Dienstag, 31. Mai 2016

Stoffspielerei im Mai: Schrift auf Stoff


Mal wieder bin ich spät dran mit meinem Beitrag zur Stoffspielerei. Hoffentlich darf ich trotzdem noch mitmachen...


Dieser Stoffbeutel hatte eine Werbung aufgedruckt, die ich nicht spazieren tragen wollte. Also habe ich zuerst einen passenden Jerseyrest darüber gesteppt. Die Stricklieselschlange habe ich vor Jahren mal aus herumfliegenden Garnresten produziert, einfach so, ohne Ziel. Seither lag sie hier herum.


Jetzt habe ich sie von Hand unsichtbar auf die Tasche genäht. So trage ich sie gern spazieren.

Viele weitere gute Ideen, wie man Schrift auf Stoff bringt, werden bei Karen -Feuerwerk by KaZe gesammelt. Vielen Dank für den Anstoß!

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Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.  



Außerdem macht die Tasche mit bei:
einfach.nachhaltig.besser.leben

Sonntag, 29. Mai 2016

Nicht lesenswert: "Die Lebenden und die Toten" von Nele Neuhaus



Coverbild freundlicherweise vom Ullstein Verlag zur Verfügung gestellt


Hardcover
gebunden mit Schutzumschlag
560 Seiten
ISBN-13 9783550080548
Erschienen am 10.10.2014
Preis: 19,99 €


Klappentext:
Die Idylle täuscht: Hinter jeder Ecke lauert der Tod. 
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will gerade in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord: Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? Der Druck auf die Ermittler wächst schnell. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur.

Meine Meinung:
Das Buch ist zäh von vorn bis hinten und voller logischer Fehler. Viele Fragen bleiben am Ende offen. Aber das größte Problem ist, dass die Autorin das Thema Organspende übel in den Dreck zieht. Finger weg!

Tipp:
Lest lieber ein wirklich gutes Buch, z.B. diesesdieses oder dieses.

Film-Tipp:
Die Verfilmung ist viel besser als das Buch und derzeit in der ZDF-Mediathek verfügbar: Teil1 + Teil2.

Dienstag, 24. Mai 2016

Noch mehr Wollreste




Hier lagen ein paar dickere Garnreste herum und das kleine Kind brauchte dringend eine Decke für die Kuschelkatze. Also habe ich eine Ten-Stitch-Blanket gestrickt, aber in glatt rechts, weil kraus rechts zu viel Garn frisst. So ist sie immerhin 50x50 cm groß geworden. Am Schluss habe ich sie mit dem dunkelblauen Garn in festen Maschen umhäkelt, damit sich der Rand nicht einrollt. Dafür wellt er sich jetzt, weil das Garn dicker ist als das verstrickte. Aber das macht nix. Das Kind ist glücklich und die Miezi muss nachts nicht mehr frieren.

Die Decke macht mit bei:

Dienstag, 17. Mai 2016

Topflappen in pink, weiß, braun und türkis




MeinVorrat an Baumwollgarn war zwar nach der Waschhandschuhproduktion etwas kleiner, aber ich wollte ihn noch weiter reduzieren. Die Farben pink, türkis, dunkelbraun und weiß mag meine Schwester sehr gern, also habe ich für sie daraus Topflappen gemacht.

Und weil ich schon lange mal wieder eine neue Technik ausprobieren wollte, entstand zuerst einer in Doppelstrick mit einfachem Kästchenmuster. 


Hm, naja, ich sag mal, ich bin froh, dass ich durchgehalten habe und jetzt behaupten kann, dass ich diese Technik beherrsche. Aber Spaß ist was anderes. 


Also habe ich den Rest wie immer in festen Maschen gehäkelt. Das macht Spaß, sieht besser aus und geht deutlich schneller. Diese vier Topflappen zu häkeln ging schneller, als den einen zu stricken.

Aber das Wichtigste: Die Schwester freut sich und ich habe etwas Garn abgebaut.


Heute mach ich mit bei:



Sonntag, 15. Mai 2016

Lesung mit Musik: "Eine musikalische Schlittenfahrt / Vom Englein, das nicht singen konnte"



Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt


Autoren: Peter Stangel und Judith Steinbacher
Komponiert von Leopold Mozart und Georg Simm
1 CD
Laufzeit: 40 Minuten
ISBN: 978-3-86717-987-4
Preis: 9,99 € [D], 11,20 € [A], CHF 14,90
Verlag: der Hörverlag
Erschienen: 26.11.2012
empfohlen ab 4 Jahren

Klappentext:
Das erste Hörbuch aus der neuen Reihe "Große Musik für kleine Hörer": Peter Stangel und seine Taschenphilharmonie nehmen große und kleine Hörer mit auf die berühmte "Musikalische Schlittenfahrt" von Leopold Mozart – mit Pferdegetrappel, Peitschenknallen und Glockengebimmel. Außerdem erzählen Sie vom kleinen Engel Daniel, der nicht so schön singen kann wie die anderen Engel und deshalb auch nicht mit nach Bethlehem darf, um das Jesuskind zu begrüßen. Wie er dann doch mit Hilfe seiner neuen Freunde Bär, Wolf, Wildschwein und Rabe dem Jesuskind eine besondere Freude machen kann, das erfahren gespitzte Ohren in dieser musikalisch-weihnachtlichen Geschichte. 
Liebevoll erzählt und erläutert vom Dirigenten der Taschenphilharmonie Peter Stangel.

Meine Meinung:
Wenn wir längere Autofahrten unternehmen, mache ich gern ein Hörspiel oder Hörbuch für die Kinder an, da vergeht die Zeit schneller. Und solche Fahrten sind auch immer eine gute Gelegenheit, neue Geschichten auszuprobieren (schließlich habe ich da die Macht über den CD-Player und bin nicht gezwungen, zum x-ten Mal Bob der Baumeister zu hören). Von der Taschenphilharmonie kannten wir ja schon "Die vier Jahreszeiten" von Vivaldi, die bei uns zuhause mehrmals pro Woche gehört werden. Die Geschichten "Eine Musikalische Schlittenfahrt" und "Vom Englein, das nicht singen konnte" sind ebenso bezaubernd! Wir lauschten alle gemeinsam der liebevollen musikalischen Inszenierung und den berührenden Geschichten. Das kleine Kind (5) hat sie nun schon an mehreren Abenden im Bett vor dem Einschlafen gehört. Kann es ein größeres Lob für eine gelungene Produktion geben?

Tipp:
Auf der Homepage vom Hörverlag gibt es eine Hörprobe.

Samstag, 14. Mai 2016

"Spiele-Trickkiste" von Svenja Walter




Cover freundlicherweise vom GU-Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Svenja Walter
Titel: Spiele-Trickkiste. 88 luftballonbunte, brauseprickelnde Alltagsabenteuer und ruck-zuck-schnelle Müttergeheimwaffen-Beschäftigungsideen für Kinder
Verlag:GU
Preis: 14,99 €
ISBN 9783833833892
144 Seiten
Hardcover
Erscheinungstermin: Dezember 2013

Klappentext:
Die Spiele-Trickkiste bietet 88 kreative Spiele für Kinder - ohne viel Vorbereitung und für drinnen und draußen. Der kreativste und innovativste Ratgeber für einen fantasievollen und harmonischen Alltag mit Kindern.
Schnelle, einfache und kreative Spiele und Beschäftigungsideen im Alltag mit Kindern, die ohne viel Vorbereitung und Materialen funktionieren, sind in jeder Familie heiß begehrt. Ein positiver Nebeneffekt: Kreatives Spielen fordert und fördert Kinder von ganz allein! Egal ob drinnen, draußen, beim Essen, im Kinderzimmer oder unterwegs: Diese Ideensammlung begeistert Kinder, weil sie Neues und Aufregendes bietet. Alltagsabenteuer, die die Fantasie anregen, Werte und Wissen vermitteln und den Gemeinschaftssinn stärken. Das Buch zeigt Wege auf, wie wir den Blick unserer Kinder auf Aktivitäten lenken können, die Eltern wichtig sind. Außerdem werden die Kinder aktiv in die Freizeitgestaltung und -planung mit einbezogen. Und das Allerbeste: Jede einzelne Idee ist praktikabel, leicht realisierbar und dazu auch noch günstig. Anstatt Dinge kaufen zu müssen, wird einfach das verwendet, was man schon im Haus hat oder in der Natur findet.

Meine Meinung:
Das Buch lag in der Stadtbücherei auf dem Wagen mit den abgegebenen Büchern und zog meinen Blick magisch an. Schnelle Müttergeheimwaffen-Beschäftigungsideen für Kinder? Her damit! Kurz drin geblättert, sofort ausgeliehen und zuhause von vorn nach hinten gelesen.
Das Buch ist sehr logisch aufgebaut (Inhaltsübersicht in der Leseprobe, siehe Tipp 1): Zuerst gibt es Ideen, was man zuhause machen kann, z.B. bei Regenwetter. Dann kommen die Ideen für draußen (Garten, Wald, Strand). Das Thema "Essen" ist ja mit Kindern auch immer wichtig. Und nachdem hier die Kindergeburtstage vor der Tür standen, war für mich das Kapitel über das Feiern natürlich hochaktuell (inzwischen haben wir erfolgreich gefeiert, hier das Kita-Kind, hier das Schulkind). Der letzte Teil behandelt Planung und Organisation im Alltag, da geht es um Routinen, Kalender, Kinderzitate, Fotos usw.
Das Buch hat mich bei der Planung der Kindergeburtstage sehr inspiriert. Zwar haben wir weder Piraten- noch Prinzessinnengeburtstag gefeiert, aber beim Lesen und Anschauen der Bilder hatte ich viele eigene Ideen, die wir mit wenig Aufwand, aber mit umso mehr Erfolg und Spaß umgesetzt haben.
Und auch die anderen Kapitel haben mir sehr gut gefallen. Manches kannte ich schon, das bleibt natürlich nicht aus, wenn man schon seit acht Jahren in dieser "Branche" ist und sich außerdem aus der eigenen Kindheit an Spiele, Rezepte und Tricks erinnert. Aber viele Ideen sind für mich neu oder ich hatte sie vergessen.

Tipp 1:
Schaut mal die Leseprobe vom Verlag an: das Layout, die Fotos, die Schrift, ich finde das alles sehr stimmig und passend.

Tipp 2:
Die wunderschönen Vorlagen für viele Spiele und anderes aus dem Buch gibt es auf Svenjas Blog kostenlos. Schaut sie Euch unbedingt mal an!

Tipp 3:
Svenjas Blog ist sowieso lesenswert. Ich bin dort erst durch das Buch gelandet, aber sofort stundenlang hängengeblieben.

Tipp 4:
Das Buch ist auch eine prima Geschenkidee für alle Eltern von Kindern bis etwa 12 Jahren.

Tipp 5:
Das Buch gibt es auch als eBook für 11,99 €.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Me Made Mittwoch: Walle-Walle in Rottönen




Nicht neues, nur neu kombiniert:
plus Kauf-Shirt (über 15 Jahre alt!)
plus transparente Kauf-Tunika (ca. 6 Jahre alt)
plus meine Oma-Schuhe

Sehr bequem, das Outfit macht alles mit.

Auf dem MMM-Blog zeigt Daniela heute einen Strickpullover, der gleichzeitig bequem und schick aussieht. Und alle anderen Selbermacherinnen finden wir dort auch.


Dienstag, 10. Mai 2016

Star-Wars Kindergeburtstag mit Upcycling-Memory-Twister, Gewinnbüchsen...


In letzter Zeit ist es hier im Blog relativ ruhig. Das liegt daran, dass bei uns gerade so viel los ist. Ich hatte einen kleinen Autounfall (nur Blech, niemand verletzt, also nur teuer und nervig). Das große Kind war zum ersten Mal auf Klassenfahrt. Vom Geburtstag des kleinen Kindes hatte ich ja schon berichtet. Dort sind auch noch ganz viele andere meiner Ideen für Kindergeburtstage verlinkt. Kurz danach hatte das große Kind Geburtstag und der sollte im Zeichen von Star Wars stehen. Die Einladungen haben wir aus weißen Pappverpackungen geschnitten und mit freien Star Wars Bildern aus dem Netz beklebt. Leider habe ich sie nicht fotografiert.

Neulich war an der Schule eine Art Sportfest, nur viel schöner. Da gab es u.a. das allseits bekannte und bei "jungen Leuten" beliebte Twister, das meine Kinder immer wieder spielen wollten. Nach dem Fest wusste ich, dass wir auch unbedingt eins zuhause haben müssen. Aber beim bösen Internetkaufhaus bestellen? Kommt ja gar nicht infrage! Wir hätten in den schönen Spielzeugladen umme Ecke gehen können, aber dort haben wir in den letzten Wochen ehrlich gesagt genug Geld hingetragen. Und überhaupt muss man doch nicht immer was kaufen, wenn man es auch selber machen kann. Viel schöner sogar, ohne Plastikfolie, dafür aus Stoff mit ganz vielen Erinnerungen. Haltbarer dürfte es dann auch sein.


Also habe ich meine Stoffreste durchwühlt nach allem in rot, gelb, blau und grün. 
Webware, Jersey, Frottee, Samt, völlig egal.


Eine runde Vorlage in geeigneter Größe war mein guter alter Stickrahmen.
Als Trägerstoff wurde eine alte Tischdecke mit weißer Rückseite bestimmt.
In regelmäßigen Abständen habe ich Kreise darauf gemalt. Dabei habe ich nur am Anfang gemessen und etwas gerechnet, später dann aber die Kreise nur ungefähr platziert und mich dabei am relativ regelmäßigen Blumenmuster orientiert.


Die Stoffreste habe ich à la Crazy Patchwork aneinander gestückelt und dann mithilfe des Stickrahmens den Kreis aufgezeichnet und diesen zuletzt ausgeschnitten.


Den Kreis auf die Tischdecke gepinnt...


...und im Zickzack festgenäht. Man kann das auch mit dem Applikationsstich oder so machen.


Und warum heißt das nun Memory-Twister?
Ganz einfach: Darin sind nicht nur Reste von meinen Nähprojekten verarbeitet, wie z.B. hier die große grüne Fläche, die vom Drachenkostüm stammt oder der Blümchenstoff, aus dem ich die allerersten Kita-Tütchen genäht hatte (prä-blog),...


...sondern auch Reste von (ausgeschlachteten) Altkleidern, z.B. das große orange hier ist ein Stück vom Tantenrock, der zur Turnhose wurde. Auf dem gelben Stoff daneben hat das große Kind die ersten Näh-Schritte gemacht, also verschiedene Stiche getestet.


Ein großes Stück Saunatuch, aus dem ich Waschlappen und kleine Handtücher gemacht habe.


Das hellblaue mit den Sternen waren mal Fleece-Hausschuhe.


Das dunkle mit Muster ist ein Rest von einer Stiftetasche, die ich dem großen Kind mal genäht habe.
Das helle ist ein Stück Schlafanzug, den ich zu mehreren Sachen verarbeitet habe.


Rechts unten ein Rest von der ersten, gestreiften Kitatasche.
Links unten roter Jeans, aus dem ich einen Sonnenhut für das große Kind genäht habe. Den habe ich nie gebloggt, aber er ist bei meinen Reisetricks gleich zweimal zu sehen.


Und so sieht das ganze dann aus.


Neben dem Spielfeld braucht man aber noch einen Zufallsgenerator, der vorgibt, welches Körperteil man auf welche Farbe platzieren soll. Natürlich hätte ich eine Drehscheibe basteln können. Es gibt auch Apps für Smartphones, aber ich hab nur ein ganz altmodisches Klapphandy. Stattdessen habe ich einfach einen Farbwürfel aus einem der vielen Brettspiele und einen normalen Würfel genommen. Die werden in einer alten Kekspackung gelagert und gewürfelt (damit sie nicht wegrollen). Für die Zahlen habe ich eine Liste (1=linke Hand, 2=rechte Hand usw.) geschrieben und auf den Deckel geklebt. Wenn eine andere Farbe als rot, gelb, blau und grün gewürfelt wird, dürfen die Spieler sich eine Farbe aussuchen.


Die Kinder waren beim Spielen hochkonzentriert.

Weitere Ideen für Twister:
  • Wer keine Stoffreste hat, aber ganz viel Nähgarn, Stickgarn, Sticktwist oder Wolle, kann einfach die Flächen aus Garn in rot, blau, gelb und grün aufsticken. Das geht auch ohne Nähmaschine, einfach den Stoff in einen Stickrahmen einspannen und den Kreis mit Handstichen (Kreuzstich, Vorstich, Plattstich etc.) füllen.
  • Man kann die Farbflächen auch mit Stoffmalfarbe aufmalen.
  • Mit Wolle/Strickgarn kann man auch Kreise auf das Laken bringen, indem man die Farbflächen spiralförmig aus dem Garn auf das Laken legt und mit Stecknadeln festpinnt, anschließend von Hand oder mit der Maschine im Zickzack festnäht.
  • Statt Kreisen kann man auch Quadrate, Sechsecke, Herzen oder sonstige Formen gestalten.
  • Statt rot, blau, gelb und grün kann man auch andere Farbkombinationen nehmen. Oder (für Leute mit rot-grün-Schwäche) uni, kariert, gestreift und mit Punkten.
  • Man kann die Flächen auch ganz aufwändig als Quilt gestalten, z.B. Sechsecke aus je sechs gleichseitigen Dreiecken.
  • Die Kanten der Farbflächen kann man mit der Overlock versäubern oder (mit Hilfe einer Schablone) umbügeln oder man doppelt die Kreise rechts auf rechts und schneidet die zukünftige Innenseite (am besten ein blöder Stoff, der endlich weg muss) in der Mitte ein, wendet das ganze und näht es dann mit der schönen Seite nach außen auf.
  • Die Farbflächen kann man auch füttern mit Volumenvlies oder einem dicken Fleece, der weg muss.
  • Quilter könnten auch eine schöne Variante mit Verkehrszeichen machen: rote Stop-Schilder, blaue Radweg-Schilder, gelb(weiß)e Vorfahrtstraße, grüner Rechtsabbiegerpfeil. Oder man malt diese Variante mit Stoffmalfarbe.

Ich hab aber auch noch ein paar andere Sachen gebastelt:


Weil das Kind wieder elektrische Geburtstagskerzen haben wollte, habe ich wieder unseren Adventszug umfunktioniert. Dazu habe ich passende Rechtecke aus einer Pappverpackung geschnitten, Buchstaben und das Alter raufgeschrieben und auf die Waggons geklebt. Diesmal hebe ich sie auf, damit sie nächstes Jahr wieder zum Einsatz kommen können. Letztes Jahr waren sie nur aus Papier, das ist beim ablösen leider zerrissen.


Für die Gewinne gab es diesmal Star-Wars-Büchsen. Die bewährten Kaffeebüchsen habe ich dafür mit - ausnahmsweise neu gekauftem - Geschenkpapier beklebt. Dafür habe ich die Geschenke für das Kind in unseren bewährten, Mehrweg-Geschenkkartons verpackt.
Die Tischdecke ist ausnahmsweise aus Plastik und gekauft.
Die Becher haben wir seit Jahren und benutzen sie immer für Partys.
Die Strohhalme hat mir neulich die Nachbarin geschenkt, deren Kinder aus dem Alter leider schon raus sind.


Damit es keinen Streit gibt und jedes Kind seine Dose sofort erkennt, habe ich die Namen von Hand in schwarzem Outline-Font auf gelben Karton geschrieben. Das hat zehnmal so lange gedauert wie die Dosen zu bekleben. *ächz*
(Es gibt da einen kostenlosen Font-Generator im Netz, fragt bei Bedarf mal Tante Google, aber unser Drucker mag keinen Karton und gelbes Papier hatte ich nicht da.)


Aus den gelben Kartonresten habe ich noch Sterne ausgestanzt und zusammen mit den Namen auf die Deckel geklebt. 


Die Girlande habe ich mal über Pinterest gefunden. Da waren ursprünglich ein paar sehr niedliche Fahrzeuge bei, die habe ich jetzt entfernt, damit es nicht so babyhaft ist.


Neben Twister ("Jedi-Training") haben wir Büchsenwerfen ("Zerstöre den Todesstern!") und Topfschlagen ("Finde den Yoda" mit "hell und dunkel" statt "heiß und kalt") gespielt.


Meine Kinder haben noch keinen der Star Wars Filme gesehen, aber es genügt ihnen, die Karten zu sammeln und ein T-Shirt zu besitzen. Man kann die Kinder nicht immer von allem fernhalten. Aber solange sie sich noch bei manchen Folgen von "Shaun das Schaf" fürchten, sind sie für Star Wars noch zu sensibel.

Abschließend waren wir noch auf dem Spielplatz, wo wir uns mit einer zweiten Kindergeburtstagsgesellschaft verabredet hatten, damit die beiden befreundeten Gastgeber auch ein wenig gemeinsam Geburtstag feiern können. Denn da sie an demselben Tag geboren sind, können sie sich ja nicht gegenseitig einladen, wenn sie beide genau am Geburtstag feiern.

In den nächsten Tagen werde ich hier ein Buch vorstellen, das mich teilweise beim Planen inspiriert hat (inzwischen erledigt und vorwärts verlinkt). Aber das würde jetzt wirklich den Rahmen sprengen.

So, jetzt noch schnell verlinken bei:



Samstag, 7. Mai 2016

Die Wiedergeburt von «Mieses Karma»




Coverbild freundlicherweise von Rowohlt Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: David Safier
Titel: Mieses Karma hoch 2

Hardcover: 18,95 €
Verlag: Kindler
ISBN: 978-3-463-40623-7Erscheinungstermin: 29.10.2015
320 Seiten

Taschenbuch: 9,99 €
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-25814-5
Erscheinunstermin: 26.08.2016
320 Seiten

e-Book: 16,99 €
Verlag: Rowohlt E-Book
ISBN: 978-3-644-31491-7
Erscheinungstermin: 29.10.2015
320 Seiten

Hörbuch: 19,95 €
Argon Verlag
ISBN: 978-3-8398-1420-8
Erscheinungstermin: 30.10.2015
Laufzeit: 8 Stunden, 6 Minuten (6 CDs)

Klappentext:
Die Gelegenheitsschauspielerin Daisy Becker trinkt, raucht und bestiehlt auch schon mal ihre WG-Genossen. Mit Mitte zwanzig hat sie noch immer keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben eigentlich anfangen will. Noch viel weniger weiß sie, was das Wort „Liebe“ eigentlich bedeutet. Und sie wird es in diesem Leben auch nicht mehr erfahren, gerät sie doch in einen tödlichen Autounfall mit dem arroganten Hollywoodstar Marc Barton.
Daisy und Marc werden als Ameisen wiedergeboren und erfahren von Buddha, dass sie in ihrem Leben zu viel mieses Karma angesammelt haben.
Allerdings haben die beiden nur wenig Lust, fortan als Ameisensoldaten in den Krieg zu ziehen. Außerdem wollen sie um jeden Preis verhindern, dass Daisys bester Freund, von dem sie erst jetzt erkennt, was sie für ihn empfindet, und Marcs Ehefrau ein Paar werden. Was also tun? Gutes Karma sammeln, um die Reinkarnationsleiter über die Stufen Goldfisch-Storch-Schnecke hochzuklettern und wieder zu Menschen zu werden! Doch das ist nicht so einfach, wenn man sich nicht ausstehen kann und sich gegenseitig die Schuld an dem Unfalltod gibt. Und noch viel schwerer wird es, wenn man sich trotz allem ineinander verliebt ...

Meine Meinung:
Es ist schon lange her, dass ich "Mieses Karma" gelesen habe. Neulich fand ich in der Bücherei zufällig den zweiten Teil "Mieses Karma hoch 2" und nahm es spontan mit. Ich habe absichtlich nicht den Klappentext gelesen, weil ich mich von der Geschichte komplett überraschen lassen wollte und so war es dann auch. Sie ist wunderbar leicht geschrieben, ist aber nicht oberflächlich. Sie ist lustig, hat aber ein ernstes Thema. Es ist spannend und romantisch. Und bis fast zum Schluss weiß man nicht, wie es ausgeht. Es ist ein ganz wunderbares Buch! (Dass aus der Lavalampe gelegentlich eine Javalampe wird, hat mich zwar etwas irritiert, aber das war neben ein paar wenigen Flüchtigkeitsfehlern das einzige.)

Tipp 1:
Auf der Homepage des Rowohlt Verlags gibt es eine Leseprobe.

Tipp 2:
Auf der Homepage des Argon Verlags gibt es eine Hörprobe.

Tipp 3:
Auf der Homepage des Rowohlt Verlages gibt es gratis das verschollene Kapitel aus dem ersten Teil von "Mieses Karma" zu lesen!


Montag, 2. Mai 2016

"Der Vintage-Guide für einsame Herzen" von Kirsty Greenwood




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Autorin: Kirsty Greenwood
Titel: Der Vintage-Guide für einsame Herzen
aus dem Englischen von Stefanie Retterbush
Originaltitel: The Vintage Guide to Love and Romance
Originalverlag: Pan Macmillan
Taschenbuch, Broschur
Preis: € 9,99 [D], € 10,30 [A], CHF 13,90
ISBN: 978-3-442-48108-8
erschienen am: 20.07.2015
448 Seiten
Verlag: Goldmann


Klappentext:
Ohne Job kann man sich die Miete nicht mehr leisten. Jessica Beam bleibt nichts anderes übrig, als ihre wohlhabende Großmutter um Obdach zu bitten. Doch auch die elegante Dame steckt in Schwierigkeiten. Die Bestsellerautorin des Ratgebers „Good Woman“ aus den 50er-Jahren hat schon lange kein Buch mehr verkauft. Und eine Enkelin, die neonfarbene Unterwäsche trägt, ist für sie ein Albtraum. Doch dann erhalten die Beam-Frauen eine letzte Chance: ein neuer Buchvertrag, wenn sie beweisen können, dass Matildas Vintage-Guide auch heute noch funktioniert. Kann Jess zur Lady werden? Und kann sie so das Herz des begehrtesten Junggesellen Londons erobern, das Herz des unnahbaren Leo Frost?


Meine Meinung:
Ich habe eine seltsame Vorliebe für altmodische Ratgeber, in meinem Regal stehen z.B. "Das 1x1 des guten Tons" von 1955 und "Wie mache ich meinen Mann glücklich?" von 1930. Schon als Kind war ich von den seltsamen Regeln fasziniert, die es früher gab. Manches hat natürlich heute noch seine Gültigkeit und so kann man sich bei der Lektüre gleichermaßen bilden und amüsieren.
Wenn man dies weiß, wundert es nicht, dass mich dieses Buch gereizt hat.
Die Geschichte ist recht unterhaltsam, teilweise etwas vorhersehbar, an manchen Stellen jedoch sehr überraschend, weil ich eine andere Wendung erwartet hatte. Die Ratschläge aus den 50er Jahren finde ich jetzt nicht so spannend, das kann an meinen Vorkenntnissen auf diesem Gebiet liegen. Im Grunde genommen sind es leider vor allem Äußerlichkeiten, die Jess zum angestrebten Erfolg führen: Sie trägt ein Korsett, hübsche Kleider, viel Schminke und aufwändige Frisuren. Es gibt Männer, die darauf stehen, andere mögen Frauen lieber natürlich oder schätzen sogar die inneren Werte wie Charakter und Intelligenz...
Die Übersetzung ist leider eher mäßig. Das Fluchen macht einen großen und wichtigen Teil von Jess' Persönlichkeit aus, aber es wirkt auf deutsch etwas seltsam, teilweise sogar lächerlich. Außerdem gibt es im Original bestimmt einen großen Unterschied in der Ausdrucksweise der vornehmen und altmodischen Großmutter Mathilda und ihrer modernen, feministischen Enkeltochter Jess, der bei der Übersetzung leider verloren gegangen ist. Zudem gibt es sehr viele Schreibfehler und wieder einmal frage ich mich, ob überhaupt noch lektoriert wird?

Tipp:
Es gibt eine Leseprobe beim Verlag.


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