Freitag, 14. September 2018

Gelesen: "Manchmal ist es federleicht - Von kleinen und großen Abschieden" von Christine Westermann



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Christine Westermann
Titel: Manchmal ist es federleicht - Von kleinen und großen Abschieden
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
ISBN: 978-3-462-05050-9
Erschienen am 09.11.2017
192 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
Preis: 19,00 € (D), 19,60 € (A)

Klappentext:
Kann man Abschiednehmen lernen?
Das Thema Abschied begleitet uns ein Leben lang. Für Christine Westermann war es wie für viele Menschen von klein auf angstbesetzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschiednehmen zu einer häufig geübten Praxis wird, gelingt ihr ein offener, zugewandter Blick darauf. Mit unnachahmlichem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekommen ist.
»Zur letzten Sendung komme ich nicht«, sagte Christine Westermann scherzhaft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Alsmann moderierten preisgekrönten Fernsehsendung »Zimmer frei« auch nur zu denken war. So tief saß ihre Angst vor drohenden Abschieden, dass sie sich nur mit Humor oder totaler Verdrängung zu helfen wusste. Der Humor ist geblieben, aber Christine Westermanns Umgang mit dem Thema Abschied hat sich tiefgehend gewandelt. In ihrem Buch erzählt sie von großen und kleinen Verlusten. Wie schwer wiegt der Abschied von einem Freund, von dem man sicher war, dass er einen überleben würde? Wie leicht kann es sein, eine Stadt, einen Wohnort hinter sich zu lassen, um neu zu beginnen? Wie schwer ist es, an sich selbst zu bemerken, dass Schönheit und Attraktivität verblassen?
Natürlich ist die Furcht vor Verlust noch immer dabei, sie wird jedoch gepaart mit neuem Mut, Veränderung anzunehmen. Anekdotenreich, ernst und selbstironisch zugleich erzählt Christine Westermann von Erfahrungen und Situationen, die ihre Wahrnehmung geschult und sie auf einen neuen Weg gebracht haben.

Meine Meinung:
Ein wenig philosophisch, sehr biographisch, aber vor allem wunderbar menschlich beschreibt Christine Westermann die kleinen und großen Abschiede, die wir im Leben bewältigen müssen: das Ende der Jugend, der Abschied von Arbeitsplätzen, Umzüge (auch ins Ausland), Beerdigungen und den Tod. Ich habe ihre Betrachtungen und Erinnerungen sehr gern gelesen.

Tipp:
Es gibt eine Leseprobe.

Dienstag, 28. August 2018

Mein Bücher-Sommer 2018


Da zurzeit viele etwas hysterisch beim Thema Werbung sind:
Ich mache hier Werbung!
Für das Lesen! Für Bücher! Für Büchereien!
Und für den kleinen Buchladen umme Ecke!
Aber unbezahlt. Rein aus Überzeugung.


Der Sommer war ja sehr heiß, oft war es mir sogar wirklich zu heiß zum Lesen.
Aber ein paar Bücher habe ich doch geschafft:

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Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: "Kann weg! Frau Fröhlich räumt auf"
Autorinnen: Susanne Fröhlich und Constanze Kleis
Verlag: Gräfe und Unzer
ISBN: 9783833862687
208 Seiten, Pappband
Preis: 17,99 € (gebunden), 14,99 € (eBook)

Klappentext:
Weg mit dem Ballast Mehr Platz fürs Glück! Susanne Fröhlich macht klar Schiff. Bügelt Sorgenfalten weg. Entstaubt Diätmythen. Poliert das weibliche Ego auf, stellt Perfektionsdrang auf den Sperrmüll und reorganisiert das Selbstwertgefühl von Frauen. Weniger bringt mehr. Das gilt auch für den Aufwand, den wir Frauen betreiben, um endlich das Leben zu führen, das wir uns wünschen und verdienen. Zum Glück kann man nicht nur Sockenschubladen und Keller ausmisten, sondern auch Kopf, Geist und Seele. In seinem neuen Buch spaziert das Bestseller-Duo Fröhlich und Kleis durch den weiblichen Kosmos und zeigt uns, wo die wahren Ballaststoffe liegen, was weg kann, wovon man sich dringend trennen sollte. Ja, auch von blöden Kerlen, Diät-Irrungen und Gefühlswirrungen. Und natürlich von ein paar dieser dämlichen Ideen, mit denen Frauen sich oft selbst im Weg stehen. Am Ende wird das schöne Leben deutlich leichter sein. Versprochen!

Meine Meinung:
Kein typisches Entrümpelungsbuch, sondern sehr feministisch und philosophisch.
Es hat mir sehr gefallen, sogar Spaß gemacht und ich hab viele wertvolle Denkanstöße bekommen.

Tipp:
Susanne Fröhlich war bei Inas Nacht zu Gast! Schnipsel aus der Sendung gibt es in der ARD-Mediathek. Keine Ahnung, warum man dort nicht die ganze Sendung findet.


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Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: "Azurblau für zwei"
Autorin: Emma Sternberg
Preis: 9,99 € (D), 10,30 € (A), 14,50 CHF
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-42211-7
Erschienen: 14.05.2018
400 Seiten
Verlag: Heyne

Klappentext:
»Ein Sommer auf Capri. Persönliche Assistentin für Recherche- und Schreibarbeiten gesucht« Als Isa diese Anzeige liest, ist sie gerade an einem seelischen Tiefpunkt angekommen. Also packt sie kurzentschlossen ihre Koffer, fliegt nach Capri und findet sich in einer wunderschönen Villa am Meer wieder. Hier lebt die glamouröse Schriftstellerin Mitzi, die mit über 80 ihre Erinnerungen aufzeichnen möchte. Während der Arbeit an dem Buch kommt Isa zur Ruhe - und Mitzi wird immer aufgewühlter. Denn tief in ihrer Erinnerung verbirgt sich eine große Liebe, die nie erfüllt wurde …

Meine Meinung:
Nette Urlaubslektüre, die über lange Strecken ohne großes Drama auskommt. Das fand ich am Strand sehr entspannend. Für meinen Geschmack blieben aber am Ende zu viele Fragen unbeantwortet.


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Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Trick 17: Urlaub & Reise
Autorin: Anita Arneitz
ISBN-13: 9783772477454
Erscheinungstag: 13.02.2017
320 Seiten
Preis: 17,00 €

Klappentext:222 geniale Urlaubs Lifehacks für deine Reisen & Tipps & Tricks vom Kofferpacken bis zur Geschäftsreise.
Mehr Platz im Koffer, knitterfreie Kleidung bei Ankunft, ein im Handumdrehen gebauter Trolley oder das beste Mittel gegen Reisekrankheit - jetzt macht nicht mehr nur die Zeit am Urlaubsort Spaß, sondern auch das Vorbereiten und Verreisen selbst wird zum Vergnügen! Diese 222 genialen Lifehacks rund um Urlaub und Reise machen dir das Leben als Weltenbummler im Handumdrehen ganz leicht.
Ob du auf Outdoor- und Aktivurlaub stehst oder bevorzugt genüsslich am Strand liegst, ob du am liebsten fremde Städte erkundest oder ständig auf Geschäftsreise bist - mit diesen Hacks wird das alles zum Kinderspiel.
Diese Bibel für alle Camping-Abenteurer, Ferienhaus-Genießer, Weltenbummler und Fernwehsüchtigen ist ein ideales Geschenk!

Meine Meinung:
Wahrscheinlich habe ich einfach schon zu viele Reisen gemacht (allein, als Paar, als Familie, als Gruppe, privat, sportlich, dienstlich, Inland, Ausland, mit Auto, Bus, Schiff, Bahn und Flugzeug), jedenfalls konnte ich mit diesem Buch nichts Neues lernen. Gut, dass ich es nur aus der Bücherei ausgeliehen habe.


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Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: "Trick 17 - Handarbeiten"
Autorin: Astrid Janßen-Schadwill
ISBN-13: 9783772464553
Erscheinungstag: 10.08.2016
320 Seiten
Preis: 17,00 €

Klappentext:
Verblüffende Tricks für Handarbeits-Fans: ungewöhnliche Helfer, unerwartete Erfindungsidee und geniale Häkel-, Strick- & Nähtipps.


Als Lifehack werden sämtliche Tricks, Kniffe und Methoden bezeichnet, die ein alltägliches Problem in einer klugen unkomplizierten Weise lösen. Der Lifehack trägt durch seine Einfachheit zur allgemeinen Erheiterung bei und macht einfach Spaß. In diesem Trick 17 Buch finden Sie ungewöhnliche Helfer aber auch unerwartete Handarbeits-Tricks, sowie nützliche Nähtipps, praktische Stricktipps und clevere Häkeltipps.
Diese Trick 17 Tipps machen das Handarbeitsleben leicht und helfen bei Pannen aus der Patsche.

Meine Meinung:

Die paar Tricks, die ich noch nicht kannte, kann ich an einer Hand abzählen. Aber wahrscheinlich gehöre ich mit über 35 Jahren Handarbeitserfahrung einfach nicht zur Zielgruppe für dieses Buch. Zum Glück hatte ich das Buch nur aus der Bücherei ausgeliehen.



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Diese Bücher haben es bei mir leider nicht über die 10%-Hürde geschafft:
"Fliegende Koffer" von Annegret Held
"Gott fährt Fahrrad" von Maarten 't Hart
"Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult
"Rubinrotes Herz, eisblaue See" von Morgan Callan Rogers



Samstag, 11. August 2018

Charity-Knitting


Für das August-Treffen von "Helfen WOLLEn - Stricken für Berlins Obdachlose" habe ich wieder viele warme Sachen gewerkelt:


9 Paar Socken in Größe 44/45 (die obere Reihe aus "ganzen" Wollknäulen, die untere Reihe aus Resten), 7 Paar Handstulpen und die Granny-Decke, die ich neulich schon gezeigt habe.

Nachdem das Treffen im Mai ausgefallen ist, ich im Juni leider keine Zeit hatte und im Juli verreist war, hat sich dieser Berg angesammelt. Allerdings glaube ich nicht, dass irgendjemand in den letzten Wochen in Berlin warme Wollsachen vermisst hat. Aber auch wenn der Herbst gefühlt noch weit weg ist, er wird kommen. Und ich hoffe, dass meine Werke dann jenen Menschen ein wenig Wärme schenken, die sonst nichts mehr haben.

Wenn Du auch Lust hast, für einen guten Zweck zu stricken oder Wolle zu spenden (auch gern Reste), dann schau doch mal bei unserer Facebookgruppe vorbei, das kann man auch, ohne dort angemeldet zu sein. (Oder Du schreibst mir einfach, wenn Du Fragen hast.) Es werden auch immer Helfer gesucht, die die gestrickten und gehäkelten Spenden zu den jeweiligen Organisationen bringen. Oder vielleicht kennst Du jemand, der/die gern strickt, aber nicht mobil genug ist, das Haus zu verlassen. Zu unseren Treffen kommt z.B. immer ein Mann, der eine Tasche voll Stricksachen abliefert, die seine Mama gestrickt hat. Wenn Du zu weit weg von Berlin wohnst, kannst Du Deine Sachen auch auf dem Postweg spenden. Oder eine Gruppe in Deiner Nähe suchen. Es tut gut, anderen zu helfen. Nicht nur den anderen, sondern vor allem den Helfenden selber.

Freitag, 29. Juni 2018

Kind(7) hat gelesen: "Die Schule der magischen Tiere" von Margit Auer




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Die Schule der magischen Tiere
Autorin: von Margit Auer
Illustratorin: Nina Dulleck
Verlag: Carlsen
Preis: 9,99 € (D), 10,30 € (A)
208 Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN 978-3-551-65271-3

Klappentext:
Wer in der Klasse wird heute ein magisches, sprechendes Tier erhalten?
In der neuen Schule fühlt sich Ida gar nicht wohl. Doch dann erzählt ihnen die Lehrerin Miss Cornfield von der magischen Zoohandlung – und Ida erhält ein magisches Tier: den hilfsbereiten Fuchs Rabbat.
Auch Benni ist gespannt. Wie gern hätte er ein wildes Raubtier an seiner Seite! Dann würden ihn die anderen endlich einmal ernst nehmen.
Diese Schule birgt ein Geheimnis: Wer Glück hat, findet hier den besten Freund, den es auf der Welt gibt. Ein magisches Tier. Ein Tier, das sprechen kann. Wenn es zu dir gehört...

Meinung von Kind(7):
Das Buch ist so spannend und geheimnisvoll. Es geht vor allem um Freundschaft.
Mama, das musst du unbedingt auch lesen!

Was ich dazu sage:
Das Kind brachte heute dieses Buch aus der Schule mit und sagte, dass alle Kinder der ersten Klassen so eins bekommen hätten. Dabei lag eine Broschüre der Stiftung Lesen und der Initiative Lesestart. Ich finde das großartig! Okay, man muss meine Familie nicht an Bücher heranführen, da rennen die bei uns offene Türen ein. Aber nachdem mein Kind dieses Buch heute abend innerhalb von zwei Stunden ausgelesen hatte, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen, wie viel Lesefutter hier im Laufe der Zeit vertilgt wird. Wir brauchen ständig Nachschub!
Ich hoffe aber auch, dass möglichst viele der anderen Kinder dieses Buch lesen. Lesen macht so großen Spaß! Man kann sich wegträumen, wilde Abenteuer erleben, ohne selbst ein Risiko einzugehen, nebenbei so viele Dinge über Menschen und das Leben lernen. Und es ist nach wie vor der wichtigste Weg zur Bildung.
Und ich werde das Buch selbstverständlich auch lesen.

Noch drei Bücher an meiner 10%-Hürde gescheitert


"Die Ballerina" von Susanne Fengler
"Die Gouvernante" von Stefan Chwin
"Wie ihr wollt" von Inger-Maria Mahlke

Mittwoch, 27. Juni 2018

Schulsachen Upcycling


Die Klassenlehrerin des kleinen Kindes hat schon die Materialliste für das nächste Schuljahr gemailt.
Ich habe einen großen Vorrat an "gebrauchten" Schreibwaren, weil die Nachbarin und die Schwägerin vor Jahren mal aussortiert haben, was ihre Kinder definitiv nicht mehr brauchen werden.


Die ehemalige Besitzerin des Hefts (rechts im Bild) kenne ich gar nicht, das bedeutet, dass es schon mehrfach weitergereicht wurde. Es war auch nur eine Seite darin beschrieben, die ich einfach ausgerissen habe.
Wie ich ja schon einmal geschrieben habe, sammle ich schönes Altpapier und auch die Kinder haben ihre Bastelmappen u.a. mit buntem Altpapier. Da fand sich ein Stück Kalenderblatt in fast genau dem richtigen Blau (rechts im Bild).


Ich habe es passend zugeschnitten und auf das Heft aufgeklebt, damit es in der Schule keine Verwirrung gibt, falls mal der Umschlag abgeht.


Jetzt zum Umschlag. Da wurde die Klasse bereits zweimal überklebt, also wurde er mindestens drei Schuljahre lang benutzt. Ich habe das große Etikett einfach abgezogen...


...und ein neues aufgeklebt.


Beim Aufräumen fiel mir noch ein abgeschabtes Lineal in die Hand.
Mit zwei Streifen Washitape sieht es wieder hübsch aus.
Warum gab es diese Klebebänder eigentlich nicht, als ich zur Schule ging?

Mittwoch, 20. Juni 2018

4 Bücher an der 10%-Hürde gescheitert

Jetzt lege ich schon das vierte Buch in Folge weg, weil es mir nicht gefällt:

"Novecento" von Alessandro Baricco
"My not so perfect life" von Sophie Kinsella
"Radau im Reihenhaus" von Evelyn Sanders
"An Ocean in Iowa" von Peter Hedges

Liegt es an mir oder an den Büchern?
Ich weiß es nicht.
Wie gut, dass ich noch bestimmt 100 ungelesene Bücher in Regal habe.
(Die eBooks noch nicht mitgezählt.)

Was ist die 10%-Hürde?
Wenn ich ein Buch lese, gebe ich ihm die Gelegenheit, mich in seinem ersten Zehntel zu überzeugen, dass es lesenswert ist. Das Leben ist zu kurz für schlechte, langweilige Bücher. Diese Beurteilung ist natürlich rein subjektiv.

Dienstag, 19. Juni 2018

Gelesen: "Hochbegabt? Potenziale erkennen und fördern" von Eliane Reichardt




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Eliane Reichardt
Titel: Hochbegabt? Potenziale erkennen und fördern
Klappenbroschur
320 Seiten
ISBN: 978-3-424-15332-3
Preis: 20,00 € [D],  20,60 € [A], CHF 27,90
Verlag: Irisiana
Erscheinungstermin: 23. April 2018


Klappentext:
Statistisch gesehen ist jeder sechste bis siebte Deutsche überdurchschnittlich begabt. Hochbegabte sind in allen Altersstufen und allen sozialen Schichten zu finden und wissen oft selbst nichts von ihrer Ausprägung. Am ehesten fällt es den Eltern hochbegabter Kinder auf, denn diese unterscheiden sich in ihrem Verhalten von normalbegabten Kindern. Die Expertin Eliane Reichardt vermittelt in diesem Buch ein fundiertes Wissen über (Hoch)Begabung, erklärt die eventuell entstehenden Probleme und zeigt praktische Wege für mehr Verständnis im Zusammenleben mit Hochbegabten.

Meine Meinung:
Dass mein kleines Kind hochbegabt ist, wussten wir längst. Es konnte mit zwei Jahren schon bis 1000 zählen, mit drei die analoge Uhr lesen, mit vier den Kalender auswendig, mit fünf alle deutschen Bundesländer und die Staaten Europas nebst Hauptstädten sowie neunstellige Zahlen korrekt vorlesen. Es konnte früh sprechen, laufen und war schon immer sehr selbständig. Die Einschulung hat uns etwas Sorge bereitet, aber ich hatte die Klassenlehrerin gründlich darauf vorbereitet und sie hat extra eine zusätzliche Lehrerin für die Förderung hochbegabter Kinder organisiert. Das kleine Kind geht gern zur Schule und ist in der Klasse sehr beliebt.
Aber das große Kind ist wahrscheinlich auch hochbegabt. Nur merkt man das nicht so schnell, weil es hochsensibel und extrem introvertiert ist. Aber wie es elektrische Schaltpläne studiert und umsetzt, deutsche Grammatik analysiert und im Affenzahn Rechenaufgaben löst, ist schon auffällig. Leider haben die Erzieherinnen in der Kita und die LehrerInnen in der Grundschule diese Dinge nicht so sehr interessiert wie die Schwächen im Sozialverhalten und in Grob- und Feinmotorik.
Nach der Lektüre dieses Buches ist mir einiges klar geworden.
1. Es ist NORMAL, dass die Mehrheit der Kinder mittelbegabt ist und eine kleine Gruppe wenig begabt und eine weitere kleine Gruppe hochbegabt. Das ist die Gauß'sche Normalverteilung, die man überall in der Natur findet.
2. Kita und Schule richten sich mit ihrer Form des Unterrichts an die Mittelbegabten. Dass die weniger Begabten gefördert werden müssen, ist jedem klar. Aber auch die Hochbegabten brauchen Unterstützung!
3. Jedes Kind muss im eigenen Tempo lernen dürfen, die "langsamen" genauso wie die "schnellen"!
4. Jedes Kind braucht Aufgaben, die es genau richtig herausfordern! Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
5. Jedes Kind braucht die Anerkennung seiner Klassengemeinschaft.
6. Jedes Kind muss sich mit ähnlichen Kindern umgeben können, damit es nicht immer ein Außenseiter ist.
Mir sind beim Lesen dieses Buches mindestens fünf Personen eingefallen, denen ich es empfehlen möchte. Und ich möchte es hier im Blog allen ans Herz legen, die sich selbst oder ihre Kinder oder Schüler als "irgendwie anders" empfinden. Und es sollte Pflichtlektüre für alle LehrerInnen und ErzieherInnen sein!

Tipp:
Die ersten 31 Seiten gibt es als kostenlose Leseprobe.


Gelesen: "Verzogen" von Susanne Fröhlich



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Susanne Fröhlich
Titel: Verzogen
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
Preis: 17,99 € (D), 18,50 € (A)
ISBN: 978-3-8105-3024-0
336 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger

Klappentext:
Die 365-Tage-Challenge.
Andrea erfüllt ihrem Liebsten, Paul, einen Herzenswunsch und zieht mit ihm aufs Land. Dorthin, wo Fuchs und Huhn sich am Waldrand gute Nacht sagen und das Nichts gleich hinterm Dorfausgang lauert. Allerdings nur zu Probe – Andrea gibt sich und dem Land ein Jahr. Wie das wohl wird?
Während Paul voller Elan die Praxisvertretung für den ansässigen Arzt übernimmt, stellt Andrea fest, dass die Provinz so ganz anders ist als gedacht. Von wegen endlose Tage in absoluter Abgeschiedenheit und Ruhe! Als Frau Doktor ist Andrea gleich im ganzen Dorf bekannt. Und spätestens als ihr Ex-Schwiegervater Rudi zu ihnen zieht, wird klar, dass das Land eine große Bühne ist, auf der nichts privat bleibt und auf der die herrlichsten Komödien aufgeführt werden.

Meine Meinung:
Dieser Roman stand ja eine Weile in der Bücherei im Bestsellerregal und ich bin immer wieder drum herum geschlichen. Schließlich habe ich in den letzten Jahren alle Bände der Andrea-Schnidt-Reihe gelesen und war neugierig, wie es weitergeht. Und als "Verzogen" dann endlich in die Belletristik-Abteilung gewandert ist, habe ich sofort zugegriffen. Die Geschichte ist wie gewohnt turbulent, nachdenklich und hat immer wieder überraschende Wendungen. Leider gibt es diesmal einige Schreibfehler, da wurde früher sorgfältiger gearbeitet. Aber da bin ich auch wirklich pingelig. Ansonsten habe ich mich gefreut, wieder von Andrea Schnidt zu lesen! Hoffentlich geht die Geschichte bald weiter!

Tipp:
Das erste Kapitel gibt es als kostenlose Leseprobe.


Sonntag, 10. Juni 2018

Schnelle Granny-Decke


Die liebe Tanja vom Youtubekanal Tanjas Wollzeit hat mir schon mehrmals Pakete mit Schals, Garn und Resten geschickt, die ich entweder direkt an die Gruppe "Helfen WOLLEn" weitergereicht oder selbst zu Socken, Handstulpen etc. zum Spenden verarbeitet habe. 


Neulich hat sie in einem Video u.a. einen Stapel Grannys gezeigt, die sie selbst nicht mehr behalten wollte. Ich habe vorgeschlagen, dass ich sie zu einer Decke für eine Notunterkunft zusammennähen kann, falls sie niemand anders haben will. Wenige Tage später kam das Paket bei mir an und ich habe die Quadrate hin und her geschoben, bis mir die Anordnung gefiel. Vier Grannys habe ich noch aus Resten dazu gehäkelt, damit die Decke acht Reihen mit je 12 Quadraten hat.


Dann kam der etwas anstrengende Teil: das Zusammennähen. Aber da an den Quadraten noch alle losen Fäden hingen, habe ich einfach diese benutzt und dabei zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Die Grannys waren zwar nicht alle genau gleich groß, aber das habe ich beim Zusammennähen passend zurecht gezogen. Wären die Unterschiede zu groß dafür gewesen, hätte ich die kleinsten Quadrate einfach noch eine Runde mit festen Maschen umhäkelt.


Die Decke ist nun ca. 95 cm mal 140 cm groß. Ich kann mich damit zudecken. Und da es ja nicht nur große Männer unter den Obdachlosen gibt, sondern auch kleine Männer und auch Frauen, wird sie im nächsten Winter sicher ihren Zweck erfüllen.


Die Kinder finden es zwar schade, dass wir die Decke nicht behalten, aber sie waren auch so interessiert, dass sie bei dieser Gelegenheit mal eben das Häkeln gelernt haben. Wer weiß, vielleicht machen sie ja irgendwann auch mit beim Häkeln & und Stricken für Obdachlose?


Oder wir häkeln mal zusammen eine Decke für unser Sofa?
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