Montag, 17. Oktober 2011

Bücher auf englisch lesen, Filme auf englisch sehen

Nachdem mich nun Ursula und Kirstin darauf angesprochen haben, dass ich Bücher auf englisch lese, schreibe ich meine ausführliche Antwort zu diesem Thema mal als eigenen Post:

Das erste Buch, das ich auf englisch gelesen habe, war "The Canterville Ghost" von Oscar Wilde. Da war ich in der sechsten Klasse und hatte einen sehr guten Englischlehrer, der uns das zu Recht zugetraut hat. Er hat uns auch Filme wie "Top Secret" und "Star Wars" im Original gezeigt. Wir haben zwar nicht jedes Wort verstanden, aber sehr viel dadurch gelernt. Vor allem, dass es möglich ist, englisch zu lesen und zu hören, auch wenn man die Sprache noch nicht so gut spricht.

Dann hatte ich Jahre später ein Aha-Erlebnis, als ich "Vom Winde verweht" im Fernsehen, also auf deutsch, gesehen habe. Da gibt es eine Szene, als Melanie Hamilton gestorben ist und Ashley seinen Sohn ins Bett schickt. Der Sohn widerspricht: "Aber es ist doch schon Morgen!" und Ashley erwidert: "Nein, es ist noch nicht Morgen." Das habe ich nicht verstanden, denn durch das Fenster schien die Morgensonne. Dann habe ich überlegt, was die beiden wohl im Original sagen. Und da wird es klar. Der Sohn sagt: "It is already morning." und der Vater erwidert: "The mourning hasn't begun yet." Morning=Morgen. Mourning=Trauer. Aha! Das war also ein Wortspiel. Und das ist durch die Übersetzung leider verloren gegangen. Fortan war ich nicht mehr bereit, immer diese Verluste hinzunehmen und habe Filme und Bücher nur noch im Original konsumiert, zumindest wenn es um englischsprachige Werke ging. Wenn ich jetzt mal versehentlich die deutsche Tonspur einer DVD erwische, fällt mir noch ein Nachteil auf, nämlich dass man immer wieder dieselben Synchronsprecher hört. Da geht also wieder etwas verloren, denn es gibt doch sehr viel mehr englischsprachige Schauspieler als deutsche Synchronsprecher. Oft passt die Synchronstimme auch gar nicht zur Person. Und die Stimme ist doch auch ein wichtiger Teil des Schauspielers.

Es gibt auch Filme, deren Geschichte davon lebt, dass Menschen verschiedene Sprachen sprechen. In der synchronisierten Fassung sprechen dann plötzlich alle deutsch. Das bringt die ganze Story durcheinander, wie z.B. in "Zimt und Koriander", einem zauberhaften Film, der auf deutsch gar keinen Sinn mehr ergibt. Mich ärgert das. Das hatten sich die Autoren so bestimmt nicht vorgestellt. Deshalb sehe ich nun alle Filme im Original, auch französische, japanische usw. Aber dann mit deutschen Untertiteln. Nur bei englischer Sprache nehme ich die englischen Untertitel, denn sie helfen mir, das Gehörte besser zu verstehen. Am Anfang war das etwas ungewohnt und ich habe vieles nicht verstanden oder Details wie z.B. Blicke nicht gesehen, weil ich in dem Augenblick gerade die Untertitel gelesen habe. Aber ich behaupte, dass ich dennoch weniger verpasse, als wenn ich die übersetzte Fassung sehen würde.

Außerdem ist es ganz nebenbei eine gute Übung, die Sprache besser zu verstehen!

Wer es einmal ausprobieren will, sollte einfach mal ins eigene DVD-Regal greifen und den Lieblingsfilm im Original ansehen. Da kennt man ja die Handlung, manchmal sogar die Dialoge auswendig. Am Anfang am besten leichte Kost wie "Dirty Dancing" (nein, das ist jetzt nicht meine vorurteilsbehaftete Einschätzung der Leser meines Blogs, sondern ich mag diesen Film selbst). Und zum Lesen kann man sich auch das Lieblingsbuch einfach mal auf englisch kaufen. Oder das neueste Werk des Lieblingsautors, dann ist die Motivation größer, weil man den Inhalt noch nicht kennt, aber schon weiß, dass man den Autor mag.

In Erinnerung an Ecki, den besten Englischlehrer, den ich je hatte und der leider viel zu früh gestorben ist.

Sonntag, 16. Oktober 2011

7 Sachen


Eine tolle Idee von Frau Liebe:
Immer wieder sonntags 7 Bilder von 7 Sachen, 
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. 
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


gestickt.


genäht.


gestrickt.


Brot gebacken.
Ich bewahre die dafür notwendigen Utensilien zusammen in der Rührschüssel auf, so muss ich nur die Schüssel aus dem Schrank nehmen und kann sofort loslegen. Na gut, Essig, Kastenform, Butter und warmes Wasser muss ich extra nehmen, aber es geht schon deutlich schneller als früher.


Baby gebadet.
Die Wanne gab es mal für 5 Euro bei Netto.


Wäsche gewaschen.


Um die Kinder gekümmert.

Ich wünsche allen so viel Sonne, wie hier gerade bei uns scheint!

Samstag, 15. Oktober 2011

Gelesen: "The undomestic Goddess" von Sophie Kinsella


Auf deutsch heißt es "Göttin in Gummistiefeln", was mal wieder voll daneben ist, weil in dem ganzen Buch kein einziger Gummistiefel vorkommt. Es geht um eine Londoner Anwältin, die gerade die Karriereleiter erklimmt und dummerweise einen Riesenfehler macht, der sie den Job kostet. In ihrer Panik rennt sie aus dem Büro und kreuz und quer durch die Stadt, steigt in einen Zug und landet irgendwo in der Pampa. Sie klingelt bei einem Haus, um nach einem Glas Wasser zu fragen. Und dann beginnt das Missverständnis. Die Leute halten sie für eine Bewerberin für die Position als Haushälterin. Sie bekommt den Job, obwohl sie weder mit dem Bügeleisen umgehen kann noch weiß, wozu Staubsaugerbeutel gut sind. ("Warum muss man den Staubsauger in einen Beutel tun???") 
Dieses Buch ist mal wieder großartig, wie alle Bücher, die ich bisher von Sophie Kinsella gelesen habe. 
Das Ende ist zwar etwas anstrengend, weil es mir zu oft hin und her geht, aber insgesamt ist es ein toller Roman. Sophie Kinsella gibt ihren Geschichten immer dann plötzliche Wendungen, wenn man sie am wenigsten erwartet. Und wenn man sie erwartet, passiert oft gar nichts oder es ist nicht so schlimm, wie man befürchtet. Nur einen Epilog hätte die Autorin vielleicht noch schreiben sollen, damit man weiß, was die Personen so etwa ein Jahr später machen. Das hätte mich schon sehr interessiert, weil ich die Leute doch in mein Herz geschlossen habe.

Freitag, 14. Oktober 2011

Last Minute U-Heft-Hülle

Das Baby musste heute zum Kinderarzt zur Vorsorge. Bisher dachte ich eigentlich, dass mir die Plastikhüllen genügen, mit denen die U-Hefte der Kinder verpackt sind. Aber dann fiel mir auf, dass ich mich jedes Mal wieder ärgere, wenn ich die Krankenhaus-Werbung auf Babys Hülle sehe. Ich würde nach meinem Geburtserlebnis (ich wurde gegen meinen ausdrücklichen Willen zur Rückenlage gezwungen) dort wirklich nicht für diese Klinik werben. Also weg mit der blöden Hülle und schnell eine selbst genäht. Sehr hilfreich war dabei diese Anleitung.


Die Außenseite war mal ein Halstuch. Die Sterne gibt es hier kostenlos. Der Hubschrauber (den das Baby selbst ausgesucht hat!) war bei meiner Brother im Preis enthalten. Ich hätte mal vorher dieses Tutorial lesen sollen, dann sähe das Namensschild besser aus. Außerdem muss ich noch etwas üben, um Stoffe und Stickereien besser miteinander zu kombinieren.


Das geblümte war mal eine Tischdecke, die meine Schwiegermutter in den Müll werfen wollte. Das weiße war einst ein Kissenbezug.


Zwischen den Schichten ist noch eine Lage Biberbettlaken (ja, das mit dem Regenbogen), damit die Hülle etwas steifer ist.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Sammlungen

beauty is where you find it #15


"Ich sammel doch nichts", dachte ich spontan. Dann fiel mein Blick auf das Bücherregal. Die Menge an Comics ist für jemanden meines Alters schon etwas ungewöhnlich:


LTB, das erste "Der Kolumbusfalter" sogar als Originalausgabe, die aber leider völlig zerfleddert ist


Ralf König, dort versteckt, wo die Kinder sie noch nicht finden können


Snoopy & die Peanuts auf deutsch und englisch


Tom Touché, genannt "Die Ziegelsteine"

Und ja, ich habe sie alle gelesen.
Mehr Sammlungen gibt's bei Frau Pimpi.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Die Apfelbettwäsche

Es hatten sich ja nun schon mehrere Interessenten für die Apfelbettwäsche gemeldet. Das Set besteht aus einem Kissenbezug in 80x80, einem Bettbezug in 135x200, zwei Nackenrollenbezügen und einem altmodischen Laken ohne Spanngummi. Die Nackenrollenbezüge und das Laken sind nur grün ohne Äpfel und die Farbe ist auch etwas heller als beim Apfelmuster, wobei die Farbe je nach Beleuchtung sehr unterschiedlich ist (siehe Fotos: auf den ersten beiden Bildern schien die Sonne, auf dem dritten nicht). Die Sachen gehören also nicht zwangsläufig zusammen, sehen aber zusammen sehr schön aus. Alles riecht leider ein wenig nach Keller, aber das kann man sicher mithilfe der Waschmaschine ändern.




Ich habe mal ein Bett bezogen, damit Ihr einen besseren Eindruck vom Muster etc. bekommt. Dabei habe ich auch gleich noch einmal den Zustand begutachtet, denn die Bettwäsche stammt original aus den 70er Jahren und hat seitdem bestimmt zehn Umzüge erlebt. Aber sie ist wirklich noch vollkommen in Ordnung, auch die Knöpfe und Knopflöcher.
Da ich keine Nackenrollen besitze, habe ich den Bezug hier einfach mit einem Bettlaken ausgestopft. Mit der richtigen Füllung sieht es praller aus, mehr wie ein Bonbon.

Alles Weitere z.B. was Ihr mir zum Tausch anbieten könnt, findet Ihr links unter "Wer tauscht mit mir?"

Dienstag, 11. Oktober 2011

Reifenpanne


Heute früh auf dem Weg in die Kita ist es passiert: Die beiden Reifen auf der rechten Seite des Kinderwagens waren platt. So was Doofes! Auch eine Luftpumpe, die ein Kita-Papa schnell für mich organisiert hat, konnte leider nicht lange helfen. Ich habe also die kaputten Räder beide vorn eingebaut und beim Schieben immer den Griff heruntergedrückt, um die Last von der Vorderachse zu nehmen, was besonders beim Einsteigen in den Bus wichtig war. Beim Aussteigen natürlich auch. Und beim um-die-Ecke-fahren. Und überhaupt.
Der schlaue Kommentar eines Mannes an der Bushaltestelle: "Ist gefährlich für Kind!" half mir auch nicht weiter. Was soll das denn? Statt klug zu sch... hätte er mir ja vielleicht mal beim Einsteigen helfen können. Denkste! Aber doof gucken und im Weg herumstehen, das konnte er gut. grrrrr.

Zuhause habe ich dann den Liegebuggy in Betrieb genommen. Das Baby scheint sich nicht daran zu stören, was für ein Glück. Drückt uns mal bitte die Daumen, dass wir die Reifen flicken können, denn wir wollten den großen Wagen eigentlich ganz gern noch verkaufen und nicht in den Müll werfen.

Diese Panne hat mich leider heute sehr viel Zeit gekostet, sodass ich noch gar nicht wegen der Stoffe und Bettwäsche geantwortet habe. Bitte gebt mir noch etwas Zeit. Ich melde mich.

Montag, 10. Oktober 2011

Nachgereicht: Sommerschlafsack für das Baby


Bis vor ein paar Monaten hatten wir nur einen einzigen richtig dünnen Schlafsack mit Ärmeln für ganz heiße Sommernächte. Da man diesen ja ab und zu waschen muss, habe ich einen zweiten genäht. Der Vorteil bei dieser Form mit Ärmeln ist, dass man dem Baby nur einen Body mit kurzen Ärmeln oder gar nur mit Trägern anzuziehen braucht. Der Schlafsack ist luftig und bedeckt doch den ganzen Körper bis zu den Handgelenken. Zur Not könnte man das Baby auch nur mit einer Windel bekleidet in diesen Schlafsack einpacken, wenn der Sommer noch wärmer ist.

Ich habe ihn aus zwei alten T-Shirts des Gatten genäht, eins war schwarz und eins weiß. Der Reißverschluss stammt von einem alten Sofakissenbezug.

Jetzt ist der Sommer endgültig vorbei und der Schlafsack auch längst viel zu klein. Jetzt kommt er in die Kiste zusammen mit so vielen anderen Sachen, die schon zu klein sind. Hach, die Kinder werden sooo schnell groß. *schnief*

Sonntag, 9. Oktober 2011

7 Sachen

Eine tolle Idee von Frau Liebe:
Immer wieder sonntags 7 Bilder von 7 Sachen, 
für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. 
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Das Baby aus dem Klammergriff des Spielbogens befreit.


Betten neu bezogen.


Bettwäsche und Stoffe aussortiert. Hat jemand Interesse? 
Ich überlege, eine Tauschbörse zu eröffnen.


Goulasch von gestern aufgewärmt.


Lieblingsschwiegermutter davon abgehalten, diese Tischdecken in den Müll zu werfen.
Da kann man sicher was Schönes draus machen. Und nach dem Aussortieren ein paar Stunden zuvor ist ja auch wieder Platz im Schrank...


Windeln nachgeladen.


Gestrickt.

Ich wünsche allen eine gute Nacht und morgen einen erfolgreichen Start in die neue Woche!

Samstag, 8. Oktober 2011

Gelesen: "Spielend schlauer werden" von Almuth Bartl


Dieses Buch hat mir meine Ma neulich geschenkt. Es ist in elf Themenkapitel unterteilt, in denen jeweils viele, sehr kurze Abschnitte mit Ideen stehen, wie man Kinder im Alter von von drei bis acht Jahren im Alltag fördern kann.
Man kann es sehr gut häppchenweise* lesen, also z.B. an der Supermarktkasse, an der Bushaltestelle, im Wartezimmer beim Arzt oder in der Küche, während man darauf wartet, dass das Wasser kocht.
Manche Ideen kannte ich zwar schon, aber viele noch nicht bzw. habe ich sie vielleicht angewandt, ohne mir dessen bewusst zu sein. Danke, Mama!

*Wann gibt es eigentlich endlich wieder eine Büchersendung mit Jürgen von der Lippe?
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