Donnerstag, 14. März 2019

Gelesen: "Scheuersand & Schnürkorsett. Wie Frauen lebten und litten: Eine kleine Kulturgeschichte über Mode, Kochen, Körperpflege & Haushalt von 1850 bis 1918" von Sandra Lembke




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: "Scheuersand & Schnürkorsett. Wie Frauen lebten und litten: Eine kleine Kulturgeschichte über Mode, Kochen, Körperpflege & Haushalt von 1850 bis 1918"
Autorin: Sandra Lembke
Taschenbuch
Erschienen am 24. Oktober 2016
240 Seiten
Verlag: Steffen Verlag
ISBN-13: 978-3957990280
Preis: 14,95 €

Klappentext:
Asche als Pflegemittel, aus der Not geborene Küchenrezepte, beengende Korsetts das Leben war in den Jahren 1850 bis 1918 oft mühevoll, zeitraubend und aus heutiger Sicht mitunter skurril. Sandra Lembke muss es wissen, denn sie probierte das tägliche Leben von einfachen Leuten, Adligen und Schauspielern aus und folgte den Ratschlägen von Doktoren und Wunderheilern der damaligen Zeit. Wie ist es aber nun, wenn ein Mensch des 21. Jahrhunderts plötzlich mit Zigarettenasche als Zahnputzmittel, Haare waschen mit Seifenkraut, mit mühsamer Wäschepflege, gewöhnungsbedürftigen Kriegsgerichten oder Uromas Unterhosen konfrontiert wird? Die Autorin recherchierte in nationalen und internationalen Archiven und verknüpft auf unterhaltsame Weise die Darstellung des einstigen Alltags mit der Schilderung ihrer Selbstexperimente. Leben wie vorgestern kann so spannend sein!

Meine Meinung:
Das Buch ist in einem lockeren Tonfall geschrieben, man liest teils Erheiterndes und teils sehr Nachdenkliches. Ich persönlich hätte mir etwas mehr brauchbare Tipps für Haushalt und Kosmetik gewünscht, aber vielleicht bin ich da auch schon zu lange am Thema dran, als dass man mir noch viel "Neues" beibringen könnte. Und ein paar mehr feministische Gedanken würden dem Buch auch gut tun.


Dienstag, 12. März 2019

Garngeflüster: Viele viele bunte Reste


Neulich saß ich so strickend am Abend und hörte einen Podcast, als ich plötzlich ein drängendes Flüstern aus meinem Wollvorrat vernahm. Und was macht man, wenn die Wolle ruft?
Ich sprang auf und suchte im Stash, bis ich die Tüte mit den Merinoresten fand. Sie stammen von meinen eigenen Projekten und von der Schwiegercousine, die mir alle paar Jahre ihre Reste, Stashleichen und Ufos schenkt. Diese Merinoreste wollten nun dringend ein Dreieckstuch im Mock Fisherman's Rib-Muster werden.


Ich sortierte die Reste nach Farben und dann nach Garnmenge. Leider gab es da mehrere Grautöne, die sich recht ähnlich sahen, aber doch so unterschiedlich sind, dass man es deutlich sehen konnte. Rückblickend würde ich sie vielleicht trotzdem zusammen verarbeiten und einfach "faden", so nennt man ja seit einiger Zeit das abwechselnde Stricken mit zwei Knäulen.


Ich habe also ein Dreieckstuch gestrickt, in der Mitte der langen Seite angefangen und an den Rändern in jeder Reihe zugenommen, in der Mitte nur in jeder vierten Reihe. Mit dem Ergebnis bisn ich sehr zufrieden, vor allem die Form und die Struktur sind großartig. Durch das Rippenmuster schmiegt es sich wunderbar um die Schultern. Und mit knapp 2 Metern Spannweite lässt es sich auch sehr gut als Schal um den Hals wickeln. Zurzeit pfeift ja doch teilweise ein eisiger Wind.




Dienstag, 5. März 2019

WMDEDGT - Tagebuchbloggen im März 2019


Es ist der 5te und Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: 
"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

Ich hab geträumt, dass die Klassenlehrerin von K2 mir meine Deutscharbeit zurückgibt und ich eine Eins geschrieben habe. Danach hab ich wieder studiert, mich aber auf dem Campus gnadenlos verlaufen.

06:10
Der Wecker bimmelt. Ich stehe auf, geh ins Bad. K1 und der Mann sind auch schon wach. K2 kann heute länger schlafen. Ich mache mir einen Kaffee mit Cashewmilch* und setze mich zu K1 an den Frühstückstisch. K1 mampft selbst gemachtes Müsli*. Der Mann sagt Tschüss und geht zur Arbeit. K1 und ich sprechen über die Deutscharbeit, die heute in der Schule geschrieben wird. Bin gespannt, wie das läuft. K1 packt die Brotbox voll, füllt die Trinkflasche auf, putzt die Zähne.

07:05
K1 verlässt das Haus. Draußen regnet es. Ich räume ein wenig die Küche auf, lese meine Mails, räume das Schlafzimmer auf, mache die Betten.

07:50
K2 steht auf, zieht sich an und kommt als Kommissar Reynolds verkleidet an den Frühstückstisch. Während es Müsli mampft, schneide ich 15 Schrippen für das Faschingsbuffet auf, lege sie in eine große Schüssel und stecke diese in eine große Tüte. In den Rucksack kommen noch Trinkflasche, Besteck und Geschirr. K2 putzt sich die Zähne. Dann haben wir noch 15 Minuten Zeit, in denen wir Memory spielen. Ich verliere, wie immer in den letzten vier Jahren.



08:50
K2 verlässt das Haus. Es regnet nicht mehr, dafür ist es sehr windig. Für heute sind wieder Sturmböen angesagt. Mir fällt ein, dass der fünfte ist und ich ja mal wieder tagebuchbloggen könnte. Also schreibe ich hier.

09:20
Mein Magen knurrt, also frühstücke ich auch endlich, räume danach die Spülmaschine ein und befülle den Brotbackautomaten:
7 g frische Hefe*
380 ml Wasser
600 g Mehl (Roggen und Dinkel)
2 TL Salz
2 EL Balsamico

Dabei höre ich den Podcast "Forschergeist" Folge 66 über Klimaneutralität.

10:20
Ich sortiere die gestern gewaschene Wäsche, stelle die Wäschekörbe der Kinder in ihre Zimmer, damit sie sie selbst falten und in die Schränke räumen. Die restliche Wäsche falte ich und räume sie in die Schränke.



11:00
Zeit für eine Kaffeepause.

11:30
Ich bringe den Müll raus und schau in die Briefkästen, aber die Post war wohl noch nicht da. Dann putze ich eine Runde das Bad und das Gäste-WC mit meinem selbst gemachten Orangen-Reiniger*.



13:00
Ich könnte jetzt noch staubsaugen, aber dann höre ich die Klingel nicht. Stattdessen setze ich mich lieber an die Nähmaschine und nähe meiner Schwester ein paar Beutel aus Gardinenresten, Fliegengitterresten und einer alten Bluse für Obst, Gemüse, Brötchen und Kartoffeln.



13:40
Die Grundschule ruft an, um mir mitzuteilen, dass die Spanisch-AG mal wieder ausfällt, und fragt, ob K2 nach Hause gehen darf. Ja, darf es.

13:50
Ankunft K1. Die Deutscharbeit sei gut gelaufen. Schön. Ich höre mir noch die neuesten Schulhofwitze und -sprüche an, während K1 die Brotbox in den Abwasch stellt, die Trinkflasche auffüllt, die Sporttasche umpackt und die Schultasche für morgen packt.

14:05
Ankunft K2. Fasching war toll, aber dass Spanisch mal wieder ausgefallen ist, ist echt ärgerlich. Ich nehme die Tüte mit der Schüssel mit den restlichen Brötchenhälften entgegen und friere letztere ein. K2 packt derweil den Rucksack aus, stellt Geschirr und Besteck in den Abwasch. Ich koche Nudeln und decke den Tisch.

14:30
Mittagessen. K2 hat nur wenig Hunger, kein Wunder nach dem Faschingsbuffet. K1 futtert dafür drei Portionen.

14:50
Die Kinder machen ein wenig Mittagsruhe, während ich staubsauge.

15:30
Die Ortung verrät mir, dass der Mann bereits im Anflug ist, also kann ich K2 zuhause lassen und bringe K1 zum Handball-Training. Dann fahre ich weiter zur Post, um zwei Päckchen abzugeben und kaufe noch Socken für K2.

16:40
Ich schaue mir noch den Rest des Handball-Trainings an. Die Kinder müssen heute mal wieder sehr viele Liegestütz machen. Für mich wär das ja nichts. Aber K1 geht da gern hin.

17:10
Nach dem Training gehen K1 und ich noch in den Bücherbus, der gegenüber der Turnhalle steht.

17:40
Ankunft zuhause. K2 ist schon bettfertig und macht "Abendprogramm" (30 min. am iPad spielen oder Filmchen gucken), betreut vom Mann. K1 und ich essen zu Abend, dann packt K1 die Sporttasche wieder um, füllt die Trinkflasche auf, macht sich auch bettfertig und dann ebenfalls betreutes Abendprogramm. Ich kuschle noch mit K2 und wir suchen zusammen etwas zum Lesen aus. Die Wahl fällt auf "Das Fest in der alten Truhe", das noch aus meiner eigenen Kindheit stammt. Kennt das noch jemand?

19:00
Der Mann und ich schauen noch "Schumanns Winterreise", während die Kinder im Bett lesen. Dann sagen wir den Kindern gute Nacht, der Mann geht auch direkt ins Bett. Ich schreibe hier noch und lese dann weiter "Tage mit Leuchtkäfern". Hat das jemand gelesen? Ich bin noch unentschlossen, wie ich es finde.

Gute Nacht!
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*Ich kann zu diesen Dingen gern mal mehr schreiben, wenn es Euch interessiert. Schreibt mir einfach einen Kommentar.




Freitag, 1. März 2019

Gelesen: "Das wunderbare Wollparadies" von Manuela Inusa



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Manuela Inusa
Titel: Das wunderbare Wollparadies (Valerie Lane, Band 4)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 17. September 2018
Taschenbuch
Preis: 9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 14,50
ISBN: 978-3-7341-0627-9


Klappentext:
Susan verbringt ihre Zeit am liebsten in ihrem kleinen Wollladen. In Susan’s Wool Paradise strickt und häkelt sie wunderschöne, kuschlige Sachen, die sie nicht nur verkauft, sondern auch an Bedürftige verschenkt. Außerdem kann man bei Susan zu Lauries Tee und Keiras leckeren Pralinen in gemütlicher Runde gemeinsam stricken und häkeln, sich austauschen und helfen. Ihre Freundinnen schätzen Susan für ihr großes Herz und ihre ruhige Art, vor allem in diesem besonders kalten Dezember, der auch nicht vor der Valerie Lane Halt macht. Und während es draußen stürmt und schneit, erlebt Susan einen Winter, der alles verändern wird …

Meine Meinung:
Nachdem ich in den vergangenen Monaten immer wieder positive Rezensionen über dieses Buch gesehen und gehört habe, war ich neugierig und habe es auch gelesen. Ein Wollgeschäft in einer kleinen Straße mit weiteren kleinen, liebevoll geführten Geschäften, das ist schon echte Wohlfühllektüre. Es liest sich leicht weg. Aber mir ist das ehrlich gesagt etwas zu viel Harmonie und damit unrealistisch. Außerdem stimmt es mich traurig, dass sich anscheinend viele Menschen einerseits nach genau solchen Geschäften sehnen, diese aber gleichzeitig immer weniger werden, weil die Leute andererseits alles nur noch billig im Internet bestellen, sogar Bücher, die doch Dank der Buchpreisbindung überall denselben Preis haben.
Dazu kommt, dass die Geschichte in Oxford spielt, aber auf deutsch geschrieben wurde. Tut mir leid, aber Oxford liegt in England und dort wird englisch gesprochen.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Gelesen: "Secret Darkness - Im Spiegel der Schatten" von Johanna Danninger (Prequel zu Secret Elements)



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Secret Darkness - Im Spiegel der Schatten (Prequel zu Secret Elements)
Autorin: Johanna Danninger
Verlag: Carlsen
319 Seiten
Altersempfehlung:  ab 14 Jahren
eBook
Preis: 3,99 €
ISBN 978-3-646-60415-3


Klappentext:
Luisa ist alles andere als eine Draufgängerin. Nie würde sie die Regeln brechen, ganz gleich welche, schließlich hatte sie stets nur ein Ziel: Teil der Organisation zu werden, die alles Fantastische vor den Augen der Menschen verbirgt – der Agency. Und endlich hat sie es geschafft! Seit Kurzem ist sie ein Special Agent der Anderswelt. Aber ausgerechnet einer ihrer neuen Teamkollegen bringt sie mit seinem rebellischen Charakter und seinem entwaffnenden Lächeln immer wieder aus dem Konzept. Alator Stanson ist ein Womanizer, wie er im Buche steht, und niemals würde Luisa seinen Avancen nachgeben. Vor allem jetzt nicht, da ein magischer Kristall aufgetaucht ist, der Jahrhunderte verschwunden war und das Tor zu einer Welt birgt, die niemals geöffnet werden darf. Der Schattenwelt.

Meine Meinung:
Nachdem ich die "Secret Elements"-Reihe gelesen hatte, wollte ich unbedingt das Prequel "Secret Darkness" lesen. Die Geschichte ist sehr spannend, aber ich hatte beim Lesen das Problem, dass ich ja wusste, wie sie ausgehen würde. Umgekehrt ist es aber auch nicht sinnvoll, erst das Prequel zu lesen und dann die "Secret Elements"-Reihe, weil man dann ja schon alles weiß, was Jay erst nach und nach herausfindet. Aber das könnte ein systematisches Problem von Prequels sein.
Ein Fehler ist mir aufgefallen: In unserer Welt - die im Buch die "Dortwelt" genannt wird - wird 1990 ein Handy in einem Rucksack gefunden. Es klingelt und die Heldin stellt es auf Lautsprechfunktion, damit ihre Kollegen mithören können. Aber es gab damals noch gar keine Handys. Es gab zwar schon Autotelefone, aber um die anzurufen, musste der Aufenthaltsort bekannt sein, da jeder Funkbereich eine eigene Vorwahl besaß und diese Geräte waren so groß und schwer, dass man ein Auto brauchte, um sie zu transportieren, die konnte man in keine Tasche schmuggeln. Außerdem hatten die ersten Mobiltelefone auch noch keine Lautsprecherfunktion.



Freitag, 8. Februar 2019

Gelesen: "Secret Elements 4: Im Spiel der Flammen" von Johanna Danninger




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Secret Elements 4: Im Spiel der Flammen
Autorin: Johanna Danninger
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

eBook
Preis: 3,99 € (D), 3,99 € (A)
321 Seiten
ISBN 978-3-646-60244-9

Klappentext:
Jay will alles dafür geben, die Menschenwelt und die Anderswelt von der Dunkelheit zu befreien. Vor allem jetzt, da sie zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt, wie es sich anfühlt, wahre Freunde zu haben. Das Vertrauen und die Unterstützung, die Jay erlebt, überwältigt sie geradezu. Sogar der sonst so verschlossene Lee scheint sich ihr endlich mehr und mehr zu öffnen. Umso schlimmer ist es für Jay, dass sie tief in ihrem Herzen ein Geheimnis vor ihm verborgen halten muss. Und genau das nutzt die Dunkelheit, um Jay zu beeinflussen…

Meine Meinung:
Dieses ist der letzte Teil der "Secret Elements"-Reihe, die mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Ich kann sie für alle Leser*innen ab 14 Jahren empfehlen. Aber ein paar Details möchte ich hier gern besprechen:
Die Anderswelt hat viele schöne Ansätze. Manches ist leider etwas unkreativ. Es gibt zwar Fabelwesen wie sprechende Katzen, geflügelte Pferde und Meerleute. Aber es ist eine reine Cis-Hetero-Gesellschaft.
Immerhin ist es eine sehr emanzipierte Welt voller Frauenpower, ohne dass es direkt thematisiert wird. Im "Alltag" sind Frauen und Männer wirklich gleichberechtigt. Und die Schlüsselfiguren - quasi äquivalent zu Gott, Jesus und Teufel - sind hier weiblich. Von den vier Elementen werden zwei männlich und zwei weiblich repräsentiert. Dabei ist jeweils eins jung und eins alt.
Die Frauen beschäftigen sich zwar teilweise auch mit ihrem Äußeren, aber nie auf diese negative Weise, die man aus der Realität kennt (Ich bin zu dick/meine Haare sind zu strohig/etc.).
Die Sache mit den Zwergen hätte man noch mehr ausbauen können. Sie werden schlecht behandelt, teilweise diskriminiert, da hätte ich eine Revolution erwartet. Ich habe mich auch beim Lesen die ganze Zeit gefragt, wer z.B. die Apartments putzt, aufräumt und die Wäsche erledigt. Jay fragt sich das anfangs auch, es wird aber nie geklärt.
Interessant finde ich, dass sich in der Anderswelt Religion und Wissenschaft nicht widersprechen, sondern ergänzen bzw. gegenseitig bestätigen. Außerdem setzt sich diese Buchreihe kritisch mit der Arbeit und den Methoden von Geheimdiensten auseinander.
Die Liebesgeschichte, die sich im dritten Band angekündigt hat, wird fortgeführt. Es kommt auch zu zarter Erotik, das ist wirklich sinnlich und bezaubernd, so viel besser als die seit Jahren gehypten Romane, die gar keinen Raum mehr für die eigene Phantasie lassen, weil ungehemmt jede Spielart ausgelebt und alles bis ins Detail beschrieben wird.
Der Showdown ist für mich überzeugend, aber ich verstehe nicht, warum nur die kleinen Vertreter der Elemente Wasser und Luft mitgeholfen haben. Was ist mit Feuer und Erde? Jay hatte auch gar nicht geübt, mit dem Feuer umzugehen und auch an der Beherrschung ihrer Gefühle, insbesondere ihrer Wut hat sie nicht gearbeitet.
Also, an den Details hätte die Autorin noch etwas feilen können, aber alles in allem hat sie hier eine wirklich spannende Buchreihe geschrieben.

Tipp:
Ich habe alle vier Bände über die Onleihe ausgeliehen.


Donnerstag, 7. Februar 2019

Gelesen: "Dachschaden kann man nicht versichern" von Kristina Fisser



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Dachschaden kann man nicht versichern. Die wunderbare Welt unserer Psyche
Autorin: Kristina Fisser (mit Carina Heer)
Verlag: Goldmann
Taschenbuch
Preis: 12,00 € [D], 12,40 € [A], 17,90 CHF
272 Seiten
ISBN: 978-3-442-17704-2
Erschienen am 18. Juni 2018


Klappentext:
Jeden Abend ein Gläschen Wein? Schon wieder prokrastiniert und eine wichtige Aufgabe vor sich hergeschoben? Oder beim Streit mit dem Nachbarn zu einem kleinen Tobsuchtsanfall hinreißen lassen? Wir alle fragen uns manchmal: Ist das noch normal oder bin in ich nicht ganz richtig im Kopf? Kristina Fisser erklärt auf humorvolle Weise, warum es nichts Ungewöhnliches ist, ein bisschen „verrückt“ zu sein, wie wir unsere kleinen Dachschäden in den Griff kriegen und ab wann wir uns wirklich Gedanken über unsere geistige Gesundheit machen sollten.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam, als die Autorin in der Sendung "Fröhlich lesen" zu Gast war. Neulich lag es in der Stadtbücherei auf dem Tisch mit den Empfehlungen, also habe ich es ausgeliehen.
Dieses Buch ersetzt natürlich keine Therapie. Aber es gibt für "kleinere" Probleme ganz gute Anleitungen und sagt auch deutlich, wo die Grenze von solchen Ratgebern ist bzw. wann man sich dringend professionelle Hilfe suchen muss. Ich habe einige Kapitel beim Lesen ausgelassen, weil sie mich nicht interessieren, z.B. das Thema "Körperkult und Körperwahnsinn". Aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Tipp:
Die ersten 27 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe. Darin sind das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort und das erste Kapitel enthalten. Damit bekommt man einen ganz guten Eindruck, ob man die Themen interessant findet und ob man den Schreibstil der Autorin mag.

Dienstag, 29. Januar 2019

Gelesen: "Secret Elements 3: Im Auge des Orkans" von Johanna Danninger




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Secret Elements 3: Im Auge des Orkans
Autorin: Johanna Danninger
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

eBook
Preis: 3,99 € (D), 3,99 € (A)
228 Seiten
ISBN 978-3-646-60243-2

Taschenbuch
Preis: 7,99 € (D), 8,30 € (A)
Erscheint am 01.08.2019
Seiten 336
ISBN 978-3-551-31804-6


Klappentext:
Endlich beginnt Jay ihre Ausbildung zur Agentin der Anderswelt. Noch nie hat sie etwas so sehr gewollt, geschweige denn sich derart für etwas ins Zeug gelegt. Doch die Zeit drängt und sie muss noch so viel lernen, bevor sie den Kampf gegen die Dunkelheit antritt. Dass ausgerechnet Lee einer ihrer Ausbilder ist, begeistert Jay aber wenig, denn der scheint sie trotz allem, was sie gemeinsam erlebt haben, nicht einmal wahrzunehmen. Das verletzt sie mehr, als sie zugeben würde – und es macht sie so wütend! Eine Wut, die Gefahr bedeuten kann, schließlich ist es ihr Herz, das die Magie der Elemente leitet…

Meine Meinung:
Im dritten Band kommen die Figuren in all ihren Facetten so richtig in Fahrt, wenn sie aufeinander prallen. Jay lässt sich nun richtig auf die Anderswelt ein, sie lernt die Sprache und benutzt sie auch. Sie macht die Ausbildung zur Agentin, allerdings zögert sie noch, sich auf die Wissenschaft einzulassen, weil manches gar zu phantastisch für ihre menschliche Vernunft klingt. Sie lernt, die bisher gefundenen Elemente zu beherrschen und mit ihnen ihre Umgebung anders wahrzunehmen. Dazu entdeckt sie auch noch weitere Talente an sich, die sie vorher noch nicht kannte und die auch ihre sehr Freunde sehr verwirren.
Die Actionszenen machen großen Spaß und das Kompetenzgerangel ist sehr lustig. Allgemein mag ich, dass die Geschichte zwar nervenzerfetzend spannend ist, aber Gewalt nicht unnötig quälend bis ins Detail und über längere Zeit ausgewalzt wird. Im Zuge der Ausbildung wird auch der Nahkampf trainiert und ich musste laut lachen, als Jay im Training einen besonders nervigen Angeber auf die Matte schickt und ihm ins Ohr knurrt: "Siebzehn Jahre Waisenhaus, Baby!"
Es entwickelt sich jetzt auch ganz zart eine, naja nicht Liebesgeschichte, aber da beginnen zwei Kandidaten sehr vorsichtig, um Jay zu werben. Das liest sich sehr schön.
Insgesamt wird Jay langsam erwachsen, sie ist längst nicht mehr so zynisch, sondern sie wirkt besonnener, verantwortungsbewusster und zentrierter.
Besonders gut gefallen mir übrigens die Parallelen der dargestellten Krise zu unserer aktuellen politischen Weltlage.

Sonntag, 20. Januar 2019

Gelesen: "Secret Elements 2: Im Bann der Erde" von Johanna Danninger



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: "Secret Elements 2: Im Bann der Erde"
Autorin: Johanna Danninger
Verlag: Carlsen
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
288 Seiten

eBook
Preis: 3,99 € (D), 3,99 € (A)
ISBN 978-3-646-60242-5

Taschenbuch
Preis: 7,99 € (D), 8,30 € (A)
erscheint am 31.01.2019
ISBN 978-3-551-31777-3


Klappentext:
Jay ist endlich bereit, sich auf die Anderswelt einzulassen und ihr Schicksal anzunehmen. Doch während sie es kaum erwarten kann, sich ihren Feinden entgegenzustellen und die übrigen Elemente aufzuspüren, sieht Lee in ihr nur eine Gefahr. Etwas, das er Jay bei jeder Gelegenheit deutlich spüren lässt und womit er sie buchstäblich in den Wahnsinn treibt. Jay ist gefangen zwischen Angst und Selbstzweifeln, denn keiner weiß, was geschehen wird, wenn sie als Trägerin des Orinion versagt …

Meine Meinung:
Der Klappentext ist mal wieder Käse. Aber das kennen wir ja schon.
Die Erlebnisse aus dem ersten Teil haben Jay verändert. Sie ist ein wenig ruhiger und vor allem nachdenklicher geworden. Sie betrachtet ihre Umgebung aufmerksam und hinterfragt die Vorurteile der anderen Leute. Und auch wenn sie es noch nicht so deutlich denkt, so wird hier vieles kritisiert, was es auch in unserer Welt gibt: Klassizismus, Ausbeutung und Umweltzerstörung.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und schon den dritten Teil begonnen.

Tipp:
Auf der Verlagsseite gibt es eine Leseprobe. Man muss aber vor diesem Buch unbedingt den ersten Band "Im Dunkel der See" gelesen haben! Und dann will man einfach wissen, wie es weitergeht, da braucht man keine Leseprobe.

Gelesen: "Secret Elements 1: Im Dunkel der See" von Johanna Danninger



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Titel: "Secret Elements 1: Im Dunkel der See"
Johanna Danninger
Verlag: Carlsen
336 Seiten
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Taschenbuch
Preis: 7,99 € (D), 8,30 € (A)
ISBN 978-3-551-31722-3

eBook
Preis: 3,99 € (D), 3,99 € (A)
ISBN 978-3-646-60241-8


Klappentext:
Die 17-jährige Jay hält sich nur an ihre eigenen Regeln. Sie gilt als aufmüpfig und unkontrollierbar, versteckt ihr feuerrotes Haar und ihre blasse Haut unter schwarzen Klamotten und schlägt sich als Barkeeperin heimlich die Nächte um die Ohren. Bis ihr eine fremde Frau ein antikes Amulett überreicht, das kostbarste Geschenk, das sie je bekommen hat. Fatalerweise kann sie es, einmal angelegt, nicht mehr ablegen und befindet sich plötzlich in einem Geflecht aus übermenschlichen Agenten und magischen Bestimmungen. Dabei soll sie ausgerechnet der arrogante Lee, der Menschen grundsätzlich für schwach hält, beschützen. Wenn er nur nicht so unglaublich gut aussehen würde…

Meine Meinung:
Der Klappentext ist schon einmal Quark. Jay arbeitet nachts, um Geld anzusparen, weil sie nach dem Abitur Physik studieren will. Sie ist nämlich sehr intelligent und zielstrebig. Zudem ist sie ein Waisenkind und lebt im Heim, deshalb vertraut sie nur sich selbst und ist sehr zynisch. Außerdem hält Lee Menschen nicht nur für schwach, sondern vor allem für dumm und unfähig. Sein gutes Aussehen wird zwar erwähnt, aber es ist nicht permanent das Thema.
Mir ist Jay sehr sympathisch und ich habe gespannt verfolgt, was sie erlebt.
Dieses Buch ist der gelungene Auftakt zu einer spannenden Reihe.
Ich lese gerade schon am zweiten Band.

Tipp:
Die Leseprobe auf der Verlagsseite zeigt zwar gut den Schreibstil, aber sie ist vom Setting her nicht repräsentativ für die Geschichte.

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