Samstag, 3. Januar 2026

Hörbuch: " Die Insel der Tausend Leuchttürme" von Walter Moers




Titel: Die Insel der Tausend Leuchttürme
Autor: Walter Moers
Reihe: Zamonien
gelesen von Andreas Fröhlich
ungekürzte Lesung
Umfang: 3 mp3-CDs
Hördauer: 21h 54min
Veröffentlichung: 06.09.2023
ISBN: 978-3-8445-2971-5
Verlag:der Hörverlag


Klappentext:
»Vier bis acht Wochen in diesem Klima, dann haben Sie anschließend praktisch zwei neue Lungenflügel, vielleicht sogar drei.« Als ein Arzt Hildegunst von Mythenmetz zur Kur nach Eydernorn schickt, ahnt er nicht, in welch gefährliches Abenteuer sein Patient aufbricht. Bekannt für ihre prächtigen Leuchttürme, verspricht die gesündeste Insel des Nordmeers dem angeschlagenen Künstler zunächst Erholung pur – wären da nicht ihre seltsamen Bewohner und unheimlichen Naturphänomene. Mythenmetz begegnet Belphegatoren und Strandlöpern, Frostfratten und dem sagenumwobenen Bösen, dem Quaquappa. Eydernorn, so scheint es, ist eine Gefahr für die ganze Welt. Und der Kurgast ist wider Willen auserkoren, sie zu retten …

Meine Meinung:
Nachdem ich fast alle Zamonien-Romane abgebrochen hatte, wollte ich frustriert aufgeben. Diese Welt war wohl nichts für mich und "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ein One-Hit-Wonder. Aber dann kam "Die Insel der tausend Leuchttürme" und natürlich musste ich das lesen oder hören. Insel! Leuchttürme! Aber 42 Euro??? In der Stadtbücherei hatte ich dann zufällig Glück und lieh mir das Hörbuch aus.
Briefromane finde ich grundsätzlich schwierig. Durch die vorliegenden Briefe weiß man, dass der Protagonist das Abenteuer überlebt, das nimmt ihm komplett die Spannung. Die vielen Floskeln in Anrede usw. ziehen die Geschichte unnötig in die Länge. Hinzu kommen hier ewige Aufzählungsreihen und ausführliche Beschreibungen von einfach allem. Eine gekürzte Fassung gibt es leider nicht. 
Die Handlung ist eh relativ dünn. Erst eiert der Protagonist eine Weile über die Insel und entdeckt ungeahnte Talente, von denen man als Leser'in ahnt, dass sie am Ende bei der Lösung des Problems behilflich sein werden. Dann taucht endlich das Problem auf und wird Stück für Stück beseitigt. Es gibt einen Showdown und noch einen, dann noch einen und dann noch einen. Nacheinander werden die besonderen Talente abgehakt. Es hat mich so gelangweilt. Kreativ wäre gewesen, diesen selbstgefälligen, unsympathischen Protagonisten heldenhaft oder auch tolpatschig sterben zu lassen.
Die Figuren sind fast alle männlich: Hoteliers, Küstengnome, der Arzt sowie seine Brüder und Vorfahren, Kraakenfieker, Kellner, Leuchtturmwärter,... Die weiblichen sind eine empathielose Krankenschwester, eine Schreckse und eine Eidetin. Wenn man noch das grammatikalische Geschlecht berücksichtigt, sind die böse Wolke und die Spinnen weiblich. Klar, das ultimative Böse, das sich beliebig vermehrt, ist natürlich weiblich. Ansonsten gibt es noch die Hummdudel, die ständig ihr Geschlecht wechseln und sich auch unkontrolliert vermehren. Klar, sobald weibliche Wesen auftreten, geht es um Fortpflanzung. Wie kann jemand, der sich so großartige Welten ausdenkt, so eindimensional sein?

Tipps:
Printausgabe, eBook und Hörbuch gibt es bei Libby bzw. in öffentlichen Bibliotheken.
Hör- und Leseprobe gibt es beim Verlag oder z.B. bei Ecolibri.






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