Donnerstag, 20. Dezember 2018

Gelesen: "Als die Worte tanzen wollten" von Felicitas Brandt



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Als die Worte tanzen wollten
Reihe: Die Geschichtenspringer (Band 2 von 3)
Autorin: Felicitas Brandt
Verlag: Carlsen
empfohlen ab 14 Jahren
erschienen am 30. April 2018

Taschenbuch
D: 12,99 €
A: 13,40 €
Seiten 256
ISBN 978-3-551-30110-9

e-Book
D: 3,99 €
A: 3,99 €
Seiten 315
ISBN 978-3-646-60365-1


Klappentext:
Bei Sam hat Hope endlich das Zuhause gefunden, nachdem sie sich so lange gesehnt hat. Doch ein »normales« Leben zu führen, stellt sich als weitaus schwieriger heraus als erwartet. Nicht nur die vielen neuen Regeln, die nun zu ihrem Leben gehören, setzen ihr zu und treiben sie immer wieder zwischen die Seiten ihrer geliebten Bücher. Während Hopes Sehnsucht nach der Welt hinter den Worten immer größer wird, fürchtet Sam mehr und mehr, dass sie sich in den Geschichten verlieren könnte. Besonders, da sich im Reich der Feen ein Krieg zusammenbraut…

Meine Meinung:
Wie schon beim ersten Teil fielen mir wieder viele Details auf, die von den Buchspringern geklaut sind. (z.B. träumt Sam davon, Sherlok Holmes zu besuchen; die Hexen aus MacBeth belästigen Leute aus anderen Geschichten). Die Zwillingssteine erinnern mich an diese Walkie-Talkie-Spiegel aus Harry Potter, sie tauchten irgendwie sehr unmotiviert auf und später spielten sie keine Rolle mehr. Die Idee mit dem magischen Ring ist auch nicht neu. Der Herr der Ringe lässt grüßen. Bay ist in meinen Augen eine sprachlose Kopie von Xemerius aus der Edelsteintrilogie.
Was die Geschichtenspringerei betrifft, so bin ich eher enttäuscht. Aus dieser Idee könnte man so viel machen. Aber bis auf ein paar kurze Begegnungen mit ein paar fiktiven Figuren plätschert die Geschichte in der Realität so dahin. Mir ist auch noch immer nicht klar, wie die Realität, die Bücherwelt und das Feenreich zusammenhängen.
Es werden auch sehr viele Andeutungen gemacht, die ich nicht verstehe. Und an einer Stelle bin ich nicht sicher, ob ich richtig interpretiere, dass Hope Sam verführt. Jedenfalls geht sie abends mit einer DVD in sein Zimmer und wacht am nächsten Tag in seinem Bett auf. Aber in ihrem sonst permanentem inneren Monolog verliert sie kein Wort über diese Nacht.
Die Bücher sind zwar sprachlich ganz ordentlich geschrieben für heutige Verhältnisse. Wenn es jedoch heißt: "Mulan schien Sams Worte zu beruhigen", dann frage ich mich schon, wer da wen beruhigt?
Oder "Ich habe Mulan versprochen, bei der Königin für sie zu sprechen."
Robin Hood redet an einer Stelle von Latrinen, dabei ist seine Legende viel älter als dieses Wort.
Immerhin habe ich den ewigen Schlagabtausch zwischen Hope und Sam ebenso wie ihre manchmal ungerechte Art zu streiten wieder sehr genossen. Die Darstellung, wie Hope verzaubert/besessen ist, fand ich sehr überzeugend. Sams Abneigung gegen Spinnen auch.
Die Cover und Titel der Reihe finde ich sehr ansprechend, allerdings trägt Hope auf beiden Coverbildern einen Rock bzw. ein Kleid, während sie tatsächlich Hosen bevorzugt und sich das eine Mal im Rock sehr unwohl fühlt. Und die Titel haben nichts mit der Handlung zu tun. Im ersten Teil haben die Bücher nicht das Flüstern gelernt, denn das konnten und taten sie bereits seit vielen Jahren. Und im zweiten Band tanzen auch keine Worte. Solche leeren Werbeversprechen mag ich gar nicht.
Alles in allem ist es ein typischer zweiter Teil einer Trilogie, der natürlich auf einem Cliffhänger endet. Da der Showdown der ersten beiden Teile leider nur mäßig war, erwarte ich nicht allzu viel Action vom dritten Teil. Aber wenn es ihn auch in der Onleihe gibt, werde ich ihn lesen.

Montag, 10. Dezember 2018

Gelesen: "Als die Bücher flüstern lernten" von Felicitas Brandt




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Als die Bücher flüstern lernten (Die Geschichtenspringer 1)
Autorin: Felicitas Brandt
Serie: Die Geschichtenspringer
Verlag: Bittersweet
288 Seiten
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Erscheinungstermin: August 2017

Softcover
ISBN 978-3-551-30087-4
12,99 €

ePub
3,99 €
ISBN 978-3-646-60259-3

Klappentext:
**Wenn Feenstaub Geschichten lebendig macht…**
Als Waisenkind hat die 17-jährige Hope schon früh gelernt, niemandem außer sich selbst zu vertrauen. Mit Ausnahme von ihren Büchern natürlich und den Geschichten, die diese ihr zuflüstern. Bis sie eines Nachts in das Haus einer reichen Familie einbricht, um sich in deren riesigen Bibliothek zu bedienen, und bei ihrem Buch-Streifzug auf frischer Tat ertappt wird. Während Hope schon aus reiner Gewohnheit eine Abwehrhaltung gegenüber dem absolut nerdigen, aber zugegebenermaßen ziemlich süßen Jungen einnimmt, scheint dieser alles andere im Sinn zu haben, als sie zu verraten. Doch noch bevor Hope herausfinden kann, was genau es mit diesem Sam auf sich hat, werden sie unverhofft in eines der Bücher hineingezogen und landen… ja, wo eigentlich?

Meine Meinung:
Hope ist eine reflektierte, sensible, introvertierte Heldin. Sie ist stark und unabhängig, aber auch bindungsscheu. Sam beschreibt sie als "Kriegerprinzessin, weiblicher Gandalf und Dumbledore in einer Person, Drachenflüsterin und Feentochter".
Sam hingegen ist selbstsicher bis zur Arroganz, dabei aber gleichzeitig sehr verständnisvoll, fürsorglich und geduldig.
Der ständige Schlagabtausch zwischen Hope und Sam ist sehr vergnüglich zu lesen, sie liefern sich in einem fort sarkastische Wortgefechte. Dabei sind sie auch mal ungerecht und drehen einander das Wort im Munde herum, das finde ich sehr sympathisch. Denn allzu perfekte Helden sind doch langweilig. Auch ihre hormonellen Turbulenzen sind sehr treffend beschrieben.
Besonders schön finde ich die Metaphern für das Erwachsensein oder den ungerechten Umgang heutzutage mit Demokratie- und Umweltschützern.
Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Die Geschichte spielt in Großbritannien, aber die Helden wollen etwas im Duden nachschlagen. Da hat die deutsche Autorin leider nicht so richtig nachgedacht. Sams Mutter ist für meinen Geschmack zu jugendlich, aber es gibt ja solche Eltern.
Aber am meisten hat mich gestört, dass es einige Seitenhiebe auf "Die Buchspringer" gibt. So wird Peter Pan als Pfeife bezeichnet, den man lieber nicht um Hilfe bittet. Und die Idee, dass die Heldin je einen Elternteil aus beiden Welten hat, ist auch geklaut.
Aber das ist mir alles wahrscheinlich nur deshalb so sehr aufgefallen, weil ich die beiden Bücher direkt nacheinander gelesen habe. Ansonsten ist die Geschichte schon sehr schön und spannend. Ich lese derzeit den zweiten Teil der Geschichtenspringer-Reihe.


Tipp:
Es gibt die ersten fünf (!) Kapitel als kostenlose Leseprobe auf der Internetseite des Verlags.


Ein altes Handtuch --> 4 Waschhandschuhe + 2 Spüllappen


Wir hatten ein blaues Handtuch (leider ohne Foto), das war stellenweise schon so fadenscheinig und zerrissen, dass man sich damit wirklich nicht mehr die Hände abtrocknen konnte. Also habe ich es kurzerhand zerschnitten und aus den Randbereichen mit der Overlockmaschine vier Waschhandschuhe für die Kinder genäht, dabei konnte ich die Kanten beibehalten und musste nichts säumen. Die Reste hab ich dreilagig auf einander gelegt, die Kanten passend geschnitten und mit der Oberlockmaschine abgekettelt. Jetzt hab ich sogar zwei "neue" Spüllappen. Das ganze hat vielleicht eine Viertelstunde gedauert.


Sonntag, 9. Dezember 2018

Gelesen: "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Mechthild Gläser
Titel: Die Buchspringer
empfohlen ab 12 Jahren
erschienen 2015 
384 Seiten

Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7855-7497-3
17,95 € (D)
18,50 € (A)
Taschenbuch
ISBN 978-3-7855-8595-5
9,95 € (D)
10,30 € (A)

E-Book
ISBN ePub 978-3-7320-0253-5
ISBN Mobi 978-3-7320-0254-2
8,99 €

Klappentext:
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … 
Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?

Meine Meinung:
Endlich mal ein Buch, das in Bochum beginnt!
Wann hat man das schon mal?
Und dann spielt die Geschichte auf einer Shetlandinsel! Wunderbar!
Eine uralte, gigantische Bibliothek voller lockender Bücher und wispernder Worte...
Bücher die verheißungsvoll schimmern und in Gedanken „Lies mich!“ rufen...

Kennt Ihr das Gefühl, dass Geschichten sich im Laufe Eures Lebens verändern? Hier erfahren wir, wie das passieren kann.

Die Geschichte ist wunderbar geschrieben. Allein schon wie die Buchspringer in die Geschichten tauchen: Die Buchstaben verschwimmen vor den Augen zu einem Strudel aus Druckerschwärze, wirbeln durcheinander, verformen sich. Worte krümmen und biegen sich, bis sie zum Setting der Geschichte werden.

Die Buchspringer können sich vorwärts und rückwärts durch die Geschichten blättern, aber sich auch abseits der Handlung bewegen und von einem Buch ins andere wandern. Dabei werden sie teilweise von Figuren begleitet. Großartig, wie Amy mit Goethes Werther auf Shir Khan aus dem Dschungelbuch reitet! Es gibt in der Buchwelt einen Ort „zwischen den Zeilen“, z.B. mit einer Apotheke, die „Mittel gegen schwache Verben“ verkauft, einem Händler, der Punkte und Kommata zum Selbstabwiegen anbietet (das könnten heutzutage leider viele Autoren gebrauchen!) und einem Heldenausstatter, der auch Nebenfiguren bedient. Der Pub heißt „Zum Tintenfass“. So viele liebevolle und auch zum Brüllen komische Details, das macht einfach Spaß! Vor allem Werther hat mir sehr gefallen. Dabei mochte ich das Buch damals gar nicht so besonders.

Aber auch in der realen Welt finden sich so treffende Beschreibungen wie „Ich war viel zu höflich, um ihr Gebäck abzulehnen. Eine Staubwolke breitete sich in meinem Mund aus, als ich abbiss. Der Staubkeks hatte sich an meinem Gaumen festbetoniert und schob sich nun bedrohlich in Richtung meiner Luftröhre, während ich versuchte zu schlucken.“ Solche Kekse und Situationen kennen wir doch alle!

Ich bin dankbar, dass der Roman über weite Strecken ohne unnötig in die Länge gezogenes Liebesdrama auskommt. Es gibt zwei Missverständnisse, die aber schnell aus dem Weg geräumt werden.

"Die Buchspringer" ist ein Märchen voller Spannung, Romantik und Abenteuer, wunderschöner Landschaftsbeschreibungen gepaart mit trockenem Humor, ein Krimi, in dem Sherlok Holmes mal eine ganz unerwartete Rolle spielt. 
Und es ist eine Warnung, dass man keine Ideen aus Büchern klauen soll. Das macht diese nämlich kaputt!

„Die Buchspringer“ hätte das Potential zu einer wundervollen Buchreihe. Schade, dass die Geschichte sehr abgeschlossen wirkt. Oder kommt da vielleicht doch noch mehr? Ich könnte mir die Geschichte auch sehr gut als Kinofilm vorstellen.

Ein paar Ungereimtheiten sind mir allerdings aufgefallen. So schwankt Amy anfangs, ob sie ihre Großmutter siezen oder duzen soll. Dabei gibt es dieses Problem im Englischen nicht. Oder spricht die schottische Oma etwa zufällig deutsch?
Dann hat Amy einerseits einen E-Reader (für die breite Masse erst seit 2007 wirklich erhältlich) und kennt Facebook (gibt es seit 2004), andererseits fällt sie an einer Stelle in ihr Bett „im 20. Jahrhundert“.

Außerdem hat mich der ständige Wechsel zwischen Amys Ich-Perspektive und Wills Perspektive in der dritten Person sehr gestört, vor allem wenn es mitten im Kapitel vorkommt.

Aber das sind wirklich nur sehr kleine Details. Ansonsten finde ich dieses Buch wirklich großartig!


Tipp:
Auf der Internetseite des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Ich hab mal wieder ein Buch abgebrochen.


An der 10%-Hürde gescheitert:
"Das Flüstern der Zeit" von Sandra Regnier.
Zu viel oberflächliches Teenager-Gedöns, zu wenig Action, flache Charaktere. Schade!

Spenden für Obdachlose im Dezember 2018


Gestern war wieder Stricktreff von Helfen WOLLEn. Ich hatte seit dem letzten Treffen vier 'Paar Socken gestrickt.

Vorher hatte mein kleines Kind noch ein Basketballturnier, wie man an der Tasche rechts erkennen kann.

Da ich eine große Tasche (links im Bild) voll mit Spenden von Sylvia vom Youtube-Kanal "Magische Maschen" und von meiner Schwester abgeben wollte, bin ich wieder vor dem Treffen direkt zu einer Einrichtung für Obdachlose gefahren (dieselbe wie im Oktober und November) und habe alles abgeliefert. Ich wurde dort wieder so begeistert empfangen, dass mir ganz warm ums Herz wurde. Dabei bin ich ja einfach nur mit meiner vollen Tasche durch den Speisesaal zur Abgabe marschiert, aber von beiden Seiten riefen mir Menschen zu: "Toll! Danke! Das ist so nett von Ihnen!" Ich habe richtig gefühlt, wie das meiner Seele und meinem Immunsystem wohl getan hat. Da sieht man mal wieder, dass Wohltätigkeit keine einseitige Sache ist.

Anschließend bin ich zum Treffen gefahren. Die bezaubernde Poppi vom Podcast "Stricktherapie" war auch wieder da und wir haben uns wieder wunderbar unterhalten.

Hier noch die von mir gestrickten Socken, alle aus gespendeten Resten:






Donnerstag, 22. November 2018

Gelesen: "Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex" von Horst Evers




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex
Autor: Horst Evers
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 24.04.2018
256 Seiten
Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-3-499-29023-7

gebundene Ausgabe 16,95 €
ISBN: 978-3-87134-172-4
E-Book 9,99 €
ISBN: 978-3-644-10004-6

Klappentext:
So komisch war Alltag noch nie.
Wie können wir den mannigfaltigen Tücken des Daseins begegnen? Horst Evers macht den Alltagstest und erzählt Geschichten mitten aus dem Hier und Jetzt. Er entwickelt Sportarten, deren Ausübung man vor dem eigenen Körper geheim halten kann, lässt sich online massieren, reist zur wahrscheinlich unspektakulärsten Sehenswürdigkeit der Welt und unterzieht Kants kategorischen Imperativ und die Lehrsätze anderer großer Denker dem Praxistest. Sein Ergebnis: Das Leben ist wunderbar, macht aber leider häufig auch viel Arbeit. Man sollte es preisen wie ein Schweizer seine Heimatstadt Thun: «Thun ist schön, aber nichts Thun ist schöner.»

Meine Meinung:
Ich liebe die trockene Art, mit der Horst Evers seinen Alltag, seine Gedanken und Ideen beschreibt. Meine Lieblingsstellen sind:




Tipp:
Auf der Verlags-Homepage gibt es eine kostenlose Leseprobe.



Montag, 19. November 2018

Gelesen: "Stehaufqueen" von Nicole Staudinger


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Stehaufqueen
Autorin: Nicole Staudinger
Verlag: Knaur
Erschienen am 01.03.2018
288 Seiten
ISBN: 978-3-426-78964-3
Preis: 14,99 € (Klappenbroschur), 12,99 € (E-Book)

Klappentext:
Jeder erlebt einmal Rückschläge, Krisen oder doofe Tage. Doch woran liegt es, dass die einen daran zerbrechen und die anderen scheinbar locker damit fertig werden? Und was ist eigentlich ein Schicksalsschlag, was eine Lappalie – und wer bestimmt das? Nicole Staudinger weiß, wovon sie spricht: Mit Anfang Dreißig erhält die Mutter zweier kleiner Kinder die niederschmetternde Diagnose Brustkrebs. Doch anstatt die Hoffnung zu verlieren, entdeckt sie die Stehaufqueen in sich. Heute ist Nicole Staudinger geheilt und erfolgreiche Trainerin und Autorin. In diesem zutiefst persönlichen Buch macht sie ihren Leserinnen Mut, sich nie unterkriegen zu lassen und immer wieder aufzustehen. Dem Leben mit Humor und Zuversicht zu begegnen, denn: In jeder Frau steckt eine Stehaufqueen.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist kein Ratgeber und das möchte es auch gar nicht sein. Nicole Staudinger erzählt viele Geschichten aus ihrem Leben, aber auch von ihren Eltern, Kindern und Freunden. Sie schaut genau hin und fragt auch nach, welche Strategien jeweils geholfen haben, über die kleinen und großen Hürden des Lebens hinwegzukommen.
Ehrlich gesagt hat mir ihr Buch "Schlagfertigkeitsqueen" deutlich besser gefallen, aus dem ich viel mehr gelernt habe. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich einfach schon sehr viel über positives Denken, Achtsamkeit und Resilienz weiß und deshalb nicht so viel von der "Stehaufqueen" lernen konnte. Aber ich bereue nicht, es gelesen zu haben. Und da ich es aus der Bücherei geliehen habe, hat es mich auch quasi nichts gekostet.

Tipp:
Mehr Infos wie z.B. eine Leseprobe und ein kurzes Video mit der Autorin gibt es auf der Verlagshomepage.



Samstag, 17. November 2018

Spenden für Obdachlose im November 2018





Letztes Wochenende war wieder ein Stricktreff von Helfen WOLLEn. Ich hatte seit dem letzten Treffen diese vier Schals gestrickt. Sie sind alle etwa 20 cm breit und 170 bis 180 cm lang. Die Garne sind teilweise Spenden eines Handarbeitsgeschäfts in meiner Nähe und teilweise Reste von mir.

Da ich auch wieder ein paar private (nicht strickige) Sachen zu spenden hatte, bin ich wieder vor dem Treffen direkt zu einer Einrichtung für Obdachlose gefahren (dieselbe wie im Oktober) und habe alles abgeliefert. Ich wurde dort mit solch einer Freude und Dankbarkeit empfangen, dass mir ganz warm ums Herz wurde. Dabei bin ich ja einfach nur mit meinen vollen Taschen durch den Speisesaal zur Abgabe marschiert, aber von beiden Seiten riefen mir Menschen zu: "Toll! Danke! Das ist so nett von Ihnen!" Ich habe richtig gefühlt, wie das meiner Seele und meinem Immunsystem wohl getan hat. Da sieht man mal wieder, dass Wohltätigkeit keine einseitige Sache ist.

Anschließend bin ich zum Treffen gefahren. Dort habe ich die bezaubernde Poppi vom Podcast "Stricktherapie" kennen gelernt. Wir haben nebeneinander gesessen, über das Sockenstricken gefachsimpelt, aber auch über andere Themen geplaudert, z.B. über das Theater und sie hatte sehr leckere Zimtschnecken mitgebracht, nach deren Rezept ich leider zu fragen vergessen hatte. Das muss ich dringend nachholen.




Freitag, 9. November 2018

4 Bücher an der 10%-Hürde gescheitert, aber das 5. Buch war der Knaller!



An der 10%-Hürde gescheitert:
"Emma, der Faun und das vergessene Buch" von Mechthild GläserDiese Rezension enthält viele Kritikpunkte, die ich auch so sehe.

"Pandora - Wovon träumst du?" von Eva SiegmundDiese Rezension trifft meine Meinung sehr gut.

"Der Wächter von Pankow" von Jochen Schmidt 
Hat überhaupt jemand mehr als die Titelgebende Kurzgeschichte gelesen? Als ich nach Rezensionen suchte, fand ich nur welche, die sich auf ebenjene beziehen oder sogar das Wort "Roman" und überhaupt ganz oft denselben Rezensionstext, der mit dem Satz "Dasjenige von Jochen Schmidt kann jedenfalls so falsch nicht sein, wenn dabei immer wieder so wunderbar eigensinnige Geschichten entstehen" endet.

"Die Freiheit der Emma Herwegh" von Dirk Kurbjuweit
Diese Rezension entspricht in etwa meiner Meinung.

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Empfehlung:


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


eBook

Preis: 9,99 € [D], CHF 12,00
ISBN: 978-3-641-21362-6

Klappenbroschur

464 Seiten
ISBN: 978-3-570-31183-7
Preis: 12,99 € [D], 13,40 € [A], CHF 18,90

Verlag: cbj Jugendbücher
erschienen am: 13.11.2017

Klappentext:
Was tust du, wenn du alles verlierst?
Nachdem Liz und Sophie dem Sandmann entkommen sind, arbeitet Liz als Blog-Jounalistin bei Pandoras Wächter. Nach einem kritischen Artikel über die Abschaffung des Bargelds wird sie verhaftet – sie soll den Chef der NeuroLink AG getötet haben. Alle Beweise sprechen gegen sie – aber ist sie wirklich eine Mörderin? Als Liz verurteilt und aus Berlin verbannt wird, bleibt ihre Schwester Sophie in der Stadt zurück. Nun ist es an ihr, die Wahrheit herauszufinden, doch bald ist auch Sophie in Berlin nicht mehr sicher.

Meine Meinung:
Nachdem ich von Pandora und Cassandra einige begeisterte Rezensionen gehört und gelesen habe, habe ich mir beide Bücher per Onleihe ausgeliehen. Der erste Teil hat mich leider so genervt, dass ich die Lektüre nach 10% abgebrochen habe (siehe oben), vor allem wegen der Naivität und Oberflächlichkeit der Hauptfiguren, aber auch, weil er einfach unerträgliche Längen hatte. Da der zweite Teil aber angeblich besser sein sollte, habe ich ihn trotzdem gelesen und darüber bin ich sehr froh. Denn dieser apokalyptische Berlin-Jugend-Dystopie-Thriller hat mich wirklich gefesselt, begeistert und am Ende bis ins Mark erschüttert. Ich hab schon lange kein so spannendes Buch mehr gelesen. Ich hab mich mit den Hauptfiguren über kleine Siege gefreut, mitgefiebert, gerätselt, gelacht, gelitten und geweint.
Die Hauptfiguren sind sehr sympathisch, intelligent, frech, verletzlich, fürsorglich, mitfühlend und wenn's drauf ankommt, wild entschlossen und tough. Das hat mir sehr gefallen.
Nur das Titelbild passt leider so gar nicht zur Geschichte. Für mich sieht es aus, als würde ein wohl behütetes, junges Mädchen auf ihren ersten Ball gehen und dort ihren Traumprinzen treffen. Dagegen wäre ja nichts zu sagen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man mit diesem Bild die falsche Zielgruppe anspricht, die dann enttäuscht ist, weil es hier nicht um Romantik geht, sondern teilweise ganz schon hart um Leben und Tod.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...