Freitag, 28. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Der Leuchtturm auf den Hummerklippen" von James Krüss




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Der Leuchtturm auf den Hummerklippen
Autor: James Krüss
Illustrationen: Jutta Bauer
Hardcover
Preis: 11,90 € (D),  12,30 € (A)
Seiten 215 
Altersempfehlung: ab 8 Jahren 
ISBN 978-3-551-55266-2 
1. Auflage 1999
(erstmalig erschienen: 1956)

Klappentext:
Alle Möwen heißen Emma. Bis auf eine. Die heißt Alexandra. Und die ist die Freundin von Johann, dem Leuchtturmwärter auf den Hummerklippen. Beide lieben es, Geschichten zu erzählen: lustige, traurige, wundersame und manchmal auch lehrreiche. Und das machen sie so gut, dass die dicke Wolke das Regnen lässt und der übellaunige Wassermann seinen gemeinen Plan vergisst. Und weil das so ist, schaffen es Tante Julie und Poltergeist Hans im Netz doch noch, mit ihrem kleinen Ruderboot wohlbehalten auf den Hummerklippen zu landen.

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist sooo schön! Es ist lustig, spannend und überraschend. Besonders gefallen mir die vielen kleinen Geschichten, die darin erzählt werden.


Donnerstag, 27. April 2017

Gelesen: "Aufräumen" von Angelika Waldis



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Angelika Waldis
Titel: Aufräumen
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
152 Seiten
ISBN 978-3-905811-76-6
Preis: 18,– € (D)
Verlag: Europa Verlag Zürich
Erscheinungsjahr: 2013

Klappentext:
Luisa hat beschlossen aufzuräumen. Als erstes muss Alfred weg. Alfred, das dunkle Kneiftier ihres Lebens. Noch zwei weitere Männer sind zu entsorgen. Dass es lauter Männer sind, ist Zufall. Es sind einfach drei, die ihr leben verwüsten. Auf der Reise zur Beseitigung Alfreds ziehen die berührenden Bilder ihres Lebens an ihr vorbei: der Schmerz um die beienden Töchter - die behinderte Maya und die unglückliche Miriam -, ihre geheime Liebe zu Silvan, die Zeiten des Glücks und die Zeiten der Wut. Ein eigenartiger Begleiter bringt ihre Reise durcheinander: der aus der psychiatrischen Klinik entlaufene Flack. Mit ihm erfährt die tüchtige Luisa zum ersten Mal die Lust am Unsinn und den Spass am Absurden. Aber das Aufräumen gibt sie nicht auf.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist in kleinen Häppchen geschrieben und genauso habe ich es auch gelesen. Die Geschichte ist spannend, lustig und sehr berührend. Wunderbar!




Mittwoch, 26. April 2017

Farben und Formen


Zuletzt hatte ich über meine Nachteile als Mädchen mit ungewöhnlichen Interessen und als Frau im Ingenieurstudium und -beruf geschrieben.

Heute möchte ich den Fokus mal auf die Einschränkungen der Jungs und Männer lenken. Wenn man sich mal so umschaut, dürfen Mädchen heutzutage nämlich viel mehr als Jungs! Sie dürfen lange Haare tragen oder kurze. Sie können Röcke, Kleider, Hosen oder Leggins in allen Farben anziehen. Sie dürfen alle Berufe lernen, ohne dass man gleich über ihre sexuelle Orientierung nachdenkt. Weibliche Elektriker mögen selten sein und im Berufsalltag Nachteile haben, aber niemand bezeichnet sie gleich als Lesbe. Das ist bei Männern anders, die Friseur, Kosmetiker, Tänzer, Erzieher oder Krankenpfleger sind.

Oft genügt auch nur ein vermeintlich weibliches Detail, um gleich die Genderpolizei auf den Plan zu rufen. Hat der Junge in der Kita eine dunkelblaue Latzhose mit grauen Ziernähten an, ist das kein Problem, aber wehe da ist ein kleines Herz auf die Tasche gestickt! "Das ist doch eine Mädchenhose! Das würde ich meinem Sohn ja nicht anziehen!!!"

Als vor Jahren ein neues Kind in unsere Kita kam, habe ich kurz "Hallo! Bist du neu hier? Wie heißt du denn?" gefragt. Der Name war ungewöhnlich, es hätte ein Mädchen oder Junge sein können. Das Kind hatte schulterlange Locken. Als ich bemerkte, dass ich darüber nachdenke, welches Pronomen ich nun verwenden soll, wenn ich die Mutter (oder war es der Vater? Das war auch nicht so eindeutig zu erkennen) frage, ob es dem Kind hier gefällt, habe ich mich geärgert, dass ich darüber überhaupt nachdenken muss. Denn eigentlich ist es mir völlig egal, welches Geschlecht das Kind hat. Es ist für mich nicht relevant. Ich will darüber nicht nachdenken müssen, was das Kind da in der Hose trägt. Irgendwie habe ich jedenfalls das Pronomen umgangen und habe aus einer Aussage des Elternteils entnommen, dass es ein Junge ist. Okay, ich war froh, nun das korrekte Pronomen verwenden zu können. Aber schon fünf Minuten später hörte ich eine andere Mutter lautstark blöken: "Waaas? Ein Junge mit langen Haaren???" *seufz*

Ich wünsche mir die Abschaffung der männlichen und weiblichen Personalpronomina genauso wie das Ende des Gender-Marketings. Steht man im Spielzeugladen vor den Lego-Schachteln, wird schon von weitem klar, wer die Zielgruppe der jeweiligen Produkte ist: die Muffin-Bäckerei in der rosa Schachtel für Mädchen, die Feuerwehr in der blauen Schachtel für Jungs. Und wenn ein Mädchen kein rosa, aber Bäckereien mag, hat sie ebenso Pech wie ein Junge, der lieber rosa mag oder die Bäckerei, aber kein rosa. Wobei es ja noch geht, wenn ein Mädchen mit einer Feuerwehr aus der blauen Packung spielt. Aber wehe ein Junge spielt mit Mädchenspielzeug! ALARM!!! Meistens wird er dann gnadenlos von anderen Jungen deswegen gehänselt und ausgegrenzt. Natürlich kann man sagen, dass ein selbstbewusstes Kind darunter nicht leidet. Aber es wäre doch schöner, wenn es einfach keine Rolle spielen würde. Und manche Kinder sind sensibel und und schüchtern, sie haben es eh schon schwer genug mit den sozialen Kontakten. Da passen sie sich lieber den ungeschriebenen Gesetzen an.



Neulich war ein Junge bei uns zu Besuch, der bei einer Süßigkeit (!) gesagt hat: "Das nehm ich nicht, das ist rosa und rosa ist eine Mädchenfarbe." Ich habe ganz ernst gesagt: "Oh ja, rosa ist totaaaal  gefährlich für Jungs. Die explodieren, wenn sie etwas rosanes berühren! Man muss schon ein starkes Mädchen sein, um diese Farbe auszuhalten. Jungs sind dafür viel zu schwach."
Ich bin gemein, nicht wahr?



Um eins klarzustellen: Ich habe nichts dagegen, wenn Mädchen die Farbe rosa lieben und sich von Kopf bis Fuß darin kleiden. Ich will auch keinen Jungen zwingen, rosa oder Glitzer zu tragen. Aber wenn ein Junge rosa, lila oder Glitzer mag, gern mit Puppen oder Einhörnern spielt, muss das in Ordnung sein und unkommentiert bleiben.

Es ist doch nur eine Farbe!
Ich sage meinen Kindern immer: "Es gibt keine Mädchen- oder Jungsfarben. Es gibt auch kein Mädchen- oder Jungsspielzeug. Wer mit Puppen spielen will, soll mit Puppen spielen. Das ist doch schön. Und wer gern mit der Eisenbahn spielt, soll das bitte tun. Hauptsache, es macht Spaß!"

Es gibt schließlich auch kein Mädchenbrot und kein Jungsobst.
Also lasst doch einfach mal den Quatsch!

Ich wünsche mir Rennautos, Eisenbahnen, Dinos, Puppenküchen, Fußbälle, Einhörner und Werkbänke in allen Farben, mit und ohne Glitzer! Und bitte ohne die Notiz auf der Packung, ob das für "Girls" oder "Kerle" ist!

Tipps zum Weiterlesen:


Dienstag, 25. April 2017

Mädchen- und Jungssachen


In letzter Zeit ist hier im Blog wenig los. Ich hätte viel, sehr viel zu zeigen. Aber momentan geht mir ein wichtiges Thema nicht aus dem Kopf. Also schreibe ich das mal alles auf. Es geht und Geschlechter- und Genderkram...

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Als Kind habe ich nie mit Puppen gespielt. Ich habe gern Häuser gebaut und eingerichtet, auch für Puppen, aber auch einfach so ganze Städte aus Lego oder Bauklötzen erschaffen. Ich habe auch gern Puppenkleidung gehäkelt und ihnen angezogen. Ich hatte eine Menge Kuscheltiere, die ich sehr geliebt und mit denen ich gekuschelt habe. Aber ich habe nie die typischen Rollenspiele gespielt. Stattdessen habe ich mich für Autorennbahnen, Eisenbahnen und Fischer-Technik interessiert. Leider gehörten diese Dinge immer den Jungs und die haben mich nicht mitspielen lassen, weil ich ein Mädchen war. Mit den Mädchen wollte ich nicht spielen, weil die immer nur Mutter-Vater-Kind spielen wollten. Um nicht immer allein spielen zu müssen, habe ich also manchmal doch mitgemacht und immer den Vater gespielt. Den wollte nämlich keine andere spielen. Dabei war das die coolste Rolle: von der Arbeit kommen, keine Hausarbeit machen müssen und bedingungslos geliebt werden.

Es gab in meiner Klasse ein Mädchen, das von den Jungs als Spielkamerad akzeptiert wurde. Sie trug nie Kleider oder Röcke, immer nur Hosen und niemals Rüschen, Glitzer, rosa oder lila. Sie fuhr ein Rennrad und hatte eine Spielzeugpistole mit diesen Knallplättchen auf rotem Papierband. Das alles hat sie nicht aus Berechnung getan, sondern weil sie es so wollte. Und sie durfte mit den Jungs spielen. Aber ich wollte mich nicht als Junge verkleiden. Ich hatte gern lange Haare, ich trug gern Kleider, auch mit Rüschen, Glitzer und in ALLEN Farben.

Mein Cousin in Süddeutschland war vier Jahre älter als ich und hatte als einer der ersten einen Computer. Als ich in den Ferien bei ihm und seinen Eltern war, hat er mir das Programmieren beigebracht. Ich war fasziniert. Natürlich auch von den tollen Spielen, die man darauf spielen konnte. Boulder Dash! Für mich noch immer eins der besten Spiele überhaupt!
Jedenfalls war es nie ein Thema, ob ich nun ein Mädchen bin oder nicht. Er hat mir alles gezeigt und beigebracht und auch seine Freunde haben mich akzeptiert. Erst zurück in Berlin bin ich auf Ablehnung gestoßen. Als ich begeistert von meinen Computererlebnissen erzählte und plante, mein Taschengeld zu sparen, um mir bald einen eigenen Computer zu kaufen und später Informatik zu studieren, kam nur die Frage: "Wieso denn das? Du als Mädchen? So ein Quatsch!" Niemand hat mich bestätigt oder unterstützt. Das hat mich so verunsichert, dass ich fortan nicht mehr darüber geredet habe.
Dann hatten die ersten Jungs aus meiner Klasse einen Computer. Und bis wir in der Schule fakultativen Informatikunterricht hatten, waren sie mir so weit voraus, dass ich keine Chance hatte, mitzumachen. Dem Lehrer war deutlich anzusehen, dass es ihm auch lieber war, mit den Jungs "richtige" Aufgaben zu machen, als mit mir den Anfängerkram. Meine Begeisterung für diese Dinge wandelte sich in Trotz. Wenn ihr mich nicht wollt, will ich euch auch nicht! Blöder Computerkram!
Dabei war ich Klassenbeste unter anderem in Mathe und Englisch, konnte mit meiner Logik alle an die Wand argumentieren. ABER DANN HALT NICHT!

In der Oberstufe hatte ich Mathe und Physik als Leistungskurse, weil ich in beidem Klassenbeste war und mir diese Fächer Spaß gemacht haben. Leider mochte der Physiklehrer keine Mädchen in seinem Kurs haben und er hat uns - das Rennradmädchen (s.o.) und mich - immer mies behandelt. Natürlich nie so, dass man damit zu einer übergeordneten Stelle hätte gehen können. Aber bei unseren Fragen hat er immer die Augen verdreht, als ob es gaaanz dumme Fragen wären und auch nur ganz knapp geantwortet. Er hat uns auch mündlich schlechter bewertet als die Jungs, obwohl wir mindestens genauso gut waren. Aber das kann man natürlich schlecht nachweisen.
Trotz der Note 5 in Physik habe ich ein gutes Abitur geschafft und nach einem Umweg über zwei Semester Geisteswissenschaften ein Ingenieurstudium absolviert. Oh Wunder, hier war ich in Physik wieder eine der besten. In Mechanik habe ich sogar als einzige von mehreren Hundert Studierenden die volle Punktzahl erreicht. Ich konnte inzwischen ganz gut die blöden Kommentare vom Lerninhalt abgrenzen. Aber damit Ihr auch Euren Spaß habt, erzähle ich mal zwei Anekdoten:

In Thermodynamik wusste ich als einzige die Antwort auf eine bestimmte Frage. Darauf ruderte der Professor ein paar Sekunden und sagte dann: "Klar, die Hausfrau weiß das natürlich."

In Werkstofftechnik zählte der Professor die verschiedenen Materialien auf: Metalle, Keramik, "und Kunststoffe, das wird vor allem die Damen hier interessieren, denn daraus macht man WINDELN!"

Wenn Leute von meinem Studienfach erfahren haben, kam oft die Frage: "Ist das nicht besonders schwer für ein Mädchen?" Ich habe damals sachlich geantwortet: "Nein, wir bekommen die gleichen Aufgaben wie die Jungs."
Heute würde ich sagen: "Ja, aber nur wegen der vielen blöden Vorurteile und Sprüche und weil wir in der Kindheit nicht genauso unseren Talenten entsprechend gefördert werden wie die Jungs!"

Ich wollte gern ein Praktikum in einer Gießerei machen, konnte aber nicht, weil es dort keine sanitären Einrichtungen für Frauen und keinen Ruheraum gab.
[Dass ich nie Autogenschweißen gelernt habe, lag ausnahmsweise mal nicht an meinem Geschlecht, sondern an meiner Linkshändigkeit. Die Arbeitsplätze waren nur für Rechtshänder eingerichtet. Man konnte sie gar nicht mit links benutzen. Und ich hatte im rechten Arm weder die Kraft noch die Feinmotorik, um (als Anfängerin!) mit rechts zu schweißen.]

Auf einem Ausflug der Arbeitsgruppe, in der ich studentische Hilfskraft war, kamen die Kollegen alle in Doppelzimmern unter und hatten so auch nur den halben Preis für die Übernachtung zu bezahlen. Ich schlief allein im Zimmer und durfte doppelt so viel zahlen wie die anderen. Jetzt könnte man sagen: Dafür können doch die Kollegen nichts. Richtig. Ich aber auch nicht. Warum habe ich dann den finanziellen Nachteil?

Nach dem Diplom habe ich ein paar Jahre gearbeitet und dabei den ganz normalen Berufsalltag erlebt: Kunden, die lieber mit einem männlichen Kollegen sprechen wollten, obwohl ich am besten über das Projekt bescheid wusste. Kollegen, deren Augen stets auf meinem Oberkörper ruhten, wenn sie mit mir sprachen, selbst wenn ich einen Laborkittel oder einen dicken Winterpullover trug.

Jetzt bin ich seit neun Jahren "Familienmanagerin", wie man das heute nennt, wenn man nicht "Hausfrau und Mutter" sagen will. Gelegentlich werde ich gefragt, ob ich meinen Beruf vermisse. Nein, ich vermisse ihn nicht. Natürlich wäre ich gern finanziell unabhängig und für den Ernstfall abgesichert. Und es wäre schön, mehr Anerkennung zu bekommen. Aber mein Interesse für Technik kann ich wunderbar mit meinen Kindern ausleben. Ich bastle auch gern mit meinem Mann zusammen technische Lösungen, die es nicht zu kaufen gibt.

Objektiv betrachtet finde ich es tragisch. Denn ich könnte unserer Gesellschaft sicher sehr viel besser nutzen, Dinge erfinden oder verbessern, die Wirtschaft ankurbeln, ein Vorbild sein. Aber es ist so anstrengend, als Frau in einem "Männerberuf" ständig diese Vorurteile, die Sprüche, die Benachteiligungen auszuhalten. Und als Mutter von einem hochsensiblen Schulkind und einem hochbegabten Vorschulkind bin ich so schon chronisch erschöpft.

Mein Appell an alle: Ignoriert doch einfach mal das Geschlecht der Menschen, vor allem der Kinder. Die meiste Zeit ist doch das Geschlecht eines Menschen völlig unwichtig. Wenn jemand schöne Sachen strickt, ist das doch toll! Wenn jemand geniale Maschinen baut ebenso! Wenn ein Kind gern Zahnräder zusammenschraubt oder eine Puppe frisiert, ist es doch egal, welche Geschlechtsteile es in seiner Hose hat. Es ist egal!


Donnerstag, 20. April 2017

Gelesen: "Sehr gerne, Mama, du Arschbombe" von Patricia Cammarata




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Patricia Cammarata
Titel: "Sehr gerne, Mama, du Arschbombe - Tiefenentspannt durch die Kinderjahre"
Taschenbuch
Preis: 9,90 €
Verlag: Bastei Lübbe
239 Seiten
ISBN: 978-3-404-60840-9
Erscheinungstermin: 13.08.2015

Klappentext:
Bastelmuttihölle, Erledigungen, die vier Stunden mit Kind statt eine Stunde ohne dauern, die Fensterbank voller Raupenkacke und das Wort "Arschbombe" 100-mal am Tag - das Leben mit Kindern kann ganz schön anstrengend oder nervig sein. Wie man trotz allem den Humor nicht verliert und eine entspannte Haltung im Leben mit Kindern behält, verrät Patricia Cammarata warmherzig mit viel Selbstironie in diesem Buch.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir meine Schwägerin geschenkt, die selbst drei Kinder und ein turbulentes Leben hat. Ich habe es in jeder freien Minute gelesen und mich köstlich amüsiert. Vieles kennt man aus eigener Erfahrung, aber Patricia Cammarata schreibt es noch viel lustiger und es ist natürlich etwas anderes, selbst im Chaos zu stehen oder entspannt darüber zu lesen, dass es anderen auch so geht.

Tipp 1:
Patricia Cammarata bloggt seit 2004 (!) unter dasnuf.de über ihr Leben. Sicher kann man die Geschichten aus dem Buch auch dort finden, aber so ein Buch liest sich doch viel schöner. Und man kann es auch super verschenken, z.B. an Leute, die Kinder haben oder die Kinder haben wollen.

Tipp 2:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.



Donnerstag, 6. April 2017

Meine Kinder hören und lesen...


Unsere Stadtbücherei hat gleich vorn im Eingangsbereich einen Tisch mit Büchern und CDs zum Thema "Flucht". Wir haben mal ein Buch und eine CD davon ausgeliehen.



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Irena Kobald
Illustrationen: Freya Blackwood
Titel: Zuhause kann überall sein
Preis: 12,95 €
Altersempfehlung: Ab 5 Jahren
ISBN 978-3-86873-757-8

Klappentext:
Das kleine Mädchen Wildfang musste seine Heimat verlassen und vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und vor allem fremd: die Menschen, die Sprache, das Essen und sogar der Wind. Wildfang möchte sich am liebsten nur noch in ihre geliebte Decke wickeln, die gewebt ist aus Erinnerungen und Gedanken an zuhause. Doch dann trifft sie im Park ein anderes Mädchen, das ihr nach und nach die fremde Sprache beibringt und mit ihr lacht. Und so beginnt Wildfang wieder eine Decke zu weben aus Freundschaft, neuen Worten und neuen Erinnerungen, die sie wärmt und in der sie sich zuhause fühlt.

Unsere Meinung:
Dieses Buch ist ganz besonders zauberhaft gestaltet. Es zeigt ganz behutsam mit einfachen Bildern und Texten, dass Freundschaft auch ohne viele Worte möglich ist und wie einfach es sein kann, einem Menschen, besonders einem Kind, zu helfen. Es ist ein sehr guter Einstieg in das Thema und bietet viel Stoff für Gespräche über Freundschaft, Angst, Traurigkeit, Heimat, Geborgenheit.
Es ist allerdings kein Buch, das man mal schnell vorliest und dann zum nächsten Punkt der Tagesordnung übergeht. Nehmt Euch ein wenig Zeit und sprecht mit Eurem Kindern!



Autorin: Kirsten Boie
Titel: Bestimmt wird alles gut
gelesen von der Autorin
1 CD
Laufzeit: 48:28 min (incl. Interview)
ISBN 978-3-8337-3586-8
Preis: € 9,99

Klappentext:
Rahaf und ihre Geschwister kommen aus der syrischen Stadt Homs. Dort haben sie mit vielen Verwandten in einem großen Haus gelebt. Dann kam der Bürgerkrieg und Rahafs Eltern haben beschlossen, in ein anderes Land zu gehen. Auf einem viel zu kleinen Schiff reist die Familie nach Italien und mit dem Zug weiter nach Deutschland. In Deutschland ist zum Glück kein Krieg, aber vieles ist auch hier schwer, denn Rahaf versteht die Sprache nicht. Doch dann kommt sie in die Schule und lernt Emma kennen.

Unsere Meinung:
Das große Kind wollte die CD allein hören. Okay, das darf es natürlich. Ich habe später am Tag gefragt, wie die CD war und es hat mir sehr begeistert die Geschichte erzählt. Ich war beeindruckt, wie gut mein Kind die verschiedenen Stationen und Probleme der Flucht und die Situation später in Deutschland erfasst hat. Es hat auch verstanden, dass das eine wahre Geschichte ist und so oder ähnlich vielen Menschen passiert ist. Aber an unserer Grundschule gibt es ja auch mehrere Willkommensklassen, in denen Flüchtlingskinder aus dem nahe gelegenen Flüchtlingsheim erst deutsch lernen und ihr Wissensstand ermittelt wird, bevor sie dann auf die regulären Schulklassen verteilt werden. Auch in die Klasse vom großen Kind kamen schon mehrere "Willkommenskinder". (Ist diese Bezeichnung nicht wunderbar?)
Das kleine Kind hat die CD ein paar Tage später mit mir zusammen gehört. Es war ganz gebannt, war über die Schlepper ehrlich empört, hat mit der Familie mitgelitten, war einfach insgesamt sehr empathisch. Es hat auch die Geschichte gleich verstanden und mit mit drüber geredet.
Seitdem läuft die CD mehrmals täglich, oft im Hintergrund beim Spielen.
Mich überrascht das, denn ich hätte gedacht, dass die Kinder das Thema zu traurig finden, aber da kann man mal sehen, dass man Kinder halt oft unterschätzt...




Dienstag, 4. April 2017

Noch ein Sternkisen



Passend zum Mohairmonster bekommt meine Lieblingsschwiegermutter zum Geburtstag dieses Sternkissen in Brauntönen. Die Anleitung "Sternkissen Asterisk" von Gudrun Ohle gibt es kostenlos bei Ravelry. Für die Füllung nehme ich Füllungen aus alten Sofa- und Kopfkissen (nur Polyester, keine Federn). Manchmal gibt es die sehr billig bei Ebay/-Kleinanzeigen in unserer Nähe. Ich wasche sie natürlich sofort nach dem Kaufen in der Waschmaschine. Neulich hatte ich mal wieder ein großes Kissen gekauft und als ich sagte, was ich damit mache, gleich noch eine große Tüte Füllmaterial geschenkt bekommen, die der Verkäufer noch in der Garage hatte.  Er war froh, wieder mehr Platz zu haben und ich kann wieder viele Kissen füllen. Prima Sache!

Montag, 3. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Alfie Bloom - Das Geheimnis der Drachenburg" von Gabrielle Kent



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Autorin: Gabrielle Kent
Titel: Alfie Bloom Band 1. Das Geheimnis der Drachenburg
Illustrator: Timo Grubing
gebundene Ausgabe
Erschienen am: 03.09.2015
320 Seiten
ISBN 978-3-505-13715-0
Preis: 12,99 €

Klappentext:
Der elfjährige Alfie macht sich auf die langweiligsten Ferien aller Zeiten gefasst, da erreicht ihn eine unglaubliche Nachricht. Er hat eine Burg geerbt! Burg Hexbridge übertrifft Alfies kühnste Träume. Neben Geheimgängen, Falltüren und versteckten Verliesen ist seine fantastischste Entdeckung ein sprechendes, fliegendes Bärenfell namens Artan. Die Freundschaft zwischen den beiden erweist sich bald schon als absoluter Glücksfall. Denn dank Artans Flugkünsten gelingt den beiden die Flucht vor einem finsteren Wesen mit zwei Köpfen, glutroten Augen und einem langen schuppigen Schwanz. Was zum Teufel war das? Alfie begibt sich auf Spurensuche, und die führt ausgerechnet zu seiner Burg …

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist total spannend! Es gibt eine alte Burg, ein Rätsel und dazu noch Magie! 
Die Drachen neben den Kapitelnamen und Seitenzahlen sehen schön aus.
Hoffentlich gibt es bald den zweiten Band in der Bücherei!
Und hoffentlich schreibt die Autorin noch ganz viele weitere Bände und zwar möglichst schnell!

Sonntag, 2. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Das Schwein beim Friseur" von Erich Kästner




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Erich Kästner
Titel: Das Schwein beim Friseur und andere Geschichten
Einband: Walter Trier
Illustrationen: Horst Lemke
Dressler Verlag
112 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 € (D), 8,80 € (A), SFR 15,80
ISBN-13: 978-3-7915-3019-2
EAN: 9783791530192
Erscheinungstermin: Februar 1962


Klappentext:
Zum Friseur gehen? Welches Kind tut das schon gern! Der kleine Berthold jedenfalls würde sich nie freiwillig die Haare schneiden lassen. Bis ihn seine Mutter eine Tages mit zum "Friseur am Zoo" nimmt. Da staunt Berthold: Statt auf Stühlen sitzen die Kinder auf lebendigen Tieren, einem Pony, einem Esel, sogar auf einem kleinen Elefanten. Für Berthold ist gerade das grunzende Schwein in der Ecke frei - und was passiert, als er sich darauf setzt, ist wirklich haarsträubend. 
Erich Kästner erzählt außerdem, wie Sherlock Holmes höchstpersönlich den kleinen Friedrich, der allzu gerne rumspioniert, von seiner Neugierde heilt, und von vielen anderen lustigen und ernsteren Begebenheiten. Die sechzehn ganz unterschiedlichen Geschichten und Gedichte in diesem Band sind allesamt geprägt von Kästners verständnisvollem Ton für Kinder, die von ihm immer ernst genommen werden. Zum Selberlesen und zum Vorlesen für kleine und große Kästner-Fans.

Unsere Meinung:
Das Kind prescht derzeit durch Kästners Werke, diesmal hat es diese Sammlung von Kurzgeschichten verschlungen. Wie das immer so ist mit Kurzgeschichten, manche mag man mehr als andere. Aber Kästners unvergleichlicher Stil, seine einfühlsame Art, mit der er ganz zärtlich die Seele von Kindern beobachtet, das ist immer wunderbar. Besonders schön sind die Geschichten "Zwei Mütter und ein Kind" und "Ein Kind hat Kummer".



Samstag, 1. April 2017

Kind(8) hat gerade eben ausgelesen: "Der kleine Mann und die kleine Miss" von Erich Kästner



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: Erich Kästner
Titel: Der kleine Mann und die kleine Miss
Dressler Verlag
208 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Preis: 12,90 € (D), 13,30 € (A), SFR 24,00
ISBN-13: 978-3-7915-3018-5
EAN: 9783791530185
Erscheinungstermin: Februar 1967
Einband und Illustrationen von Horst Lemke

Klappentext:
Eigentlich heißt er Mäxchen Pichelsteiner, aber berühmt ist er als der kleine Mann. Denn Mäxchen ist nur fünf Zentimeter groß, schläft bequem in einer Streichholzschachtel und tritt außerdem mit Professor Jokus von Pokus als Artist im Zirkus Stilke auf. So berühmt ist der kleine Mann, dass Mister Drinkwater höchstpersönlich aus Amerika anreist, um sein turbulentes Leben zu verfilmen.
Ungewöhnliche Helden erleben nun einmal ungewöhnliche Abenteuer. Nach aufregenden Filmaufnahmen ist Mäxchen dann endlich weltweit im Fernsehen zu sehen. Im fernen Alaska sitzt ein kleines Mädchen und traut seinen Augen kaum. Das kleine Mädchen heißt Emily Simpson, ihre Mutter ist eine geborene Pichelsteiner und auch Emily ist nur - na, wie groß wohl?

Unsere Meinung:
Nachdem das Kind neulich "Der kleine Mann" gelesen und sehr gemocht hat, war nun endlich die Fortsetzung in der Bücherei verfügbar. Ich besitze zwar seit meiner Kindheit die Gesamtausgabe "Kästner für Kinder" in zwei Bänden, aber die sind so dick und schwer und die Schrift ist so klein, das will das Kind nicht lesen. Also habe ich "Der kleine Mann und die kleine Miss" aus der Stadtbücherei ausgeliehen. Und ich finde die Kästner-Ausgaben vom Dressler-Verlag wirklich sehr schön gestaltet und handlich.
Die Geschichte ist heute noch genauso bezaubernd wie damals und das Kind findet sie genauso schön wie ich. Hach, das ist so schön, wenn man die gleichen Bücher mag!


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