Sonntag, 22. Januar 2017

Kind(8) hat gelesen: "Herr der Diebe" von Cornelia Funke



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin und Illustratorin: Cornelia Funke
Titel: Herr der Diebe
400 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Preis: 17,90 € (D), 18,40 € (A), SFR 32,00
ISBN-13: 978-3-7915-0457-5
Erscheinungstermin: Februar 2000

Klappentext:
"Du bist also wirklich der Herr der Diebe", sagte der Fremde leise. "Nun gut, behalte deine Maske auf, wenn du dein Gesicht nicht zeigen möchtest. Ich sehe auch so, dass du sehr jung bist."
Der Herr der Diebe - das ist der geheimnisvolle Anführer einer Kinderbande in Venedig, die er mit dem Verkauf der Beute aus seinen Raubzügen über Wasser hält. Keiner kennt seinen Namen, seine Herkunft. Auch nicht Prosper und Bo - zwei Ausreißer, die auf der Flucht vor ihrer Tante und dem Detektiv Victor Unterschlupf bei der Bande gefunden haben. Als Victor den Kindern tatsächlich auf die Spur kommt, bringt er dadurch alle in Gefahr. Aber endgültig scheint die Gemeinschaft der Bande aufzubrechen, als ein rätselhafter Auftrag, erteilt von dem mysteriösen "Conte", die Kinder auf eine Laguneninsel führt. Diese Insel, von außen unbewohnt und einsam scheinend, birgt ein Geheimnis, das alles verändert.
Cornelia Funke, die schon mit ihrem zum Bestseller gewordenen Titel DRACHENREITER zeigte, welch weiten Atem ihr Erzähltalent hat, hält ihre Leser - gleich welchen Alters - auch mit diesem Buch von der ersten Zeile an gefangen. Sie führt uns durch ein winterliches Venedig, verstrickt uns in verwirrende Rätsel und erfüllt ihren Helden am Schluss einen alten Menschheitstraum.

Kind(8) meint:
"Zwei Daumen hoch! Das Buch ist so spannend und schön. Mal wollte ich, dass der Herr der Diebe gewinnt, mal war ich für den Detektiv. Das ist irgendwie seltsam, macht aber nichts."

Tipp:
Das erste Kapitel gibt es als kostenlose Leseprobe auf der Verlagshomepage. Allerdings ist die Schrift dort sehr klein.

Freitag, 20. Januar 2017

Gelesen: „Welchen soll ich nehmen?“ von Eva Heller



Das Buch ist definitiv nicht jugendfrei!


Titel: "Welchen soll ich nehmen?"
Autorin: Eva Heller
Verlag: Ullstein
Gebundene Ausgabe
367 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. September 2003
ISBN 978-3550084157
Klappentext:
Der Roman über die gefährlichsten Jahre im Leben einer Frau: Vom ersten Mann bis zum hoffentlich letzten. Und das Motto: Es hat keinen Sinn, ewig über die Männer zu jammern, wir müssen lernen, mit dem vorhandenen Material zu arbeiten. Das ist mehr als ein Roman, hier sind die Antworten auf die Fragen, die Frauen nerven.

Meine Meinung:
Eher grob, ungeschliffen und zu Anfang etwas unrund, aber in Humor und Sarkasmus typisch Eva Heller. Sie geht voll zur Sache: Wie funktioniert das im Bett? Wobei es zunächst vor allem darum geht, was man(n) falsch machen kann und was Frauen daran hindert, etwas daran zu ändern. Alle Moralvorstellungen, vor allem die allseits beliebte Doppelmoral, gesellschaftliche Erwartungen und Klischees werden infrage gestellt. Auch Werke wie „Effi Briest“, „Anna Karenina“ und „Madame Bovary“ - alles Klassiker und angeblich Emanzipationsromane - werden analysiert, auch Sigmund Freud bleibt nicht verschont.
Mir hat das Buch viel Spaß gemacht. Ja, so war das damals und ist teilweise heute noch so. Es ist eigentlich zum Heulen, aber so lustig geschrieben, dass man immer was zum Lachen hat. Und es ist das ehrlichste Buch von Eva Heller.


Donnerstag, 19. Januar 2017

Kind(8) hat gelesen: "Tom Gates" von Liz Pichon



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: "Tom Gates - Wo ich bin, ist Chaos. Aber ich kann nicht überall sein" (Band 1)
Autorin: Liz Pichon
Übersetzerin: Verena Kilchling
gebundene Ausgabe
Erschienen am: 07.07.2011
252 Seiten
ISBN 978-3-505-12936-0

Klappentext:
Tom ist cool, witzig und frech. Und außerdem sehr erfindungsreich. Ständig hat er Unsinn im Kopf.
Darunter haben ganz besonders die Lehrer und seine Schwester Delia zu leiden. Denn irgendwer muss ja ausbaden, was Tom so anstellt. Aber niemand nimmt ihm das wirklich übel, weil Tom nie böse Absichten hat. Manchmal laufen die Dinge nur anders als geplant. Wie Tom seine lustigen Pläne schmiedet, kann man auf über 250 durchgehend illustrierten Seiten des Comic-Romans nachlesen.
Aber Vorsicht – die Lachmuskeln werden ordentlich strapaziert! Die vielen humorvollen Zeichnungen und Kritzeleien sorgen zusammen mit Toms Wortwitz für großartigen Spaß!


Meinung von Kind(8):
Das ist sooo witzig!

Tipp:
Schaut Euch mal die Leseprobe an!
Band 2 der Tom Gates Reihe hat Kind(8) inzwischen auch gelesen und mich beauftragt, weitere Bände aus der Bücherei auszuleihen.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Me Made Mittwoch: Frau-Feuerstein-Pullunder


Ich hatte hier hellblaues Merino Garn liegen, ZARA PLUS, mit dem ich im Laufe der letzten neun Jahre schon mehrere Versuche gestartet, aber doch wieder verworfen habe. Beim letzten hier dokumentierten Versuch war ich ja noch der Meinung, ich sei kein Pullundertyp. Tja, so kann man sich täuschen oder ändern. Inzwischen trage und stricke ich sehr gern Pullunder, auch wenn ich das Wort unlogisch finde, weil man ihn ja nicht unter, sondern über Bluse oder Shirt trägt. Jedenfalls wurde Zara Plus auch ein Pullunder.


Das Zopfmuster stammt vom Modell "Wilma" aus dem Buch "Edle Maschen - Dänisches Strickdesign elegant und zeitlos" von Lene Holme Samsøe. Das Buch hat mir mein Stiefpapa mal zum Geburtstag geschenkt. Bei dem Namen Wilma muss ich immer an die Frau von Fred Feuerstein denken. Die Form des Pullunders habe ich von meinem lila Pullunder übernommen. Ich habe bewusst auf Bündchen an den Kanten verzichtet. Die Verzopfungen habe ich alle ohne Hilfsnadel gemacht. Der Pullunder ist in einem Stück in Runden von unten nach oben gestrickt und ab der Teilung an Hals- und Armausschnitten habe ich die Hinreihen ganz normal rechtshändig continental gestrickt und die Rückreihen linkshändig english, weil ich so sehen kann, ob ich rechte oder linke Maschen stricken muss. Auf der Rückseite kann ich das nämlich bei den Verzopfungen manchmal nicht so gut erkennen. Die Schultern habe ich mit dem 3-needle-bind-off abgekettet und gleichzeitig zusammengefügt.



Das neue Leibchen ist eine schöne Ergänzung zu meinem ersten Herz-Rock.
Die Gamaschen sind auch neu. (Ich nenne sie nicht Stulpen, weil ich sie außen über den Stiefeln trage.)


Das Muster stammt von L'Arpeggiata, einer kostenlosen Socken-Anleitung.


Das Garn (Sockenwolle von Rico Design, Farbe 001, gekauft bei Rossmann) schluckt das Muster leider, aber aus der Nähe sieht es schön aus.


Ich habe einfach den Schaft mit Bündchen oben und unten gestrickt. 
Das Muster ist sehr eingängig und die Zöpfe habe ich wieder ohne Hilfsnadel gestrickt.

Die Gamaschen sind ja nur Accessoires, aber Pullunder und Rock verlinke ich beim MMM-Blog, der Platform für Menschen, die selbstgemachte Kleidung tragen und zeigen.


Dienstag, 17. Januar 2017

Upcycling-Creadienstag: Fahrgastzellentrockner


Früher habe ich mir gelegentlich das Auto meiner Lieblingsschwiegermutter geliehen. Einmal entdeckte ich im Fußraum eine oben zugebundene Socke, die mit Steinchen gefüllt zu sein schien. Ich fragte, was das sei, und erfuhr, dass die Socke mit Katzenstreu gefüllt ist und dass das die Luftfeuchtigkeit im Winter reduziert, damit die Scheiben nicht so stark beschlagen.
Als meine Windschutzscheibe neulich wiederholt von innen (!) zugefroren war, fiel mir die Sache mit der Socke ein. Also kaufte ich eine Packung Katzenstreu und wühlte in unseren Altkleidern. 


Dort fand ich zwei Shorts, die zwar ungetragen waren, aber deren Gummibund schon knirschte. Die kann man also nicht mehr spenden und darf sie also guten Gewissens zerschneiden.


Gesagt, getan. Ich schnitt Rechtecke zu, faltete sie zur Hälfte, nähte zwei Kanten zu, versäuberte sie sogar und füllte in die Öffnung das Katzenstreu. Am Ende schloss ich auch diese letzte Seite.


Nun liegt im Fußraum vor jedem Sitz (bzw. UNTER der Fahrersitz) in meinem Auto so ein Säckchen und nimmt Feuchtigkeit auf. Besonders an den Kinderschuhen sind im Winter immer solche Schnee(matsch)klumpen, die sie noch nicht so gut abklopfen können, weil sie sich beim Einsteigen nicht so gut seitlich in die Kindersitze setzen können. 
Nach zwei Tagen kann ich zwar noch kein Urteil abgeben, aber mein Eindruck ist, dass es hilft. Vielleicht nähe ich noch einen zweiten Satz, um die Dinger auswechseln und auf der Heizung trocknen zu können.



Montag, 16. Januar 2017

Die kleine Winterbücherei





Nach der Weihnachtsbücherei habe ich nun Winterbücher auf das Fensterbrett neben dem Sofa gestellt. Es sind nur wenige Titel, aber es ist für jedes Alter und für jeden Geschmack etwas dabei.

Sonntag, 15. Januar 2017

Gelesen: "Die Erlebnisse des kleinen Trampers Jackie" von Jackie Niebisch



Das Buch gibt es leider nur noch gebraucht zu kaufen 
oder in der Bücherei (in Berlin über die ZLB)


Titel: "Die Erlebnisse des kleinen Trampers Jackie"
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsjahr: 1985
ISBN 3-499-15552-4
68 Seiten mit zahlreichen Illustrationen

Es gibt leider keinen Klappentext.

Meine Meinung:
Meine Lieblingslehrerin in der Grundschule (Frau Wagner) hat uns mal am letzten Schultag vor den Ferien ein Stück aus diesem Buch vorgelesen und ich mochte es sehr. Ich kannte auch "Der kleene Punker aus Berlin" und die Geschichten haben genau das Lebensgefühl wiedergegeben, das wir damals in den 80ern in (West-)Berlin hatten. Es heute zu lesen versetzt mich genau in das Reisegefühl der damaligen Zeit zurück: Transitstrecke, Vorkontrolle, Zwischenkontrolle, Hauptkontrolle, Nachkontrolle, Kinderlichtbildbescheinigung. Das war alles vor dem Mauerfall, bevor es das Internet, Navis oder Mobiltelefone gab. (Ein Autotelefon war etwas ganz seltenes und es war irre teuer, damit zu telefonieren.) Und man ist trotzdem ans Ziel gekommen. Heute fragt man sich schon, wie das überhaupt möglich war.

Tipp:
Wenn Euch mal ein Buch von Jackie Niebisch über den Weg läuft, dann schaut mal rein. Unsere Bücherei kramt jedes Jahr im Advent z.B. "Happy Birthday, Jesus" und "Advent, Advent, ein Plätzchen brennt" aus dem Magazin hervor.

Samstag, 14. Januar 2017

Gelesen: "Es ist Dein Planet" von Sascha Mamczak und Martina Vogl



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Es ist dein Planet - Ideen gegen den Irrsinn
Autoren: Sascha Mamczak, Martina Vogl
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Paperback, Flexobroschur
224 Seiten
ISBN: 978-3-453-26999-6
Preis: 9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 13,90
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 21.09.2015

Klappentext:
Wer klaut dir die Zukunft? Und was kannst du dagegen tun? 
Eigentlich kann sich doch jeder von uns eine andere, bessere Welt vorstellen: eine Welt, in der wir mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen so schonend umgehen, dass die jungen Menschen von heute eine lebenswerte Zukunft haben werden. Die Frage ist nur: Warum geschieht nicht, was sich jeder vorstellen kann? Wer oder was hindert uns daran? Und welche Möglichkeiten gibt es, sich dem Irrsinn entgegenzustellen, den wir mit unserem Planeten veranstalten? 
Ein Buch zum Mitdenken und Weiterdenken, zum Mitmachen und Weitermachen, zum Hinterfragen und Sich-Engagieren. 

Meine Meinung: 
Einfach zu lesen, realistisch und philosophisch. 
Endlich wird den Kindern und Jugendlichen mal nicht vorgeschrieben, was sie tun oder lassen sollen, sondern sie machen sich selbst Gedanken, definieren ihren ganz persönlichen Irrsinn und entwickeln Ideen. Außerdem gefällt mir die Gestaltung sehr: die Haptik, die Schrift und die Illustrationen. Ich werde das Buch einfach mal ins Regal stellen und abwarten, ob mein Schulkind irgendwann zugreift. 

Tipp: 
Auf der Verlagshomepage gibt es eine Leseprobe und ein Video, das am Anfang eher abschreckt, aber schaut es mal bis zum Ende, dann seht Ihr, was wirklich los ist. 
Und schaut mal auf die Homepage der Initiative: 


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Freitag, 13. Januar 2017

Gehört: "Wunder wirken Wunder" von Eckart von Hirschhausen



Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt


Titel: Wunder wirken Wunder - Wie Medizin und Magie uns heilen
Autor: Dr. med Eckart von Hirschhausen
Autorenlesung/Live-Mitschnitt
Laufzeit: 77 Minuten (1 CD)
ISBN: 978-3-8445-2454-3
Preis: 14,99 € [D],  16,90 € [A], CHF 21,90
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 14.11.2016

Klappentext:
Medizinisch. Magisch. Menschlich.
Warum wirken Placebos, auch wenn man nicht an sie glaubt? Wann sind Klangschalen besser als Kortison? Wirkt Akupunktur sicherer mit Sicherheitsnadeln? Mit viel Humor entkrampft Hirschhausen den Streit zwischen Schul- und Alternativmedizin und zeigt, was jeder für sich tun, aber vor allem auch lassen kann. Eckart von Hirschhausen ist der bekannteste Arzt Deutschlands. Lange bevor er Medizin studierte, widmete er sich intensiv der Zauberkunst. Mit diesem Wissen und 30 Jahren Erfahrung als Unterhaltungskünstler und Wissenschaftsvermittler beschreibt er nun, wie viel magisches Denken bis heute in uns Menschen steckt, wie leicht wir auf Unsinn hereinfallen und warum uns ein bisschen Voodoo guttut.

Meine Meinung:
Manches sind einfach nur lustige Anekdoten, aber das meiste fand ich sehr treffend und tröstlich. Besonders interessant fand ich die Statistik, dass bei Frauen von Ärzten und Juristen bestimmte Operationen viel seltener durchgeführt werden als bei anderen. Technisch ist das Hörbuch einwandfrei, wie immer beim Hörverlag.

Tipp:
Auf der Verlagshomepage gibt es ein Video von einer Lesung, bei der Hirschhausen allerdings einen Abschnitt des Buches vorliest, der auf der CD nicht enthalten ist. 
Der Klappentext hier bezieht sich übrigens auch eher auf das Buch, z.B. von Kortison ist gar nicht die Rede. Da sollte der Verlag vielleicht lieber einen eigenen Text verfassen, damit man als Kunde ggf. nicht enttäuscht ist.
Es gibt aber auch eine Hörprobe, die wirklich vom Hörbuch stammt.
Und wo wir gerade dabei sind: Den Bommeltrick mag ich sehr! Denn genauso ist es!


Mittwoch, 11. Januar 2017

Me Made Mittwoch: Das Lieblingsstück von 2016




Der MMM ist nach der Winterpause wieder da und fragt zum Warmwerden zuerst mal nach dem Lieblingsstück des vergangenen Kalenderjahres. Ich habe gefühlt nicht so viel Oberbekleidung fabriziert und hatte ehrlich gesagt auch jetzt keine Zeit, eine Liste zu erstellen und einen Favoriten zu ermitteln, deshalb so ganz spontan aus dem Bauch heraus:

Mein Lieblingsstück, das ich 2016 für mich hergestellt habe, ist der Doctor-Who-Dalek-Herz-Rock. Bei dem verlinkten Beitrag findet Ihr Detailfotos. Die Stulpen sind neu und aus einem "Rest" der roten Wolle von den Herzen gestrickt. (Ich habe noch immer zwei Knäuel davon übrig.) Ich trage sie immer über den Schuhen, zum Einen weil ich das schöner finde, zum anderen, weil sie eh nicht in die Schuhe reinpassen würden. Darum nenne ich sie auch Gamaschen.
Das Tuch habe ich mal im Sommerurlaub vor ein paar Jahren gestrickt.

Weitere Lieblingsstücke von 2016 sehen wir im MMM-Blog.


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