Montag, 24. Juli 2017

Ferien-Lektüre: "Die supergeheime Pfötchen-Gäng - Der Zwei-Millionen-Körnerschatz" von Katja Alves


Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil.



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Katja Alves
Titel: Die supergeheime Pfötchen-Gäng (1). Der Zwei-Millionen-Körnerschatz
Verlag: Arena
Illustrationen: Marta Balmaseda
Erscheinungstermin: Januar 2017
Artikelnummer: 978-3-401-70688-7
Preis: 8,99 € [D], 9,30 € [A]
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
Seitenzahl: 88
gebundene Ausgabe

Klappentext:
Seit Meerschweinchen Bertie den total genialen Tür-auf-Trick entdeckt hat, erkundet die Pfötchen-Gäng jeden Tag das Haus am Nusskernweg. Und sofort stoßen die fünf Freunde auf ihren ersten Fall. Nymphensittich Elvis' Karte mit dem Zwei-Millionen-Körnerschatz ist verschwunden! Wer ist bloß der gemeine Dieb? Eine spannende Spurensuche lockt die Pfötchen-Gäng in ein großes Abenteuer.

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist lustig und spannend. Jedes Tier hat seine Stärken und Schwächen, aber alle sind liebenswert. Die Altersempfehlung bezieht sich bestimmt auf das Selberlesen. Man kann die Geschichte aber auch gut kleineren Kindern vorlesen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Ferien-Lektüre: "Füchse lügen nicht" von Ulrich Hub


Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil.


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Ulrich Hub
Titel: Füchse lügen nicht
Illustrationen: Heike Drewelow
Verlag: Carlsen
Preis: 12,90 € [D], 13,30 € [A], sFr 18,90
gebundene Ausgabe (gibt es auch als Taschenbuch und eBook)
144Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN 978-3-551-55649-3

Klappentext:
"Alle Flüge sind ersatzlos gestrichen!", sagt der Hund vom Sicherheitsdienst. Und so sitzen der Panda, der Affe, die Gans, der Tiger und die beiden Schafe am Flughafen fest. Aber wieso ist eigentlich das ganze Gebäude verlassen? Nicht nur auf diese Frage hat der Hund keine Antwort.
Dann taucht ein feuerrotes Tier auf und stellt sich als Fuchs vor. Mit ihm erleben die Tiere endlich mal was – und dank all der tollen Sachen aus dem Duty Free Shop lässt sich eine knallige Party feiern.
Doch wo sind nur ihre Reisepässe hin?

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist lustig und spannend für Groß und Klein, allerdings gibt es zwei "schlimme" Stellen, weshalb man die Altersempfehlung unbedingt beachten oder das Buch mit den Kindern gemeinsam lesen sollte. Letzteres empfiehlt sich sowieso, denn die Geschichte ist eine wunderbare Satire!
Inhaltlich geht es um Wahrheit und Lüge, um Sicherheit und Freiheit, aber vor allem um Freundschaft und Individualität.

Samstag, 15. Juli 2017

Gelesen: "Die Blütensammlerin" von Petra Durst-Benning



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Petra Durst-Benning
Titel: Die Blütensammlerin
(Band 3 der Maierhofen-Reihe)
erschienen am 20.03.2017 
Taschenbuch, Klappenbroschur
512 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0012-3 
9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 13,90
Verlag: Blanvalet

Klappentext:
Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings ...
Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …

Meine Meinung:
Dieser Roman hat mich mehrmals überrascht. Ich hatte eine leichte Sommer-Lektüre erwartet, aber die Geschichte hat mehr Tiefgang, als ich dachte. Dass es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, habe ich auch nicht gewusst. Es scheint heutzutage üblich zu sein, solche Informationen weder außen auf dem Einband noch auf den ersten Seiten vor dem ersten Kapitel zu vermerken. Hier ist das zum Glück nicht so schlimm, "Die Blütensammlerin" kann sehr gut als einzelne Geschichte gelesen werden. Weiterhin erweckt der Titel den Eindruck, das Buch wäre nur aus der Perspektive der Hauptfigur geschrieben. Das stimmt auch für die ersten fünf Kapitel, das sind immerhin 74 Seiten. Dann wird die Geschichte plötzlich multiperspektivisch erzählt. Das hat mich beim Lesen schon ein wenig geärgert. Allerdings profitiert die Geschichte sehr, vor allem beim Thema Selbstbild vs. Fremdbild. Den Titel finde ich auch nicht so gelungen, denn das Sammeln von Blüten wird eher am Rande erwähnt. Am schlimmsten war aber der Klappentext. Christine richtet keine "Single-Wochenenden" aus. Es geht um eine einzelne  Woche, die eine Gruppe von Singles in der Casa Christine verbringt. Und es findet auch nicht "jeder Topf seinen Deckel". Bei solchen Klappentexten frage ich mich immer, warum die nicht dem Autor/der Autorin sicherheitshalber vorgelegt werden, wenn der Schreiberling schon nicht das Buch richtig lesen mag.
Im Anhang finden sich noch ein kleiner Ratgeber für Singles auf Partnersuche sowie eine Reihe Rezepte für alle möglichen Speisen und Getränke, die in der Geschichte erwähnt werden.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es die ersten 38 Seiten des Romans als Leseprobe.

Freitag, 7. Juli 2017

Crunchy-Müsli Freestyle DIY



Manchmal kaufen wir Müsli, das dann doch keiner aus der Familie essen mag. Ich hatte hier drei (!) angefangene Packungen, die mich täglich stumm, aber vorwurfsvoll anblickten. Also fasste ich mir ein Herz bzw. den Pürierstab...


Das Müsli habe ich zusammen mit Nüssen und Sonnenblumenkernen zerkleinert, dann auf einem Backblech verteilt, anschließend Honig und erwärmtes Kokosfett darüber verteilt. Das ganze habe ich eine halbe Stunde bei ca. 150 °C im Backofen crunchiert.


Nun könnte man die gesamte Menge in ein großes Gefäß füllen, allerdings bröselt das Zeug schon vom Hingucken und wenn sich dann die großen Brocken von den kleinen Krümeln trennen, bleibt wieder so ein Bodensatz, den keiner essen will. Also habe ich ganz viele Behälter mit 50 g Portionen befüllt. Wer keine Plastikbüchsen mag, nimmt einfach Schraubgläser.


So sind viele Frühstücksportionen griffbereit. Deckel auf, Milch rein, loslöffeln!
Und es schmeckt den Kindern sehr!!!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Kampf dem Plastik! Spüllappen aus Baumwolle gehäkelt


Mein Mann hat einen Spüllappen mit in die Ehe gebracht, der nun nach über 13 Jahren endgültig hinüber ist. Es gibt ihn leider nicht mehr zu kaufen, vermutlich weil er so gut war und so lange gehalten hat. Den Unternehmen geht es ja oft nur noch um Profit, nicht darum, gute Produkte herzustellen.

Allerdings weiß man ja auch, welche Probleme Plastik / Kunststoffe / Microfasern / Kunstfasern mit sich bringen. Deshalb würde ich den gleichen Lappen eh nicht wieder kaufen.

Als ich meiner Schwester neulich mein "Leid" klagte, dass der Lappen ausgedient hat und wir keinen vernünftigen Ersatz finden, sagte sie lapidar: "Strick dir doch einen, du machst doch sonst auch fast alles selbst."

Hmmm, die Idee war gut!
Gestrickte Lappen mag ich zwar nicht so, weil man da beim Schrubben schnell mit den Fingerspitzen bzw. Fingernägeln zwischen die Maschen rutscht, aber ich könnte ja mal was häkeln. Baumwollreste sind ja genug da.


Also habe ich ein Rechteck aus festen Maschen gehäkelt...


...und auf die eine Seite ein paar Rippen drauf gehäkelt, ebenfalls aus festen Maschen. Mit dem Rest habe ich noch fix drei Kanten umhäkelt, für die vierte hat es nicht mehr gelangt.


Mit diesen Rippen kann man prima Herd, Esstisch, Arbeitsplatten, Geschirr, Töpfe, Pfannen usw. schrubben. Außerdem trocknet er schneller als ein "glatter" Lappen, wenn er auf den Rippen liegt. 


Hurra! Ich habe einen neuen Lieblingsspüllappen!
Er ist waschbar bei 60°C in der Waschmaschine.
Jetzt muss ich dringend noch mehr häkeln, damit ich nicht immer auf das Ende des Waschprogramms warten muss, wenn ich abwaschen will.



Sonntag, 2. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 6. Reizklima


Gegen Erkältungskrankheiten soll das Reizklima am Meer oder in den Bergen helfen. Ich persönlich liebe ja das Meer. Dort einfach nur zu sein, macht mich schon glücklich: im Wasser zu schwimmen, in den Wellen zu planschen, den Sand durch die Finger rieseln zu lassen, den Wind und die Möwen zu hören...

Am Meer macht mir auch die größte Sommerhitze nichts aus. Dort weht ja immer der Wind. Und sollte es mir doch mal zu warm sein, gehe ich einfach ins Wasser. Schuhe und Strümpfe ziehe ich am Wasser eh immer sofort aus. Sand in den Schuhen und Strümpfen mag ich gar nicht, aber mit nackten Füßen durch den Sand zu stapfen oder die Wellen um meine Knöchel zu spüren, das gefällt mir. Kaltes Wasser, heißer Sand, das sind auch wechselnde Reize, die das Immunsystem anregen. Auch an Flüssen oder Seen lasse ich gern auf einem Steg sitzend die Füße ins kalte Wasser baumeln oder ich stakse mit hochgekrempelten Hosen im Wasser herum. Und sogar zuhause kann man das Wassertreten praktizieren: Wenn das Planschbecken im Garten steht, stakse ich da ab und zu durchs Wasser. Und wer keinen Garten hat, stellt sich einen Eimer kaltes Wasser auf den Balkon oder füllt die Badewanne.

Da ich sehr helle, sonnenempfindliche Haut habe, achte ich auf ausreichenden Sonnenschutz, wenn ich in der Mittagshitze am Wasser bin. Allerdings braucht unser Körper auch UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D, das nicht nur für den Calciumhaushalt, sondern auch für die Reifung von Immunzellen benötigt wird. Deshalb bin ich im Urlaub gern morgens und abends viel im Freien.

So, das war meine kleine Blogserie über mein Immun-Booster-Programm.
Ich hoffe, ich konnte Euch motivieren, auch etwas für Eure Abwehrkräfte zu tun, damit Ihr besser durch den nächsten Winter kommt.
Welcher Trick bei mir jetzt am besten geholfen hat, weiß ich nicht.
Aber es geht mir viel besser. Und das ist doch die Hauptsache!

Samstag, 1. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 5. Kneipp & Co.


Ich friere nicht gern. Ich schwitze nicht gern. Aber ich lese immer wieder, dass Sauna und Kneippkuren gut für die Abwehrkräfte sein sollen. Also habe ich mich überwunden und einfach mal damit angefangen.

Wenn ich ins Fitness-Studio gehe, besuche ich nach dem Training den Wellnessbereich. Ich dusche mich, und gehe in die Sauna. Anfangs waren es nur wenige Minuten und ich habe auf der untersten Bank gesessen. Inzwischen halte ich es 10 bis 15 Minuten liegend auf der obersten Bank aus. Weil mein Kreislauf manchmal schlapp ist, setze ich mich für die letzten Minuten wieder auf eine untere Bank, bevor ich dann Wechselduschen mache. Der Vorteil im Studio ist, dass ich mir zwei benachbarte Duschen aussuchen kann, die eine stelle ich kalt ein, die andere warm. Da stelle ich mich abwechselnd drunter und muss nicht dauernd wie zuhause die Temperatur regeln. Ich habe genug damit zu tun, zu atmen, ohne zu schreien.

Wenn ich zuhause dusche, mache ich am Ende immer kalte Güsse nach Kneipp, d. h. ich lasse kaltes Wasser im breiten Strahl aus dem Hahn über meine Füße und Unterschenkel laufen.

Zu den Kneipp-Kuren gehört ja auch das Wassertreten. Das mache ich aber nicht im Fitness-Studio, sondern...
Das lest Ihr morgen!


Freitag, 30. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 4. Bewegung


"Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte!"
Diesen Rat gab mir meine Hausärztin. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei Sport. Ich habe eigentlich immer Sport gemacht. Als Kind rennt man ja eh dauernd rum, hüpft, krabbelt, dreht sich im Kreis, tobt stundenlang auf dem Spielplatz. Bevor ich selbst Kinder hatte, habe ich fast alle Wege in Berlin mit dem Fahrrad erledigt, auch von einem Ende der Stadt zum anderen. (Für alle Ortsfremden: Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 Kilometer.)
Ich habe Tischtennis gespielt, war im Turnverein, in einer Volkstanzgruppe, beim Ballett, in den Sommerferien fast jeden Tag im Freibad oder an einer der vielen Badestellen, die unsere Stadt zu bieten hat. Am und im Wasser bin ich einfach glücklich! Ich mag das schwerelose Gefühl, vor allem beim Tauchen. Im Winter waren wir auf der Havel oder auf einem der Seen Schlittschuhlaufen oder auf einem der vielen Hügel der Stadt Schlitten fahren. 

Während des Studiums habe ich Tae Bo, Stepaerobic und jede Menge Tanzkurse gemacht. Es ist mir ein natürliches Bedürfnis, mich zur Musik zu bewegen. Wenn das Radio läuft, kann ich kaum still sitzen. Die Berliner Unis haben ein sehr breites Angebot an Sportkursen aller Art, die übrigens auch für "Externe" zugänglich sind. Beim Tanzen habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Sich zu zweit zur Musik zu bewegen, ist noch schöner. Diese Harmonie und der Körperkontakt beim Paartanz sind einfach wunderbar. Dazu trainiert man quasi nebenbei die Koordination, das Gleichgewicht, die Ausdauer und viele verschiedene Muskeln.

In den letzten Jahren habe ich unter anderem zur Entspannung und gegen Rückenschmerzen Pilates und Yoga gemacht, allerdings fanden diese Kurse zu festen Zeiten statt und mit den Kindern kommt es leider oft vor, dass ich es nicht schaffe, zum Kurs zu gehen, weil eines krank ist oder es sind Schulferien, Studientag, Betriebsausflug, Streik. Oder die Kinder haben mich nachts wach gehalten, sodass ich einfach den Schlaf nachholen musste. So hat sich bei mir unbemerkt ein gewisser Schlendrian eingeschlichen. Dazu kam noch, dass ich mir vor knapp zwei Jahren ein Auto gekauft habe, weil ich das Hin und Her mit Kita und Schule, Einkaufen, Arztterminen, Kinderchor, Schwimmschule etc. zu Fuß bzw. mit Bus & Bahn einfach nicht mehr geschafft habe. Dadurch sind aber viele Kilometer weggefallen, die ich vorher täglich gelaufen bin. Der Rat meiner Ärztin ließ mich die Sache mal genauer betrachten und ich musste erkennen: Ich könnte mehr Sport machen. Durch Zufall kam ich kurz danach an einem Fitness-Studio vorbei, das für die Sommermonate ein besonders günstiges Kennenlernangebot hatte. Spontan habe ich mir das Studio zeigen und alles erklären lassen und mich angemeldet. Ich kann dort im Cardiobereich meine Ausdauer und an den Geräten meine Muskeln trainieren, aber auch spontan an einem der vielen Kurse teilnehmen. Für mich ist das perfekt. Ich kann dort morgens hingehen, wenn ich die Kinder weggebracht habe oder abends, wenn mein Mann zuhause ist. Notfalls könnte ich die Kinder im Studio auch am Nachmittag betreuen lassen.

Außerdem hat das Studio einen großen Wellnessbereich.
Wie dieser mein Immunsystem auf Trab bringt, darüber schreibe ich morgen.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 3. Leidenschaften & Ehrenamt


Glückliche Menschen sind gesündere Menschen, das wissen wir spätestens seit Hirschhausen. Aber was macht uns glücklich? Regelmäßig das neueste Handy? Mehr Geld verdienen als der Nachbar? Dünn sein? Nein, das alles hat nichts mit Glück zu tun!

Wir wissen es doch eigentlich alle: Wir sind glücklich, wenn wir etwas tun, was uns Spaß macht. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, die wir mögen. Und wenn wir anderen helfen und damit die Welt ein Stückchen besser machen können.

Wenn ich nähe, stricke oder häkle, bin ich schnell im Flow. In Wolle oder Stoffen zu wühlen, die unterschiedlichen Farben zu sehen, Texturen zu spüren, Material und Schnitt- bzw. Strickmuster zu kombinieren, mir selber neue Sachen auszudenken, das spricht all meine Sinne an und ich fühle mich wunderbar dabei.

Das ganze nicht nur allein im stillen Kämmerlein zu tun, sondern gemeinsam mit anderen, ist noch viel schöner. Der Austausch hier im Netz hat mir vor etwa 10 Jahren ganz neue Dimensionen eröffnet, da gibt es Tutorials und Knit Alongs oder Sew Alongs, Blogs, Audio- und Videopodcasts. Und ich kann mir genau aussuchen, wen und was ich mag.

Am schönsten sind aber echte Begegnungen mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft haben. Es lohnt sich immer, zu einem Stricktreffen zu gehen! Egal, ob wir gemeinsam schweigen, weil wir gerade im Flow sind oder ob wir uns über Materialien, Techniken oder über Politik, Bücher, Filme und Reisen unterhalten. Es ist immer wunderbar!

Anfang Juni habe ich noch eine weitere Stufe kennen gelernt. Es handelt sich um eine Gruppe, die gemeinsam für Berliner Obdachlose strickt. Es ist eine bunt gemischte Truppe, die sich monatlich trifft. Als ich das erste Mal dabei war, habe ich mit ganz unterschiedlichen Leuten bezaubernde Gespräche geführt. Und es war so schön, diesen Berg an gestrickten und gehäkelten Mützen, Schals, Socken, Handschuhen und Stulpen zu sehen, die mit Anhängern mit der Aufschrift "Wir schenken Dir ein wenig Wärme" versehen an verschiedene Berliner Einrichtungen verteilt werden, damit die geschätzten 5000 Berliner Obdachlosen auch den nächsten Winter überstehen. An diese Menschen zu denken, rückt auch die Sicht auf das eigene Leben wieder etwas zurecht. Und es tut so gut zu helfen. Und helfen muss kein Opfer sein! Ich stricke gern. Die Wolle stammt aus Privathaushalten. Es sind Reste oder Stash-Leichen. Einige Wollgeschäfte spenden auch Resteknäuel.

Wenn Ihr auch helfen wollt, dann schaut doch mal in die Gruppe rein bzw. sucht mal, ob es in Eurer Nähe vielleicht etwas ähnliches gibt oder gründet eine Gruppe! Ihr könnt auch Wolle spenden oder gestrickte Sachen per Post an die Gruppe schicken. Die können auch aus Eurem eigenen Kleiderschrank stammen. Manchmal strickt man sich ja etwas, findet es auch wunderschön, trägt es aber nie. Da ist es doch eine schöne Idee, wenn das Teil jemanden wärmt, der diese Wärme wirklich braucht!

Falls Ihr selber gar keine Handarbeiten macht, habt Ihr vielleicht eine andere Leidenschaft, die Ihr zum Helfen nutzen könnt? Ihr könnt z.B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen Musik machen, Bücher vorlesen, Spaziergänge machen oder den Menschen einfach nur zuhören und ihre Hand halten. Ihr könnt als Lesepate in Kitas oder Schulen Flüchtlingskindern (bzw. Willkommenskindern, wie sie an unserer Schule heißen) beim Lesenlernen helfen. Oder als freiwillige Großeltern Zeit mit Kindern verbringen.

Meine Schwester engagiert sich ehrenamtlich für Tiere. Sie half schon sehr vielen Hunden aus dem Tierschutz, ein neues Zuhause zu finden.  Für die Vermittlung von Pflegehunden und Adoptionen macht sie im Auftrag eines Vereins Vorkontrollen und führt Beratungsgespräche mit Interessenten. Wenn ein Tier für die Vermittlung eine längere Reise antreten muss, weil z.B. der Hund in Frankfurt an der Oder lebt und der Mensch in Aachen, dann ist sie manchmal Teil der Fahrkette. Später macht sie die Nachbetreuung. Sie war auch selbst schon Pflegestelle. Diese Arbeit wird nicht bezahlt, zumindest nicht mit Geld. Aber es liegt ihr am Herzen, dass Menschen und Tiere zusammen finden, die zusammen passen. Eine gelungene Vermittlung macht sie glücklich.

Andere Leidenschaften von mir sind das Tanzen und Schwimmen.
Darüber werde ich morgen schreiben.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 2. Essen & Trinken


Keine Sorge, ich werde jetzt keine langen Vorträge über Vitamine und Mineralstoffe halten. Ich denke auch nicht, dass es die eine einzig wahre Ernährungsform gibt, die für alle Menschen perfekt ist. Wir stammen ja auch nicht alle von denselben Vorfahren ab. Die einen kommen von der Küste, wo es immer viel Fisch gab, die anderen kommen vom Land, wo es viel Getreide and Gemüse gab. Da haben sich die Menschen durch Mutation und Selektion im Laufe der Zeit angepasst. Die einen mussten große Kälte aushalten, andere mussten hart arbeiten oder schnell rennen. Und auch heute haben wir nicht alle die gleichen Randbedingungen im Leben. Jede/r muss ausprobieren, was dem eigenen Körper gut tut.

Ich esse gern Gemüse, egal ob roh, gekocht, gegrillt, gebraten, überbacken, als Suppe oder Salat. Ich versuche dabei, möglichst viel Abwechslung zu haben, zum Einen weil es lecker ist, zum Anderen, weil mein Körper so eine große Auswahl an unterschiedlichen Nährstoffen bekommt.

Ich lege dabei aber auch Wert darauf, Bio-Lebensmittel zu kaufen, weil ich meinem Körper keine Pestizide & Kunstdünger (im Gemüse), Antibiotika & Hormone (im Fleisch) oder gar radioaktiv bestrahltes Obst zumuten möchte. Ich freue mich sehr, dass es inzwischen so viele erschwingliche Bio-Lebensmittel gibt. Vor 15 Jahren sah das ja noch ganz anders aus.

Ich bemühe mich auch, möglichst oft fair gehandelte Produkte zu kaufen. Zum Einen bin ich einfach gegen jede Art von Sklaverei. "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen", das passt ja auch zum Thema von gestern. Zum Anderen werden fair gehandelte Rohstoffe auch nicht so heftig mit Pestiziden behandelt wie die "unfairen", was nicht nur den Plantagenarbeitern, sondern auch meiner Gesundheit zugute kommt.

Ich kaufe auch möglichst regional und saisonal. Erdbeeren kaufe ich z.B. nur aus Deutschland und im Sommer. Außerhalb der Saison und von weit weg schmecken sie einfach nicht! Und dass die Früchte vor dem Transport radioaktiv bestrahlt werden, um die Reifung zu verzögern schmeckt mir noch viel weniger.

Was ich so oft wie möglich vermeide, sind Aromen. Ich esse und trinke nichts, dem "Aroma", "natürliches Aroma" oder "naturidentisches Aroma" zugesetzt wurde. Da wird nämlich dem Körper etwas vorgegaukelt, was gar nicht da ist. Wer mehr darüber wissen will, kann z.B. das Buch "Die Suppe lügt" lesen.

Ich trinke hauptsächlich Wasser ohne Kohlensäure. Mein Körper besteht schließlich zum größten Teil daraus. Saft trinke ich manchmal zum Mittagessen. Alkohol trinke ich nur sehr selten. Über Kaffee habe ich ja schon gestern geschrieben, dass ich darauf nach 15 Uhr verzichte. Und ich erlaube mir auch nur maximal drei Tassen pro Tag.

Wenn ich schon bei Drogen bin, kann ich gleich noch ergänzen, dass ich noch nie geraucht habe (zumindest nie aktiv) und es auch überhaupt nicht verstehen kann. Es stinkt, es ist ungesund und es kostet so viel Geld. Das weiß heutzutage jedes Kind. Und trotzdem fangen so viele Leute damit an.
Und auch andere Drogen habe ich nie genommen. Ich hätte viel zu große Sorge wegen irgendwelcher Nebenwirkungen und wegen der Suchtgefahr.

Dafür bin ich süchtig nach Handarbeiten. Morgen werde ich darüber schreiben, wie diese Leidenschaft meine Abwehrkräfte stärkt.
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