft haben." Mach ich doch gar nicht*! Aber die Leute, die das machen, wollen sicher nicht mit solchen Bandwurmsätzen kritisiert werden.

In der Energiezukunft habe ich neulich einen Artikel gelesen, der eigentlich dieselbe Botschaft hat, aber viel mehr nach meinem Geschmack ist. Verständlich formuliert, mit dem Fokus auf Lösungen macht er einfach gute Laune und Lust, selbst auch etwas bzw. noch mehr in dieser Richtung zu machen.

*In dem wirklich sehenswerten Interview wird der TV-Beitrag "Die 20 größten Konsumsünden" erwähnt. Die meisten dieser Sünden begehe ich nicht, habe sie teilweise noch nie begangen. Und wenn doch, dann selten oder bio oder fair.

Und Du?