Samstag, 21. Oktober 2017

Gelesen: "Unerschrockene Frauen" von Dieter Wunderlich



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Unerschrockene Frauen
Autor: Dieter Wunderlich
Verlag: Piper
Preis: 11,00 € [D], 11,40 € [A]
Erschienen am 16.07.2013
288 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-492-30267-8

Klappentext:
Sie erkämpften sich Privilegien und schockierten Spießbürger damals wie heute. »Unerschrockene Frauen« porträtiert elf Aufsehen erregende Persönlichkeiten, die bis heute für ihre mutige Unkonventionalität bewundert und gefürchtet werden. Eine spannende Reise in die skandalumwitterte Welt mutiger Provokateurinnen wie Lou Andreas-Salomé, Hildegard Knef, Nina Hagen oder Madonna.

Meine Meinung:
In geschraubten Bandwurmsätzen fasst der Autor staubtrocken die Biografien dieser elf Frauen zusammen. Wie er über Defloration und Fellatio (O-Ton!) schreibt, bringt mich leider nur zum Gähnen. Besonders fixiert scheint er auf den "Skandal" zu sein, wenn eine Frau mit einem jüngeren Mann zusammen ist. Und dann macht er auch noch so peinliche Fehler, wie z.B. von der Veröffentlichung einer DVD im Jahre 1985 zu schreiben. (Die DVD wurde erst 1995 erfunden! Die ersten DVDs wurden 1996 veröffentlicht.)
Schade. Ich hätte mir neben den Kurz-Biografien den Versuch einer Analyse gewünscht, warum diese Frauen so sind bzw. waren, und wie sie die Welt verändert haben.
Aber so sind ehrlich gesagt die Wikipedia-Einträge interessanter geschrieben.
Gut, dass ich dieses Buch nur aus der Bücherei geliehen habe...


Dienstag, 17. Oktober 2017

Gelesen: "Willkommen bei den Friedlaenders!" von Adrienne Friedlaender





Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Adrienne Friedlaender
Titel: "Willkommen bei den Friedlaenders! Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan"
gebundenes Buch mit Schutzumschlag
224 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0625-4
Preis: 16,00 € [D], 16,50 € [A], 21,50 CHF
Verlag: Blanvalet
erschienen am: 11.09.2017

Klappentext:
Vier Söhne, ein Flüchtling, kein Plan – aber jede Menge Herz!
Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein?

Meine Meinung:
Leute, lest dieses Buch!
Habt keine Angst! Es macht Euch kein schlechtes Gewissen, es erzählt auch keine schlimmen Dinge. Es ist einfach eine Familiengeschichte, die prima geschrieben ist. Eine sehr persönliche Geschichte, die mich immer wieder zum Lachen gebracht hat.
Ich wünsche diesem Buch ganz viele Leser!
Und ich wünsche vielen Lesern dieses Buch!
Ihr wisst ja: Jetzt schon an Weihnachten denken...

Übrigens:
Ein Teil der Erlöse dieses Buches wird für ein Flüchtlingsprojekt gespendet.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Tagebuchbloggen am 5. Oktober 2017 - WMDEDGT

Es ist der 5te und Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: 
"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

06:25 Der Wecker klingelt. Aufstehen, Bad, Kaffee.

06:35 Kind(9) ist bereits angezogen, nimmt sich Frühstück, berichtet, dass die Nacht traumlos war. Ich sage mehrmals: "Iss bitte weiter."
Der Mann verlässt das Haus.
Anschließend packt das Kind die Brotbox für die Schule, füllt die Trinkflasche, geht die Zähne putzen. Mein Job ist hier eigentlich nur noch, regelmäßig an die aktuelle Aufgabe zu erinnern.

06:55 Wir haben noch fünf Minuten Zeit zum Kuscheln, dabei besprechen wir den Tag. Für heute sind Sturmböen angesagt, deshalb könnte es passieren, dass die Schule ausfällt oder die Kinder früher nach Hause gehen dürfen oder so.

07:00 Der Wecker von Kind(6) piept. Wir hören ein genervtes Grunzen, dann Rascheln und Poltern, bis das kleine Kind schließlich verstrubbelt im Schlafanzug zum Frühstückstisch schleicht. Am liebsten würde ich schweigend eine Tasse Kaffee rüberschieben. Stattdessen gibt's Müsli. Das Gekrunche macht ja auch wach.

07:15 Kind(9) verlässt das Haus. Ich mahne wie jeden Morgen: "Immer gucken, bevor du über die Straße gehst!"
Kind(6) packt die Brotbox, füllt die Flasche, putzt die Zähne, zieht sich an. Wir kuscheln auch und besprechen den Tag.

07:45 Ich ziehe mich an, putze meine Zähne, suche Einkaufszettel, Pfandflaschen und Einkaufstaschen, während Kind(6) ein Scotland Yard von Berlin malt.

08:10 Heute fahren wir ausnahmsweise mit dem Auto zur Schule, weil ich anschließend schnell einkaufen und zur Post will. Ich parke aber an der letzten Straßenecke, damit das Kind wenigstens die letzten 300 Meter zu Fuß geht, aber keine Straße überqueren muss. Natürlich "erwischt" uns beim Aussteigen der Elternvertreter, der gerade auf dem letzten Elternabend wieder über die Eltern gemeckert hat, die ihre Kinder immer mit dem Auto fahren. Wir gehen sonst wirklich IMMER zu Fuß, ich schwöre!

08:30 Supermarkt. Pfandflaschen abgeben. Ich arbeite meine Liste ab, finde leider keine Nocciolata (Nuss-Nugat-Creme, fair, bio und ohne Palmfett, aber vor allem superlecker!) sowie ein paar andere Sachen. Wo bekommt man eigentlich Reinigungsknete? Ich habe ganz viele Harzflecken auf dem Auto, denen auch die Waschanlage nicht beikommt, da soll angeblich diese Knete helfen. Ich greife eine Packung Schmutz-Radierer, vielleicht funktionieren die?

09:00 Ich stehe in der Tiefgarage des Supermarktes und reibe mit dem Schmutzradierer auf Windschutzscheibe und Motorhaube herum, aber außer einem schrillen Quietschen passiert gar nichts.

09:15 Bio-Laden. Auch hier keine Nocciolata. Dafür Cashew-Bruch im Angebot und lose Kartoffeln, mein Beitrag zur Zero-Waste-Bewegung. Eine Mitarbeiterin fragt, ob sie mir helfen kann, weil ich scheinbar planlos hin und her laufe. Das liegt aber nur an der Uhrzeit. Und am Einkaufszettel. Früher hatten wir Vordrucke zum Ankreuzen, die nach Läden und Abteilungen sortiert waren, da konnte ich die Liste von oben nach unten abarbeiten. Jetzt ändern sich aber die Vorlieben meiner Lieben so oft, dass ich ständig die Vordrucke ändern müsste. Außerdem ist es umweltfreundlicher, die Liste von Hand auf Schmierpapier zu schreiben (unsere Nachbarn haben ein großes Büro mit vielen Fehldrucken) als mit dem Laserdrucker auf neues Papier zu drucken.

09:45 Post. Ich gebe den Brief an meine kranke Lieblingstante ab und schaue bei den Schreibwaren nach einem Locher. Es sind aber nur schwarze da. Kind(6) will aber einen blauen. Hat jemand einen blauen Locher zu verschenken?

10:00 Die Einkaufstaschen aus dem Auto wuchten, zum Haus schleppen und die Lebensmittel in die Schränke räumen. Boah, das ist so viel und hält meist nur wenige Tage. Wie soll das erst werden, wenn die Kinder in die Pubertät kommen?

10:30 Zweiter Kaffee und Frühstück. Anschließend die Brotmaschine füllen und anschalten. Dazu muss ich in den Keller. Das Ding ist nämlich irre laut, deshalb darf es nicht mehr oben wohnen.

11:00 Ich mache meine Runde durch die Wohnung. Heizungen aus, Fenster auf, Betten aufschütteln, schmutzige Wäsche einsammeln und sortieren, erste Ladung Wäsche waschen, trockene Wäsche von der Leine nehmen, falten und in die Schränke. Fenster wieder zu, Heizungen wieder an (aber nur auf 18°C).

11:45 Letzte Woche hatte ich Geburtstag, der ist aber leider wegen vieler anderer Termine (Zahnarzt, Elternabend, Bürgeramt etc.) leider untergegangen. Aber natürlich kamen viele Anrufe, die leider auf dem AB landeten sowie Karten und Päckchen. Also schnell ein paar Bedankungsmails schreiben. Und weil ich gerade dabei bin, der Supermarktkette ein paar Vorschläge für's Sortiment machen.

12:30 Erste Ladung Wäsche aufhängen, zweite Ladung waschen. Luftentfeuchter im Bad anschalten. Seitdem wir das Ding haben, ist kein Schimmel mehr am Regenwasserrohr, das leider ohne thermische Isolierung durch unser Bad führt. Wer plant bitte sowas?

13:00 Den Balkon sturmfest machen, also Kleinkram ins Haus holen, Möbel in die Ecke stapeln, Markise so weit wie möglich einkurbeln.


13:30 Zweite Ladung Wäsche aufhängen, dritte Ladung waschen. Auch hier frage ich mich, wohin das führt, wenn die Kinder noch größer werden?

14:00 Die Brotmaschine meldet laut piepend: Das Brot ist fertig! Also ab in den Keller, Maschine ausschalten und das Brot in die Küche tragen. Anschließend die Waschmaschine auf Pause schalten und die Kinder vom Spanischkurs abholen und zum Judo bringen. Das findet zwar beides an unserer Schule statt, aber weil meine Kinder keine Hortkinder sind, dürfen sie nicht einfach über den Schulhof gehen. Aus versicherungstechnischen Gründen. Also müssen sie beim einen Gebäude raus zur Straße, eine halbe Runde um den Block und dann bei der Turnhalle wieder rein. Danke, Ihr Anwälte!

14:50 Ich trage auf dem Weg ins Haus zwei Schulranzen auf meinem Rücken, das sieht bestimmt lustig aus. Ein Nachbar schmunzelt jedenfalls in meine Richtung. Ich versuche ihm möglichst würdevoll zuzunicken. Die Post aus dem Briefkasten holen. Müll rausbringen. Spülmaschine einräumen, Küche aufräumen. Es wird windiger. Ich lasse vorsichtshalber die Rollläden runter.


Kleiner Show-Kampf, nur für die Kamera

16:00 Die Kinder vom Judo abholen. Es stürmt wirklich heftig. Die Straßen liegen voller Äste. Nur schnell nach Hause. Dort hat es eine Fichte aus unserem Garten umgehauen. Zum Glück nur auf die Wiese. Wäre das Ding auf's Haus gekracht... 
Der Mann kommt auch kurz nach uns nach Hause. Wir besprechen, was jetzt zu tun ist. Ich schalte die Waschmaschine wieder an und rufe den Baumfäller an, der sicher morgen viele Aufträge bekommen wird. Der Mann schreibt dem Verwalter eine Mail. Die Versicherung rufe ich morgen an, wer weiß, was noch meldepflichtiges passiert. Der Wind heult jetzt richtig heftig und rüttelt an den Rollläden. Die zweite Fichte aus unserem Garten stößt mehrmals gegen den Rollladen vom Wohnzimmerfenster. Die Kinder sind verängstigt. Wir machen ganz viele Lampen an, damit die Atmosphäre etwas heimeliger wird und essen frisches Brot mit Marmelade zu Abend. Dann räumen die Kinder ihre Judotaschen weg, bringen die Brotboxen in die Küche, kontrollieren Postordner und Aufgabenhefte. Kind(6) freut sich, dass es endlich mal Hausaufgaben gab und erledigt selbige eifrig. Danach machen sich die Kinder bettfertig. Ich stricke ein paar Runden und putze zwischendurch Zähne nach und kontrolliere, ob die Ohren sauber sind.

Regia Stadion Edition. Filzt jetzt schon. Überzeugt mich nicht.

19:00 Wir Eltern gucken noch eine Folge "Deep Space 9" und eine Folge "Big Bang Theorie". Dann geht der Mann schlafen und ich schreibe hier.

Jetzt ist es 23:00 und ich muss auch ins Bett.









Samstag, 23. September 2017

Gelesen: "Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche" von Hannes Jaenicke




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt



Autor: Hannes Jaenicke
Titel: "Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche - Warum wir dringend Helden brauchen"
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
192 Seiten
ISBN: 978-3-579-08668-2 
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A], CHF 26,90
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungsdatum: 15.05.2017

Klappentext:
Nichts ist beeindruckender und inspirierender als Menschen mit haltung und Rückgrat zu begegnen. 
Echten Helden eben! Echten Helden ist es egal ob sie beliebt sind oder nicht. Die wollen nicht bewundert werden, die wollen keine Streicheleinheiten, die wollen einfach ihr Ding machen. Die tun das, woran sie glauben und wovon sie überzeugt sind – so gut es eben geht.
Die Herde ist eine wunderbare, unterhaltsame und lebensnotwendige soziale Einrichtung, solange man genau weiß wann, wo und warum man ein- bzw. ausscheren sollte. Das Buch macht Mut zum Vor-, Nach- und Querdenken, zu Individualität und Eigensinn, zum Ausscheren aus dem System und den Erwartungen.
Humorvoll und persönlich wie nie zuvor erzählt Hannes Jaenicke dabei von seinen Helden und Vorildern – wie sie ihn geprägt haben und >>god´s good children<< wurden.

Meine Meinung:
Das Buch ist leicht und schnell zu lesen. Bei fast jedem Satz in diesem Buch habe ich gedacht: "Ja, genau! So ist es!" Ein paar Mal bin ich auch anderer Meinung. Und der genervte Ton, vor allem auf den ersten Seiten des Buches, ging mir schon sehr auf die Nerven. Aber Hannes Jaenicke geht derzeit vielen auf die Nerven, egal ob er versucht, der Kanzlerin eine Petition zu überreichen oder via Change.org Unterschriften gegen eine Umweltsauerei oder Ungerechtigkeit zu sammeln. Und ich bin dankbar, dass er diese Energie hat, uns alle zu nerven, denn er hat schließlich Recht!
Also, lest dieses Buch! Es lohnt sich!
(Ich bin übrigens kein Fan von Hannes Jaenicke, aber nach dieser Lektüre finde ich ihn doch schon irgendwie ganz gut.)

Tipp:
Die ersten 18 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.

Freitag, 22. September 2017

Gehäkelt: Half-Granny-Shawl aus Sockenwollresten


Ich hatte mal wieder einige Sockenwollreste, die mir im Weg waren. Also hab ich mir ein schönes Tuch für den Herbst daraus gehäkelt. Anleitungen gibt es im Netz, aber wer weiß, wie ein Granny Square geht, kann auch ein Half Granny häkeln.


Das rot-Weiße Garn ist eigentlich kein Rest, sondern mein allererstes Garn, das ich auf meinem Spinnrad gesponnen habe. Da war beim Kauf eine Probe Neuseeland-Merino (weiß) und Corridale (rot) dabei.


Die Reste habe ich nach der Garnmenge sortiert und zuerst die kleinen, dann die großen verbraucht.



Donnerstag, 21. September 2017

Kampf dem Plastik: Noch ein Spüllappen


Aus Baumwollresten gehäkelt, diesmal sind die Farben sehr schrill.


Wie ich das gehäkelt habe, habe ich ja schon beim letzten Lappen beschrieben.


Die Rippen schrubbeln wirklich sehr gut Pfannen, Herd, Arbeitsflächen und Spüle sauber.


Bei der Größe orientiere ich mich an der Größe meiner Hand.


Mittwoch, 20. September 2017

Me Made Mittwoch: Mütze, Tuch, Pulli und Rock


Es ist Herbst. Morgens ist es kalt, mittags aber mild. Da ist der Lagenlook genau richtig:
Den Rock hab ich neulich aus einer alten Jeans meines Mannes upgecycelt. Wozu soll ich mich mit Bund, Gürtelschlaufen und Taschen abmühen, wenn das doch alles schon vorhanden ist? Anleitungen dafür gibt es im Netz haufenweise.




Dazu trage ich den "Jeans-Pullover mit Umwegen",
und meine neue Turn-A-Broken-Sock-Mütze.

(Die Sweatjacke hat mir neulich meine Schwester vermacht.)


Die Mütze begann als Sock-Head-Hat, das Muster ist von den Broken-Seed-Stitch-Socken und die Krone hab ich beim Turn-A-Square-Hat abgeschaut. Das sind alles kostenlose Strickmuster von Ravelry. Die Wolle hab ich letztes Jahr in Dänemark gekauft.

Ob es beim MMM wohl noch mehr Lagenlooks zu sehen gibt?



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Dienstag, 19. September 2017

Eckart von Hirschhausen & Ralph Caspers: "Ist das ein Witz? Vol.4 - Kommt ein Kind zum Arzt..."



Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt


1 CD, Laufzeit: 70 Minuten
ISBN: 978-3-8445-2598-4
Preis: 14,99 € [D], 16,90 € [A], CHF 21,90
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 11.09.2017

Klappentext:
Wie heißt das Reh mit Vornamen? – Kartoffelpü!
Das finden Sie nicht komisch? Dann fragen Sie mal Kinder! Sie entdecken bereits im Vorschulalter ihren Sinn für Humor, für Reime, Doppelbedeutungen und Witze – und hören am liebsten gar nicht mehr auf, sich gegenseitig zum Lachen zu bringen. Es ist Zeit, ihnen zuzuhören. Zusammen mit dem Fernsehmoderator und "Frag doch mal die MAUS"-Kollegen Ralph Caspers bittet Eckart von Hirschhausen Kinder auf die Bühne, um ihre liebsten Witze zu erzählen. Lassen Sie sich anstecken vom prustenden, glucksenden Kinderlachen und dem Glücksgefühl, wenn den Kleinen eine große Pointe gelingt. Hirschhausen selbst begann in der Grundschule seine legendäre Witzesammlung, er gibt Tipps für passende und unpassende Situationen, und kann als ehemaliger Arzt in der Kinderneurologie auch berichten, wie eng die geistige Entwicklung mit der Fähigkeit zum Humor zusammenhängt. Mit dem Erlös des Hörbuches bringt Eckart von Hirschhausen mit seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN heilsame Stimmung ins Krankenhaus: mit Clowns auf den Stationen, Workshops für Pflegekräfte und wissenschaftlicher Forschung, warum Lachen tatsächlich die beste Medizin ist.

Meine Meinung:
Ich mag Eckart von Hirschhausen und Ralph Caspers. Meine Kinder erzählen unheimlich gern Witze.    Diese CD wird hier rauf und runter gehört und wir können immer wieder über die Witze lachen. Es sind auch so viele, dass man sie sich gar nicht alle merken kann. Und ich finde super, dass der Erlös der Stiftung "Humor hilft heilen" zugute kommt.

Also, wir wissen jetzt, wie das Reh mit Vornamen heißt.
Aber wie heißt es mit Nachnamen???
Wenn Ihr es wissen wollt, müsst Ihr die CD hören...

Tipp:
Es gibt eine Hörprobe, einfach auf der Produktseite rechts oben auf "reinhören" klicken.

Mittwoch, 13. September 2017

Stricken: Toe-Up Käppchenferse ohne verkürzte Reihen


Ich stricke ja schon seit fast 35 Jahren Socken und im Laufe der Zeit habe ich immer wieder neue Techniken kennen gelernt, z.B. die Herzchenferse, die Bummerangferse, das Stricken von der Spitze zum Bündchen, Socken auf der Rundstricknadel (Magic Loop) und sogar zwei Paar gleichzeitig mit Magic Loop. 
Inzwischen stricke ich am liebsten beide Socken gleichzeitig mit Magic Loop und Toe-Up, also von der Spitze zum Bündchen, weil ich so die Wolle vollkommen verbrauchen kann und weder Yarn Chicken spielen muss noch Reste behalte. Außerdem muss ich viel weniger Reihen zählen, weil ja beide Socken immer gleich viele Reihen haben. Der einzige Nachteil bisher war, dass ich Toe-Up nur Fersen mit verkürzten Reihen kannte. Und ich mag die nicht. Also habe ich das Internet durchsucht nach einer Methode, die klassische Käppchenferse quasi rückwärts zu stricken. Aber ich habe nichts gefunden. Also habe ich den Vorgang im Kopf umgedreht und es einfach mal ausprobiert. Und siehe da: Es funktioniert!
Damit nicht jede(r) das Rad neu erfinden muss, habe ich beim zweiten Mal ein paar Fotos gemacht und zeige Euch jetzt, wie es geht. Leider war es draußen schon dunkel und die Fotos sind entsprechend schlecht, aber ich hoffe, dass Ihr alles nötige sehen könnt. Ich bemühe mich auch, die Schritte ausführlich zu beschreiben. Aber falls Ihr trotzdem Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar. Und jetzt geht's los...


Zuerst zeige ich die Technik auf dem Nadelspiel. 
Diese Socke ist, wie man sieht, von der Spitze aus gestrickt. Vor dem Fersenbeginn habe ich auf beiden Seiten an der Sohle drei Spickelmaschen zugenommen, aber wie Ihr das genau macht, ist natürlich von Eurer Fußform abhängig. Wer einen hohen Spann hat, braucht mehr Weite an dieser Stelle, wer eher L-förmige Füße und hat, braucht vielleicht gar keinen Spickel. Und wer einen hohen Spann, aber eine schmale Ferse hat, macht den Spickel vielleicht lieber auf der Oberseite, nimmt also vor der Ferse auf der Oberseite Maschen zu und nach der Ferse auch dort wieder ab. Die benötige Länge könnt Ihr Euch ausrechnen, indem Ihr von der Fußlänge die Länge des Fersenkäppchens abzieht. Wie lang das ist, werdet Ihr gleich sehen.


Diese Socke stricke ich mit 60 Maschen. Die Ferse stricke ich mit einer Kontrastfarbe. Die Maschen der Oberseite des Fußes (30) sind stillgelegt, der Arbeitsfaden hängt entweder am Anfang oder am Ende dieser Nadel, das ist egal. Die Maschen der Sohle (36, das sind 6 mehr als auf der Oberseite wegen des Spickels) teile ich auf drei Nadeln auf:
13 - 10 - 13
Die mittleren 10 Maschen (das ist ein Sechstel der Gesamtmaschenzahl ohne die Spickelmaschen) stricke ich nun mit der Kontrastfarbe glatt rechts ab. Würde ich keine Kontrastfarbe benutzen, würde ich mit dem bunten Arbeitsfaden einfach die Runde stricken, bis nur die letzten 13 Maschen der Sohle übrig sind.


Die 10 mittleren Maschen stricke ich in Reihen glatt rechts, bis es insgesamt 20 Reihen sind und der Arbeitsfaden rechts ist. Dabei hebe ich immer die erste Masche ab, als wollte ich sie stricken (in rechten Reihen also wie zum Rechtsstricken, in linken Reihen wie zum Linksstricken).
Jetzt könnt Ihr die Gesamtlänge der Sohle messen, denn dieses Rechteck ist das Fersenkäppchen. Für die benötigte Sohlenlänge vor der Ferse müsst Ihr also ausmessen, wie lang 20 Reihen sind, das könnt Ihr einfach an der bisher gestrickten Sohle tun. Diese Länge zieht Ihr von der gesamten Fußlänge ab. Ich halte hier nichts von Tabellen, denn wie hoch 20 Reihen sind, hängt ganz davon ab, wie fest oder locker Ihr strickt. 
Achtung! Bei einer anderen Maschenzahl hat das Fersenkäppchen natürlich auch eine andere Breite und eine andere Reihenanzahl:





Aus den Seitenkanten des nun entstandenen Rechtecks nehme ich jeweils halb so viele Maschen auf, wie ich Reihen gestrickt habe, in meinem Fall also auf jeder Seite 10 Maschen. Ich mache das immer mit der Methode von Brentusfirmus, da werden von der linken Seite aus erst alle Maschen aus der Kante auf die Nadel genommen und danach abgestrickt.

Dann stricke ich die aufgenommenen Maschen der rechten Kante (von der Außenseite betrachtet) des Rechtecks ab, das sind also linke Maschen, wir schauen dabei auf die Innenseite der Socke. Die letzte orange Masche hebe ich wie zum Linksstricken ab, dann stricke ich die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.  


*Ich wende die Arbeit, schaue jetzt also auf die Außenseite der Socke. Ich hebe die erste Masche ab wie zum Rechtsstricken und stricke alle orangen Maschen rechts. Die letzte orange Masche hebe ich wie zum Rechtsstricken ab, stricke die erste bunte Masche rechts und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Jetzt wende ich die Arbeit wieder, hebe die erste Masche wie zum Linksstricken, stricke alle folgenden orangen Maschen links, hebe die letzte orange wie zum Linksstricken ab, stricke die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Ab dem * wiederhole ich diese beiden Reihen, bis alle bunten Maschen weg sind.


Das ist die Fersenwand. Der Arbeitsfaden ist links. Das Kontrastgarn kann nun abgeschnitten werden. Jetzt wird wieder in Runden mit der Hauptfarbe gestrickt. Wer die Socke nur mit einer Garnsorte strickt, arbeitet einfach von hier aus weiter in Runden.



Jetzt zeige ich noch, wie das ganze mit Magic Loop aussieht. 
Ich hebe die ersten 13 Maschen der Sohle ab und stricke mit der Kontrastfarbe 10 rechte Maschen. Diese stricke ich in Reihen glatt rechts, bis es insgesamt 20 Reihen sind. Dabei hebe ich immer die erste Masche ab, in rechten Reihen wie zum Rechtsstricken, in linken Reihen wie zum Linksstricken. Nach 20 Reihen ist der Arbeitsfaden am rechten Ende der Reihe. Ihr habt nun das Fersenkäppchen fertig.


Dann wende ich die Arbeit und schaue auf die Innenseite. Dort nehme ich 10 Maschen aus der Kante des Rechtecks auf und stricke sie links ab. Die letzte Masche hebe ich ab wie zum Linksstricken, dann stricke ich die erste bunte links und ziehe die abgehobene orange darüber.


Ich wende die Arbeit, schaue auf die Außenseite, hebe die erste Masche wie zum Rechtsstricken ab und stricke alle orangen Maschen rechts.


Ich wende die Arbeit, nehme 10 Maschen aus der Kante auf.


*Ich wende die Arbeit wieder und stricke die aufgenommenen orangen Maschen rechts. Die letzte Masche hebe ich wie zum Rechtsstricken ab, stricke die erste bunte rechts und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Jetzt wende ich die Arbeit wieder, hebe die erste Masche wie zum Linksstricken, stricke alle folgenden orangen Maschen links, hebe die letzte orange wie zum Linksstricken ab, stricke die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Ab dem * wieder hole ich diese beiden Reihen, bis alle bunten Maschen weg sind. Die Fersenwand ist nun fertig. Die letzte Reihe ist eine rechts gestrickte und der Arbeitsfaden ist am linken Ende.
Das Kontrastgarn kann nun abgeschnitten werden. Jetzt wird wieder in Runden mit der Hauptfarbe gestrickt. Wer die Socke nur mit einer Garnsorte strickt, arbeitet einfach von hier aus weiter in Runden.


Es wirkt komplizierter, als es ist. Wenn man die Ferse in einer Kontrastfarbe strickt, sieht man gut, was zu tun ist. Ich finde die Käppchenferse Toe-Up sogar einfacher als Top-Down, weil man weniger Maschen aus der Kante aufnehmen und weil man weniger zählen muss, denn die Spickelmaschen verschwinden einfach beim Zusammenstricken an der Seite der Fersenwand.

Probiert es einfach mal aus! Ich wünsche Euch viel Spaß & Erfolg und ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Kommentar schreibt, ob Ihr die Anleitung verstanden habt oder wo es noch offene Fragen gibt. Eure gestrickten Werke dürft Ihr hier auch gern im Kommentar verlinken.


Donnerstag, 31. August 2017

Meine Gedanken zum Film "Embrace"


Es ist schon ein paar Monate her, dass dieser Film durch die Presse und die sozialen Medien ging, aber ich habe ihn erst jetzt auf DVD gesehen. Das war ein sehr interessantes Erlebnis, denn vieles, was da kritisiert wurde, z.B. Frauenzeitschriften, TV-Sendungen, Mode-Labels, hat nichts mit mir und meinem Leben zu tun. Ich lese schon seit etwa 15 Jahren keine Frauenzeitschriften mehr. Ich sehe fast genauso lange schon fast gar kein TV mehr (wenige Sendungen per Mediathek und die Fußball-WM). Ich kaufe fast keine Kleidung mehr für mich. Deshalb kam mir vieles, was ich nun durch Embrace über diese Dinge mal wieder gesehen habe, so völlig absurd vor. Ich bin davon einfach schon so weit weg. Trotzdem ist der Film absolut sehenswert und wichtig!

Einiges kenne ich natürlich aus meinem Leben, vor allem die verletzenden Kommentare von Menschen, die sich über mich ärgern und mich deshalb, ja genau, verletzen wollen. Da fahre ich mit dem Fahrrad ganz normal auf der Straße, weil es keinen Radweg gibt, halte dabei den empfohlenen Sicherheitsabstand zu den geparkten Autos ein und werde von überholenden Autofahrern als "fette Kuh" angepöbelt. Hä? Mit 10 Kilo weniger würde ich auch nicht weniger Platz auf der Straße beanspruchen.
Einmal war ich mit einer Freundin in der legendären Hafenbar in Berlin. Wir tanzten, sangen lauthals die Schlager mit und hatten einfach unseren Spaß. Da kam ein Typ an und erklärte, dass meine Freundin ja eigentlich ganz hübsch sei, nur ihr Lippenstift sei zu dunkel. Ich sagte nur: "Wen interessiert das?" und drehte mich weg. Wir waren nicht auf Männersuche. Und selbst wenn, gibt es bestimmt auch welche, die dunklen Lippenstift mögen oder denen das egal ist. Er ließ nicht locker und laberte mich weiter voll. Es war deutlich zu riechen, dass er schon einiges an Alkohol getrunken hatte. Ich sagte also: "Es ist mir egal, was du hübsch findest. Und außerdem hast du eine stinkende Alkoholfahne." Nur mal so als netter Hinweis, wenn wir schon Tipps austauschen. Daraufhin motzte er mich an, ich solle lieber zwei Kilo abnehmen, dann würde ich vielleicht auch mal einen abkriegen. Also ehrlich, als ob man zwei Kilo so genau sehen würde. Und als ob das überhaupt wichtig wäre. Und last but not least war ich damals verlobt. Also mehr abkriegen geht ja wohl kaum.

Ich finde es einfach so absurd, dass Menschen sich erlauben, das Aussehen anderer Mensch ungefragt zu kritisieren. Und genauso absurd ist es, sich diese blöden Sprüche zu Herzen zu nehmen. Würdet Ihr genauso reagieren, wenn Euch jemand sagt, dass ihm Euer Sternzeichen nicht gefällt? Gebt diesen Leuten einfach keinen Raum! Und gebt Euer Geld nicht für solch oberflächlichen Kram aus! Mit jeder Frauenzeitschrift, jedem Diätpulver, jeder Cellulitecreme unterstützt Ihr diese Industrie, die davon lebt, dass Frauen ihren Körper hassen.

Diese ganze Energie, die man aufwenden muss, um einem Schönheitsideal nachzujagen, das unerreichbar ist (nicht einmal die Supermodels sehen in echt so aus wie auf den Fotos!), können wir nutzen, um unser Leben und auch um diesen Planeten schöner zu machen. Dieser ewige Kampf um Schönheit, Jugend, Schlanksein kostet nicht nur viel Zeit, Geld und Energie, sondern er schwächt uns. Er macht uns angreifbar. Und wenn unsere Gedanken immer nur um unser Aussehen kreisen, können wir andere, wichtigere Dinge gar nicht denken.

Wenn es schon um Euren Körper geht, dann überlegt lieber mal, was Ihr an ihm mögt!
Ich zeige mal, wie das geht:
Mein Körper hat zwei wunderbare Menschen erschaffen und lange Zeit im Alleingang ernährt. Er kann langsamen Walzer, Tango, Quickstep, Wiener Walzer, Slowfox, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble, Jive, Samba, Salsa, Merengue, Polka und Discofox tanzen und zwar stundenlang! Er kann zwei Stunden am Stück schwimmen. Meine Hände können schreiben, malen, nähen, sticken, stricken, häkeln und knüpfen. Und mein Gehirn vollbringt die seltsamsten Dinge, merkt sich absurde Sachen (z.B. Songtexte und Gedichte), rechnet prima, ist kreativ, kann sehr gut englisch, ein wenig französisch sowie urlaubstauglich italienisch, spanisch und griechisch. Ich habe mir noch nie einen Knochen gebrochen, hatte noch nie eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss. 

So. Ich finde, mein Körper macht supertolle Sachen und ich möchte gern eine schöne Zeit mit ihm haben für den Rest unseres Lebens. Denn das Leben ist eh schon viel zu kurz. Lasst uns die Zeit bitte mit einer gesunden Mischung aus Spaß und sinnvollen Dingen verbringen!

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